Dienstag, 31. März 2020

Ungeachtet all dieser Wundertaten, verhärtete das Volk sein Herz


Behemoth, Lithographie von William Blake
(Bild: Quelle)

Weiter erfahren wir über diejenigen, die ihre eigene Kirche errichtet hatten: „Und doch, ungeachtet all dieser Wundertaten, verhärtete das Volk sein Herz und trachtete danach, sie umzubringen, ja, wie die Juden zu Jerusalem getrachtet hatten, Jesus umzubringen, gemäß seinem Wort.“ (4. Nephi 1:31).

Ungeachtet all dieser Wundertaten verhärtete das Volk sein Herz. Was bedeutet es, ein hartes Herz zu haben? Du kennst die Redensart: „Ein Herz aus Stein haben“? Im Hiob beschreibt Gott ein Ungeheuer, in der Luther-Übersetzung `Behemot´ genannt (Hiob 40:15). Dabei zählt er all dessen Eigenschaften auf, u. a. auch die seines Herzens: „Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie der untere Mühlstein.“ (Hiob 41:16). Daher wohl auch die Redensart „Ein Herz aus Stein haben“.

Mit dieser Redensart beschreibt man jemanden, der folgende Eigenschaften aufzeigt: Kälte, Ablehnung, Gefühllosigkeit, Leblosigkeit, Unbarmherzigkeit, kein Mitleid oder Mitgefühl. Jemand, der sein Herz verhärtet, lehnt auch fortlaufende Offenbarung ab und kann die Geheimnisse Gottes nicht erkennen und erst recht nicht verstehen. Ihm wird daher ein größeres Maß an göttlicher Erkenntnis vorenthalten bleiben (Alma 12:11). Ein Spruch im Alten Testament sagt: „Selig der Mensch, der stets Ehrfurcht hat; wer aber sein Herz verhärtet, fällt ins Unglück.“ (Sprüche 28:14). Will ich also nicht ins Unglück fallen, hüte ich mich davor, mein Herz zu verhärten. Und sollte ich aufgrund Selbstreflexion oder Rückmeldung durch meine Mitmenschen erkennen, dass sich mein Herz anfängt zu verhärten, werde ich vermehrt `Weichspüler´ benutzen: Um Demut bitten, um Verständnis bitten, inständiger und gebetsvoller das Wort Gottes studieren, meine geistigen Ohren weit öffnen, damit ich die feine und leise Stimme besser vernehmen kann ("Ei, Großmutter, was hast du für große Ohren!" - "Dass ich dich besser hören kann!" :-); 1. Nephi 10:19) ...

 Was unternimmst du, um ein verhärtetes Herz zu vermeiden, oder wieder zu erweichen?

Montag, 30. März 2020

Darum übten sie Macht und Gewalt über die Jünger Jesu aus


(Bild: Quelle)

Über diejenigen, die ihre eigene Kirche errichteten, erfahren wir von Mormon: „Darum übten sie Macht und Gewalt über die Jünger Jesu aus, die bei ihnen verweilten, und sie warfen sie ins Gefängnis; aber durch die Macht des Wortes Gottes, die in ihnen war, brachen die Gefängnisse entzwei, und sie gingen hinaus und vollbrachten mächtige Wundertaten unter ihnen.“ (4. Nephi 1:30).

Darum übten sie Macht und Gewalt über die Jünger Jesu aus. Wie in allen Dingen im Reich Gottes, hat alles zwei Seiten, so, wie eine Medaille zwei Seiten hat. In diesem Vers haben wir es auch mit zwei Seiten zu tun, mit zwei Arten von Macht.

Grundsätzlich ist Macht die Fähigkeit etwas zu tun. Seit Anbeginn haben wir von unserem himmlischen Vater die Fähigkeit ­- Macht - und das Recht gewährt bekommen, für uns selbst zu wählen und zu handeln. So hat er Adam und Eva die Möglichkeit eröffnet von allen Bäumen des Gartens essen zu dürfen, nur von einem Baum sollten sie nicht essen. Und er hat ihnen auch die Konsequenz bei Zuwiderhandlung aufgezeigt: Sterben (Genesis 2:16-17). Es gibt also Gegensätze. Bei der Macht haben wir es zum Einen mit der Macht des Bösen, und auf der anderen Seite im Gegensatz dazu, mit der Macht Gottes zu tun. Die Macht des Bösen wird durch Luzifer oder Satan verkörpert. Die eine Macht will erretten (Lukas 2:11), die andere zerstören (3. Nephi 22:16). Für mich kann ich mir nicht im Geringsten vorstellen, dass ich über die heute unter uns lebenden Jüngern Jesu, Macht und Gewalt ausüben wollte. Im Gegenteil bin ich dankbar für sie und die Macht des Guten, die sie verkörpern und ausüben. Doch ich muss achtsam sein, dass ich nicht in den Trott verfalle, wenn mir Macht übertragen wurde, sie in der falschen Weise, durch ungerechte Herrschaft, auszuüben (Lehre und Bündnisse 121:39).

 Wie gehst du mit der dir übertragenen Vollmacht im Werk des Herren um?

Sonntag, 29. März 2020

Sie verfolgten die wahre Kirche Christi wegen ihrer Demut und ihres Glaubens an Christus


Gemälde, auf dem dargestellt ist, was sich im Gefängnis zu Carthage kurz vor der Ermordung von Joseph Smith abspielte
(Bild: Quelle)

Wir erfahren aus der Zusammenfassung Mormons: „Und weiter, es gab noch eine weitere Kirche, die den Christus leugnete; und sie verfolgten die wahre Kirche Christi wegen ihrer Demut und ihres Glaubens an Christus; und sie verachteten sie wegen der vielen Wundertaten, die unter ihnen gewirkt wurden.“ (4. Nephi 1:29).

Sie verfolgten die wahre Kirche Christi wegen ihrer Demut und ihres Glaubens an Christus. Offensichtlich haben sich weitere Menschen von der wahren Kirche des Herrn, die er gerade erst aufgerichtet hatte – gut, es waren nun schon gute zweihundert Jahre vergangen –, abgewendet und weitere eigene Kirchen errichtet, die allerdings die Existenz von Christus bestritten und diejenigen, die im Glauben an den Herrn treu waren. Genau aus diesem Grund verfolgten.

Was haben wir uns nun unter Verfolgung vorzustellen? Der Schriftenführer gibt folgende Definition: „Anderen wegen ihres Glaubens oder gesellschaftlichen Standes Leid oder Schmerz zufügen; andere belästigen oder unterdrücken.“ (Siehe hier). Die ersten Heiligen der Letzten Tage erlebten in den ersten hundert Jahren des Bestehens der Kirche des Herrn ebenso aufgrund ihres Glaubens an Christus und Seine Kirche Verfolgung. Treue Mitglieder überstanden die Vertreibung aus vier Bundesstaaten der USA, sonstige Schikanen gegenüber den Führern der Kirche und deren Mitglieder, den Ausrottunsgbefehl eines Gouverneurs, das Martyrium des Propheten Joseph Smith (Lehre und Bündnisse 135) und die Entrechtung durch die Regierung der USA. Allerdings nicht nur sie. Denken wir nur an die Christenverfolgung im Römischen Reich, in der Spätantike, in der Neuzeit, aber auch in der Gegenwart (Näheres siehe hier). Wir erkennen aber auch, dass diejenigen, die dies alles voller demütigem Glauben durchstanden, gestärkt und gereift aus diesen Situationen hervorgingen. Wie dankbar bin ich, dass ich meinen Glauben in dieser Zeit ohne Angst vor Verfolgung offen leben darf. Ich bete darum, dass diese Zeit nicht aufhört, denn es gibt viele Bestrebungen, die freie Glaubensausübung zu behindern. In etlichen Staaten ist sie nicht erlaubt. Aber ich bin mir sicher, dass auch diese sich für die freie Ausübung der Religion öffnen werden, gemäß dem Gebot des Herrn, dass das Evangelium jeder Kreatur verkündet werden muss (Matthäus 24:14).

