Freitag, 31. Juli 2020

Es wird an einem Tag kommen, da die Macht Gottes geleugnet wird

(Bild: Quelle)

Immer noch beschreibt Moroni die Umstände des Hervorkommens der nephitischen Schriften: „Ja, es wird an einem Tag kommen, da die Macht Gottes geleugnet wird und da Kirchen entweiht sein werden und sich in ihrem Herzensstolz überheben, ja, nämlich an einem Tag, da Führer und Lehrer von Kirchen sich in ihrem Herzensstolz erheben werden, sodass sie die beneiden, die zu ihren Kirchen gehören.“ (Mormon 8:28).

Es wird an einem Tag kommen, da die Macht Gottes geleugnet wird. Moroni führt noch weitere Begleitumstände des Hervorkommens des Buches Mormon an: Leugnung der Macht Gottes, Entweihung der Kirchen, Herzensstolz und Überheblichkeit.

Auch das trifft für die Zeit um Josephs Bemühungen, das Buch Mormon hervorzubringen und die Kirche des Herrn mit all ihren Vollmachten erneut zu etablieren zu. Nephi prophezeite dies in seiner Zeit auch schon. Er prophezeit, dass in den letzten Tagen Finsternis und Abfall die Erde bedecken werden und das der Inhalt des Buches für die Menschen von großem Wert sein werde, doch dass Kirchen aufgerichtet sein würden, die nicht die Vollmacht des Herrn besitzen (2. Nephi 38:2-3). Auch Paulus weist auf diese letzten Zeiten hin und lässt Timotheus wissen, welche Schlechtigkeit herrschen wird und fordert auf, sich von solchen Leuten abzuwenden (2. Timotheus 3:1-7). In einer Offenbarung im Oktober 1830 bestätigt der Herr dies, als er darüber spricht, dass er ein letztes Mal seinen Weingarten bearbeitet. Sein Weingarten sei bis ins Kleinste verdorben, bis auf einige Wenige tut niemand Gutes, weil Menschen durch Priesterlist in die Irre geleitet sein würden (Lehre und Bündnisse 33:4). Und Christus selber bestätigt Joseph dies, als der Vater und er ihm erschienen, um ihm seine Frage, welcher Kirche er sich anschließen solle, beantwortete (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:18-19). Als Joseph einem Prediger sein Erlebnis im Heiligen Hain berichtete, nahm dieser seine Schilderung mit großer Verachtung auf und meinte: „… das sei alles vom Teufel, so etwas wie Visionen oder Offenbarungen gebe es in diesen Tagen nicht mehr, das hätte alles mit den Aposteln aufgehört, und es würde so etwas nie wieder geben.“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:21). Die Zeiten werden nicht besser und so fühle ich mich, ebenso wie Timotheus, aufgefordert, mich von `solchen Leuten´ abzuwenden.

Was meinst du, wie Kirchen entweiht werden?

Donnerstag, 30. Juli 2020

Es wird an einem Tag kommen, da das Blut der Heiligen zum Herrn schreit

(Bild: Quelle)

Moroni beschreibt die Umstände des Hervorkommens der von seinem Volk geschriebenen Worte: „Und es wird an einem Tag kommen, da das Blut der Heiligen zum Herrn schreit wegen der geheimen Verbindungen und der Werke der Finsternis.“ (Mormon 8:27).

Es wird an einem Tag kommen, da das Blut der Heiligen zum Herrn schreit. Moroni sagt also, dass die Schriften, die er verbirgt, zu einer Zeit wieder hervorkommen werden, in der damit verbunden Menschenleben geopfert werden, Blut von Anhängern Jesu, den Heiligen, fließen wird, und von der Erde zu ihm um Gerechtigkeit schreien wird. Diese Werke der Finsternis stehen in Verbindung mit geheimen Verbindungen.

Im Zusammenhang mit dem Hervorkommen des Buches Mormon floss Blut aufgrund der Ermordung des Wiederherstellers der Kirche des Herrn, Joseph Smith Jun. und das seines Bruders Hyrum (Lehre und Bündnisse 135), aber auch unzählige weitere Märtyrer ließen aufgrund ihres Glaubens an die wiederhergestellte Kirche Jesu Christi ihr Leben (Georg Q. Cannon sprach über einiges in Zusammenhang unseres heutigen Verses (lies hier und hier und hier, jeweils um den markierten Vers herum). Ein Zitat von ihm gebe ich hier wieder: „Die Menschen haben Mitleid mit den Gottlosen; aber es gab kein Mitleid in den Herzen derer, die das Leben Jesu, des Propheten Joseph und seines Bruders Hyrum nahmen, die ihre Füße auf den Fels der ewigen Wahrheit setzten und standhaft blieben, während die Wellen von Vorurteilen, Hass und Bosheit, inspiriert durch den Widersacher, der von Anfang an ein Mörder war (Johannes 8,44), weiter vorrückten, bis ihr Blut den Boden tränkte. Derselbe Geist ist heute mitten unter der Erde. Er hat bewirkt, dass diesen Brüdern das Leben genommen wurde. Ich erinnere mich deutlich an die Eindrücke, die in den Köpfen einiger unserer Leute entstanden, als sie zum ersten Mal von der Organisation bestimmter Geheimbünde im Osten erfuhren, die zweifellos mit der Absicht organisiert wurden, Leben zu nehmen; und es ist meine feste Überzeugung und meine feste Meinung, dass der Körper, der heute leblos vor uns liegt, das Ergebnis der Operationen der Geheimbünde ist, die, wie man uns vorgewarnt hat, in der letzten Zeit organisiert werden würden.“ (lies hier nach. Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator). Was kann ich für mich daraus lernen? Zum einen wiedermal, dass das Wort des Herrn sich immer erfüllt, zum anderen, dass ich aufgefordert bin, die Werke der Finsternis abzulegen, dafür aber die Waffen des Lichts anzulegen (Römer 13:12).

Wie verstehst du das mit dem Blut der Heiligen, das zum Herrn schreit?

Mittwoch, 29. Juli 2020

Niemand kann es zurückhalten

Der Traum Nebukadnezzars vom zerschmetterten Stnadbild (Daniel 2)
(Bild: Quelle)

Moroni sagt weiter: „Und niemand braucht zu sagen, es werde nicht hervorkommen, denn das wird es gewiss, denn der Herr hat es gesagt; denn aus der Erde wird es kommen, durch die Hand des Herrn, und niemand kann es zurückhalten; und es wird an einem Tag kommen, da man sagen wird, Wundertaten seien abgeschafft; und es wird so kommen, als würde einer von den Toten her sprechen.“ (Mormon 8:26).

Niemand kann es zurückhalten. Morroni hat vorhergesagt, dass niemand verhindern kann, dass die Berichte, die er mit seinen Worten abgeschlossen, und in der Erde verborgen hat, zu gegebener Zeit wieder durch die Macht Gottes hervorgebracht, und den Menschen zugänglich gemacht werden. Er konnte dies tun, da der Herr es gesagt hat.

