Sonntag, 17. Dezember 2017

Sollten sie auch vom Antlitz der Erde abgeschnitten werden

Alma der Jüngere spricht zu seinem Sohn Korianton: „Aber siehe, es wurde dem Menschen bestimmt zu sterben—und so, wie sie vom Baum des Lebens abgeschnitten waren, sollten sie auch vom Antlitz der Erde abgeschnitten werden—, und der Mensch war für immer verloren, ja, zu gefallenen Menschen waren sie geworden.“ (Alma 42:6).
Sollten sie auch vom Antlitz der Erde abgeschnitten werden. Wie ich mir diese Aussage vom abgeschnitten werden vom Antlitz der Erde erkläre: Zum einen wurden Adam und Eva aufgrund ihrer Übertretung (Köstliche Perle Mose 5:11) aus dem Garten von Eden vertrieben, sie wurden also von dem Teil der Erde, der der Garten von Eden war, abgeschnitten (Genesis 3:23-24; Köstliche Perle Mose 4:28,29,31). Zum anderen wird ihre Seele nach der Bewährungszeit in die Geisterwelt gehen, um dort auf die „... Erlösung aus den Banden des Todes ...“ zu warten (Lehre und Bündnisse 138:16) - auch ein abgeschnitten sein von der Erde.
Weil Gott aber nicht wollte, dass seine, von ihm so sehr geliebten Kinder, „... für immer verloren ...“ bleiben sollten, hat er einen `Erretter´ vorgesehen, seinen Erstgeborenen Sohn (Hebräer 1:6) Jesus Christus (Lukas 2:7,11; Johannes 3:16; Helaman 14:17). Was wir tun müssen, um in den Genuss der Auswirkungen des Sühnopfers Jesu zu kommen: Wir müssen an Jesus Christus glauben und von unseren Sünden umkehren (Köstliche Perle Mose 5:15). Ist dieser Plan Gottes nicht in der Tat ein `Plan des Glücklichseins´ (Alma 42:8)? Eines Tages kommen wir schlussendlich alle in den Genuss der Auswirkungen des Baumes des Lebens, die Auferstehung (Köstliche Perle Mose 7:62). Aber, um auf die Überschrift zurückzukommen, wie verstehst du das abgeschnitten werden von der Erde?


Abgeschnitten vom Garten von Eden
(Bild: Quelle)

Samstag, 16. Dezember 2017

Der große Plan der Errettung wäre vereitelt gewesen

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton weiter: „Denn siehe, wenn Adam sogleich seine Hand ausgestreckt und vom Baum des Lebens gegessen hätte, so hätte er für immer gelebt, gemäß dem Wort Gottes, und hätte keinen Zeitraum für die Umkehr gehabt, ja, und auch das Wort Gottes wäre nichtig gewesen, und der große Plan der Errettung wäre vereitelt gewesen.“ (Alma 42:5).
Der große Plan der Errettung wäre vereitelt gewesen. Worum handelt es sich bei dem großen Plan der Errettung? Er umfasst die Fülle des Evangeliums von Jesus Christus und verfolgt das Ziel, die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen (Mose 1:39). Nun magst du sagen, hätte Adam und Eva von dem Baum des Lebens im Garten Eden gegessen, hätten sie doch ewiges Leben gehabt. Richtig, aber mit welchen Konsequenzen? Sie wären direkt aus der Sterblichkeit wieder in die Unsterblichkeit erhoben worden. Doch hatten sie zunächst eine Anweisung des Herrn missachtet, sie hatten ja von der Frucht des Baumes der Erkenntnis gegessen, was ihren Tod und ihre Trennung von Gott zur Folge hatte. Durch ihre direkte Erhebung in die Unsterblichkeit hätten sie keine Zeit zur Umkehr gehabt. Adams und Evas Fall hätte nicht gesühnt werden können und damit wäre der große Plan der Errettung, auch Plan der Erlösung (Jakob 6:8), Plan des Glücklichseins (Alma 42:8) oder Plan der Barmherzigkeit (Alma 42:15) genannt, nicht zur Ausführung gekommen. Adam und Eva und ihre Nachkommen (Mose 5:11) wären für ewig von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten (Helaman 14:16).
Wie froh und dankbar können wir sein, dass Gott diese Möglichkeit durch die Kerubim mit dem lodernden Schwert vereitelt hat (Alma 42:2). Hätten wir doch alle in unserer beständig bösen Natur verbleiben müssen (Ether 3:2) und nie mehr in die Gegenwart Gottes zurückkommen können. Welche Gedanken bewegen dich in dieser Sache?


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Freitag, 15. Dezember 2017

Dass dem Menschen eine Zeit gewährt wurde umzukehren, ja, eine Bewährungszeit

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton weiter: „und so sehen wir, dass dem Menschen eine Zeit gewährt wurde umzukehren, ja, eine Bewährungszeit, eine Zeit, umzukehren und Gott zu dienen.“ (Alma 42:4).
Dass dem Menschen eine Zeit gewährt wurde umzukehren, ja, eine Bewährungszeit. In den heiligen Schriften finde ich den Begriff `Bewährungszeit´ bzw. `Bewährungszustand´ nur bei Alma (Alma 42:4,10,13). Als Alma und sein Mitarbeiter Amulek auf deren Missionsreise in Antionum (Alma 30:3) die aus ihren Synagogen ausgestoßenen ärmeren Zoramiten belehrten (Alma 32:2), erklärte ihnen Amulek den Zweck dieses Lebens so: „... dieses Leben ist die Zeit, da der Mensch sich vorbereiten soll, Gott zu begegnen; ...“ (Alma 34:32).
Elder L. Tom Perry vom Kollegium der Zwölf Apostel hat dazu gesagt: „Der Hauptzweck des Erdenlebens besteht darin, dass der Geist, der bereits vor der Welt bestand, während des Erdenlebens mit unserem Körper vereint wird. Nur durch diese Vereinigung von Körper und Geist können wir wachsen, uns entwickeln und reifer werden. Mit unserem Körper durchlaufen wir eine Reihe von Prüfungen in dem Zeitraum unseres Daseins, den man den Zustand der Bewährung nennt. Dies ist eine Zeit des Lernens und der Prüfung, in der wir uns als würdig erweisen, ewige Segnungen zu erhalten. All dies gehört zum göttlichen Plan des Vaters für seine Kinder.“ (Frühjahrs-Generalkonferenz 1989, siehe hier). Dankbar nutze ich die Zeit dieses Lebens als Bewährungszeit, in dem Sinn, dass ich meiner freudigen Zustimmung zum Plan Gottes im Vorherdasein (Hiob 38:7), hier auf Erden auch gerecht werde, indem ich mich mit Christus versöhne (2. Nephi 33:9). Wie nutzt du die uns gewährte Zeit?


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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wir sehen, dass der Mensch wie Gott geworden war

Weiter erklärt Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton: „nun, wir sehen, dass der Mensch wie Gott geworden war, indem er Gut und Böse erkannte; und damit er nun nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und für immer lebe, stellte der Herr, Gott, Kerubim auf und das lodernde Schwert, damit er nicht von der Frucht esse—“ (Alma 42:3).
Wir sehen, dass der Mensch wie Gott geworden war. Der Mensch, der ja schon im Abbild Gottes erschaffen war (Genesis 1:26), ist nun durch den Genuss der Frucht des Baumes der Erkenntnis wieder ein klein wenig mehr wie Gott geworden, und zwar was die Möglichkeit zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können anbelangt. In der Bibel wird uns diese Lehre mit all ihren Umständen bestätigt (Genesis 3:22). Erfahrungen in einem sterblichen Körper sollten uns weiteren Fortschritt ermöglichen. Hätte der Mensch aber von der Frucht des Baumes des Lebens genossen, hätte er in dem momentan erreichten Zustand für immer verbleiben müssen: keine Weiterentwicklung.
Der Herr hat Adam und Eva also durch `Kerubim und das flammende Schwert´ die Möglichkeit genommen auch noch vom Baum des Lebens zu genießen, und somit die Möglichkeit eröffnet, hier im sterblichen Zustand Erkenntnisse zu sammeln, die ihnen und uns als ihre Nachkommen, auch in anderen Eigenschaften gottähnlicher werden lassen, wenn wir sie beherrschen. Dass wir weiter voranschreiten sollen in dem `wie Gott werden´, hat Christus uns sogar zum Auftrag gemacht: „Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“ (Matthäus 5:48). Wir sind also aufgefordert alles uns Mögliche zu tun, vollkommen zu werden. Da wir dies in unserem fleischlichen Zustand aber nie erreichen können, werden wir durch `Seine Gnade´ schlussendlich vollkommen gemacht (Lehre und Bündnisse 76:69). Aber, ich muss zuvor meinen Teil getan haben (Moroni 10:32). Wie denkst du darüber, dass wir wie Gott werden können? Lies auch gerne hier nach.

