Freitag, 31. Januar 2020

Aus den Büchern, ... soll dieses Volk gerichtet werden


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Jesus Christus erklärt seinen nephitischen Jüngern, die er nach seiner Auferstehung besuchte, nachdem er sie beauftragt hatte die Werke ihres Volkes zu dokumentieren (3. Nephi 27:23-24): „Denn siehe, aus den Büchern, die geschrieben worden sind und die man noch schreiben wird, soll dieses Volk gerichtet werden, denn durch sie werden seine Werke den Menschen kundwerden. 26  Und siehe, alles wird vom Vater geschrieben; darum wird aus den Büchern, die geschrieben sein werden, die Welt gerichtet.“ (3. Nephi 27:25-26).

Aus den Büchern, ... soll dieses Volk gerichtet werden. Ich muss an eine entsprechende Aussage in der Offenbarung des Johannes denken, in der es um das Gericht über die Verstorbenen geht: „ Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die Großen und die Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; und ein anderes Buch, das Buch des Lebens, wurde geöffnet. Die Toten wurden gerichtet, nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war, nach ihren Taten.“ (Offenbarung 20:12). Schon Daniel (Bedeutung: „Gott richtet“), ein Zeitgenosse Lehis (wurde im Jahr 597 mit seinen drei Freunden Schadrach, Meschach und Abed-Nego durch Nebukadnezzars Truppen nach Babylonien deportiert), sah in einer Vision in Bezug auf die Gerichtsbarkeit, dass Bücher aufgeschlagen wurden (Daniel 7:10). Ja, sogar schon zu Adams Zeiten wurde ein Buch der Erinnerung geführt (Köstliche Perle Mose 6:5). Auch zu Maleachis Zeiten lesen wir darüber, dass ein solches Buch geführt wurde (Maleachi 3:16).

Joseph Smith, der Prophet der Wiederherstellung, gibt uns eine Erklärung zu den Büchern, die nach der Offenbarung des Johannes aufgeschlagen wurden. Er kommt zu dem Schluss, dass die Bücher die aufgeschlagen wurden, die Bücher sind, die auf Erden geführt wurden und werden und das Buch des Lebens jenes ist, welches im Himmel geführt wird (Lehre und Bündnisse 128:6-7). Dieses Buch enthält die Gesamtheit der Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen. Ich stelle mit zunehmendem Alter fest, dass ich in jüngeren Jahren ein besseres Erinnerungsvermögen hatte, gehe aber zuversichtlich davon aus, dass kein angeeignetes Wissen verloren gegangen ist. So habe ich auch Erinnerungen an viele meiner Handlungen – und zwar sehr detailliert. Ich verstehe das so, dass ich mit einem vollständigen Wissen all meiner Gedanken und Handlungen vor dem Herrn stehen werde, und somit Rechenschaft über mich selbst ablegen werde (Römer 14:12). Das wird mit Sicherheit mit den auf Erden als auch im Himmel geführten Aufzeichnungen übereinstimmen – und damit hätten wir auch zwei oder drei Zeugen (Matthäus 18:16).

 Wie siehst du das mit der Selbstdarlegung eigener Gedanken und Handlungen des gesamten Erdendaseins vor dem höchsten Richter?

Donnerstag, 30. Januar 2020

Schreibt nieder, was ihr gesehen und gehört habt


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Christus fordert die Nephiten auf: „Schreibt nieder, was ihr gesehen und gehört habt, außer es sei etwas, was verboten ist. 24  Schreibt die Werke dieses Volkes nieder, die sein werden, ja, wie das niedergeschrieben worden ist, was gewesen ist.“ (3. Nephi 27:23-24).

Schreibt nieder, was ihr gesehen und gehört habt. Ein Auftrag des auferstandenen Jesus Christus an die Nephiten, die sich nach den schweren Naturereignissen, die mit der Kreuzigung Jesu in Jerusalem, einhergingen, am Tempel im Land Überfluss auf dem amerikanischen Kontinent versammelt hatten (3. Nephi 11:1-2), und den Besuch des Heilandes bei ihnen, und seine Belehrungen, erleben durften (3. Nephi 11:7-10). Und ich bin aus tiefstem Herzen jenen dankbar, die dieser Aufforderung über die Jahrhunderte gehorsam nachkamen. Nur auf diese Weise sind wir heute im Besitz des Evangeliums von Jesus Christus.

Stellt sich die Frage, ob diese Aufforderung Jesu an die Nephiten auch jedem anderen Menschen gilt. Mir kommt eine Aussage des Herrn an Joseph Smith, den Propheten der Wiederherstellung, in den Sinn: „… was ich zu einem sage, das sage ich zu allen: ...“ (Lehre und Bündnisse 82:5) und ich denke, diese Aussage gilt nicht nur in dem Zusammenhang dieses Verses, sondern hat allgemein Gültigkeit. Also fühle auch ich mich aufgefordert, niederzuschreiben, was ich erlebe, und von dem ich ausgehen kann, dass es den Leser erbauen wird. Dabei versuche ich das Zitat des ungarisch-amerikanischen Journalisten, Herausgebers und Zeitungsverlegers Joseph Pulitzer zu erlernen: „Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ Darin ist mir die heilige Schrift Vorbild.

 In welcher Form hältst du deine Werke für deine Nachfahren fest?

Mittwoch, 29. Januar 2020

Ihr wisst, was ihr in meiner Kirche tun müsst


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Christus lässt die Nephiten, und so auch uns, wissen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Dies ist mein Evangelium; und ihr wisst, was ihr in meiner Kirche tun müsst; denn die Werke, die ihr mich habt tun sehen, die sollt ihr auch tun; denn das, was ihr mich habt tun sehen, ja, das sollt ihr tun;“ (3. Nephi 27:21).

Ihr wisst, was ihr in meiner Kirche tun müsst. Hast du schon mal folgende Ansage eines Anrufbeantworters gehört: „Dies ist ein Anrufbeantworter. Du weißt, was du zu tun hast, also mach es“?

Also, was macht man normalerweise, wenn der angerufene Teilnehmer nicht selber am Apparat ist? Man weiß es aufgrund Erfahrung, man hinterlässt eine Nachricht. Ebenso wissen wir aufgrund dessen, dass wir das Evangelium von Jesus Christus gelehrt bekommen haben, was wir in Seiner Kirche zu tun haben, nämlich das, was Christus uns vorgelebt hat. Und was hat er uns vorgelebt? Er zog umher und tat Gutes und heilte alle, die in Schwierigkeiten waren (Apostelgeschichte 10:38). Von Jakobus, dem Bruder Jesu und Bischof der Gemeinde in Jerusalem, der 62 n. Chr. den Märtyrertod erlitt, lerne ich, wenn ich Gutes zu tun in der Lage bin und es unterlasse, sündige ich (Jakobus 4:17). Um nicht der Sünde zu erliegen, werde ich mich also befleißigen, sowohl in der Kirche des Herrn, als auch in meinem Umfeld, Gutes zu tun und denen Heilung anzubieten, die in Schwierigkeiten sind. Hinzu kommt, dass ich am letzten Tag von Christus emporgehoben werde (3. Nephi 27:22). Wünscht sich das nicht jedes Kind von seinem liebevollen Vater?

 Wie bringst du aber in Erfahrung, was für deinen Nächsten das `gute´ ist?

Dienstag, 28. Januar 2020

Damit ihr durch den Empfang des Heiligen Geistes geheiligt werdet


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Der auferstandene Heiland, der den Nephiten um die 34 n. Chr. erschien, erklärt ihnen – und was er einem sagt, das sagt er allen (Lehre und Bündnisse 92:1), somit auch uns: „Dies nun ist das Gebot: Kehrt um, all ihr Enden der Erde, und kommt zu mir, und lasst euch in meinem Namen Taufen, damit ihr durch den Empfang des Heiligen Geistes geheiligt werdet, damit ihr am letzten Tag makellos vor mir stehen könnt.“ (3. Nephi 27:20).