Wie wir selber erleben können, es ist aus dem Staube wieder hervorgekommen (2. Nephi 33:13; 2. Nephi 26:16), und zwar zu einer Zeit, in der man gesagt hat, dass es keine Wundertaten mehr gibt. Und wir können dafür Zeuge sein. War es vielleicht kein Wunder, wie Gott Vater und sein Sohn aufgrund des Gebetes des jungen Joseph Smith, „… an einem strahlend schönen Morgen in den ersten Frühlingstagen des Jahres achtzehnhundertzwanzig ...“ diesem im Wald erschienen, und Gott ihm sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn, ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17)? Waren all die anderen Engelserscheinungen danach keine Wunder? Und die Menschen um ihn herum behaupteten, dass es so etwas wie Offenbarungen oder Engelserscheinungen nicht mehr geben würde (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:21; 1:56). Ist es kein Wunder, dass Joseph die Kirche des Herrn, in seinem Namen auf Erden wiederherstellte, deren Untergang von den Menschen immer wieder herbeigeredet wurde, heute, 200 Jahre später, ohne Unterbrechung, weltweit besteht, und die frohe Botschaft der Errettung, das Evangelium des Herrn, bezeugt und weiterhin verbreitet, `wie ein Stein von einem Berg gelöst zu einem großen Berg wurde, und die ganze Erde füllte´ (Daniel 2:34-35)?

Wie verstehst du die Aussage: „und es wird so kommen, als würde einer von den Toten her sprechen“?

Dienstag, 28. Juli 2020

Ihre Gebete waren auch zugunsten desjenigen ...

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Moroni lässt uns wissen: „Und siehe, ihre Gebete waren auch zugunsten desjenigen, den der Herr dies alles hervorbringen lassen wird.“ (Mormon 8:25).

Ihre Gebete waren auch zugunsten desjenigen … . Wessen Gebete waren zugunsten für wen gesprochen worden?

Es geht um die Gebete derjenigen Heiligen, die vor Moroni gestorben waren, also all jene, die vor ihm lebten und sich aus den aus Jerusalem ins verheißene Land Amerika ausgewanderten Familien Lehis, Ischmaels und des ehemaligen Dieners Labans, Zoram, entwickelt hatten (Mormon 8:23). All diese Gläubigen haben für denjenigen gebetet, der eines Tages diese Berichte aus dem Staube hervorbringen würde (Mormon 8:16). Als Lehi seinen jüngsten in der Wildnis geborenen Sohn Jakob segnet, prophezeit er auch über den, der diese Berichte hervorbringen wird und sagt, dass er `groß sein würde, wie Mose´ (2. Nephi 3:6,9). Dieser nach Ägypten verkaufte Sohn Jakobs, Joseph, hat prophezeit, dass derjenige, der die Schriften der Nephiten hervorbringen würde auch Joseph heißen würde, ebenso auch sein Vater (2. Nephi 3:14-15). Wie heißt nun derjenige, der 1827 u. a. den von Moroni um 421 n. Chr. verborgenen Bericht aus der Erde, von eben demselben Moroni, erhielt? Joseph Smith Jun. Und wie hieß dessen Vater? Joseph Smith Sen. (lies hier). Wie wunderbar, wie sich das Wort des Herrn immer wieder in allem erfüllt! Was ich daraus lerne ist, dass ich zugunsten derjenigen, die vom Herrn beauftragt sind in Seinem Werk zu dienen, beten sollte. Das tue ich auch in jedem meiner vielen Gebete, die ich tagtäglich in die Höhe steigen lasse.

Wen schließt du in deine täglichen Gebete mit ein?

Montag, 27. Juli 2020

Und er kennt ihren Glauben

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Von Moroni erfahren wir: „Und er kennt ihre Gebete, dass sie zugunsten ihrer Brüder waren. Und er kennt ihren Glauben, denn in seinem Namen konnten sie Berge versetzen; und in seinem Namen konnten sie die Erde beben lassen; und durch die Macht seines Wortes ließen sie Gefängnisse zur Erde stürzen; ja, selbst der Feuerofen konnte ihnen nicht schaden, auch nicht wilde Tiere oder Giftschlangen, und zwar wegen der Macht seines Wortes.“ (Moroni 8:24).

Und er kennt ihren Glauben. Von wem spricht Moroni hier, wessen Gebete und wessen Glauben kennt der Herr?

Die Antwort finden wir im gestern besprochenen Vers: „… Die Heiligen, die vor mir dahingegangen sind und dieses Land besessen haben,“ (Mormon 8:23). Gemeint sind also all jene, die vor ihm lebten und sich aus den aus Jerusalem ins verheißene Land Amerika ausgewanderten Familien Lehis, Ischmaels und des ehemaligen Dieners Labans, Zoram, entwickelt hatten. Viele von ihnen haben, wie uns das Buch Mormon berichtet, all die aufgeführten Wundertaten vollbracht. Und wie konnten sie diese vollbringen? Wegen ihres Glaubens und ihrer Gebete, in denen sie nicht nur an sich dachten, sondern auch an ihre Brüder und Schwestern. Wunder sind Ereignisse, die durch die Macht Gottes bewirkt werden (Alma 23:6), und sind ein wichtiges Element im Werk Jesu. Er vollbrachte Wunder überall dort, wo es Glauben gab (Markus 6:5-6; Ether 12:12). Auf dem amerikanischen Kontinent hatten diese Auswanderer aus Jerusalem, insbesondere zuzeiten seines Besuchs bei ihnen, überaus großen Glauben und so konnte der Herr dort auch `größere Wundertaten´ vollbringen als unter den Juden (3. Nephi 19:35). Ich lerne, dass ich Glauben haben muss, um Wunder zu erleben, ggf. auch selber durch die Macht Gottes zu wirken – z. B. Krankensegen, dabei aber nicht nur an mich, sondern auch an meine Mitmenschen denken soll.

Welche Wunder fallen dir ein, denen wir heutzutage begegnen?

Sonntag, 26. Juli 2020

Forscht in den Prophezeiungen Jesajas

(Bild: Quelle)

Moroni fordert auf: „Forscht in den Prophezeiungen Jesajas. Siehe, ich kann sie nicht niederschreiben. Ja, siehe, ich sage euch: Die Heiligen, die vor mir dahingegangen sind und dieses Land besessen haben, werden rufen, ja, selbst aus dem Staube werden sie zum Herrn rufen; und so wahr der Herr lebt, wird er des Bundes gedenken, den er mit ihnen gemacht hat.“ (Mormon 8:23).

Forscht in den Prophezeiungen Jesajas. Was für eine Aufforderung Moronis, warum fordert er seine Leser auf, in den Prophezeiungen Jesajas zu forschen, wo dieser doch ungefähr 700 vor Christus gewirkt hat? Außerdem sind sie doch schwer zu verstehen, wenn man nicht die Weise des Prophezeiens unter den Juden kennt (2. Nephi 25:1). Ja, Jesus Christus hat bei seinem Besuch bei den Nephiten nach seiner Auferstehung dies sogar als Gebot ausgesprochen: „… Ihr sollt hierin forschen; ja, das Gebot gebe ich euch, hierin eifrig zu forschen; denn groß sind die Worte Jesajas.“ (3. Nephi 23:1)! Jesus fordert sogar noch auf, `eifrig zu forschen´ und erklärt noch, dass dessen Worte groß seien, also von Bedeutung. Nephi schiebt noch einen wichtigen Hinweis nach, wie die Worte Jesajas nur verstanden werden können: „… wenn auch die Worte Jesajas nicht klar sind für euch, so sind sie doch klar für alle diejenigen, die vom Geist der Prophezeiung erfüllt sind. …“ (2. Nephi 25:4).

