Freitag, 30. April 2021

Denn siehe, es verwarf alle Worte Ethers

 

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Nachdem Moroni einige eigene Worte in den Bericht eingefügt hat, kehrt er nun wieder zum Berichtes der Jarediten zurück: „Denn siehe, es verwarf alle Worte Ethers; denn er erzählte ihm wahrhaftig von allem, vom Beginn des Menschen an, und dass, nachdem die Wasser sich von diesem Land hinweg zurückgezogen hatten, es vor allen anderen Ländern ein erwähltes Land geworden sei, ein vom Herrn erwähltes Land; darum wollte der Herr haben, dass alle Menschen ihm dienen, die darin wohnen;“ (Ether 13:2).

Denn siehe, es verwarf alle Worte Ethers. Das gesamte Kapitel 12 im Buch Ether sind ausschließlich Gedanken von ihm, die nichts mit dem Bericht des Ether zu tun haben. Nachdem Moroni nun vom eigentlichen Inhalt abgewichen war, stellt er im Vers 1 des Kapitels 13 deutlich heraus, dass er nun wieder zum Bericht des Ether zurückkehrt. Moroni knüpft exakt an der Stelle an, an der er unterbrochen, und seine eigenen Gedanken eingeschoben hatte (Ether 11:22-23).

Ethers warnende Worte an sein Volk verpufften, liefen ins Leere, trafen auf taube Ohren. Das Volk verwarf sie. Auch weitere Propheten, die der Herr dem Volk sandte, warnten es, dass wenn es keine Umkehr üben würde, es in sein vollständiges Verderben rennen würde (Ether 11:20). Moroni führt an, dass Ether dem Volk offensichtlich die Folgen von Sünde anhand der Sintflut aufgezeigt hatte (1. Mose 7:11-24; 8:3). Ether erinnerte das Volk auch daran, dass der Herr, nachdem die Wasser zurückgewichen waren, dieses Land – Amerika ist gemeint – zu seinem vor allen anderen Ländern erwählten Land erkoren hat, in dem die dort lebenden Menschen ihm dienen sollten. Würden sie es nicht tun, und eine rote Linie überschreiten, würden sie vernichtet werden (Ether 2:8-12; lies auch gerne den Artikel „America needs you': President Monson shares 2 ways members can serve God and their country“ hier). Das alles konnte das Volk nicht von seinem schlimmen Weg abbringen. Ich lerne, es ist lebensrettend, auf die Warnungen der Propheten des Herrn zu hören und ihrem Ratschlag zu folgen. Nur so kann ich der endgültigen geistigen Vernichtung entgehen, die darin besteht, für `alle Zeit und Ewigkeit´ aus der Gegenwart des Herrn verbannt zu sein.

Wie gehst du mit den Warnungen lebender Propheten um?

Donnerstag, 29. April 2021

Nun möchte ich euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen

 

Heutige Hilfe beim Suchen
(Bild: Quelle)

Moroni zu den zukünftigen Lesern dieses Berichtes: „Und nun möchte ich euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen, von dem die Propheten und Apostel geschrieben haben, damit die Gnade Gottes des Vaters und auch des Herrn Jesus Christus und der Heilige Geist, der von ihnen Zeugnis gibt, in euch seien und verbleiben immerdar. Amen.“ (Ether 12:41).

Nun möchte ich euch anempfehlen, diesen Jesus zu suchen. Bevor Moroni seine eigenen Einfügungen beendet und zum Bericht des jareditischen Propheten Ether zurückkehrt, richtet er noch eine Empfehlung an seine zukünftigen Leser*innen, Jesus zu suchen!

Von Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827, Schweizer Pädagoge und Sozialreformer) stammt der Ausspruch: „Was niemand sucht, wird selten gefunden.“ Mit anderen Worten, will ich etwas finden, muss ich auch suchen. Suchen tue ich aber meistens nicht unmotiviert, sondern wenn ich merke, dass mir etwas fehlt. Ich denke an die Anhängerinnen Jesu. Er fehlte ihnen nach seiner Kreuzigung und als sie wenigstens seinen Leichnam weiter versorgen wollten, war sein Grab leer. Anstelle des Leichnams fanden sie einen Engel, also nicht das, wonach sie eigentlich suchten „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier.“ und er fügt noch hinzu, dass sie genau hinsehen sollten: „… Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.“ (Markus 16:6). Die deutsche Sozialpädagogin Helga Schäferling (*1957) hat zum Ausdruck gebracht: „Mein ganzes Suchen, das mir ohne Ziel und Erfolg erschien, offenbart mir heute Möglichkeiten, an die ich nie im Traum gedacht hätte.“ Ich lerne, dass mein Suchen manchmal erfolglos erscheinen, doch später zu einem ungeahnten Erfolg führen kann. Warum? Weil ich bei der Suche viele andere Dinge gefunden habe, die mir für das Erreichen meines Lebensziels, Jesus so nahe wie möglich zu kommen, äußerst hilfreich waren. Ich erkenne aber auch, dass ich nicht nur auf mich bedacht suchen darf, sondern auch nach den `Schafen´ suchen muss, die sich verirrt haben (Hesekiel 34:6). Suchen zahlt sich aus!

Welche Rolle spielt in deinem Leben `Suchen´?

Mittwoch, 28. April 2021

Dann werdet ihr wissen, dass ich Jesus gesehen habe

 

Jesus zeigt sich Jareds Bruder
(Bild: Quelle)

Moronis Abschiedsgruß an seine zukünftigen Leser: „Und dann werdet ihr wissen, dass ich Jesus gesehen habe und dass er von Angesichtzu Angesicht mit mir geredet hat und dass er mir in einfacher Demut, in meiner eigenen Sprache, ja, wie ein Mann es einem anderen sagt, dies alles gesagt hat;“ (Ether 12:39).

Dann werdet ihr wissen, dass ich Jesus gesehen habe. Ich werde an andere Begebenheiten im Alten Testament erinnert, in denen Jehova, der spätere Jesus Christus, sich seinen Dienern gezeigt und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht geredet hat, wie ein Mensch mit einem anderen spricht.

Als Mose dem Volk Israel zu lange wegblieb, bauten sie sich ein goldenes Kalb und beteten dieses an (2. Mose 32:1 ff). Der Herr, mit dem Mose auf dem Berg gesprochen hat, sagt ihm, dass er zurückkehren solle, da er sah, was sie taten (2. Mose 32:7). Als Mose zurück beim Volk war, sagte er ihm, dass er wieder zum Herrn gehen wolle, um Sühne für dessen Sünden zu erbitten (2. Mose 32:30). Und dann wird uns berichtet, dass der Herr und Mose miteinander „… von Angesicht zu Angesicht, wie einer mit seinem Freund spricht. …“ redeten (2. Mose 33:11). Dann gibt es da noch den Bericht über das Ringen Jakobs mit dem Herrn am Fluss Jabbok. Jakob bat den Herrn um einen Segen. Dieser segnete ihn und gab ihm den Namen Israel und dieser sagte: „… Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen.“ (1. Mose 32:31). Dies war vor Jesu Geburt auf Erden, so wie er sich auch dem Bruder Jareds in seinem Geistkörper zeigte (Ether 3:13,16).

