Montag, 31. Mai 2021

Seine Seele trauerte und wollte sich nicht trösten lassen

 

(Bild: Quelle)

Während seiner Genesungszeit zwischen den Kämpfen, erinnerte sich Koriantumr der Worte der Propheten und „Er fing an, von dem Bösen, was er getan hatte, umzukehren; er fing an, sich der Worte zu erinnern, die durch den Mund aller Propheten gesprochen worden waren, und er sah sie, dass sie bisher bis ins Kleinste in Erfüllung gegangen waren; und seine Seele trauerte und wollte sich nicht trösten lassen.“ (Ether 15:3).

Seine Seele trauerte und wollte sich nicht trösten lassen. Dies ist ein Anzeichen für ernsthafte Umkehr, ein `reuiges Herz und ein zerknirschter Geist´ (3. Nephi 9:20). Auslöser seiner Umkehr war die Erinnerung an die Worte, die die Propheten an das Volk (Ether 11:20), und durch Ether in besonderem Maß an ihn persönlich richteten (Ether 13:20-21).

Ich lerne, ich soll mir Zeiten der Ruhe verschaffen, in denen ich mich der Worte erinnere, die durch den Mund aller Propheten gesprochen wurden, insbesondere aber die des jeweils lebenden Propheten, denn er warnt mich speziell vor den Gefahren, die jetzt auf mich lauern. Wenn ich dies mit `offenen Augen und offenen Ohren´ tue, werde auch ich erkennen, dass sie sich alle erfüllt haben, bzw. dabei sind, sich alle zu erfüllen. Daraus kann ich ableiten, dass sich diejenigen Worte, die sich noch nicht erfüllt haben, mit Sicherheit auch noch erfüllen werden. Ich werde also die ausgesprochenen Warnungen, die sich noch nicht erfüllt haben, nicht `auf die leichte Schulter nehmen´! Ich bemühe mich demzufolge um ein `reuiges Herz und einen zerknirschten Geist´, um aufrichtige Umkehr zu üben, verbunden mit dem Wunsch, aufgrund des Sühnopfers Jesu, Vergebung erlangen zu können, und von meinen Sünden dereinst mit seinem Blut reingewaschen zu werden (Lehre und Bündnisse 27:2; 1. Johannes 1:7).

Nimmst du die Warnungen der Propheten `auf die leichte Schulter´, oder wie gehst du mit ihnen um?

Samstag, 29. Mai 2021

Fing er an, sich der Worte zu erinnern, die Ether zu ihm gesprochen hatte

 

(Bild: Quelle)

Groß war der Verlust in den Kämpfen der beiden Lager. Korinatumr wurde vom Schlachtfeld getragen, als sei er tot (Ether 14:30). „Und es begab sich: Als Koriantumr sich von seinen Wunden erholt hatte, fing er an, sich der Worte zu erinnern, die Ether zu ihm gesprochen hatte.“ (Ether 15:1).

Fing er an, sich der Worte zu erinnern, die Ether zu ihm gesprochen hatte. Koriantumr hatte von den Kämpfen eine Pause, nachdem er wie tot vom Schlachtfeld getragen worden war, und Schiz sich mit seinem Heer zurückgezogen hatte (Ether 14:30-31). In dieser Kampfpause konnte sich Koriantumr gesund pflegen lassen und von seinem Blutverlust erholen. Dabei hatte er wohl auch die notwendige Ruhe, über solche wichtigen Aussagen nachzusinnen, die ihm die Propheten Gottes früher mitgeteilt hatten, insbesondere auch Ether (Ether 13:20-21).

Er und sein Volk befanden sich nun in genau dieser Situation, vor der der Herr sie durch seine Propheten gewarnt hatte, und Koriantumr erkannte dies nun erschreckend deutlich. Er sah das Ergebnis ihrer Taubheit gegenüber den Worten Gottes, und konnte sehen, dass sie drauf und dran waren, alle umzukommen. Ihm wurde klar, dass schon fast zwei Millionen seiner mächtigen Männer, dazu noch deren Frauen und Kinder, ihr Leben verloren hatten, und dies verursachte Trauer in seinem Herzen (Ether 15:2). Mir kommt in diesem Zusammenhang eine Aussage Jeremias um die 625 v. Chr. in den Sinn, als dieser das Wort des Herrn in Bezug auf die Verbrechen des Volkes Israel weitergibt: „Augen haben sie und sehen nicht; Ohren haben sie und hören nicht!“ (Jeremia 5:21). Ich lerne, muss ich immer erst in größter Not sein, um mich der warnenden Worte Gottes, die er uns frühzeitig durch seine Propheten mitteilen lässt, zu erinnern? Habe ich nicht Ohren um zu hören und Augen um zu sehen, sowohl geistige, als auch körperliche? Gerne will ich diese öffnen und mich von meinen Sünden abbringen lassen, Umkehr üben, bevor ich reif bin für den vernichtenden Urteilsspruch des Herrn!

Wie benutzt du deine Sinne, um Gefahren geistiger Art zu erkennen, die auf dich lauern?

Freitag, 28. Mai 2021

Koriantumr, der sein Blut verloren hatte, wurde ohnmächtig

 

(Bild: Quelle; Text eingefügt)

Nachdem Koriantumr Schiz durch Posaunenschall zum Kampf aufgefordert hatte (Ether 14:28): „Und es begab sich: Schiz schlug auf Koriantumr ein, sodass er ihm viele tiefe Wunden zufügte; und Koriantumr, der sein Blut verloren hatte, wurde ohnmächtig und wurde weggetragen, als sei er tot.“ (Ether 14:30).

Koriantumr, der sein Blut verloren hatte, wurde ohnmächtig. Bei diesem Vers fallen mir diverse Begebenheiten ein, in denen es in den heiligen Schriften um Blutvergießen geht. Nur zwei möchte ich hervorheben.

Als Erstes kommt mir in den Sinn, wie Gott mit Kain über dessen Bruder Abel spricht und fragt: „… Was hast du getan? Das Blut deines Bruders erhebt seine Stimme und schreit zu mir vom Erdboden.“ (1. Mose 4:10). Aufgrund dieses vorsätzlichen Vergießens unschuldigen Blutes wurde Kain von Gott verflucht, rastlos und ruhelos würde er fortan auf Erden wandeln, er müsste sich sogar vor dem Angesicht des Herrn verbergen, und als zu groß empfand Kain seine Schuld und die Folgen seines Tuns, als dass er sie ertragen könnte. (1. Mose 4:11-14). Neben vielen anderen Begebenheiten kommt mir natürlich in unvergleichlicher Weise `die sühnende Macht des Blutes Jesu´ ins Gedächtnis, durch das wir befleckten Menschen wieder reingewaschen werden können, wenn wir sein Opfer annehmen, indem wir an ihn glauben, uns in seinem Namen von seinen bevollmächtigten Dienern taufen lassen, weitere Bündnisse eingehen, und im Halten dieser Bündnisse bis an unser Lebensende auf Erden darin treu bleiben (1. Johannes 1:7; Hebräer 10:19-20; Matthäus 10:22). Ich lerne, Blutvergießen steht sowohl für Tod, als auch für Leben, für ewiges Leben. Vergieße ich unschuldiges Blut, werde ich `rastlos und ruhelos´ leben, bis ich vor den Schranken Gottes stehen werde, um mein gerechtes Urteil zu empfangen. Unser großer Bruder hat sein Blut freiwillig als `das große und letzte Opfer´ dargebracht, um damit all seine Geschwister `reinzuwaschen´, wenn sie es denn nur wollen (Alma 34:8-14).

Was tust du, um nicht bei jeder kleinen Gelegenheit einzuknicken, sondern deinen Grundsätzen treu zu bleiben.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Und ließ für die Heere von Schiz eine Posaune blasen, um sie zum Kampf aufzufordern

 

(Bild. Quelle)

Was nach der Flucht von Schiz und seinem Heer vor Koriantumr und dessen Heer passierte, schildert Moroni so: „Und sie schlugen ihre Zelte im Tal Chorihor auf; und Koriantumr schlug seine Zelte im Tal Schurr auf. Nun war das Tal Schurr nahe dem Hügel Komnor; darum sammelte Koriantumr seine Heere auf dem Hügel Komnor und ließ für die Heere von Schiz eine Posaune blasen, um sie zum Kampf aufzufordern.“ (Ether 14:28).