Wollen wir seine Worte also nicht nur lesen, sondern eifrig erforschen und verstehen, müssen wir `vom Geist der Prophezeiung erfüllt sein´. Dies erinnert mich an Präsident Russel M. Nelsons Bitte, die er in seinen Reden als Prophet Seher und Offenbarer des Herrn, häufig ausspricht: „Ich wiederhole meine Bitte an Sie, alles zu tun, was Sie können, um Ihre geistige Fähigkeit, persönliche Offenbarung zu empfangen, zu erweitern.“ (siehe hier). Kurz nach seiner Einsetzung als Präsident der Kirche, gibt er uns einen Tipp, wie wir vermehrt persönliche Offenbarung erhalten können: „Wenn Sie Gott im Tempel verehren und sich dort für Ihre Vorfahren einsetzen, empfangen Sie vermehrt persönliche Offenbarung, Frieden und festigen Ihre Entschlossenheit, auf dem durch Bündnisse vorgezeichneten Weg zu verbleiben.“ (siehe hier). Nun noch einige Offenbarungen, die Jesaja ausgesprochen hat und die für uns heute von großem Wert sind:

Jesaja 40:3-5; 45:23 – Jesaja prophezeit vom Zweiten Kommen Jesu Christi. Alle Menschen werden wissen, dass Jesus der Christus ist.

Jesaja 63:1-3 – Christus wird bei seinem Kommen rote Kleidung tragen.

Jesaja 66:15-18; (siehe auch Lehre und Bündnisse 88:96-98) – Die Schlechten werden verbrennen, aber die Rechtschaffenen werden entrückt werden.

Jesaja 2:4; 11:6-9 – Jesaja prophezeit das Millennium.

Jesaja 54:10-17 – In den letzten Tagen werden die Rechtschaffenen behütet werden und gesegnet sein.

Welche Erfahrungen hast du gemacht beim Versuch, die Prophezeiungen Jesajas zu verstehen?

Samstag, 25. Juli 2020

Die ewigen Absichten des Herrn werden voranschreiten

(Bild: Quelle)

Moroni erklärt: „denn die ewigen Absichten des Herrn werden voranschreiten, bis sich alle seine Verheißungen erfüllt haben werden.“ (Mormon 8:22).

Die ewigen Absichten des Herrn werden voranschreiten. Stellt sich zunächst die Frage, was sind denn Seine `ewigen Absichten´? Die knappe, aber alles umfassende Antwort wird mir in der Köstlichen Perle in Mose 1:39 geliefert: Unsterblichkeit und ewiges Leben für seine Kinder zustande zu bringen. Um Seine `ewigen Absichten´ den Menschen betreffend zu verwirklichen, hat er u. a. die Erde mit allem, was es darauf und drum herum gibt, erschaffen, wozu auch Gegensätze gehören (2. Nephi 2:14-15). Diese `großen und ewigen Absichten´, durch die die Errettung und Erlösung, aber auch ggf. die Vernichtung des Menschen zustande gebracht werden soll, wurden schon vor Grundlegung der Welt bereitet (Alma 42:26).

Wie kann ich die Absichten Gottes nun erforschen (Römer 11:34)? Ich muss mich um die Hilfe durch den Geist Gottes bemühen (1. Korinthe 2:10), ohne ihn werden sie mir nicht offenbart. Satan setzt hingegen all seine Macht darein, dass sie durchkreuzt werden (Apostelgeschichte 13:10). Nun mag sich manch einer fragen, wo erfüllen sich denn all Seine Ankündigungen? Wer so fragt, der hat sich mit Seinen Absichten eben nicht auseinandergesetzt. Im Geleitwort des Herrn zu seinen neuzeitlichen Offenbarungen fordert der Herr uns auf, in Seinen Geboten zu forschen, und er bestätigt, dass sie sich erfüllen werden (Lehre und Bündnisse 1:37-38). Ich bin dankbar, dass ich schon einige Seiner Absichten kennenlernen durfte und auch viele davon in Erfüllung habe gehen sehen. Ich denke nur an die jüngste Zeit, in der uns die lebenden Propheten und Apostel angeleitet haben, das Zuhause als das Zentrum des Evangeliumsunterrichts auszubauen. Die Kirche würde dabei nur unterstützen: „Es ist an der Zeit für eine auf das Zuhause ausgerichtete Kirche, die von dem, was in den Gebäuden unserer Zweige, Gemeinden und Pfähle geschieht, unterstützt wird.“ sagte Präsident Russel M. Nelson in der Oktober Generalkonferenz 2018 (mehr lies hier). Nun, anderthalb Jahre später, in der Zeit der Pandemie hat sich gezeigt, wie weise es war, uns frühzeitig darauf vorzubereiten. Ich bin bemüht, mit all meinen Kräften, Seine `ewigen Absichten´ mit uns, seinen Kindern, kennenzulernen, und bin zutiefst dankbar, Zeuge ihrer Erfüllung sein zu dürfen.

An welche `Absichten des Herrn´ denkst du, die sich inzwischen schon erfüllt haben?

Freitag, 24. Juli 2020

Dem droht, dass er umgehauen und in das Feuer geworfen wird

Verbrennung Salzburger Täufer im Jahr 1528
(Bild: Quelle)

Moroni warnt: „Und wer Grimm und Streit ausstößt gegen das Werk des Herrn und gegen das Bundesvolk des Herrn, nämlich das Haus Israel, und spricht: Wir wollen das Werk des Herrn zerstören, und der Herr wird seines Bundes nicht gedenken, den er für das Haus Israel gemacht hat – dem droht, dass er umgehauen und in das Feuer geworfen wird;“ (Mormon 8:21).

Dem droht, dass er umgehauen und in das Feuer geworfen wird. Wie habe ich diese Warnung nun wieder zu verstehen? Ich denke an einige Beispiele, in denen gerechte Männer, weil sie dem Herrn treu waren, von ihren Peinigern ins Feuer geworfen wurden. Da gab es drei judäischen Freunde, die sich der Anweisung widersetzten, sich bei einem bestimmten Signal vor dem Standbild, das König Nebukadnezzar hat errichten lassen, niederzuwerfen und es zu verehren. Die Strafe, die sie erhielten, sie wurden `in den glühenden Feuerofen geworfen´ (Daniel 3:5-6, Vers 23).

Nur, hier in diesem Fall der drei Freunde , hat Gott sie vor dem Feuertod errettet, weil sie ihm treu geblieben sind und nicht Menschenwerk anbeteten (Daniel 3:95). Das Feuer, von dem im heute betrachteten Vers die Rede ist, ist das Feuer, in das jene geworfen werden, die keine gute Frucht hervorbringen (Lukas 3:9)., das Feuer der Hölle (Matthäus 18:9). Die Rechtschaffenen aber haben nichts zu fürchten, der Herr wird sie, wie die drei Freunde, erretten (1. Nephi 22:17). So erkenne ich, dass das Feuer auch zwei Seiten hat, wie eine Medaille. Die eine Seite ist die, die jene, die sich für Satan entscheiden vernichten wird, zumindest was das Leben in der Gegenwart des Herrn angeht (2. Nephi 9:16), die andere diejenige, die jene, die ausharren bis ans Ende, reinigen wird, sodass sie in die Gegenwart des Herrn eintreten und mit ihm leben dürfen (Matthäus 3:11; Lehre und Bündnisse 128:24).

Was mehr weißt du über die zwei Seiten des Feuers im Sinne des Evangeliums?