Wie verhältst du dich, wenn du wegen deines Glaubens schief angeschaut wirst?

Samstag, 28. März 2020

Wegen der Macht des Satans, der Einfluss auf ihr Herz erlangte


(Bild: Quelle)

Mormon erklärt uns: „Und wegen des Übeltuns und wegen der Macht des Satans, der Einfluss auf ihr Herz erlangte, mehrte sich diese Kirche über die Maßen.“ (4. Nephi 1:28).

Wegen der Macht des Satans, der Einfluss auf ihr Herz erlangte. Wie kommt es dazu, dass Satan Einfluss auf das Herz von Menschen nehmen kann und wie viel Einfluss kann er nehmen? Sind wir seinem Einfluss hilflos ausgeliefert?

Zunächst einmal die Feststellung: Satan ist eine reale Persönlichkeit. Er ist der Feind der Rechtschaffenheit und derjenigen, die den Willen Gottes tun wollen. Er ist ebenso wie jeder von uns buchstäblich ein Sohn Gottes. Er lebte wie wir im Vorherdasein in der Gegenwart unserer himmlischen Eltern. Nachdem er aber danach trachtete die Ehre des Vaters zu erhalten und jeden Menschen auf Erden zwingen wollte in die himmlische Heimat zurückzukehren, wurde er aus der Gegenwart Gottes verbannt (2. Nephi 2:17; Jesaja 14:12). So kam es, dass er und ein Drittel der himmlischen Heerscharen, die er überredete, sich ihm anzuschließen, auf ewig keinen Körper wie wir erhielten (Lehre und Bündnisse 29:36). Sein Bestreben hier auf Erden ist es nun, uns, die wir uns für Gottes Plan entschieden haben, genauso elend werden zu lassen, wie er geworden ist (2. Nephi 2:27). Doch wir haben den Vorteil der freien Entscheidung und aufgrund unseres Körpers, sind wir ihm überlegen und können über ihn herrschen anstatt umgekehrt (Köstliche Perle Mose 1:13-22). Also, wir sind Satan nicht ausgeliefert, er hat nur so viel Macht über uns, wie wir ihm selber aufgrund unserer Entscheidungsfreiheit zugestehen. Was tue ich, um mich von ihm nicht unterkriegen zu lassen? Ich bin wachsam, und bete ständig im Namen Jesu zu Gott, dass ich nicht in Anfechtung fallen möge (3. Nephi 18:15,18).

 Was unternimmst du, dass Satan keine Macht über dich übernehmen kann?

Freitag, 27. März 2020

Das, was heilig war, dem zuteilwerden ließen, dem es wegen Unwürdigkeit verboten war


(Bild: Quelle)

Weiter erfahren wir von Nephi: „Und es begab sich: Als zweihundertzehn Jahre vergangen waren, gab es viele Kirchen im Land; ja, es gab viele Kirchen, die vorgaben, den Christus zu kennen, und doch leugneten sie den größeren Teil seines Evangeliums, sodass sie allerart Schlechtigkeit annahmen und das, was heilig war, dem zuteilwerden ließen, dem es wegen Unwürdigkeit verboten war.“ (4. Nephi 1:27).

Das, was heilig war, dem zuteilwerden ließen, dem es wegen Unwürdigkeit verboten war. Was haben wir unter dieser Aussage zu verstehen?

Welche heilige Handlung hat Christus bei seinem Besuch nach seiner Auferstehung bei den am Tempel im Land Überfluss versammelten Nephiten eingeführt? Das Abendmahl (3. Nephi 18:6,8,11). Er hat ihnen auch geboten, wem sie die Teilnahme an diesem Mahl verweigern sollten: Denjenigen, die wissentlich unwürdig von seinem Fleisch und Blut nehmen (3. Nephi 18:28). Christus gab auch den Grund dafür an: Derjenige würde Verdammnis für seine Seele essen und trinken (3. Nephi 28:29). Nun hatten sich aber wieder viele Bekehrte vom Herrn abgewandt und `allerart Schlechtigkeit´angenommen. Insoweit sie dies wissentlich taten, sollten die Diener des Herrn ihnen die Teilnahme am Mahl verwehren. Ich muss mich auch jeden Sonntag fragen, ob ich wissentlich gegen Gebote des Herrn verstoßen habe. Sollte dies der Fall sein, muss ich mich davor hüten, am Tisch des Herrn teilzunehmen, um nicht Verdammnis für meine Seele herbeizuführen. Worin besteht diese Verdammnis? Ich werde keinen Fortschritt mehr machen und der Zugang zur Gegenwart Gottes und seiner Herrlichkeit wird mir verwehrt werden (mehr siehe hier).

 Wie stellst du fest, ob du am Tisch des Herrn teilnehmen darfst?

Donnerstag, 26. März 2020

Es gab viele Kirchen, die vorgaben, den Christus zu kennen


(Bild: Quelle)

Weiter erfahren wir von Nephi: „Und es begab sich: Als zweihundertzehn Jahre vergangen waren, gab es viele Kirchen im Land; ja, es gab viele Kirchen, die vorgaben, den Christus zu kennen, und doch leugneten sie den größeren Teil seines Evangeliums, sodass sie allerart Schlechtigkeit annahmen und das, was heilig war, dem zuteilwerden ließen, dem es wegen Unwürdigkeit verboten war.“ (4. Nephi 1:27).

Es gab viele Kirchen, die vorgaben, den Christus zu kennen. Was bedeutet es, `den Christus zu kennen´? Bei dieser Frage fällt mir eine Schriftstelle im Neuen Testament ein: „Wenn jemand behauptet: »Ich kenne Gott«, hält sich aber nicht an seine Gebote, so ist er ein Lügner; die Wahrheit lebt nicht in ihm.“ (1. Johannes 2:4; Hoffnung für alle-Übersetzung). Daraus leite ich für mich die Antwort ab, dass ich Gott kennenlerne, wenn ich seine Gebote halte.

Wenn ich mich für jemanden interessiere, will ich ihn auch gerne kennenlernen. Wie gehe ich da vor? Ich werde mit ihm Kontakt aufnehmen, mich mit ihm unterhalten, ihn besuchen, seine Verhaltensweise beobachten, seine Vorlieben herausfinden … Auf die gleiche Art und Weise werde ich auch Christus kennenlernen können. Ich werde demütig, voller Glauben und mit Vorsatz mit ihm Kontakt aufnehmen durch das Gebet und mich mit ihm unterhalten (Jeremia 29:12-14). Ich werde ihn besuchen, in dem ich seine Gottesdienste aufsuche (Moroni 6:6). Seine Verhaltensweisen beobachte ich, indem ich eifrig in den heiligen Schriften forsche (Mosia 1:7), wodurch ich auch seine Vorlieben herausfinde. Mit anderen Worten, ich muss mich mit IHM beschäftigen. Dann lerne ich ihn kennen.

 Wie gehst du vor, um Christus kennenzulernen?

Mittwoch, 25. März 2020

Sie fingen an, für sich selbst Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erlangen


(Bild: Quelle)

Wir erfahren von Mormon weiter: „Und sie fingen an, sich in Klassen zu teilen; und sie fingen an, für sich selbst Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erlangen, und fingen an, die wahre Kirche Christi zu leugnen.“ (4. Nephi 1:26).

Sie fingen an, für sich selbst Kirchen zu errichten, um Gewinn zu erlangen. Gerade erst hatte der Herr bei seinem Besuch auf dem amerikanischen Kontinent unter denen, die sich am Tempel im Land Überfluss versammelt hatten, Seine Kirche aufgerichtet, und die Menschen hatten 200 Jahre im Glauben ausgeharrt. Nun errichteten einige eigene Kirchen, und zwar mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, wobei ihnen die Kirche des Herrn natürlich ungelegen war, weshalb sie sie leugneten.