Von welchen Begebenheiten weißt du, in denen Jesus sich nach seiner Auferstehung auserwählten Menschen zeigte?

Dienstag, 27. April 2021

Nun sage ich, Moroni, den Anderen Lebewohl, … , bis wir uns vor dem Richterstuhl Christi begegnen

 

`Moroni in der Höhle´ von Jorge Cocco
(Bild: Quelle)

Und nun sage ich, Moroni, den Anderen Lebewohl, ja, und auch meinen Brüdern, die ich liebe, bis wir uns vor dem Richterstuhl Christi begegnen, wo alle Menschen wissen werden, dass meine Kleider nicht mit eurem Blut befleckt sind.“ (Ether 12:38).

Nun sage ich, Moroni, den Anderen Lebewohl, … , bis wir uns vor dem Richterstuhl Christi begegnen. Moroni verabschiedet sich schon das zweite Mal. Insgesamt hat er drei Abschiedsbeiträge verfasst. Seine erste Abschiedsschrift verfasste er mit der `Stimme der Gerechtigkeit´. Bei diesem zweiten Abschiedsgruß war er von Sympathie geleitet, und beim Letzten übergab Moroni die Angelegenheit dem Willen und der Gnade Gottes. Die drei Abschiedsworte schrieb er in unterschiedlichen Lebensabschnitten und im Rahmen unterschiedlicher Aufzeichnungsprojekte. Sie bieten uns somit drei verschiedene Möglichkeiten, die Zwecke des Buches Mormon durch die Augen seines letzten Berichtführers zu verstehen.

  • Erste Abschiedsworte Moronis
    In den Kapiteln Mormon 8-9 brachte Moroni seine Unsicherheit über seine Zukunft zum Ausdruck (Beispielhaft: Mormon 8:3-5). Er fühlte sich verpflichtet, den Bericht seines Vaters zu Ende zu bringen, bevor der Herr ihn abberufen würde. Das spielte sich um die 400 v. Chr. ab.
  • Zweite Abschiedsworte Moronis
    Bei diesem zweiten Abschied brachte er gegenüber den `Anderen´ und seinen Brüdern, den Lamaniten, seine Liebe zum Ausdruck, und bezeugt, dass er Jesus von Angesicht zu Angesicht gesehen hat (Ether 12:38,39).
  • Dritte und letzte Abschiedsworte Moronis
    Nachdem ihn der Herr den Untergang seiner Brüder hat miter- und überleben lassen, nutzte er die Zeit, um noch einige Worte an seine Brüder, die Lamaniten, zu schreiben (Moroni 1:4). Dies ereignete sich etwa zwanzig Jahre nach seinen ersten Abschiedsworten, also um die 420 n. Chr. (Moroni 10:1). Seine endgültigen Abschiedsworte lesen wir im letzten Vers von Moroni (Moroni 10:34).
    Anmerkung: Diese Gedanken habe ich dem Bericht „Why Did Moroni Write So Many Farewells?“ entnommen.

Ich lerne, dass Moroni, obwohl er in äußerster Ungewissheit lebte – Vernichtung tobte um ihn herum, doch die ihm verbleibende Zeit nutzte, um seinen Nachfahren Zeugnis von Jesus Christus abzulegen, seine zukünftigen Leser zu warnen, und zu ermuntern, zu Christus zu kommen. Er ermuntert damit auch mich, seinem Fleiß nachzueifern.

Was kannst du unternehmen, dass deine Kleider vor dem Herrn so rein wie möglich sein werden?

Montag, 26. April 2021

Du bist treu gewesen; darum werden deine Kleider rein gemacht werden

 

Schmutzige Wäsche waschen
(Bild: Quelle)

Christus antwortet auf Moronis Bitte an ihn, doch den `Anderen´ Gnade zu erweisen (Ether 12:36): „Und es begab sich: Der Herr sprach zu mir: Wenn sie keine Nächstenliebe haben, so macht es für dich nichts aus; du bist treu gewesen; darum werden deine Kleider rein gemacht werden. Und weil du deine Schwäche erkannt hast, wirst du stark gemacht werden, ja, sodass du dich an der Stätte niedersetzen kannst, die ich in den Wohnungen meines Vaters bereitet habe.“ (Ether 12:37).

Du bist treu gewesen; darum werden deine Kleider rein gemacht werden. Der Herr spricht Moroni Mut und Zuversicht zu, indem er ihm sagt, dass es nicht darauf ankommt, was andere denken und tun, sondern dass seine Taten und seine Treue dem Herrn gegenüber ihm dazu verhelfen, dass seine `Kleider rein gemacht werden würden´. Darüber hinaus würden ihm seine Schwächen, die er erkannt hatte, in Stärken umgewandelt, und darüber hinaus ihm auch noch eine Heimat im Hause Gottes bereitet werden würde.

Wenn Moroni mit solchen Zusagen Jesu nicht getröstet sein sollte, womit dann? Ich lerne, dass es für eine Zukunft in der Gegenwart Gottes notwendig ist, dass meine, von meinen Sünden beschmutzten Kleider, `durch das Blut Jesu´ gereinigt werden müssen (Alma 5:21). In der Herbst-Generalkonferenz 2003 der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sagte Elder Lynn A. Mickelsen von den Siebzigern dieses Thema betreffend: „Es besteht eine Gemeinsamkeit zwischen der Reinwaschung unserer Kleider im Blut des Lammes und der Art, wie wir unsere schmutzige Wäsche waschen. Unsere Kleider werden durch das Sühnopfer Christi gereinigt. In den heiligen Schriften ist von Kleidung die Rede, gemeint ist aber unser ganzes Wesen. Wir müssen uns reinigen, wenn wir durch Sünde beschmutzt werden.“ (siehe hier).

Wodurch kann deiner Meinung nach unsere `innere verschmutzte Kleidung´ gereinigt werden?

Samstag, 24. April 2021

Ich betete zum Herrn, er möge den Anderen Gnade erweisen

 

(Bild: Quelle)

Über Moronis Reaktion bezüglich zukünftiger Leser seiner Zusammenfassung des Buches Mormon, lesen wir: „Und es begab sich: Ich betete zum Herrn, er möge den Anderen Gnade erweisen, damit sie Nächstenliebe haben können.“ (Ether 12:36).

Ich betete zum Herrn, er möge den Anderen Gnade erweisen. Die `Anderen´, für die sich hier Moroni bei Jesus Christus meinem Verständnis nach einsetzt, sind zukünftige Generationen, die das Evangelium noch nicht angenommen haben werden. Für sie erbittet er bei demjenigen Gnade, durch dessen Taten im `Erlösungsplan´ die `Gnade´ erst zustande gekommen ist (1. Johannes 1:17). Das Gesetz, das der Herr dem Mose übergab, ließ `Gerechtigkeit´ walten, dem Sühnopfer Jesu entspringt die `Gnade´.

Der `Erlösungsplan´ ist in der `Fülle des Evangeliums von Jesus Christus´ enthalten, und dazu entworfen worden, Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen (Köstliche Perle Mose 1:39).