Und ließ für die Heere von Schiz eine Posaune blasen, um sie zum Kampf aufzufordern. Koriantumr rief Schiz mit seinem Heer mittels eines Posaunensignals zur nächsten Kampfrunde.

Im Zusammenhang mit Posaune kommt mir da gerade eine Schriftstelle mit ganz anderem Hintergrund in den Sinn. In ihr werde ich aufgefordert eben gerade nicht in die `Posaune´ zu pusten. In ihr geht es um Almosen, die ich spende, und ich werde aufgefordert: „… posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! …“ (Matthäus 6:2). Das bezieht sich nicht nur auf Almosen, die ich spende. Ich habe manchmal den Wunsch, dass bei meiner guten Tat, die ich gerade ausführe, mich doch jemand sehen, und sie bewundern würde. Doch dann fällt mir sehr schnell diese Schriftstelle ein, und ich sage mir: Was nützt es mir, wenn mich eine andere Person ob meiner Taten bewundert, und mich dafür lobt. In einem solchen Fall habe ich meinen „… Lohn bereits erhalten.“ Lieber warte ich noch etwas länger ab, lasse `meine linke Hand nicht wissen, was meine rechte tut´, damit meine guten Taten im Verborgenen bleiben, und lieber mein himmlischer Vater, der auch ins Verborgene sieht, sie mir eines Tages vergelten wird (Matthäus 6:3-4).

Wie gehst du mit solcherlei Empfindungen um?

Mittwoch, 26. Mai 2021

Dass ihre Schlechtigkeit und ihre Gräuel den Weg für ihre immerwährende Vernichtung bereitet hatten

 

„… Sie sind fern vom Angesicht des Herrn und seiner Macht und Herrlichkeit, …“ (2. Thessalonicher 1:9)
(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns über das weitere Vorgehen des Schiz wissen: „Doch Schiz hörte nicht auf, Koriantumr zu verfolgen; denn er hatte geschworen, er werde sich an Koriantumr für das Blut seines Bruders, der getötet worden war, rächen, und am Wort des Herrn, das an Ether ergangen war, dass Koriantumr nicht durch das Schwert fallen solle. 25  Und so sehen wir, dass der Herr sie mit der Fülle seines Grimms heimsuchte und dass ihre Schlechtigkeit und ihre Gräuel den Weg für ihre immerwährende Vernichtung bereitet hatten.“ (Ether 14:24-25).

Dass ihre Schlechtigkeit und ihre Gräuel den Weg für ihre immerwährende Vernichtung bereitet hatten. Schiz war so voller Rachegefühle, weil Korinatumr seinen Bruder Lib im Kampf getötet hatte (Ether 14:16), und weil der Herr dem Koriantumr verheißen hatte, all diese Kriege zu überleben, um zu sehen, dass sich die Verheißungen des Herrn alle erfüllen würden (Ether 13:21).

So lieferte Schiz dem Koriantumr, der zunächst vor dessen Heer floh, drei Tage lang einen Kampf (Ether 14:26), in dem Schitz und seine Kämpfer allerdings keine Chance gegen dessen Heer hatten. So flohen nun sie vor Koriantumr, wobei sie alle umbrachten, die sich auf ihrer Flucht ihrem Heer nicht anschließen wollten (Ether 14:27). Dass der Herr dies alles geschehen ließ, war eben ihrer Schlechtigkeit und Gräuel geschuldet, ja sie leiteten dadurch sogar ihre `immerwährende Vernichtung´ in die Wege. Von Paulus lese ich eine ähnliche Ankündigung, als er über das zweite Kommen Jesu mit seinen mächtigen Engeln spricht und sagt, dass der Herr Vergeltung an jenen üben würde, die nicht gehorchen, sie würden mit `ewigem Verderben´ bestraft werden (2. Thessalonicher 1:9). Ich lerne, `immerwährende Vernichtung´ bzw. `ewiges Verderben´ bedeutet soviel wie, für alle Zeit und Ewigkeit „… fern vom Angesicht des Herrn und seiner Macht und Herrlichkeit …“ sein zu müssen, also für immer aus seiner Gegenwart ausgeschlossen leben zu müssen.

Was kannst du tun, um einer `immerwährenden Vernichtung´ zu entgehen?

Dienstag, 25. Mai 2021

So rasch und schnell war der Krieg, dass niemand übrig blieb, die Toten zu begraben

 

Battle Scene by Sebastiaen Vrancx. Image via Wikimedia Commons.
(Bild: Quelle)

Moroni entnimmt dem Bericht des jareditischen Propheten Ether weiter: „Und so rasch und schnell war der Krieg, dass niemand übrig blieb, die Toten zu begraben, sondern sie marschierten von Blutvergießen zu Blutvergießen und ließen die Leichen der Männer, Frauen und auch Kinder auf dem Land verstreut zurück, den Würmern des Fleisches zur Beute. 23 Und der Gestank davon zog über das Land hin, ja, über das ganze Land; darum machte der Gestank davon dem Volk bei Tag und bei Nacht zu schaffen.“ (Ether 14:22-23).

So rasch und schnell war der Krieg, dass niemand übrig blieb, die Toten zu begraben. Es ist verständlich, dass so vermodernde Leichen zu unerträglicher Geruchsbelastung führt. Auch nicht auszudenken so etwas mitzumachen, und dann noch in Erinnerung an die eigenen Lieben, die dort, ohne versorgt zu werden, zu Liegen gekommen sind, und in Gedanken zu haben, dass ihre toten Körper dem Fraß der Würmer dienten (siehe auch Jesaja 14:9-11). Diese Tatsache wurde auch durch Limhis Erkundungsmannschaft bestätigt, die dieses Gebiet fanden, ebenso auch die Aufzeichnungen Ethers (Mosia 8:8-9).

Es gibt noch andere Gründe, weshalb diese unbegrabenen Toten so belastend für das überlebende Volk waren. Im Alten Testament wurden die Menschen auch schon davor gewarnt, dass sie sterben, und wenn sie nicht umkehren würden, ihre Körper, anstatt ordnungsgemäß begraben zu werden, von wilden Tieren gefressen werden würden. Anlässlich einer großen Dürre in Juda, aufgrund Abwendung von Gott und Ermordung der nicht von Gott gesandten Propheten, erhob das Volk ein Klagegeschrei. Der Herr lässt Jeremia wissen, dass Hingestreckte auf den Straßen liegen und nicht begraben werden würden (Jeremia 14:16). In einem weiteren Wort an Jeremia lässt ihn der Herr wissen, dass das Volk seine Toten nicht beklagen und nicht begraben, sondern sie als Dünger auf dem Acker liegen lassen würde (Jeremia 16:4-6). Von vielen Völkern wurde so etwas nicht nur als Tragödie angesehen, sondern als Schande und als Hinweis auf göttliches Gericht. Solch ein Urteil würde sich auf das Leben nach dem Tod übertragen. Das ideale Leben nach dem Tod war in der hebräischen Bibel an das Grab gebunden. Das Fehlen einer Bestattung konnte also dazu führen, dass man im Jenseits seine Identität verlieren und ziellos umherwandern würde, ohne Verbindung zur Welt der Lebenden. Nach mesopotamischen Texten würde sich ein von wilden Tieren verschlungener Toter vielleicht sogar in der Welt der Dämonen wiederfinden (Genaueres lies gerne hier nach). Ich lerne, dass mich, wenn ich mich völlig von Gott abwende und nicht Umkehr übe, selbstverschuldetes Verderben erwartet – ob in diesem, oder im kommenden Leben (Ether 11:6-12).

Welche Empfindungen hast du bei dem Gedanken, dass Tote nicht bestattet, sondern auf der Erde aufgehäuft liegen bleiben würden?