Moroni, der Sohn Mormons, der den Bericht seines Vaters zwischen 400 und 421 n. Chr. zu Ende führt (Mormon 8:1), lässt uns wissen, wie die Menschen u. a. mit Kirchen Geld erlangen wollen. Er sagt uns, dass die Menschen Kirchen errichten werden, in denen Sünden für Geld vergeben werden (Mormon 8:32). Aus dem Mittelalter kennen wir den Ausspruch, mit dem Johann Tetzel Sünder veranlasste, sich freizukaufen: "Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!" Sogar Verstorbene konnte man in dieser Weise `freikaufen´. Martin Luther war es, dem dieser `Ablasshandel´ total gegen den Strich ging. Wir wissen natürlich, dass die Vergebung unserer Sünden allein durch Umkehr, mittels des Sühnopfers Jesu, verwirklicht werden kann. Folgende Schritte sind dazu notwendig: Glauben an Jesus Christus, Umkehr von seinem Fehlverhalten (Erkennen, Bekennen, um Vergebung bitten, Wiedergutmachen soweit uns möglich, nicht wieder tun), Taufe, Empfang des Heiligen Geistes, und in diesem Tun Ausharren bis ans Ende (Glaubensartikel 1:3-4). Jeden Tag bemühe ich mich aufs Neue, dieses Geschenk des Herrn zu würdigen, indem ich bemüht bin so zu leben, dass ich Anspruch haben kann auf die Barmherzigkeit (Alma 12:34).

 Wenn du an den Ablasshandel für Verstorbene denkst, wie können wir ihnen tatsächlich helfen, Vergebung ihrer Sünden zu erlangen?

Dienstag, 24. März 2020

Von der Zeit an hatten sie ihre Güter und ihre Habe untereinander nicht mehr gemeinsam


Der Kreislauf von Rechtschaffenheit und Schlechtigkeit
(Bild: Quelle)

Durch Mormon wissen wir, dass zwei Generationen seit dem Besuch des Heilandes bei den Nephiten vergangen waren, und dass sich das Volk stark vermehrt hatte und reich geworden war (4. Nephi 1:21-23). „Und nun, in diesem zweihundertersten Jahr fing es an, dass es unter ihm welche gab, die im Stolz überheblich wurden, sodass sie kostbare Gewänder und allerart feine Perlen und feine Dinge der Welt trugen. 25  Und von der Zeit an hatten sie ihre Güter und ihre Habe untereinander nicht mehr gemeinsam.“ (4. Nephi 1:24-25).

Von der Zeit an hatten sie ihre Güter und ihre Habe untereinander nicht mehr gemeinsam. Zweihundert Jahre sind in Frieden und Einigkeit vergangen, aber nun fangen einige wieder an, ihren Reichtum mehr zu schätzen als die Einigkeit mit dem Herrn. Sie wandten sich wieder dem Weltlichen zu, wurden in ihrem Stolz überheblich. Die natürliche Folge eines solchen Verhaltens, sie scherten aus der `Vereinigten Ordnung´ aus. Schon im Neuen Testament lesen wir von dieser Ordnung (Apostelgeschichte 2:44).

Wir erleben ein solches Verhalten immer wieder, sowohl in der Geschichte des Volkes Nephi, als auch ansonsten in der Welt. Die Menschheit durchläuft immer wieder den selben Kreislauf: Rechtschaffenheit, Wohlstand, Reichtum, Stolz, Schlechtigkeit und Vernichtung; darauf folgt wieder Demut und der Kreislauf beginnt von vorne. Mit diesem Ausscheren entstanden wieder Klassenunterschiede. Es gab wieder Reich und Arm. Die Reichen hielten sich wieder für etwas Besseres und unterdrückten wieder diejenigen, die nicht so viele weltliche Güter hatten (4. Nephi 1:3). Ich versuche meine Bündnisse mit dem Herrn in diesem Punkt in der Weise zu erfüllen, dass ich von meiner Habe großzügig über eine monatliche Spende an die Kirche, denen zukommen lasse, die unverschuldet in Not geraten sind. Nachdem in unseren Tagen das `Gesetz der Weihung´ in Form einer `Vereinigten Ordnung´ schon mal eingeführt war, die Menschen aber auch noch nicht bereit waren, es so zu leben, wie der Herr es vorgesehen hatte, gibt es stattdessen das Fastopfer, die Spenden für den Wohlfahrtsfonds und den Zehnten (mehr siehe hier).

 Wie fühlst du dich, wenn wohlhabendere verächtlich auf dich herabschauen? Das ist heutzutage sicherlich bei Schulkindern ein sehr großes Problem.

Montag, 23. März 2020

Darum gab es allmählich wieder Lamaniten im Land


(Bild: Quelle)

Nachdem Nephi gestorben war, führte dessen Sohn Amos den Bericht weiter (4. Nephi 1:19): „Und er führte ihn vierundachtzig Jahre lang, und es war noch immer Friede im Land, außer dass es einige wenige im Volk gab, die sich gegen die Kirche aufgelehnt und den Namen Lamaniten auf sich genommen hatten; darum gab es allmählich wieder Lamaniten im Land.“ (4. Nephi 1:20).

Darum gab es allmählich wieder Lamaniten im Land. Jetzt hatten die Menschen in Amerika, die den Besuch des Heilandes erlebten, einhundertundzehn Jahre Frieden und Eintracht. Warum spalteten sie sich nun wieder und bildeten nach und nach zwei Gruppen?

Offensichtlich waren einige nicht mehr mit ganzem Herzen überzeugt, den `schmalen und geraden Pfad zu gehen. Sie wollten sich von den anderen abheben, lehnten sich gegen die Kirche des Herrn auf, gaben die großartigen Vorzüge der Einigkeit auf, und nannten sich wieder Lamaniten. Solcherlei Bestrebungen kommen auf, wenn man meint, man sei etwas Besseres als die anderen und darüber Stolz wird. Diese Menschen wollen anders sein und sehnen sich nach Aufmerksamkeit. Diejenigen meinen, sie haben immer recht, auch wenn es nicht so ist. Ich bin bemüht, nicht nach Aufmerksamkeit zu streben, auch andere Meinungen gelten zu lassen und zu überprüfen, ob sie die richtigen sind, und ich meine überdenken muss. Ich bemühe mich, demütig zu sein, und um geistige Führung zu bitten. Sollte ich doch recht haben, werde ich dies nicht öffentlichkeitswirksam mitteilen.

 Wie gehst du vor, wenn du merkst, dass jemand aus der göttlichen Einigkeit auszuscheren droht?

Sonntag, 22. März 2020

Der Herr segnete sie in allem, was sie taten


Der Herr segnete die Menschen in allem, was sie taten
(Bild: Quelle)

Von Mormon erfahren wir, wie es mit dem Volk des Herrn in Amerika, nach seinem Besuch dort, weiter ging: „Und wie gesegnet waren sie! Denn der Herr segnete sie in allem, was sie taten; ja, sie wurden gesegnet, und es erging ihnen wohl, selbst bis einhundertzehn Jahre vergangen waren; und die erste Generation seit Christus war vergangen, und es gab im ganzen Land keinen Streit.“ (4. Nephi 1:18).

Der Herr segnete sie in allem, was sie taten. Wer würde Segnungen durch den Herrn in all seinem Tun verweigern? In all seinem Tun?

Einhundertundzehn Jahre hatten sie nun schon keinen Streit mehr untereinander und sie wurden in ihrem Tun vom Herrn gesegnet. In allem Tun? Ja, das sagt uns jedenfalls Mormon. Das ist auch ganz verständlich. Sie hatten ja keinen Streit, was soviel bedeutet, dass sie die Gebote Gottes hielten und somit nichts Unrechtes taten. Tue ich nur Gutes, wird mich der Herr auch in all meinem Handeln segnen. Wie wunderbar das doch ist! Ich bemühe mich tagtäglich immer mehr die Gebote des Herrn zu halten, bis ich eines Tages alle Gebote, die der Herr gegeben hat, und die Bündnisse, die ich eingehen durfte, halte, und der Herr auch mich in `allem Tun´ segnen kann. Wie kann ich das erreichen? Indem ich hart daran arbeite, das wichtigste Gebot und das, welches ihm gleich ist, zu halten: Gott zu lieben und meinen Nächsten (Matthäus 22:34-40).

