Montag, 30. November 2020

Darum rühre es nicht an, um es zu übersetzen

 

(Bild: Quelle)

Moroni richtet nun ein Wort an denjenigen, der die Platten mit seinen Aufzeichnungen eines Tages erhalten würde: „Und nun habe ich, Moroni, gemäß meiner Erinnerung die Worte niedergeschrieben, die mir geboten worden sind; und ich habe dir gesagt, was ich alles versiegelt habe; darum rühre es nicht an, um es zu übersetzen; denn das ist dir verboten, außer zu der Zeit, da es Weisheit in Gott ist.“ (Ether 5:1).

Darum rühre es nicht an, um es zu übersetzen. Moroni gibt hier demjenigen, der die Platten eines Tages erhalten, übersetzen und veröffentlichen sollte, diese Anweisung. Den versiegelten Teil sollte er nicht anrühren, denn dieser Teil sollte erst zu der vom Herrn bestimmten Zeit den Menschen kundgetan werden.

Nun wissen wir inzwischen, wem diese Platten 1400 Jahre später zur Übersetzung von ebendiesem Moroni ausgehändigt wurden, dem Moroni, dem der Herr „… die Schlüssel des Berichts vom Holz Efraims übertragen ...“ hatte, Joseph Smith, dem Propheten der Wiederherstellung (Lehre und Bündnisse 27:5). Mit dem Holz Efraims ist der Bericht gemeint, der von einer bestimmten Gruppe aus dem Stamm Efraim, der etwa 600 v. Chr. von Jerusalem nach Amerika geführt wurde, und der uns jetzt als Buch Mormon vorliegt, eben jedoch ohne diesen `versiegelten Teil´. Die Bibel hingegen ist das `Holz Judas´. Zusammen bilden sie ein vereintes Zeugnis für Jesus Christus, für seine Auferstehung und sein göttliches Wirken bei diesen beiden Teilen des Hauses Israel. Der Teil des Holzes Efraims, der von Moroni auf Geheiß des Herrn versiegelt wurde (Ether 4:4-7), und Offenbarung „… vom Anfang der Welt an bis zu ihrem Ende“ enthält, ist uns aufgrund „… der Schlechtigkeit und Gräuel der Menschen ...“ bis auf Weiteres vorbehalten. Der Herr wird festlegen, wann wir bereit sind, diesen Teil zu empfangen (2. Nephi 27:7-8,21). Ich lerne, dass wir noch lange nicht Zugriff auf alle Offenbarungen haben, die der Herr gegeben hat, dass ich noch genug mit dem zu tun habe, was uns bis jetzt gegeben wurde.

Wie stellst du dir die Versiegelung des bestimmten Teiles der Platten vor?

Samstag, 28. November 2020

Denn er wird emporgehoben werden, um in dem Reich zu wohnen

 

Ein Kind nimmt Kraft Geburt den Namen seiner Eltern auf sich
(Bild: Quelle)

Abschluss der Unterweisung Moronis durch den Herrn, die auch all seinen Kindern gilt: „Und gesegnet ist, bei wem am letzten Tag gefunden wird, dass er meinem Namen  treu ist; denn er wird emporgehoben werden, um in dem Reich zu wohnen, das für ihn von der Grundlegung der Welt an bereitet ist. Und siehe, ich bin es, der es gesagt hat. Amen.“ (Ether 4:19).

Denn er wird emporgehoben werden, um in dem Reich zu wohnen. Diese Wohnung im Reich Gottes, in die derjenige emporgehoben werden wird, der dem Namen Jesu treu geblieben ist, wurde schon vor diesem Erdendasein für ihn bereitet.

Das ist doch eine wunderbare Aussicht, die uns der Herr da für den Fall gibt, dass wir seinem Namen treu sind. Was bedeutet das für mich, seinem Namen treu zu sein? Aus der Schrift lerne ich, dass ich den Namen Christi auf mich nehmen muss, wenn ich errettet werden will (3. Nephi 27:5-6). Wie nehme ich den Namen Christi auf mich? Indem ich an ihn glaube, Umkehr von meinen Verstößen gegen die Gebote des Herrn übe, und mich taufen lasse (2. Nephi 31:12-13). Dadurch, dass ich mein Leben lang diesem Taufbündnis, in dem ich versprochen habe alle seine Gebote zu halten, treu bleibe, bin ich auch seinem Namen treu. Mit der Taufe habe ich vergleichsweise einen `Mietvertrag´ geschlossen, der mir eine Wohnung im Reich des Herrn zusichert, eben für den Fall, dass ich seinem Namen bis ans Ende meines Erdenlebens treu bleibe.

Was meinst du gehört dazu, dem Namen Christi bis zuletzt treu zu bleiben?

Freitag, 27. November 2020

Darum  kehrt um, all ihr Enden der Erde, und kommt her zu mir und glaubt an mein Evangelium

 

(Bild: Quelle)

Die Aufforderung des Herrn an alle Menschen, die er Moroni mitteilte: „Darum  kehrt um, all ihr Enden der Erde, und kommt her zu mir und glaubt an mein Evangelium, und lasst euch in meinem Namen taufen; denn wer glaubt und sich taufen lässt, der wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden; und Zeichen werden denen folgen, die an meinen Namen glauben.“ (Ether 4:18).

Darum  kehrt um, all ihr Enden der Erde, und kommt her zu mir und glaubt an mein Evangelium. Bei dieser Aufforderung Jesu kommt mir dieselbe Aufforderung Jehovas im Alten Testament an das Haus Israel in den Sinn: „Darum sag zum Haus Israel: So spricht GOTT, der Herr: Kehrt um! Verlasst eure Götzen und wendet euer Gesicht ab von all euren Gräueltaten!“ (Hesekiel 14:6).

Wenn ich aufgefordert werde umzukehren, ja sogar als Gebot (3. Nephi 27:20), muss mir klar sein, dass ich mich offensichtlich in eine falsche Richtung bewege. In diesem Fall eine Richtung, die mich von Jesus Christus entfernt, der mich einlädt, anstatt mich von ihm zu entfernen, mich umzudrehen und in seine Richtung zu schauen, und mich in seine Richtung zu bewegen, mich abzuwenden von meinem Übeltun, meinen `Gräueltaten´. Vielfach bewege ich mich in die Richtung verschiedener Götzen, weltlicher Verführungen. Ob ich in die falsche Richtung gehe, kann ich an meinem `Richtungsweiser´, den heiligen Schriften erkennen, ob ich Falsches tue, an meinem Gewissen. Ist das der Fall, muss mein Richtungswechsel verbunden sein mit der Taufe. Nun werde ich nicht nach jeder Übertretung physisch getauft, aber durch die sonntägliche Teilnahme am Abendmahl, erneuere ich dieses Bündnis, und auch alle weiteren, die ich mit dem Herrn eingegangen bin. Ich bin dankbar für die Möglichkeit der Umkehr, die uns durch das Sühnopfer Jesu ermöglicht wurde. Auf diese Weise kann ich durch Kurskorrektur errettet werden, in die Gegenwart Gottes zurückkehren. Anderenfalls bleibt nur `Verdammung´ übrig, was die Trennung von Gott bedeutet.

Was empfindest du, wenn dir diese Aufforderung, ja dieses Gebot des Herrn, durch den Kopf geht?

Donnerstag, 26. November 2020

Wenn ihr diesen Bericht empfangen werdet

 

Moroni übergibt im September 1827 Joseph die Platten
(Bild: Quelle)

Jesus Christus zu Moroni: „Darum, wenn ihr diesen Bericht empfangen werdet, könnt ihr wissen, dass das Werk des Vaters auf allem Land begonnen hat.“ (Ether 4:17).

