Samstag, 30. März 2024

Nach Ablauf des Sabbats gingen Maria von Magdala und die andere Maria hin, um nach dem Grabe zu sehen

 

Maria aus Magdala begegnet dem auferstandenen Messias
(Bild: Quelle)

“Nach Ablauf des Sabbats aber, als der erste Tag nach dem Sabbat (= der erste Wochentag) anbrechen wollte, gingen Maria von Magdala und die andere Maria hin, um nach dem Grabe zu sehen. 5 Der Engel aber wandte sich an die Frauen mit den Worten: „Fürchtet ihr euch nicht! denn ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht (mehr) hier, denn er ist auferweckt worden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her, seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. 7 Geht nun eilends hin und sagt seinen Jüngern: „Er ist von den Toten auferweckt worden und geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn wiedersehen; beachtet wohl, was ich euch gesagt habe!” (Matthäus 28:1,5-7). 

Der Ostersonntag ist das wichtigste Fest im christlichen Kalender und feiert die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Hier sind einige interessante christliche Hintergründe zum Ostersonntag: 

  • Auferstehung Jesu: Der Ostersonntag erinnert an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, wie sie in den Evangelien beschrieben wird. Gemäß der christlichen Lehre ist die Auferstehung Jesu ein zentrales Glaubensbekenntnis und bezeugt seine göttliche Natur und Macht über den Tod. 
  • Siegesfeier über den Tod: Der Ostersonntag ist ein Symbol für den Sieg Jesu über den Tod und die Sünde. Durch seine Auferstehung zeigt Jesus seine Macht, die Trennung zwischen Gott und den Menschen zu überwinden und den Weg für die ewige Erlösung zu öffnen. 
  • Neues Leben und Hoffnung: Der Ostersonntag symbolisiert auch neues Leben und Hoffnung für die Gläubigen. Die Auferstehung Jesu verkündet, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und dass Gläubige ein ewiges Leben bei Gott haben können. 
  • Erfüllung biblischer Prophezeiungen: Die Auferstehung Jesu erfüllt zahlreiche biblische Prophezeiungen, die im Alten Testament über den Messias gemacht wurden. Dies zeigt die Kontinuität und Erfüllung der göttlichen Verheißungen durch Jesus Christus. 
  • Grundlage des christlichen Glaubens: Die Auferstehung Jesu bildet das Fundament des christlichen Glaubens und ist die zentrale Botschaft des Evangeliums. Ohne die Auferstehung hätte der Tod Jesu keine Bedeutung für die Erlösung der Menschheit gehabt. 
  • Freude und Feier: Der Ostersonntag ist eine Zeit der Freude und Feier für die Christen weltweit. Kirchen halten besondere Gottesdienste ab, es werden österliche Lieder gesungen, und Gläubige tauschen traditionell Ostergrüße und Geschenke aus. 

Insgesamt ist der Ostersonntag ein bedeutendes Fest im christlichen Glauben, das die zentrale Wahrheit der Auferstehung Jesu Christi feiert und die Hoffnung auf ein neues Leben in Christus verkündet. 

Die biblischen Berichte über die Auferstehung Jesu am dritten Tag finden sich hauptsächlich in den vier Evangelien des Neuen Testaments: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Natürlich legt auch das ganze Buch Mormon Zeugnis von seinem Tod und seiner Auferstehung ab. Hier ist eine Zusammenfassung der Ereignisse: 

  • Leeres Grab (Matthäus 28,1-10; Markus 16,1-8; Lukas 24,1-12; Johannes 20,1-10):  
    Am frühen Morgen des dritten Tages nach der Kreuzigung Jesu gingen Maria Magdalena und einige andere Frauen zum Grab Jesu, um ihn zu salben. Sie fanden jedoch das Grab leer und wurden von einem Engel des Herrn empfangen, der ihnen verkündete, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. 
  • Begegnungen mit dem Auferstandenen (Johannes 20,11-18; Markus 16,9-11; Matthäus 28,9-10): 
    Maria Magdalena traf auf Jesus, der ihr erschien und sie ermutigte, die gute Nachricht seinen Jüngern zu verkünden. Später erschien Jesus auch den anderen Frauen und den Jüngern. 
  • Emmaus-Jünger (Lukas 24,13-35): Zwei Jünger, die nach Emmaus unterwegs waren, trafen auf Jesus, der sich ihnen offenbarte und die Schriften erklärte. Sie erkannten ihn jedoch erst beim Brechen des Brotes. 
  • Begegnungen mit den Jüngern (Johannes 20,19-23; Lukas 24,36-43; Johannes 20,24-29):  
    Jesus erschien seinen Jüngern mehrmals, um ihnen seine Auferstehung zu bezeugen. Er zeigte ihnen seine Wunden und entkräftete ihre Zweifel. Thomas, einer der Jünger, glaubte erst, als er Jesus berührte und seine Wunden sah. 
  • Botschaft der Auferstehung (Matthäus 28,16-20; Markus 16,14-18; Lukas 24,44-53; Apostelgeschichte 1,1-11):  
    Jesus beauftragte seine Jünger, die Botschaft seiner Auferstehung in alle Welt zu tragen und allen Völkern das Evangelium zu verkünden. Er versprach, dass er bei ihnen sein würde bis ans Ende der Welt. 

Gemäß den vier Evangelien des Neuen Testaments erschien der auferstandene Jesus Christus zuerst den Frauen, die zum Grab kamen, um ihn zu salben. Die genauen Details variieren leicht zwischen den Evangelien, aber sie alle berichten, dass Frauen die ersten waren, die das leere Grab gesehen haben und die Botschaft von der Auferstehung Jesu hörten. 

Hier sind die entsprechenden Stellen in den Evangelien: 

  • Matthäus 28:1-10: Matthäus berichtet, dass Maria Magdalena und die andere Maria zum Grab Jesu gingen und von einem Engel die Nachricht von seiner Auferstehung erhielten. Dann erschien Jesus selbst ihnen und sagte: "Fürchtet euch nicht!" 
  • Markus 16:1-8: Markus erwähnt Maria Magdalena, Maria (Mutter von Jakobus) und Salome als die Frauen, die zum Grab gingen. Sie sahen einen jungen Mann im Grab, der ihnen sagte, dass Jesus auferstanden sei. Sie flohen und sagten niemandem etwas, weil sie ängstlich waren. 
  • Lukas 24:1-12: Lukas berichtet, dass die Frauen, darunter Maria Magdalena, Joanna und Maria (Mutter von Jakobus), zum Grab gingen. Zwei Männer in strahlenden Kleidern erschienen ihnen und sagten ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. 
  • Johannes 20:1-18: Johannes erwähnt Maria Magdalena allein, die zum Grab geht und entdeckt, dass der Stein weggerollt ist. Sie rennt zu Petrus und Johannes, um ihnen die Nachricht zu überbringen. Später erscheint Jesus selbst Maria Magdalena. 
  • 3. Nephi 11 ff: Der auferstandene Jesus besucht die Nephiten auf dem amerikanischen Kontinent, dient ihnen, lehrt sie das Evangelium und richtet Seine Kirche auch unter diesem abgebrochenen Zweig Israels auf, beruft als Führung Seiner Kirche zwölf Apostel aus ihrer Mitte (3. Nephi 12). Unter anderem teilt Er ihnen auch mit, dass es auf der Welt noch andere Völker gibt, denen er bis jetzt noch nicht erschienen ist, die er aber auch besuchen wird (3. Nephi 16:1-3). Auch führt er bei ihnen das Abendmahl ein (3. Nephi 18) und wirkt unter ihnen Wunder, wie er es unter dem Volk Israel in der alten Welt getan hat (beispielhaft 3. Nephi 17:8-9). 
    Wir erkennen, Christus ist der Gott aller Menschen, egal, wo sie leben. Er kennt sie alle und kümmert sich um einen Jeden. 

Diese Berichte betonen die Rolle der Frauen als erste Zeuginnen der Auferstehung Jesu Christi und unterstreichen die Bedeutung ihrer Zeugenschaft in den Evangelien. 

  • “Wie ihr von den Engeln geboten worden war, sah Maria von Magdala in die Grabkammer, aber sie nahm offenbar nur wahr, dass der Leichnam des Herrn verschwunden war. ... Elder James E. Talmage schreibt: „Sie wusste es zwar nicht, aber der, mit dem sie sprach, war Jesus, ihr geliebter Herr. Ein Wort von seinen lebendigen Lippen verwandelte ihren unerträglichen Kummer in große Freude. ‚Jesus sagte zu ihr: Maria!‘ Die Stimme, der Klang, der weiche Tonfall, den sie früher gehört und geliebt hatte, befreite sie von der tiefen Verzweiflung, in die sie verfallen war. Sie drehte sich um und sah den Herrn. Voller Freude streckte sie ihre Arme aus, um ihn zu umarmen, und sagte dabei nur das zärtliche und ehrfurchtsvolle Wort ‚Rabbuni‘, das ‚mein geliebter Herr‘ bedeutet.“ 
    Und so wurde diese gesegnete Frau die erste Sterbliche, die den auferstandenen Christus sah und mit ihm sprach.” (Die Auferstehung Jesu Christi; Elder D. Todd Christofferson). 

Diese Ereignisse der Auferstehung Jesu am dritten Tag nach seiner Kreuzigung sind von entscheidender Bedeutung im christlichen Glauben, da sie die zentrale Botschaft des Evangeliums von der Überwindung des Todes durch Jesus Christus verkünden. 

Wer waren die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu? 

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Freitag, 29. März 2024

Hierauf verließen ihn die Jünger alle und ergriffen die Flucht

 

Karsamstag – Tag der Grabesruhe;
Aus der Osterkrippe 2012 in St. Martin, Rendsburg
(Bild: Quelle)

“Dies alles ist aber geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden!” Hierauf verließen ihn die Jünger alle und ergriffen die Flucht.” (Matthäus 26:56). 