Wann hast du das letzte Mal verspürt, dass der Herr dein Tun gesegnet hat, und worum handelte es sich dabei?

Samstag, 21. März 2020

Es gab weder Räuber noch Mörder noch gab es Lamaniten noch sonst irgendwelche -iten


(Bild: Quelle)

Von Mormon, der die Berichte seiner Vorfahren zusammenfasst, erfahren wir, wie es bei dem Volk des Herrn, nach seinem Erscheinen zuging: „Es gab weder Räuber noch Mörder noch gab es Lamaniten noch sonst irgendwelche -iten; sondern alle waren eins, die Kinder Christi und Erben des Reiches Gottes.“ (4. Nephi 1:17).

Es gab weder Räuber noch Mörder noch gab es Lamaniten noch sonst irgendwelche -iten. Welch eine wunderbare Zeit sie doch durchlebten, die Menschen nach dem Besuch des Heilandes, bei ihnen im Land des Überflusses in Amerika, nach seiner Auferstehung (3. Nephi 11:1,7). Wie wünschenswert, eine solche Zeit auch heute unter uns haben zu können. Aber leider gibt es unter uns überall Räuber, Mörder und -iten, und -isten jeglicher Art, die `eins´ sind mit dem Widersacher, um das Gute unter und in uns zu zerstören.

In dem Roman von Gerhard Treichel „Magdalenas Schicksal in Stalins Gulag“ lese ich etwas mir, und vielleicht auch einigen von euch, sehr Bekanntes. Stalin lag erkrankt darnieder und als die Turmuhr Mitternacht schlug, öffnete Stalin seine Augen und sah eine Gestalt aus der Ecke des Zimmers auf sich zukommen. Auf seine Frage „Wer bist du?“, antwortete diese „Ich bin Luzifer. Du hast mich gerufen, was ist dein Begehr?“ Stalin weist Luzifer an, den Vorhang etwas zu öffnen und sich neben ihn zu setzen. Luzifer erzählt ihm dann, dass er im Traum um Hilfe gebeten hatte, Lenin zu beseitigen. Luzifer eröffnet Stalin, dass er seine Gedanken kennt und weiß, was sein Begehren ist, dass er Priester werden wollte, dann aber auf die andere Seite wechselte. Er sagt ihm, dass die Botschaft von Christus das größte Ärgernis sei, Liebe, Liebe am Nächsten, das darf doch nicht wahr sein. „… wohin geriete die Welt, wenn es keinen Unfrieden und Kriege zwischen den Menschen gäbe. Keinen Neid und keine Gier.“ Luzifer meint, dass er schon verhindern wolle, dass die Liebe siegt. Auf Luzifers Frage, was Stalin nun wolle, antwortete dieser: „… Macht, Macht und nochmals Macht. Der Macht opfere ich meine Seele, mein Leben …“. Luzifer schlägt ihm nun einen Pakt vor. Er würde dafür sorgen, dass er ein mächtiger Herrscher Russlands werden würde. Stalin willigt ein und fragt, was seine Gegenleistung sein solle. „Seelen, nichts weiter als die Seelen der Menschen, das Höllenreich schon auf Erden errichten.“ Stalin sagt: „Gut, abgemacht, es gilt, mit meinem Blut will ich den Vertrag unterschreiben.“ Luzifer frohlockt: „… endlich beginnt, was wir uns seit zweitausend Jahren wünschen. Angst und Schrecken soll die Erde regieren.“ (Hervorhebung durch fette Schrift von mir. Aus dem Kapitel „Pakt mit Luzifer“, Seite 132 bis 137; nachzulesen in der Leseprobe hier).

 In der Kirche des Herrn gibt es soviel unterschiedliche Rassen und Traditionen, sogar in einer Gemeinde. Was kannst du dazu beitragen, dass es keine `-iten´ gibt, sondern alle `eins sind im Glauben´ (Epheser 4:13)?

Freitag, 20. März 2020

Gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben


(Bild: Quelle)

Erklärend berichtet Mormon, dass es wegen der Gottesliebe keinen Streit unter dem Volk gab (4. Nephi 1:15) und weiter erfahren wir: „Und es gab weder Neid noch Streit noch Aufruhr noch Hurerei noch Lüge noch Mord noch irgendeine Art von Ausschweifungen; und gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben, was von der Hand Gottes erschaffen worden war.“ (4. Nephi 1:16).

Gewiss konnte es kein glücklicheres Volk unter allem Volk geben. Welch ein wunderbarer Zustand, der unter dem Volk Nephi herrschte.

Wenn wir einen solchen Zustand erleben wollen, was müssen wir dann tun? Wie wir ihn nicht erlangen, sagt uns Franziskus, ein argentinischer Chemietechniker, Philosoph und Theologe (*1936): „Das eigene Glück darin zu suchen, materielle Dinge zu besitzen, ist ein sicherer Weg, um nicht glücklich zu sein.“ Wir müssen also wie die Nephiten, direkt nach dem Besuch von Jesus Christus, ein rechtschaffenes Leben führen. Wie wir von Nephi erfahren, ist der Zweck des irdischen Lebens, dass wir Freude – ein Zustand des Glücklichseins – haben können (2. Nephi 2:25). Und durch Christus können wir sogar `eine Fülle der Freude´ erlangen (Johannes 15:11; ) und zwar nachdem wir auferstanden sind (Lehre und Bündnisse 93:33-34), also noch nicht auf dieser Erde (Lehre und Bündnisse 101:36). Deshalb brauche ich mich auch nicht, wenn ich mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften bemühe, ein rechtschaffenes Leben zu führen, vor dem Tod zu fürchten.

 Was unternimmst du, um ein glückliches Leben zu haben?

Donnerstag, 19. März 2020

Die Jünger Jesu, die er erwählt hatte, waren alle ins Paradies Gottes gegangen


Zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung ging der Erretter in die Geisterwelt, um das Errettungswerk bei den Verstorbenen zu beginnen
(Bild: Quelle)

Mormon berichtet: „Und es begab sich: Das einundsiebzigste Jahr verging und auch das zweiundsiebzigste Jahr, ja, und kurzum, bis das neunundsiebzigste Jahr vergangen war; ja, sogar einhundert Jahre waren vergangen, und die Jünger Jesu, die er erwählt hatte, waren alle ins Paradies Gottes gegangen, außer die drei, die verweilen sollten; und es wurden andere Jünger an ihrer statt ordiniert; und auch viele von jener Generation waren vergangen.“ (4. Nephi 1:14).

Die Jünger Jesu, die er erwählt hatte, waren alle ins Paradies Gottes gegangen. Welche Vorstellung hast du vom `Paradies´, was und wo ist es? Zum einen sprechen wir häufig darüber, dass Adam und Eva im Paradies lebten, das wir in der Bibel als den `Garten von Eden´ kennen (Genesis 2:15), und nach ihrem `Fall´ (Genesis 3:6) von dort auf die `einsame und öde Welt´ verbannt wurden (Genesis 3:23). Im Neuen Testament lesen wir, dass Jesus zu einem der Verbrecher, die rechts und links neben ihm am Kreuze hingen, sagte, dass er heute noch mit ihm im Paradies sein würde (Lukas 23:43). Des Weiteren wird uns berichtet, dass dort, außer dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, auch der Baum des Lebens steht (Offenbarung 2:7; Genesis 3:24).

Wir wissen, dass Christus durch seine Auferstehung die Auferstehung für alle Menschen (1. Korinther 15:13) zustande gebracht hat. Nach der Auferstehung kommt das Gericht (Johannes 5:29), in dem festgestellt wird, in welchem Reich wir aufgrund unserer irdischen Taten für immer wohnen dürfen (Johannes 14:2). Nun gibt es aber einen Zeitraum zwischen Auferstehung und Gericht (Alma 40:6,9). Wo bleiben die Geister der Verstorbenen in diesem Zeitraum? Die Rechtschaffenen von ihnen gehen in das Paradies, dem einen Teil der `Geisterwelt´ (2. Nephi 9:13), die anderen müssen im `Gefängnis´ warten, dem zweiten Teil der Geisterwelt, auch `Hölle´genannt (2. Nephi 9:12. Das Paradies ist also ein Ort des `Glücklichseins´, in dem die Geister der Verstorbenen, die auf Erden rechtschaffen gelebt haben, auf das Gericht und die Auferstehung warten. Sie werden dort nicht vor sich hin dösen, sondern u. a. Missionsarbeit unter jenen tun, die sich im Gefängnis befinden (1. Petrus 4:6; Lehre und Bündnisse 138:36-37).