Damit ihr durch den Empfang des Heiligen Geistes geheiligt werdet. Weiß ich, weißt du, was es bedeutet, ´geheiligt´ zu werden?

Eine ausführliche Antwort auf diese Frage finden wir in der Köstlichen Perle, einer „Auswahl aus den Offenbarungen, Übersetzungen und Schriften von Joseph Smith“, dem ersten „Prophet, Seher und Offenbarer für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (siehe hier), anerkannt als Heilige Schrift der Kirche, auf der Generalkonferenz im Oktober 1880. Dort wird uns erklärt, dass wir durch die Taufe im Wasser das Gebot halten, durch den Empfang des Heiligen Geistes wir gerechtfertigt werden, und schließlich durch das Blut Jesu `geheiligt´ werden (Köstliche Perle Mose 6:60). Im Vers vorher wird uns erklärt, dass `geheiligt werden´ bedeutet, durch das Blut Jesu von aller Sünde gesäubert zu werden (Köstliche Perle Mose 6:59). Voraussetzung hierfür ist die Taufe mit Wasser. Beides zusammen, verbunden mit der vorausgegangenen Umkehr von unseren Sünden, bildet dies, ein von Neuem in das Himmelreich geboren werden. Die Heiligung ist ein Reinwaschen, das über die Vergebung der Sünden bei der Taufe mit Wasser hinausgeht. Was muss ich also tun, um geheiligt zu werden? Mein Herz Gott hingeben (Helaman 3:33-35), eine mächtige Herzenswandlung durchlaufen (Mosia 5:2).

 Wie stellst du dir den Prozess des `Geheiligtwerdens´ vor?

Montag, 27. Januar 2020

Nichts Unreines kann in sein Reich eingehen


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Mormon bestätigt auch uns: „Und nichts Unreines kann in sein Reich eingehen; darum geht nichts in seine Ruhe ein außer diejenigen, die ihre Kleider in meinem Blut gewaschen haben, wegen ihres Glaubens und der Umkehr von all ihren Sünden und ihrer Glaubenstreue bis ans Ende.“ (3. Nephi 27:19).

Nichts Unreines kann in sein Reich eingehen. Ich denke an Landwirtschaft. Der Bauer geht in den Stall, mistet aus und versorgt die Tiere. Dabei macht er sich und seine Arbeitskleidung unweigerlich schmutzig. So unrein ließ ihn die Bäuerin sicherlich nicht in die `gute Stube´ zum Kaffe eingehen. Deshalb wird er sich in der Umkleidekammer gewaschen und wieder seine saubere Hauskleidung angezogen haben.

Dabei denke ich an das Betreten des Hauses des Herrn, den Tempel. Auch hier legen wir unsere Straßenkleidung ab und ziehen weiße Kleidung – symbolisiert Reinheit, an. Auch dort werden wir nicht anders eingehen dürfen. So ist es erst recht mit dem Reich Gottes in geistiger Hinsicht. Nicht nur, dass wir saubere Kleidung tragen, wir müssen `das Gefäß auch von innen her gereinigt haben´ (Matthäus 23:25-26). Unsere schmutzige Kleidung waschen wir im Wasser mit Seife. Wie bekommen wir unser Inneres sauber? Die Israeliten bekamen ein Gesetz, dass sie nur reine Tiere verzehren durften (Levitikus 11). Übertragen auf den Geistkörper: Ich muss unreiner geistiger Nahrung entsagen (Philipper 4:8). Das tägliche Schriftstudium hilft mir reine Nahrung zu mir zu nehmen. Es hilft mir, mich frei von Sünde und schlechten Wünschen zu halten. Die grundsätzliche Reinigung wird durch Glauben an den Erretter in die Wege geleitet, welcher mich zur Taufe mit Wasser und dem Feuer führt. Danach passiert es mir aber doch immer wieder, mich zu beschmutzen, wie bei der Arbeit im Stall. Dort habe ich meine Umkleidekammer, diese ist im geistigen Sinn die Nutzung der Umkehr sowie die wöchentliche Teilnahme am Tisch des Herrn – waschen unserer Kleider im Blut des Herrn. Dann können wir `Zion´ werden und uns freuen (Lehre und Bündnisse 97:21).

 Wie stellst du sicher, dass du sowohl von außen, als auch von innen rein wirst, um in die `Ruhe des Herrn´ eingehen zu können (Lehre und Bündnisse 84:24)?

Sonntag, 26. Januar 2020

Er lügt nicht, sondern erfüllt alle seine Worte



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Mormon stellt fest: „Und dies ist das Wort, das er den Menschenkindern gegeben hat. Und aus diesem Grund erfüllt er die Worte, die er gegeben hat, und er lügt nicht, sondern erfüllt alle seine Worte.“ (3. Nephi 27:18).

Er lügt nicht, sondern erfüllt alle seine Worte. Sollte man etwa davon ausgehen, dass Jesus lügen würde?

Im Alten Testament lese ich über den Jehova des Alten Testamentes, den später auf Erden geborenen Jesus Christus die folgende Feststellung des Propheten Samuel (ungefähr im 11. Jahrhundert v. Chr.): „Er, der ewige Ruhm Israels, kann weder lügen noch bereuen. Er ist doch kein Mensch, sodass er etwas bereuen müsste.“ (1. Samuel 15:29). Der Vater der Lügen ist jemand anderer. Jesus Christus erklärt in einem Gespräch den Juden in Bezug auf den Teufel: „… er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.“ (Johannes 8:44). Einem Mann, der Christus fragte, was er Gutes tun muss, um ewiges Leben zu gewinnen, antwortete dieser, dass er die Gebote halten solle, u. a. „… du sollst kein falsches Zeugnis geben;“ (Matthäus 19:18). Nun stellt sich für die Praxis die große Frage, was ist in diesem Sinn eine Lüge? Ist es schon eine Lüge, auf die Frage der Gastgeberin wie es denn geschmeckt habe, zu antworten „sehr gut, danke“, obwohl es einem tatsächlich schlecht geschmeckt hat? Übertrete ich damit schon das Gebot und falle unter Strafe: „Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, wer Lügen flüstert, geht zugrunde.“ (Sprüche 19:9)? Wenn mir kurz nach meiner Aussage übel werden würde, könnte man sagen „Lügen haben kurze Beine“? Da suche ich mal nach einer Definition für Lüge: „Sie ist eine Falschaussage, die bewusst gemacht wird und die jemanden täuschen soll; sie dient dazu, einen Vorteil zu erlangen, und verstößt gegen gute Sitten“. Hilft auch nicht viel weiter? Ich denke, das muss jeder für sich und mit dem Herrn ausmachen, wann es sich um eine Lüge handelt oder um ein höfliches Manöver, um keine Gefühle zu verletzen.

 Was ist in deinen Augen Lüge im Sinne des Evangeliums?

Samstag, 25. Januar 2020

Wegen der Gerechtigkeit des Vaters


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Christus spricht weiter zu seinen Jüngern : „Und wer nicht bis ans Ende ausharrt, das ist derjenige, der auch abgehauen und ins Feuer geworfen wird, von wo man nicht mehr zurückkehren kann, wegen der Gerechtigkeit des Vaters.“ (3. Nephi 27:17).