Der Karsamstag, auch als Stiller Samstag oder Ostersamstag bekannt, ist ein Tag der Stille und Erwartung in der christlichen Tradition, der zwischen dem Karfreitag und dem Ostersonntag liegt. Hier sind einige interessante Fakten und Wissenswertigkeiten über den Karsamstag: 

  • Stille und Trauer: Der Karsamstag ist ein Tag der Stille und Trauer, an dem die Gläubigen die Grabesruhe Jesu Christi nach seinem Tod am Kreuz betrachten. Es ist eine Zeit der Ruhe und des Nachdenkens über die Ereignisse der Kreuzigung und des Todes Christi. 
  • Vorbereitung auf Ostern: Der Karsamstag ist auch ein Tag der Vorbereitung auf das Osterfest. Gläubige bereiten sich innerlich auf die Feier der Auferstehung Christi am Ostersonntag vor, indem sie sich auf die Freude und das neue Leben konzentrieren, das mit der Auferstehung verbunden ist. 
     
    “Auch der Karsamstag ist in Russland ein heiliger Tag. Lydias Mama machte Kulitsch, ein Osterbrot. Das ist in Russland eine wichtige Tradition zu Ostern. Bei der Zubereitung ist man normalerweise immer andächtig. Lydia dachte an ihre Familie, die Auferstehung Jesu und wofür sie alles dankbar war. Es fiel ihr leichter, sich geistig einzustimmen, da das Haus sauber und friedlich war.” (Bereit für Ostern; Amber Healey). 
  • Osternachtfeier: In vielen christlichen Gemeinden wird die Feier der Osternacht am Karsamstagabend oder in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags abgehalten. Dies ist eine festliche liturgische Feier, die die Auferstehung Jesu Christi feiert und den Beginn der Osterzeit markiert. 
  • Osterfeuer: In einigen Regionen wird am Karsamstagabend ein Osterfeuer entzündet, das symbolisch das Licht Christi repräsentiert, das die Dunkelheit der Welt erhellt. Das Feuer wird oft verwendet, um die Osterkerze zu entzünden, die während der Osternachtfeier eine zentrale Rolle spielt. 
  • Traditionen und Brauchtum: In einigen Kulturen gibt es traditionelle Bräuche und Rituale, die mit dem Karsamstag verbunden sind, wie das Segnen von Osterspeisen oder das Malen und Dekorieren von Ostereiern. 
  • Buße und Umkehr: Der Karsamstag bietet Gläubigen die Möglichkeit zur Buße und Umkehr, während sie die Bedeutung von Christi Tod und die Grabesruhe betrachten und sich auf die Freude der Auferstehung vorbereiten. 

Insgesamt ist der Karsamstag ein bedeutsamer Tag im christlichen Kalender, der eine Zeit der Stille, der Vorbereitung und der Erwartung der Auferstehung Jesu Christi darstellt. 

Für die zeitgenössischen Jünger Jesu, insbesondere die Apostel und andere engste Anhänger, muss der Karsamstag eine Zeit der Verwirrung, der Trauer und der Unsicherheit gewesen sein. Nach der Kreuzigung Jesu am Karfreitag waren sie mit dem Schock und der Trauer über den Verlust ihres Meisters konfrontiert. Hier sind einige Aspekte dessen, was die Jünger Jesu am Karsamstag möglicherweise gemacht haben: 

  • Trauer und Verzweiflung: Die Jünger Jesu dürften in tiefer Trauer über den Tod Jesu gewesen sein. Sie hatten möglicherweise Schwierigkeiten zu verstehen, wie ihre Hoffnungen auf das messianische Reich durch den Tod ihres Meisters zerschlagen worden waren. 
  • Verborgen bleiben: Nach den Ereignissen von Karfreitag könnten sich die Jünger aus Furcht vor Vergeltung oder Verfolgung versteckt haben. Sie könnten befürchtet haben, dass sie ebenfalls festgenommen oder gekreuzigt werden könnten, da sie mit Jesus in Verbindung gebracht wurden. 
  • Gemeinschaft und Gebet: Es ist wahrscheinlich, dass die Jünger Jesu in dieser Zeit der Unsicherheit und Trauer zusammengekommen sind, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu trösten. Sie könnten in Gemeinschaft gebetet haben, um Trost und Führung in dieser schwierigen Zeit zu finden. 
  • Rückzug und Nachdenken: Der Karsamstag bot den Jüngern auch Zeit für persönliches Nachdenken und Gebet über die Bedeutung der Ereignisse, die sie erlebt hatten. Sie könnten über Jesu Lehren meditiert haben und versucht haben, ihre eigenen Gefühle der Verwirrung und Unsicherheit zu verarbeiten. 
  • Erwartung und Hoffnung: Trotz der Dunkelheit und Traurigkeit des Karsamstags hätten die Jünger Jesu weiterhin eine vage Hoffnung auf die Erfüllung von Jesu Verheißungen gehabt, insbesondere auf seine Prophezeiung seiner Auferstehung nach drei Tagen. 

Insgesamt war der Karsamstag für die Jünger Jesu eine Zeit der großen Herausforderung und Unsicherheit, in der sie sich mit den Ereignissen der Kreuzigung auseinandersetzten und auf die Erfüllung der Verheißungen Jesu warteten. 

Im Neuen Testament gibt es keine direkten Aussagen darüber, was die Jünger Jesu am Karsamstag gemacht haben. Der Karsamstag wird im Neuen Testament nicht ausdrücklich erwähnt, und es gibt keine detaillierten Berichte darüber, wie die Jünger diesen Tag verbracht haben. Die Evangelien berichten hauptsächlich über die Ereignisse vor und nach der Kreuzigung Jesu, konzentrieren sich jedoch weniger auf den Karsamstag selbst. 

Insgesamt bleiben die Aktivitäten der Jünger Jesu am Karsamstag im Neuen Testament größtenteils unerwähnt, und es gibt keine direkten Berichte darüber, was sie an diesem Tag getan haben. Es wird angenommen, dass sie diese Zeit der Trauer, in Unsicherheit und ängstlicher Erwartung dessen, was kommen würde, verbracht haben. 

Inwiefern kannst du die Reaktion der Jünger Jesu nach seiner Verurteilung und Hinrichtung nachvollziehen, dass sie ihn verließen und die Flucht ergriffen? 

findechristus.org 

Donnerstag, 28. März 2024

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

 

(Bild: Quelle)

“Jesus aber sprach: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!” Darauf verteilten sie seine Kleidungsstücke unter sich, indem sie das Los darüber warfen (Ps. 22,19); 35 und das Volk stand dabei und sah zu. Es verhöhnten (ihn) aber auch die Mitglieder des Hohen Rates mit den Worten: „Anderen hat er geholfen; so helfe er nun sich selbst, wenn er wirklich Christus (oder: der Messias), der Gesalbte Gottes, ist, der Auserwählte!” (Lukas 23:34-35). 

Der Karfreitag, auch als Hoher Freitag oder Stiller Freitag bekannt, ist einer der wichtigsten Tage im christlichen Kalender.  

Hier sind einige interessante Informationen zum Karfreitag: 

  • Bedeutung des Namens: 
    Der Name "Karfreitag" leitet sich möglicherweise von "Kar" ab, was in einigen alten deutschen Dialekten "Kummer" oder "Trauer" bedeutet. Der Karfreitag ist ein Tag der Trauer und des Gedenkens an den Leidensweg und den Tod Jesu Christi am Kreuz. 
  • Ereignisse des Karfreitags: 
    Der Karfreitag erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi, die gemäß den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel am Golgota-Hügel außerhalb Jerusalems stattfand. Es ist ein Tag der Reflexion über die Leiden Jesu während seines Kreuzweges, einschließlich seiner Verurteilung, Geißelung und schließlich der Kreuzigung. 
  • Liturgische Farbe und Praxis: 
    In vielen christlichen Traditionen ist die liturgische Farbe für den Karfreitag Schwarz oder Violett, was Trauer und Buße symbolisiert. An diesem Tag werden oft spezielle Gottesdienste gehalten, die die Leiden Jesu reflektieren, wie z.B. Kreuzwegandachten, Passionsspiele und die Verehrung des Kreuzes. 
  • Fasten und Buße: 
    Für viele Gläubige ist der Karfreitag ein Tag des Fastens und der Buße, an dem sie sich an Jesu Leiden erinnern und ihre Sünden bekennen. Es ist ein Tag der inneren Einkehr und der spirituellen Vorbereitung auf das Osterfest. 
  • Ökumenische Bedeutung: 
    Der Karfreitag ist ein Tag, der von vielen christlichen Konfessionen weltweit gemeinsam anerkannt und gefeiert wird. Er wird von christlichen Gemeinschaften begangen, auch wenn es Unterschiede in den liturgischen Praktiken geben kann. 
  • Osterzeit beginnt: 
    Der Karfreitag markiert den Höhepunkt der Karwoche und wird am Ostersonntag mit der Feier der Auferstehung Jesu Christi abgeschlossen. So stellt der Karfreitag nicht nur das Leiden dar, sondern bildet auch den Beginn des Osterfestes und der christlichen Botschaft von Erlösung und Hoffnung. 
  • Schriftstellen: 
    Die Ereignisse des Karfreitags werden in allen vier Evangelien des Neuen Testaments, als auch im Buch Mormon (beispielhaft 3. Nephi 27:14) beschrieben.  
  • Bräuche: 
    " Am nächsten Tag war Karfreitag. Lydia und ihre Eltern bereiteten die Ostereier vor. Sie durchstachen die Schale und pusteten die Eier aus. Sie malten Muster auf die Schalen und trugen auf jedes Muster Wachs auf. Dann tunkten sie die Eier in kräftige rote, lila und grüne Farbe. Lydia gefielen die hübschen Wirbelmuster sehr.” (Bereit für Ostern; Amber Healey). 
    Das ausgepustete Ei, nur noch die leere Hülle vorhanden, könnte auf das leere Grab Jesu hinweisen. 
    Rotbemalte Eier könnten auf das Blut Jesu hinweisen.  