Wenn ihr diesen Bericht empfangen werdet. Es ist nun schon fast zweihundert Jahre her, seit wir diesen Bericht empfangen haben, und wir können sehen, wie sich das Wort Jesu erfüllt.

Schon von Beginn an haben die Kirchenführer größten Wert darauf gelegt, das Evangelium `auf allem Land´ zu verbreiten und sie waren sehr bedacht darauf, dass dies auch zu den Nachfahren des Volkes Nehi, den übriggebliebenen Lamaniten gelangt. In einer Rede des damaligen Mitglieds des Kollegiums der Zwölf Apostel und späteren Präsidenten der Kirche des Herrn, Spencer W. Kimball, spricht er über „Die Arbeit unter den Lamaniten“. Er sagt, dass er davon überzeugt ist, dass Christoph Columbus vom Herrn inspiriert wurde, sich auf die Suche nach dem Land zu machen, „… das seit Jahrhunderten vom Rest der Welt abgeschnitten war, und sozusagen die Tür für die Lehre für diese Menschen zu öffnen und sie zurück zu ihrem himmlischen Vater bringen.“ Er zitiert u. a. den obigen, heute betrachteten Vers, und sagt: „Wir sollen verstehen, dass die Arbeit mit dem Erscheinen des Buches begann …“, gemeint, das Buch Mormon (die ganze Rede kannst du hier lesen). Ich bin so dankbar, dass wir in dieser Zeit der `Sammlung Israels´ sowohl diesseits, als auch jenseits des Schleiers, leben dürfen, und selber dabei mithelfen können (siehe auch Russel M. Nelsons Rede hier). Ich weiß, dass wir in der Zeit leben, in der wir `diesen Bericht´ empfangen haben, der das `Werk des Vaters auf allem Land´ hat beginnen lassen.

Welche Zeichen siehst du, dass das Werk des Vaters auf allem Land begonnen hat?

Mittwoch, 25. November 2020

Dann werden meine Offenbarungen, die ich von meinem Diener Johannes habe niederschreiben lassen, vor den Augen allen Volkes entfaltet werden

 

Christus sitzt in rotem Gewand auf einem weißen Pferd (Offenbarung 19:11-13)
(Bild: Quelle)

Noch immer spricht Christus zu Moroni: „Und dann werden meine Offenbarungen, die ich von meinem Diener Johannes habe niederschreiben lassen, vor den Augen allen Volkes entfaltet werden. Denkt daran, wenn ihr dieses hier seht, dann werdet ihr wissen, dass die Zeit nahe ist, da sie in der Tat kundgetan werden.“ (Ether 4:16).

Dann werden meine Offenbarungen, die ich von meinem Diener Johannes habe niederschreiben lassen, vor den Augen allen Volkes entfaltet werden. Johannes der Offenbarer bezeugt uns, dass ihn der Herr durch den Geist aufgefordert hat, das was er zu sehen bekommt aufzuschreiben (Offenbarung 1:10-11). Diese Offenbarung ist insofern eine Besonderheit, als Johannes sie in Form von Bildern aus jüdischer Tradition erhält (Offenbarung 1:1). Wie habe ich das nun mit dem Entfalten der Offenbarungen vor den Augen allen Volkes zu verstehen?

Ich verstehe es so, dass die in diesen Offenbarungen aufgezeigten Ereignisse zu einem Zeitpunkt verwirklicht, `entfaltet´ werden, in der wir diese Worte des Herrn, die im Buch Mormon enthalten sind, vor Augen haben werden. Also ab jenem Zeitpunkt, da Josph Smith, dem Propheten der Wiederherstellung, die von Moroni in der Erde verborgenen Platten, von demselben erhält, um uns den Inhalt in heutiger Zeit kundzutun. Die Offenbarung des Johannes zeigt uns auf, `was bald geschehen muss´ (Offenbarung 1:1). Sie enthüllt unseren Erlöser Jesus Christus, und spricht von seiner Vollmacht und seiner herausragenden Rolle im Erlösungsplan des himmlischen Vaters. Des Weiteren wird Wichtiges über die Ereignisse vorhergesagt, die dem `Zweiten Kommen Jesu´ und seiner Herrschaft im Millennium vorausgehen. Wir sind also diejenigen, die Teile der Erfüllung dieser Offenbarung erleben dürfen. An diesen Zeichen erkennen wir, dass das Zweite Kommen des Herrn nahe ist.

Was löst dieses Wissen über die `Endzeit´ in dir aus?

Dienstag, 24. November 2020

Wenn ihr jenen Schleier des Unglaubens zerreiß

 

Veranschaulichung von Rawls' Schleier des Nichtwissens
(Bild: Quelle)

Über das Haus Israel sagt der Herr weiter zu Moroni: „Siehe, wenn ihr jenen Schleier des Unglaubens zerreißt, der euch in eurem furchtbaren Zustand der Schlechtigkeit und der Herzenshärte und der Sinnesverblendung verharren lässt, dann wird das Große und Wunderbare, was von der Grundlegung der Welt an vor euch verborgen war – ja, wenn ihr den Vater mit reuigem Herzen und zerknirschtem Geist in meinem Namen anruft, dann werdet ihr wissen, dass der Vater des Bundes gedacht hat, den er für eure Väter gemacht hat, o Haus Israel.“ (Ether 4:15).

Wenn ihr jenen Schleier des Unglaubens zerreißt. Was ist ein `Schleier des Unglaubens`?

Was bewegt uns denn dazu etwas zu tun? Nehmen wir an, ich möchte gerne eigene Tomaten ernten. Würde ich irgendetwas in Richtung meines Zieles unternehmen, wenn ich nicht davon ausgehen würde, dass dieses Handeln auch zum Ziel führt? Ich setze also Glauben und Vertrauen darein, dass der Kern einer Tomate, den ich in ein Töpfchen mit passender Erde verstecke, nach geraumer Zeit einen Stängel durch die Erde schiebt, der nach und nach zu einer Pflanze wird, die die begehrte Frucht hervorbringt? Glaube ist also die Grundlage jeden Handelns. Genauso verhält es sich im geistigen Sinn. Übe ich keinen Glauben an Christus aus, werde ich den `Schleier des Unglaubens´ nicht zerreißen und somit in `geistiger Finsternis´ verweilen, unwissend umhertappen und mich an jedem Hindernis anstoßen. Wende ich aber Glauben an, indem ich Schlechtigkeit ablege, mein starres Herz erweiche und meinen Sinn für geistige Erfahrungen öffne, zerreiße ich diesen Schleier. Damit habe ich das Samenkorn gelegt, das mithilfe des Heiligen Geistes zu sprießen beginnt, und zu immer größerem Wissen heranwachsen wird, bis hin zu Wissen, das zwar schon zuzeiten der Grundlegung der Welt existierte, für mich aber bis dahin verborgen war. Wenn nun in einem solchen Zustand Mitglieder des Hauses Israels Gott im Namens von Jesus Christus anrufen, werden sie erfahren, dass sie heute in der Zeit leben, in der er des Bundes gedenkt, den er mit ihren Stammvätern Abraham, Isaak und Jakob, einst geschlossen hat.

Was meinst du, inwiefern hat der Vater des Bundes gedacht, den er mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat?

Montag, 23. November 2020

Es ist wegen Unglaubens nicht zu euch gekommen

 

Salamitaktik
(Bild: Quelle)

Christus spricht zu Moroni weiter: „Kommt her zu mir, o ihr Haus Israel, und es wird euch kundgetan werden, was der Vater von der Grundlegung der Welt an Großes für euch bereitet hat; und es ist wegen Unglaubens nicht zu euch gekommen.“ (Ether 4:14).