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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Er stellte am östlichen Ende des Gartens von Eden Kerubim auf und ein loderndes Schwert

Alma der Jüngere zu seinem Sohn Korianton in Bezug auf die Bestrafung der Sünder (Alma 42:1): „Nun siehe, mein Sohn, ich werde es dir erklären. Denn siehe, nachdem der Herr, Gott, unsere ersten Eltern aus dem Garten von Eden weggeschickt hatte, den Boden zu bebauen, von dem sie genommen worden waren—ja, er holte den Menschen heraus, und er stellte am östlichen Ende des Gartens von Eden Kerubim auf und ein loderndes Schwert, die ringsum kreisten, um den Baum des Lebens zu bewachen—„ (Alma 42:2)
Er stellte am östlichen Ende des Gartens von Eden Kerubim auf und ein loderndes Schwert. Kerubim (Plural von Kerub) begegnen wir außer zur Bewachung des Baumes des Lebens im Garten von Eden (Genesis 3:24; Köstliche Perle Mose 4:31) auch noch auf der Deckplatte der Bundeslade, um die Sühneplatte zu beschirmen (Exodus 25:18-22; Hebräer 9:5), dann in der Gotteswohnung im Tempel Salomos (1. Könige 6:23-28), und in den Visionen Ezechiels als Begleiter eines himmlischen Wagens, auf dem Gott thront (Ezechiel 10; 11:22).
Was sind nun Kerubim? Offensichtlich stellen sie himmlische Wesen dar, die die Aufgabe haben, heilige Stätten zu bewachen. Im Garten Eden mit dem lodernden Schwert den Zugang zum Baum des Lebens, auf der Bundeslade mit ihren Flügeln die Sühneplatte. Außer Flügel hatten sie Gesichter (Exodus 37:9) und etwas, was wie Menschenhände aussah (Ezechiel 10:20-21). Mehr ist uns nicht bekannt. Wieder lerne ich, dass es Geheimnisse Gottes gibt (geistige Wahrheiten, die nur durch Offenbarung erkannt werden), die uns noch nicht offenbart sind (Alma 40:3). Deshalb mache ich mir über solche Geheimnisse keine weiteren Gedanken. Übrigens, eine weitere besondere Art von himmlischen Wesen sind die `Serafim´, die offensichtlich die spezielle Aufgabe des Lobpreisens haben (Jesaja 6:2-3; Lehre und Bündnisse 109:79). Wie gehst du mit nicht offenbarten Geheimnissen um?


Bundeslade mit zwei Kerub
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Dienstag, 12. Dezember 2017

Dass es noch etwas gibt, was deinen Sinn beunruhigt, was du nicht verstehen kannst

Alma der Jüngere spricht weiter zu seinem Sohn Korianton: „Und nun, mein Sohn, bemerke ich, dass es noch etwas gibt, was deinen Sinn beunruhigt, was du nicht verstehen kannst—nämlich in bezug auf die Gerechtigkeit Gottes bei der Bestrafung des Sünders; denn du neigst zu der Meinung, es sei ungerecht, wenn der Sünder einem Zustand des Elends überantwortet wird.“ (Alma 42:1).
Dass es noch etwas gibt, was deinen Sinn beunruhigt, was du nicht verstehen kannst. Verstehen in diesem Zusammenhang bedeutet m. E., den Sinngehalt, die Bedeutung von etwas verstandesmäßig erfassen. Wenn ich bestimmte Inhalte nicht verstehen kann, mache ich mir darüber weitere Gedanken und versuche die Bedeutung für mich zu klären. Kann ich das in bestimmten Fällen nicht, so kann es je nach Thematik sein, dass mich dies beunruhigt, nicht in Ruhe lässt. Dies wiederum kann sogar zu gesundheitlich nachteiligen Folgen für mich führen.
Wenn mich eine solche Ungewissheit bedrückt, und ich sie alleine nicht klären kann, werde ich mich an jemanden wenden, dem ich die notwendige Kenntnis zutrauen und mir durch ihn helfen lassen. Geht mir dann immer noch kein Licht auf, werde ich mich an denjenigen wenden, der mir die Geheimnisse Gottes erklären kann, den Heiligen Geist (1. Nephi 10:19). Wie wir aber in der Schriftstelle auch lesen, ist eine Voraussetzung, dass ich mich eifrig bemühe. Natürlich kann ich es mir leicht machen und mir Unverständliches durch jemanden, der es versteht, erklären lassen. Das bringt mir aber weniger Gewinn (Lehre und Bündnisse 9:7). Wenn ich mich aber selber eifrig bemühe, die Problematik durchdenke und für mich eine Lösung finde, so hilft mir das mehr, als wenn ich einfach die Lösung präsentiert bekomme. Ich habe eine größere Befriedigung und vor allem eine tiefere Erkenntnis erlangt. Habe ich dann für mich eine Erklärung gefunden, bitte ich noch den Herrn, mich durch die Macht des Heiligen Geistes wissen zu lassen, ob meine Gedanken richtig sind. Und wenn sie richtig sind, wird mir mein Herz brennen und ich werde fühlen, dass es richtig ist (Lehre und Bündnisse 9:8), im gegenteiligen Fall bleiben diese Gefühle aus (Lehre und Bündnisse 9:9) und ich muss weitersuchen. Wie gehst du vor, wenn du etwas nicht verstehst?


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Montag, 11. Dezember 2017

Tue beständig Gutes ... und wenn du dies alles tust, dann wirst du deinen Lohn empfangen

Nun fragt Alma der Jüngere seinen Sohn Korianton, was `Wiederherstellung´ bedeutet (Alma 41:12) und erklärt es ihm (Alma 41:13) und fordert ihn dann auf: „Darum sieh zu, mein Sohn, dass du zu deinen Brüdern barmherzig bist; handle gerecht, richte rechtschaffen und tue beständig Gutes; und wenn du dies alles tust, dann wirst du deinen Lohn empfangen; ja, dir wird Barmherzigkeit wiederhergestellt werden; dir wird Gerechtigkeit wiederhergestellt werden; dir wird ein rechtschaffenes Gericht wiederhergestellt werden; und dir wird wiederum Gutes als Lohn zuteil werden.“ (Alma 41:14).
Tue beständig Gutes ... und wenn du dies alles tust, dann wirst du deinen Lohn empfangen. Wenn ich diesen Ausschnitt lese, muss ich an Jesus Christus denken und was Simon Petrus der im Haus des Kornelius versammelten Menschenmenge über ihn mitteilte: „... wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.“ (Apostelgeschichte 10:38).
Alma sagt hier, wenn wir Gutes tun, wird uns Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und ein rechtschaffenes Gericht erwarten und uns würde „... wiederum Gutes als Lohn zuteil werden.“ Das sehe ich als eine Gesetzmäßigkeit an, so wie z. B. die Gravitationskraft bewirkt, dass Massen sich gegenseitig anziehen. Hast du es schon mal ausprobiert, was passiert, wenn du jemanden anlächelst? Der berühmte französische Autor Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944) sagte: „Ein Lächeln ist oft das Wesentliche. Man wird mit einem Lächeln belohnt oder belebt.“ So wie ich mein Lächeln trainieren kann, kann ich auch trainieren, beständig Gutes zu tun. Nicht aus der Motivation heraus, dass mir als Gegenleistung auch Gutes widerfährt (Alma 41:15), sondern weil ich gerne dem Vorbild Jesu nacheifern möchte. Es gibt ein wunderbares Lied in der Kirche mit folgendem Text: „Ich möchte so sein wie Jesus, will folgen ihm jeden Tag, will liebevoll sein wie Jesus, was immer ich tu und sag. Doch sollt ich versucht sein, das Falsche zu tun, kommt die leise Stimme und sie lässt mich nicht ruhn. Sie sagt: Liebet einander wie Jesus euch liebt, seid immer freundlich bei dem was ihr tut. Im Denken und Handeln seid liebevoll stets: So hat es uns Jesus gelehrt.“ (hier kannst du es dir anhören mit dem Text und hier vom Tabernakelchor gesungen). Ich zögere nicht, wenn ich um Hilfe gebeten werde, sondern bin gerne bereit zu dienen, Hilfsbedürftigen meine Unterstützung zu geben. Wie stehst du dazu, beständig Gutes zu tun?


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Sonntag, 10. Dezember 2017

Alle Menschen, die in einem natürlichen Zustand ... sind

Nachdem Alma der Jüngere mit seinem Sohn Korianton über Sünde gesprochen hatte, erklärt er: „Und nun, mein Sohn, alle Menschen, die in einem natürlichen Zustand oder, wie ich sagen möchte, in einem fleischlichen Zustand sind, die sind in der Galle der Bitternis und in den Banden des Übeltuns; sie sind ohne Gott in der Welt, und sie haben sich gegen die Natur Gottes gewandt; darum sind sie in einem Zustand, der der Natur des Glücklichseins entgegen ist.“ (Alma 41:11).
Alle Menschen, die in einem natürlichen Zustand ... sind. Ist ein `natürlicher Zustand´ nicht etwas Gutes? Gerade in unserer Zeit der Gentechnik, der künstlichen Düngung um mehr und schneller Ernteertrag zu erzielen, wünschen sich viele Verbraucher doch das `Zurück zur Natur´, einen `natürlichen Zustand´ der Lebensmittel. Ist dann nicht auch der `natürliche Zustand´ des Menschen etwas Positives?
Es ist eine Sache der Perspektive. Aus Sicht des ewigen Lebens betrachtet, ist ein ´natürlicher Zustand` ein Zustand, der durch den Fall Adams und Evas im Garten von Eden zustande kam (Genesis 3). Sie hatten sich dafür entschieden, sterblich zu werden, um die für das ewige Leben notwendigen Fortschritte in einem sterblichen Körper machen zu können (Köstliche Perle Mose 5:11). Der `gefallene Zustand´, in den der Mensch dadurch eintrat, wird als ´fleischliche Natur´ bezeichnet (Lehre und Bündnisse 20:17-20; Mosia 16:5). Dieser `natürliche Mensch´ lebt sein Leben hier auf Erden ohne Gott, ja, wenn er sich mit Satan verbündet, ist er sogar ein Feind Gottes. Diesen `natürlichen Zustand´ können wir nur dadurch ablegen, indem wir auf die Einflüsterungen des Heiligen Geistes achten und ihnen nachgeben, das Sühnopfer von Jesus Christus annehmen und dadurch ein `Heiliger´ (Mosia3:19), ein Jünger Jesu in Wort und Tat werden (Lehre und Bündnisse 41:5). Täglich bemühe ich mich, den `natürlichen Menschen´ abzulegen und gegenüber dem Wort Gottes fügsam wie ein Kind zu werden. Wie verstehst du das mit dem ´natürlichen Zustand´ des Menschen?