 Was kommt dir in den Sinn, wenn du den Begriff Paradies hörst?

Mittwoch, 18. März 2020

Es gab unter allem Volk im ganzen Land keinen Streit


(Bild: Quelle)

Mormon berichtet über die Zustände beim Volk Nephi, nachdem der Herr wieder von ihnen gegangen war: „Und es begab sich: Es gab unter allem Volk im ganzen Land keinen Streit; vielmehr wurden mächtige Wundertaten unter den Jüngern Jesu vollbracht.“ (4. Nephi 1:13).

Es gab unter allem Volk im ganzen Land keinen Streit. Wenn es keinen Streit unter ihnen gab, muss ja die Grundlage für einen solchen gefehlt haben. Rahmenbedingungen für Streit sind oftmals Interessenkonflikte zwischen Einzelnen, oder Gruppierungen oder Rivalitäten.

Ich denke an die Begebenheit, in der es zwischen den beiden Brüdern Abram und Lot knisterte. Beide hatten eine große Tierherde und an dem Ort, wo sie sich niederlassen wollten, gab es für beide Herden nicht genügend Weidegrund und „… So entstand Streit zwischen den Hirten der Herde Abrams und den Hirten der Herde Lots; …“ (Genesis 13:7). Abram versuchte den Streit zu schlichten, indem er Lot vorschlug, dass einer von beiden das Land zur Linken in Besitz nehmen könne und der andere die rechte Seite (Genesis 13:9). Lot wählte die Gegend östlich des Jordan und Abram ließ sich im Land Kanaan nieder. Die Folge dieser Einigung: Der Herr versprach Abram „Das ganze Land nämlich, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen für immer geben.“ (Genesis 13:15). Ich lerne, dass es sich auszahlt, wenn man, anstatt Streit zu schüren, ihn versucht zu schlichten (2. Samuel 14:6; Matthäus 5:9) oder erst gar nicht aufkommen zu lassen. Streit zwischen Mitgliedern in der Kirche des Herrn oder in Familien ist etwas, was dem Herrn missfällt (Titus 3:9). Gottesliebe muss in meinem Herzen vorherrschen, dann wird es keinen Streit untereinander geben (4. Nephi 1:15; Sprüche 10:12; 15:18).

Wie reagierst du, wenn du auf einen zänkischen Menschen triffst (Sprüche 26:21)?

Dienstag, 17. März 2020

Sie wandelten nicht mehr nach den Verrichtungen und Verordnungen des Gesetzes des Mose



Die Nephiten bauten neue Städte anstelle der alten, die zerstört worden waren
(Bild: Quelle)

Mormon lässt uns in den Versen sechs bis elf wissen, dass das Volk unter dem Segen des Herrn gedieh, Städte wieder aufbaute, sich überaus schnell mehrte und anmutig wurde (4. Nephi 1:6-11) und teilt uns dann mit: „Und sie wandelten nicht mehr nach den Verrichtungen und Verordnungen des Gesetzes des Mose, sondern sie wandelten nach den Geboten, die sie von ihrem Herrn und ihrem Gott empfangen hatten, und sie fuhren fort, zu fasten und zu beten und sich oft zu versammeln, um zu beten und auch, um das Wort des Herrn zu hören.“ (4. Nephi 1:12).

Sie wandelten nicht mehr nach den Verrichtungen und Verordnungen des Gesetzes des Mose. Das Gesetz des Mose wurde Mose vom Herrn gegeben, nachdem das Volk Israel nicht bereit war, das höhere Gesetz des Herrn zu befolgen. In diesem Zusammenhang wurde ihnen das höhere Priestertum entzogen und die Gesetze, die durch das Aaronische Priesterum, welches ein vorbereitendes Priestertum ist, waren `fleischliche Gebote´ (Joseph Shmith Übersetzung Exodus 34:1-2). Es bestand aus einer Vielzahl von Grundsätzen, Regeln, Zeremonien, Ritualen und Symbolen, die das Volk an seine Pflichten und Aufgaben erinnern sollten, und umfasste „ein Gesetz moralischer, ethischer, religiöser und zeitlicher Gebote und Verrichtungen – einschließlich Opfergaben (Levtitikus 1–7) – die es an Gott und seine Pflicht ihm gegenüber erinnern sollte (Mosia 13:30)“. Dazu gehörten Glaube, Umkehr, Taufe im Wasser zur Vergebung der Sünden, wie auch die zehn Gebote. Nachdem das Sühnopfer Jesu vollbracht worden war, waren zeremonielle Gesetze zu einem wesentlichen Teil erfüllt, und die Opfer durch Blutvergießen sollten nicht mehr erbracht werden (Alma 14:13-14).

Nun lebten sie nach den Geboten, die ihnen der Herr, bei seinem Aufenthalt unter ihnen, selber gegeben hatte, und sie kamen oft zusammen, um sich am Wort des Herrn zu erfreuen. Gleiches ist uns heute noch ein Vorbild. Auch wir leben nach diesem Gesetz, das der Herr ihnen, sowie den Juden in Jerusalem gegeben hat. Auch wir versammeln uns in der lebendigen Kirche des Herrn oft, um sein Wort zu erlernen und zu erfahren, wie wir es in unserem täglichen Leben umsetzen und richtig anwenden können. Ich bin dem Herrn von Herzen dankbar für diese Möglichkeit, die er uns gibt, in unsere Aufgaben hineinzuwachsen, damit es auch uns überaus wohl gehen mag im Land (4. Nephi 1:7).

Worauf führst du dieses Gedeihen der Nephiten, zu dieser Zeit nach dem Besuch des Herrn bei ihnen, zurück?

NS: Gerade durchleben wir eine herausfordernde Zeit mit der weltweiten Verbreitung des Coronavirus. Im Zusammenhang mit „… sich oft zu versammeln …“ hat die Kirche alle Zusammenkünfte bis auf Weiteres ausgesetzt und ihre Mitglieder aufgefordert, diese in ihrer Familie, ggf. auch alleine, in ihren Heimen durchzuführen (siehe hier).

Montag, 16. März 2020

Es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht


(Bild: Quelle)

Mormon berichtet, dass ein weiteres Jahr in Frieden verging (4. Nephi 1:4), „Und es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht; ja, sie heilten die Kranken und erweckten die Toten auf und machten, dass die Lahmen gingen und die Blinden ihr Augenlicht empfingen und die Tauben hörten; und allerart Wundertaten vollbrachten sie unter den Menschenkindern; und in nichts bewirkten sie Wundertaten, außer allein im Namen Jesu.“ (4. Nephi 1:5).

Es wurden große und wunderbare Werke von den Jüngern Jesu vollbracht. Zu diesen großen und wunderbaren Werken der vom Herrn berufenen Priestertumsträger gehörten Krankenheilungen, die Erweckung Toter, Lahme wurden gehend, Blinde sehend und Taube hörend.

Der Herr hat Seinen Dienern einen Teil Seiner Macht übertragen, um zum Wohl der Menschheit zu dienen, Gutes zu tun, denn Er ist seit jeher der Herr, unser aller Arzt (Exodus 15:26). Zu Ihm und zu Seinen berufenen Dienern (Matthäus 10:1) können wir kommen, wenn wir Glauben haben (Alma 15:8), um uns sowohl körperlich, als auch geistig heilen zu lassen. Das ist in der Kirche des Herrn heute nicht anders, ausgenommen, unsere Erdenzeit wäre abgelaufen (Lehre und Bündnisse 42:48). Diese Wundertaten, die unter den Nephiten gewirkt wurden, werden auch heute im Namen Jesu gewirkt (Lehre und Bündnisse 84:65-72).