  • `Gerechtigkeit´ ist „die unausbleibliche Folge von Segnungen für rechtschaffenes Handeln, und Strafe für Sünde von der man nicht umgekehrt ist.“ (mehr siehe hier).
  • `Gnade´ ist begründet in der `Barmherzigkeit und Liebe Gottes´, und befähigt die Menschen, in diesem Leben Segnungen zu erhalten und zukünftig ewiges Leben und Erhöhung, wenn sie Glauben an Jesus Christus üben und von ihren Sünden umgekehrt sind und bestrebt sind dieses Handeln bis an ihr Lebensende fortzuführen (mehr siehe hier).

Ich bin zutiefst dankbar für die Bitte Moronis, dass der Herr uns in heutiger Zeit doch `Gnade´ erweisen möge, mich so zu segnen, dass ich den Wunsch habe, `Nächstenliebe, die reine Christusliebe´ zu entwickeln. Ich lerne an Moronis Beispiel, dass ich mich beim Herrn auch immer für meinen Nächsten einsetzen soll, dass auch er Nächstenliebe entwickeln möge.

In welchen Fällen hast du dich schon bei Gott für deinen `Nächsten´ eingesetzt?

Freitag, 23. April 2021

Wenn die Anderen ... keine Nächstenliebe haben, wirst du sie prüfen und ihnen ihr Talent wegnehmen

 

(Bild: Quelle)

Moroni spricht immer noch mit dem Herrn: „Darum weiß ich aufgrund dessen, was du gesagt hast, wenn die Anderen wegen unserer Schwäche keine Nächstenliebe haben, wirst du sie prüfen und ihnen ihr Talent wegnehmen, ja, nämlich das, was sie empfangen haben, und es denen geben, die reichlicher haben werden.“ (Ether 12:35).

Wenn die Anderen ... keine Nächstenliebe haben, wirst du sie prüfen und ihnen ihr Talent wegnehmen. Moroni kommt zum Ende seiner Erklärung zu Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe und kehrt nun zum Ausgangspunkt dieser seiner Gedanken zurück, seiner Befürchtung, dass diejenigen, die das Evangelium in der Zukunft noch nicht angenommen haben werden, also `die Anderen´, es wegen seiner Schreibschwäche verspotten und nicht an die Worte glauben würden (Ether 12:23).

Für diesen Fall geht Moroni davon aus, dass der Herr sie in ihrem Glauben noch mehr `prüfen´ würde. Weiterhin geht Moroni davon aus, dass, sollten sie die Prüfung nicht bestehen, er ihnen das wegnehmen würde, was sie gerade empfangen haben, nämlich diesen Bericht den er angefertigt hat, und jenen geben würde, die Willens sind, sein Wort anzunehmen. Moroni spricht hierbei von einem `Talent´, also von etwas was großen Wert hat, wie eben das Wort Gottes. Hierbei kommt mir `das Gleichnis von den anvertrauten Talenten´ aus dem Matthäusevangelium in den Sinn, in dem ein Mann, der auf Reisen ging, seinen Besitz aufgeteilt in die Hände dreier Diener gab. Die ersten beiden verdoppelten das ihnen Anvertraute, der dritte vergrub es und es erbrachte somit keinen Mehrwert für seinen Herren. So nahm er diesem sein Talent weg und gab es dem ersten, der seinen Teil verdoppelt hatte. Schließlich wurde er sogar noch weit weg von seinem Herrn untergebracht, in `äußerster Finsternis´ (Matthäus 25:14-30). Ich lerne, dass ich das mir anvertraute Wort Gottes gläubig annehmen, und mein Wissen darüber vermehren muss, damit mir der Herr noch mehr `Licht, sprich Erkenntnis, zuteilwerden lassen wird.

Was unternimmst du, um das dir von Gott anvertraute `Talent´ zu vermehren?

Donnerstag, 22. April 2021

Wenn die Menschen keine Nächstenliebe haben

 

(Bild: Quelle)

Moroni spricht weiter zu Jesus Christus: „Und nun weiß ich, dass diese Liebe, die du für die Menschenkinder gehabt hast, Nächstenliebe ist; darum, wenn die Menschen keine Nächstenliebe haben, können sie jene Stätte nicht ererben, die du in den Wohnungen deines Vaters bereitet hast.“ (Ether 12:34).

Wenn die Menschen keine Nächstenliebe haben. Moronis Aussage klärt uns darüber auf, dass die Liebe, die Jesus den Menschenkindern durch seinen Dienst am Menschen, und vor allem durch das Sühnopfer, entgegengebracht hat und immer noch entgegenbringt, `Nächstenliebe´ ist. Schon an anderer Stelle lässt er uns diese Erkenntnis zukommen, die sein Vater Mormon bezüglich Glaube, Hoffnung, Wunder und Nächstenliebe gelehrt hatte. Dort sagt sein Vater: „aber die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag festgestellt wird, dass er sie besitzt, dem wird es wohl ergehen.“ (Moroni 7:1,47).

Auch Mormon lehrt, dass es demjenigen, der diese Liebe am Ende besitzt, `wohl ergehen wird´, so wie Moroni sagt, dass diejenigen eine Wohnstätte beim Vater erben würden. Liebe im Sinne des Evangeliums ist eine große Hingabe und Zuwendung, so wie sie Christus uns entgegengebracht hat und entgegenbringt. Diese Liebe sollen auch wir Gott, Christus und unseren Mitmenschen gegenüber aufbringen. Diese reine Christusliebe ist nicht nur bloß `Zuneigung´, sondern die `höchste, edelste, stärkste Form der Liebe´, wie sie von Paulus von Tarsus in seinem `Hohelied der Liebe´ beschrieben wird: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. 5 Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. 6 Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. 8 Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.“ (1. Korinther 13:4-8). Ich lerne, will ich dereinst in eine Wohnstätte bei Gott einziehen dürfen, muss ich mir all die von Paulus aufgezählten Eigenschaften hier in diesem Erdenleben aneignen. Das geht nicht von heute auf morgen, der Herr schenkt mir die notwendige Zeit, mein ganzes Leben hier auf Erden.

Was unternimmst du, um eines Tages eine vom Herrn bereitete Wohnstätte beziehen zu dürfen?

Mittwoch, 21. April 2021

Ich denke daran, dass du gesagt hast, du habest die Welt geliebt

 

(Bild: Quelle)

Immer noch spricht Moroni mit dem Herrn: „Und weiter: Ich denke daran, dass du gesagt hast, du habest die Welt geliebt, ja, sodass du dein Leben für die Welt niedergelegt hast, um es wieder aufzunehmen, um für die Menschenkinder eine Stätte zu bereiten.“ (Ether 12:33).