(BIld: Quelle)

Samstag, 9. Dezember 2017

Schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht

Alma der Jüngere weiter zu seinem Sohn Korianton: „Meine nicht, weil über Wiederherstellung gesprochen worden ist, dass du von Sünde zum Glücklichsein wiederhergestellt werden würdest. Siehe, ich sage dir, schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht.“ (Alma 41:10).
Schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht. Wie Samuel der Lamanite um 6 v. Chr. das Volk in Zarahemla belehrt, ist es gegen die Natur der Rechtschaffenheit unseres Gottes, wenn wir in Übeltun Glücklichsein suchen (Helaman 13:38). Das geht einfach nicht zusammen und gilt ebenso auch heute noch für uns, so wie die Naturgesetze damals als auch heute ihre Gültigkeit hatten und haben.
Was bedeutet Glück eigentlich? Bei Glück handelt es sich um momentane bis hin zu anhaltenden, von friedvollen bis hin zu ekstatischen Empfindungen. Es kann ein innerlicher empfundener Zustand sein - jemand verspürt z. B einen unbeschreiblich kostbaren inneren Frieden, oder auch ein äußeres günstiges Ereignis - jemandem wird ein hochwertiges Geschenk gemacht. Der Mensch ist ständig auf der `Suche nach Glück´. Viele Menschen suchen das Glück in Verhaltensweisen, die nicht im Einklang mit Gottes Geboten stehen, z. B indem sie ungerechte Herrschaft ausüben (Lehre und Bündnisse 121:37). Andere wiederum wenden sich der einzigen Quelle wahren Glücks zu, dem „... Plan des Glücklichseins, der ebenso ewig ist wie das Leben der Seele.“ (Alma 42:16). Dieser Plan ist auch bekannt unter dem Namen `Plan der Erlösung´. Dieser Plan enthält die Fülle des Evangeliums von Jesus Christus und ist dazu entworfen worden, „... die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Köstliche Perle Mose 1:39). Hingegen täuscht der Satan Glück vor mit dem Ziel, „... dass alle Menschen so elend seien wie er selbst.“ (2 Nephi 2:27). Ich wähle anstatt des kurzweiligen Vergnügens lieber dauerhaftes Glück, das mit geistigem Wachstum, Dienen und Anstrengung einhergeht (Lies auch gerne den Artikel: „Das Evangelium: Der Weg zum Glück“). Welche Art des Glücklichseins strebst du an?

girl with butterfly
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Freitag, 8. Dezember 2017

Wage auch nicht einen Anstoß mehr gegen deinen Gott in diesen Punkten der Lehre

Alma der Jüngere warnt seinen Sohn Korianton: „Und nun siehe, mein Sohn, wage auch nicht einen Anstoß mehr gegen deinen Gott in diesen Punkten der Lehre, worin du es bisher gewagt hast, Sünde zu begehen.“ (Alma 41:9).
Wage auch nicht einen Anstoß mehr gegen deinen Gott in diesen Punkten der Lehre. Worin sollte Korianton keinen Anstoß gegen Gott mehr wagen? Zu Beginn seines Vater-Sohn-Gespräches hat Alma seinem Sohn Korianton eine Rückmeldung über seine Verfehlungen gegeben: Kein Beispiel an seinem älteren Bruder genommen, nicht so viel Beachtung dem Wort seines Vaters geschenkt, geprahlt, Mission verlassen und zur Dirne gegangen (Alma 39:1-3). Dann hat er ihn gefragt, ob er nicht wisse, dass Unkeuschheit ein Gräuel in den Augen Gottes ist (Alma 39:5) und fordert ihn direkt auf, Umkehr zu üben und nicht mehr der Begierde seiner Augen zu folgen (Alma 39:9).
Für mich entnehme ich daraus, dass auch ich keinen Anstoß mehr gegen Gott in den Punkten seiner Lehre wagen soll. Insbesondere, wenn ich eine schwerwiegende Übertretung begangen habe, wie z. B. Unkeuschheit, und Umkehr geübt habe, dann muss ich alles dransetzen, nicht wieder dieselbe schwere Sünde zu begehen. Warum, kann ich in Lehre und Bündnisse erfahren: „Aber dem, der Ehebruch begangen hat und mit seinem ganzen Herzen umkehrt und davon lässt und es nicht mehr tut, sollst du vergeben; 26  tut er es aber wieder, so soll ihm nicht vergeben werden, sondern er soll ausgestoßen werden.“ (Lehre und Bündnisse 42:25-26). Wie leicht man schon in das Fahrwasser des Ehebruchs geraten kann, sagt mir Christus in der Bergpredigt: „Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ (Matthäus 5:28). Also offensichtlich eine ganz heikle Angelegenheit, die enorme Selbstbeherrschung verlangt. So muss ich mich ständig darin üben, nicht der Begierde meiner Augen zu folgen (Alma 39:9), denn Gedanken folgen meistens Taten. Im Bild unten steht ein Aphorismus des Talmuds (Auslegung der biblischen Gesetzestexte durch Rabbiner für die Anwendung im Alltag) was aus Gedanken werden kann. Welche Gedanken bewegen dich in dieser Angelegenheit?

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Donnerstag, 7. Dezember 2017

Nun sind die Ratschlüsse Gottes unabänderlich


Alma der Jüngere zu seinem Sohn Korianton: „Nun sind die Ratschlüsse Gottes unabänderlich; darum ist der Weg bereitet, so dass ein jeder, der will, darauf gehen und errettet werden kann.“ (Alma 41:8).
Nun sind die Ratschlüsse Gottes unabänderlich. Dass dem so ist, wird auch in den Psalmen bestätigt (Psalm 33:11). Aufgrund der heiligen Schriften wissen wir, dass die Götter schon im Vorherdasein Rat hielten und ihre Beschlüsse auch umsetzten (Abraham 4:26; 5:2). Im großen Rat im Himmel taten sie uns ihre Ratschlüsse auch schon kund und wir waren von ihnen begeistert (Hiob 38:4-7). Dann kamen wir auf die Erde und hatten auf das Wissen aus unserem Vorherdasein, keinen Zugriff mehr - ein Schleier des Vergessens blockiert unsere Erinnerung an das vorirdische Dasein (Lehre und Bündnisse 110:1).
Wenn sie unveränderlich sind, dann sollten wir diejenigen Ratschlüsse, die sich auf unsere Vorbereitungszeit hier auf Erden beziehen, auch kennenlernen. Dies ist uns dadurch möglich, dass sie uns der Herr durch seine Propheten kundtut (Amos 3:7; Ether 2:11). Ich finde also alle für mein Leben relevanten Ratschlüsse in den heiligen Schriften. Mir ist klar, will ich den allumfassenden Ratschluss des Herrn, die Unsterblichkeit und das ewige Leben (Mose 1:39), tatsächlich auch erreichen, ich seine Ratschlüsse nicht verachten darf (Psalm 107:11). Auch ist mir klar, dass ich im Laufe meines Lebens viele Pläne schmiede, aber, dass nur die Ratschlüsse des Herrn von Bestand sind (Sprüche 19:20-21). Also bin ich mein ganzes Leben lang, mit zunehmendem Alter immer intensiver, bemüht, seine Ratschlüsse kennenzulernen und in meinem Leben anzuwenden. Wie gehst du mit den Ratschlüssen des Herrn um?


Seine Ratschlüsse kennenlernen
(Bild: Quelle)

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Darum wird alles in seiner rechten Ordnung wiederhergestellt werden

Alma der Jüngere erklärte seinem Sohn Korianton, dass entsprechend der Gerechtigkeit Gottes ein `Plan der Wiederherstellung´ (Auferstehung und Gericht) erforderlich sei, der die Handlungen des Menschen in seinem Erdenleben auf sein Leben nach der Auferstehung projiziert (Alma 41:2-3): „Und wenn ihre Werke böse sind, so werden sie ihnen wiederhergestellt werden, nämlich zu Bösem. Darum wird alles in seiner rechten Ordnung wiederhergestellt werden, ein jedes zu seiner natürlichen Gestalt—das Sterbliche zur Unsterblichkeit erhoben, das Verwesliche zur Unverweslichkeit—, erweckt zu endlosem Glücklichsein, um das Reich Gottes zu ererben, oder zu endlosem Elend, um das Reich des Teufels zu ererben, das eine auf der einen Seite, das andere auf der anderen—5  der eine zum Glücklichsein erweckt gemäß seinen Wünschen nach Glücklichsein oder zu Gutem gemäß seinen Wünschen nach Gutem; und der andere zu Bösem gemäß seinen Wünschen nach Bösem; denn so, wie es den ganzen Tag lang sein Wunsch war, Böses zu tun, so wird er auch seinen Lohn an Bösem haben, wenn die Nacht kommt.“ (Alma 41:4-5).
Darum wird alles in seiner rechten Ordnung wiederhergestellt werden. Wiederherstellung in diesem Zusammenhang bedeutet die Wiederherbeiführung eines Zustandes nach Trennung von Geist und Körper bei dem Tod. Dieses Wiederherbeiführen bedeutet, dass der Geist, der sich zwischenzeitlich in der Geisterwelt aufgehalten hat, mit seinem Leib, der auf Erden verblieb und der Verwesung anheimfiel (doch bedenke: Materie geht nie verloren, sie existiert weiter, auch wenn die Form sich ändern würde - Wasser z. B. verdunstet zu Wasserdampf und kondensiert wieder zu Wasser, je nach Temperatur), zu einer vollkommenen Gestalt vereinigt werden, um vor Gott zu treten und nach seinen Taten gerichtet zu werden (Alma 11:43).
Das Erstaunliche für mich daran ist, dass ich mich all meiner Schuld erinnern werde - ungeachtet dessen, dass ich jetzt schon ein paar Gedächtnislücken habe - , all der Übertretungen, die ich begangen habe, aber natürlich ebenso all dessen, was ich gut gemacht habe und mir aufgrund dessen klar sein wird, wozu ich wiederhergestellt werde, zum Guten oder zum Bösen. Ich bin quasi mein eigener Richter. Wenn ich zur rechten Zeit aufrichtige Umkehr geübt habe, werde ich durch das Sühnopfer Jesu reingewaschen, anderenfalls werde ich meinen Lohn an Bösem haben (Alma 41:5-7). Mit diesem Wissen ausgestattet, nutze ich meine Zeit hier auf Erden Christus nachzueifern und Gutes zu tun, wo es mir nicht gelingt, Umkehr zu üben und mithilfe des Geistes des Herrn eine mächtige Wandlung meines Herzens zu bewirken, sodass ich keine Neigung mehr habe Böses zu tun (Mosia 5:2). Ich kann dir aus eigener Erfahrung bezeugen, dass das ein herrliches Gefühl ist! Ich fühle mich befreit (Lehre und Bündnisse 98:8). Welche Gedanken hast du zur Wiederherstellung von allem in seiner rechten Ordnung?