Wann hast du welche Wundertat, die im Namen Jesu gewirkt wurde, schon erlebt?

Sonntag, 15. März 2020

Sie hatten alles unter sich gemeinsam


Präsidierender Bischof Gérald Caussé spricht am Freitag, 18. Oktober, bei der Einweihung des Lagerhauses der Bischöfe von Gilbert Arizona. Bildnachweis: Robin Finlinson, Intellectual Reserve, Inc.
(Bild: Quelle)


Weiter erfahren wir über die Lebensumstände: „Und sie hatten alles unter sich gemeinsam; darum gab es keine Reichen und Armen, Geknechteten und Freien, sondern sie waren alle frei geworden und hatten teil an der himmlischen Gabe.“ (4. Nephi 1:3).

Sie hatten alles unter sich gemeinsam. Wie ist diese Aussage zu verstehen und wie kann es zu einer solchen Lebensweise kommen?

Bei dieser Art des Zusammenlebens hat jeder ein Recht auf Privateigentum und er kann es auch selber verwalten. Jeder weiht von seinem Eigentum den Überschuss, der über die Bedürfnisse und Wünsche seiner Familie hinaus erwirtschaftet wird. Dieser Überschuss wird treuhänderisch an die ausgegeben, die weniger haben, obwohl sie sich ebenso anstrengen, ihren Eigenbedarf zu decken. Diese Art des Zusammenlebens kennen wir unter dem Begriff `Vereinigte Ordnung´. Die Menschen leben hierbei das `Gesetz der Weihung´. Diese Art der Gemeinschaft führt dazu, dass jeder das hat, was für ihn und seine Familie notwendig ist. In den Anfangszeiten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage um 1833, hat der Herr dieses Gesetz auch den Mitgliedern seiner Kirche gegeben (Lehre und Bündnisse 104). Die Mitglieder waren aber nicht soweit, dieses Gesetz richtig zu befolgen, und so wurde ihnen kurz drauf vom Herrn ein vorbereitendes Gesetz, das Gesetz des Zehnten, gegeben. Hier wird jeder aufgefordert, ein Zehntel seiner jährlichen Einkünfte dem Herrn zu weihen (Lehre und Bündnisse 119). Mit dem Zehnten der Mitglieder, sowie weiterer freiwilliger Spenden, werden die laufenden Unkosten der Kirche beglichen und ein Vorrat für schlechte Zeiten angelegt, sowie Bedürftige weltweit unterstützt (lies auch einen ausführlichen Artikel in der Deseret News hier, du kannst ihn mit einem Übersetzungsprogramm ins Deutsche übertragen lassen). Stell dir den Frieden vor, den wir in der Welt hätten, wenn wir doch in der Lage wären, dieses höhere `Gesetz der Weihung´ zu leben – wäre sicherlich auch ein total gerechtes weltliches Steuersystem!

 Wie stellst du dir das Leben nach dem `Gesetz der Weihung´ vor?

Samstag, 14. März 2020

Ein jeder ging gerecht mit dem anderen um


Was tun, damit es dazu nicht kommt?
(Bild: Quelle)

Von Mormon, der den Bericht von Nephi, dem Sohn Nephis, zusammenfasste, erfahren wir, was weiter passierte, nachdem der auferstandene Christus die Nephiten wieder verlassen hatte: „Und es begab sich: Im sechsunddreißigsten Jahr wurde alles Volk zum Herrn bekehrt, im ganzen Land, sowohl die Nephiten als auch die Lamaniten, und es gab keine Streitigkeiten und Auseinandersetzungen unter ihnen, und ein jeder ging gerecht mit dem anderen um.“ (4. Nephi 1:2).

Mit dem vorangegangenen Vers beginnend, wird von Mormon ein Bericht zusammengefasst, der von vier verschiedenen Schreibern stammt. Zum einen von Nephi, nach dem das Buch benannt wurde, der ein Sohn des Nephis war, der einer der zwölf vom Herrn berufenen Apostel in Amerika war, als dieser sich den Nephiten am Tempel im Land Überfluss zeigte und belehrte (3. Nephi 11:7-8; 3. Nephi 11:18-22; Überschrift Vierter Nephi). Die drei weiteren Autoren waren Nephis Sohn Amos und dessen Söhne Amos und Ammaron (4 Nephi 1:19,21,47). Das Buch umfasst in nur 49 Versen den Zeitraum von 34 n. Chr. bis 321 n. Chr., also fast 300 Jahre, und ist nicht an eine bestimmte Zielgruppe gerichtet. Wir erfahren darin wie rechtschaffen das Volk, unmittelbar nach dem Wirken des Erretters unter ihnen, war, aber auch, wie im Gegensatz dazu die vierte Generation in Schlechtigkeit abglitt.

Ein jeder ging gerecht mit dem anderen um. Im vorhergehenden Vers wurden wir davon unterrichtet, dass von den Jüngern des Herrn in allen umliegenden Ländern „eine Kirche Christi gebildet“ wurde (4. Nephi 1:1). Aufgrund der Arbeit, der vom Herrn berufenen Jünger, wurde alles Volk im ganzen Land, sowohl Nephiten, als auch Lamaniten, bekehrt. Die Folge, sie hatten keine Streitigkeiten und Auseinandersetzungen untereinander und sie gingen gerecht miteinander um! Das ist ein Zustand, den man sich auch für heute wünschen würde, aber davon sind wir leider weit entfernt. Umso wichtiger, dass ein jeder zum Herrn Bekehrte, so lebt, dass die Menschen um ihn herum erkennen, welche Vorteile es mit sich bringt, dem Ruf des Herrn „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11:28), Gehör zu schenken und ihm zu folgen. Ich bin dem Herrn zutiefst dankbar für diese liebevolle Einladung und versuche ihr jeden Tag erneut nachzukommen, indem ich z. B. halte, was ich verspreche, zu meinen Verpflichtungen stehe, meine Berufung erfülle, falls ich etwas ausleihe, es auch wieder zurückgebe, meinen finanziellen Verpflichtungen gewissenhaft nachkomme, Vereinbarungen einhalte ...

 Was denkst du, wie du dazu beitragen kannst, dass es untereinander keine Streitigkeiten und Auseinandersetzungen gibt?

Mittwoch, 11. März 2020

Die Jünger Jesu hatten in allen Ländern ringsum eine Kirche Christi gebildet


Der heute lebende Prophet mit seinen Ratgebern
(Bild: Quelle)

Die Jünger Jesu hatten in allen Ländern ringsum eine Kirche Christi gebildet. Was ist eine Kirche und welchem Zweck dient sie?

Der ursprünglichen Bedeutung nach ist Kirche eine Organisationsform von Religionen. `Organisation´ ist von dem Verb `organisieren´ abgeleitet, was soviel bedeutet wie `planmäßig ordnen, gestalten, einrichten, aufbauen´, wenn man nicht von dem Gebäude spricht, in dem sich die Mitglieder einer Kirche versammeln, um mit Gott in Verbindung zu treten. Unter Religion war ursprünglich „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften“ zu verstehen. Kirche ist also „ein ordnungsgemäßer Zusammenschluss von Gläubigen, die durch Taufe und Konfirmierung den Namen Jesu Christi auf sich genommen haben.“ Wie wir wissen, gibt es auf Erden unzählige Kirchen, doch nur eine Kirche ist die Kirche, in der Jesus Christus das Haupt ist (Epheser 5:23). Seine Kirche gliedert sich weltweit in viele Gemeinden (Mosia 25:19-22).