Wegen der Gerechtigkeit des Vaters. In dem gestern betrachteten Vers ging es um diejenigen, die Jesus Christus vor seinem Vater als schuldlos befinden wird, weil sie ihm bis ans Ende ihres Erdenlebens die Treue gehalten haben. Sie erfahren Barmherzigkeit, während diejenigen, die nicht bis ans Ende in Treue ausharren, der Gerechtigkeit ausgeliefert werden.

Im Falle der Barmherzigkeit nimmt Jesus die Strafe der Sünder auf sich, während im Fall der Gerechtigkeit die Barmherzigkeit keinen Anspruch auf jene hat (Alma 42:15). Gerechtigkeit bedeutet, dass diejenigen, die rechtschaffen denken und handeln Segnungen empfangen – Jesus Christus hat für ihre Sünden gebüßt und somit der Gerechtigkeit Genüge getan (Alma 34:16), während jene, die nicht von ihren Sünden ablassen und Umkehr üben, die festgesetzte Strafe erhalten – bei jenen greift das Sühnopfer nicht (Mosia 2:38-39). Hast du nicht auch ein ausgesprochenes Gerechtigkeitsempfinden? Über das Verhalten von Richtern lernen wir im Alten Testament: „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen, damit du Leben hast und das Land in Besitz nehmen kannst, das der HERR, dein Gott, dir gibt.“ (Deuteronomium 16:20). Gerecht behandelt werden bedeutet für mich, dass ein Jeder entsprechend seiner Taten, unter Berücksichtigung der Herzenseinstellung, empfängt (Lehre und Bündnisse 107:84).

 Wo bleibt deiner Meinung nach die Gerechtigkeit im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20:1-16)?

Freitag, 24. Januar 2020

Ihn will ich vor meinem Vater schuldlos halten


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Christus unterrichtet seine Jünger auf dem amerikanischen Kontinent weiter: „Und es wird sich begeben: Wer umkehrt und sich in meinem Namen taufen lässt, der wird erfüllt werden; und wenn er bis ans Ende ausharrt, siehe, ihn will ich vor meinem Vater schuldlos halten an dem Tag, da ich dastehe, um die Welt zu richten.“ (3. Nephi 27:16).

Ihn will ich vor meinem Vater schuldlos halten. Ist das nicht eine wunderbare Aussicht? Vor dem Vater von unserem Heiland schuldlos gehalten zu werden!

Wie kann das angehen, dass wir, die wir voller Schuld vor ihn treten werden, wenn er uns richten wird, er zum Vater sagen wird, dass wir, wenn wir Umkehr geübt, uns haben taufen lassen und vom Heiligen Geist erfüllt wurden, schuldlos wären? Das wäre ja so, als würde ein Gericht hier auf Erden uns schuldlos sprechen, obwohl wir uns haben etwas zu Schulden kommen lassen. Das kann nur funktionieren, wenn jemand anderes unsere Schuld vorher schon beglichen hat. Dies erinnert mich wieder an die Geschichte mit dem armen Jungen, der während der Pausen nichts zu essen hat, während sich seine Kameraden an gefüllten Brotdosen sattessen. Eines Tages fehlt einem anderen Jungen dessen Pausenbrot. Es stellt sich heraus, dass der arme Junge es vor lauter Hunger genommen und gegessen hatte. Er soll nun die Strafe erhalten, 20 Schläge mit dem Rohrstock auf den nackten Popo. Ein mitfühlender Schüler bot sich an, anstatt seiner die Strafe zu übernehmen. Genauso hat es Christus getan. Er hat für alle Umkehrwilligen deren Strafe auf sich genommen. Durch sein Sühnopfer hat er der `Gerechtigkeit´ Genüge getan und so kann Gott `Barmherzigkeit´ walten lassen.

 Ist es dir auch schon mal passiert, dass du für das Vergehen eines anderen bezahlt hast?

Donnerstag, 23. Januar 2020

Aus diesem Grund bin ich emporgehoben worden


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Jesus Christus unterrichtet seine Jünger in Amerika weiter: „Und mein Vater hat mich gesandt, damit ich auf das Kreuz emporgehoben würde und damit ich, nachdem ich auf das Kreuz emporgehoben worden sei, alle Menschen zu mir zöge, damit, wie ich von den Menschen emporgehoben wurde, die Menschen ebenso vom Vater emporgehoben würden, um vor mir zu stehen, um nach ihren Werken gerichtet zu werden, ob sie gut seien oder ob sie böse seien seien – 15  und aus diesem Grund bin ich emporgehoben worden; darum werde ich gemäß der Macht des Vaters alle Menschen zu mir ziehen, damit sie gemäß ihren Werken gerichtet werden.“ (3.Nephi 27:14-15).

Aus diesem Grund bin ich emporgehoben worden. Wieder eine tief greifende Symbolik. In dem `Emporheben´ Jesu auf das Kreuz wird symbolisiert, dass er uns aus dem Grab zu sich und dem Vater emporhebt, damit wir gerichtet werden können. Unser `Emporheben´ ist die Auferstehung vom irdischen Tod. Aber Jesus wurde nicht nur auf das Kreuz `emporgehoben´: Als er Sein Werk unter den Menschen soweit vollendet hatte, „… wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ (Apostelgeschichte 1:9).

Jesus Christus wurde von den Menschen gerichtet, und zwar zum Tode durch Kreuzigung, und hat dadurch für unsere Sünden gesühnt (1. Nephi 11:23-33). Wir werden aufgrund unserer Handlungen auf Erden gerichtet, nachdem wir `emporgehoben´ wurden, auferstanden sind, und in der Gegenwart Gottes stehen (2. Nephi 2:10). Mir kommt in den Sinn, dass kleine Kinder doch sehr gerne von ihren Eltern in die Höhe gehoben, ja sogar gerne in die Luft geworfen werden, um dann wieder in ihren ausgebreiteten Händen sicher zu landen. Welch ein Vertrauen sie doch haben. So ist meine Freude auch groß in Bezug auf den Moment, in dem ich hochgehoben werde zu meinem Schöpfer, und ich bin mir sicher, dass er einen jeden auch auffängt und nicht fallen lässt. Sollten wir allerdings doch in die Tiefe stürzen, so aus eigenem Verschulden – die Gerechtigkeit übertrifft in diesem Fall dann die Barmherzigkeit.

 Was meinst du, musst du tun, dass du, nachdem du emporgehoben worden bist, auch `oben´ bleiben, aufgrund Barmherzigkeit, aufgefangen wirst?

Mittwoch, 22. Januar 2020

Ich habe euch mein Evangelium gegeben



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Jesus Christus erklärt seinen Jüngern in Amerika weiter: „Siehe, ich habe euch mein Evangelium gegeben, und dies ist das Evangelium, das ich euch gegeben habe – dass ich in die Welt gekommen bin, um den Willen meines Vaters zu tun, denn mein Vater hat mich gesandt.“ (3. Nephi 27:13).

Ich habe euch mein Evangelium gegeben. Der aus dem altgriechischen kommende Begriff `Evangelium´ bedeutet so viel wie `gute Nachricht´ oder `frohe Botschaft´. Was beinhaltet nun diese `frohe Botschaft´, die Jesus Christus, gesandt von seinem Vater, uns in seinem Auftrag gegeben hat?