Es ist wegen Unglaubens nicht zu euch gekommen. Nachdem der Herr im vorhergehenden Vers die Anderen aufgerufen hatte, zu ihm zu kommen, damit sie Größeres erfahren könnten, ruft er nun desgleichen das Haus Israel auf. Auch ihnen würden dann Dinge mitgeteilt werden, die seit der Grundlegung der Welt für es vorbereitet waren.

Warum ihnen diese Erkenntnis seither vorenthalten war? Die direkten Nachkommen Abrahams hatten keinen Glauben an den Herrn und wurden deshalb von ihm abgelehnt. Als der Prophet der Wiederherstellung Joseph Smith, im März 1839 schon für Monate im Gefängnis zu Liberty in Missouri eingekerkert war, erhielt er eine Offenbarung, in der der Herr weitreichende Erkenntnisse denen verheißt, die „… um des Evangeliums Jesu Christi Willen tapfer ausgeharrt haben“ (Lehre und Bündnisse 121:26-29). Diese Erkenntnisse werden durch die dritte Person in der Gottheit, den Heiligen Geist, gegeben werden, und `es würde nichts vorenthalten werden´. Ich lerne, dass der Herr uns nach der Salamitaktik, Scheibe um Scheibe, `Zeile um Zeile, Weisung um Weisung´ zuteilwerden lässt (Lehre und Bündnisse 98:12), bis er uns alle `Geheimnisse´ offenbart haben wird (Lehre und Bündnisse 76:7-8). Die ganze Salami auf einmal würde uns nicht bekommen. Mir wird aber auch gesagt, dass das nicht automatisch passieren würde. Ich muss also zu Christus kommen und darum bitten, dass ich die Geheimnisse und das Friedfertige, das ewiges Leben bringt, erkennen möge (Lehre und Bündnisse 42:61).

Welches Erlebnis hattest du schon mal, wo dir etwas wegen Unglaubens vorenthalten wurde?

Samstag, 21. November 2020

Ich werde euch das Größere zeigen

 

Versiegelter Teil der Platten
(Bild: Quelle)

Immer noch spricht Jesus Christus zu Moroni: „Kommt her zu mir, o ihr Anderen, und ich werde euch das Größere zeigen, die Kenntnis, die wegen Unglaubens verborgen ist.“ (Ether 4:13).

Ich werde euch das Größere zeigen. Jesus Christus lädt die `Anderen´ ein, zu ihm zu kommen, damit er ihnen etwas Größeres zeigen kann, das wegen Unglauben bisher verborgen war. Mit den `Anderen´ sind all jene gemeint, die das Evangelium noch nicht empfangen haben. Und was ist mit dem Verborgenen gemeint?

Ich denke Beispielhaft an eine Gedenktafel, die an ein besonderes Ereignis, oder eine herausragende Persönlichkeit erinnern soll. Sie wird angefertigt und dann mit einem Tuch verhüllt. Zur Gedenkfeier, wird sie dann der Öffentlichkeit enthüllt, indem das Tuch nach Festreden, feierlich herabgelassen, und das dahinter `Verborgene´, für alle Anwesenden sichtbar wird. Um daran teilhaben zu können, muss ich aber auch erst etwas tun, nämlich zu dem Ort `hinkommen´. Ich lerne, dass jeder, also auch du und ich, aufgrund seines Glaubens an Christus, wenn er dem des Bruders Jareds gleicht, auch der feierlichen `Enthüllung´ des Wortes Gottes teilhaftig werden kann, und dass der Herr entsprechend der Zunahme meines Glaubens, mir `Größeres´ zukommen lassen wird, dass für mich bis dahin `verborgen´ war. Was für uns alle aber momentan noch verborgen ist, sind die Teile des Buches Mormon, die versiegelt sind. Ich bin sicher, dass, wenn unser Glaube so unbeschreiblich groß wie der des Bruders Jareds angewachsen sein wird, der Herr uns nicht mehr davon abhalten kann, das `Größere´ zu sehen, wir den Schleier durchbrechen, und uns das Verborgene enthüllt werden wird.

Wie gehst du mit der Einladung des Herrn an die `Anderen´ um, Größeres gezeigt zu bekommen?

Freitag, 20. November 2020

Was auch immer die Menschen dazu bewegt, Gutes zu tun, ist von mir

 

(Bild: Quelle)

Christus spricht immer noch zu Moroni: „Und was auch immer die Menschen dazu bewegt, Gutes zu tun, ist von mir; denn Gutes kommt von niemandem außer von mir. Ich bin es, der die Menschen zu allem Guten führt; wer nicht meinen Worten glaubt, der glaubt mir nicht – dass ich bin; und wer mir nicht glaubt, der glaubt dem Vater nicht, der mich gesandt hat. Denn siehe, ich bin der Vater, ich bin das Licht und das Leben und die Wahrheit der Welt.“ (Ether 4:12).

Was auch immer die Menschen dazu bewegt, Gutes zu tun, ist von mir. Wie wir wissen, gibt es in der Welt Gegensätze, und muss es sogar geben, damit wir aufgrund eigener Entscheidungen lernen, Fortschritt machen können (2. Nephi 2:15-16). So haben wir also den ewigen Gegensatz zwischen Gut und Böse. `Gut´ wird von uns positiv bewertet bzw. Empfunden oder gefühlt, `Böse´ als etwas moralisch schlechtes, verwerfliches. Dabei kommt mir ein Lied der österreichischen Band, Erste allgemeinen Verunsicherung, in den Sinn: „Das Böse ist immer und überall ...“

Nun muss es demzufolge auch Kräfte geben, von denen das Gute bzw. Böse ausgeht. Welche Kräfte von wem ausgehen erläutert uns der Herr selber, und er sagt uns auch, wie wir die verursachenden Mächte erkennen können. Die guten Mächte gehen von demjenigen aus, der uns dazu bewegt, Gutes zu tun. Und derjenige, der uns dazu bewegt, ist Jesus Christus. Von wem das Böse ausgeht, erklärt uns die heilige Schrift ebenso: „… und das, was böse ist, kommt vom Teufel.“ (Omni 1:25). Wir können also erkennen, wer für was steht und werden entweder von dem einen angezogen, und dem anderen abgestoßen, oder genau andersherum. Die Schrift sagt mir auch, wovor ich mich hüten soll: „… hütet euch davor, … dem bösen Geist zu gehorchen, …“ (Mosia 2:32). Die Gemeinde in Rom wurde von Paulus aufgefordert: „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!“ (Römer 12:21). Wer möchte nicht, dass ihm das Gute widerfährt. So wende auch ich mich lieber Christus zu, da ich weiß, dass er mich `zu allem Guten führt´, zu Auferstehung und ewigem Leben (1. Korinther 15:1-22).

Welche Gefühle sind in dir aufgekommen, als du, aufgrund eines inneren Antriebes, etwas Gutes getan hast?

Donnerstag, 19. November 2020

Den werde ich mit den Kundgebungen meines Geistes besuchen

 

Auch heute besucht Gott Menschen durch `Kundgebungen seines Geistes´
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Der Herr spricht immer noch zu Moroni: „Aber wer dieses hier glaubt, was ich geredet habe, den werde ich mit den Kundgebungen meines Geistes besuchen, und er wird wissen und Zeugnis geben. Denn wegen meines Geistes wird er wissen, dass dieses hier wahr ist; denn es bewegt die Menschen dazu, Gutes zu tun.“ (Ether 4:11).