Montag, 24. Mai 2021

Dass das gesamte Land von den Leichen der Getöteten bedeckt war

 

(Bild: Quelle; Text eingefügt)

Das Volk teilte sich nun in zwei Kriegsparteien, eine von Schiz und eine von Koriantumr angeführte. „Und so heftig und anhaltend war der Krieg gewesen, und so lang hatte das Geschehen von Blutvergießen und Gemetzel gedauert, dass das gesamte Land von den Leichen der Getöteten bedeckt war.“ (Ether 14:21).

Dass das gesamte Land von den Leichen der Getöteten bedeckt war. So etwas mag ich mir gar nicht vorstellen. Leider haben wir solche Ereignisse zuhauf in der Geschichte der Menschheit. Im Bericht über die Regierungszeit der Richter des Volkes Nephi lesen wir, dass der oberste Richter über das Volk, Alma der Jüngere, Krieg gegen aufständische Amlissiten, die die Regierung der Richter zunichtemachen und unbedingt Amlissi als ihren König haben wollten, sich gegen diese und die sich ihnen anschließenden Lamaniten in einem Krieg verteidigen musste. Der Herr war mit ihnen und so kam es, dass sie die Leichen ihrer Gegner in das Wasser des Sidon warfen, und im weiteren Verlauf starben viele in der Wildnis „… und ihre Gebeine sind aufgefunden und auf der Erde aufgehäuft worden.“ (Alma 2). In einem weiteren Krieg der Nephiten gegen die Lamaniten etwa sechs Jahre später, sah es nicht anders aus: „Doch nach vielen Tagen wurden ihre Leichen auf dem Erdboden aufgehäuft, …“ (Alma 16:11).

All dies ist auf den Ungehorsam der Menschen gegenüber den Warnungen, die Gott den Menschen durch seine Propheten schickt, zurückzuführen. Wie wir schon wissen, hat der Herr die Jarediten vor solchen Folgen durch seine Propheten mehrfach gewarnt, ja sogar vor einer vollständigen Vernichtung (Ethern 11:5-6). Ich lerne, das Volk hat zugelassen, dass Satan außergewöhnlich starken Einfluss auf es hatte, sodass es lieber ihm in die totale Vernichtung gefolgt ist, anstatt auf die Warnungen Gottes durch seine Propheten zu hören. Ich darf es also nie so weit kommen lassen und muss direkt den `Anfängen wehren´.

Wartest du ab, bis etwas passiert, oder `wehrst du schon den Anfängen´, und wenn ja, wie?

Samstag, 22. Mai 2021

Er tötete Frauen und auch Kinder, und er brannte die Städte nieder

 

(Bild: Quelle)

Es folgten viele weitere Kämpfe zwischen Lib und Koriantumr. Im letzten Kampf zwischen diesen beiden Parteien wurde Lib schließlich von Koriantumr getötet und Libs Bruder trat dessen Nachfolge an. „Nun wurde der Name von Libs Bruder Schiz genannt. Und es begab sich: Schiz verfolgte Koriantumr, und er brachte viele Städte zu Fall, und er tötete Frauen und auch Kinder, und er brannte die Städte nieder.“ (Ether 14:17).

Er tötete Frauen und auch Kinder, und er brannte die Städte nieder. Solche Kriegstaktik kennt man unter der Bezeichnung `Krieg der verbrannten Erde´. Die Armee zerstört einfach alles, was dem Gegner in irgendeiner Weise noch nützlich sein könnte.

Auch im Alten Testament finden wir ähnliches Handeln, allerdings mit einer anderen Motivation. So bei der Einnahme Jerichos durch das Volk Israel (Josua 6:24), ebenso die Vernichtung von Ai durch Josua (Josua 8:28), oder bei der Einnahme des Westjordanlands erschlugen die Israeliten „… alles, was in der Stadt lebte, mit scharfem Schwert und vollzogen an ihm den Bann. Nichts Lebendiges blieb übrig. Die Stadt selbst steckte man in Brand.“ (Josua 11:11-13). All diese Handlungen hatte der Herr dem Mose geboten und dieser dem Josua weiter übertragen (Josua 11:15). Ja, laut Einheitsübersetzung hätte der Herr sogar die Verhärtung der Herzen der so Zerstörten veranlasst (Josua 11:20). Das konnte ich nicht akzeptieren und las in der revidierten Bibelübersetzung von Joseph Smith nach. Dort heißt es, dass die Menschen ihre Herzen verhärteten, und sie deshalb aus der Sicht des Herren reif zu Vernichtung waren (Inspirierte Version of the Bible Joshua 11:20). Ich lerne, im Fall Israels war es der Wille des Herrn, dass diejenigen, die ihr Herz gegen ihn verhärtet hatten umkamen, im Fall Schiz lag ein solcher Auftrag Gottes nicht vor. Moroni hat uns die Grausamkeit des Schiz vor Augen gehalten, die aufgrund familiärer Rachegelüste entstand. Ich lerne weiter, dass jene, die sich in Rachegelüste verstricken, jede Perspektive in Bezug auf die Heiligkeit des Lebens verlieren. Welcher fürchterliche Ruf Schiz vorauseilte, lässt Moroni in Vers 18 erkennen.

Wie gehst du mit Streitigkeiten um, die in der Familie aufkommen?

Freitag, 21. Mai 2021

Sein Hoher Priester ermordete ihn

 

(Bild: Quelle)

Nachdem Gilead einen Teil des Heeres Koriantumrs getötete hatte, übernahm er Koriantumrs Thron. Beide Heere erhielten in den nächsten zwei Jahren Verstärkung (Ether 14:6-8), aber Gileads Hoher Priester ermordete Gilead, und anschließend einer aus den `geheimen Verbindungen´ namens Lib, wiederum diesen nicht genannten Hohe Priester Gileads: „Und es begab sich: Sein Hoher Priester ermordete ihn, als er auf seinem Thron saß. 10  Und es begab sich: Einer von den geheimen Verbindungen ermordete ihn in einem Geheimgang und erlangte für sich das Reich; und sein Name war Lib; und Lib war ein Mann von großer Statur, größer als irgendein anderer Mann unter allem Volk.“ (Ether 14:9-10).

Sein Hoher Priester ermordete ihn. Der Hohe Priester Gileads ermordete nun wiederum Gilead, als der den Thron von Koriantumr erobert hatte. Danach ermordete ein gewisser Lib ebendiesen Hohe Priester.

Wie sich doch diese Kämpfe um Macht und Reichtum in der Menschheitsgeschichte gleichen. Beispielhaft wurde Pahoran auf seinem Richterstuhl ermordet, weil das Volk geteilter Meinung über die Nachfolge auf dem Richterstuhl war (Helaman 1:9). In einem weiteren Beispiel wird der oberste Richter der Nephiten auf seinem Richterstuhl ermordet, weil ein Teil des Volkes einen König haben wollten (3. Nephi 6:30, 3. Nephi 7:1). Und noch ein Beispiel: Nephi prophezeite dem ungläubigen Volk, dass ihr oberster Richter von dessen Bruder umgebracht wurde (Helaman 8:27). All diese Beispiele, weil jemand anderer Macht haben wollte. Ich lerne, ich muss mich vor unlauterem Streben nach Reichtum und Macht hüten, denn allzu leicht kann mich Satan in einer solchen Situation in seinen Netzen fangen und mich ins Verderben schleppen, sogar dazu verleiten unschuldiges Blut zu vergießen, das dann wiederum über mich kommen würde, ich also in die Verantwortung genommen werden würde und die Konsequenzen zu tragen hätte (Matthäus 23:35).

Wie erkennst du, dass Satan seine Netze über dir auswirft, und wie schützt du dich davor, dich in ihnen zu verfangen?