Das Evangelium von Jesus Christus beinhaltet Gottes Plan der Errettung (Römer 1:16). Sie wurde ermöglicht durch das Sühnopfer von Jesus Christus. Es enthält ewige Wahrheiten, Gesetze, Bündnisse und Verordnungen, ohne die wir nicht in die Gegenwart Gottes zurückkehren können (Lehre und Bündnisse 76:40-42). Um dieser Errettung teilhaftig zu werden, müssen wir nach dem Evangelium leben, von unserem falschen Tun umkehren, durch bevollmächtigte Diener des Herrn im Wasser getauft werden und dann die `Taufe mit Feuer und dem Heiligen Geist´ erhalten (Lehre und Bündnisse 39:6). Wo finden wir das Evangelium in seiner Fülle? Der Herr gab dem Propheten Joseph Smith die Antwort: im Buch Mormon (Lehre und Bündnisse 20:8-9). Teile des wahren Evangeliums finden wir natürlich auch noch in weiteren heiligen Schriften, und die Diener Gottes sollen diese Grundsätze lehren (Lehre und Bündnisse 42:12). Der Herr ermöglicht es auch, dass jeder Mensch dieses Evangelium in seiner eigenen Sprache gelehrt bekommen kann (Lehre und Bündnisse 90:11), ja sogar den Verstorbenen, die es auf Erden nicht hören konnten, wird es gelehrt werden (Lehre und Bündnisse 138:18-21,28-32).

 Was meinst du, wie diejenigen, die verstorben sind, getauft werden können, wenn sie das Evangelium annehmen? Hilfestellung: Lies Lehre und Bündnisse 138:33-34.

Dienstag, 21. Januar 2020

Denn ihre Werke folgen ihnen nach


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Jesus Christus erklärt seinen Jüngern in Amerika weiter: „Denn ihre Werke folgen ihnen nach, denn es ist ihrer Werke wegen, dass sie abgehauen werden; darum denkt an das, was ich euch gesagt habe.“ (3. Nephi 27:12).

Denn ihre Werke folgen ihnen nach. Wie verstehe ich das mit dem Nachfolgen der Werke?
Jesus spricht hier diejenigen an, die wegen ihrer Werke auf Erden nicht in seine Gegenwart eingehen können, sondern für alle Ewigkeit von ihm getrennt sein werden. Die Werke, die sie hier auf Erden getan haben, werden ihnen insofern nachfolgen, dass sie, wenn sie eines Tages vor dem gerechten Richter stehen werden, dort ebenso gegenwärtig sein werden. Sie werden sich an all ihre Werke erinnern können und nach ihnen gerichtet werden. Natürlich gilt dieses `nachfolgen´ der Werke auch für jene, die sich bemüht haben dem Beispiel Jesu zu folgen. Johannes der Offenbarer hört in seiner Vision zur Ankündigung des Gerichts eine Stimme vom Himmel, wie sie zu diesem Thema ausführt: „… Selig die Toten, die im Herrn sterben, von jetzt an; ja, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen; denn ihre Taten folgen ihnen nach.“ (Offenbarung 14:13). In einer Offenbarung, die der Wiederherstellungsprophet Joseph Smith 1831 empfing, sagt Gott ihm, dass diejenigen, die hier auf Erden ihr Augenmerk nur auf Seine Herrlichkeit gerichtet haben, wenn sie sterben, von ihrer irdischen Arbeit ausruhen werden, ihre Werke hier auf Erden allerdings dazu führen werden, dass sie Wohnung beim Vater beziehen werden, verbunden mit einer Krönung – Empfang des höchstmöglichen Lohnes (Lehre und Bündnisse 59:2). Was lerne ich daraus? Meine irdischen Handlungen werden nicht mit meinem irdischen Körper begraben auf Erden vergessen sein, sondern sie werden mit meinem ewigen Geistkörper im Gericht vor Gott gegenwärtig sein und zu meiner Rechtsprechung oder Verurteilung gereichen. Ich bevorzuge die Rechtsprechung!

 Was verstehst du darunter, dass `unsere Werke uns folgen werden´ und wie wirkt sich das auf deine Handlungen aus?

Montag, 20. Januar 2020

Sie werden abgehauen und ins Feuer geworfen, von wo es keine Rückkehr gibt


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Jesus spricht jetzt an, was passiert, wenn die Kirche auf Sein Evangelium gebaut ist, und was, wenn nicht: „und wenn es so ist, dass die Kirche auf mein Evangelium gebaut ist, dann wird der Vater selbst seine Werke darin zeigen. 11  Aber wenn sie nicht auf mein Evangelium gebaut ist, sondern auf Menschenwerk gebaut ist oder auf die Werke des Teufels, wahrlich, ich sage euch: Sie haben eine Zeit lang Freude an ihren Werken, und bald kommt das Ende, und sie werden abgehauen und ins Feuer geworfen, von wo es keine Rückkehr gibt.“ (3. Nephi 27:10-11).

Sie werden abgehauen und ins Feuer geworfen, von wo es keine Rückkehr gibt. Zwei Alternativen gibt es: Entweder ist die Kirche auf das Evangelium von Jesus Christus gebaut oder eben nicht. Im ersten Fall wird der Vater in ihr seine Werke zeigen. Welches sind Seine Werke? Wir wissen, dass der Vater und der Sohn eines Sinnes und eines Geistes sind (3. Nephi 11:27; Johannes 17:20-22). Somit können wir davon ausgehen, dass die Werke des Vaters auch die des Sohnes sind. Als Gott der Herr dem Mose die Schöpfung erklärt, sagt er ihm auch, dass es Sein Werk und seine Herrlichkeit sei, „… die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Köstliche Perle Mose 1:39). Sein Werk ist also die Ausführung des `Planes der Erlösung´. Dieser Plan schließt die Schöpfung, den Fall und das Sühnopfer ein sowie alle von Gott gegebenen Gesetze, Verordnungen und Lehren.

Im zweiten Fall werden die Menschen dieser Kirche `abgehauen und ins Feuer geworfen´. Was bedeutet dies? Es handelt sich auch wieder um ein Symbol. Wenn ein Baum abgehauen wird, werden Stamm und Wurzel voneinander getrennt. Die Wurzel hatte bis dahin den Stamm mit allem Lebensnotwendigen versorgt. Nun ist diese Versorgung unterbrochen und kann auch nicht wiederhergestellt werden. Der Baumstamm vermodert. Auf den Menschen übertragen: Er wird von Gott getrennt, stirbt also ein weiteres Mal und kann nie wieder mit ihm verbunden werden. Diese ewige Trennung von Gott fühlt sich für die Betroffenen wie ein Feuer an, das nicht verzehrt (Alma 5:52).

 Was denkst du, musst du tun, um nicht von der `lebensspendenden Wurzel abgeschnitten zu werden´?

Sonntag, 19. Januar 2020

Wahrlich, ich sage euch: Ihr seid auf mein Evangelium gebaut


Links: Statue des Petrus als Schlüsselträger (Vollmacht) im Besucherzentrum des Rom Tempels
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Nachdem Jesus Seine Jünger nochmals auf den richtigen Namen Seiner Kirche ansprach (3. Nephi 27:8), sagt er ihnen nun: „Wahrlich, ich sage euch: Ihr seid auf mein Evangelium gebaut; darum sollt ihr alles, was immer ihr benennen werdet, mit meinem Namen benennen; darum, wenn ihr den Vater für die Kirche anruft, so wird der Vater euch vernehmen, wenn es in meinem Namen geschieht;“ (3. Nephi 27:9).

Wahrlich, ich sage euch: Ihr seid auf mein Evangelium gebaut. Bei dieser Aussage Jesu kommt mir seine Aussage gegenüber Petrus in den Sinn: „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16:18). So wie ein jedes Gebäude ein solides Fundament benötigt, um allen Widrigkeiten standhalten zu können, ist auch die Kirche Jesu auf ein solches solides Fundament aus Felsen (Petrus bedeute Fels) aufgerichtet: auf den Fels der Offenbarung und des Evangeliums von Jesus Christus.