Den werde ich mit den Kundgebungen meines Geistes besuchen. Der Herr lässt uns hier wissen, dass er uns Offenbarungen geben würde, wenn wir `sein Wort´, das uns hier vorliegt, glauben würden. Das gilt nicht nur für vergangene Zeiten, sondern genau dasselbe hat er auch uns in unserer Zeit versprochen (Lehre und Bündnisse 5:16).

Was bedeutet es nun `Kundgebungen seines Geistes´ zu empfangen? Oliver Cowdery, den engen Weggefährten des Propheten der Wiederherstellung Joseph Smith, hat der Herr wissen lassen, dass er durch `den Geist der Offenbarung´, den Heiligen Geist, Wissen über die alten Schriften in seinen Verstand und in sein Herz kommen lassen würde, wenn er im Glauben, und im Vertrauen darauf, dass er Antwort erhalten würde, bitten würde (Lehre und Bündnisse 8:1-3). Ich lerne, will ich Wahrheit erlangen, muss ich den Herrn im festen Glauben bitten, und er wird mich vom Glauben zum `Wissen´ führen, durch die `Kundgebungen seines Geistes´. Auf diese Weise bin ich dahin gekommen, sagen zu können: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt (Hiob 19:25-26)"! Ich habe aufgrund von Glauben und Handeln ein festes Zeugnis erhalten, dass die heiligen Schriften, die vor uns liegen, das Wort Gottes enthalten – und das ist der Plan unserer Erlösung von Tod und Sünde!

Was verstehst du unter den `Kundgebungen seines Geistes´?

Mittwoch, 18. November 2020

Ihr werdet am letzten Tag wissen, dass ich es bin, der redet

 

Gemeint: Das letzte Wort des Königs
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Jesus Christus spricht weiter zu Moroni: „Und wer meinen Worten nicht glaubt, der glaubt meinen Jüngern nicht; und ob es so ist, dass nicht ich rede, das sollt ihr beurteilen; denn ihr werdet am letztenTag wissen, dass ich es bin, der redet.“ (Ether 4:10).

Ihr werdet am letztenTag wissen, dass ich es bin, der redet. Wie habe ich das mit `dem letzten Tag´ zu verstehen?

Mit dem Begriff `letzte´ wird das Ende einer Folge beschrieben. Auf das Evangelium bezogen verstehe ich es als das Ende der Folge von Ereignissen auf dieser sterblichen Erde. Es handelt sich nicht um einen Tag in dem wörtlichen Sinn, sondern um eine Zeitspanne. In dieser Zeitspanne werden all die Ereignisse stattfinden, die auf den Höhepunkt, das `jüngste Gericht´, hinauslaufen (2. Nephi 9:15). Nach diesem beginnt dann ein neuer Abschnitt des Lebens. Wo wir diesen nächsten Abschnitt verbringen werden, hängt davon ab, wie wir uns in dieser Vorbereitungszeit auf Erden verhalten, ob wir den Worten des Herrn bzw. seiner Propheten Gehör schenken werden, und sie befolgen (2. Nephi 9:16). Die `letzten Tage´ haben begonnen mit der Wiederherstellung des Evangeliums und der Kirche von Jesus Christus (Apostelgeschichte 2:17). Wir leben in dieser Zeit, die Zeit, unmittelbar vor dem Zweiten Kommen unseres Heilandes (Köstliche Perle Mose 7:60). In dieser Zeit werden Spötter das Zweite Kommen leugnen (2. Petrus 3:7). Noch haben wir die Möglichkeit dem Wort Gottes, entweder aus seinem eigenen Mund gesprochen, oder aus dem seiner Jünger, zu glauben und zu `beurteilen´, ob es von ihm ist. Wenn wir erst vor ihm stehen, um gerichtet zu werden, ist es zu spät zu glauben, denn dann `wissen´ wir, dass er es ist. Ich habe mich entschieden, dem Wort seiner Jünger zu glauben.

Wie gehst du mit dem Wort Gottes um?

Dienstag, 17. November 2020

Auf mein Gebot hin öffnen und schließen sich die Himmel

 

(Bild: Quelle)

Jesu Worte, die er weiter zu Moroni spricht, als dieser den Bericht des Volkes Jareds zusammenfasst: „Und auf mein Gebot hin öffnen und schließen sich die Himmel; und auf mein Wort hin wird die Erde beben; und auf mein Gebot hin werden ihre Bewohner vergehen, ja, nämlich selbst durch Feuer.“ (Ether 4:9).

Auf mein Gebot hin öffnen und schließen sich die Himmel. Wie habe ich das zu verstehen mit dem Öffnen und Schließen der Himmel, und dem Vergehen mit Feuer?

Beim Öffnen und Schließen des Himmels fällt mir zunächst ein, dass der Herr zu verschiedenen Zeiten den Himmel verschlossen hat, damit es nicht regnet und nach entsprechender Zeit der Umkehr der Menschen ihn wieder öffnete (2. Chronik 7:13; Jakobus 5:17-18), oder um Segen auf die Menschen herabzuschütten (Maleachi 3:10). In einem anderen Sinn kann das Schließen und Öffnen sich auch auf himmlische Offenbarungen beziehen. Zu Zeiten, da die Menschen glauben, öffnet er die Himmel um ihnen seinen Willen mitzuteilen, im entgegengesetzten Fall schließt er sie. Und was hat es mit dem Feuer auf sich? Aufgrund des Falls Adams und Evas wurde Mensch und Erde verflucht. Der Mensch insofern, als er aus der Gegenwart Gottes ausgeschlossen wurde und sein Leben mühselig sein sollte und der Boden Dornen und Disteln hervorbringen würde (1. Mose 3:17-19). Nachdem aber nichts Unreines in die Gegenwart des Herrn zurückkehren kann, muss eine Reinigung stattfinden. Feuer reinigt nun mal, und so hat uns der Herr darauf vorbereitet, dass die Erde vergehen wird, und dies `wie durch Feuer´ (Lehre und Bündnisse 43:30-32), und der Mensch durch die Taufe mit Feuer und dem Heiligen Geist, nachdem er vorher im Wasser symbolisch äußerlich reingewaschen wurde (Matthäus 3:11; 3. Nephi 19:13). Ich lerne, nicht nur der Mensch muss durch `Feuer´ innerlich gereinigt werden, sondern auch die Erde.

Wie stellst du dir dieses `Vergehen der Menschen und der Erde´ durch Feuer vor?

Montag, 16. November 2020

Wer gegen das Wort des Herrn streiten wird, der sei verflucht

 

(Bild: Quelle)

Jesus Christus spricht weiter zu Moroni, als dieser den Bericht des Volkes Jareds zusammenfasst: „Und wer gegen das Wort des Herrn streiten wird, der sei verflucht; und wer dieses hier leugnen wird, der sei verflucht; denn denen werde ich Größeres nicht zeigen, spricht Jesus Christus; denn ich bin es, der redet.“ (Ether 4:8).

Wer gegen das Wort des Herrn streiten wird, der sei verflucht. Eine ähnliche Aussage finde ich im Neuen Testament: „Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben - er sei verflucht.“ (Galater 1:8). Immer, wenn ich in den heiligen Schriften auf den Begriff `verflucht´ stoße, frage ich mich, was ist damit wohl gemeint?