Donnerstag, 23. Juli 2020

Seht, was die Schrift sagt

Domenico Fetti: The Parable of the Mote and the Beam
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Moroni fordert auf: „Seht, was die Schrift sagt: Der Mensch soll nicht schlagen, noch soll er richten; denn die Rechtsprechung ist mein, spricht der Herr, und auch die Rache ist mein, und ich werde vergelten.“ (Mormon 8:20).

Seht, was die Schrift sagt. Moroni weist uns darauf hin, dass wir auf das achten sollen, was die Schrift sagt, gemeint die Heilige Schrift, und führt an, dass sie sagt, dass der Mensch weder schlagen noch richten soll.

Schlagen ist die Ausübung körperlicher Gewalt. Schon seit Menschheitsbeginn wird Gewalt ausgeübt. So lesen wir im Zusammenhang mit der Sintflut, dass die Erde voller Gewalt war (1. Morse 6:11). Wir lesen auch, dass es besser ist, von Gott gerichtet zu werden als von Menschen, denn seine Richtersprüche sind gerecht (Mosia 29:12). Beides, Schlagen und Richten, sind Eigenschaften des `natürlichen Menschen´, welcher ein Feind Gottes ist (Mosia 3:19). Über diesen `natürlichen Menschen´ hat der Teufel Macht, der unsere ersten Eltern verleitete, und dadurch die ganze Menschheit `fleischlich, sinnlich und teuflisch´ geworden ist, und in die Lage kam, Böses von Gutem zu unterscheiden (Mosia 16:3). Wer nun nicht den `Einflüsterungen des Heiligen Geistes nachgibt´, wird ein Feind Gottes bleiben, und er wird schlagen und richten, obwohl dies nur dem Herrn vorbehalten sein kann. Denn „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! 2 Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden.“ (Matthäus 7:1-2). Ich bin immer auf der sicheren Seite, wenn ich sehe, was die Schrift sagt, und mich dann auch daran halte.

Wie ist deine Reaktion, wenn du siehst, dass jemand etwas falsch macht, obwohl er es besser wissen müsste?

Mittwoch, 22. Juli 2020

Wer voreilig richtet, der wird wieder voreilig gerichtet werden

(Bild: Quelle)

Moronis Warnung geht weiter: „Denn siehe, wer voreilig richtet, der wird wieder voreilig gerichtet werden; denn gemäß seinen Werken wird sein Lohn sein; darum, wer da schlägt, wird wieder geschlagen werden, nämlich vom Herrn.“ (Mormon 8:19).

Wer voreilig richtet, der wird wieder voreilig gerichtet werden. Das klingt für mich ja ganz nach „Wie du mir, so ich dir“ (Sprüche 24:29).

Diese Aussage steht noch in Zusammenhang mit dem vorhergehenden Vers, in dem böswillige Menschen dem jungen Joseph Smith die goldenen Platten abjagen wollten (siehe mein Blogbeitrag von gestern). Worauf ich hier allerdings abheben möchte: Geht es dir manchmal auch so, dass du eine Person siehst und dir schon über den ersten Eindruck ein Urteil über sie bildest? Da steht vor dir an der Eistheke eine etwas vollschlanke Person und bekommt eine riesige Portion Eis mit extra viel Sahne. Du mokierst dich sicherlich gedanklich darüber und denkst: Muss sie bei dieser Figur auch noch diese Kalorienbombe in sich reinhauen? Kein Wunder, dass sie eine solche Figur hat. Da hörst du, wie sie sich bei ihrer schlanken Freundin, die neben ihr steht bedankt, und diese sagen: „Das hast du dir redlich verdient. Du hast täglich Sport gemacht, deinen Ernährungsplan eingehalten und schon 20 Kg abgenommen.“ Wie fühlst du dich nun? Wiedermal jemanden zu `voreilig gerichtet´. Möchtest du von anderen voreilig gerichtet werden? Nun werden wir durch diese Aussage Moronis vor `voreiligem Richten´ gewarnt, denn wenn wir das tun, wird der Herr es mit uns ebenso tun, mit dem Unterschied, dass sein Richterspruch gerechtfertigt ist! In Situationen, in denen ich versucht bin, vorschnell zu richten, habe ich mir vorgenommen mir zu sagen, dass ich die Umstände nicht kenne und erst gar nicht versuchen sollte, eine bestimmte `Schublade´ aufzumachen, denn ich wünsche es umgekehrt mir gegenüber ja auch nicht - einmal erst in einer Schublade gelandet, kommt man da nicht so schnell wieder raus!.

Was denkst du, wie lange bleibt eine Person in der `Schublade´, in die sie voreilig reingesteckt wird?

Dienstag, 21. Juli 2020

Der sehe sich vor, dass er nicht das gebietet, was vom Herrn verboten ist

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Moroni spricht folgende Warnung aus: „Und wer da sagt: Zeige mir, sonst wirst du geschlagen werden – der sehe sich vor, dass er nicht das gebietet, was vom Herrn verboten ist.“ (Mormon 8:18).

Der sehe sich vor, dass er nicht das gebietet, was vom Herrn verboten ist. Hier spricht Moroni wohl eine vom Geist inspirierte Warnung über jene aus, die unter Androhung körperlicher Gewalt Dinge fordern würden, die vom Herrn verboten sind. Nachdem es in diesen Versen um das Hervorkommen des Buches Mormon geht, müsste die Warnung wohl auch in dieser Richtung zu verstehen sein.

Mir kam dabei in den Sinn, dass Joseph Smith sofort nach dem Erhalt der Platten durch den Boten Moroni, feststellen musste, dass „… die heftigsten Anstrengungen unternommen wurden, sie mir wegzunehmen. Jede nur erdenkliche List wurde zu diesem Zweck angewandt. Die Verfolgung wurde gehässiger und heftiger als zuvor, und eine Menge Leute waren ständig darauf aus, sie mir wenn möglich wegzunehmen. …“. Schließlich wurde die Verfolgung unerträglich, sodass er den Aufenthaltsort wechseln musste (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:60-61). Joseph aber war standhaft und kam der Aufforderung, `zeige mir´, nicht nach. Wie unendlich dankbar dürfen wir ihm dafür sein!

Wie verstehst du diesen Vers?

Montag, 20. Juli 2020

Wenn jemand verurteilt, soll er sich vorsehen, dass ihm nicht das Feuer der Hölle droht

„… wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.“ (Matthäus 5:22).
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Moroni weiter: „Und wenn darin Fehler sind, so sind es die Fehler eines Menschen. Aber siehe, wir wissen von keinem Fehler; doch Gott weiß alles; darum, wenn jemand verurteilt, soll er sich vorsehen, dass ihm nicht das Feuer der Hölle droht.“ (Mormon 8:17).

Wenn jemand verurteilt, soll er sich vorsehen, dass ihm nicht das Feuer der Hölle droht. Von Carl Gustav Jung (* 26. Juli 1875, ein Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie) stammt folgendes Zitat: „Denken ist schwer, darum urteilen die Menschen“.