Auch hier fordert Jesus auf, alles, was diejenigen anrufen (so verstehe ich in diesem Zusammenhang den im Vers genannten Begriff: `benennen´), die auf Sein Evangelium gebaut sind, im Namen Jesu tun sollen. Wenn es auf diese Weise geschieht, verheißt der Herr, dass der Vater es vernehmen, und im Namen Seines Sohnes geschehen lassen wird. In seiner Abschiedsrede an seine Jünger in Jerusalem sagt Jesus etwas Ähnliches: „An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird er euch geben.“ (andere Übersetzungsmöglichkeit: „Was ihr den Vater bitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben.“ Johannes 16:23). Für mich entnehme ich daraus, dass ich, wenn ich auf das Fundament des Evangeliums gegründet, den Vater um etwas Rechtes bitte, er es mir im Namen seines Einziggezeugten im Fleisch, nämlich Jesus Christus, zuteilwerden lässt.

 Wie stellst du fest, ob du auf das Evangelium von Jesus Christus `gebaut bist`?

Samstag, 18. Januar 2020

Ihr sollt den Vater in meinem Namen anrufen, dass er die Kirche segne um meinetwillen


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Jesus Christus ist seinen Jüngern erneut erschienen (3. Nephi 27:2) und unterweist sie aufgrund ihrer Gebete weiter: „Darum: Was auch immer ihr tut, das sollt ihr in meinem Namen tun; darum sollt ihr die Kirche nach meinem Namen benennen; und ihr sollt den Vater in meinem Namen anrufen, dass er die Kirche segne um meinetwillen.“ (3. Nephi 27:7).

Ihr sollt den Vater in meinem Namen anrufen, dass er die Kirche segne um meinetwillen. Zunächst unterweist der Herr seine in Amerika berufenen Jünger, dass sie alles was sie tun, in seinem Namen tun sollen. Ich denke, damit tragen die Diener und Dienerinnen des Herrn eine äußerst große Verantwortung, nicht nur damals, sondern auch ein jeder heutige berufene Diener, jede berufene Dienerin, in Seiner Kirche. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss eine jede berufene Person so leben, dass sie `ständig Seinen Geist mit sich haben kann´. Wie kann man das erreichen? Das Gebet für die Segnung des Abendmahlbrotes weist uns den Weg: 1. Jesu Sühnopfer nicht aus dem Gedächtnis verlieren, 2. dem Vater bezeugen, dass man Willens ist, den Namen Jesu auf sich zu nehmen, 3. dass man Willens ist, immer an Christus zu denken, und 4. dass man Willens ist, immer seine Gebote zu halten (Moroni 4:3). Darin ist allerdings niemand von uns vollkommen, aber wir müssen uns ständig bemühen, Willens zu sein, wie es heißt.

Ein weiterer Punkt, den Jesus als Soll vorgibt, außer den richtigen Namen der Kirche zu benutzen (siehe mein Blogbeitrag „Die sich im Namen Jesu taufen ließen, die nannte man die Kirche Christi“): Den Vater im Namen Jesu für Seine Kirche anzurufen, damit er sie segne. Zugegebenermaßen eine Aufforderung, die hier und da vielleicht ein wenig zu kurz kommt. Ich muss mir angewöhnen, in meinen Gebeten auch diesem Punkt mehr Beachtung zu schenken. Was kann sich dadurch großartig verändern, ob ich das tue oder lasse? Meine innere Einstellung sowohl zum Vater, als auch zur Kirche des Herrn wird sich verändern, sie wird intensiver werden und ich werde mich fragen, wie kann Gott mich nutzen, um die Kirche um Jesu Willen zu segnen. Und wenn ich auf den Geist achte, werde ich Dinge tun, die dem Ziel nützlich sein werden.

 Wie realisierst du diese Aufforderung Jesu, Gott anzurufen, die Kirche zu segnen?

Freitag, 17. Januar 2020

Wer meinen Namen auf sich nimmt und bis ans Ende ausharrt


Nach der Hochzeit die Qual der Wahl bei der Namenswahl
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Gestern haben wir festgestellt, dass die Jünger sich in mächtigem Gebet und Fasten vereinigten, woraufhin der Herr ihnen nochmals erschien und sie ihn fragten, wie sie Seine Kirche nennen sollten. Er antwortete ihnen, dass sie Seinen Namen tragen müsse (3. Nephi 27:1-5), wie wir es auch schon in meinem Blogbeitrag „Die sich im Namen Jesu taufen ließen, die nannte man die Kirche Christi“ betrachtet hatten. Und dann sagt Er weiter: „und wer meinen Namen auf sich nimmt und bis ans Ende ausharrt, der wird am letzten Tag errettet werden.“ (3. Nephi 27:6).

Wer meinen Namen auf sich nimmt und bis ans Ende ausharrt. Wie nehmen wir den Namen Jesu auf uns und was ist darunter zu verstehen, bis ans Ende auszuharren?

Der Name steht für ein Stück Identität. Früher gab der Familienname meist den Beruf seines Trägers preis. Seinen Familiennamen erbte man von seinem Vater. Wie verhält es sich nun mit dem Namen Jesu, erben wir den auch von ihm? Wir nehmen Seinen Namen auf uns, indem wir uns dazu entschließen, uns vor Ihm zu demütigen und uns nach Umkehr von unseren Sünden „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ taufen zu lassen (Lehre und Bündnisse 20:73). Durch diesen Bund werden wir nun Söhne und Töchter Jesu, wir haben Seinen Namen auf uns genommen. Gleichzeitig haben wir versprochen, ihm mit Entschlossenheit bis an unser Lebensende zu dienen (Lehre und Bündnisse 20:37). Das bedeutet, bis ans Ende auszuharren. Außerdem werden wir am letzten Tag mit diesem Namen gerufen werden und wenn wir ihn vergessen haben, werden wir keinen Platz im Reich des Vaters haben (Lehre und Bündnisse 18:24-25). Sollten wir ihn erst gar nicht kennen, werden wir mit einem anderen Namen gerufen und zur Linken Hand Gottes platziert (Mosia 5:10), was soviel bedeutet, dass wir aussortiert sind, nicht zu seiner Schafherde gehören (Matthäus 25:33) sondern zu jenen, die auf ewig Seiner Gegenwart beraubt sein werden (Matthäus 25:41).

 Was verstehst du darunter, auszuharren bis ans Ende deines Erdenlebens?

Donnerstag, 16. Januar 2020

Als die Jünger Jesu umherreisten und … predigten


(Bild: Quelle)

Im Vers 20 des Kapitels 26 sagt uns Mormon, dass die von Christus belehrten Menschen alles so taten, wie er es ihnen geboten hatte. So taten sie auch Folgendes: „Und es begab sich: Als die Jünger Jesu umherreisten und das predigten, was sie gehört und auch gesehen hatten, und im Namen Jesu tauften, begab es sich: Die Jünger versammelten sich und vereinigten sich zu mächtigem Beten und Fasten.“ (3. Nephi 27:1)

Als die Jünger Jesu umherreisten und ... predigten. Wir erkennen auch hier wieder, dass die Kirche des Herrn eine Missionskirche ist. Schon nachdem Jesus auferstanden war und seinen elf Aposteln erschien, der zwölfte hatte sich ja aufgrund seines Verrates an Jesus erhängt (Matthäus 27:5), beauftragte er sie: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (Markus 16:15). Und wie uns das Neue Testament bestätigt, taten sie das. Die Apostel bereisten die ihnen damals erreichbare `ganze Welt´ und verkündeten das Wort des Herrn und gründeten überall Gemeinden (Apostelgeschichte 16:5).