(BIld: Quelle)

Dienstag, 5. Dezember 2017

Einige haben die Schriften verdreht und sind deshalb weit in die Irre gegangen

Alma der Jüngere geht nun auf Beunruhigungen, die Korianton in Bezug auf die Lehre hat, ein: „Und nun, mein Sohn, habe ich einiges über die Wiederherstellung zu sagen, von der gesprochen worden ist; denn siehe, einige haben die Schriften verdreht und sind deshalb weit in die Irre gegangen. Und ich bemerke, dass dein Sinn auch darüber beunruhigt ist. Aber siehe, ich werde es dir erklären.“ (Alma 41:1).
Einige haben die Schriften verdreht und sind deshalb weit in die Irre gegangen. Dir ist sicherlich klar, wenn du ein bestimmtes Ziel anstrebst und eine `verdrehte´ Wegbeschreibung bekommst, wirst du woanders ankommen, als du wolltest. Die Westfalenpost titelte „Von Navi fehlgeleitet: Lkw fährt sich an Behelfsbrücke fest.“ Anstatt die aufgestellten Verkehrsschilder zu beachten, die den Fahrer eines 40-Tonners darauf hinweisen sollten, dass eine Brücke für Lastwagen über 3,5 Tonnen gesperrt ist, und für größere Fahrzeuge eine Umleitung auswies, verließ er sich auf sein Navigationsgerät und fuhr sich an der Brücke fest. Brücke und LKW erheblich beschädigt, Straße während der Bergung gesperrt, Feuerwehr und Abschleppdienst mussten ihn freischleppen, Unfallaufnahme durch die Polizei und ein Verwarngeld waren die Folgen der Nichtbeachtung der Verkehrsschilder. Zum Glück hat das sich Verlassen auf die falsche Wegbeschreibung kein Menschenleben gefordert.
Das kann man doch gut damit vergleichen, dass sich manche Menschen eher auf `verdrehte Schriften´ verlassen, weil sie ihnen besser gefallen, anstatt auf die wahren Propheten - behördlich aufgestellte Verkehrsschilder. `Verdrehte Schriften´ entstehen durch „eigenmächtige Auslegung“ (2. Petrus 1:20-21). Solcherlei Auslegungen erfolgen einerseits willentlich (2. Timotheus 4:3), sind manchmal aber auch die Folge schwer verständlicher Aussagen in der Schrift (2. Petrus 3:16), zu deren Auslegung eben nicht der Heilige Geist zu Hilfe gezogen wird (Johannes 16:13), sondern nur der eigene Verstand (Lehre und Bündnisse 3:4). Ich lerne daraus, dass ich beim Studium der Heiligen Schrift, auf die Eingebungen des Heiligen Geistes achten muss. Bevor ich mit dem Studium beginne, bitte ich also den Herrn, mir zu helfen, diese feine und leise Stimme zu erkennen (Lehre und Bündnisse 8:2), wofür ich mein Feingefühl schulen muss (1. Könige 19:11-13), die dann aber mein Innerstes durchdringt (Lehre und Bündnisse 85:6). Wie stellst du sicher, dass du nicht durch `verdrehte Schriften in die Irre geleitet wirst´?

Bekommst du die richtige Botschaft?
Der Geist möchte mit dir kommunizieren, passt du auf?
(Bild: Quelle)

Montag, 4. Dezember 2017

Sie trinken den Bodensatz eines bitteren Kelchs

In Bezug auf die schlechten Menschen sagt Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton: „Aber siehe, ein furchtbarer Tod kommt über die Schlechten; denn in dem, was die Rechtschaffenheit betrifft, sterben sie; denn sie sind unrein, und nichts Unreines kann das Reich Gottes ererben; sondern sie werden ausgestoßen und dem überantwortet, die Früchte ihrer Arbeit oder ihrer Werke zu genießen, die böse gewesen sind; und sie trinken den Bodensatz eines bitteren Kelchs.“ (Alma 40:26).
Als erstes denke ich bei dem Begriff `bitterer Kelch´ an Christus im Garten Getsemani. Mit seinen Jüngern ging er nach dem Abendmahl dorthin, um den ersten Teil seines Sühnopfer zu vollbringen. Er kämpfte mit sich und war sich der Last bewusst, die er auf sich nehmen würde und betete: „... Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. ...“ (Matthäus 26:39). Wenn sich jemand wünscht, von einem konkreten Unheil verschont zu bleiben, dann hörst du ihn sicherlich auch flehentlich ausrufen: „Möge dieser Kelch an mir vorübergehen!“
Sie trinken den Bodensatz eines bitteren Kelchs. Hier spricht Alma diejenigen an, die in ihren Sünden gestorben sind, also vor dem Ableben keine Umkehr geübt haben. Aus einem Kelch trank man in früheren Zeiten Wein. Wenn jemand ungehorsam ist, Gesetze nicht hält, so muss er mit den Konsequenzen leben. Berücksichtige ich nicht, dass ich in einem schlecht belüfteten Raum kein Feuer machen darf, werde ich den `bitteren Kelch´ trinken müssen: Erstickungstod. Vergehe ich mich gegen Gesetze des Herrn, bildet sich in meinen Becher während der Reifung des Weines, ein Bodensatz. Schlechte Früchte - Taten - ergeben einen bitteren Bodensatz. Der `Bodensatz eines bitteren Kelchs´ wäre, dass ich nie mehr in die Gegenwart Gottes kommen könnte. Will ich schlussendlich keinen bitteren Bodensatz haben, muss ich Umkehr üben und fortan gute Früchte hervorbringen. In diesem Fall, hat dann Christus an meiner Stelle den bitteren Bodensatz geleert und an mir ist `der Kelch vorübergegangen´. Was machst du, damit der Kelch an dir vorübergeht?

„Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“
(Lukas 22:42-44; Bild: Quelle)

Sonntag, 3. Dezember 2017

Ich sage nicht, ... sondern siehe, ich gebe es als meine Meinung, dass ...

Alma der Jüngere betont seinem Sohn Korianton gegenüber: „Nun, mein Sohn, ich sage nicht, dass ihre Auferstehung bei der Auferstehung Christi stattfindet; sondern siehe, ich gebe es als meine Meinung, dass Seele und Leib der Rechtschaffenen bei der Auferstehung Christi und seiner Auffahrt in den Himmel wiedervereinigt werden.“ (Alma 40:20).
Ich sage nicht, ... sondern siehe, ich gebe es als meine Meinung, dass ... Kann ich unterscheiden, ob eine Führungsautorität etwas im Namen ihres Auftraggebers oder ihre eigene Meinung wiedergibt? Am Beispiel Alma des Jüngeren können wir das wunderbar erkennen. Er macht deutlich, dass er in Sachen Zeitpunkt der Auferstehung der rechtschaffenen, die vor Christus entschlafen sind, bei Auferstehung und Himmelfahrt Jesu stattfinden wird, seine Meinung kundtut. Damit bringt er zum Ausdruck, dass es so sein kann, aber nicht sein muss. Wohingegen er aber als gegebene Tatsache feststellt, dass es so sein wird, dass es „... einen Zeitraum zwischen dem Tod und der Auferstehung des Leibes und einen Zustand der Seele im Glücklichsein oder im Elend bis zu der Zeit, die von Gott bestimmt ist, dass die Toten hervorkommen und in Seele und Leib wiedervereinigt und dazu gebracht werden, vor Gott zu stehen, und gemäß ihren Werken gerichtet werden.“ (Alma 40:21).
Ob ein Diener Gottes etwas im Auftrag des Herrn spricht oder als seine Meinung wiedergibt, bringt dieser zum Ausdruck, indem er entweder sagt, dass er seine eigene Meinung kundtut, oder aber sagt: „So spricht der Herr“. Als Nephi seinem jüngsten Sohn, Joseph, vom Hervorkommen des Buches Mormon prophezeite, sagte er, den von seinen Brüdern nach Ägypten verkauften Joseph meinend: „Ja, Joseph hat wahrhaftig gesagt: So spricht der Herr zu mir: Einen erwählten Seher werde ich aus der Frucht deiner Lenden erwecken; ...“ (2. Nephi 3:7). In der Bibel beauftragte der Herr Mose, in seinem Namen zum Pharao zu sprechen: „Dann sag zum Pharao: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn. 23 Ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dienen kann! Wenn du dich weigerst, ihn ziehen zu lassen, bringe ich deinen erstgeborenen Sohn um.“ (Exodus 4:22-23). In unserer Zeit ist das nicht anders. Als der Herr Edward Partridge durch die Hand von Sidney Rigdon segnen wollte, sagte er Joseph Smith im Dezember 1830, was dabei zum Ausdruck gebracht werden sollte: So spricht der Herr, Gott, der Mächtige Israels: Siehe, ich sage dir, mein Knecht Edward: ...“ (Lehre und Bündnisse 36:1). Immer, wenn ein Diener des Herrn dies sagt, „So spricht der Herr“ bedeutet es auch das und ich nehme es so auf, als wenn es der Herr mir selber sagen würde. Für mich lerne ich klar daraus, wenn auch immer ich etwas von mir gebe, was keine Doktrin ist, spreche ich deutlich davon, dass ich meine Meinung kundtue. Wie machst du das?