Zu den relevanten Schriftstellen gehören: 

Matthäus 27:27-56 
Die römischen Soldaten verspotten Jesus, kleiden ihn in Purpur und setzen ihm eine Dornenkrone auf. Sie zwingen ihn, sein Kreuz zu tragen, und bringen ihn zur Kreuzigung nach Golgatha. Unterwegs treffen sie Simon von Zyrene, der ihnen hilft, das Kreuz zu tragen. Am Ort der Kreuzigung geben sie Jesus Essigwein zu trinken, und sie teilen seine Kleider unter sich auf. Sie befestigen Jesus ans Kreuz und stellen ein Schild mit der Inschrift "Dies ist Jesus, der König der Juden" über ihm auf. Sowohl Passanten als auch Hohepriester und Schriftgelehrte verspotten ihn und fordern ihn heraus, vom Kreuz herabzusteigen, wenn er Gottes Sohn sei. Am Mittag verdunkelt sich der Himmel, und Jesus ruft mit lauter Stimme aus, bevor er stirbt. Der Vorhang im Tempel reißt von oben bis unten, die Erde bebt, und Gräber öffnen sich. Viele Heilige werden auferweckt und erscheinen nach Jesu Auferstehung den Menschen in Jerusalem. Der römische Hauptmann und diejenigen, die Jesus kreuzigten, erkennen seine Göttlichkeit an. Am Ende des Kapitels kommen Frauen aus Galiläa, um Jesus zu bestatten. 

Diese Passage in Matthäus 27 bietet einen detaillierten Bericht über die Kreuzigung Jesu Christi und die Ereignisse, die damit verbunden sind, und betont seine Bedeutung als Sohn Gottes und Erlöser der Welt. 

Markus 15:16-41 
Die römischen Soldaten führen Jesus in den Palast des Statthalters und kleiden ihn in einen Purpurmantel, setzen ihm eine Dornenkrone auf und verspotten ihn als "Judenkönig". Sie schlagen ihn, spucken ihn an und verneigen sich scheinheilig vor ihm. Anschließend führen sie ihn hinaus zur Kreuzigung. 
Sie zwingen einen Mann namens Simon von Zyrene, das Kreuz für Jesus zu tragen, und bringen ihn dann zur Stätte namens Golgatha, wo sie ihn kreuzigen. Sie teilen seine Kleider unter sich auf und setzen über seinem Kopf die Inschrift "Der König der Juden". Zwei Räuber werden ebenfalls gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 
Vorbeigehende Menschen verspotten Jesus und fordern ihn auf, vom Kreuz herabzusteigen, wenn er wirklich der Messias sei. Sogar die Hohenpriester und Schriftgelehrten verspotten ihn und zweifeln an seiner göttlichen Macht. 
Während der Kreuzigung wird es finster von der sechsten bis zur neunten Stunde. Jesus ruft mit lauter Stimme zu Gott und gibt dann seinen Geist auf. Der Tempelvorhang reißt entzwei, und ein römischer Hauptmann erkennt in Jesus den Sohn Gottes. Frauen, darunter Maria Magdalena und die Mutter von Jakobus und Josef, sowie viele andere, beobachten das Geschehen aus der Ferne. 

Diese Passage verdeutlicht die tiefen Leiden, die Jesus erlitten hat, sowie die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen um ihn herum, von Hohn und Spott bis hin zu Glauben und Anerkennung. 

Lukas 23:26-49 
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Jesus zur Kreuzigung geführt wird. Simon aus Cyrene wird gezwungen, das Kreuz für Jesus zu tragen. Währenddessen folgt eine große Menschenmenge, darunter viele Frauen, die um ihn weinen. Jesus wendet sich an sie und prophezeit über kommende Leiden. An der Kreuzigungsstätte werden Jesus und zwei Verbrecher gekreuzigt. Jesus betet für diejenigen, die ihn kreuzigen, und bittet den Vater um Vergebung für sie. Die Menschenmenge spottet über ihn und die Soldaten reichen ihm Essig, während sie ihn verspotten und behaupten, er solle sich selbst retten, wenn er der König der Juden sei. Über Jesus ist eine Inschrift angebracht, die ihn als den König der Juden bezeichnet. Einer der Verbrecher spottet über Jesus, aber der andere bittet um Erbarmen und bekommt von Jesus die Zusicherung, dass er mit ihm im Paradies sein wird. Als Jesus stirbt, kommt eine Finsternis über das Land, die Sonne verliert ihren Schein und der Vorhang im Tempel zerreißt. Ein römischer Hauptmann erkennt die Göttlichkeit Jesu an, und die Menschenmenge, die alles gesehen hat, kehrt betroffen nach Hause zurück, während Jesus' Bekannte aus der Ferne zuschauen. 

Johannes 19:16-37 
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Jesus zur Kreuzigung geführt wird und am Kreuz stirbt.  
Pilatus übergibt Jesus den Soldaten zur Kreuzigung, und sie bringen ihn zur "Schädelstätte", wo sie ihn und zwei andere kreuzigen. Über seinem Kreuz steht die Inschrift "Jesus von Nazareth, der König der Juden". Die Soldaten teilen seine Kleidung unter sich auf und loten aus, wer sein Unterkleid bekommt. Jesus' Mutter, Maria, und einige andere Frauen stehen am Kreuz. Jesus beauftragt den geliebten Jünger, sich um seine Mutter zu kümmern, und sagt dann, dass alles erfüllt ist. Er bittet um etwas zu trinken, erhält Essig, und dann ruft er aus: "Es ist vollbracht!" und gibt seinen Geist auf. Da es der Rüsttag ‘) war, bitten die Juden darum, dass die Kreuzigungskandidaten vor dem Sabbat sterben, und die Soldaten brechen den Beinen der beiden Verbrecher, aber sie sehen, dass Jesus bereits tot ist. Einer der Soldaten durchbohrt Jesus' Seite mit einer Lanze, und Blut und Wasser fließen heraus. Dies erfüllt die Schrift, dass keine seiner Knochen gebrochen werden, und eine andere Schrift, dass sie auf den blicken werden, den sie durchbohrt haben. 

  • *) Der Rüsttag bezeichnet im jüdischen Kalender den Tag vor einem Feiertag oder Sabbat, an dem Vorbereitungen getroffen werden, um die Feiertagsruhe einzuhalten. An diesem Tag werden traditionell alle Arbeiten erledigt, die während des Feiertags oder Sabbats verboten sind, wie das Zubereiten von Mahlzeiten und das Entzünden von Feuer. Es ist ein Tag der Vorbereitung auf den kommenden religiösen Ruhetag. 

Die Ereignisse der Kreuzigung Jesu werden im Buch Mormon, insbesondere in 3. Nephi, Kapitel 8 und 9, beschrieben: 

  • 3. Nephi 8 beschreibt die Zeichen und Wunder, die in Amerika auftraten, als Jesus Christus in Jerusalem gekreuzigt wurde. Es erwähnt unter anderem Finsternis, große Zerstörungen und Erdbeben. 
     
  • 3. Nephi 9 enthält die Worte von Jesus Christus selbst, als er nach seiner Auferstehung zu den Menschen in Amerika spricht. Er erklärt, dass diese Zeichen die Erfüllung der Prophezeiungen der Propheten in Amerika über sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung waren. Er bezeugt seine Göttlichkeit und sein Opfer für die Menschheit. 

Diese Passagen im Buch Mormon bieten eine zusätzliche Perspektive auf die Ereignisse der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi und bestätigen das Zeugnis der alten Propheten von seiner Mission und seiner Göttlichkeit. 

Welche Anregung entnimmst du für dich von den letzten Worten Jesu am Kreuz: Vater vergib ihnen ... ? 

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Mittwoch, 27. März 2024

Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten

 

Jesus in Gethsemane
(Bild: Quelle; Screenshot)

“Als es dann Abend geworden war, fand er sich dort mit den Zwölfen ein; 18 und während sie bei Tische saßen und das Mahl einnahmen, sagte Jesus: „Wahrlich ich sage euch: Einer von euch wird mich überantworten (oder: verraten), einer, der hier mit mir ißt” (Ps. 41,10). 19 Da wurden sie betrübt und fragten ihn, einer nach dem andern: „Ich bin es doch nicht?” (Markus 14:17-19). 

Der Gründonnerstag, auch als Hoher Donnerstag oder Heiliger Donnerstag bekannt, ist in einigen Kirchen ein wichtiger Tag in der Liturgie (in einigen Glaubensgemeinschaften die offiziell festgelegte Form des christlichen Gottesdienstes) und Teil der Karwoche. 

Hier sind einige interessante Hintergrundinformationen zum Gründonnerstag: 

  • Ursprung des Namens: 
    Der Name "Gründonnerstag" leitet sich möglicherweise vom althochdeutschen Wort "grinan" ab, was "weinen" bedeutet. Es könnte sich auf die Reue und das Weinen der Jünger Jesu beziehen, als er ihnen beim Abendmahl seine bevorstehende Passion ankündigte. 
  • Abendmahl und Fußwaschung: 
    Der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern hielt. Während dieses Mahls brach er das Brot und reichte den Kelch mit Wein und sagte, dass diese Symbole seinen Leib und sein Blut repräsentieren. Außerdem vollzog Jesus die Fußwaschung, ein Akt der Demut und Dienstbereitschaft, der die Jünger dazu ermutigte, einander in Liebe zu dienen.  

Die Erzählung vom letzten Abendmahl und der Fußwaschung findet sich in allen vier Evangelien des Neuen Testaments. Hier sind Schriftstellen, die auf das letzte Abendmahl und die Fußwaschung hinweisen: 

  • Matthäus 26:26-28 (Lutherbibel 2017): 
    "Während sie aßen, nahm Jesus das Brot, sprach den Lobpreis und brach es, gab es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst! Das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus! Denn das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden." 
  • Markus 14:22-24 (Lutherbibel 2017): 
    "Während des Mahls nahm er Brot, sprach den Lobpreis, brach es, gab es ihnen und sagte: Nehmt! Das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird." 
  • Lukas 22:19-20 (Lutherbibel 2017): 
    "Dann nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach es und gab es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird." 
  • Johannes 13:1-17 (Lutherbibel 2017): 
    Die Fußwaschung wird im Johannesevangelium beschrieben, beginnend mit Johannes 13:1-17. Hier wäscht Jesus die Füße seiner Jünger und ermutigt sie, einander in Demut zu dienen. 