Wie es leider in der Geschichte des Volkes des Herrn immer wieder Abfall vom wahren Wort des Herrn gab (Beispielhaft 2. Chronik 21:10-11), wurde auch von den Aposteln des Herrn ein erneuter Abfall vorhergesagt (Thessalonicher 2:3). Widersacher der `Neuen Lehre´ (Apostelgeschichte 17:19) bekämpften mit allen Mitteln die Ausbreitung der Kirche des Herrn, sogar mit der Ermordung aller Priestertumsführer (der einzige im Neuen Testament berichtete Mord: Apostelgeschichte 12:2), sodass es die Vollmacht des Herrn für eine lange Periode der Menschheitsgeschichte nicht mehr auf Erden gab. Erst an einem wunderschönen Frühlingstag des Jahres 1820 öffnete sich der Himmel wieder (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:14-17). Die Kirche des Herrn wurde wieder mit Vollmacht aufgerichtet (Lehre und Bündnisse 27:12; lies auch gerne hier) und der Auftrag, der an die ersten Jünger zu Jesu Lebzeiten auf Erden erging, erging nun auch wieder an die neuen Jünger des Herrn (Lehre und Bündnisse 58:64). Und so reisen auch heute wieder die Jüngerinnen und Jünger des Herrn je zu zweit umher und predigen (siehe hier).

 Welche Vorstellung hast du davon, wie die Jünger damals im alten Amerika umherreisten und predigten?

Mittwoch, 15. Januar 2020

Die sich im Namen Jesu taufen ließen, die nannte man die Kirche Christi


(Bild: Quelle)

Nachdem uns Mormon mitgeteilt hat, dass seine Anhänger in Amerika alles so getan haben, wie er es ihnen geboten hatte (3. Nephi 26:20), stellt er noch fest: „Und die sich im Namen Jesu taufen ließen, die nannte man die Kirche Christi.“ (3. Nephi 26:21).

Die sich im Namen Jesu taufen ließen, die nannte man die Kirche Christi. Auch schon zuzeiten Alma des Älteren, um die 147 vor Chr., begegnen wir dieser Aussage, dass diejenigen, die sich haben taufen lassen, dadurch Mitglieder der `Kirche Christi´ wurden (Mosia 18:17). Etwas später fragten die Jünger den Herrn explizit danach, wie sie denn die Kirche nennen sollten, und der Herr sagte ihnen, dass sie ja den Namen Christi auf sich genommen haben und dass sie alles, was sie tun, in seinem Namen tun sollen und deshalb sollen sie die Kirche nach seinem Namen benennen (3. Nephi 27:3-8).

Auch in unserer Evangeliumszeit haben wir Mitglieder uns eine ganze Zeit davon abbringen lassen, die Kirche so zu nennen, wie es der Herr in einer Offenbarung an den Propheten Joseph Smith 1838 vorgegeben hatte, nämlich „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Lehre und Bündnisse 115:3-4). Wir haben uns verleiten lassen, uns als Mormonen zu bezeichnen, weil die Menschen um uns herum uns so genannt haben und wir dachten, dass wir auf diese Weise bei den Menschen eher klar machen könnten, um welche Kirche es sich handelt, der wir angehören. Oftmals haben die führenden Autoritäten der Kirche uns darauf hingewiesen, welchen Namen die Kirche des Herrn trägt. Es ist nicht die Kirche von Mormon, sondern die Kirche von Jesus Christus. Und zur Unterscheidung der Mitglieder zu Christi Lebzeiten auf Erden, also in den ersten Tagen, sind wir eben die Mitglieder in den letzten Tagen vor Seinem zweiten Kommen. Nun hat vor Kurzem Präsident Russel M. Nelson endgültig mit der Bezeichnung Mormonen aufgeräumt. In der Oktober Generalkonferenz 2018 der Kirche sagte er in seiner Schlussansprache in der Versammlung am Sonntagvormittag: „Heute fühle ich mich gedrängt, über eine sehr wichtige Angelegenheit zu sprechen. Vor einigen Wochen habe ich eine offizielle Stellungnahme im Hinblick auf eine Kurskorrektur zum Namen der Kirche abgegeben. Das habe ich gemacht, weil der Herr mir bewusst gemacht hat, wie wichtig der Name ist, den er für seine Kirche, nämlich Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, festgelegt hat.“ (lies die ganze Ansprache, oder sieh sie dir an hier). Seitdem sind wir, die Mitglieder der Kirche sehr bemüht, seiner Weisung zu folgen, obwohl damit ein riesiger Aufwand verbunden war und sogar hier und da noch ist. Unzählige Internetadressen der Kirche trugen nicht den vollen Namen der Kirche, in kirchlichen Veröffentlichungen gab es vielfach den Spitznamen der Kirche, die internationale Presse musste sich umgewöhnen und einen langen, den richtigen Namen der Kirche ausschreiben … Ich fühle mich so wohl und bin dem Herrn so dankbar, dass wir einen lebenden Propheten haben dürfen, der uns in Seinem Licht führt. Sieh dir auch gerne dieses dreiminütige Video an (hier).

Für wie wichtig hältst du es, den Namen zu verwenden, den der Herr für Seine Kirche vorgesehen hat, anstatt einen viel kürzeren?

Dienstag, 14. Januar 2020

Ein jeder handelte gerecht


Henoch und sein Volk werden in den Himmel aufgenommen
(Bild: Quelle)

Mormon berichtet uns weiter: "Und sie lehrten und dienten einander; und sie hatten alles unter sich gemeinsam, ein jeder ging gerecht mit dem anderen um." (3. Nephi 26:19).

Ein jeder handelte gerecht. Jeder hat eine bestimmte Vorstellung von `gerechtem Handeln´. Diese Vorstellungen gelten immer für den jeweiligen Betrachter. Jemand anderer kann genau dieses Handeln auch als ungerecht empfinden. Was ist unter gerechtem Handeln zu verstehen? Eine passende Definition ist für mich diese: „Gerecht heißt insbesondere, dass man gegenüber verschiedenen Menschen aus dem gleichen Geist heraus handelt.“ (Siehe hier).

Ist vielleicht nicht so ganz leicht. Wie verhalte ich mich: Da gibt es jemanden, der kommt geschniegelt, gebügelt und sauber, gut duftend und frisiert daher, im Gegensatz zum nächsten, den ich treffe, der mir mit schmutzigen schlecht riechenden Klamotten gegenübersteht. Werde ich beide aus dem gleichen Geist heraus behandeln? Wieder ist uns der Herr das große Vorbild, dem wir nacheifern dürfen. Da gibt es die gehorsamen Kinder Gottes, diejenigen, die sich voller Glauben in ihn bemühen, nach seinen Geboten zu leben, ich denke an Henoch mit seinem Volk (Köstliche Perle Moses 7:21,23,69; Lehre und Bündnisse 107:49), und dann ich, der immer wieder in Sünde gefallen ist. Was hat der Herr getan? Er hat auch mir die Treue gehalten – so fühle ich mich auf jeden Fall (Nehemia 9:33). Die Schrift sagt mir, dass der Herr gerecht ist und gerechte Taten liebt (Psalm 11:7), also bemühe ich mich „gegenüber verschiedenen Menschen aus dem gleichen Geist heraus“ zu handeln.

 Wie leicht fällt es dir, „gegenüber verschiedenen Menschen aus dem gleichen Geist heraus“ zu handeln – oder gibt es dabei Schwierigkeiten?

Montag, 13. Januar 2020

Sie hatten alles unter sich gemeinsam



(Bild: Quelle)

Mormon berichtet uns weiter: „Und sie lehrten und dienten einander; und sie hatten alles unter sich gemeinsam, ein jeder ging gerecht mit dem anderen um." (3. Nephi 26:19).