Samstag, 2. Dezember 2017

Nun gibt es einige, die diesen Zustand ... als eine erste Auferstehung verstehen

Alma hatte seinem Sohn Korianton erklärt, dass der Geist der Verstorbenen in der Geisterwelt auf das Gericht und ihre Auferstehung warten (Alma 40:12-14) und erklärt weiter: „Nun gibt es einige, die diesen Zustand des Glücklichseins und diesen Zustand des Elends der Seele vor der Auferstehung als eine erste Auferstehung verstehen. Ja, ich gebe zu, man kann das als eine Auferstehung bezeichnen, das Erwecken des Geistes oder der Seele und ihre Überantwortung in das Glücklichsein oder Elend, gemäß den Worten, die gesprochen worden sind.“ (Alma 40:15).
Nun gibt es einige, die diesen Zustand ... als eine erste Auferstehung verstehen. Alma belehrt aber, dass mit Auferstehung etwas anderes gemeint ist als „... das Erwecken des Geistes oder der Seele und ihre Überantwortung in das Glücklichsein oder Elend ...“ in der Geisterwelt (Alma 40:15,17). Er belehrt, dass Auferstehung „... die Wiedervereinigung der Seele mit dem Leib ...“ bedeutet (Alma 40:18). Alma sagt aber aus seiner zeitlichen Sicht um 74 v. Chr., dass es tatsächlich eine erste Auferstehung gibt und dass es sich dabei um die „... Auferstehung all derer, die es bis herab zur Auferstehung Christi von den Toten gegeben hat oder gibt oder geben wird.“ (Alma 40:16) handelt. Sie ist eine Auferstehung all der „... Propheten und all derer, die ihren Worten geglaubt haben, oder all derer, die die Gebote Gottes gehalten haben, ...“, die „... in ihrer Unwissenheit gestorben sind, ohne dass ihnen die Errettung verkündet worden ist. ...“, und „... kleine Kinder ...“ (Mosia 15:21-25). Nicht dazugehören „... die sich gegen ihn auflehnen und in ihren Sünden sterben; ja, nämlich alle diejenigen, die von Anfang der Welt an in ihren Sünden zugrunde gegangen sind, die sich vorsätzlich gegen Gott aufgelehnt haben, die die Gebote Gottes gekannt haben, sie aber nicht halten wollten, ...“ (Mosia 15:26).
Aber wir wissen, dass die erste Auferstehung noch weitere Ereignisse in unterschiedlichen Zeiträumen umfasst. So lernen wir aus der Offenbarung des Johannes: „... Die übrigen Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre vollendet waren. Das ist die erste Auferstehung. 6 Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung teilhat! Über solche hat der zweite Tod keine Gewalt. Sie werden Priester Gottes und Christi sein und tausend Jahre mit ihm herrschen.“ (Offenbarung 20:5-6). Dazu gehören all jene, „... deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind, ...“ (Lehre und Bündnisse 76:68-69). Dies ist die Auferstehung der Gerechten, die durch Christus vollkommen gemacht wurden. Bruce R. McConkie lässt uns wissen: „Im Anschluss an dieses großartige Ereignis, nachdem der Herr und die Rechtschaffenen, die entrückt werden, um ihm zu begegnen, auf die Erde herabgekommen sind, wird sich noch eine weitere Auferstehung begeben. Diese kann man auch als Teil der ersten Auferstehung ansehen, obwohl sie erst später stattfindet. In dieser Auferstehung kommen diejenigen hervor, die einer terrestrialen Ordnung angehören, die nicht würdig waren, entrückt zu werden, um ihm zu begegnen, die aber würdig sind, hervorzukommen und die tausendjährige Herrschaft mitzuerleben.“ (Doctrines of Salvation, Hg. Bruce¾R. McConkie, 3¾Bände, 1954–1956, 2:295ff.) Ein Wunsch, den sicherlich nicht nur ich haben dürfte: Bei der Auferstehung der Gerechten dabei sein zu dürfen. Was müssen wir tun, um dies zu erreichen? Hier erfährst du mehr: Lehre und Bündnisse 76:50-80; 88:95-99.
(Bild: Quelle)

Freitag, 1. Dezember 2017

Der Geist der Schlechten, ... wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen

Nachdem Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton erklärt hat, was mit dem Geist derer passiert, die hier auf Erden rechtschaffen gelebt haben, während sie auf den Tag des Gerichtes warten, wendet er sich nun denen zu, die in ihren Sünden gestorben sind: „Und dann wird es sich begeben: Der Geist der Schlechten, ja, derer, die böse sind—denn siehe, sie haben kein Teil und kein Maß des Geistes des Herrn; denn siehe, sie haben sich lieber böse Werke als gute erwählt; darum ist der Geist des Teufels in sie gekommen und hat von ihrem Haus Besitz ergriffen—, der wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen; dort wird es Weinen und Wehklagen und Zähneknirschen geben, und dies wegen ihres eigenen Übeltuns, denn sie werden nach dem Willen des Teufels in Gefangenschaft geführt.“ (Alma 40:13).
Der Geist der Schlechten, ... wird in die äußere Finsternis hinausgestoßen. Auch im Neuen Testament begegnen wir dem Ausdruck `in die äußerste Finsternis´ hinausgeworfen zu werden an drei Stellen (Mattäus 8:12, 22:13, 25:30). Was ist mit `äußere Finsternis´ gemeint und wo befindet sie sich? Sie ist der Teil der Geisterwelt, der auch als Hölle bezeichnet wird, und befindet sich demzufolge auch hier auf Erden, sie ist sozusagen eine Parallelwelt, wie auch das Paradies (siehe Blogbeitrag gestern). Aufgrund neuzeitlicher Offenbarung wissen wir, dass der Begriff Hölle sowohl für die Bezeichnung eines befristeten Aufenthaltsortes derjenigen Geister der Verstorbenen genutzt wird, die auf Erden ungehorsam waren (Lehre und Bündnisse 138:23), als auch für den dauerhaften Aufenthaltsort derjenigen, die nicht durch das Sühnopfer Jesu erlöst werden können (1. Nephi 14:3; 15:34-35; Lehre und Bündnisse 76:43-46,84).
Diejenigen, die in der Geisterwelt dem befristeten Aufenthaltsort Hölle zugeordnet werden, sind diejenigen, die in der Sterblichkeit ungehorsam waren. Entweder sind sie in ihren Sünden gestorben ohne die Wahrheit gekannt zu haben, oder sie haben in Übertretung gelebt und die Propheten verleugnet. Ihnen wird dort das Evangelium gepredigt und sie haben die Möglichkeit dieses anzunehmen (Lehre und Bündnisse 138:32-34). Du erinnerst dich sicherlich: Christus hatte zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung das Missionswerk in der Geisterwelt eröffnet (1. Petrus 3:19; Lehre und Bündnisse 132:36-37). Wenn sie nun alle Grundsätze des Evangeliums annehmen werden, von ihren Sünden umkehren und die heiligen Handlungen, die für sie im Tempel vollzogen werden, annehmen, werden sie die Hölle verlassen können und in den Teil der Geisterwelt, der das Paradies ist, wechseln und dort auf den Tag des Gerichts und der Auferstehung warten (Treu in dem Glauben – ein Nachschlagewerk zum Evangelium, Seite 179.). Nachdem auch in der Geisterwelt der Grundsatz der Entscheidungsfreiheit gilt, wird es einen Teil geben, der sich weiterhin gegen das Sühnopfer des Sohnes Gottes entscheiden wird. Sie werden in der Hölle der Geisterwelt bis zum Tag des Gerichts verweilen (Alma 40:14). Ich bemühe mich, hier auf Erden rechtschaffen zu leben, damit ich nicht `in die äußere Finsternis hinausgestoßen´ werde. Was unternimmst du, um von Satan nicht in Gefangenschaft geführt zu werden?