Donnerstag, 20. Mai 2021

Und tötete einen Teil von Koriantumrs Heer, als sie betrunken waren

 

(Bild: Quelle)

Zwei Jahre nach Schared Tod zog nun dessen Bruder Gilead gegen Koriantumr und dessen Heer in den Krieg und schlug ihn. Eine zweite blutige Schlacht folgte kurz darauf mit tausenden von Gefallenen. (Ether 14:3-4). „Und es begab sich: Koriantumr belagerte die Wildnis; und der Bruder Schareds marschierte des Nachts aus der Wildnis heraus und tötete einen Teil von Koriantumrs Heer, als sie betrunken waren.“ (Ether 14:5).

Und tötete einen Teil von Koriantumrs Heer, als sie betrunken waren. Es gab wohl noch nicht das `Wort der Weisheit´ (Lehre und Bündnisse 89:1 ff), in dem uns u. a. der Gebrauch von Wein und starkem Getränk untersagt wird :)) (Alma 55:32). Spaß beiseite, ich werde an ähnliche Situationen unter den Nephiten und Lamaniten erinnert.

Wieder einmal wird von Kriegen zwischen Nephiten und Lamaniten berichtet. Beide Kriegsgegner machten dabei Gefangene, die sie gegenseitig dann austauschen wollten (Alma 54:1). Beide Seiten wurden sich allerdings nicht über die Modalitäten einig (Alma 54:11; Alma 55:2). Hauptmann Moroni (ein anderer Moroni, als der Berichte zusammenfassende Moroni) ersann einen Plan, wie er seine Gefangenen befreien konnte. Moroni beauftragte einen bei ihnen lebenden Abkömmling Lamans, der also das Aussehen eines Lamaniten hatte, den lamanitischen Wachen starken Wein zu bringen (Alma 55:7-8). Laman verstand es, bei den lamanitischen Wachen den Heißhunger auf den Wein so zu steigern, dass sie reichlich davon genossen und lustig wurden und „… bald waren sie alle betrunken.“ (Alma 55:13-14). Nachdem nun die Wachen eingeschlafen waren, ließ Moroni allen Gefangenen Kriegsausrüstung zukommen, für den Fall aller Fälle. Deren Einsatz wollte er aber möglichst vermeiden. Es begab sich, dass er wegen der in den Schlaf gefallenen Wachen, alle Gefangenen ohne Blutvergießen befreien konnte (Alma 55:22-24). Ich lerne, Trunkenheit ist in vielerlei Hinsicht äußerst ungünstig. In jedem Fall kann das Leben dadurch gefährdet werden.

Worin siehst du den Unterschied zwischen Gileads Handeln und dem des Hauptmanns Moroni?

Mittwoch, 19. Mai 2021

Nun fing es an, dass ein großer Fluch auf dem ganzen Land lag, wegen des Übeltuns

 

(Bild: Quelle)

Die schlimmen gottlosen Handlungen bei den Jarediten führten zu folgender Situation: „Und nun fing es an, dass ein großer Fluch auf dem ganzen Land lag, wegen des Übeltuns des Volkes, dergestalt, dass jemand, der sein Werkzeug oder sein Schwert in das Fach oder an den Platz legte, wo er es aufbewahrte, siehe, dass er es anderntags nicht finden konnte, so groß war der Fluch auf dem Land. 2  Darum hielt jedermann das, was sein Eigen war, mit seinen Händen fest und wollte weder borgen noch wollte er leihen; und jedermann behielt das Heft seines Schwertes in der rechten Hand, um sein Eigentum und sein eigenes Leben und das seiner Frauen und Kinder zu verteidigen.“ (Ether 14:1-2).

Nun fing es an, dass ein großer Fluch auf dem ganzen Land lag, wegen des Übeltuns. Dieses Übeltun wurde sicherlich zu einem großen Teil mit verursacht durch die Räuber, die es im Land gab (Ether 13:26).

Die Art und Weise der Beschreibung dieser Situation unter den Jarediten die Moroni hier tätigt, ähnelt doch sehr derjenigen, die wir auch im Bericht den Mormon angefertigt hatte wiederfinden. Mormon war ein nephitischer Prophet, Heerführer und Berichtführer etwa in der Zeit 311 bis 385 n. Chr. Zudem war er der Vater von Moroni, dem er seinen heiligen Bericht übergab, und der von allen Aufzeichnungen eine Zusammenfassung fertigte. In dem Bericht seines Vaters lesen wir also, dass im ganzen Land die Schlechtigkeit zunahm, Mormon dem Volk predigte, ihm sein Mund vom Herrn aber verschlossen wurde, weil sich das Volk vorsätzlich gegen Gott aufgelehnt hatte. Aus diesem Grund lastete auf dem Land dann auch ein Fluch. Räuber machten das Land unsicher und seine Einwohner fingen an: „… ihre Schätze in der Erde zu verbergen; und sie wurden schlüpfrig, weil der Herr das Land verflucht hatte, sodass sie sie weder halten noch abermals festhalten konnten.“ (Mormon 1:13-18; Mormon 2:10). Ich lerne, dass Moroni die Parallelität dieser Ereignisse durch seine Wortwahl herausstellen wollte, um uns vor dem Verfall in Gottlosigkeit zu warnen.

Was meinst du, worin kann der Fluch bestehen, den der Herr über jemanden ausspricht, der ihm absichtlich nicht gehorcht?

Dienstag, 18. Mai 2021

Es gab Räuber und, kurz gesagt, allerart Schlechtigkeit im ganzen Land

 

„Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen“
(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns aus dem Bericht Ethers weiter wissen: „Und es begab sich: Es erhob sich Schared, und auch er lieferte Koriantumr einen Kampf; und er schlug ihn, sodass er ihn im dritten Jahr in Gefangenschaft führte. 24  Und die Söhne Koriantumrs schlugen Schared im vierten Jahr und erlangten wiederum das Reich für ihren Vater. 25  Nun fing im ganzen Land ein Krieg an; jeder Mann mit seiner Bande kämpfte um das, wonach es ihn verlangte. 26  Und es gab Räuber und, kurz gesagt, allerart Schlechtigkeit im ganzen Land.“ (Ether 13:23-26).

Es gab Räuber und, kurz gesagt, allerart Schlechtigkeit im ganzen Land. Von diesem jareditischen Militärführer Schared wissen wir nicht viel, weder woher er kam, noch wer er war. Wir wissen nur, dass er gegen Koriantumr und dessen Heer kämpfte, und das über Jahre hinweg, auf beiden Seiten überaus heftig und mit großem Zorn (Ether 13:27). Mal hatte er die Oberhand, mal Koriantumr. So ging das hin und her, bis Koriantumr ihn in einer der Schlachten tötete (Ether 13:30). Schareds Nachfolger in diesen fürchterlichen Schlachten war dessen Bruder Gilead, von dem wir noch weniger wissen (Ether 13:3,8). Gileads Armee empfing aus den Reihen der `geheimen Verbindungen´ militärische Verstärkung, wurde aber von seinem Hohepriester ermordet (Ether 14:8-9).

Die Zustände unter dem Volk waren zu dieser Zeit im gesamten Land chaotisch, es herrschte Anarchie, den politischen Führern entglitt offensichtlich die Kontrolle (Ether 13:31). Jedermann mit seinen Anhängern kämpfte um das, wonach es ihn verlangte. Räuberbanden verübten alle möglichen Verbrechen. Diese Zustände sind in gewissem Maße der Habsucht geschuldet. Das führt mich gedanklich zu dem Gleichnis von dem reichen Mann mit seiner guten Ernte (Lukas 12:13-21). Er hatte nicht genügend Platz für sie und riss die alte Scheune ab und baute eine viel größere, lagerte seine Ernte ein, und wollte dann `den lieben Gott einen guten Mann sein lassen´, `alle fünfe gerade sein lassen´, sich entspannt zurücklehnen, seine fünf Finger eben zum Nichtstun gerade sein lassen. Dass das bei Gott so nicht funktioniert, zeigt die Moral von der Geschichte: Kurzerhand wird er sterben, wem wird dann alles weltlich an sich geraffte gehören? Bei Gott jedenfalls ist ein solcher nicht reich. Ich lerne, „… Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier! Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt.“ (Lukas 12:15).

Wie gehst du mit Habgier um?