Grundsätzlich wird ein `Fluch´ benutzt, um einer Person Unheil zuzusprechen, oder sie zur Sühne bewegen oder zwingen zu wollen. Im Mormon 8:17 begegnet mir in diesem Sinn ein Fluch: „… darum, wenn jemand verurteilt, soll er sich vorsehen, dass ihm nicht das Feuer der Hölle droht.“ In Wörterbüchern wird mir erklärt, dass `Verflucht´ als Schimpfwort so viel bedeutet wie: sehr zu bedauern, abzulehnen. Diese Bedeutung nun in die Aussage des Herrn eingesetzt würde sie lauten: Wer gegen das Wort des Herrn streiten wird, der sei `sehr zu bedauern´, bzw. `abgelehnt´. Sehr zu bedauern, weil ihm `Größeres nicht gezeigt werden wird´. Abgelehnt, wenn ich gegen etwas streite, werde ich mit Sicherheit nicht in den Genuss dessen kommen, was in diesem versprochen wird. Im Fall des `Wortes des Herrn´: Zutritt in seine Herrlichkeit. Nachdem ich gerne `größeres gezeigt bekommen möchte´, und auch nicht `abgelehnt´ werden möchte, werde ich auf keinen Fall gegen das `Wort Gottes´ streiten oder es leugnen.

Wie verstehst du das mit dem `der sei verflucht´?

Samstag, 14. November 2020

Damit sie in mir geheiligt würden

 

(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns wissen, dass der Herr ihm gesagt hat, dass der Teil des Berichtes der Jarediten, den er versiegeln sollte, erst dann den `Anderen´ – also denjenigen, die das Evangelium noch nicht haben – zur Kenntnis gebracht werden soll, wenn sie umgekehrt und vor dem Herrn rein geworden sind (Ether 4:6), und der Herr sagt ihm dann weiter: „Und an jenem Tag, da sie Glauben an mich ausüben, spricht der Herr, so wie Jareds Bruder es getan hat, damit sie in mir geheiligt würden, da werde ich ihnen das kundtun, was Jareds Bruder gesehen hat, ja, bis ich ihnen alle meine Offenbarungen entfalte, spricht Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Vater der Himmel und der Erde und all dessen, was darinnen ist.“ (Ether 4:7).

Damit sie in mir geheiligt würden. Der Herr erklärt Moroni, dass eine Zeit kommen wird, in der die Umstände so sein werden, dass er denjenigen Menschen, die sich darauf vorbereitet haben, all das wissen lassen wird, was er auch Jareds Bruder kundgetan hat, sogar `all seine Offenbarungen´.

Wie müssen die Umstände sein? Die Menschen müssen `Glauben an Jesus Christus ausüben´ und zwar in der Art und Weise, wie ihn der Bruder Jareds ausgeübt hatte. Das bedingt, dass der Mensch durch Umkehr Vergebung seiner Sünden vom Herrn erhalten hat. Dadurch ist er bereit, `im Herrn geheiligt zu werden´, und mit den anderen Geheiligten am Erbe des Herrn teilzuhaben (Apostelgeschichte 26:18). Glauben an den Herrn auszuüben bedeutet für mich, mit einem reuigen Herzen mein Übeltun zu erkennen und abzulegen, nach bestem Bemühen seine Gebote fortan gehorsam zu befolgen, weitere heilige Bündnisse einzugehen, und sie ebenfalls nach besten Kräften einzuhalten – dem Heiland treu zu sein. Wodurch werden wir letztendlich geheiligt, von unseren Sünden reingemacht? „… Durch die Hingabe des Leibes Jesu Christi …“ (Hebräer 10:10; 13:12). Dadurch, dass man sein Herz Gott hingibt (Helaman 3:33-35).

Wie verstehst du das mit dem `sein Herz Gott hingeben´?

Freitag, 13. November 2020

Niemals wurde Größeres kundgetan

 

Das Heraufsteigen der Leiter geht nur Stufe um Stufe
(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns wissen: „Siehe, ich habe auf diese Platten genau das geschrieben, was Jareds Bruder sah; und niemals wurde Größeres kundgetan als das, was Jareds Bruder kundgetan worden war.“ (Ether 4:4).

Niemals wurde Größeres kundgetan. Moroni, der die uns vorliegenden Berichte aus den ihm vorliegenden Originalberichten zusammengestellt hat, bezeugt uns hier, dass er uns das wiedergibt, was Jareds Bruder auch tatsächlich erlebt hat.

Und Moroni lässt uns auch wissen, dass `niemals Größeres kundgetan wurde´. Uns wird gesagt, dass in diesem Bericht alles, von der Grundlegung der Welt an, bis zu ihrem Ende, beschrieben sei. Aber ein Teil davon ist eben versiegelt und wird uns erst zu der vom Herrn bestimmten Zeit kundgetan werden (2. Nephi 27:7-8,10-11). Das werden Dinge sein, deren wir zurzeit noch nicht fähig sind, sie zu verstehen, weil unser Glaube noch nicht groß genug ist. Ich lerne, dass ich mit dem, was wir bis jetzt an Gottes Wort zugänglich haben, auskommen muss, es lernen, verstehen und richtig anwenden muss, bis mein Glaube sich entsprechend entwickelt hat, bevor mir weiterführende Lehren angeboten werden können (1. Korinther 3:2). Ich kann in der Mathematik nicht bei der Infinitesimalrechnung einsteigen, bevor ich die grundlegenden mathematischen Zusammenhänge begriffen habe.

Welche Vorstellung hast du in Bezug darauf, was uns der Herr an geistiger Nahrung zukommen lässt?

Donnerstag, 12. November 2020

Sie haben das Evangelium Christi verworfen

 

(Bild: Quelle)

Moroni schiebt in seine Zusammenfassung des Berichtes der Jarediten ein: „Und nun, nachher, sind sie alle in Unglauben verfallen; und es ist niemand mehr da außer den Lamaniten, und sie haben das Evangelium Christi verworfen; darum ist mir geboten worden, dies abermals in der Erde zu verbergen.“ (Ether 4:3).

Sie haben das Evangelium Christi verworfen. Moroni hatte alle heiligen Unterlagen erhalten und sowohl von den Platten der Jarediten, als auch der Nephiten, einen Auszug gefertigt. Nachdem aber sein Volk die Nephiten alle aufgrund Abtrünnigkeit vom Glauben an Christus umgekommen waren und nur noch die Lamaniten am Leben waren, diese aber auch das Evangelium ablehnten, sollte Moroni all die heiligen Dinge auch wieder in der Erde verbergen. Darunter wird sich auch der von König Mosia übersetzte Bericht des Volkes Jareds befunden haben (Ether 4:5). Sein Vater Mormon sagt an anderer Stelle, dass diese Berichte `von großem Wert´ sind und dass er denjenigen segnen wird, der sie wieder hervorbringen wird (Mormon 8:14).

Zu diesem wunderbaren Werk des `aus der Erde wieder Hervorbringens´ (Mormon 8:26) wurde Joseph Smith vom Herrn berufen (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:51-52). Nun ist unsere Generation mit diesen wunderbaren Berichten bedacht worden. Offensichtlich müssen wir aufgrund Glaubens dafür bereit gewesen sein. Ich lerne, dass wir an diesem Glauben an Christus festhalten müssen, ihn nicht auch `verwerfen´ dürfen, um des Wortes des Herrn nicht wieder verlustig zu gehen.

Was meinst du, warum es töricht wäre, das Evangelium von Jesus Christus zu verwerfen?