`Urteilen´ bedeutet, `eine bestimmte Ansicht über etwas/jemanden haben´. Wenn ich jemanden `beurteile´, fälle ich über ihn ein Urteil. Nun gibt es noch das `Verurteilen´. Das bedeutet im nicht strafrechtlichen Sinne `jemanden, oder etwas, sehr kritisch beurteilen, vollständig ablehnen´. Davor nun warnt uns Moroni in seiner Aussage. Wie leicht fällt es einem doch, in anderen Menschen Fehler zu finden und sie daraufhin zu `verurteilen´. Wer so etwas tut, dem könnte `das Feuer der Hölle drohen´sagt er. Im `Glöckner von Notredam´ sagt der Richter Claude Frollo zum Priester: „Ein Feuer der Hölle aus tiefem Feuerschacht, ein Schritt nur zur Schwelle, der mich zum Sünder macht“ (siehe hier). Solch ein kleiner Schritt, jemanden zu `verurteilen´, lässt mich die Schwelle zur Sünde überschreiten. Demzufolge muss ich meinen Drang, mich immer besser erscheinen lassen zu wollen als meinen Mitmenschen, bezwingen. Seine Fehler nicht kritisieren, sondern erkennen, was ich daraus lernen kann (Mormon 9:31), und dann, wenn wir dazu in der Lage wären, und vom Geist angeleitet, demjenigen liebevoll Hilfe anbieten.

Hinweis: Einen zu diesem Thema wunderbar passenden Artikel habe ich hier gelesen.

Was verstehst du darunter, dass einem `das Feuer der Hölle droht´?

Sonntag, 19. Juli 2020

Und gesegnet sei, wer dies ans Licht bringt

Das Holz Juda und das Holz Joseph
(Bild: Quelle)

Moroni über die Zukunft des Berichtes der Nephiten: „Und gesegnet sei, wer dies ans Licht bringt; denn es wird aus der Finsternis ans Licht gebracht werden gemäß dem Wort Gottes; ja, es wird aus der Erde hervorgebracht werden, und es wird aus der Finsternis heraus leuchten und dem Volk zur Kenntnis gelangen; und das wird durch die Macht Gottes geschehen.“ (Mormon 8:16).

Und gesegnet sei, wer dies ans Licht bringt. Schon Lehi spricht über denjenigen, der diesen Bericht ans Licht bringen wird, als er seinen jüngsten Sohn Josef segnet, und ihn wissen lässt, dass sie Abkömmlinge des Josepfs sind, der von seinen neidischen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde (2. Nephi 3:1-4; 1. Mose 35:4). Lehi sagt seinem Sohn, dass dieser zweitjüngste Sohn Jakobs schon bezeugt habe, dass der Herr einen Seher erwecken werde, der für seine Nachkommen ein Werk von großem Wert tun werde. Er würde groß sein wie Mose um sein Volk zu befreien. Er würde seinen Nachkommen nicht nur sein Wort hervorbringen, sondern sie auch von dem Wort überzeugen, welches sie schon haben würden (2. Nephi 3:6-7,11-14).

Aus der Finsternis heraus ans Licht gebracht, hervorgebracht aus dem Staub der Erde, hat nun Joseph Smith dieses Wort des Herrn (lies gerne hier). Er ist der gesegnete. Nicht nur das Buch Mormon, das Wort Gottes, hat er von den Platten, die ihm Moroni übergab, übersetzt und allem Volk zugänglich gemacht, sondern dadurch der Menschheit auch einen zweiten Zeugen geliefert, der das Wort, das von dem Haus Juda geschrieben wurde, die Bibel, bezeugte (2. Nephi 3:12). Hier erfüllte sich nun auch das Wort des Herrn an Hesekiel (Hesekiel 37:16-19). Wiedereinmal wird mir gezeigt, dass sich das Wort des Herrn immer erfüllt. Wir dürfen heute Zeuge dessen sein und Joseph Smith danken, für seinen Dienst, den er uns erwiesen hat. Nicht nur er ist gesegnet für das Hervorbringen, sondern ein jeder von uns, der das Wort annimmt.

Was meinst du, inwiefern derjenige gesegnet ist, der diesen Bericht Mormons ans Licht gebracht hat?

Samstag, 18. Juli 2020

Niemand kann die Macht haben, ihn ans Licht zu bringen, außer sie werde ihm von Gott gegeben

(Bild: Quelle)

Moroni erklärt, wer diesen Bericht, unter welchen Bedingungen, hervorbringen kann: „Denn niemand kann die Macht haben, ihn ans Licht zu bringen, außer sie werde ihm von Gott gegeben; denn Gott will, dass dies so getan werde, dass dabei das Auge nur auf seine Herrlichkeit gerichtet sei oder das Wohlergehen des alten und lange zerstreuten Bundesvolkes des Herrn.“ (Mormon 8:15).

Niemand kann die Macht haben, ihn ans Licht zu bringen, außer sie werde ihm von Gott gegeben. Moroni teilt nun, seinen Lesern mit, und die sind wir in dieser Generation der Fülle der Zeiten, dass nur ein von ihm Berufener dieses Buch aus seiner Verborgenheit wieder ans Tageslicht zu bringen in der Lage sein würde. In ähnlicher Weise hat der Herr sich auch schon früher geäußert. König Limhi war im Besitz einiger Schriften, deren Sprache niemand in seinem Volk verstehen konnte. Nun war aber Ammon bei ihnen und er fragte ihn, ob er jemanden wisse, der fremde Sprachen übersetzen könne. Ammon bejaht dies. Er kenne jemanden, der diese Gabe hätte, und zwar mittels Übersetzersteinen, in die aber nur derjenige hineinschauen dürfe, dem es geboten würde (Morsia 8:9-13).

Im neunzehnten Jahrhundert gab es den einen, den der Herr dafür vorgesehen hatte, diesen Bericht der Nephiten ans Licht zu bringen. In Kapitel 3, Heilige: Die Geschichte der Kirche Jesu Christi in den Letzten Tagen, lesen wir, wie Joseph Smith am 21. September 1823 von eben diesem Moroni, der den Bericht der Nephiten zu Ende schrieb und die Platten 421 n. Chr. Im Hügel Cumorah verbarg, besucht und belehrt wurde. Es heißt dort: „Der Herr werde bald wiederkommen, erklärte er [anm.: Moroni gemeint], und die Menschheit werde den Zweck ihrer Erschaffung nicht erfüllen, wenn nicht zuvor der alte Bund Gottes erneuert werde. Moroni verkündete, dass Gott Joseph erwählt habe, diesen Bund zu erneuern. Wenn Joseph den Geboten Gottes treu bleiben wolle, sei es ihm bestimmt, den Bericht auf den Platten ans Licht zu bringen.“ (siehe hier). Schlussendlich war es Joseph, der `sein Auge nur auf die Herrlichkeit Gottes gerichtet hat´. Schließlich hat er diese seine Treue, im Alter von achtunddreißigeinhalb Jahren, mit seinem unschuldigen Blut besiegelt (Lehre und Bündnisse 135). Dank ihm, sind wir heute, wie es der Herr vorgesehen hat, in der Lage, uns um die Sammlung des `lange zerstreuten Bundesvolkes des Herrn´ zu bemühen.

Wie kannst du dazu beitragen, dass sich das Wort des Herrn bezüglich seines Bundesvolkes erfüllt?

Freitag, 17. Juli 2020

Die Platten davon sind von keinem Wert, ... aber der Bericht darauf ist von großem Wert

Eine künstlerische Darstellung der Goldplatten, des UrimundThummim, und Liahona; David A. Baird/Historical Arts and Castings
(Bild: Quelle)

Moroni sagt über den Wert der Platten, auf dem der Bericht geschrieben wurde: „Und ich selbst bin es, der diesen Bericht für den Herrn verbirgt; die Platten davon sind von keinem Wert, weil der Herr es so geboten hat. Denn er hat wahrhaftig gesagt, dass niemand sie haben wird, um Gewinn zu erlangen; aber der Bericht darauf ist von großem Wert; und wer ihn ans Licht bringt, den wird der Herr segnen.“ (Mormon 8:14).