Sie hatten alles unter sich gemeinsam. Gestern hatte ich mich den beiden Punkten „Lehren und Dienen“ gewidmet (siehe hier), heute soll es darum gehen, was darunter zu verstehen ist, dass sie `alles unter sich gemeinsam hatten´.

Im Neuen Testament erfahren wir etwas mehr über diese Art des Zusammenlebens. Durch die Apostel des Herrn wurden in der damals erreichbaren `ganzen Welt´ Gemeinden der Kirche des Herrn organisiert (Markus 16:15). In der Apostelgeschichte werden wir über die Art des Lebens dieser jungen Gemeinden recht verständlich aufgeklärt: „Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. 45 Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte.“ (Apostelgeschichte 2:44-45). Eindeutige Vorteile dieser Art des Zusammenlebens werden uns im 4. Nephi 1:3 aufgezeigt: Teilhabe an der himmlischen Gabe! Diesen Lebensgrundsatz kennen wir aus neuzeitlicher Offenbarung als „Vereinigte Ordnung“. In den frühen Tagen der Kirche wurde dem Propheten Joseph Smith Anweisung gegeben, dass die Heiligen Ihren Besitz, ihre Habe und ihren Zugewinn in einen Topf geben sollten aus dem dann jedem gemäß seinen Bedürfnissen und seinem Bedarf zugeteilt werden sollte (Lehre und Bündnisse 51:3). Wie schön wäre es doch, wenn wir Menschen in der Lage wären, dieser Ordnung entsprechend zu leben, und nicht dass 0,9 Prozent der Weltbevölkerung über 43,9 Prozent des weltweiten Vermögens verfügen, während 56,6 Prozent der Weltbevölkerung hingegen lediglich 1,8 Prozent des weltweiten Vermögens besitzen (siehe hier). Leider sind wir in dieser Hinsicht noch unterentwickelt. So hat uns der Herr aufgefordert, ihm wenigstens den zehnten Teil unseres Einkommens zurückzugeben (Lehre und Bündnisse 119) und weitere Opfergaben, wie Zeit, Fähigkeiten oder Mittel, in den Dienst für Gott und Mitmenschen zu stellen (Lehre und Bündnisse 59:12).

 Welche Gedanken bewegen dich bei der Aussage: Sie hatten alles unter sich gemeinsam?

Sonntag, 12. Januar 2020

Sie lehrten und dienten einer dem anderen


(Bild: Quelle)

Mormon berichtet uns weiter: „Und sie lehrten und dienten einer dem anderen; und sie hatten alles unter sich gemeinsam, ein jeder handelte gerecht, einer mit dem anderen.“ (3. Nephi 26:19).

Sie lehrten und dienten einer dem anderen. In diesem kurzen Vers werden aus meiner Sicht drei wesentliche Evangeliumsgrundsätze angesprochen: 1. Lehren und Dienen; 2. Gemeinsamer Besitz; 3. Gerechtes Handeln.

Heute gehe ich kurz auf Punkt 1 ein. Auf der Homepage der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gibt es in der oben erscheinenden Menüleiste einen Punkt zum Thema „Dienen“ und weiter unten, unter „Quick Links“, einen Link zum Thema „Auf die Weise des Erretters lehren“. Klickt man den Menüpunkt „Dienen“ an, öffnet sich ein Fenster mit Links zu den Themen „Berufungen, Ehrenamtliche Mitarbeit, Familienforschung und Tempel“. Dort wird man zu den vielfältigen Themen, wie wir einander dienen können, weitergeleitet. Über den Quick Link „Auf die Weise des Erretters lehren“ gelangen wir zu der Seite der Kirche, auf der ein Überblick über Aspekte des Lehrens gegeben wird. Zur Vertiefung entsprechender Themen gibt es entsprechende Verlinkungen. Internet, wieder einmal sind wir bei zwei Seiten einer Medaille: Entweder nutzlose Zeitverschwendung durch weltliche Unterhaltung und Ablenkung, oder wunderbare Anregungen zu den wichtigen Fragen des Lebens. Probier´s doch gleich einmal aus.

 Welcher `Medaillenseite´ des Internets wendest du dich überwiegend zu?

Samstag, 11. Januar 2020

Die Jesus erwählt hatte, fingen seit jener Zeit an, alle, die zu ihnen kamen, zu taufen und zu belehren


Die Taufe des Äthiopiers
(Apostelgeschichte 8,26-38; Bild: Quelle)

Mormon teilt uns weiter mit: „Und es begab sich: Die Jünger, die Jesus erwählt hatte, fingen seit jener Zeit an, alle, die zu ihnen kamen, zu taufen und zu belehren; und alle, die sich im Namen Jesu taufen ließen, wurden vom Heiligen Geist erfüllt.“ (3. Nephi 26:17).

Die Jesus erwählt hatte, fingen seit jener Zeit an, alle, die zu ihnen kamen, zu taufen und zu belehren. Zum einen lerne ich, dass die Taufe sowie die Spendung des Heiligen Geistes von jenen vollzogen wurde, „die Jesus erwählt hatte“. Und diese `Erwählten´ hatten zuvor natürlich selber die Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, ehe sie diese heiligen Handlungen an anderen vollzogen (3. Nephi 19:10-13). Auch hier werden wir, wie im Neuen Testament (Johannes 3:23), dahingehend belehrt, dass die Taufe ein symbolhaftes Reinigungsritual durch Untertauchen im Wasser ist. Wieso stiegen sie ansonsten `in das Wasser hinab´ (3. Nephi 11:23)?

Zum anderen lerne ich, dass diejenigen getauft wurden, „die zu ihnen kamen“. Das bedeutet für mich, dass es sich um ein Bündnis auf Freiwilligkeit basierend handelt. Wenn sich jemand auf den Weg zu den Jüngern machte, dann hatte er sich vorher selber dazu entschieden, er wurde nicht gezwungen. Ich denke an meine Entscheidung, mich Taufen zu lassen zurück. Die „ Jünger, die Jesus erwählt hatte“, die Missionare, hatten mich zunächst mit den Grundsätzen des Evangeliums vertraut gemacht und mich ermuntert, den Herrn zu fragen, ob es sich um Sein Wort und um Seine Kirche handelt (Moroni 10:4). Ich wurde nicht gezwungen, ins Wasser der Taufe zu steigen, ich durfte selber entscheiden. Und wie dankbar bin ich dem Herrn, dass er Seine erwählten Jünger an unsere Haustür geschickt, und meine Mutter sie nicht weggeschickt, sondern eingelassen und die Botschaft angehört hat – und ich daran teilhaben durfte.

 Auf welche Weise hast du den Weg zu den `Jüngern, die Jesus erwählt hat´ eingeschlagen?

Freitag, 10. Januar 2020

Und es wurde verboten, dass jemand das niederschriebe, was sie redeten


Jesus lässt die kleinen Kinder zu sich kommen
Bild: Quelle)

Mormon, der die Aufzeichnungen der Nephiten zusammenfasste, berichtet weiter über die Begebenheit als Jesus nach seiner Auferstehung die Nephiten besucht: „Und es begab sich: Nachdem er in den Himmel aufgefahren war—zum andernmal, da er sich ihnen gezeigt hatte und zum Vater gegangen war, nachdem er alle ihre Kranken und ihre Lahmen geheilt hatte und ihren Blinden die Augen aufgetan und ihren Tauben die Ohren freigemacht und wahrlich allerart Heilungen unter ihnen vollbracht und einen Mann von den Toten erweckt hatte und ihnen seine Macht gezeigt hatte und zum Vater aufgefahren war— 16  siehe, es begab sich: Am nächsten Tag versammelte sich die Menge, und sie sahen und hörten diese Kinder; ja, selbst Säuglinge öffneten den Mund und redeten Wunderbares; und es wurde verboten, daß jemand das niederschriebe, was sie redeten.“ (3. Nephi 26:15-16).