Mittwoch, 11. November 2020

Der Herr gebot ihm, die zwei Steine zu versiegeln

A 21st-century reconstruction of the golden plates and the Urim and Thummim connected to a breastplate

(Bild: Quelle)

Nachdem Jesus dem Bruder Jareds aufgrund seines außergewöhnlichen Glaubens soviel Wunderbares gezeigt hat, gebot er ihm alles niederzuschreiben und zu versiegeln (Ether 3:26-27). Was danach passierte: „Und es begab sich: Der Herr gebot ihm, die zwei Steine zu versiegeln, die er empfangen hatte, und sie nicht zu zeigen, bis der Herr sie den Menschenkindern zeigen würde“. (Ether 3:28)

Der Herr gebot ihm, die zwei Steine zu versiegeln. Der Herr hatte Jareds Bruder `zwei Stein´ gegeben, und ihm geboten, auch diese den Menschen nicht zu zeigen.

Jareds Bruder hatte doch sechzehn Steine aus dem Felsen herausgearbeitet und sie dem Herrn vorgelegt, um sie als Lichtquelle für die verschlossenen Boote herzurichten (Ether 3:1,4), und nun gab der Herr ihm noch zwei zusätzliche Steine (Ether 3:23). Welchen Zweck sollten diese nun erfüllen? Ein paar Verse vorher wird uns die Frage beantwortet. Sie sollten der Übersetzung des Berichtes dienen, den der Bruder Jareds in einer den Menschen unbekannten Sprache anfertigen sollte (Ether 3:24). Und er sollte die Steine mit dem Bericht versiegeln, und der Herr würde diese Dinge erst zu dem von ihm vorgesehenen Zeitpunkt den Menschen offenbaren. Diese Steine werden auch `Übersetzer´ (Mosia 8:13) oder auch `Urim und Tummim´ genannt, und Joseph Smith wurden sie mit den Platten Nephis übergeben, sodass er diese in unserer Zeit übersetzen konnte (Lehre und Bündnisse 10:1). Ich lerne, dass der Herr uns Hilfsmittel zur Verfügung stellt, für die Aufgaben, die wir ohne sie nicht zustande bringen können.

Was verstehst du darunter, dass Jareds Bruder die zwei Steine `versiegeln´ sollte?

Dienstag, 10. November 2020

Zeigte er Jareds Bruder alle Bewohner der Erde

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(Bild: Quelle)

Nun, nachdem Jareds Bruder den Auftrag, das Erlebte in einer den Menschen fremden Sprache niederzuschreiben, dazu noch zwei Übersetzersteine erhalten hatte, mit denen zu gegebener Zeit sein Bericht übersetzt werden konnte (Ether 3:23-24), geschah weiteres unwahrscheinliches: „Und als der Herr diese Worte gesprochen hatte, zeigte er Jareds Bruder alle Bewohner der Erde, die gewesen waren, und auch alle, die sein würden; und er entzog sie seinem Blick nicht, ja, bis an die Enden der Erde.“ (Ether 3:25).

Zeigte er Jareds Bruder alle Bewohner der Erde. Hierbei kommt mir gleich ein sehr ähnliches Bild in den Sinn. Da gab es jemanden, der auch auf einen überaus hohen Berg entrückt wurde, wo Gott mit ihm von Angesicht zu Angesicht redete, weil dieser vom Herrn dazu vorbereitet war diese Begegnung, ohne Schaden zu nehmen, zu überleben. In dieser Begegnung ließ ihn der Herr wissen, dass kein Mensch all seine Werke sehen könnte, denn sie seien unendlich, aber einen Teil davon wolle er ihm zeigen: Alle Menschenkinder, die es gibt und die erschaffen worden sind. Dieser Mensch war Mose, und er „… staunte und wunderte sich sehr.“ (Köstliche Perle Mose 1:1-8).

Nun erlebte Jareds Bruder Ähnliches. Auch ihm zeigte der Herr alle Bewohner der Erde, die, die vor ihm lebten, die, die jetzt zu seiner Zeit lebten, und die, die nach ihm leben würden. Man stelle sich das einmal vor. Was meinst du, welche Zeit das unter normalen Bedingungen in Anspruch nehmen würde? Denk nur einmal an eine größere Veranstaltung, wie lange es dauern würde, bis du meinetwegen nur 100 Menschen einzeln angesehen hättest. Nun aber die gesamte Menschheit? Orson Pratt hat in einer Rede im Tabernakel in Salt Lace City im Oktober 1854 folgende Überlegung geäußert: „Wenn er jeden Einzelnen aller Generationen nacheinander eine Sekunde lang angeschaut hätte, hätte er über dreitausend Jahre gebraucht, um sie alle zu sehen. “ (siehe Journal of Descourses Seite 244, rechte Spalte vorletzter Absatz, letzter Satz, allerdings in Englisch). Anschließend resümiert er: „Es muss eine Fähigkeit oder Kraft geben, die Gott und überlegenen Wesen eigen ist, die der Mensch in diesem Leben nicht in großem Maße besitzt, durch die er eine große Vielfalt von Objekten gleichzeitig betrachten kann. Der Bruder von Jared konnte auf vergangene, gegenwärtige und zukünftige Generationen schauen; sie alle kamen vor ihn, und er sah sie alle an; es gab keine Seele, die er nicht sah.“ (Übersetzung maschinell). Ich lerne, dass der Herr bestimmten Auserwählten seiner Kinder, außerordentliche Dinge zur Kenntnis bringt. Nur er weiß, zu welchem Zweck. Ich denke, dass ein Zweck der ist, unseren Glauben zu prüfen.

Wie stellst du dir vor, dass der Herr Mose und Jareds Bruder alle Menschen hat sehen lassen?

Montag, 9. November 2020

Du sollst es in einer Sprache schreiben, dass man es nicht lesen kann

 

(Bild: Quelle)

Jehova weist Jareds Bruder an, wie er sein `außerirdisches Erlebnis´ (Ether 3:13) festhalten soll: „Und siehe, wenn du dann zu mir kommst, sollst du es niederschreiben und es versiegeln, damit niemand es übersetzen kann; denn du sollst es in einer Sprache schreiben, dass man es nicht lesen kann.“ (Ether 3:22).

Du sollst es in einer Sprache schreiben, dass man es nicht lesen kann. Im gestern betrachteten Vers (Ether 3:21) haben wir erfahren, dass der Herr es Jareds Bruder untersagt hatte, seine heiligsten Erlebnisse mit dem Herrn, den Menschen kundzutun. Dies sollte erst ab der Zeit bekanntgemacht werden, da Christus durch sein Erdenleben verherrlicht wurde. Jareds Bruder wurde also angewiesen, später in seinem Leben hierüber einen Bericht zu fertigen (Ether 4:1). Offensichtlich hat der Herr ihm die Gabe der Zungen verliehen, um diesen Bericht in einer den Menschen fremden Sprach niederzuschreiben (Ether 12:24).

Jahrhunderte später findet eine Expeditionsmannschaft von dreiundvierzig Leuten des Volkes Limhi (Mosia 8:7), die Aufzeichnungen der Jarediten in Form von vierundzwanzig Platten (Mosia 8:9; Ether 1:2). Dieses Volk hatte sich wohl zwischen 500 und 250 v. Chr. selbst vollständig vernichtet. König Limhis innigster Wunsch war es nun, den Inhalt entziffert zu bekommen, weshalb er nach jemandem fragte, der Sprachen übersetzen konnte ((Mosia 8:12). Diesen Mann fand er in König Mosia. Ihm übergab er die Platten nebst den Übersetzersteinen, und König Mosia übersetze den Bericht auf diesen Goldplatten, der etwa 1700 Jahre Geschichte umfasste, von etwa 2200 v. Chr. bis zum letzten überlebenden König der Jarediten namens Koriantumr, der vom Volk Zarahemla entdeckt wurde (Mosia 28:10-17; Omi 1:21). Ich lerne, dass der Herr uns entsprechend unserem Glauben Zeile für Zeile Kenntnis zukommen lässt (2. Nephi 28:30).