Die Platten davon sind von keinem Wert, ... aber der Bericht darauf ist von großem Wert. Als Archäologe kommt man öfters in die Situation, wertvolle Funde bei seinen Ausgrabungen zu machen. Viele Menschen haben es sich auch zur Lebensaufgabe gemacht, all ihr Vermögen in das Aufspüren wertvoller Schätze zu investieren, die angeblich irgendwo versteckt wurden (Matthäus 13:44-46). Etliche TV-Serien haben sich des Themas angenommen, und nehmen ihre Zuschauer auf eine lange spannende Reise mit.

Joseph Smith kam auch in eine ähnliche Situation. Ein himmlischer Bote besuchte ihn 1823 und teilte ihm mit, dass nicht weit von seinem Elternhaus in einem kleinen Hügel Goldplatten und weitere kostbare Schätze aus der frühen Zeit Amerikas verborgen seien und er dafür vom Herrn vorgesehen war, sie zu bergen (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:33-35; mehr lies hier). Joseph und seine Familie kamen aus ärmlichen Verhältnissen, und was hätte näher gelegen, als diesen Schatz zur Aufbesserung ihres Lebensstandards herzunehmen. Alle weltlichen Sorgen wären auf einen Schlag hinweggefegt. Doch da gab es ein Hindernis. Joseph Smith erzählt, der Engel „… fügte noch eine Warnung an mich hinzu und sagte, der Satan werde mich (wegen der ärmlichen Verhältnisse in meines Vaters Familie) in Versuchung führen wollen, die Platten zu dem Zweck zu erlangen, reich zu werden. Dies verbot er mir und sagte, wenn ich die Platten erhielte, dürfe ich nichts anderes vor Augen haben, als Gott zu verherrlichen, und dürfe keinen anderen Beweggrund haben als den, sein Reich aufzubauen; sonst würde ich sie nicht bekommen.“ (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:46). Aus der Traum vom reich werden – jedenfalls in irdischer Hinsicht. Joseph hielt sich an die Warnung und erfüllte voller Glauben seinen heiligen Auftrag. Danach gab er `alle Schätze´ im Jahr 1829 wieder in die Hände desselben Engels zurück (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:60; siehe auch vorletzter Absatz hier). Welchen großen Wert nun `der Bericht auf den Platten hat´, erleben wir noch Jahrhunderte später. Unzählige Generationen von Menschen haben ihr Leben aufgrund ihres Inhaltes Gott zugewandt, und sind Nutznießer der `Fülle des Evangeliums´ von Jesus Christus geworden (Lehre und Bündnisse 20:9).

Welchen Wert siehst du in dem Bericht von diesen Platten?

Donnerstag, 16. Juli 2020

Wer diesen Bericht empfängt und ihn nicht wegen der Unvollkommenheiten verwirf

Ein Teil des Buches Mormon ist versiegelt
(Bild: Quelle)

Moroni fährt fort: „Und wer diesen Bericht empfängt und ihn nicht wegen der Unvollkommenheiten verwirft, die darinnen sind, der wird von Größerem wissen als dies. Siehe, ich bin Moroni; und wenn es möglich wäre, würde ich euch alles kundtun.“ (Mormon 8:12).

Wer diesen Bericht empfängt und ihn nicht wegen der Unvollkommenheiten verwirft. An anderer Stelle redet Moroni mit dem Herrn über die Schwäche, die sein Volk mit dem Schreiben hatte. Der Herr hätte es in der Sprache mächtig gemacht, aber nicht in der Schrift, und er fürchtete, dass andere sie deshalb verspotten würden (Ether 12:23-25). Moroni fordert seine Leser auf, ihn, und all die Schreiber vor ihm, wegen dieser Unvollkommenheit nicht zu verurteilen. Diese Unvollkommenheit rechtfertigt er damit, dass die Berichte in reformiertem Ägyptisch abgefasst wurden, das auf den Platten zu viel Platz einnimmt, und dieser war nun mal begrenzt. Hätten sie in hebräischer Sprache schreiben können, wäre es nicht zu dieser Unvollkommenheit gekommen (Mormon 9:31-33).

Wer bin ich, dass ich in diesem Bericht Unvollkommenheiten bemängeln könnte? Ich habe genug damit zu tun, das, was er mich lehrt und mir aufzeigt, zu verstehen. Dann muss ich es auch erst noch richtig in meinem Leben anwenden, und dann könnte es sein, wenn ich genügend Glauben aufgebracht habe, dass ich bereit wäre noch `Größeres´ zu empfangen, was wohl auf den anderen Platten Nephis zu finden ist, die versiegelt sind und die wir momentan noch nicht haben (3. Nephi 26:6-11; der Rechtsgelehrte John W. Welch hat darauf hingewiesen, dass es eine Reihe antiker zweiteiliger zusammenhängender Dokumente gibt, ein Teil offen, der andere Teil versiegelt, meist juristischer Natur – lies hier). Ehe wir mehr bekommen, prüft der Herr zunächst unseren Glauben. Der Herr weiß, wann wir bereit sein werden, mehr zu empfangen.

Welche Unvollkommenheiten hast du schon im Buch Mormon entdeckt?

Mittwoch, 15. Juli 2020

Es gibt niemanden, der den wahren Gott kennt

(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns weiter wissen: „Und es gibt niemanden, der den wahren Gott kennt, außer den Jüngern Jesu, die im Land verweilten, bis die Schlechtigkeit des Volkes so groß war, dass der Herr sie nicht mehr bei dem Volk verbleiben ließ; und ob sie sich im Land befinden, weiß kein Mensch.“ (Mormon 8:10).

Es gibt niemanden, der den wahren Gott kennt. Moroni kommt hierbei auf die drei nephitischen Apostel des Herrn zu sprechen, die den Wunsch hatten auf Erden verweilen zu dürfen, um Menschen zu Christus zu führen, solange die Welt steht (3. Nephi 28:6-7,9). Als die Schlechtigkeit des Volkes allerdings unausstehlich wurde, nahm der Herr sie aus ihrem Land hinweg (Mormon 1:16).

Für mich stellt sich bei diesem Vers die Frage, was es bedeutet, `den wahren Gott zu kennen´, wie lerne ich ihn kennen? Es ist offensichtlich für das ewige Leben erforderlich, Ihn zu `erkennen´ (Johannes 17:3). Gibt es da einen Unterschied, jemanden zu kennen oder zu erkennen? In der King James Version lese ich anstatt `erkennen´ (recognize), `kennen´ (know) (John 17:3), ebenso in der inspirierten Version von Joseph Smith. Für mein Verständnis erkenne ich jemanden nur, wenn ich ihn kenne. Wie lerne ich den wahren Gott kennen? Indem ich mich mit seinem Sohn Jesus Christus vertraut mache, ihn und sein Leben studiere. Wo kann ich das? In den Heiligen Schriften. Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf der Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage, sagte: „Den Heiland zu erkennen, beginnt damit, dass wir unsere Geisteskraft aufrütteln und einen Versuch mit seinen Lehren unternehmen, bis wir unserer Seele einem Teil seiner Worte Raum geben können. … wir schenken dem Meister Glauben und erkennen ihn … und wir alle unsere Sünden aufgeben, um ihn zu erkennen.“ (Video). Durch eifriges Schriftstudium bin ich bemüht, Christus, und damit auch den Vater, kennenzulernen und seinem Vorbild nachzueifern.