Montag, 17. Mai 2021

Koriantumr kehrte nicht um, auch nicht sein Haushalt, auch das Volk nicht

 

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Ether, der Prophet der Jarediten, berichtet, wie die Reaktion auf seine warnenden Worte waren: „Und es begab sich: Koriantumr kehrte nicht um, auch nicht sein Haushalt, auch das Volk nicht; und die Kriege hörten nicht auf; und sie trachteten danach, Ether umzubringen, aber er floh vor ihnen und verbarg sich wieder in der Felsenhöhle.“ (Ether 13:22).

Koriantumr kehrte nicht um, auch nicht sein Haushalt, auch das Volk nicht. Ganz im Gegenteil, sie trachteten sogar danach, den Propheten Ether umzubringen. Mir fällt dazu der Spruch „Wie der Herr, so s Gescherr“ ein, was soviel bedeuten soll, dass die negativen Eigenschaften, in diesem Fall die des Königs, der als Vorbild dient, das Verhalten seiner Untertanen beeinflusst. Das Sprichwort könnte fast abgeleitet sein von den Sprichwörtern König Salomos, der von Gott mit unaussprechlicher Weisheit beschenkt wurde (1. Könige 5:9-10) und Sprüche dichtete (1. Könige 5:12): „Achtet ein Herrscher auf Lügen, werden alle seine Beamten zu Schurken.“ (Sprüche 29:12).

Doch der Herr behütete Ether und half ihm, wieder seinen Zufluchtsort in der Höhle zu erreichen, ohne, dass er entdeckt wurde. Wie vielen anderen Dienerinnen und Dienern des Herrn, erging es also auch Ether. Er hatte seinen Auftrag noch nicht vollständig erfüllt und so beschützte ihn der Herr. Ich lerne, dass ich mir nicht die Vorgesetzten, die Politiker, die Mitmenschen als Vorbild nehmen soll, die sich dem Bösen zuwenden. Ich werde mir solche Menschen als Vorbild aussuchen, die mir helfen Christus näherzukommen, sein Evangelium lieben und danach leben. Dann bin ich mir auch sicher, dass der Herr mich schützen wird, bis ich meine Aufgabe hier auf Erden erfüllt haben werde.

Welche Art von Vorbildern suchst du dir aus?

Samstag, 15. Mai 2021

Er werde nur noch leben, um zu sehen, dass sich die Prophezeiungen erfüllten

 

Ether spricht mit Koriantumr
(Bild: Quelle)

Der jareditische Prophet Ether soll Koriantumr prophezeien, was mit ihm geschehen würde: „Und im zweiten Jahr erging das Wort des Herrn an Ether, dass er hingehen und Koriantumr prophezeien sollte: Wenn er und sein ganzer Haushalt umkehrten, werde der Herr ihm sein Reich geben und das Volk verschonen – 21  andernfalls würden sie vernichtet werden, ebenso sein ganzer Haushalt außer er selbst. Und er werde nur noch leben, um zu sehen, dass sich die Prophezeiungen erfüllten, die davon gesprochen hatten, dass ein anderes Volk das Land als sein Erbteil empfangen werde; und Koriantumr werde von ihm ein Begräbnis empfangen, und jede Seele werde vernichtet werden, außer Koriantumr.“ (Ether 13:20-21).

Er werde nur noch leben, um zu sehen, dass sich die Prophezeiungen erfüllten. Moroni entnimmt dem Bericht Ethers, aus dem er auf Geheiß des Herrn einen Auszug erstellt, dass der Herr Ether angewiesen hatte, dem jareditischen König Koriantumr persönlich mitzuteilen, dass für den Fall, dass sie von ihrer Gottlosigkeit umkehren würden, er und sein Haus vor dem Verderben verschont bleiben würden. Im gegenteiligen Fall würde nur er selber überleben, um Zeuge dessen zu sein, dass sich die Worte der Propheten erfüllen würden.

Korinatumr solle miterleben, dass der Herr dieses Land einem anderen Volk als sein Erbteil übergeben würde, und er von Leuten dieses Volkes sein Begräbnis erhalten würde. Mit anderen Worten, die Jarediten hätten für den Fall, dass sie nicht von ihrem Übeltun ablassen und sich dem Herrn zuwenden, ihr ihnen zugesagtes Erbteil verspielt (Ether 2:15). Dieses andere Volk, von dem Ether hier spricht, sind die um 600 v. Chr. vom Herrn selber in dieses Land geführten Nephiten. Eigentlich wurde Koriantumr vom Volk Zarahemla gefunden, welches sich aus Mulek, einem überlebenden Sohn des alttestamentlichen Königs Zidkija (um die 589 v. Chr.; 2. Könige 25:7) entwickelte (Helaman 8:21). Dieses Volk wurde von Mosia, einem Nachfahren Lehis, also einem Nephiten, entdeckt (Omni 1:14-16), und es vereinigte sich mit den Nephiten (Omni 1:19) etwa in der Zeit zwischen 279 und 130 v. Chr. (willst du mehr über die Mulekiten erfahren, lies hier nach). Wie wir später sehen werden, erfüllt sich auch diese Prophezeiung Ethers. Ich lerne, der Herr wollte, dass Koriantumr erlebt, dass sich die Prophezeiungen seiner Propheten erfüllen, und es ist für mich ein Zeugnis, dass ich mich auf Seine Worte, die uns durch Seine berufenen Dienerinnen und Diener in Seinem Namen kundgetan werden, immer erfüllen werden, und ich gut daran tue, auf sie zu hören und sie auch zu befolgen.

Wie gehst du mit den Worten um, die uns der Herr durch seine Propheten zukommen lässt?

Freitag, 14. Mai 2021

Die Söhne Koriantumrs kämpften viel und bluteten viel

 

(Bild: Quelle)

Ethers weitere Ausführungen von Moroni wiedergegeben: „Darum begab es sich: Im ersten Jahr, da Ether in der Felsenhöhle wohnte, gab es viel Volk, was durch das Schwert jener geheimen Verbindungen getötet wurde, die gegen Koriantumr kämpften, um das Reich zu erlangen. 19 Und es begab sich: Die Söhne Koriantumrs kämpften viel und bluteten viel.“ (Ether 13:18-19).

Die Söhne Koriantumrs kämpften viel und bluteten viel. Ether hatte vor den kriegerischen Auseinandersetzungen der Jarediten Zuflucht in einer Höhle gesucht, und sich dort, während draußen der Krieg seinen Tribut forderte, nun schon ein Jahr lang aufgehalten, und schrieb dort tagsüber die Ereignisse um sich herum nieder (Ether 13:13-14).

Bei dieser Aussage, dass die Söhne Korinatumrs kämpften und viel bluteten, muss ich unweigerlich an den Kampf Jesu im Garten Getsemani denken. Mit seinen Jüngern ging er zum Ölberg, ließ sie sich setzen und entfernte sich etwas von ihnen und bat seinen Vater, dass wenn möglich, doch der Kelch des sich Opferns an ihm vorübergehen möge. Doch er wolle den Willen des Vaters erfüllen. Er litt offensichtlich so sehr, dass sogar ein Engel aus der Gegenwart des Vaters zur Stärkung kam. Seine Pein war so groß, dass er vor lauter Furcht Blut schwitzte (Johannes 22:39-46). Ich lerne, dass der Herr all unsere Leiden durchmachte, all unsere Sünden durchlebte, und für uns sein Blut hingab, damit dadurch unsere Kleider reingewaschen werden können, wenn wir an ihn glauben und Bündnisse mit ihm eingehen und sie nach besten Kräften versuchen einzuhalten (Alma 5:27).

Woran denkst du, wenn in den Schriften von Blut die Rede ist?