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Donnerstag, 30. November 2017

Wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton nun, was mit denen geschieht, die vor ihrem Tod hier auf Erden rechtschaffen gelebt haben: „Und dann wird es sich begeben: Der Geist derjenigen, die rechtschaffen sind, wird in einen Zustand des Glücklichseins aufgenommen, den man Paradies nennt, einen Zustand der Ruhe, einen Zustand des Friedens, wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird.“ (Alma 40:12).
Wo er von all seinen Beunruhigungen und von allem Kummer und aller Sorge ausruhen wird. Was für eine herrliche Aussicht für jene, die in diesem Erdendasein rechtschaffen leben! In der Geisterwelt werden sie in einem Zustand des `Glücklichseins´ auf ihren Tag des Gerichts, auf die Beurteilung ihres Verhaltens nach dem Maßstab der Grundsätze des Evangeliums, warten (Lehre und Bündnisse 137:9). „Die Deutschen werden immer glücklicher“ titelte die Bildzeitung am 08.11.2017 mit Blick auf den Glücksatlas 2016. Eine repräsentative Studie im Auftrag der Deutschen Post für den „Glücksatlas 2017“, ergab, dass die Lebenszufriedenheit bei einer Skala von 0 bis 10, bei 7,07 lag. Bei den Befragungen ging es um eine Langzeitbewertung des eigenen Lebens sowie um Wünsche, Ziele, Erwartungen und Einstellungen. Die glücklichsten Deutschen leben nach dem Atlas in Schleswig-Holstein (siehe hier).
Du kennst sicher auch den Spruch: „Geld macht nicht glücklich“. Glücksforscher sagen, dass ein glücklicher Mensch jemand ist, der häufig positive Gefühle hat und der im Großen und Ganzen mit seinem Leben zufrieden ist, was aufgrund eines entlasteten Immunsystems auch Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Ein zentrales Thema beim Glücklichwerden sei, so die Glücksforscher, sich anderen gegenüber so zu verhalten, wie man selbst behandelt werden möchte, Gutes tun, wie zum Beispiel ein Ehrenamt zu übernehmen. Hier werde ich an die `Goldene Regel´ erinnert (Matthäus 7:12; Lukas 6:31; Tobit 4:15). Einen solchen Zustand der Freude, der Ruhe und des Friedens, ohne Beunruhigungen, wünscht der Vater im Himmel uns schon jetzt hier auf Erden (2. Nephi 2:25). Diesen Zustand können wir schon hier auf Erden erreichen, aber erst recht im Paradies, wenn wir rechtschaffen leben. Übrigens, neuzeitliche Propheten machen uns klar, dass die Geisterwelt ein Ort hier auf Erden ist (lies hier unter: „Wo befindet sich die Geisterwelt?“). Wie bewerkstelligst du es, glücklich zu sein?

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Mittwoch, 29. November 2017

Dass der Geist eines jeden Menschen, ... zu dem Gott heimgeführt wird, der ihm das Leben gegeben hat

Alma der Jüngere teilt nun seinem Sohn Korianton mit, was er aufgrund seiner eifrigen Befragung des Herrn (Alma 40:3) von einem Engel als Antwort bekommen hat: „Was nun den Zustand der Seele zwischen dem Tod und der Auferstehung betrifft—siehe, mir ist von einem Engel kundgetan worden, dass der Geist eines jeden Menschen, sobald er aus diesem sterblichen Leib geschieden ist, ja, der Geist eines jeden Menschen, sei er gut oder böse, zu dem Gott heimgeführt wird, der ihm das Leben gegeben hat.“ (Alma 40:11).
Dass der Geist eines jeden Menschen, ... zu dem Gott heimgeführt wird, der ihm das Leben gegeben hat. Diese Aussage Alma des Jüngeren stammt aus der Zeit um 74 v. Chr. Auch der Prediger Kohelet, der uns nicht weiter bekannt ist und in seinen Schriften Betrachtungen über einige der grundlegendsten Probleme des Lebens anstellt, schrieb schon um das dritte Jahrhundert vor Christus, dass der sterbliche Leib (Staub) zur Erde zurückkehrt, während der Geist (Atem) „... zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.“ (Kohelet 12:7). Wie sind diese beiden Aussagen zu verstehen? Wird jeder Mensch zwischen seinem Tod und der Auferstehung in der Gegenwart Gottes leben?
Das kann man aufgrund der weiteren Ausführungen Almas, die wir uns in den nächsten Tagen näher ansehen werden, nicht annehmen. Auch müsste dann die Geisterwelt, in der sich diejenigen aufhalten, die auf ihre Auferstehung warten, der Ort sein, an dem Gott verweilt. Das kann wohl auch nicht der Fall sein, da in der Gegenwart Gottes nichts Unreines existieren kann (Köstliche Perle Mose 6:57), während in der Geisterwelt ja sowohl Sünder als auch Gerechte auf den Tag des Gerichts warten (1. Nephi 10:20-21). Präsident Joseph Fielding Smith (1876–1972) sagte: „Mit diesen Worten Almas [Alma 40:11-14], wie ich sie verstehe, soll nicht der Gedanke vermittelt werden, dass alle Geister in die Gegenwart Gottes zurückkehren, damit er ihnen einen Ort des Friedens oder der Strafe zuweist und sie vor ihm für sich persönlich einen Richterspruch empfangen. ,Zu … Gott heimgeführt‘ [vgl. Kohelet 12:7] bedeutet einfach, dass ihre irdische Existenz ein Ende hat und sie in die Welt der Geister zurückgekehrt sind, wo ihnen gemäß ihren Werken ein Ort bei den Gerechten oder den Ungerechten zugewiesen wird, an dem sie die Zeit ihrer Auferstehung erwarten. ...“ (Answers to Gospel Questions, Hg. Joseph Fielding Smith Jr., 5 Bände, 1957–1966, 2:85; lies hier nach). Was sind deine Gedanken zu diesem Punkt?


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Dienstag, 28. November 2017

Alles ist bei Gott wie ein einziger Tag, und Zeit ist nur den Menschen zugemessen

Alma der Jüngere fährt in der Belehrung seines Sohnes Korianton fort: „Ob nun den Menschen mehr als eine einzige Zeit bestimmt ist aufzuerstehen, darauf kommt es nicht an; denn alle sterben nicht auf einmal, und darauf kommt es nicht an; alles ist bei Gott wie ein einziger Tag, und Zeit ist nur den Menschen zugemessen.“ (Alma 40:8).
Zeit ist eine physikalische Größe auf Erden. Sie beschreibt die Abfolge von Ereignissen und hat eine eindeutige, unumkehrbare Richtung. Philosophisch betrachtet beschreibt sie das Fortschreiten der Gegenwart aus der Vergangenheit kommend zur Zukunft hinführend. Das Zeit unterschiedlich lang empfunden werden kann, stellst du folgendermaßen fest: Erlebst du zu Beginn deines Urlaubs viele neue Eindrücke, verfliegt die Zeit nur so. Hast du dich im Laufe des Urlaubs an die neue Umgebung gewöhnt, kehrt sich dieser Effekt um. Oder: Wie empfindest du alleine 5 Minuten im Stau im Gegensatz dazu, dass deine Herzallerliebste dabei ist? Im ersten Fall l   a   n   g - weilig, im zweiten k u r z - weilig?
Nun kommt Alma und belehrt seinen Sohn: Alles ist bei Gott wie ein einziger Tag, und Zeit ist nur den Menschen zugemessen. Kann das sein? Gibt es Zeit bei Gott nicht? Auf jeden Fall lesen wir schon beim Psalmisten: „... tausend Jahre sind in deinen Augen wie der Tag, der gestern vergangen ist ...“ (Psalm 90:4) und auch Petrus sagt: „... dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre ...“ sind (2. Petrus 3:8). Der Prophet Joseph Smith sagt über Gott: „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn ein einziges, ewiges Jetzt.“ (Lehren der Präsidenten der Kirche Joseph Smith Seite 451f) und er teilt uns mit, dass ein neues Lied gesungen werden wird: „Der Herr hat sein Volk erlöst, und der Satan ist gebunden, und Zeit ist nicht mehr. ...“ (Lehre und Bündnisse 84:100). In einer Offenbarung des Herrn an Joseph Smith über die Auferstehung und der damit verbundenen Ereignisse heißt es: „... bis der siebente Engel seine Posaune ertönen lassen wird; und er wird vortreten auf das Land und auf das Meer und im Namen dessen, der auf dem Thron sitzt, schwören, dass es Zeit nicht länger geben wird; ...“ (Lehre und Bündnisse 88:110). Wie stellst du dir Ewigkeit vor?

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Montag, 27. November 2017

Was wird aus der Seele des Menschen

Alma der Jüngere stellt nun gegenüber seinem Sohn fest, dass es einen Zeitraum zwischen dem Tod und der Auferstehung geben muss (Alma 40:6) und stellt dann die Frage: „... was wird aus der Seele des Menschen von dieser Zeit des Todes bis zu der Zeit, die für die Auferstehung bestimmt ist?“ (Alma 40:7).
Was wird aus der Seele des Menschen. Hier muss nun zunächst geklärt werden, was Alma an dieser Stelle mit Seele gemeint ist, da in den Heiligen Schriften dieser Begriff unterschiedlich besetzt ist. Aber nicht nur dort, auch im Weltlichen hat er unterschiedliche Bedeutungen. Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint.
In den Heiligen Schriften ist der Begriff Seele mit dreierlei Bedeutung belegt:
  1. Geistwesen
    (Aussehend wie unser physischer Körper aber aus unvorstellbar feinerer und reinerer Materie bestehend; Lehre und Bündnisse 131:7)
    a) eigenständiges Wesen im vorirdischen Dasein (Köstliche Perle Abraham 3:23),
    b) eigenständiges Wesen nach dem irdischen Leben (Lehre und Bündnisse 129:3).
  2. Geist und physischer Körper als sterbliches Wesen vereint (Köstliche Perle Abraham 5:7).
  3. Auferstandenes Wesen bestehend aus untrennbar miteinander verbundenem Geist und unsterblich gemachtem Körper (Lehre und Bündnisse 88:14-16).
Nachdem Alma von dem Zustand der Seele zwischen dem Tod und der Auferstehung spricht, meint er den Zustand des eigenständigen Wesens nach dem irdischen Leben. In diesem Zustand hat man zwar seinen unsterblichen Geist, aber dieser ist noch nicht mit seinem unsterblich gemachten Körper wiedervereinigt. Ich bin sehr dankbar, durch Almas Erklärung wissen zu können, wo sich meine Seele zwischen dem Tod und er Auferstehung aufhalten wird. Welche Vorstellung hast du darüber?