So hat Christus bei seinem Aufenthalt im Land Jerusalem, als auch bei seinem Erscheinen in Amerika unter den Nephiten, Seine Kirche aufgerichtet (Matthäus 16:18; 3. Nephi 18:5). Zwischendurch sind die Menschen aber immer wieder vom wahren Glauben an unseren Schöpfer und sein Wort abgefallen (2. Chronik 21:11; 2. Thessalonicher 2:3) und die Vollmacht im Namen von Jesus Christus verschwand, Seine Kirche zu führen, wurde von der Erde genommen und zu späteren Zeiten wiederhergestellt. So wurde schon im Daniel 2:44 eine Wiederherstellung des Reiches Gottes vorhergesagt, das nie wieder vergehen sollte. Mit dieser Wiederherstellungsaufgabe beauftragte der Herr vor 200 Jahren Seinen Propheten Joseph Smith (Lehre und Bündnisse 27:6,13-14). Seit dieser Zeit wird die Kirche Jesu Christi wieder durch Seine von ihm berufenen Apostel und Propheten geleitet, und ich bin aus tiefstem Herzen dafür dankbar, weil die Kirche und das Evangelium von Jesus Christus mir realen Frieden, in dieser unserer schrecklichen Zeit, im Herzen verleiht.

 Was denkst du, auf welche Art und Weise jeder Mensch herausfinden kann, ob der Herr Seine Kirche in heutiger Zeit wieder aufgerichtet hat, und welchen Zweck sie erfüllen soll?

Dienstag, 10. März 2020

Wendet euch, all ihr Anderen, von euren schlechten Wegen ab


Mann verläuft sich und muss aus Wald gerettet werden
(Bild: Quelle)

Nachdem in den vergangenen Versen das Haus Israel mit dem Bundesvolk des Herrn angesprochen wurde, fordert Mormon nun die `Anderen´, also all die, die nicht dazu gehören, auch nicht durch Adoption aufgenommen sind, auf, die Worte Jesu zu vernehmen (3. Nephi 30:1): „Wendet euch, all ihr Anderen, von euren schlechten Wegen ab, und kehrt von euren Übeltaten um, von eurem Lügen und Täuschen und von eurer Hurerei und von euren geheimen Gräueln und eurem Götzendienst und von euren Morden und eurer Priesterlist und eurem Neid und eurem Streit und von all eurer Schlechtigkeit und euren Gräueltaten, und kommt zu mir und lasst euch in meinem Namen taufen, damit ihr Vergebung für eure Sünden empfangen und vom Heiligen Geist erfüllt werden könnt, damit ihr meinem Volk zugezählt werden könnt, das vom Haus Israel ist.“ (3. Nephi 30:2).

Wendet euch, all ihr Anderen, von euren schlechten Wegen ab. Der Herr hat sich ein Bundesvolk erkoren, nämlich das Volk vom Haus Israel. Dieses Volk sollte all den ´anderen´, also der übrigen Menschheit, welcher Nation auch immer, Sein Evangelium mit Seinen Bündnissen weitertragen. Allerdings geriet es selber immer wieder auf Abwege, sodass der Herr es zuließ, dass es auch immer wieder von den `anderen´ Völkern in Bedrängnis gebracht wurde. Es wurde bekriegt, in Gefangenschaft geführt und schlussendlich über die ganze Erde zerstreut, was allerdings auch dazu beitrug, dass das Evangelium über die ganze Erde verbreitet werden konnte (1. Nephi 10:12-14; 2. Nephi 21:12; Jeremia 31:10).

Im weiteren Verlauf des Verses werden die `Anderen´ aufgefordert, sich von all ihren Übeltaten abzukehren, zum Herrn zu kommen und sich im Namen Jesu taufen zu lassen, um Vergebung zu erlangen und bereit zu werden, vom Heiligen Geist geführt zu werden, um Teil Seines Bundesvolkes zu werden. Ich lese mir die Übeltaten durch, die Mormon hier aufführt und überlege, von welcher ich umzukehren habe: Lügen, Täuschen, Hurerei, geheime Gräuel, Götzendienst, Mord, Priesterlist, Neid, Streit, Schlechtigkeit aller Art, Gräueltaten. Vieles davon habe ich glücklicherweise schon überwunden und Umkehr geübt und Vergebung erlangt.

 Wenn du dir die Liste ansiehst, fällt dir etwas auf, von dem du noch Umkehr zu üben hast?

Montag, 9. März 2020

Darum braucht ihr nicht zu meinen, ihr könntet die rechte Hand des Herrn nach links wenden


Jakob segnet seine Enkel Ephraim und Manasse
(Bild: Quelle)

Mormon warnt uns: „Darum braucht ihr nicht zu meinen, ihr könntet die rechte Hand des Herrn nach links wenden, damit er nicht Gericht halte, um den Bund zu erfüllen, den er für das Haus Israel gemacht hat.“ (3. Nephi 29:9).

Darum braucht ihr nicht zu meinen, ihr könntet die rechte Hand des Herrn nach links wenden. Bei dieser Aussage fällt mir die Begebenheit ein, in der Jakob seinen Sohn Joseph, über dessen beiden Söhne Manasse und Ephraim, segnete. Joseph musste entgegen seiner Erwartung erleben, dass sein Vater Jakob die rechte Hand, die den Segen des Erstgeborenen symbolisiert, auf das Haupt von Ephraim, dem zweitgeborenen, legt, und die linke auf Manasses Haupt, den erstgeborenen, wobei er seine Arme überkreuzte, weil Joseph sie eigentlich in der richtigen Reihenfolge vor Jakob aufgestellt hatte (Genesis 48:13-14).

Unter `die rechte Hand nach links wenden´ verstehe ich, dass man möchte, dass etwas anderes ausgeführt wird, als der Herr in seiner Weisheit vorgesehen hat. Allgemein gilt die rechte Hand als die `gute Hand´ (Rechts – richtig, geeignet, anständig; mit ihr begrüßt man sich auch), die linke als die weniger gute Hand (links – falsch, verkehrt, fragwürdig oder ungeschickt). Wenn ich nun die rechte Hand nach links wende, will ich erreichen, dass das Gute jemand anderem zuteilwird, als vorgesehen. Im Fall des Verses oben, verstehe ich das so, dass derjenige nicht will, dass der Herr seinen mit dem Haus Israel gemachten Bund, auch erfüllt, ggf. jemandem anderen zuteilwerden lassen soll - was definitiv aber nicht geschehen wird. So, wie Jakob auch dem den Segen des Erstgeborenen gab, dem der Herr ihn auch zuteilwerden lassen wollte, dem zweitgeborenen.

 Wie verstehst du diesen Vers?

Sonntag, 8. März 2020

Ihr braucht die Juden oder sonst jemand vom Überrest des Hauses Israel nicht länger zu verspotten


(Bild: Quelle)

Mormon sagt uns: „Ja, und ihr braucht die Juden oder sonst jemand vom Überrest des Hauses Israel nicht länger zu verspotten oder verächtlich zurückzuweisen oder ins Lächerliche zu ziehen; denn siehe, der Herr gedenkt seines Bundes für sie, und er wird mit ihnen so verfahren, wie er es geschworen hat.“ (3. Nephi 29:8).

Ihr braucht die Juden oder sonst jemand vom Überrest des Hauses Israel nicht länger zu verspotten. Wer zählt zu den Juden? Der Schriftenführer gibt uns folgende Definition: Es sind diejenigen, die vom Königreich Juda sind, oder solche, die vom Stamm Juda abstammen, sowie dessen Zugehörige (lies hier).

Im Buch Mormon wird uns gesagt, dass die Juden aufgrund ihrer Abwendung und Verachtung von Gott „… im Fleische umherirren und zugrunde gehen; und sie werden zu einem Spott und Schimpf werden und unter allen Nationen verhasst sein.“ (1. Nephi 19:14). Über diejenigen, die nicht von Juda sind, sagt der Herr, dass sie es ihnen nicht danken würden, durch sie an die Bibel gekommen zu sein. Stattdessen würden sie von jenen verflucht und gehasst werden, anstatt sie für den Herrn zurückzugewinnen. (2. Nephi 29:4-5). Ich lerne, dass ich mich gegenüber den Juden, die einst das Bundesvolk des Herrn aus alter Zeit sind, dankbar verhalten soll. Ich muss ihre Anstrengungen anerkennen, die sie auf sich genommen haben, damit ich heute die Bibel haben kann. Durch sie lerne ich die liebevolle Einladung des Herrn kennen, meine irdischen Probleme zu überwinden und ihm zu folgen (Markus 8:34). Auch sind wir alle `Anderen´ aufgefordert, zu helfen, sie dem Herrn zurückzugewinnen.