Was lernst du den `wahren Gott kennen´?

Dienstag, 14. Juli 2020

Es gibt niemanden mehr außer den Lamaniten und Räubern

Die Gadiantonräuber von Jody Livingston
(Bild: Quelle)

Moroni, der den Bericht seines Vaters Mormon zu Ende führt, sagt uns: „Und nun, siehe, ich sage nichts mehr über sie, denn es gibt niemanden mehr außer den Lamaniten und Räubern, die im Land vorhanden sind.“ (Mormon 8:9).

Es gibt niemanden mehr außer den Lamaniten und Räubern. Ich muss wieder an meine Kindheit denken. Meine Mutter bestritt in den 1950ern verwitwet unseren Lebensunterhalt durch einen Stand auf dem Wochenmarkt. Von unserer Wohnung aus beluden wir immer einen Leiterwagen mit den Verkaufsprodukten. Darunter waren manchmal auch Schokoladentafeln. Ich schob nun den Wagen von hinten, während meine Mutter ihn an der Deichsel über den T-Damm zog und lenkte. Dabei nutzte ich hier und da die Gelegenheit, um mir eine Tafel Schokolade einzustecken. Genau genommen habe ich Diebstahl begangen. Hätte ich hierzu auch noch Gewalt angedroht oder sogar angewandt, wäre das Raub gewesen.

Wer kennt das nicht, dass man als Kind mit seinen Freunden gerne `Räuber und Gendarm´ gespielt hätte. Hier im Buch Mormon handelte es sich aber nicht mehr um ein Spiel, sondern wurde professionell ausgeübt. Das Land war voller Räuber schreibt Mormon (Mormon 2:8). Da gab es eine ganze Horde, die sich zu einer Bande zusammengeschlossen hatte, und das Volk mit räuberischen Attacken drangsalierte (Helaman 2:12). Es waren die `Gadiantonräuber´, die von einem schlechten Nephiten namens Gadianton, angeführt (Helaman 2:4) und von Kischkumen gegründet worden waren (Helaman 1:12). Ihre Organisation war gründet auf Geheimhaltung und satanische Eide. Satan stachelte sogar die Nephiten auf, sodass sich ein Großteil von ihnen diesen Räubern anschloss (Helaman 6:21). Für mich entnehme ich, dass ich mich solcher Banden unbedingt fernhalten muss, mich nicht von ihnen schmeichlerisch umwerben lassen darf, oder mich durch anderes Fehlverhalten erpressbar machen lasse. Ich muss mich darin üben, meine Begierden im Zaum zu halten – siehe mein Kindheitserlebnis oben mit der Schokolade. Rein weltlich gesehen ist Raub ein Straftatbestand, der mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet wird (siehe hier).

Was schreckt dich davon ab, zu rauben?

Montag, 13. Juli 2020

Dieses ganze Land ist eine ständige Runde von Mord und Blutvergießen

Der Herr half den Nephiten nicht mehr
(Bild: Quelle)

Moroni teilt uns mit, dass sich dieses ganze Drama etwa Vierhundert nach Christus abspielte (Mormon 8:6-7) und fährt fort: „Und siehe, es ist die Hand des Herrn, die das getan hat. Und siehe auch, die Lamaniten befinden sich miteinander im Krieg; und dieses ganze Land ist eine ständige Runde von Mord und Blutvergießen; und niemand weiß das Ende des Krieges.“ (Mormon 8:8).

Dieses ganze Land ist eine ständige Runde von Mord und Blutvergießen. Schon vor etwa fünfzig Jahren machte Mormon eine ähnliche Aussage: „… überall im ganzen Land war alles in Aufruhr.“ (Mormon 2:8). Über die gesamte Geschichte des um 600 v. Chr. aus Jerusalem ausgewanderten Volkes, welches sich aus den Familien Lehis (1. Nephi 2:5), Ischmaels (1. Nephi 7:2,5) und des Dieners von Laban, Zoram (1. Nephi 4:35), entwickelte, wird uns von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen ihnen berichtet, und auch untereinander, beginnend mit Auflehnung (1. Nephi 7:6) bis hin zum Tötungswusch (2. Nephi 5:3). Die Ursache hierfür liegt in der unterschiedlichen Glaubenstreue gegenüber Gott. Der jüngere Sohn Lehis, Nephi, war mit weiteren Familienmitgliedern gegenüber den Bündnissen mit Gott treu, während seine beiden älteren Brüder Laman und Lemuel, mit weiteren Anhängern, sich gegen Gott auflehnten. Gott setzte daraufhin Nephi als Lehrer für die älteren ein, was diese nicht gerade freundlich stimmte und sich mit der Zeit zwei revalisierende Volksgruppen ausbildeten, welche Nephiten bzw. Lamaniten genannt wurden (2. Nephi 5:5-6; Mormon 1:9). Zwischen ihnen gab es immer wieder Kriege, bis hin zur letztendlichen Ausrottung der Nephiten, aufgrund ihrer sich entwickelnden Verstocktheit gegenüber dem Herrn, der sie immer wieder befreit hatte, sie sich aber dennoch bewusst von ihm abwandten (Mormon 4:11).

Dier Herr hat die Nephiten immer dann aus den Händen ihrer Gegner befreit (beispielhaft Alma 57:35), solange sie zu ihm standen, während er ihnen diesen Schutz entsagte, als sie sich wider besseres Wissen von ihm entfernten, und schließlich ganz abwandten. Die Folge, als sie reif dafür waren, die vollständige Vernichtung der Nephiten (Mormon 6:22) durch die Lamaniten um die 400 n. Chr., also etwa nach tausend Jahren ihres Bestehens in der neuen Welt, die der Herr ihnen als ihre Heimat versprochen hatte (1. Nephi 18:22-23; 3. Nephi 15:13). Angestiftet wurden die Brüder Nephis durch Satan, der ein Feind Gottes ist, und alles unternimmt, um den Plan der Erlösung, Gottes Plan für die Menschheit, zunichtezumachen (Moroni 7:12). Ich lerne, dass wir uns als Volk des Herrn, nicht wider besseren Wissens, vom Herrn abwenden, unsere Herzen gegen ihn nicht verhärten dürfen, damit uns nicht ein gleiches Schicksal trifft. Die physische Vernichtung wäre ja noch nicht das Schlimmste, aber die geistige trennt uns für ewig von Gott (Jakob 3:11). Wie unendlich dankbar bin ich dem Herrn, dass er einen Weg bereitet hat, dieser Vernichtung zu entrinnen (2. Nephi 9:10).

Wie verstehst du die Aussage im heute betrachteten Vers, dass die Hand des Herrn dies getan hat?

Sonntag, 12. Juli 2020

Das ist mir von meinem Vater geboten worden

Mormon verabschiedet sich von einer einstmals großen Nation
(Bild: Quelle)

Mormons Bericht ist zu Ende und sein Sohn führt ihn fort: „Siehe, ich, Moroni, führe den Bericht meines Vaters Mormon zu Ende. Siehe, ich habe nur weniges zu schreiben, und das ist mir von meinem Vater geboten worden.“ (Mormon 8:1).