Diese Schriftstellen verdeutlichen die Worte und Handlungen Jesu beim letzten Abendmahl, einschließlich der Einsetzung des Abendmahlsymbols (Brot und Wein) sowie der Bedeutung seiner selbstlosen Handlung der Fußwaschung als Beispiel für dienende Liebe. 

  • Liturgische Farbe: 
    In der römisch-katholischen Kirche ist die liturgische Farbe für den Gründonnerstag Weiß oder Rot. Weiß repräsentiert die Freude und Reinheit des Abendmahls, während Rot auf das Blut Christi hinweist. In einigen Traditionen wird jedoch auch Grün als liturgische Farbe für den Gründonnerstag verwendet. 
  • Österliches Triduum: 
    Der Gründonnerstag markiert den Beginn des österlichen Triduums, einer liturgischen Periode, die auch den Karfreitag und Karsamstag umfasst. Das österliche Triduum ist eine Zeit intensiver liturgischer Feiern, die auf die Auferstehung Jesu am Ostersonntag hinführen. 
    Die drei österlichen Tage bilden den Höhepunkt des katholischen Kirchenjahres und wollen die Heilstaten Gottes in das Hier und Heute unseres Lebens holen – mit Hilfe einer mehr als außergewöhnlichen Liturgie (in einigen Glaubensgemeinschaften die offiziell festgelegte Form des christlichen Gottesdienstes). 
  • Stille Feier des Altarsakraments: 
    Nach der Messe am Gründonnerstag bleibt der Altar in vielen christlichen Kirchen oft leer und wird in Stille vorbereitet. Dies symbolisiert das Verlassen des Tabernakels und erinnert daran, dass Jesus nach dem letzten Abendmahl gefangen genommen wurde. 
    “In vorwiegend katholischen Regionen bleiben die Kirchenglocken zwischen Gründonnerstag und Karsamstag stumm, um das Leiden und den Tod Christi zu betrauern. Erst am Ostersonntag läuten sie wieder.” (Im Licht christlichen Brauchtums bedeutet mir Ostern noch mehr; Hannah Mortenson). 
  • Volksbrauchtum: 
    In einigen Regionen gibt es auch Volksbrauchtum zum Gründonnerstag, wie das Essen von grünem Gemüse oder die Zubereitung von grünen Speisen. Der Brauch ist regional unterschiedlich und hat oft symbolische Bedeutungen für Fruchtbarkeit und Erneuerung. 
    In Russland zum Beispiel bereitet man sich auf Ostern vor, indem man an diesem Tag sehr früh aufsteht, um das ganze Haus von oben bis unten blitzblank zu putzen. 
    „Wir strengen uns so an und putzen das Haus, weil wir daran denken wollen, wie Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hat“, erklärte Mama. „Er hat Liebe gezeigt und immer geholfen, und wir wollen zuhause so helfen, wie Jesus es getan hat. Heute ist ein Tag, an dem wir an Jesus denken sollen!“ (Bereit für Ostern; Amber Healey). 

Der Gründonnerstag hat tiefe theologische Bedeutung und wird von verschiedenen christlichen Konfessionen weltweit in ihren liturgischen Traditionen zelebriert. Es ist der Abend vor Jesu Kreuzigung, an dem Jesus mit seinen Jüngern das `Abschiedsmahl´ einnahm (Markus 14:12-31 oder auch Matthäus 26:17-35; Lukas 22:7-38; Johannes 13:1-30; vergleiche 1 Korinther 11:23-26), seinen Jüngern die Füße wusch (Johannes 13), die letzten seiner Lehren überbrachte (Johannes 13:31 bis 17:26), im Garten Gethsemane von allen verlassen, ganz allein die Kelter trat, indem er das Leid und die Sünden der gesamten Menschheit auf sich nahm (Markus 14:32-42 oder auch Matthäus 26:36-47; Lukas 22:39-46; Johannes 18:1), von Judas durch einen Kuss an die römischen Soldaten verraten (Markus 14:43-52 oder auch Matthäus 26:47-56; Lukas 22:47-53; Johannes 18:2-11), verhört und misshandelt wurde (Markus 14:43-65 oder auch Matthäus 26:57-68; Lukas 22:54-71; Johannes 18:12-28). 
Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel spricht in diesem Zusammenhang von „der einsamsten Reise …, die jemals unternommen wurde“, und merkt an, „die nächsten Stunden sollten der ganzen Menschheitsgeschichte einen neuen Sinn geben. … Die Stunde des Sühnopfers war gekommen. Gottes eigener Sohn, sein einziggezeugter Sohn im Fleisch, war im Begriff, der Erretter der Welt zu werden.“ (Jeffrey R. Holland, „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, Der Stern, Januar 1996, Seite 61). 

  • William Tindale übersetzte unser Wort Sühnopfer mit Atonement. Endungen mit der Erweiterung `ment´ im Englischen bedeuten `Prozess´ oder `Produkt´. `At one´ bedeutet so viel wie eins, einig. `At one ment´ beschreibt also den Prozess oder das Produkt, wodurch wir `eins mit Gott werden´. Durch das Sühnopfer können wir`eins mit Gott werden´. 

Bist du in deinem Leben schon mal allein gelassen und verraten worden? Wie hast du dich da gefühlt? 

findechristus.org 

Dienstag, 26. März 2024

Was wollt ihr mir geben, dass ich ihn euch in die Hände liefere?

 

(Bild: Quelle)

“Hierauf ging einer von den Zwölfen namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern 15 und sagte: „Was wollt ihr mir geben, daß ich ihn euch in die Hände liefere?” Da zahlten sie ihm dreißig Silberstücke**) aus (Sach. 11,12). 16 Von da an suchte er nach einer guten Gelegenheit, um ihn zu überliefern (= zu verraten).” (Matthäus 26:14-16). 

Im gestrigen Blogbeitrag wurde an zweiter Stelle in der Aufzählung der Ereignisse in der Karwoche, der Spy Wednesday genannt. 

Der Begriff "Spy Wednesday" (auf Deutsch auch "Späher-Mittwoch") wird in englischsprachigen Ländern für den Mittwoch der Karwoche verwendet. Die Bezeichnung “Spy Wednesday” leitet sich von der Tatsache ab, dass Judas als eine Art Spion in die Mitte der Jünger eindrang. Der Name bezieht sich auf die biblische Erzählung, dass an diesem Tag Judas Iskariot einen Pakt mit den Hohenpriestern einging, um Jesus zu verraten (Matthäus 26:14–16; Markus 14:10–11). 

Die Evangelien berichten, dass Judas an diesem Mittwoch zu den Hohenpriestern ging und mit ihnen eine Vereinbarung traf, Jesus für 30 Silberstücke zu verraten (Matthäus 26:14–16). Die 30 Silberstücke, die in den Evangelien als die Belohnung für den Verrat Jesu durch Judas Iskariot erwähnt werden, haben eine symbolische und historische Bedeutung:  

  • Der Wert der 30 Silberstücke entsprach nach biblischer Überlieferung dem Preis, den ein Sklave wert war. Es wurde in Anlehnung an den Propheten Sacharja als der Preis für einen "wertlosen" oder "verworfenen" Sklaven betrachtet (Sacharja 11:12–13). Die 30 Silberstücke wurden also zu einem tragischen Symbol für Verrat und den geringen Wert, der Judas für dessen Verrat zugeschrieben wurde. Die 30 Silberstücke waren der symbolische Preis für einen "wertlosen" oder "verworfenen" Sklaven, wie es in der alttestamentlichen Prophetie im Buch Sacharja beschrieben wurde. Diese symbolische Handlung betonte den Verrat und die Geringschätzung, die Judas durch seine Handlung ausdrückte. Es war nicht als Aussage über den Wert von Jesus Christus gemeint, sondern über die geringe Wertschätzung, die Judas durch seine Entscheidung zeigte.  

Der Verrat durch Judas führte schließlich zur Verhaftung und Kreuzigung Jesu Christi, was eine zentrale Rolle in der christlichen Lehre über die Erlösung und den Opfertod Jesu spielt. 
 
Nach der biblischen Überlieferung wollte Judas Iskariot das Geld zurückgeben. Sie nahmen es nicht an und Judas warf es in das Tempelhaus. Das konnten die Hohenpriestern nicht dulden, da es Blutgeld war und sie kauften damit den sogenannten "Töpferackerl" oder "Blutackerl" (Matthäus 27:3-10; Sacharja 11:12-13). Es handelte sich dabei wahrscheinlich um einen Acker, der entweder für das Begräbnis von Fremden oder als ein Feld für die Töpfer benutzt wurde. Die genaue Bedeutung des Ausdrucks "Töpferackerl" ist nicht eindeutig, und es gibt verschiedene Interpretationen. 

"Spy Wednesday" wird in einigen christlichen Traditionen als Tag der Betrachtung des Verrats und der Undankbarkeit angesehen. Gemeinden können Gottesdienste abhalten, die sich auf diese Thematik konzentrieren, und Gläubige können diesen Tag nutzen, um über die Bedeutung des Verrats und des Leidens in der Karwoche nachzudenken. Es ist wichtig zu beachten, dass der Begriff "Spy Wednesday" selbst möglicherweise nicht in allen christlichen Traditionen gebräuchlich ist, und die spezifischen Bräuche und Gottesdienste können je nach Konfession variieren. 

Nach den biblischen Erzählungen hatte Judas Iskariot unterschiedliche Beweggründe für seinen Verrat an Jesus. Die Evangelien bieten verschiedene Perspektiven auf die Motive von Judas, und es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage.  

Hier sind einige der möglichen Gründe, die in den Evangelien angedeutet werden: 

  • Geldgier: In Matthäus 26:14–16 und Markus 14:10–11 wird erwähnt, dass Judas von den Hohenpriestern 30 Silberstücke als Belohnung für den Verrat Jesu annahm. Dies deutet darauf hin, dass Geldgier ein möglicher Faktor für seinen Verrat war. 
  • Unzufriedenheit mit Jesus' Handlungen: In Johannes 12:4–6 wird berichtet, dass Judas Unzufriedenheit darüber äußerte, dass teures Salböl verschwendet wurde, das angeblich für die Armen hätte verkauft werden können. Dies könnte auf eine Unzufriedenheit mit Jesus' Prioritäten hindeuten. 
  • Enttäuschung über Jesu Königtum: Einige glauben, dass Judas sich möglicherweise von Jesus enttäuscht fühlte, weil er nicht die politische Macht ergriff, um Israel von der römischen Besatzung zu befreien. Judas könnte gehofft haben, dass Jesus sich als politischer Befreier erweisen würde. 
  • Möglicher Einfluss von Satan: In Lukas 22:3 wird erwähnt, dass Satan in Judas fuhr, um ihn dazu zu bewegen, Jesus zu verraten. Dies lässt Raum für die theologische Interpretation, dass es eine spirituelle Komponente gab, die den Verrat beeinflusste. 