John 20:3–18, Mary hears Christ while looking for Him at the tombMaria von Magdala begegnet dem noch nicht zum Vater aufgefahrenen Herrn
(Johannes 20:17; Bild: Quelle)

Sonntag, 26. November 2017

Es genügt mir zu wissen

Alma der Jüngere spricht mit seinem Sohn Korianton über die Auferstehung und meint, dass dafür eine Zeit bestimmt ist (Alma 40:4) und führt dann weiter aus: „Ob es nun eine einzige Zeit geben wird oder eine zweite Zeit oder eine dritte Zeit, da die Menschen von den Toten hervorkommen werden, darauf kommt es nicht an; denn Gott weiß das alles; und es genügt mir zu wissen, dass dies der Fall ist—dass eine Zeit bestimmt ist, da alle von den Toten auferstehen werden.“ (Alma 40:5).
Klar ist Alma, dass für die Auferstehung der Verstorbenen eine Zeit bestimmt ist. Das wird auch wieder, etwa gute 100 Jahre später, im neuen Testament durch den Bruder des Jakobus, den Apostel Johannes, bestätigt: „Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören 29  und herauskommen werden ...“ (Johannes 5:28-29). Wann diese Zeit sein wird und ob sie in mehrere Abschnitte unterteilt sein wird, das wüsste nur Gott.
Es genügt mir zu wissen. Im Vers 3 spricht Alma davon, dass „... es viele Geheimnisse, die gehütet werden, sodass niemand sie kennt als nur Gott selbst. ...“ gibt. Allerdings sagt er, dass er Gott wegen der Auferstehung eifrig befragt habe. Er hat auch eine Antwort bekommen, aber ob es eine, zwei oder drei Zeiten der Auferstehung gibt, „... darauf kommt es nicht an ...“ sagt er. Es genüge ihm zu wissen, „... dass eine Zeit bestimmt ist, da alle von den Toten auferstehen werden.“ Ich lerne daraus, dass ich mich mit bestimmtem Wissen, das der Herr offenbart hat, begnügen kann. Wenn ich mehr wissen möchte, kann ich ihn sicherlich gerne fragen (Jakobus 1:5), werde mich aber zufriedengeben, mit dem, was er offenbart. Ich kann mir sicher sein, dass das, was der Herr uns offenbart, wenn wir dem gehorsam sind, ausreichend für uns ist, um ewiges Leben zu erlangen. Ich muss meine Zeit also nicht unbedingt damit verbringen, etwas in Erfahrung zu bringen, was für meinen Fortschritt auf Erden, in Bezug auf das Erlangen ewigen Lebens, nicht zielführend ist. Wie gehst du mit Dingen um, die uns noch nicht offenbart sind, andere aber darüber viel Zeit verwenden darüber zu spekulieren?

(Bild: Quelle)

Samstag, 25. November 2017

Dieses Verwesliche zieht nicht Unverweslichkeit an—bis nach dem Kommen Christi

Alma der Jüngere belehrt seinen Sohn Korianton im weiteren Verlauf seiner väterlichen Unterredung über die Auferstehung: „Siehe, ich sage dir, es gibt keine Auferstehung—oder wie ich mit anderen Worten sagen möchte, dieses Sterbliche zieht nicht Unsterblichkeit an, dieses Verwesliche zieht nicht Unverweslichkeit an—bis nach dem Kommen Christi.“ (Alma 40:2).
Dieses Verwesliche zieht nicht Unverweslichkeit an—bis nach dem Kommen Christi. Diese Unterredung findet im Jahre 74 v. Chr. auf dem amerikanischen Kontinent statt, also noch, bevor Christus in der alten Welt auf die Erde gekommen ist, um den neuen Bund und seine Kirche aufzurichten und sein Erlösungswerk im Garten Getsemani und auf Golgata zu vollbringen (Alma 40:3; bezüglich Geheimnisse siehe gerne in einem früheren Blogbeitrag hier).
Wir lernen aus dieser Aussage eines Propheten auf der westlichen Halbkugel, dass es vor dem ersten Kommen Jesu auf diese Erde keine Auferstehung gegeben hat. Das Neue Testament bestätigt diese Aussage, die knapp 60 Jahre vor dem Ereignis von Alma dem Jüngeren getätigt wurde: „Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.“ (1. Korinther 15:20). Mit Auferstehung ist die Wiedervereinigung unseres Geistkörpers mit dem physischen Körper, der beim Sterben leblos wurde, gemeint, vergleichbar mit dem Abstreifen eines Handschuhs von der Hand. Der Handschuh alleine wird danach nichts mehr ausrichten können. Auferstehung ist dann damit zu vergleichen, dass der Handschuh wieder über die Hand gezogen wird, wobei allerdings eine Veränderung in der Weise stattfindet, dass in dem wiedervereinigten Ganzen, nichts Vergängliches mehr enthalten sein wird, es wird ewig fortbestehen (Johannes 10:28). Wie mir diese kleine Aussage über den Beginn der Auferstehung doch auch wieder die Echtheit der Propheten des Buches Mormon bestätigt. Worin findest du Bestätigung, dass die Protagonisten des Buches Mormon Männer Gottes waren?

Mary Magdalene in a blue robe, kneeling on the ground outside of the empty tomb, looking up at the resurrected Christ.
Der Erste der Entschlafenen
(Bild: Quelle)

Freitag, 24. November 2017

Ich bemerke, dass dein Sinn in Bezug auf die Auferstehung der Toten beunruhigt ist

Alma der Jüngere spricht weiter zu Korianton: „Nun mein Sohn, hier ist noch einiges, was ich dir sagen möchte; denn ich bemerke, dass dein Sinn in bezug auf die Auferstehung der Toten beunruhigt ist.“ (Alma 40:1).
Ist es dir schon mal passiert, dass einer deiner Lieben, dich gefragt hat: Bemerkst du etwas? Das passiert überwiegend Männern, die von ihren Frauen so auf die Probe gestellt werden. Peinlich, wenn es dem Liebsten dann entgangen ist, dass sich seine Frau besonders hübsch gemacht hat, weil ... Du denkst: „O du meine Güte, ist heute etwa unser Hochzeitstag?“
Ich bemerke, dass dein Sinn in bezug auf die Auferstehung der Toten beunruhigt ist. Im Buch Mormon finde ich an sechs Stellen etwas über das `Bemerken´ und in der Bibel an drei.
Buch Mormon:
  1. Abinadi bemerkt, dass die Botschaft, die er dem Volk König Noas vermittelt, ihnen ins Herz schneidet (Mosia 13:7).
  2. Abinadi bemerkt, dass die Gebote des Herrn dem Volk nicht ins Herz geschrieben sind (Mosia 13:11).
  3. Abinadi bemerkt, dass beim Volk unter König Noa größten Teils `Übeltun´ Gegenstand des Lehrens und Lernens in ihrem Leben war (Mosia 13:11).
  4. Alma der Jüngere bemerkt, dass sein Sohn Korianton beunruhigte Gedanken zum Thema Auferstehung der Toten hat. (Alma 40:1).
  5. Alma der Jüngere bemerkt, dass die Ursache der Beunruhigung des Sinnes seines Sohnes in Bezug auf die Auferstehung in der Verdrehung mancher Schriften liegt (Alma 41:1).
  6. Alma der Jüngere bemerkt, dass der Sinn seines Sohnes Korianton auch beunruhigt ist in Bezug auf die Gerechtigkeit Gottes bei der Bestrafung der Sünder (Alma 42:1).
  7. Schließlich äußert der Herr, dass er bemerkt, dass ein Großteil der Bevölkerung der großen Stadt Zarahemla sein Herz gegen ihn verhärtet (Helaman 13:12).
Bibel:
  1. Über die Gottesmacht sagt Hiob, dass er sie nicht bemerkt, wenn Er an ihm vorüberzieht (Ijob 9:11).
  2. Bei Hiobs Ruf nach Gott, dem Richter, sagt er, dass wenn er nach Westen geht, ihn nicht bemerken würde (Ijob 23:8).
  3. Über Götzenbilder schreibt Jeremia an diejenigen, die in Babylonische Gefangenschaft geführt werden sollten, dass sie keine Empfindungen haben. Die Götzenbilder würden nicht bemerken, dass sie von Würmern zerfressen werden (Baruch 6:19).
Um bei seinem Gegenüber etwas zu bemerken, ist eine gewisse Empfindsamkeit, eine Aufmerksamkeit für Reize und Eindrücke, vonnöten. Ich muss gut und aufmerksam beobachten aber auch nur fühlbare Sinneseindrücke wahrnehmen - meine Sinnesantenne richtig ausrichten. Das kann ich üben (Interesse, Aufmerksamkeit, Beobachtung, Empathie) und wenn es mir gut gelingt, werden sich die Beziehungen zu meinen Mitmenschen wesentlich verbessern. Ich werde in der Lage sein, mehr Liebe für sie zu empfinden und besser auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Was machst du, um `zu bemerken´?

(Bild: Quelle)

Donnerstag, 23. November 2017

Ist nicht zu dieser Zeit eine Seele für Gott ebenso kostbar, wie eine Seele zur Zeit seines Kommens?