Und es wurde verboten, dass jemand das niederschriebe, was sie redeten. In dem gestern betrachteten Vers haben wir erfahren, dass der Herr die Kinder lehrte und ihnen die Zunge löste, damit sie ihren Vätern Größeres preisgeben konnten, als Jesus dem Volk offenbart hatte (siehe hier). Heute das noch unfassbarere: Der Herr öffnete den Säuglingen den Mund, sodass sie Wunderbares reden konnten. Ich denke an eine ähnliche Aussage Jesu im Neuen Testament: „In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.“ (Hervorhebung hinzugefügt; Matthäus 11:25). In der King James Version heißt es anstatt `den Unmündigen offenbart´, `revealed them unto babes´ (Hervorhebung hinzugefügt; siehe hier). Welch ein Wunder, das die Nephiten, die sich am Tempel im Land Überfluss versammelt hatten, erleben durften.

Vor drei Tagen stellte ich in der Ankündigung zu meinem Blogbeitrag auf Facebook die Frage: Meinst du, dass es bei dem Wort Gottes in gewisser Weise auch eine `Zensur´ gibt? Welche Antwort hattest du gegeben und wie stehst du nun zu dieser Frage? Wir hatten vor fünf Tagen aber auch schon darüber gesprochen, dass es eben Dinge gibt, die wir noch nicht begreifen können und wenn wir sie wüssten, keinen Sinn für uns darstellen würden (siehe hier). Orson Pratt führte in einer Rede, gehalten am 12. November 1879 in Mount Pleasant, in Bezug auf 3. Nephi 26: 16 aus: „… es waren Dinge, die zu groß, zu herrlich, zu heilig und zu weit fortgeschritten für die Kinder dieser Welt waren.“ (Zitat maschinell übersetzt aus Journal of Discourses, Vol 21, Seite 206; siehe hier). Den Zeitzeugen damals, wurde das Verständnis geöffnet und sie konnten es im Beisein des Herrn offensichtlich verstehen. Uns ist es noch nicht beschieden.

 Was meinst du, wird eines Tages die Zeit kommen, wo ein jeder Mensch diese wunderbaren Dinge in Erfahrung bringen und verstehen wird? Wenn ja, worauf stützt du deine Annahme? Tipp: Lehre und Bündnisse 101:32-34.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Er löste ihnen die Zunge, und sie sprachen zu ihren Vätern Großes und Wunderbares


(Bild: Quelle)

Mormon beschreibt die Handlungen Jesu unter den Nephiten weiter: „Und es begab sich: Er lehrte die Kinder der Menge, von der gesprochen worden ist, und diente ihnen; und er löste ihnen die Zunge, und sie sprachen zu ihren Vätern Großes und Wunderbares, ja, sogar Größeres, als er dem Volk offenbart hatte; und er löste ihnen die Zunge, so daß sie reden konnten.“ (3. Nephi 26:14).

Er löste ihnen die Zunge, und sie sprachen zu ihren Vätern Großes und Wunderbares. Wie uns ein paar Kapitel vorher berichtet wird, hatte Jesus die Menge aufgefordert ihre kleinen Kinder zu ihm zu bringen. Sie brachten sie zu ihm und setzten sie im Kreis um ihn herum auf den Boden (3. Nephi 17:11-12) und Jesus segnete sie und betete für sie zum Vater (3. Nephi 17:21).

Und nun lehrte er diese Kleinen und diente ihnen weiter. Wie wunderbar zu erfahren, dass Jesus sich nicht nur der Großen, sondern auch der Kleinsten annahm. Und dann etwas, was uns in höchstes Staunen versetzen würde, wenn wir persönlich dabei gewesen wären: Der Herr befähigte diese Kleinen ihren Eltern größere Dinge zu sagen, als Jesus selber dem Volk offenbart hatte. Wir lernen, dass dies dadurch geschah, dass er ihnen die `Zunge löste´. Du kennst den Ausspruch: „Kindermund tut Wahrheit kund und Alkohol lockert die Zunge“? In diesem Sinn ist das `Lösen der Zunge´ natürlich nicht gemeint. In Lehre und Bündnisse lernen wir aus dem Wort des Herrn an den Bruder des Gründungspropheten Joseph Smith, Hyrum, dass man zuerst das Wort des Herrn erlangen muss, dann würde einem seine `Zunge gelöst´, damit man es durch den Geist des Herrn verkünden kann, um andere Menschen zu überzeugen (Lehre und Bündnisse 11:21). Genau dies war ja auch den Kleinen passiert. Jesus lehrte sie und dann wurde ihre `Zunge gelöst´. Ich bemühe mich auch stets, das Wort zunächst zu empfangen, bevor ich den Herrn bitte, meine `Zunge zu lösen´ - in meinem speziellen Fall sinnbildhaft für die Zunge, `meine Gedankenblockade zu lösen´, damit ich das Richtige schreiben kann.

Wie würdest du reagieren, wenn ein Kleinkind dir einen neuen Evangeliumsgrundsatz lehren würde?

Mittwoch, 8. Januar 2020

Dass der Herr das Volk wahrhaftig für den Zeitraum von drei Tagen belehrt hat


(Bild: Quelle)

Mormon fährt nun im Bericht fort: „Darum möchte ich, daß ihr seht, daß der Herr das Volk wahrhaftig für den Zeitraum von drei Tagen belehrt hat; und danach zeigte er sich ihnen oft und brach oft Brot und segnete es und gab es ihnen.“ (3. Nephi 26:13).

Dass der Herr das Volk wahrhaftig für den Zeitraum von drei Tagen belehrt hat. Mir fällt ein, dass diese `drei Tage´ auch bei einem anderen Ereignis eine Rolle spielten. Jesu irdischer Körper lag, wie wir wissen, drei Tage in einem Grab (Matthäus 12:40), aber sein lebendiger Geistkörper weilte in dieser Zeit in der Geisterwelt, wo er sein Missionswerk unter den dort wartenden Verstorbenen eröffnete und veranlasste, dass ihnen sein Wort gelehrt wurde, denen, die es `zu Noahs Zeiten´ nicht angenommen hatten (Johannes 5:25; 1. Petrus 3,18-20; Lehre und Bündnisse 76:73).

Nach diesen drei Tagen zeigte er sich ihnen noch oft und hielt mit ihnen das Abendmahl. Auch im Neuen Testament lesen wir davon, dass Jesus sich seinen Jüngern seit seiner Auferstehung schon das `dritte Mal´ offenbarte (Johannes 21:14). Welch ein segensreiches Ereignis für die Nephiten, dass er sie persönlich drei Tage lang belehrte. Du kennst die Aussage: „Aller guten Dinge sind drei“. So spielt die Zahl `drei´, wie auch andere Zahlen, in der Heiligen Schrift immer wieder eine Rolle (Beispielhaft Exodus 10:23; Richter 14:14; Esther 4:16). Die `Drei´ steht für das `Umfassende´ (Vater, Mutter, Kind), für das Himmlische (Trinität: Vater Sohn und Heiliger Geist), sie ist die Zahl unseres Zeitempfindens (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), die drei göttlichen Tugenden (1. Korinther 13:13: Glaube, Hoffnung, Liebe) …

Welche Bedeutsamkeiten von Zahlen in den heiligen Schriften, fallen dir ein?