Es ist wichtig zu betonen, dass die Beweggründe von Judas Iskariot letztendlich nicht vollständig verstanden werden können. Die Evangelien bieten unterschiedliche Einblicke, und viele Details bleiben unklar. Judas' Handlung steht als ein tragisches Beispiel für Verrat und menschliches Versagen in der christlichen Tradition. 

Welche Beweggründe hatte deiner Meinung nach Judas wohl für den Verrat an Jesus? 

findechristus.org 

Montag, 25. März 2024

Nahmen sie Palmenzweige, zogen hinaus ihm entgegen

 

(Bild: Quelle)

“Als dann am folgenden Tage von der Volksmenge, die zum Fest gekommen war, ein großer Teil erfuhr, daß Jesus auf dem Wege nach Jerusalem sei, 13 nahmen sie Palmenzweige, zogen hinaus ihm entgegen und riefen laut: „Hosianna! Gepriesen (oder: gesegnet) sei, der da kommt im Namen des Herrn und als der König Israels!” (Johannes 12:12-13

Auf Weihnachten bereiten sich viele Gläubige durch die Adventszeit vor. Vier Wochen vor Heiligabend beginnt die Zeit der Erwartung der Geburt Jesu. Viele Bräuche tragen dazu bei, sich in dieser Zeit in besonderer Weise gedanklich auf die Ankunft Jesu einzustellen. Gordon B. Hinckley (1910–2008) hat einst gesagt: „Es gäbe kein Weihnachten, wenn es kein Ostern gegeben hätte. Der kleine Jesus in Betlehem wäre nichts weiter als ein gewöhnliches Baby gewesen, wenn es Getsemani und Golgota und seine triumphale Auferstehung nicht gegeben hätte.“ (Gordon B. Hinckley, „Die wundersame und wahre Weihnachtsgeschichte“, Liahona, Dezember 2000, Seite 6). 

In der christlichen Tradition gibt es verschiedene Vorbereitungstage in der Karwoche auf das Osterfest. Die Karwoche ist eine Zeit der Besinnung, des Gebets und der Vorbereitung auf das Osterfest.  

„Es ist angebracht, dass wir unsere Gedanken in der Woche, die zwischen Palmsonntag und dem Ostermorgen liegt, Jesus Christus zuwenden, der Quelle des Lichts, des Lebens und der Liebe.“ (“Der Weg des Jüngers”; damals Präsident Dieter F. Uchtdorf). 

Hier sind einige der wichtigsten Tage dieser Woche: 

  1. Palmsonntag (Sonntag vor Ostern):
    Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert. Gläubige tragen Palmzweige, um diesen Ereignissen zu gedenken. 
  1. Spy Wednesday: 
    Dieser Tag liegt zwischen dem Palmsonntag und dem Gründonnerstag. In einigen Traditionen wird dieser Tag als der Tag betrachtet, an dem Judas Iskariot beschloss, Jesus zu verraten. 
  1. Gründonnerstag: 
    Der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. In vielen Gemeinden gibt es Abendmahlsgottesdienste, und es wird oft der Fußwaschung gedacht. 
  1. Karfreitag: 
    Am Karfreitag wird des Kreuzestodes Jesu Christi gedacht. Es ist ein Tag der Trauer und Buße. Gottesdienste finden oft in Stille und mit besonderem Nachdruck auf dem Leiden Christi statt. 
  1. Karsamstag (Heiliger Samstag): 
    Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu. In einigen Gemeinden gibt es Osterfeuer oder -lichter, die die Auferstehung symbolisieren. Die Messe der Osternacht wird oft in der Nacht zum Ostersonntag gefeiert. 
  1. Ostersonntag: 
    Der Ostersonntag ist das zentrale Fest der christlichen Kirche, da er die Auferstehung Jesu feiert. Gottesdienste am Ostersonntag sind oft festlich und mit Freude gefüllt. Gemeinden feiern die Auferstehung mit Liedern, Gebeten und festlichen Mahlzeiten. 

Die genauen Bräuche und Rituale können je nach christlicher Konfession und regionalen Traditionen variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die oben genannten Tage in verschiedenen Kirchen unterschiedlich betont werden können. 

Palmsonntag markiert in der christlichen Tradition den Beginn der Karwoche *) und erinnert an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem, wie er in den Evangelien beschrieben wird.  

  • *) Die Karwoche ist die letzte Woche vor Ostersonntag und die Kernzeit der österlichen Passionszeit. Sie ist für Christen die wichtigste Woche des Kirchenjahres. Das Wort Kar stammt vom althochdeutschen Wort “chara” oder “kara” und bedeutet Kummer, Trauer, sich sorgen, klagen. Die Karwoche ist eine Zeit des Klagens und des Trauerns. Sie beginnt am letzten Sonntag vor Ostern und endet am Karsamstag. 

Hier sind einige Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen des Palmsonntags: 

  1. Bibelstellen: 
    Die Ereignisse des Palmsonntags werden in allen vier Evangelien des Neuen Testaments beschrieben: Matthäus 21:1-11, Markus 11:1-11, Lukas 19:28-44 und Johannes 12:12-19
  1. Der Einzug in Jerusalem:
    Jesus zog nach Jerusalem anlässlich des jüdischen Festes Passah (auch Pessach genannt). Pessach ist ein wichtiges Fest im jüdischen Kalender, das an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. Gemäß den Evangelien des Neuen Testaments der Bibel geschah der Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag, wenige Tage vor dem Passahfest. 
  • Die Evangelien berichten, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt einzog und von Menschen mit Palmzweigen begrüßt wurde. Diese Szene erfüllte eine alttestamentliche Prophetie aus dem Buch Sacharja (Sacharja 9:9), die besagte, dass der Messias auf einem Esel reiten würde. Die Menschen in Jerusalem erkannten in diesem Einzug ein messianisches Zeichen und begrüßten Jesus mit den Worten "Hosanna dem Sohn Davids!" und breiteten ihre Kleider und Palmzweige auf seinem Weg aus. 
  • Der Einzug Jesu in Jerusalem markiert den Beginn der Passionswoche oder Karwoche, die mit den Ereignissen von Gründonnerstag, Karfreitag und schließlich der Auferstehung am Ostersonntag endet. Der Einzug in Jerusalem symbolisiert für viele Christen den Triumph des messianischen Königs, der jedoch einen anderen Charakter hatte als die weltlichen Königseinzüge, die zu dieser Zeit üblich waren. Jesu Königtum wurde nicht durch politische Macht oder irdische Herrschaft, sondern durch geistliche Erlösung und Liebe dargestellt. 
  1. Symbolik des Esels: 
    Der Einzug Jesu in Jerusalem auf einem Esel hatte mehrere symbolische Bedeutungen, die auf biblischen Prophezeiungen basierten und theologische Aspekte seines messianischen Dienstes betonten: 
  • Erfüllung prophetischer Verheißungen: Der Einzug auf einem Esel erfüllte eine alttestamentliche Prophezeiung aus dem Buch Sacharja (Sacharja 9;9). Die Menschen in Jerusalem erkannten in diesem Handeln eine Bestätigung für Jesus als den verheißenen Messias. 
  • Betonung von Frieden und Demut: Im Gegensatz zu königlichen Einzügen, die auf Pferden oder Streitwagen stattfanden und Macht und Krieg symbolisierten, wählte Jesus einen Esel, ein Symbol für Frieden und Demut. Dies unterstrich seine Botschaft von einem geistlichen Königtum und einem Reich, das nicht auf weltlichen Machtstrukturen basierte. 
  • Zeichen des kommenden Reiches Gottes: Der Einzug Jesu auf einem Esel war ein symbolisches Zeichen für das sich nähernde Reich Gottes. Jesus brachte eine Botschaft des Friedens, der Vergebung und der Erlösung, und sein Einzug in Jerusalem war eine Ankündigung dieser geistlichen Wirklichkeit. 
  • Abgrenzung von politischen Erwartungen: Indem Jesus auf einem Esel ritt, setzte er sich bewusst von den politischen Erwartungen der Menschen ab, die einen politischen Befreier und militärischen Herrscher erwarteten. Sein Königtum war nicht von dieser Welt, sondern von einer höheren, geistlichen Ordnung. 

Der symbolische Einzug auf einem Esel trug dazu bei, die Einzigartigkeit von Jesu messianischem Dienst zu betonen und seine Rolle als Friedensfürst und Erlöser zu verdeutlichen. 

  1. Erfüllung prophetischer Verheißungen:
    Das Geschehen am Palmsonntag wurde von den Evangelisten auch als Erfüllung alttestamentlicher Prophezeiungen betrachtet, insbesondere in Bezug auf den verheißenen Messias. 
  1. Bedeutung für Christen: 
    Der Einzug Jesu in Jerusalem wird von Christen als bedeutsames Ereignis betrachtet, das den Beginn der Leidensgeschichte und der Ereignisse der Karwoche markiert. Es symbolisiert auch die königliche Natur Jesu, wird jedoch durch die Wahl des Esels betont, um auf seine Rolle als Friedensfürst hinzuweisen. 

Palmsonntag dient als Vorbereitung auf die intensiven Ereignisse der Karwoche, die mit dem Leiden, dem Tod und schließlich der Auferstehung Jesu Christi endet. Der Name "Palmsonntag" leitet sich von den Palmzweigen ab, die die Menschen bei Jesu Einzug in Jerusalem schwenkten und ihm zu Ehren ausbreiteten. 