Fremde Sprachen übersetzen, heutzutage kein Problem mehr mittels Digitaltechnik. Welche Mittel hatte der Herr früher bereitet, um Fremdsprachen zu interpretieren?

Samstag, 7. November 2020

Du sollst das, was du gesehen und gehört hast, nicht an die Welt hinausgehen lassen

 

(Bild: Quelle)

Jesus Christus gibt Jareds Bruder bezüglich seines Erlebnisses, ihn in Persona gesehen zu haben (Ether 3:13), folgende Anweisung: „Und es begab sich: Der Herr sprach zu Jareds Bruder: Siehe, du sollst das, was du gesehen und gehört hast, nicht an die Welt hinausgehen lassen, bis die Zeit kommt, da ich meinen Namen im Fleische verherrlichen werde; darum sollst du das, was du gesehen und gehört hast, wie einen Schatz hüten und es keinem Menschen zeigen.“ (Ether 3:21).

Du sollst das, was du gesehen und gehört hast, nicht an die Welt hinausgehen lassen. Gab es in deinem Leben schon mal ein Ereignis, das für dich so überwältigend war, dass du es allzu gerne allen anderen hättest mitteilen wollen, es hättest `in die Welt hinausposaunen´ wollen?

Trifft dies nicht unbedingt auf das Erlebnis des Bruders von Jared zu, der aufgrund seines außerordentlichen Glaubens nicht davon abgehalten werden konnte, Jehova, den späteren Jesus Christus, in voller Gestalt zu sehen? Doch Jehova hat ihm verboten dieses Ereignis zu diesem Zeitpunkt `in die Welt hinauszuposaunen´. Warum wohl? Ich meine, dass es sich hierbei um ein so außergewöhnlich heiliges Ereignis handelte, zu dem eben auch ein außergewöhnlicher Glaube notwendig war, um damit richtig umgehen zu können. Dieser Glaube wird vielleicht in diesem Gebiet zu dieser und in der Zeit, bis Jesus Christus auf Erden gewesen sein würde, nicht unter den Menschen vorhanden gewesen sein. Der Herr alleine weiß den Grund, warum er Jareds Bruder befohlen hat, dies `wie einen Schatz zu hüten und es keinem Menschen zu zeigen´, es nicht in die Welt hinauszuposaunen. Ich lerne, dass es Dinge gibt, die auch ich für mich behalten soll, weil sie für `die Welt´ zu heilig sind.

Welche Gründe kommen dir in den Sinn, weshalb Jareds Bruder sein `heiligstes Erlebnis´ nicht mit seinen Mitmenschen teilen sollte?

Freitag, 6. November 2020

Konnte er nicht von innerhalb des Schleiers ferngehalten werden

 

(Bild: Quelle)

Moroni erklärt dem Leser seines Berichtes bezüglich des Erlebnisses, das dem Bruder von Jared ungefähr 2200 v. Chr. mit Jesus zuteil wurde: „Darum, weil er dieses vollkommene Wissen von Gott hatte, konnte er nicht von innerhalb des Schleiers ferngehalten werden; darum sah er Jesus; und er diente ihm.“ (Ether 3:20).

Konnte er nicht von innerhalb des Schleiers ferngehalten werden. Diese Art und Weise, wie Jareds Bruder dazu kam, zuerst den Finger und dann die ganze Person Jesu zu sehen, liegt einzig und allein in dem unbeschreiblich großen Glauben, den Jarareds Bruder an Jesus Christus hatte. Dieser Glaube war in der Menschheitsgeschichte so einmalig, dass Christus nicht in der Lage war, ihm zu verwehren, ihn durch den `Schleier´ hindurch zu sehen.

Von daher könnte es sich auch erklären, dass Jesus sagte, dass er sich noch nie einem Menschen in dieser Weise gezeigt hat (Ether 3:15), also aufgrund dieses außergewöhnlichen Glaubens. In allen anderen überlieferten Fällen, hat sich Jesus von sich aus dem Menschen gezeigt, er hat den Menschen aufgesucht. Im Falle von Jareds Bruder, konnte er nicht anders, er war außerstande, ihm diese Begegnung zu verwehren. Ich erkenne, welche außergewöhnliche Macht in Glauben steckt. Er kann dazu führen, dass Gott außerstande ist, sich dagegenzustemmen. Dabei fällt mir die Frage ein, die so, oder sinnverwandt ähnlich, sicherlich häufig gestellt wurde: „Kann Gott einen Stein so schwer machen, dass er ihn nicht heben kann?" oder „Kann Gott einen Gegenstand so geschickt verstecken, dass er ihn nicht finden kann?"

Welche Gedanken hast du dazu, dass Gott gegen außergewöhnlich starken Glauben an ihn nichts ausrichten kann?

Donnerstag, 5. November 2020

Konnte er nicht davon abgehalten werden, innerhalb des Schleiers zu blicken

(Bild: Quelle)

Moroni erklärt weiter: „Und weil dieser Mensch das wusste, konnte er nicht davon abgehalten werden, innerhalb des Schleiers zu blicken; und er sah den Finger Jesu, und als er ihn sah, fiel er voll Furcht nieder; denn er wusste, dass es der Finger des Herrn sei; und er hatte nicht länger Glauben, denn nun wusste er und zweifelte in nichts.“ (Ether 3:19).

Konnte er nicht davon abgehalten werden, innerhalb des Schleiers zu blicken. Bei Schleier denke ich zunächst an den Schleier, mit dem eine Braut ihr Gesicht verdeckt, und den der Bräutigam nach der Trauungszeremonie lüften darf, um die nun angetraute zu küssen – symbolhaft: zu erkennen, ob sie auch die ist, die ihm von den Brauteltern versprochen wurde. Eine frühere Bedeutung dieses Schleiers lag darin, dass die Braut ihre Tränen wegen des Abschiedsschmerzes von ihrem Elternhaus dahinter verbergen konnte. Bei dem endgültigen Lüften des Schleiers um Mitternacht wurde die Trennung zum Elternhaus der Braut besiegelt.

Im religiösen Bereich hat der Schleier eine besondere mächtige Symbolik im Haus des Herrn. Wir begegnen ihm im alten israelitischen Tabernakel, um das Allerheiligste abzutrennen (Exodus 26: 31–33), in der Geschichte von Moses am Berg Sinai, wo er sein Gesicht verhüllte, weil es so außerordentlich strahlte, nachdem er mit dem Herrn gesprochen hatte und zum Volk zurückkehrte (Exodus 34: 33–35), in Salomos Tempel (2 Chronik 3:14) und auch im Neuen Testament wird von dem Schleier im Tempel berichtet, der in dem Moment zerriss, als Jesus Christus am Kreuz hängend seinen Geist aufgab (Matthäus 27: 50–51). Der Schleier, oder Vorhang, trennt einen von dem Heiligsten, man hat keinen Blick auf das, was hinter ihm ist. Erst, wenn man aufgrund seines Glaubens an Christus von ihm entsprechend vorbereitet wurde, lüftet der Herr den Schleier für uns, und wir können symbolhaft in seine Gegenwart eintreten und alles sehen, wie Jareds Bruder. Für mich lerne ich daraus, dass ich im Rahmen des Evangeliums von Jesus Christus, alles mir Mögliche tun muss – mich auf heilige Bündnisse vorbereiten, sie eingehen und halten muss, wenn ich auch nur ein 'klitzekleines bisschen´ erfahren möchte, was hinter dem 'Schleier´ ist.