Ich denke daran, dass du gesagt hast, du habest die Welt geliebt. Hier könnte es sein, dass sich Moroni daran erinnerte, was Jesus kurz vor seinem Besuch auf dem amerikanischen Kontinent im Land Überfluss während der Finsternis dem Volk zurief: „… Siehe, für solche habe ich mein Leben niedergelegt und habe es wieder aufgenommen; ...“ (3. Nephi 9:1,15,22). Beide Aussagen ähneln sehr dem, was Jesus im Johannes 10:17 dem Volk sagt, als er von sich als dem `guten Hirten´ redete: „Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen.“

Unfassbar, die Liebe, die Jesus für alle Kinder seines Vaters hat. Für sie alle hat er das Sühnopfer vollbracht, damit sie alle die Möglichkeit haben in ihre himmlische Heimat bei Gott zurückzukehren, aus der sie kamen, bzw. noch kommen werden. Sein Sühnopfer besteht allerdings nicht nur aus dem Kreuzestod und seiner Auferstehung. Vielmehr hat er all unsere Sünden auf sich genommen und für uns im Garten Getsemani gelitten, und zwar so sehr, dass sein Vater ihm sogar einen Engel vom Himmel schickte, um ihn in dieser schweren Stunde zu stärken. Sein Leidensdruck war so unvorstellbar groß, dass er Blut schwitzte (als Hämhidrose bekannt), was uns durch den Arzt Lukas berichtet wird (Lukas 22:41-44). Ich kann mir nicht im Geringsten vorstellen, was er da für mich und für einen jeden Menschen, der hier über die Erde geht, getan hat. Alle Sünden auf sich zu nehmen, damit wir die Möglichkeit haben durch Glauben, Bündnisse mit Gott und Halten dieser bis zum Ende unseres Erdenlebens, die Möglichkeit zu haben, einst durch Sein Blut gereinigt (Offenbarung 1:5; 1. Korinther 6:11), in die Gegenwart Gottes zurückkehren zu können, um mit ihm in Ewigkeit zu leben. Weiter hat er alles Leid, alle Ungerechtigkeit, alle Krankheit … durchgemacht, auf dass er uns in schweren Zeiten angemessen helfen kann, Empathie entgegenbringen kann (Alma 7:12). Wie kann ich dafür nur danken? Indem ich an ihn glaube und Seinem Ruf Beachtung schenke: „… komm und folge mir nach!“ (Markus 10:21).

Was meinst du, wie du Christus danken kannst, für das, was er für dich getan hat?

Dienstag, 20. April 2021

Darum muss der Mensch Hoffnung haben

 

(Bild: Quelle)

Moroni spricht weiter mit dem Herrn: „Und ich denke auch daran, dass du gesprochen hast, du habest für die Menschen ein Haus bereitet, ja, nämlich in den Wohnungen deines Vaters, worauf die Menschen eine noch vortrefflichere Hoffnung haben dürfen; darum muss der Mensch Hoffnung haben, sonst kann er kein Erbteil an der Stätte empfangen, die du bereitet hast.“ (Ether 12:32).

Darum muss der Mensch Hoffnung haben. Folgender Spruch sprang mir bei dieser Aussage Moronis in die Augen: „Sobald man die Hoffnung aufgibt, ist man verloren.“ Was bedeutet das für mich im Alltag? Wenn ich die Hoffnung aufgebe, gebe ich damit die vertrauensvolle Erwartung und Sehnsucht nach den verheißenen Segnungen, die der Herr versprochen hat, auf.

Moroni denkt an das Versprechen, dass der Herr in den Wohnungen des Vaters für die Menschen ein Haus bereitet habe, und wenn der Mensch keine Hoffnung hat, auch kein Erbteil an dieser Wohnstätte bei ihm und dem Vater haben wird. In dem Fall ist man dann verloren. Gerne bewahre ich mir die Hoffnung auf diese Verheißung, die Jesus Christus auch im Johannes 14:2 zum Ausdruck bringt: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ Wie hoffnungsvoll doch auch Enos diese Vorbereitung eines Platzes in den Wohnungen Gottes beschreibt (Enos 1:27). In Abhängigkeit meines Einsatzes hier auf Erden wird auch die Schönheit meiner Wohnung unterschiedlich sein. Ich lerne, es braucht Hoffnung und Anstrengung, um einen entsprechend vorbereiteten Platz im Haus des Herrn erben zu können (Lehre und Bündnisse 72:4).

Was meinst du warum der Mensch Hoffnung haben muss, um eine vom Herrn vorbereitete Wohnung beziehen zu können?

Montag, 19. April 2021

Nachdem sie Glauben hatten … hast du dich ihnen in großer Macht gezeigt

 

(Bild: Quelle)

Moroni spricht weiter zum Herrn: „Denn so hast du dich deinen Jüngern kundgetan; denn nachdem sie Glauben hatten und in deinem Namen redeten, hast du dich ihnen in großer Macht gezeigt.“ (Ether 12:31).

Nachdem sie Glauben hatten … hast du dich ihnen in großer Macht gezeigt. Glauben, und mit Vollmacht danach handeln, waren Voraussetzungen, dass sich Christus seinen Jüngern `in großer Macht´ kundgetan hat. Bedeutet `in großer Macht´, dass er pompös ausstaffiert auftrat, oder bedeutet es, dass er sich selbstbewusst und überlegen darstellte, oder sich um ihn herum kraft protzende Personenschützer aufhielten? Oder zeigte er sich in der größten Macht, die ihm inne war, in der Macht der Liebe (1. Korinther 13:13)?

Natürlich zeigt sich Jesus Christus persönlich nicht jedem gläubig handelndem Menschen. Doch demjenigen, der sich Christus zuwendet, auf seine Stimme hören wird, von seinen Übertretungen umkehrt und sich taufen lässt, dem hat Christus versprochen, dass er die `Gabe des Heiligen Geistes´ empfangen würde (Köstliche Perle Mose 6:52). Weiter hat er noch versprochen, dass er jene, mit den `Kundgebungen seines Geistes´ besuchen würde (Lehre und Bündnisse 5:16). Sind das nicht wunderbare Verheißungen? Ich lerne, eine Person muss nicht unbedingt physisch anwesend sein, um ihren wohltuenden Einfluss verspüren zu können. Was ich aber machen muss, ich muss mich auf sie einstellen, ich muss aktiv etwas unternehmen, muss handeln (Mosia 4:10).

Wie stellst du dir das vor, dass sich Christus seinen Jüngern `in großer Macht´ zeigte?

Samstag, 17. April 2021

Ich weiß, dass du für die Menschenkinder gemäß ihrem Glauben wirkst

 

(Bild: Quelle)

Moroni reagiert auf die tröstenden Worte des Herrn ihm gegenüber (Ether 12:28) mit folgender Aussage: „… ich weiß, dass du für die Menschenkinder gemäß ihrem Glauben wirkst; 30  denn Jareds Bruder sprach zum Berg Zerin: Rücke fort von hier – und er wurde fortgerückt. Und wenn er nicht Glauben gehabt hätte, so hätte der Berg sich nicht bewegt; darum wirkst du, nachdem die Menschen Glauben haben.“ (Ether 12:29-30).

Ich weiß, dass du für die Menschenkinder gemäß ihrem Glauben wirkst. Moroni stellt nochmals fest, dass der Herr entsprechend dem Glauben der Menschen wirkt und kommt dann auf ein großes Wunder zu sprechen, das Jareds Bruder durch Glauben bewirkt hatte.