Die Verwendung von Palmzweigen beim Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag ist mit mehreren symbolischen Bedeutungen verbunden: 

  • Königlicher Einzug:
    In der Antike wurden Palmzweige oft bei königlichen Einzügen verwendet, um Herrscher oder Eroberer zu begrüßen. Indem die Menschen in Jerusalem Palmzweige ausbreiteten, zeigten sie ihre Erwartung an einen königlichen Messias, einen Retter und König, der in ihrem Leben und in der Geschichte herrschen würde. 
  • Symbol des Sieges und Triumphs:
    Palmzweige waren auch ein Symbol des Sieges in der römischen Kultur. Sie wurden oft bei Triumphzügen verwendet, um einen siegreichen Feldherrn oder Kaiser zu ehren. Der Einsatz von Palmzweigen am Palmsonntag deutete also auf einen triumphalen Einzug Jesu hin, nicht im Sinne eines irdischen Herrschers, sondern als den Sieg über die Sünde und den Tod. 
  • Erfüllung von Prophezeiungen:
    Die Verwendung von Palmzweigen am Palmsonntag erinnerte an alttestamentliche Prophezeiungen, insbesondere an Psalmen wie Psalm 118, in dem die Worte "Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!" vorkommen. Diese Prophezeiungen wurden mit dem Messias und seinem Einzug in Verbindung gebracht. 
  • Zeichen der Freude und Festlichkeit:
    Palmzweige wurden traditionell auch bei festlichen Anlässen, insbesondere bei jüdischen Festen wie dem Laubhüttenfest, verwendet. Ihre Verwendung am Palmsonntag verlieh der Feier eine festliche Atmosphäre und betonte die Freude über die Ankunft des Messias.
     
  • Kleider auf dem Weg ausbreiten:
    Das Ausbreiten von Kleidern auf dem Weg (Matthäus 11:8) war eine symbolische Geste der Ehrerbietung und Huldigung. Diese Praxis wurde in der Bibel auch bei königlichen Einzügen verwendet. Indem die Menschen ihre Kleider auf den Weg ausbreiteten, zeigten sie, dass sie bereit waren, Jesus als König anzuerkennen und ihm Ehre zu erweisen. Es war eine Handlung der Huldigung und der symbolischen Unterordnung unter seine Autorität. 

Beide Symbole zusammen – Palmzweige und ausgebreitete Kleider – betonten die messianische Natur von Jesus und wurden von der Menschenmenge in Jerusalem als Ausdruck ihrer Hoffnung auf einen Befreier und Erlöser interpretiert. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Gesten darauf hinweisen, dass die Menschen in dieser Zeit Jesus als königlichen Messias begrüßten, auch wenn ihre Vorstellungen von seinem Königtum sich von seinen eigenen geistlichen Lehren unterschieden. 

Welche Bedeutung hatte es deiner Meinung nach, dass das Volk Jesus mit Palmzweigen begrüßte? 

findechristus.org 

Samstag, 23. März 2024

Hört auf diese Worte und glaubt an Christus

 

Nephi schreibt sein Zeugnis auf
(Bild: Quelle; Screenshot)

“Und nun, meine geliebten Brüder und auch Juden und all ihr Enden der Erde, hört auf diese Worte und glaubt an Christus; und wenn ihr nicht diesen Worten glaubt, so glaubt an Christus. Und wenn ihr an Christus glaubt, so werdet ihr an diese Worte glauben, denn es sind die Worte von Christus, und er hat sie mir gegeben; und sie lehren alle Menschen, dass sie Gutes tun sollen.” (2. Nephi 33:10). 

  • Dieser Vers bringt die zentrale Botschaft hervor, dass der Glaube an Christus grundlegend ist und dass die Worte, die Nephi niedergeschrieben hat, von Christus stammen und die Lehre enthalten, Gutes zu tun. Es betont die Verbindung zwischen dem Glauben an Christus und dem Glauben an die übermittelten Lehren als Wegweiser für ein gutes Leben. 

Zusammenfassung von 2. Nephi 33:10-15: 

In diesen Versen ruft Nephi seine Brüder, die Juden und alle Menschen auf, an Christus zu glauben. Er betont, dass die Worte, die er niedergeschrieben hat, die Worte von Christus sind und alle Menschen dazu aufrufen, Gutes zu tun. Nephi erklärt, dass Christus am letzten Tag mit Macht und Herrlichkeit zeigen wird, dass diese Worte von ihm stammen. Trotz seiner Schwachheit hat Nephi diese Worte auf göttlichen Befehl niedergeschrieben. Er betet, dass viele errettet werden mögen, wenn nicht alle, wenn der letzte Tag kommt. Nephi richtet eine Abschiedsbotschaft an alle Menschen, insbesondere an das Haus Israel, und fordert sie auf, bis zum großen Tag zu leben. 

Für diejenigen, die nicht an die Güte Gottes glauben und die Worte der Juden, von Nephi und die Worte des Lammes Gottes nicht beachten, verkündet Nephi ein Abschied für immer. Diese Worte werden am letzten Tag als Anklage dienen, und das, was Nephi auf Erden versiegelt hat, wird vor den Gerichtsschranken gegen sie verwendet werden. Nephi gehorcht dem Gebot des Herrn und schließt mit einem "Amen". 

Aus den Versen 10-15 von 2. Nephi 33 können wir mehrere wichtige Lehren für unser heutiges Leben ziehen: 

  1. Glaube an Christus: Nephi betont die zentrale Bedeutung des Glaubens an Christus. In unserer modernen Zeit ist ein fester Glaube an Jesus Christus entscheidend, um spirituelle Orientierung, Hoffnung und Errettung zu finden. 
  2. Vertrauen in die Worte von Christus: Nephi fordert dazu auf, an die Worte von Christus zu glauben, die er niedergeschrieben hat. Dies erinnert uns daran, dass die Schriften und Lehren der Bibel und anderer heiliger Texte eine verlässliche Quelle für geistige Führung und Weisheit sind. 
  3. Selbstprüfung und Zeugnis durch die Macht Christi: Nephi ermutigt dazu, selbst zu urteilen, ob seine Worte die Worte von Christus sind. Er weist darauf hin, dass Christus am letzten Tag mit Macht und Herrlichkeit zeigen wird, dass diese Worte von ihm stammen. Dies ermutigt uns zur Selbstprüfung und zur Suche nach göttlicher Bestätigung. 
  4. Gebet für die Errettung: Nephi betet zum Vater im Namen Christi für die Errettung vieler, wenn nicht aller. Diese Lehre erinnert uns daran, dass Gebet ein mächtiges Mittel ist, um göttlichen Beistand und Segnungen für uns selbst und andere zu erbitten. 
  5. Abschied und Warnung vor Konsequenzen: Nephi spricht eine klare Warnung an diejenigen aus, die die Worte der Juden, von Nephi und die Worte des Lammes Gottes nicht beachten. Dies kann als Erinnerung dienen, dass unsere Entscheidungen Konsequenzen haben und dass wir achtsam sein sollten, welche Lehren wir annehmen und befolgen. 
  6. Gehorsam gegenüber göttlichen Geboten: Nephi gehorcht dem Gebot des Herrn, die Worte niederzuschreiben, und betont, dass das, was er auf Erden siegelt, vor den Gerichtsschranken verwendet wird. Die Lehre hier ist die Wichtigkeit des Gehorsams gegenüber göttlichen Geboten und der Verantwortung für unsere Handlungen. 

Diese Lehren können uns helfen, einen tieferen Glauben an Christus zu entwickeln, unser Leben in Einklang mit göttlichen Prinzipien zu führen und uns auf die Errettung vorzubereiten. 

Die Worte Nephis, wie sie in den heiligen Schriften des Buches Mormon festgehalten sind, werden von Gläubigen als inspirierte Lehren betrachtet. Die Bedeutung dieser Worte für unsere Zeit hängt von der individuellen religiösen Überzeugung ab. Für Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und andere, die das Buch Mormon als heilige Schrift anerkennen, haben die Worte Nephis eine zentrale Bedeutung. Hier sind einige Gründe, warum diese Worte als wichtig erachtet werden können: 

  • Geistige Führung: Gläubige sehen die Worte Nephis als von Gott inspiriert an und betrachten sie als Quelle für geistige Führung und Erleuchtung in ihrem Leben. 
  • Lehren über Christus: Die Lehren Nephis betonen den Glauben an Christus und erinnern an die zentralen Prinzipien des Evangeliums. In einer Zeit, die oft von Unsicherheit und Veränderungen geprägt ist, bieten diese Lehren Orientierung und Hoffnung. 
  • Ethik und Moral: Die Worte Nephis ermahnen dazu, Gutes zu tun und sich von Sünden abzuwenden. Diese ethischen und moralischen Prinzipien haben zeitlose Bedeutung und können als Richtschnur für ein tugendhaftes Leben dienen. 
  • Verantwortung und Rechenschaft: Nephi spricht von der Verantwortung vor Gott und davon, dass das, was auf Erden versiegelt wird, vor den Gerichtsschranken vorgebracht wird. Diese Lehre betont die individuelle Rechenschaft und den Einfluss der eigenen Handlungen auf die Ewigkeit. 
  • Hoffnung und Errettung: Nephis Gebet für die Errettung vieler auf dem großen und letzten Tag spricht von der Hoffnung auf göttliche Barmherzigkeit und die Möglichkeit der Erlösung für alle, die an Christus glauben. 

Welche Reaktion lösen die Abschiedsworte Nephis in dir aus? 

findechristus.org 

Freitag, 22. März 2024

Die Worte, die ich in Schwachheit geschrieben habe, werden für mein Volk stark gemacht werden

 

Die Macht des Wortes: "Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.”
(Bild: Quelle)

“Und ich weiß, Gott, der Herr, wird meine Gebete weihen, zum Nutzen meines Volkes. Und die Worte, die ich in Schwachheit geschrieben habe, werden für mein Volk stark gemacht werden; denn das bewegt es dazu, Gutes zu tun; es bringt ihm Kunde von seinen Vätern; und es spricht von Jesus und bewegt es, an ihn zu glauben und bis ans Ende auszuharren, und das ist ewiges Leben.” (2. Nephi 33:4). 