Was meinst du, welche weitere Symbolik der Schleier im religiösen Bereich hat, außer der Abtrennung?

Mittwoch, 4. November 2020

Und er diente ihm so, wie er den Nephiten diente

(Bild: Quelle)

Moroni erklärt, warum Jesus dem Bruder Jareds erschien: „Und er diente ihm so, wie er den Nephiten diente; und all dies, damit dieser Mensch wisse, dass er Gott sei, wegen der vielen großen Werke, die der Herr ihm gezeigt hatte.“ (Ether 3:18).

Und er diente ihm so, wie er den Nephiten diente. Gestern habe ich die Frage, die Interesse an meinem Blogbeitrag wecken sollte gestellt: "Was meinst du, hat sich Jesus Christus je einem Menschen persönlich gezeigt, und wenn ja, aus welchem Grund?" In dem heute betrachteten Vers liefert uns Moroni einen ganz wesentlichen Grund: Dienen.

Jesus Christus, der Schöpfer der Welten, derjenige, der sich herabgelassen hat, all unsere Sünden auf sich zu nehmen, unser größter Heiler, unser Erlöser, er hat Jareds Bruder gedient, und zwar so, wie er Jahrhunderte später auch den Nephiten diente (3. Nephi 11 bis 26). Moroni kann das so berichten, weil er ja der letzte lebende Nephit war und eine Zusammenfassung des Berichtes der Nephiten machte. Bei dieser Aussage kommt mir doch als Erstes das Bild des den Jüngern dienenden Jesus in den Sinn. Es war der Vorabend seines Kreuzestodes. Er war mit seinen Aposteln zum letzten Mahl versammelt, als er sein Gewand ablegte und sich mit einem Leinentuch umgürtete, Wasser in eine Schüssel goss und den Jüngern begann deren Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen (Johannes 13:1-7). Zum einen war die Fußwaschung früher eine Geste der Gastfreundschaft (1. Timotheus 5:10), zum anderen eine heilige Handlung der Reinigung (Lehre und Bündnisse 139:138-140). Christus hat uns ein Beispiel im Dienen gegeben und uns aufgefordert aneinander ebenso liebevoll und demütig zu handeln (Johannes 13:14-15). Dann fordert der Herr mich auch noch auf, wenn ich weiß, dass ich dienen soll, auch nach diesem Wissen zu handeln (Johannes 13:17).

Wie wurde dir schon gedient und wie hast du schon anderen gedient – anderen Fürsorge entgegengebracht?

Dienstag, 3. November 2020

So wie er sich den Nephiten gezeigt hat

Die Erste Vision
(Bild: Quelle)

Moroni schiebt eine Erklärung ein: „Und nun, da ich, Moroni, gesagt habe, ich könne nicht einen vollen Bericht von dem machen, was geschrieben ist, genügt es mir darum zu sagen, dass Jesus sich diesem Menschen im Geist gezeigt hat, ja, nach der Weise und im Gleichnis desselben Leibes, so wie er sich den Nephiten gezeigt hat.“ (Ether 3:17).

So wie er sich den Nephiten gezeigt hat. Moroni lässt uns in dieser Aussage nochmals wissen, dass dieser Bericht kein vollständiger ist, wie er es schon in seiner Einleitung zu diesem Buch Ether kundgetan hat (Ether 1:5). Auch in seinen Schlussworten im Kapitel 15 teilt er uns mit, dass er aus dem Originalbericht des letzten Propheten des Volkes Jareds, Ether, nicht einmal den hundertsten Teil übernommen hat (Ether 15:33). Meine Güte, was wir eines Tages noch alles über das Volk erfahren werden?

Dann erklärt uns Moroni nochmals, dass sich der Herr dem Bruder Jareds in dem Körper gezeigt hat, der sein geistiger war, bevor er im Fleisch auf der östlichen Halbkugel auf die Erde kam, und nach seiner Auferstehung sich in seinem vollkommen und unsterblich gemachten Körper, seinem für uns Menschen fühlbaren Körper aus `Fleisch und Gebein´, dem Volk Nephi zeigte, und es zum Beweis aufforderte, ihn zu berühren (3. Nephi 11:8-15), während er diesen Zustand kurz nach seiner Auferstehung, als er sich der Maria von Magdala zeigte, noch nicht besaß (Johannes 20:17-18). Ich lerne, dass der Herr sich zu allen Zeiten, in denen es ihm erforderlich erschien, den Menschen auch persönlich kundtat. So auch dem Propheten der Wiederherstellung Joseph Smith (lies gerne auch hier).

Welchen Nutzen ziehst du aus dem Wissen, dass sich der Herr den Menschen auch in Persona offenbart?

Montag, 2. November 2020

Dieser Körper, den du jetzt siehst, ist der Körper meines Geistes

Dann zeigte sich der Herr Jareds Bruder ganz
(Bild: Quelle)

Jesus Christus erklärt dem Bruder Jareds in einem persönlichen Gespärch weiter: „Siehe, dieser Körper, den du jetzt siehst, ist der Körper meines Geistes; und den Menschen habe ich nach dem Körper meines Geistes erschaffen; und so, wie ich dir erscheine, da ich im Geist bin, werde ich meinem Volk im Fleische erscheinen.“ (Ether 3:16).

Dieser Körper, den du jetzt siehst, ist der Körper meines Geistes. Jesus Christus, der Jehova des Alten Testamentes, erklärt hier dem Bruder Jareds, dass den Körper, den er hier sieht, sein `Geistkörper´ ist.

Es gibt drei unterschiedliche Körperarten:

  • Geistkörper
    Dies ist der Körper, in dem wir vor der Geburt auf diese Erde existierten. Das ist ein Körper aus feinster Materie. Er ist der sogenannte `Geistkörper´. Diesen besitzen alle Kinder Gottes, nachdem wir alle `Geistkinder´ eines himmlischen Vaters sind (Hebräer 12:9).
  • Physischer Körper
    Dies ist der Körper, in den dieser Geistkörper bei der Geburt auf diese Erde eintritt, unser grobstofflicher Körper aus Fleisch, Knochen und Blut (Hiob 32:8). Dieser Körper wird wieder abgelegt, wenn unsere Lebenszeit auf Erden beendet ist und unser Geistkörper hält sich nun in einem `Wartezimmer´ auf, der sogenannten `Geisterwelt´ (Prediger 12:7). Dort verweilt er, bis er im `jüngsten Gericht´ einen endgültigen Aufenthaltsort zugewiesen bekommt, entsprechend seiner Taten auf Erden.
  • Unsterblicher Körper
    Zu diesem Zeitpunkt, der Auferstehung genannt wird, wird der `Geistkörper´ mit seinem nun verwandelten irdischen Körper aus `Fleisch und Gebein´ für alle Zeit und Ewigkeit umhüllt werden (Lehre und Bündnisse 129:1-2).

Zu diesem Zeitpunkt, da Jesus Jareds Bruder gegenüberstand, war er noch nicht auf Erden durch Maria geboren und hatte demzufolge noch seinen vorirdischen `Geistkörper´. Jareds Bruder wurde nun Zeuge davon, dass unser sterblicher Körper dem des Heilands ähnlich sieht, wir Menschen also nach seinem Bild geschaffen sind (1. Mose 1:26-27). Das Gesamtbild beschreibt der Apostel Paulus auch in seinem Brief an die Mitglieder der von ihm um 50 n. Chr. gegründeten Gemeinde in Korinth (1. Korinther 14:44.49).

Was bedeutet es für dich, nach dem Ebenbild Gottes geschaffen zu sein?