Eine Tat, begründet in außerordentlich hohem Glauben, die man sich nicht so recht vorstellen kann, einem Berg zu befehlen, seinen Standort zu verändern. Dieses Wunder mit dem Berg Zerin wird nur an dieser Stelle erwähnt. Wen würde es nicht reizen, auch einmal etwas so unfassbares zu bewerkstelligen? Mir ist klar, dass ich so etwas nicht rein aus Sensationsgier heraus veranlassen könnte. Würde der Herr nie zulassen. Es muss also m. E. nach für dieses Wunder des Bruders Jareds ein gottgegebener gewichtiger Grund vorgelegen haben, über den sich die Schrift ausschweigt. Ich werde wieder an die `paulinische Formel´ von Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe erinnert: „Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.“ (1. Korinther 13:2). Ich lerne, was nützen mir solche wundersamen Kräfte, wenn es mir an der Liebe, der `reinen Christusliebe´, fehlen würde! Erst muss ich daran arbeiten, eine solche Liebe für meinen Nächsten zu entwickeln, wie sie Christus uns vorlebte, bevor ich mir wünschte, etwas nahezu Unmögliches schaffen zu können, so etwas wie `Berge versetzen zu können´!

Was ist deiner Meinung nach eher anzustreben, Wunder bewirken zu können, oder Nächstenliebe zu üben?

Freitag, 16. April 2021

Ich werde ihnen zeigen, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe zu mir führen

 

(Bild: Quelle)

Der Herr spricht weiter zu Moroni: „Siehe, ich werde den Anderen ihre Schwäche zeigen, und ich werde ihnen zeigen, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe zu mir führen – der Quelle aller Rechtschaffenheit.“ (Ether 12:28).

Ich werde ihnen zeigen, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe zu mir führen. Ether hatte die große Befürchtung, dass aufgrund seiner Schwäche die Worte des Berichtes unmissverständlich in Schriftzeichen zu übertragen dazu führen könnte, dass spätere Leser sich darüber lustig machen könnten, anstatt dadurch Christus näher gebracht zu werden, was der eigentliche Sinn sein sollte (Ether 12:25).

Der Herr will ihm diese Furcht nehmen, indem er ihm sagt, dass er den `Anderen´, also denen, die dieses Buch einst vor den Juden empfangen sollen, ihre eigenen Schwächen vor Augen führen würde. Was passiert, wenn mir jemand meine eigenen Schwächen aufzeigt? Es wird mir peinlich sein, ich werde in Verlegenheit kommen ob meiner Selbstüberschätzung, werde mich u. U. sogar bloßgestellt und beschämt fühlen. Dies kann dazu führen, dass ich mich vor dem Herrn demütigen werde. Was wiederum dazu führen wird, dass ich meine Abhängigkeit von ihm anerkenne, und mich seinem Wort zuwenden werde. Damit erfüllt sich wiederum der Zweck des Berichtes, den Moroni gerade zusammenstellt, `ein weiterer Zeuge für Jesus Christus´ zu sein (siehe Titelblatt). Dadurch wurde Moroni über seine Schwäche hinweggetröstet (Ether 12:29). Ich lerne, ich darf nicht denken, dass ich keine Schwächen habe. Es würde mich zu Überheblichkeit führen – einer ungerechtfertigten Selbstüberschätzung, einer Eigenschaft, die beim himmlischen Vater gar nicht gut ankommt (Sprüche 18:12; 2. Nephi 12:12). Warum nicht? Weil sie uns von `Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe´ wegführt, uns in unserem Fortschritt hindert.

Inwiefern führen `Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe´ zu Gott?

Donnerstag, 15. April 2021

Wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche

 

(Bild: Quelle)

Die weitere Antwort des Herrn auf Moronis Bedenken wegen ihrer Schwäche das gesprochene Wort in angemessener Weise in Schrift zu übertragen: „und wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Ich gebe den Menschen Schwäche, damit sie demütig seien; und meine Gnade ist ausreichend für alle Menschen, die sich vor mir demütigen; denn wenn sie sich vor mir demütigen und Glauben an mich haben, dann werde ich Schwaches für sie stark werden lassen.“ (Ether 12:27).

Wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Schwächen zu haben bedeutet, dass ein Mangel an Fähigkeiten, Kraft oder Fertigkeiten vorliegt. Welchem Menschen fällt es schon leicht, einzugestehen die eine oder andere Schwäche zu haben? Es ist doch eher so, dass er lieber mit seinen vermeintlichen Stärken prahlt (2. Mose 4:11). Das führt zu Überheblichkeit.

Diesen Zahn möchte uns der Herr gerne ziehen und weist uns deshalb auf unsere Schwächen hin. Warum? Weil es unserem Fortschritt dienlich ist, demütig zu sein, zu erkennen und anzuerkennen, wem wir es zu verdanken haben, dass wir andere Dinge beherrschen (Jakob 4:7). Bringen wir nun aber Demut und Glauben dem Herrn gegenüber auf, so wird er uns behilflich sein diese Schwächen zu überwinden und daraus sogar Stärken entstehen zu lassen (Ether 12:37). Dies kann sich im einen Fall so auswirken, dass jemand, der sich z. B. schlecht artikulieren kann, ein guter Redner wird. In einem anderen Fall mag es sich nicht direkt auf die Schwäche auswirken, sondern eher auf die Entwicklung einer starken Persönlichkeit. Das alles, wenn wir uns im Glauben an Christus üben. Ich lerne, dass ich meine Schwächen nicht mit meinen Stärken zudecken, sondern mich demütig und glaubensvoll an den Herrn wenden soll. Er wird mir Wege aufzeigen, wie ich mit entsprechender Anstrengung aus Schwäche heraus Stärken entwickeln kann.

Wie gehst du mit deinen Schwächen um?

Mittwoch, 14. April 2021

Narren spotten, aber sie werden trauern

 

Narr mit Kappe und Marotte, Holzschnitt von Heinrich Vogtherr dem Jüngeren, um 1540
(Bild: Quelle)

Wir erfahren von Moroni über die Reaktion des Herrn auf seine Befürchtungen (Ether 12:25): „Und als ich dies gesprochen hatte, redete der Herr zu mir, nämlich: Narren spotten, aber sie werden trauern; und meine Gnade ist ausreichend für die Sanftmütigen, dass sie aus eurer Schwäche keinen Vorteil ziehen werden;“ (Ether 12:26).

Narren spotten, aber sie werden trauern. Ich werde an eine Aussage des Apostels Paulus in seinem Brief an die Galater erinnert, wo er über `das Gesetz Christi´ u. a. schreibt: „Täuscht euch nicht: Gott lässt seiner nicht spotten; denn was der Mensch sät, wird er auch ernten. 8 Denn wer auf sein eigenes Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“ (Galater 6:7-8).

Ein Narr, im oben beschriebenen Sinn, ist ein Mensch, der sich in lächerlicher Weise täuschen und irreführen lässt. Meist ist er dazu noch eingebildet. Ich lerne, dass ich, wenn ich über die Schwächen anderer spotte, und aus ihnen sogar noch Vorteile zu erlangen suche, schlussendlich über eine solche törichte Handlungsweise `trauern´ werde. Trauern werde ich insofern, als ich eines Tages selber dem `Spott´ zum Opfer fallen werde. Lieber übe ich mich in Sanftmut und verlasse mich auf den `Geist des Herrn´, um der Möglichkeit willen, zur vom Herrn vorgesehenen Zeit `ewiges Leben´ erlangen zu können.