  • In diesem Vers werden die Elemente von Gebet, göttlicher Führung, dem Nutzen für das Volk, der Stärkung durch Gutes Tun, der Verbindung zu den Vorfahren, dem Zeugnis von Jesus Christus, dem Glauben an ihn und der Ausdauer bis ans Ende zusammengefasst. Es vermittelt die Idee, dass die Worte, die Nephi aufgezeichnet hat, nicht nur von persönlichem Wert sind, sondern auch dazu bestimmt sind, sein Volk zu stärken, zu belehren und auf den Weg des ewigen Lebens zu führen. 

In den Versen 2. Nephi 33:1-9 spricht Nephi darüber, dass er nicht alles aufschreiben kann, da er im Schreiben nicht so mächtig ist wie im Sprechen durch die Kraft des Heiligen Geistes *). Er betont, dass viele Menschen ihre Herzen gegen den Heiligen Geist verhärten **) und deshalb Gottes Wort ablehnen. Trotzdem schätzt Nephi seine eigenen Schriften als wertvoll ein, besonders für sein Volk. Er betet beständig für sein Volk und vertraut darauf, dass seine Worte durch die Macht Gottes gestärkt werden. Nephi betont die Bedeutung seines Schreibens für sein Volk, da es sie dazu bewegt, Gutes zu tun, von ihren Vorfahren zu lernen, von Jesus zu hören und an ihn zu glauben. Er hebt auch hervor, dass seine Worte scharf gegen die Sünde sprechen und dass nur diejenigen, die vom Geist des Teufels beeinflusst sind, darüber verärgert sein werden. Nephi freut sich über die Klarheit und Wahrheit seines Glaubens an Jesus, der seine Seele erlöst hat. Er erklärt seine Liebe für sein Volk, die Juden und alle anderen, aber er hat Hoffnung nur für diejenigen, die sich mit Christus versöhnen, das schmale Tor betreten und auf dem Pfad des Lebens bis ans Ende ausharren. 

  • *) Es ist auch nicht so leicht in einer `Muttersprache´ zu denken und in einer anderen zu schreiben. Nephi dachte in Hebräisch aber schrieb in einer Art Ägyptisch, musste also was er im Sinn hatte, dann erst übersetzen. Nephi hatte das Gefühl, er sei im Schreiben schwach, doch der Herr machte aus seinem Schreiben etwas Mächtiges, insbesondere, wenn wir uns bemühen durch die Macht des Heiligen Geistes zu verstehen. 
     
    “Brüder und Schwestern, ich bezeuge aus tiefstem Herzen, dass die Propheten durch die Macht des Heiligen Geistes sprechen. Sie legen Zeugnis für Christus und seine göttliche Mission auf der Erde ab. Sie geben wieder, was der Herr beabsichtigt und empfindet, und sind dazu berufen, ihn zu repräsentieren und uns zu lehren, was wir tun müssen, um in die Gegenwart Gottes und seines Sohnes Jesus Christus zurückkehren und dort leben zu können.” (“Propheten sprechen durch die Macht des Heiligen Geistes” Elder Ulisses Soares). 
  • **) “Ich meine, wenn man es versäumt, regelmäßig in den heiligen Schriften zu lesen, verhärtet man auf gewisse Weise sein Herz. Verfolgt man diesen Kurs weiter, erhält man das kleinere Maß des Wortes und wird, so befürchte ich, schließlich nichts mehr von den Geheimnissen Gottes wissen. Doch wenn wir täglich die heiligen Schriften in uns aufnehmen, entwickeln wir mehr geistige Kraft und Erkenntnis, entlarven die Täuschungen des Teufels und entdecken die Schlingen, die er ausgelegt hat, um uns zu fangen.” (“Die Kraft des Gotteswortes” Elder Michael John U. Teh). 

Aus den Worten von Nephi in 2. Nephi 33:1-9 können mehrere wertvolle Lehren für unser heutiges Leben gezogen werden: 

  1. Offenheit für den Heiligen Geist: Nephi betont die Wichtigkeit, das Herz nicht gegen den Heiligen Geist zu verhärten. In unserer heutigen Zeit ist es wichtig, offen für spirituelle Eindrücke und Führung zu sein, um persönliches Wachstum und Verständnis zu fördern. 
  2. Wertschätzung für Schrift und Offenbarung: Nephi erachtet seine eigenen Schriften als wertvoll. Dies erinnert uns daran, die heiligen Schriften zu schätzen und nach Offenbarung zu suchen, um geistige Führung in unserem Leben zu erhalten. 
  3. Beständiges Gebet und Glaube: Nephi zeigt, dass er beständig für sein Volk betet und starken Glauben an Christus hat. In unserer heutigen Welt, geprägt von Herausforderungen und Unsicherheiten, ist beständiges Gebet und ein tiefer Glaube an Christus eine Quelle der Kraft und des Trostes. 
  4. Liebe für den Nächsten: Nephi bekundet seine Liebe für sein Volk und betont die Nächstenliebe, sogar für andere Völker. Diese Lehre erinnert uns daran, Liebe und Mitgefühl für unsere Mitmenschen zu hegen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Überzeugungen. 
  5. Abkehr von der Sünde: Nephi unterstreicht, dass seine Worte sich scharf gegen die Sünde aussprechen. Eine zeitgemäße Lektion könnte sein, ein moralisches Leben zu führen, sich von schädlichen Verhaltensweisen abzuwenden und auf den Lehren Jesu Christi zu bauen. 
  6. Hoffnung durch Christus: Nephi findet Freude, Klarheit und Erlösung in Jesus Christus. In unserer Zeit können wir Hoffnung und Trost in Christus finden, besonders in schwierigen Zeiten, und darauf vertrauen, dass er uns erlöst, wenn wir bemüht sind, willig seinem Beispiel zu folgen. 
  7. Beharrlichkeit und Treue: Nephi ermutigt dazu, auf dem Pfad des Lebens bis ans Ende auszuharren. In unserer schnelllebigen Welt ist die Lehre von Ausdauer und Treue besonders relevant, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. 

Diese Lehren können als zeitlose Prinzipien dienen und uns helfen, einen sinnvollen, erfüllten und spirituell ausgerichteten Lebensweg zu gehen. 

Was meinst du ist damit gemeint, dass die in Schwachheit geschriebenen Worte Nephis stark gemacht würden? 

findechristus.org 

Donnerstag, 21. März 2024

Ich sage euch, dass ihr immer beten müsst und nicht ermatten dürft

 

Immer beten?
(Bild: Quelle)

“Aber siehe, ich sage euch, dass ihr immer beten müsst und nicht ermatten dürft; dass ihr vor dem Herrn nichts tun dürft, ohne dass ihr zuallererst im Namen Christi zum Vater betet, dass er dein Handeln dir weihe, damit dein Handeln dir zum Wohlergehen deiner Seele gereiche.” (2. Nephi 32:9). 

  • Dieser Vers betont die Notwendigkeit des beständigen Gebets, der Ausrichtung unserer Handlungen an göttlichen Prinzipien und der Weihe unserer Taten im Namen Christi. Die zentrale Botschaft besteht darin, dass die Kommunikation mit Gott durch Gebet und die bewusste Ausrichtung unserer Handlungen an seinen Lehren zu unserem spirituellen Wohlbefinden beiträgt. 

In 2. Nephi 32:7-9 äußert Nephi seine Trauer über den Unglauben, die Schlechtigkeit und die Unwissenheit der Menschen. Der Geist gebietet ihm, seine Rede einzustellen, und er trauert darüber, dass die Menschen nicht nach Erkenntnis streben, selbst wenn sie sie klar vor Augen haben *). Nephi ermahnt seine Brüder, auf den Geist zu hören, der sie zum Gebet lehrt **). Er betont die Notwendigkeit des andauernden Gebets (ausdauernd: im Herzen weiterbeten; 3 Nephi 20:1) und erklärt, dass sie vor dem Herrn nichts tun sollen, ohne im Namen Christi zum Vater zu beten, damit ihr Handeln zur Wohlfahrt ihrer Seele beiträgt. Es ist eine Aufforderung zur beharrlichen Kommunikation mit Gott und zur Weihe aller Handlungen im Namen Christi. 

  • *) „Die Schätze sowohl der weltlichen als auch der geistigen Erkenntnis sind verborgene Schätze - sie bleiben nämlich denen, die nicht auf die rechte Weise danach trachten, verborgen. … Geistige Erkenntnis gibt es nicht auf bloßes Bitten hin; auch Beten reicht nicht aus. Man braucht Beharrlichkeit und muß sich ganz dafür einsetzen. … Von allen Schätzen der Erkenntnis ist die Gotteserkenntnis der wichtigste.” (The Teachings of Spencer W. Kimball, Hg. Edward L. Kimball, Salt Lake City, 1982, Seite 389f.; zitiert aus: “Geistige Erkenntnis erlangen” Richard G. Scott)” 
  • **) “Ich bete immer 
    Ich bete, wenn ich fröhlich bin. 
    Bin ich traurig, bet ich auch. 
    Ich bete, wenn ich ängstlich bin 
    und selbst mit Wut im Bauch. 
    Mein Vater im Himmel hört mir zu, 
    ganz gleich, wie es mir geht. 
    An jedem Tag, ob früh, ob spät – 
    ich sprech immer mein Gebet.” 
    (Quelle: Teresa Weaver) 

Aus 2. Nephi 32:7-9 können mehrere Lehren für unser Verhalten heute gezogen werden: 

  1. Trauer über geistige Trägheit: Nephi drückt Trauer über den Unglauben, die Schlechtigkeit und Unwissenheit der Menschen aus. Dies erinnert uns daran, die eigene geistige Einstellung zu überprüfen und sich bewusst für den Weg der Erkenntnis und Rechtschaffenheit zu entscheiden. 
  2. Hören auf den Geist: Nephi ermahnt dazu, auf den Heiligen Geist zu hören, der zu Beten lehrt. Heutzutage können wir dies als Aufforderung verstehen, auf göttliche Führung zu achten und im Gebet um Erkenntnis und Leitung zu bitten. 
  3. Beständiges Gebet: Die Aufforderung, immer zu beten und nicht nachzulassen, unterstreicht die Bedeutung eines beständigen Gebetslebens (3 Nephi 20:1). Dies kann dazu beitragen, eine enge Verbindung zu Gott aufrechtzuerhalten und spirituelle Kraft in verschiedenen Lebenssituationen zu empfangen. 
  4. Weihe der Handlungen im Namen Christi: Nephi lehrt, dass wir vor dem Herrn nichts tun sollten, ohne im Namen Christi zum Vater zu beten. Dies erinnert uns daran, unsere Handlungen bewusst zu durchdenken, sie vor Gott zu bringen und um seine Führung zu bitten, damit unser Tun zum Wohl unserer Seele beiträgt *). 
    *) “Es gibt da die Geschichte von der Henne und dem Schwein; die beiden unterhalten sich darüber, wer wie viel zum Frühstück des Bauern beiträgt. Die Henne beklagt sich, dass sie die Eier für das Frühstück liefern muss. Darauf sagt das Schwein: „Ja, aber für dich ist das doch nur ein kleines Opfer. Bei mir erfordert das Frühstück völlige Hingabe!“ 
    Aus dieser Geschichte können wir, die wir der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angehören, natürlich einiges lernen. Wir können uns fragen: Gehören wir zu denen, die meinen, es reiche aus, wenn man gelegentlich das eine oder andere zum Aufbau des Gottesreiches spendet, oder möchten wir unter denen sein, die diesem Werk alles weihen, was sie haben?” (Quelle: “Hingabe und Weihung” Elder Stephen B. Ovesonund Dixie Randall Oveson). 