Alma der Jüngere erklärt seinem Sohn Korianton: „Und nun will ich deinen Sinn in dieser Hinsicht ein wenig beruhigen. Siehe, du wunderst dich, dass dies alles so lange vorher bekannt ist. Siehe, ich sage dir: Ist nicht zu dieser Zeit eine Seele für Gott ebenso kostbar, wie eine Seele zur Zeit seines Kommens es sein wird? 18  Ist es nicht ebenso notwendig, dass der Plan der Erlösung diesem Volk kundgetan werde wie dessen Kindern? 19  Ist es nicht ebenso leicht für den Herrn, zu dieser Zeit seinen Engel auszusenden, um uns diese frohe Nachricht zu verkünden, wie unseren Kindern oder wie nach der Zeit seines Kommens?“ (Alma 39:17-19).
Ist nicht zu dieser Zeit eine Seele für Gott ebenso kostbar, wie eine Seele zur Zeit seines Kommens? Diese Unterhaltung zwischen Alma dem Jüngeren und seinem Sohn Korianton findet etwa 74 Jahre vor der Geburt Jesu auf diese Erde statt. Korianton hat sich offensichtlich gewundert, warum das Kommen des Heilandes schon jetzt oder auch schon früher bekannt gemacht wurde. Stell dir vor, du wirst von einem hohen Besuch plötzlich überrascht. Ist es dir eher unangenehm oder bereitet dir sein Auftauchen keine Probleme? Geht es dir in solcher Situation nicht so wie vielen anderen Menschen? Du wärest froh darüber, besser vorbereitet gewesen zu sein: Wohnung auf Hochglanz gebracht, gut vorbereitete Mahlzeiten, auf Gesprächsstoff eingestellt ...
So können wir doch nur froh und dankbar sein, dass die Ankunft unseres Heilandes frühzeitig angekündigt wird. Und, dass der Herr es nicht nur einigen vergangenen Generationen kundgetan hat, sondern auch zukünftigen. Wir, die wir hier über die Erde gehen, sind ja alles seine Kinder, die sich im Vorherdasein schon für ihn entschieden hatten (Köstliche Perle Abraham 3:21-24; Hiob 38:4-7). Nur können wir uns an unsere dortige Entscheidung nicht mehr erinnern, zwischen uns und dem Dasein vor diesem Erdenleben liegt ein Schleier (Ether 3:6). Das gehört zum Plan Gottes dazu, dass wir hier auf Erden ohne das Wissen was vorher war, im Glauben leben sollen (Ether 3:19), um diesen zu beweisen und zu festigen. Damit wir nicht ganz unvorbereitet sind, tut uns der Herr aber seinen Willen durch Propheten kund (Amos 3:7). Den Plan der Erlösung tut der Herr all seinen Kindern kund, egal, in welcher Zeit sie auf Erden sind oder auch wo, ob zu Jesu Lebzeiten auf Erden (Markus 16:15) oder in unserer heutigen Zeit (Lehre und Bündnisse 68:8). Ja, Engel wurden auch in der Neuzeit vom Herrn ausgesandt, „... um uns diese frohe Nachricht zu verkünden ...“, wie von Johannes offenbart (Offenbarung 14:6). Einer erschien Joseph Smith 1823 mit einem Auftrag des Herrn an ihn (Joseph Smith—Lebensgeschichte 1:33). Es ging hierbei um nichts anderes, als die Fülle des immerwährenden Evangeliums wiederherzustellen (Lehre und Bündnisse 27:5). Wie sollte es auch anders sein, als das der Herr aller seiner Kinder gedenkt, denn sein Werk ist es, „... die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (Köstliche Perle Mose 1:39). So können wir uns auch heute auf das zweite Kommen Jesu vorbereiten. Ich bereite mich dadurch vor, Jesus durch das Studium der Schriften immer besser kennenzulernen, und dem Willen, seinem Vorbild mehr und mehr nachzueifern. Wie bereitest du dich vor?

A painting by Tom Lovell depicting Joseph Smith sitting up in his bed under a patchwork quilt and seeing the angel Moroni in a white robe with his arms reaching out.
Der Engel Moroni erscheint Joseph Smith mit dem Auftrag, das Evangelium Jesu Christi wiederherzustellen
(Bild: Quelle)

Mittwoch, 22. November 2017

Das Wort zur Zeit seines Kommens zu vernehmen

In Bezug auf das Kommen von Jesus Christus in der Mitte der Zeiten sagt Alma der Jüngere weiter zu Korianton: „Und nun, mein Sohn, dies war der geistliche Dienst, zu dem du berufen warst, nämlich diesem Volk diese frohe Nachricht zu verkünden, damit es im Sinn vorbereitet werde; oder vielmehr, damit ihnen Errettung zuteil werden kann, damit sie den Sinn ihrer Kinder darauf vorbereiten können, das Wort zur Zeit seines Kommens zu vernehmen.“ (Alma 39:16).
Das Wort zur Zeit seines Kommens zu vernehmen. Alma teilt seinem Sohn Korianton mit, dass es zu seinem geistlichen Dienst gehört hätte, den Sinn der Menschen durch die `frohe Nachricht´ auf das Kommen des Erretters vorzubereiten. Die Menschen damals hatten diesen Auftrag und sie erfüllten ihn und der Sinn der Menschheit war vorbereitet. Als er dann unter ihnen war, erkannten ihn viele dessen ungeachtet nicht, (Matthäus 23:37) und sie lehnten ihn sogar ab (Markus 6:3).
Ein zweites Mal wird er auf die Erde kommen, diesmal allerdings um seine Herrschaft über die Welt zu übernehmen (Apostelgeschichte 1:11; Offenbarung 20:4; Lehre und Bündnisse 29:11). Und wiederum sind die Menschen aufgefordert, den Sinn ihrer Kinder darauf vorzubereiten, „... das Wort zur Zeit seines Kommens zu vernehmen.“ (Lehre und Bündnisse 34:5-8). Ich gehe davon aus, dass aber nur diejenigen Nationen und Menschen zittern müssen, die ihren Sinn, trotz der Vorbereitung durch die Diener des Herrn, nicht vorbereitet haben. Meine Eltern haben mir meinen Sinn vorbereitet. Meine Mutter hatte nach Wahrheit gesucht und hat „... diese frohe Nachricht ...“, die ihr verkündet wurde, angenommen. Sie hat auch meinen Sinn darauf vorbereitet, das Wort zur Zeit seines Kommens zu vernehmen. Wie dankbar bin ich dem Herrn für diese Güte, die er mir durch seine gehorsame Tochter, meine Mutter, hat zuteilwerden lassen. Inwiefern ist auch dein Sinn darauf vorbereitet, „...das Wort zur Zeit seines Kommens zu vernehmen.“?

Jesus Christ in white robes and a red sash, standing on a cloud in the air, surrounded by thousands of angels blowing trumpets.
The Second Coming, by Harry Anderson
(Bild: Quelle)

Dienstag, 21. November 2017

Und nun, mein Sohn, möchte ich dir einiges in Bezug auf das Kommen Christi sagen

Nachdem Alma der Jüngere seinen Sohn Korianton aufgefordert hatte, nicht nach Reichtümern und den Nichtigkeiten dieser Welt zu trachten (Alma 39:14; siehe auch meinen Blogbeitrag „Ihr Herz auf Reichtümer und auf die Nichtigkeiten der Welt zu setzen“), sagt er: „Und nun, mein Sohn, möchte ich dir einiges in bezug auf das Kommen Christi sagen. Siehe, ich sage dir, daß er es ist, der gewiss kommen wird, um die Sünden der Welt hinwegzunehmen; ja, er kommt, um seinem Volk die frohe Nachricht von der Errettung zu verkünden.“ (Alma 39:15).
Und nun, mein Sohn, möchte ich dir einiges in Bezug auf das Kommen Christi sagen. Im Alten Testamentes erscheint nirgendwo der Name des Erretters der Menschheit, Jesus Christus. Zwar wird er von allen Propheten verkündet, jedoch nicht unter seinem Namen, bzw. Titel, den er in seinem Erdenleben haben sollte. Jesaja prophezeite sehr viel über ihn und sein Erlösungswerk, nannte ihn aber nicht bei seinem Namen, den er tragen sollte. Bei ihm wird er Immanuel („Gott ist/sei mit uns“) genannt (Jesaja 7:14). Der jüngere Zeitgenosse Jesajas, der Prophet Micha (um die 700 v. Chr.) kündigt einen Herrscher an, der aus Bethlehem-Ephrata, in den Gauen Judas, hervorgehen soll (Micha 5:1). Wo kam Jesus zur Welt (Matthäus 2:1)? Die Nephiten hatten die Messingplatten Labans, die das Alte Testament enthielten, aber wie gesehen, dort kommt der Name Jesu nicht vor. Dennoch bezeugt Alma der Jüngere seinem Sohn Korianton um 74 v. Chr., dass und weshalb `Christus´ kommen wird. Woher dieses Wissen?
Jakob, der jüngere Bruder Nephis, beschreibt den Nephiten die jüdische Geschichte (um 550 v. Chr). In diesem Zusammenhang kommt er auf den Herrn zu sprechen, den Heiligen Israels, der sich den Menschen im Fleische kundtun wird, und sagt ihnen, dass ein Engel ihm mitgeteilt habe, dass er von ihnen gekreuzigt werden wird (2. Nephi 6:9). Etwas später teilt Jakob den Nephiten mit, dass der Engel ihm gesagt habe, dass dieser Heilige Israels, `Christus´ heißen wird (2. Nephi 10:3). Nephi selber verkündet kurz darauf, dass sein Name gemäß dem Wort der Propheten und auch des Engels Gottes, `Jesus Christus´ sein wird und er 600 Jahre nachdem Lehi Jerusalem verlassen hat, kommen wird (2. Nephi 25:19). Wie wunderbar, er ist zur vorhergesagten Zeit auf die Welt gekommen, „... um seinem Volk die frohe Nachricht von der Errettung zu verkünden.“ Ja, nur Er konnte auch die Rettung der Menschheit vollbringen, nur Er, dessen Name `Jesus Christus´ ist (2. Nephi 25:20). Warum ist Jesus Christus wichtiger für uns als irgendjemand anderer?

(Bild: Quelle)