Wie gehst du mit Spott um?

Dienstag, 13. April 2021

Wenn wir schreiben, sehen wir unsere Schwäche

 

(Bild: Quelle)

Moroni spricht weiter zum Herrn über seine Bedenken bezüglich ihrer Unzulänglichkeit Worte gleichwertig in Schriftzeichen zu übertragen: „Du hast auch unsere Worte machtvoll und groß gemacht, ja, sodass wir sie nicht niederschreiben können; darum, wenn wir schreiben, sehen wir unsere Schwäche und stolpern, wenn wir unsere Worte setzen sollen; und ich fürchte, die Anderen werden unsere Worte verspotten.“ (Ether 12:25).

Wenn wir schreiben, sehen wir unsere Schwäche. Moroni äußert gegenüber dem Herrn seine Besorgnis über diese ihre Schwäche, bei der Übertragung ihrer mächtigen Worte in Schriftzeichen, ungenügende Fertigkeiten zu besitzen, und er fürchtete, dass spätere Leser sich darüber lustig machen würden.

Schon kurz nach der Veröffentlichung des Buches Mormon 1830 sah es so aus, als ob sich seine Befürchtungen erfüllen sollten. Einer der ersten und einflussreichsten Kritiker des Buches, Alexander Campbell, behauptete, dass es `ohne Übertreibung das durchschnittlichste Buch in englischer Sprache sei, und es außer seinen Zitaten aus der Bibel keinen guten Satz enthalten würde´ (Alexander Campbell, Delusions (Boston, MA: Waitt and Dow’s Press, 1832,) 15; entnommen dem Artikel „Does the Book of Mormon Really Have “Bad” Grammar? “ hier). Viele Argumente wurden erdacht, weshalb dieser Anschein entsteht. Weitere Gedanken aus dem angeführten Artikel entnommen: `Doch in einer überraschenden Wendung haben jüngste sprachwissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass fast jedes nichtstandardisierte Wort, oder eine entsprechende Phrase im Buch Mormon, in einer früheren Zeit der englischen Sprache, die als Early Modern English bezeichnet wird, akzeptable Verwendung findet´. Das Verständnis von guter oder schlechter Grammatik ist zeitabhängig. Sprache entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter. Grammatikalische Regeln, die gestern richtig waren, gelten heute als obsolet. Ich lerne, ich hänge mich nicht an Ausdrucksformen auf, die heute überholt scheinen, sondern bin bemüht, mit Hilfe des Heiligen Geistes die Botschaft zu verstehen, die uns übermittelt werden soll. Wenn ich diese Erkenntnis dann richtig anwende, kann ich mich mehr dem Heiland annähern!

Wie stehst du zu dem Problem, welches Moroni sieht?

Montag, 12. April 2021

Du hast uns so gemacht, dass wir nur wenig schreiben können

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(Bild: Quelle)

Moroni spricht noch immer mit dem Herrn über seine Bedenken in Bezug auf die Schreibschwäche (Ether 12:23): „und du hast uns so gemacht, dass wir nur wenig schreiben können wegen der Unbeholfenheit unserer Hände. Siehe, du hast uns nicht mächtig im Schreiben gemacht wie Jareds Bruder, denn du hast ihn so gemacht, dass das, was er geschrieben hat, so mächtig war, wie du es bist, sodass der Mensch mit Macht dazu gebracht wird, es zu lesen.“ (Ether 12:24).

Du hast uns so gemacht, dass wir nur wenig schreiben können. Moroni spricht mit Jehova über seine Empfindungen bezüglich ihrer seiner Meinung nach eingeschränkten Möglichkeit, ihr gesprochenes Wort angemessen in Schriftform zu übertragen. Er bedauerte wohl gegenüber dem Herrn, dass ihre Handfertigkeit, Worte in Schriftzeichen umzusetzen, nicht so ausgeprägt war, wie ihre Fähigkeit sich sprachlich zu artikulieren. So hatte er Angst, dass seine Leser sich über das Geschriebene lustig machen würden (Ether 12:23).

Mir kommt dabei jemand anderer in den Sinn, von dem geschrieben steht, dass auch er `große Macht in der Sprache´ hatte. Es handelt sich hierbei um den Propheten, der das im Alten Testament erwähnte Volk in der Stadt Zion führte. Er war der siebte Patriarch nach Adam, und ist uns als Henoch bekannt. Im Alten Testament wird fast nichts über ihn geschrieben, außer seine Ahnenreihe, und dass er gottgefällig lebte und nach dreihundertfünfundsechzig Jahren zu Gott aufgenommen wurde (1. Mose 5:18-24). Im Brief an die Hebräer finden wir noch eine kurze Aussage darüber, dass er den Tod nicht schmecken musste, sondern von Gott entrückt worden ist (Hebräer 11:5). In neuzeitlicher Offenbarung erfahren wir allerdings viel mehr über sein Wirken. So wird uns in der Köstlichen Perle etwas über die Macht seiner Worte berichtet. Sie ließen die Erde erzittern und die Berge hinweg weichen und die Flüsse ihren Lauf ändern, „… so groß war die Macht der Sprache, die Gott ihm gegeben hatte.“ (Köstliche Perle Mose 7:13). Ich lerne, dass der Herr jedem Menschen bestimmte Gaben zuteilwerden lässt (Lehre und Bündnisse 46:11) und ich diese nutzen und ausbauen darf, um Sein Werk hier auf Erden voranzubringen.

Welche Gabe wurde im besonderen Maße dir vom Herrn zugeteilt und wie nutzt du sie?

Samstag, 10. April 2021

Die Anderen werden dieses hier wegen unserer Schwäche im Schreiben verspotten

 

Künstler-AK Karl Feiertag: Schüler verspotten einen weinenden Jungen
(Bild: Quelle)

Moroni berichtet uns von seinen Sorgen, die er gegenüber dem Herrn zum Ausdruck brachte: „Und ich sprach zu ihm: Herr, die Anderen werden dieses hier wegen unserer Schwäche im Schreiben verspotten; denn, Herr, du hast uns durch den Glauben mächtig im Wort gemacht, aber du hast uns nicht mächtig im Schreiben gemacht; denn du hast all dieses Volk so gemacht, dass es viel sprechen kann wegen des Heiligen Geistes, den du ihm gegeben hast;“ (Ether 12:23).

Die Anderen werden dieses hier wegen unserer Schwäche im Schreiben verspotten. Früher habe ich keine Probleme gehabt Unterricht zu halten, ob beruflich, oder kirchlich. Jetzt, nachdem ich lange Jahre im Ruhestand bin und auch kirchlich einige Zeit nicht unterrichten brauchte, habe ich `Angst´ gehabt nach längerer Zeit wieder Unterrichtsgespräche zu führen. Schon die Vorbereitung fiel mir schwer. Würde ich versagen, mich blamieren? In jüngeren Jahren wusste ich noch genau, was wo in der Schrift steht, heute weiß ich zwar was, aber nicht mehr aus dem Stegreif wo – ich muss erst suchen. Das macht mich unsicher, `würden die anderen mich wegen meiner Schwäche verspotten´?