Donnerstag, 13. Mai 2021

Es gab unter den anmutigen Söhnen und Töchtern auf der ganzen Erde niemanden, der von seinen Sünden umkehrte

 

(Bild: Quelle)

Über das Verhalten König Koriantumrs, seiner Familie und weiterer Angehöriger des Volkes, gibt Moroni die Aussagen des Propheten Ether folgendermaßen wieder: „Aber er kehrte nicht um, auch nicht seine anmutigen Söhne und Töchter; auch nicht die anmutigen Söhne und Töchter Kohors; auch nicht die anmutigen Söhne und Töchter Chorihors; und, kurz gesagt, es gab unter den anmutigen Söhnen und Töchtern auf der ganzen Erde niemanden, der von seinen Sünden umkehrte.“ (Ether 13:17).

Es gab unter den anmutigen Söhnen und Töchtern auf der ganzen Erde niemanden, der von seinen Sünden umkehrte. Ether berichtet von der Umkehrunwilligkeit des letzten Königs der Jarediten Koriantumr, dessen Familie, der Familien des Kohor und Chorihors (Ether 7:15,21-22), sowie des ganzen Volkes.

Sie alle verwarfen die Warnungen des Propheten Ether, sowie aller anderen Propheten, die der Herr zu ihnen sandte (Ether 11:22-23). Die Folgen solchen Tuns: Die Menschen richten sich gegeneinander, bekriegen sich, und vernichten sich teils vollständig, wie wir es leider am Beispiel der Jarediten sehen müssen (Ether 13:1; 15:19). Ich lerne, es lohnt sich auf jeden Fall auf die Warnungen der Propheten zu hören, sie anzunehmen, und danach zu handeln. So folge ich gerne der Empfehlung Ethers, „diesen Jesus zu suchen, von dem die Propheten und Apostel geschrieben haben, …“ (Ether 12:41), damit ich mir die Chance auf ewiges Leben bewahre (Lehre und Bündnisse 101:37-38).

Wie hältst du das mit der Aufforderung der Propheten Umkehr zu üben, `bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist´?

Mittwoch, 12. Mai 2021

Nun hatte sich Koriantumr selbst in allen Kriegskünsten und aller Schlauheit der Welt unterrichtet

 

Selbstbestimmtes Lernen
(Bild: Quelle)

Wir erfahren, wie der, der gestürzt werden sollte, reagiert: „Und nun hatte sich Koriantumr selbst in allen Kriegskünsten und aller Schlauheit der Welt unterrichtet, darum lieferte er denen, die ihn zu vernichten trachteten, einen Kampf.“ (Ether 13:16).

Nun hatte sich Koriantumr selbst in allen Kriegskünsten und aller Schlauheit der Welt unterrichtet. Koriantumr war der letzte König der Jarediten (Ether 12:1) und auch der einzige Überlebende des Volkes (Ether 15:32; Omni 1:21). Die Teile des Volkes, die sich in `geheimen Verbindungen´ organisierten, verfolgten den Sturz Koriantumrs, und das mit den Mitteln des Krieges (Ether 13:18).

Moroni entnimmt Ethers Bericht die Erkenntnis, dass Koriantumr ein `Autodidakt´ war, er sich selber Kriegskünste und weltliche Schlauheiten angeeignet hat. Aufgrund dessen war er in der Lage jenen, die danach trachteten ihn zu vernichten, mehr oder weniger erfolgreich, Widerstand zu leisten. In Bezug auf seine Anhänger weniger erfolgreich, in Bezug auf sich erfolgreich, da er ja schlussendlich als Einziger überlebte. Dieser Überlebenswille war seine Motivation, sich diese Kenntnisse und Fertigkeiten selber beizubringen. Autodidaktisches Lernen ist oftmals erfolgreicher, als das formalisierte Lernen in Schule oder Universitäten. Warum? Dieses formalisierte Lernen ist in Zwänge eingepackt und geschieht unter Zeitdruck. Da bin ich dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, das Evangelium autodidaktisch zu erlernen. Ich kann mir Ort und Zeit und Umstände so einrichten, dass ich den größtmöglichen Lernerfolg erziele. Ein weiterer Vorteil: Ich kann mir einen Lehrer aussuchen, wenn ich die Lehre gerne in meinem tiefsten Inneren verfestigt haben möchte. Dieser Lehrer kann der Heilige Geist sein, wenn ich es denn möchte. Und das garantiert mir den größtmöglichen Lernerfolg. Ich lerne, selbstbestimmtes Lernen, bei dem ich selbst entscheide, was ich wann, wo, wie und mit wem zusammen lerne, mir den größtmöglichen Nutzen bringt.

Welche Erfahrungen hast du schon mit `selbstbestimmtem Lernen´ des Evangeliums gemacht?

Dienstag, 11. Mai 2021

Fing ein großer Krieg unter dem Volk an

 

(Bild: Quelle)

Was zu der Zeit geschah, als das Volk den Propheten Ether von sich ausstieß, erfahren wir durch Moroni nun: „Und es begab sich: In demselben Jahr, da er vom Volk ausgestoßen wurde, fing ein großer Krieg unter dem Volk an, denn es gab viele, die sich erhoben, die mächtige Männer waren und danach trachteten, Koriantumr durch ihre geheimen Pläne der Schlechtigkeit zu vernichten, von denen gesprochen worden ist.“ (Ether 13:15).

Fing ein großer Krieg unter dem Volk an. Wieder müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass dort, wo Menschen nicht auf die Warnungen der von Gott gesandten Propheten hören, Schlechtigkeit Überhand nimmt und von machthungrigen Menschen `geheime Pläne´ geschmiedet werden, um einen Umsturz herbeizuführen, mit dem Ziel selber an die Macht zu kommen.

Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, Menschen umzubringen und Uneinigkeit herbeizuführen, um Kriege anzuzetteln. Wir sehen, dass es in der Geschichte der Menschheit Luzifer immer gelungen ist, Menschen dazu zu bewegen, durch `geheime Verbindungen´ Vernichtung herbeizuführen. Wir sehen es bei den Jarediten, wie bei den Nephiten, wie auch in heutiger Zeit. Aus der Geschichte lernen wir, dass dadurch immer wieder Vernichtung gesamter Völker zustande gebracht wurde – und Luzifer `lacht sich eins ins Fäustchen´, dass die Menschen immer wieder so leicht auf seine Masche hereinfallen. Ich lerne, ich darf mich von Satan nicht zu Streit und Uneinigkeit verleiten lassen, zu Streben nach Macht, mehr Einfluss zu Schlechtem, mehr Reichtum … . Ich muss bestrebt sein mich auf die Seite der `Friedensstifter´, der `Kinder Gottes´ zu schlagen (Matthäus 5:9).

Was kannst du dazu beitragen, dass es mehr Frieden unter den Menschen gibt?

Montag, 10. Mai 2021

Groß und wunderbar waren die Prophezeiungen Ethers; aber man achtete ihn für nichts und stieß ihn aus

 

Ether schreibt an der Geschichte seines Volkes
(Bild: Quelle)

Moroni bricht den Bericht des jareditischen Propheten Ether mit folgender Erklärung an dieser Stelle ab: „Und ich war daran, mehr zu schreiben, aber es ist mir verboten; aber groß und wunderbar waren die Prophezeiungen Ethers; aber man achtete ihn für nichts und stieß ihn aus; und er verbarg sich in einer Felsenhöhle bei Tag, und bei Nacht ging er hinaus, um das zu schauen, was über das Volk kommen würde.“ (Ether 13:13).

Groß und wunderbar waren die Prophezeiungen Ethers; aber man achtete ihn für nichts und stieß ihn aus. Moroni schreibt die Inhalte der Aufzeichnungen der Prophezeiungen Ethers nicht einfach ab. Er gibt sie in seinen eigenen Worten wieder und benutzt dabei seine eigenen Begriffe, insbesondere an Stellen, an denen er sie von den nephitischen Aufzeichnungen her kennt. Dies bestätigt er, indem er anmerkt, dass er hätte eigentlich mehr schreiben wollen, es ihm aber vom Herrn verboten wurde. Damit wird auch klar, dass er eine Auswahl aus den ihm zur Verfügung stehenden Aufzeichnungen getroffen hat. Moroni lässt uns nun, nachdem er sich in wesentlichen Teilen mit den geistigen Lehren Ethers befasst hatte wissen, dass Ether sich tagsüber den Turbulenzen des Krieges durch Verstecken an einem sicheren Ort entzog, um nicht getötet zu werden, und somit in der Lage war, einen Zeugenbericht des Untergangs seines Volkes hinterlassen zu können (Ether 13:14). Dies geschah zuzeiten König Korinathumrs, der in der Ahnenreihe nicht erwähnt wird (Ether 1:6-32), da er offensichtlich nicht aus der direkten Linie Jareds stammte.