 Welche innerste Einstellung hast du zu diesem alten Bundesvolk des Herrn?

Samstag, 7. März 2020

Weh dem, der ... sagen wird, es könne keine Wundertat durch Jesus Christus bewirkt werden



Jesus verwandelt Wasser in Wein
(Bild: Quelle)

Die Warnungen Mormons gehen weiter: „Ja, und weh dem, der, um Gewinn zu machen, an jenem Tag sagen wird, es könne keine Wundertat durch Jesus Christus bewirkt werden; denn wer dies tut, der wird wie der Sohn des Verderbens werden, für den es gemäß dem Wort Christi keine Barmherzigkeit gegeben hat!“ (3. Nephi 29:7).

Weh dem, der ... sagen wird, es könne keine Wundertat durch Jesus Christus bewirkt werden. Bei diesen Worten kommt mir folgender Refrain des Liedes in den Sinn, das Katja Ebstein gesungen hat: „Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie geschehen, Wunder gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, musst du sie auch sehen.“ Wunder sind durch die Macht Gottes veranlasste außergewöhnliche Ereignisse. Sie sind ein wichtiges Element im Werk des Herrn, erfordern allerdings Glauben (Markus 6:5-6).

Im Neuen Testament wird eine Begebenheit wiedergegeben, in der der Herr einer Sklavin, aufgrund ihrer Besessenheit von einem bösen Geist, Geld verdienen konnte, weil sie durch diesen Geist, Dinge vorhersagen konnte, die sonst keiner wusste. Nun traf sie eines Tages auf den Apostel Paulus und seinen Mitarbeiter Silas, und sie lief hinter ihnen her und rief vom bösen Geist eingegeben: „Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes; sie verkünden euch den Weg des Heils.“ (Apostelgeschichte 16:17). Das tat sie eine ganze Weile, bis es Paulus zu dumm wurde und er im Namen Jesu dem Geist gebot sie zu verlassen. Sofort war sie befreit, konnte aber ihrem Herrn nun keinen Gewinn mehr einbringen, worauf dieser ungehalten wurde und verursachte, dass Paulus und Silas unter erschwerten Sicherheitsvorkehrungen in den Kerker geworfen wurden. Aus der Motivation heraus, Gewinn zu erzielen, verleugnete der Herr dieser Sklavin Wunder (Apostelgeschichte 16:16-24). Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der Herr auch heute noch Wunder wirkt – ich muss nur entsprechenden Glauben aufbringen, um sie zu sehen. Ein sehr großes Wunder ist der Bestand Seiner Kirche in diesen Tagen. Seit der Gründung im Jahre 1830 wurde ihr von Skeptikern ein schneller Untergang vorhergesagt. Heute, fast 200 Jahre später besteht sie nicht nur immer noch, sondern sie wächst weltweit stetig weiter (Lehre und Bündnisse 13:1).

 Welche Wunder sind dir in der Vergangenheit schon begegnet?

Freitag, 6. März 2020

Weh dem, … der sagt, der Herr wirke nicht länger durch Offenbarung


(Bild: Quelle)

Und noch eine Warnung Mormons: „Ja, weh dem, der die Offenbarungen des Herrn leugnet und der sagt, der Herr wirke nicht länger durch Offenbarung oder durch Prophezeiung oder durch Gaben oder durch Zungenrede oder durch Heilungen oder durch die Macht des Heiligen Geistes!“ (3. Nephi 29:6).

Weh dem, … der sagt, der Herr wirke nicht länger durch Offenbarung. Ich denke, jedem ist klar, dass Eltern ihren Kindern Hilfe und Unterstützung zukommen lassen wollen, damit sie sich in der richtigen Art und Weise entwickeln können. Wie geschieht das? Durch Kommunikation, Vorleben, Nachahmen, und ggf. Korrekturen aufgrund von Rückmeldungen. Hier auf Erden kein Problem, inzwischen sogar zeitgleich auch nicht über weite Entfernungen. Nun haben wir alle aber auch noch viel, viel weiter entfernt lebende Eltern. Auch sie lassen ihre Kinder nicht im Regen stehen. Insbesondere der Vater hält mit uns Kontakt, um uns Führung und Leitung zukommen zu lassen, um uns wissen zu lassen, was der Zweck unseres Daseins ist, und welche Rolle er, unsere himmlische Mutter, Jesus Christus, der Heilige Geist und weitere Personen dabei spielen. Die Kommunikationsart: Offenbarung, die er seinen bevollmächtigten Dienern auf Erden, für seine Kinder, zuteilwerden lässt (Offenbarung 3:7).

Wie funktioniert Offenbarung, die Verbindung zwischen Gott und seinen Kindern? Offenbarung kann durch `das Licht Christi´ und durch den `Heiligen Geist´ in Form von Inspiration, Visionen, Träumen oder dem Erscheinen von Engeln erfolgen. Über diese Verbindung erhalten wir Führung, die denen, die daran glauben, den Weg zur ewigen Errettung im celestialen Reich aufzeigen kann. Den berufenen Propheten gewährt er Führung und Leitung für die gesamte Kirche seines Sohnes. Darüber hinaus eröffnet er diesen Kommunikationskanal auch einer jeden Einzelperson für ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich bzw. für sich selber. Der heute lebende Prophet und Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Russel M. Nelson, betont unablässig die Notwendigkeit persönlicher Offenbarung in unserer schwierigen Zeit: „Überlegen Sie nur, was das für ein Wunder ist! Welche Berufung wir auch haben mögen, wir können zum Vater im Himmel beten und erhalten Führung und Weisung, werden vor Gefahren und Ablenkung gewarnt und dazu befähigt, etwas zu bewerkstelligen, was wir alleine schlicht nicht schaffen würden.“ (Siehe hier). Ich bin zutiefst dankbar für diese Möglichkeit Wahrheit aus `erster Quelle´ erfahren zu können und bitte den Herrn täglich um diese Hilfe.

 Wie nimmst du dieses Angebot der `persönlichen Offenbarung´ an?

Donnerstag, 5. März 2020

Weh dem, der den Christus und seine Werke leugnet!


(Bild: Quelle)

Eine weitere Warnung Mormons: „Weh dem, der das Wirken des Herrn verächtlich zurückweist; ja, weh dem, der den Christus und seine Werke leugnet!“ (3. Nephi 29:5).

Weh dem, der den Christus und seine Werke leugnet! Da fällt mir doch gleich die Aussage des Herrn gegenüber Petrus ein: „… Ich sage dir, Petrus, ehe heute der Hahn kräht, wirst du dreimal leugnen, mich zu kennen.“ (Lukas 22:34).

Was bedeutet es, etwas zu leugnen? `Offenkundiges, wider besseres Wissen für unwahr oder nicht vorhanden zu erklären und nicht gelten zu lassen.´ Gerade in unserer heutigen Zeit haben wir es wieder mit einigen Zeitgenossen zu tun, die offenkundig Geschehenes für unwahr erklären: den Hollocaust, die Klimakrise ... Über das verächtliche Zurückweisen habe ich mich in meinem gestrigen Blogbeitrag schon ausgelassen. Heute muss ich mir die Frage stellen, inwiefern ich schon mal Christus und seine Werke verleugnet habe, wie Petrus es getan hat (Markus 14:72). Ich kann mich nicht erinnern, dass ich es bisher schon mal verbal getan habe, aber sicherlich durch einige meiner Handlungen. Sind die nämlich nicht gesetzeskonform, meine ich, ihn dadurch auch zu leugnen. Also bemühe ich mich mein Handeln stets zu reflektieren und nötigenfalls zu korrigieren. Ich bemühe mich, dass sich meine Liebe zu Jesus Christus in meinen Taten widerspiegelt.

 Was meinst du, inwiefern ist es dir schon passiert, den Christus und seine Taten geleugnet zu haben?