Moroni spielt hier auf Schwierigkeiten an, die sie offensichtlich in der Übertragung ihrer Sprache in die Schriftform hatten. Moroni lässt uns wissen, dass der Bericht nach der von ihnen `reformierten ägyptischen Sprachweise´ versucht wurde zu verfassen, die auch kein anderes Volk kennen würde, und das ihnen diese Transformation eben Schwierigkeiten bereitete (Mormon 9:32-34). So hatte er Angst, dass dadurch Fehler entstanden sein könnten (Mormon 8:17). Diesen Auszug hat Joseph Smith auch in das Titelblatt des Buches Mormon übernommen. Ich lerne allerdings aus Lehre und Bündnisse, dass der Herr dem Oliver Cowdery in einer persönlichen Offenbarung in Bezug auf das, was er als Schreiber bei der Übersetzung des Buches Mormon durch Joseph Smith versichert hat: „… dass das, was du geschrieben hast, wahr ist; ...“ (Lehren und Bündnisse 18:1-4). Mögen auch Schwierigkeiten beim Schreiben durch die nephitischen Schreiber, als auch bei der jeweiligen Übertragung aus einer in eine andere Sprache, aufgetreten sein, die Botschaft des Buches Mormon ist wahr, wie Joseph Smith in der Einleitung zum Buch Mormon zitiert wird: „Ich habe den Brüdern gesagt, das Buch Mormon sei das richtigste aller Bücher auf Erden und der Schlußstein unserer Religion und wenn man sich an dessen Weisungen halte, werde man dadurch näher zu Gott kommen als durch jedes andere Buch.“ (siehe hier Absatz 6). Diese Erfahrung habe ich in meinem Leben auch gemacht.

Wie verstehst du das mit der `Schwäche beim Schreiben´?

Freitag, 9. April 2021

Dass dieses hier durch die Anderen an ihre Brüder gelangen wird

 

(Bild: Quelle)

Moroni sagt uns weiter: „Und es ist durch Glauben, dass meine Väter die Verheißung erlangt haben, dass dieses hier durch die Anderen an ihre Brüder gelangen wird; darum hat der Herr mir geboten, ja, nämlich Jesus Christus.“ (Ether 12:22).

Dass dieses hier durch die Anderen an ihre Brüder gelangen wird. Bis jetzt hatte Moroni über den Glauben geschrieben, der auf Christus ausgerichtet ist. Hier in diesem Vers wechselt er die Perspektive. Er schreibt nun von denjenigen seiner Vorfahren, die ihren Glauben darauf ausgerichtet hatten, was in der Zukunft sein würde, und in der Lage waren, dies auch zu sehen. Eines von dem, was sie voraussahen, war das Erscheinen des Berichtes, an dem Moroni gerade arbeitete. Sein Augenmerk richtet sich nun auf dieses, sein Projekt.

Einer seiner Vorväter, die aufgrund von Glauben vom Herrn die Verheißung erlangten, dass dieser Bericht der Nephiten eines Tages durch die `Anderen´ – also diejenigen, die nicht Angehörige des Hauses Israels sind und das Evangelium noch nicht angenommen haben (3. Nephi 16:4,6,7,8,9,10,12,13) – an seine Brüder gelangen würde, war Enos. Enos war ein nephitischer Prophet und Berichtführer im Buch Mormon. Er hat in glaubensvollem langem Ringen mit dem Herrn Vergebung seiner Verfehlungen erlangt (Enos 1:1-8). Dann schloss der Herr, aufgrund seines tiefen Glaubens, mit Enos noch einen Bund, nämlich, dass diese Aufzeichnungen der Nephiten bewahrt bleiben werden und zu der vom Herrn vorgesehenen Zeit für die Lamaniten hervorgebracht werden würden (Enos 1:15-17). Am 22. September 1827 wurde dieser mit etlichen nephitischen Propheten geschlossene Bund des Herrn wahr. Moroni, der diesen Bericht zusammengefasst, und im Auftrag des Herrn um die 421 n. Chr. in einem Hügel verborgen hatte (Mormon 8:14; Moroni 10:2), wurde nun von ihm, aus diesem wieder hervorgebracht, und Joseph Smith zur Übersetzung übergeben (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:59). Joseph kam seinem Auftrag nach, übersetzte diesen Bericht (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:75*), veröffentlichte ihn 1830 kurz vor der Gründung der Kirche des Herrn als „Das Buch Mormon“ (Heilige Band 1 Kapitel 8 Seite 95; lies ab: „Am 26. März 1830 ...“), und bis heute ist er weltweit in die Hände vieler Millionen von Menschen unterschiedlichster Nationalität gelangt (eine Übersicht siehe hier), wie es der Wunsch aller glaubensvollen nephitischen Propheten war. Ich bin dankbar für alle, die an diesem Auftrag des Herrn glaubensvoll und unter vollem Einsatz unter schwierigsten Bedingungen, mitgewirkt haben. Dadurch sind wir unvorstellbar reich gesegnet, denn wir haben einen `weiteren Zeugen für Jesus Christus´!

Inwiefern fühlst du dich durch das Buch Mormon gesegnet?

Donnerstag, 8. April 2021

Er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden

 

(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Nun spricht Moroni nochmals über das Erlebnis, das Jareds Bruder mit dem Finger Jesu hatte (Ether 12:20) und sagt weiter: „Und nachdem Jareds Bruder den Finger des Herrn erblickt hatte, wegen der Verheißung, die Jareds Bruder durch Glauben erlangt hatte, konnte der Herr seinen Blicken nichts vorenthalten; darum zeigte er ihm alles, denn er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden.“ (Ether 12:21).

Er konnte nicht länger außerhalb des Schleiers gehalten werden. Moroni kommt nun nochmals auf den unbeschreiblich großen Glauben des Bruders von Jared zu sprechen, aufgrund dessen dieser den Herrn von Angesicht zu Angesicht sehen konnte. Es ging darum, dass Jareds Bruder dem Herrn eine Lösung des Problems der Dunkelheit in den acht Booten vorschlug. Jareds Bruder war überzeugt, dass der Herr die sechzehn von ihm aus dem Felsen geschlagenen Steine durch Berühren zum Leuchten bringen konnte, und sie so die großen Wasser nicht in Dunkelheit überqueren mussten (Ether 3:1-17).

Ein `Schleier´ nimmt, je nachdem wie dicht er ist, einem die Sicht auf das, was dahinter verborgen ist, oder verringert diese zumindest. So hat der Herr zwischen dem, was heilig ist, und der Welt für unser menschliches Auge einen `Schleier´ ausgebreitet. Aufgrund dessen haben wir keine Erinnerung mehr an unser vorirdisches Dasein bei ihm (Schleier des Vergessens; Lehre und Bündnisse 110:1), und unseren menschlichen Augen bleibt Heiliges verborgen. Der Grund: Der Herr möchte, dass wir im `Glauben´ lebend zeigen, dass wir ihm treu sind, wie wir es vorher versprochen hatten. Bringen wir nun aber hier auf Erden schon ein unvorstellbar hohes Maß an Glauben auf, wird dieser Schleier zerrissen und wir haben freie Sicht – nicht mit unseren `fleischlichen´, sondern mit unseren `geistigen Augen´ (Lehre und Bündnisse 67:10-11). Jareds Bruder kam im Glauben, als einer der wenigen Menschen, diesem `himmlischen Standard´ so nahe, dass Gott nicht anders konnte, als dessen Hingabe dadurch zu ehren, dass der `Schleier´ zerriss. Ich lerne, in Abhängigkeit meines Glaubens, verändert sich die Dichte des `Schleiers´: kein Glaube – keine Sicht auf Himmlisches; je größer der Glaube, je dünner der Schleier, umso mehr Sicht auf Himmlisches (Analogie siehe Bild oben).