Das ist mir von meinem Vater geboten worden. Alle Nephiten sind offensichtlich von den Lamaniten aufgespürt und vernichtet worden (Mormon 9:2). Moroni muss nun davon berichten, dass die Lamaniten auch seinen Vater getötet hatten, und er allein übriggeblieben ist (Mormon 9:3).

Ich lerne wie gehorsam Moroni seinem Vater gewesen ist. Er, der von seinem Volk alleine übrig geblieben ist, hat nicht danach gefragt, was aus ihm wird, sondern den Willen seines Vaters ausgeführt, seine Erlebnisse aufzuzeichnen und dann in der Erde zu verbergen (Mormon 8:4). Ich muss an ein Erlebnis meiner Kindheit denken. Wir hatten in den Fünfziger Jahren in einer Gartenlaube gelebt. Meine Mutter ist eines Nachmittags wie üblich losgegangen, um meinen Vater von der ungefähr drei Kilometer entfernten S-Bahnhaltestelle abzuholen. Mich ließ sie dabei, ungefähr neun Jahre alt, in der Laube zurück. Es kam ein Wetter mit Blitz und gewaltigem Donner auf. Alleine bekam ich dabei schreckliche Angst. Die Angst hielt mich nicht in der trockenen Laube auf, sie trieb mich in das Wetter und ich lief, den ganzen Weg immer laut `Mutti´ rufend, bis mir eine Passantin sagte, dass viele Menschen in dem Pförtnerhäuschen einer Fabrik kurz vor dem Bahnhof Unterschlupf gesucht hatten. Wie glücklich war ich, meine Mutter dort zu finden und mich wieder in Geborgenheit zu fühlen. Moroni konnte nirgends hinlaufen und fand niemanden mehr, der ihm sagen konnte, wo sich vielleicht jemand aus seiner Familie aufhielt – es gab niemanden mehr. Gut, er war wohl auch schon ein paar Jahre älter. Aber der Schmerz alleine zu sein, und nicht zu wissen, was mit einem passieren wird … (Mormon 9:3,5). Und er war dennoch gehorsam!

Welche Situation hast du in Erinnerung, in der du in Not warst, aber dennoch gehorsam einen Auftrag ausgeführt hast?

Samstag, 11. Juli 2020

Darum seid ihr dem Volk des ersten Bundes zugezählt

Abraham im Gebet
(Bild: Quelle)

Mormon beendet seine Worte an den Überrest des Hauses Jakob folgendermaßen: „Und ihr werdet auch wissen, dass ihr ein Überrest der Nachkommen Jakobs seid; darum seid ihr dem Volk des ersten Bundes zugezählt; und wenn es so ist, dass ihr an Christus glaubt und euch taufen lasst, zuerst mit Wasser, dann mit Feuer und mit dem Heiligen Geist, indem ihr dem Beispiel unseres Erretters folgt, gemäß dem, was er uns geboten hat, wird es euch am Tag des Gerichts wohl ergehen. Amen.“ (Mormon 7:10).

Darum seid ihr dem Volk des ersten Bundes zugezählt. Seit jeher schloss der Herr mit seinen Kindern Bündnisse. Ein Bündnis mit dem Herrn ist ein gegenseitiges Versprechen. Der Herr verspricht dem Menschen bestimmte Segnungen, für den Fall, dass der Mensch festgelegte Anforderungen erfüllt. Diese Anforderungen bestimmt der Herr und ebenso die Segnungen. Der Mensch verspricht sie zu halten. So finde ich das erste Mal in der Bibel den Bund des Herrn mit Mose (1. Mose 6:18), den er nachher auf die ganze Menschheit und alle Lebewesen ausdehnte. Als Zeichen dieses Bundes, dass er nie wieder alle Lebewesen ausrotten werde(1. Mose 9:11), setzte der Herr den Regenbogen (1. Mose 9:16-17). Allerdings bietet auch Satan dem Menschen Bündnisse an. Sollte sich der Mensch darauf einlassen, wendet er sich ja von Gott ab und bringt dadurch einen Fluch auf sich, indem er sich vom Herrn trennt (Köstliche Perle Mose 5:52).

Der Überrest des Hauses Jakob ist aufgrund Abstammung, Teilhaber des Bundes, den der Herr mit Abraham schloss. Und dieser`Abrahamische Bund´ weitet sich auf alle Menschen aus, die in dieses Bündnis eintreten (Lehre und Bündnisse 132:29-31; Köstliche Perle Abraham 2:6-11), beginnend mit dem Bündnis der Taufe, in dem der Mensch verspricht, alle Gebote des Herrn halten zu wollen. Will ich also in den Genuss der Segnungen des `Abrahamischen Bundes´ kommen, werde ich Umkehr üben, mich von bevollmächtigten Dienern Gottes taufen lassen und weitere Bündnisse, die der Herr mir anbietet, eingehen. Halte ich die Anforderungen der Bündnisse ein, werde ich auch Erbe der verheißenen Segnungen. Halte ich meine Versprechen nicht, ist der Herr auch nicht gebunden (Lehre und Bündnisse 132:4).

Welche Bedeutung hat die Teilnahme am Abendmahl in Bezug auf Bündnisse mit Gott?

Freitag, 10. Juli 2020

Dieser ist zu dem Zweck geschrieben, damit ihr jenem glaubt

(Bild: Quelle)

Mormon spricht weiter zum Überrest des Hauses Jakob: „Denn siehe, dieser ist zu dem Zweck geschrieben, damit ihr jenem glaubt; und wenn ihr jenem glaubt, so werdet ihr auch diesem glauben; und wenn ihr diesem glaubt, so werdet ihr von euren Vätern wissen und auch von den wunderbaren Werken, die durch die Macht Gottes unter ihnen bewirkt worden sind.“ (Mormon 7: 9).

Dieser ist zu dem Zweck geschrieben, damit ihr jenem glaubt. Was ist mit `dieser´ und `jenem´ gemeint.

Mormon spricht hier zwei Arten von Berichten an. Wenn er `dieser´ sagt, meint er den Bericht, den er gefertigt hat, also die Abkürzungen der Berichte der Platten, die von seinem Volk gefertigt wurden, und den Bericht der zwei Hauptvölker wiedergeben, der Nephiten und der Lamaniten – `das Buch Mormon´. Und er soll dazu führen, dass der `Überrest des Hauses Jakob´, also der bis in die heutige Zeit überlebenden Lamaniten, welche ja Teil des Hauses Israel sind (Mormon 7:1), `jenem´ Bericht glauben werden. Und um welchen `jenen´ Bericht geht es? Um den Bericht, der „… von den Juden zu den Anderen gelangen wird, und jener Bericht wird von den Anderen zu euch kommen.“ (Mormon 7:8) – also `die Bibel´ (2. Nephi 29:4). Diese zwei Bücher nun sollen durch ihr Zusammenkommen Gott bezeugen (2. Nephi 29:8), und die Übrigen des Hauses Jakob zur Erkenntnis der Wahrheit bringen (Helaman 15:11-13). Mir wird durch diese Schriftstelle also klar, welchem Zweck `diese beiden Berichte´ dienen, und welche Anstrengungen diese Vorfahren auf sich genommen haben, damit wir ein Zeugnis von Gott vor uns haben.

Was meinst du, warum es sowohl `diesen´ als auch `jenen´ Bericht gibt, wenn sie doch Gleiches enthalten?