Moroni weist uns ausdrücklich auf die Einzigartigkeit der Prophezeiungen Ethers hin und tut uns kund, dass er vom Volk nicht geachtet, sondern von ihm sogar ausgestoßen wurde. Offensichtlich gefiel dem Volk nicht, dass er es auf seine Schandtaten hinwies und auch darauf, was die Folgen ihres Handelns sein würden. So erging es vielen der Propheten Gottes. Ich lerne, wenn ich mich auch so verhalten würde, unsere lebenden Propheten ausstoßen würde, ich selber derjenige werden würde, der aus dem Volk des Herrn ausgestoßen werden würde (Apostelgeschichte 3:22-23). Unser heutiger lebende Prophet Gottes ist Russel M. Nelson, der siebzehnte Prophet der Zeiten der Fülle (siehe hier).

Was findest du an den Prophezeiungen Ethers `groß und wunderbar´?

Samstag, 8. Mai 2021

Es gibt jene, die Erste waren, die Letzte sein werden ...

 

(Bild: Quelle)

Nun erfolgt noch ein Verweis auf eine Schriftstelle: „Und wenn dies alles kommt, erfüllt sich die Schriftstelle, worin es heißt: Es gibt jene, die Erste waren, die Letzte sein werden; und es gibt jene, die Letzte waren, die Erste sein werden.“ (Ether 13:12).

Es gibt jene, die Erste waren, die Letzte sein werden … . Mir kommt als Erstes das häufig zitierte Sprichwort in den Sinn: „Die ersten werden die letzten sein.“ Auch diese Redewendung ist aus der Bibel abgeleitet, und zwar aus dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Zu drei aufeinanderfolgenden Tageszeiten stellte ein Grundbesitzer Arbeiter ein, mit denen er den üblichen Tageslohn ausmachte. Abends beauftragte er seinen Verwalter, die Arbeiter zu entlohnen, und zwar in umgekehrter Reihenfolge wie sie eingestellt wurden. Das für uns merkwürdige, alle bekamen denselben Lohn, obwohl sie unterschiedlich lange gearbeitet hatten. Die beiden die zuerst eingestellt wurden beschwerten sich. Der Herr antwortete: „Darf ich mit meinem Besitz denn nicht machen, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?“ und dann kommt folgende Aussage des Grundbesitzers: „Ebenso wird es einmal bei Gott sein: Dann werden die Letzten die Ersten sein, und die Ersten die Letzten.“ (Matthäus 20:1-16).

Diese Redensart ist natürlich unterschiedlich interpretierbar. Eine Sichtweise sei die folgende: Als der Herr das erste Mal unter die Menschen kam, diente er ausschließlich den Juden, wie er vom Vater beauftragt wurde, und befahl seinen Jüngern genauso zu verfahren (Matthäus 15:24; 10:5-6). Die Juden empfingen also als Erste das Evangelium. Als diese es dann verwarfen, sandte der Herr seine Jünger in alle Welt und somit erhielten die `Heiden´ das Evangelium zuletzt. Wo begann nach dem `Abfall´ und der Auflösung der Kirche des Herrn die Wiederherstellung des Reiches Gottes? Bei den `Anderen´, den Heiden. So wurden diejenigen, die zuzeiten Jesu auf Erden das Evangelium als Letzte gepredigt bekamen nun am Ende die Ersten, und die Juden die Letzten, denen das Evangelium gepredigt wird.

Welche Interpretation hast du für diese Redensart?

Freitag, 7. Mai 2021

Sie sind es, die zerstreut wurden und von den vier Enden der Erde und von den nördlichen Ländern gesammelt worden sind

 

(Bild: Quelle)

Moroni berichtet weiter über die Lehren Ethers in Bezug auf die Geschehnisse zum Beginn des Millenniums: „Und dann kommt auch das alte Jerusalem; und seine Einwohner, gesegnet sind sie, denn sie sind im Blut des Lammes gewaschen worden; und sie sind es, die zerstreut wurden und von den vier Enden der Erde und von den nördlichen Ländern gesammelt worden sind, und sie haben teil an der Erfüllung des Bundes, den Gott mit ihrem Vater Abraham gemacht hat.“ (Ether 13:11).

Sie sind es, die zerstreut wurden und von den vier Enden der Erde und von den nördlichen Ländern gesammelt worden sind. Nun spricht Ether über das `alte Jerusalem´ und dessen Einwohner. Beim `alten Jerusalem´ handelt es sich um das Jerusalem des Landes Israel der östlichen Hemisphäre. Das Volk Israel teilte sich allerdings nach dem Tod König Salomos, als Rehabeam dessen Nachfolger wurde. Um die 926 v. Chr. rebellierte ein Teil des Volkes gegen ihn und Israel teilte sich in ein Nordreich – Israel, und ein Südreich – Juda. Jerusalem, blieb die Hauptstadt des Südreichs Juda, das in der Schrift sogenannte `alte Jerusalem´.

Als Erstes wurde das Nordreich Israel von den Assyrern um 722 erobert und ein Teil der Bevölkerung zwangsumgesiedelt. Im weiteren Verlauf zerstreute sich von diesen wiederum ein Teil in die `nördlichen Länder´ – über ihren Verbleib ist uns nichts bekannt. Etwas später, um die 597 v. Chr. wurde auch Jerusalem erobert und die Oberschicht des Volkes Juda nach Babylonien verschleppt. Ein Teil des Volkes gelangte später wieder zurück, der Rest zerstreute sich. Die Ursache der Zerstreuung lag in der Auflehnung des Volkes gegen ihren Gott. Allerdings steckte dahinter auch die Absicht des Herrn, sein Wort über die ganze Erde verteilen zu können (Beispielhaft 3. Mose 26:33). Nun sprechen die Propheten, nicht nur Ether, von einer späteren Sammlung dieser Zerstreuten aus allen Erdteilen (Beispielhaft Jeremia 30:3, 3:18). Die Zeit der Sammlung ist 1836 angebrochen, denn Mose, der die Priestertumsschlüssel der Sammlung innehatte, überbrachte sie dem Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith (Lehre und Bündnisse 110:11). Ich lerne, Propheten haben im Auftrag des Herrn Zerstreuung und Sammlung seines Bundesvolkes vorhergesagt. Beides ist eingetreten. Das Wort des Herrn, durch Propheten kundgetan, erfüllt sich immer!

Welche zwei Gründe kannst du für die Zerstreuung des Bundesvolkes des Herrn aus den Heiligen Schriften erkennen?

Donnerstag, 6. Mai 2021

Sie sind es, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß sind

 

Und dann kommt das Neue Jerusalem
(Bild: Quelle)

Über die Erneuerung lehrt Ether weiter: „Und dann kommt das Neue Jerusalem; und gesegnet sind die, die darin wohnen, denn sie sind es, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß sind; und sie sind es, die dem Überrest der Nachkommen Josefs zugezählt werden, die vom Haus Israel waren.“ (Ether 13:10).

Sie sind es, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß sind. Nun gibt Moroni Ethers Aussagen über das Kommen des `Neuen Jerusalems´wieder, in Zusammenhang mit dem zweiten Kommen Jesu, dem Beginn des Millenniums.