Welche Personen fallen dir noch ein, deren Glaube so groß war, dass der `Schleier´ für sie durchsichtig wurde?

Mittwoch, 7. April 2021

Was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten

 

Darstellung des Auges Gottes am Domhof zu Aachen
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt uns, dass Wundertaten zu jeder Zeit erst gewirkt werden konnten, nachdem Glaube aufgebracht worden war (Ether 12:18) und sagt dann weiter: „Und es gab viele, deren Glaube so überaus stark war, sogar vor dem Kommen Christi, dass sie nicht von innerhalb des Schleiers ferngehalten werden konnten, sondern wahrhaftig mit ihren Augen das sahen, was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten, und sie waren froh.“ (Ether 12:19).

Was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten. Das `Auge Gottes´, als ein von einem Strahlenkranz umgebenem Auge, meist noch von einem Dreieck umschlossen – auf die Trinität hinweisend, ist als religiöses Symbol als das `Auge der Vorsehung´ bekannt (siehe Bild oben). Im Alten Testament lese ich bei Esra, dass das `Auge Gottes´ über die Ältesten von Juda wachte (Esra 5:5). Aber was ist das `Auge des Glaubens´?

Du kennst vielleicht auch das Kinderspiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Könnte das auch zu der Aussage „was sie mit dem Auge des Glaubens erblickt hatten“ passen? Es ist doch z. B. so, dass der Bruder Jareds etwas gesehen hat, was jemand anderes nicht sehen konnte; zunächst den Finger Gottes und danach die ganze Person Jesu. Wie das geschehen konnte, erklärt uns Moroni nun schon viele Verse lang: durch Glauben. Ich lerne, dass ich durch das `Auge des Glaubens´ Dinge sehen kann, die ein `nicht glaubender´ nicht sieht.

Welche Vorteile hat für dich `das Auge des Glaubens´?

Dienstag, 6. April 2021

Alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben

 

Elektronische Hilfsmittel – auch zum Evangeliumsstudium
(Bild: Quelle)

Moronis weitere Aussagen zu Wunder und Glauben: „Ja, und auch alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben, ja, diejenigen, die vor Christus waren, ebenso wie diejenigen, die nachher waren.“ (Ether 12:16).

Alle, die Wundertaten bewirkten, die bewirkten sie durch Glauben. Moroni, der ja diesen Bericht der Jarediten, als auch den der Nephiten, zusammengefasst hat, hatte nicht wie wir heute die Möglichkeit in einer elektronischen Datenbank nach Namen oder Begriffen im Bericht über die Nephiten zu suchen. Ja, er hatte noch nicht einmal die Einteilung in Kapitel und Verse. Was ihm aber möglich war, er konnte sich an Namen der zu bestimmten Ereignissen gehörenden Personen in dem Bericht seines Vaters erinnern. Im Vertrauen darauf, dass die Leser seines Berichtes die genannten Personen auch kennen würden, hat er in den Versen 13 bis 15 und 17 auf einige Personen hingewiesen, die erst Glauben aufgebracht hatten, ehe sie Wundertaten sahen. So führt er beispielhaft Alma und Amulek, Nephi und Lehi, Ammon und seine Brüder, und die drei Jünger des Herrn an.

Ich erkenne, wie leicht es uns der Herr doch durch die heutigen technischen Möglichkeiten macht, sein Wort eifrig und intensiv studieren zu können. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar und nutze diese Möglichkeiten für ein umfassendes Studium. In meiner Jugend, war ich nur auf Printmedien angewiesen, hatte aber schon Kapitel- und Verseinteilung und Querverweise, die von eifrigen Menschen, oder bei eigenem Studium, handschriftlich angelegt wurden. Ist diese Entwicklung nicht auch ein Wunder, das wir in heutiger Zeit erleben dürfen? Ja, wir können sogar vom Wohnzimmersessel aus die Worte der heute vom Herrn berufenen Apostel und Propheten, führenden Dienerinnen und Diener, verfolgen. So Beispielhaft vergangenen Samstag und Sonntag anlässlich der 191 Frühjahrs Generalkonferenz (siehe hier). Verleitet das vielleicht zu Trägheit?

Wie nutzt du die elektronischen Medien, um ein intensives Evangeliumsstudium zu betreiben?

Donnerstag, 1. April 2021

Wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt

 

Nazareth (1842, David Roberts)
(Bild: Quelle)

Moroni erklärt: „Denn wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt, kann Gott keine Wundertaten unter ihnen wirken; darum zeigte er sich erst, nachdem sie Glauben hatten.“ (Ether 12:12).

Wenn es unter den Menschenkindern keinen Glauben gibt. Wie wir auch im Neuen Testament über Jesus erfahren, konnte er nichts unter denen ausrichten, die keinen Glauben aufbrachten. Wir lesen im Matthäus über die Ablehnung Jesu in seiner Heimat. Ich lese, dass Jesus in seine Heimatstadt kam und dort die Menschen lehrte, diese sich aber fragten, woher Jesus diese Weisheit hat und auch soviel Wunder tun kann. Er ist doch nur ein Sohn einer einfachen Zimmermannsfamilie. Die Antwort Jesu: „... Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat und in seiner Familie.“ „Und er wirkte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens.“ (Matthäus 13:54-58).

Dabei habe ich mir die Frage gestellt, welches ist denn die `Heimat´ Jesu? Laut Neuem Testament geboren in Bethlehem (Lukas 2:1-7), war Bethlehem dann auch seine Heimat? Als die Gefahr für den jungen Jesu getötet zu werden gebannt war, bekam Joseph in einem Traum gesagt, dass er wieder aus Ägypten nach Israel zurückkehren sollte. Joseph ließ sich dann in Nazareth nieder, wo Jesus auch aufwuchs (Matthäus 2:19-23). Im Matthäus lese ich, als es um den Einzug Jesu in Jerusalem ging, dass die ganze Stadt erbebte und sich die Leute fragten, wer denn dieser sei und die Antwort bekamen: „… Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.“ (Matthäus 21:9-11). Als es um die Verleugnung Jesu durch Petrus geht, sagte eine Magd über Petrus: „Der war mit Jesus dem Nazoräer zusammen.“ (Matthäus 26:71). Also lt. Evangelien, geboren in Bethlehem, Elternhaus, und damit seine Heimat, Nazareth. Beide Städte liegen gute 100 Km auseinander, Nazareth in Galiläa, Bethlehem südlich davon in Judäa.

Wie hängen Glauben und Wunder deiner Meinung nach zusammen?