Insgesamt betont diese Passage die Bedeutung des geistigen Wachstums, der ständigen Kommunikation mit Gott durch Gebet und der Ausrichtung unserer Handlungen an göttlichen Prinzipien für ein erfülltes und wohlgeratenes Leben. 

Wie verstehst du das mit der Aufforderung “immer beten zu müssen”? 

findechristus.org 

Mittwoch, 20. März 2024

Weidet euch an den Worten von Christus

 

(Bild: Quelle)

“Engel reden durch die Macht des Heiligen Geistes; darum reden sie die Worte von Christus. Darum habe ich zu euch gesagt: Weidet euch an den Worten von Christus; denn siehe, die Worte von Christus werden euch alles sagen, was ihr tun sollt.” (2. Nephi 32:3). 

  • Die Formulierung "sich an den Worten weiden" hat eine bildliche Bedeutung und impliziert einen tieferen, nährenden Umgang mit den Lehren oder Worten, auf die Bezug genommen wird. In 2. Nephi 32:3, wo es heißt "Weidet euch an den Worten von Christus", wird damit betont, dass man nicht nur oberflächlich die Worte hören oder lesen sollte, sondern dass man sich intensiv mit ihnen beschäftigen, darüber nachdenken und sie in das eigene Leben integrieren sollte. 
    Der Ausdruck "weiden" ist oft mit der Vorstellung von Grasen oder sich ernähren verbunden. In diesem Kontext könnte es bedeuten, dass man sich kontinuierlich von den Lehren Jesu Christi ernährt, sich mit ihnen sättigt und sie in sein tägliches Leben integriert. Es beinhaltet eine tiefe Beschäftigung mit den Prinzipien und Lehren, um spirituell zu wachsen und eine klare Richtung im Leben zu finden. 

In 2. Nephi 32:1-6 des Buches Mormon setzt Nephi trotz seines Amens am Ende von Kapitel 31 die Thematik fort. Er ermutigt seine Brüder, darüber nachzudenken, was sie nach dem Betreten des rechten Weges tun sollen. Er erinnert sie daran, dass sie, nachdem sie den Heiligen Geist empfangen haben, in der Lage sind, mit der Zunge von Engeln zu sprechen, was durch die Kraft des Heiligen Geistes geschieht. Engel verkünden die Worte Christi, und der Autor rät seinen Brüdern, sich an diesen Worten zu orientieren, da sie alle notwendige Anleitung bieten. Wenn die Worte nicht verstanden werden, liegt dies daran, dass man nicht um Hilfe bittet und nicht anklopft, um göttliche Führung zu erhalten. Nephi betont, dass der Heilige Geist einem alles zeigen wird, was man tun sollte, wenn man auf dem Weg bleibt. Um die Worte Gottes zu verstehen und richtig anzuwenden, reicht es nicht aus sie nur zu lesen, wir müssen uns um die Hilfe des Heiligen Geistes bemühen, denn er ist es, der Wahrheit bezeugt und uns Erkenntnis schenkt. Die Lehre Christi ist ausreichend, und es wird keine weitere Lehre gegeben, bis Christus selbst erscheint. Es wird darauf hingewiesen, dass die Beachtung der Worte Christi das Licht und die Führung im Leben bringt, während das Ignorieren dazu führen kann, im Dunkeln zugrunde zu gehen. 

Vers 2 im Kapitel 32 adressiert die Bedeutung des Heiligen Geistes und dessen Rolle in der Fähigkeit, mit der "Zunge von Engeln" zu sprechen. Hier sind einige mögliche Interpretationen: 

  • Befähigung durch den Heiligen Geist: Der Vers betont, dass die Fähigkeit, "mit der Zunge von Engeln zu reden", durch den Heiligen Geist ermöglicht wird. Das heißt, dass göttliche Kommunikation und Inspiration durch die Kraft des Heiligen Geistes erfolgen. 
  • Höhere spirituelle Kommunikation: Das Sprechen mit der "Zunge von Engeln" könnte darauf hinweisen, dass durch den Heiligen Geist eine erhöhte und spirituell tiefere Form der Kommunikation und Erkenntnis möglich ist. Es könnte auf eine besondere Inspiration oder Offenbarung hinweisen.  
    Ich erkenne hier die Anregung, darauf zu achten, wie ich mit anderen Menschen rede; spreche ich mit der “Zunge von Engeln”, achte ich bei meinem Sprechen auf die Eingebungen des Heiligen Geistes, der mir zeigen wird, was ich tun soll? 
  • Verbindung zu himmlischen Prinzipien: Die "Zunge von Engeln" könnte metaphorisch für die Fähigkeit stehen, in Übereinstimmung mit göttlichen Prinzipien zu sprechen und zu handeln. Diejenigen, die den Heiligen Geist empfangen, werden befähigt, in Einklang mit göttlichen Werten und Lehren zu leben. 

Zusammengefasst ermutigt dieser Vers dazu, die Verbindung zum Heiligen Geist zu erkennen und zu schätzen, der als Vermittler göttlicher Wahrheit und Inspiration fungiert und die Fähigkeit zur göttlichen Kommunikation ermöglicht. 

Aus 2. Nephi 32:1-6 können verschiedene Lehren gezogen werden, die auch für uns in der heutigen Zeit relevant sein können: 

  • Abhängigkeit vom Heiligen Geist: Die Passage betont die Bedeutung des Heiligen Geistes in unserem Leben. In der heutigen Zeit könnten wir uns daran erinnern, dass wir durch die Beachtung des Heiligen Geistes göttliche Führung und Inspiration erhalten können. 
  • Orientierung an den Lehren Christi: Die Aufforderung, sich an den Worten Christi zu orientieren, ist zeitlos. Inmitten verschiedener Meinungen und Einflüsse ist es wichtig, sich an den Grundsätzen und Lehren Christi zu orientieren, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. 
  • Bitten um göttliche Führung: Die Notwendigkeit, um Hilfe zu bitten und anzuklopfen, um göttliche Führung zu erhalten, ist eine wichtige Lektion. In unserer heutigen komplexen Welt sollten wir bewusst nach göttlicher Führung suchen, und zwar durch Gebet und eigenes Nachsinnen, Bewegen im Herzen (siehe auch "Bitten, suchen und anklopfen" Milton Camargo). 
  • Auf dem rechten Weg bleiben: Die Zusage, dass der Heilige Geist einem alles zeigen wird, was man tun sollte, wenn man auf dem rechten Weg bleibt, ist ermutigend. Dies erinnert uns daran, dass Beständigkeit und Treue zu göttlichen Prinzipien uns helfen können, die richtigen Entscheidungen zu treffen (siehe auch “Beständigkeit in Christus”). 
  • Lehren Christi als ausreichend anerkennen: Die Lehre, dass die Lehren Christi ausreichend sind, bietet eine klare Orientierung. In unserer modernen Welt, die von ständigem Wandel geprägt ist, können die zeitlosen Lehren Christi als konstante Quelle der Weisheit dienen. 

Der Vers 6 in 2. Nephi 32 betont, dass die Lehren Christi ausreichend sind. Hier wird gesagt, dass die Lehre Christi alles umfasst, was wir benötigen, um unser Leben zu führen und uns geistig weiterzuentwickeln. Es wird auch darauf hingewiesen, dass es keine weiteren Lehren geben wird, bis Christus selbst wieder erscheint. 

Diese Aussage verdeutlicht, dass die Lehren Christi vollständig und vollkommen sind. Sie bieten uns eine umfassende Anleitung für ein Leben nach göttlichen Prinzipien und für unsere spirituelle Entwicklung. Durch das Studium und die Anwendung dieser Lehren können wir die notwendige Weisheit, Kraft und Führung erhalten, um die Herausforderungen des Lebens zu meistern und uns auf den Weg der Erlösung zu begeben. 

Darüber hinaus wird betont, dass wir, wenn Christus wiederkehrt und uns seine Lehren persönlich verkündet, darauf achten und sie befolgen sollen. Dies unterstreicht die Bedeutung der direkten Anleitung von Christus selbst und bestätigt die Vollkommenheit seiner Lehren. 

Insgesamt zeigt uns dieser Vers, dass wir uns auf die Lehren Christi verlassen können, um uns auf unserem geistigen Weg zu führen, und dass wir bereit sein sollten, auf seine direkte Anleitung zu hören, wenn er persönlich zu uns spricht. 

Zusammengefasst ermutigt diese Passage dazu, sich auf göttliche Führung zu verlassen, sich an den Lehren Christi zu orientieren, um Hilfe zu bitten und auf dem rechten Weg zu bleiben – Lehren, die zeitlos sind und in der heutigen Zeit genauso relevant sind wie damals. 

Wie stellst du es an, dich an den Worten von Christus zu weiden? 

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