Ether beschreibt den Zustand derjenigen, die in diesem `Neuen Jerusalem´ wohnen. Sie seien gesegnet und ihre Kleider wären `durch das Blut des Lammes weiß´ geworden. Wir erinnern uns, dass `Jerusalem´ die Stadt des Königs ist, die Stadt, in der Christus wohnen wird (Köstliche Perle Mose 7:62). Uns ist auch klar, dass in der Gegenwart des Herrn nichts Unreines verweilen kann (Alma 7:21). Nun ist aber kein einziger Mensch so unschuldig und somit so rein, dass er diese Anforderung von sich aus erfüllen würde. Also muss es eine symbolhafte Reinigung für uns geben. Diese wurde erbracht durch das Sühnopfer Jesu im Garten Getsemani. Wer nun dieses annimmt, indem er an Christus glaubt, sich taufen lässt, weitere Bündnisse mit ihm eingeht und versucht nach all seinen Kräften diese auch bis ans Ende seines Erdendaseins einzuhalten, dessen `Kleider werden durch das Blut Jesu, welches er im Sühnopfer hat fließen lassen, reingewaschen werden (Offenbarung 1:5; Jesaja 1:18; Hebräer 10:19; 1. Johannes 1:7). Seit Adam bis Jesu waren die Menschen aufgefordert im Gedenken an das Blutopfer Jesu, Tieropfer darzubringen (Köstliche Perle Mose 5:4-16). Mit Jesu Leben auf Erden und seinem `letzten Opfer´ wurde dieses Gesetz erfüllt, und ab da fordert der Herr ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist´ als Opfer (3. Nephi 9:19-20). Ich lerne, will ich in `Jerusalem´, der Stadt Gottes leben, muss ich symbolhaft meine Kleider im Blut Jesu reinigen, indem ich seinen Namen auf mich nehme, mit allem was dazugehört (Lehre und Bündnisse 20:37; Alma 5:21; 3. Nephi 27:19-20).

Wie verstehst du das mit dem Reinigen der Kleider im Blut Jesu?

Mittwoch, 5. Mai 2021

Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben

 

(Bild: Quelle)

Moroni teilt uns über Ethers Aussagen weiter mit: „Und es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben; und sie werden wie die alten sein, außer dass die alten vergangen sind und alles neu geworden ist.“ (Ether 13:9).

Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben. In dem Kontext eines alten und eines neuen Jerusalem, sieht Ether auch, dass es am Ende der Zeiten auch eine Erneuerung des Himmels und der Erde geben wird.

In dieser Erneuerungszeit werden die Ungerechtigkeiten der Welt geheilt werden (2. Petrus 3:10-13; Offenbarung 21:1) und Gott selbst wird kommen, um sein Volk zu beanspruchen, und seine Herrschaft über es zu übernehmen (Lehre und Bündnisse 101:23-25). Ich lerne, dass ich auf diese Zeit vorbereitet sein muss, wie es Petrus verkündet: „Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: Wie heilig und fromm müsst ihr dann leben,“ und ich fühle mich aufgefordert, die Beschleunigung der Erneuerung in dieser Zeit mit zu betreiben: „die Ankunft des Tages Gottes erwarten und beschleunigen! …“ (2. Petrus 3:11).

Wie verstehst du das mit der Erneuerung des Himmels und der Erde, und wie bereitest du dich darauf vor?

Dienstag, 4. Mai 2021

Dass für den Überrest der Nachkommen Josefs in diesem Land hier ein Neues Jerusalem erbaut werden würde

 

Das Neue Jerusalem (Offenbarung 21:9-17)
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Weitere Aussagen des jareditischen Propheten Ether zu `Jerusalem´ von Moroni wiedergegeben: „und dass für den Überrest der Nachkommen Josefs in diesem Land hier ein Neues Jerusalem erbaut werden würde, und dafür habe es ein Sinnbild gegeben. 8 Darum wird der Überrest des Hauses Josef in diesem Land aufgebaut werden; und es wird ein Land seines Erbteils sein; und es wird dem Herrn eine heilige Stadt errichten wie das alte Jerusalem; und es wird nicht mehr vermischt werden, bis das Ende kommt, wenn die Erde vergehen wird.“ (Ether 13:6,8).

Dass für den Überrest der Nachkommen Josefs in diesem Land hier ein Neues Jerusalem erbaut werden würde. Im gestrigen Blogbeitrag ging es um das `alte Jerusalem´, von dem wir lernten, dass es speziell für das Haus Israel gedacht ist (Ether 13:5). Heute geht es um ein `neues Jerusalem´ und dieses soll speziell für `den Überrest der Nachkommen des Hauses Josephs´ erbaut werden. Und zwar auf dem amerikanischen Kontinent, dem ihnen vom Herrn `verheißenen Land´.

Im Vers 7 wird eine interessante Parallele gezogen, und zwar zwischen dem Vater des von seinen Brüdern nach Ägypten verkauften Joseph, und einem bestimmten Teil von Einwanderern nach Amerika. So wie Josephs Vater von seinem Sohn ins Exil nach Ägypten geholt wurde, und dadurch vor dem Hungertod bewahrt wurde und später im Exil starb, so will der Herr einen Überrest der Nachkommen Josephs aus dem Land Jerusalem nach Amerika führen, um sie vor dem Zugrundegehen zu bewahren (2. Nephi 3:5; 2. Nephi 3:4-16), und sie würden auch im symbolischen Exil sterben, in einem Land, das ihnen der Herr als Erbteil verheißen hat. Eines Tages würden sie dann dort dem Herrn eine `heilige Stadt´ bauen. Eine Stadt wie das `alte Jerusalem´ in der östlichen Hemisphäre, ein `neues Jerusalem´, auch Zion genannt, in der westlichen (Köstliche Perle Mose 7:62). Diese Zusammenhänge kannte Ether also. Ich lerne, dass in Amerika, vor dem zweiten Kommen des Herrn, noch ein `neues Jerusalem´ gebaut werden muss (Lehre und Bündnisse 42:9,35,62,67).

Was weißt du über dieses `neue Jerusalem´?

Montag, 3. Mai 2021

Er sprach auch vom Haus Israel und von dem Jerusalem, von woher Lehi kommen werde

 

My Fathers House by Al Rounds
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt seinen zukünftigen Lesern, worüber Ether prophezeite: „Und er sprach auch vom Haus Israel und von dem Jerusalem, von woher Lehi kommen werde – nachdem es zerstört worden sei, würde es wieder aufgebaut werden, eine heiligeStadt für den Herrn; darum kann es nicht ein neues Jerusalem sein, denn es bestand schon in alter Zeit; sondern es würde wieder aufgebaut werden und eine heilige Stadt des Herrn werden; und es würde für das Haus Israel erbaut werden “ (Ether 13:5).

Er sprach auch vom Haus Israel und von dem Jerusalem, von woher Lehi kommen werde. Hier haben wir wieder ein Beispiel, wie Gott seinen Propheten Dinge kundtut, von denen sie nichts wissen können. Ether lebte zwar zu der Zeit König Koriantumrs (Ether 12:1-2), der auch der letzte Überlebende des Volkes der Jarediten war, und vom Volk Zarahemla entdeckt wurde (Omni 1:21), Zu dieser Zeit war das Volk Nephi zwar auch schon auf dem amerikanischen Kontinent, beide Völker waren sich aber noch nicht begegnet. Schätzungen besagen, dass Koriantumr um die 500 bis 250 v. Chr. lebte, denn er wurde wohl um die 300 v. Chr. von den Nephiten entdeckt.

Also der Herr sprach mit Ether über drei heilige Städte. Eine davon das Jerusalem, von dem Lehi kommen würde. Dieses würde zerstört, und danach wieder aufgebaut werden. Und es wäre eine `heilige Stadt´. Eine Stadt also, die schon existierte, und deshalb als das `alte Jerusalem´ zu verstehen ist. Dieses `alte Jerusalem´ ist speziell für das Haus Israel gedacht. Ich lerne daraus, dass der Städtename `Jerusalem´ nicht nur auf eine bestimmte Stadt, sondern auch auf einen Typus Stadt hinweist, nämlich auf eine Stadt, die der Herr besuchen, und von der aus seine Regentschaft über sein Volk ausgehen, und von der aus sein Wort verbreitet werden würde (Micha 4:2). In jeder Stadt `Jerusalem´ wird also ein Tempel existieren.

Wie verstehst du das mit den Städtenamen `Jerusalem´?