Dienstag, 3. Juni 2014

Die ganze Erde ruht?

Bist du schon mal in der Situation gewesen, dass in deiner nächsten Nähe ein Verbrechen geschah, dessen Aufklärung sich über einen längeren Zeitraum hinzog? Du bist wahrsacheinlich erst zur Ruhe gekommen, nachdem der oder die Täter dingfest gemacht und das Verbrechen aufgeklärt war.
So ähnlich wird es wohl auch der Erde ergehen. Jedenfalls offenbart Jesaja: „Die ganze Erde ruht und rastet; man bricht in Jauchzen aus.“ (2. Nephi 24:7; vergleiche Jesaja 14:7).
Die ganze Erde ruht? Die Aussage des Herrn bezieht sich auf die Zeit, die der Reinigung der Erde von allem Bösen folgt. Die ganze Erde hat dann eine Zeitperiode, Millennium genannt, in der sie Ruhe haben wird von allem Übel, nur das Gute wird bestehen, Satan ist für diese Zeit gebunden. Das führt sicherlich zu einem unbeschreiblichen Wohlgefühl das sich in Jauchzen (Begeisterungsstürmen, Triumphrufen, Gejubel) entladen wird.
Erde nach der Lektüre der SRT
[Einsteins 
Spezielle Relativitätstheorie]Zeichnung: Peter Hille (Quelle)


Montag, 2. Juni 2014

Er wird verfolgt?

Bist du auch schon mal verfolgt worden? Wenn ja, aus welchem Grund? Es gibt da ja die unterschiedlichsten Verfolgungsanlässe: religiöse, politische, ethnische, strafrechtliche ... Von welcher Art der Verfolgung spricht denn der Herr hier durch Jesaja: „Er, der im Grimm die Völker geschlagen hat mit unablässigem Schlag, er, der im Zorn die Nationen beherrscht hat, wird verfolgt, und niemand tut Einhalt.“ (2. Nephi 24:6; vergleiche Jesaja14:6)?
  • Wer ist mit `Er´ gemeint?
    Im Vers vorher ist von den `Schlechten´ die Rede und darauf nimmt diese Aussage wohl Bezug. In der Einheitsübersetzung heißt es deshalb auch: „der in seinem Zorn die Völker erschlug“ (Jesaja 14:6).
  • `Er´ wird verfolgt
    Diese Schlechten werden nun ihrerseits verfolgt, nachdem sie, die Babylonier, die Israeliten aus Sicht des Herrn genügend gestraft hatten. Wie der Herr uns wissen lässt, werden seine Strafgerichte über die Schlechten durch andere Schlechte vollzogen (Mormon 4:5). Und das erkennen wir, wenn wir die Weltgeschichte betrachten. Hier im Fall Israels sind es Nachbarvölker (z.B. die Assyrer, oder Babylonier ...), die anschließend ihr eigenes Strafgericht ereilte (z.B. durch die Meder).
  • Niemand tut Einhalt
    Niemand kommt den Babyloniern jetzt zu Hilfe. Nun werden auch sie gezüchtigt, weil auch sie nicht die Gesetze des Herrn halten.
Er wird verfolgt? Genauso wird im geistigen Sinn das Schlechte auf Erden von den Dienern Gottes verfolgt und von der Erde verbannt werden: „Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte!“ (1. Korinther 5:13). Ich will mich bemühen, dass ich nicht derjenige bin, der aus ihrer Mitte weggeschafft werden muss. Und wie ergeht es dir?

Verfolgung (Quelle)

Sonntag, 1. Juni 2014

Den Stab der Schlechten zerbrochen?

Wer kann sich noch an Stockhiebe als pädagogische Erziehungsmaßnahme erinnern? Wer hatte den Stock? Natürlich der Beherrscher der Klasse, der Lehrer. Hast du dir da nicht auch manchmal gewünscht, der Stock würde bei der Züchtigung zerbrechen?
Natürlich geht es bei Jesaja um einen anderen Stock, als den des Lehrers: „Der Herr hat den Stab der Schlechten zerbrochen, die Zepter der Herrscher.“ (2.Nephi 24:5; vergleiche Jesaja 14:5). Wenn wir die Gute Nachricht Bibel an dieser Stelle aufschlagen, hilft uns ihre Ausdrucksweise besser zu verstehen. Dort heißt es: “Der Herr zerbrach die Macht der Unheilstifter, den Stock, den der Tyrann geschwungen hatte.“ (Jesaja 14:5).
  • Stab/Zepter der Schlechten zerbrochen
    Ein Stab/Zepter ist ein Symbol für Macht. Die Schlechten, die Unheilstifter, hatten das Volk mit hohen Abgaben belastet, aus ihrer Heimat vertrieben, versklavt, unterdrückt, oder auf andere Weise gezüchtigt, z.B. die Babylonier, nachdem Nebukadnezzar II Israel um 600 v. Chr. ins Exil führte (2. Könige 24:10,15). Diese Herrschaft hat der Herr zu der von ihm bestimmten Zeit beendet. Nämlich zu dem Zeitpunkt, zu dem das Volk für seine Sünden genug gelitten, bereut und Umkehr geübt hatte. Verwirklicht wurde dies um 539 v. Chr. durch Kyros II (2. Chronik 36:23).
Den Stab der Schlechten zerbrochen? Auch uns heute ergeht es nicht anders. Wenn wir in den Augen des Herrn in Sünde reif genug sind, wird er aus Liebe zu uns, um uns zu helfen nicht noch mehr in Schlechtigkeit zu verfallen, Peiniger schicken, die den Stab über oder auf uns schwingen (Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutsche, Brände, Entführungen, Kriege ...). Strafe macht meist einsichtig, wir kehren um und wimmern um Vergebung. Haben wir in den Augen des Herrn genug gelitten, genug gelernt und den Wunsch entwickelt Umkehr zu üben, wird er dem Peiniger Einhalt gebieten und dessen Stab, dessen Macht über uns, zerbrechen. Der bessere Weg wäre natürlich gar nicht erst zu übertreten. Das gelingt mir allerdings nur bedingt und so bleibt der Umweg über die Strafe Gehorsam zu lernen vielfach nicht aus. Wie geht es dir?

Eine Frau in Indonesien, die nach der
Scharia durch Stockhiebe bestraft wird (
Quelle)

Samstag, 31. Mai 2014

Ein Spruch gegen den König von Babylon

Hast du schon mal einen Satz gehört wie: „Ohne mich ist alles doof“. Wie werden Menschen, die, die ganze Zeit solche und ähnliche Aussagen auf Lager haben und ihre Umgebung damit teilweise nerven, genannt? Als `Sprücheklopfer´ bezeichnet man sie oder auch Besserwisser, Gernegroß, Prahlhans, Maulheld ...
In diesem Sinn ist allerdings Jesajas Aussage sicherlich nicht zu verstehen: „Und es wird sich begeben: An jenem Tag wirst du gegen den König von Babylon diesen Spruch erheben und sagen: Wie hat doch der Bedrücker aufgehört, die goldene Stadt aufgehört!“ (2. Nephi 24:4; vergleiche Jesaja 14:4).
  • Unter `jenem Tag´
    verstehe ich die Zeit der Vollendung der Zusammenführung Israels aus der Zerstreuung und die Zeit der Reinigung von allem Bösen.
  • Der König von Babylon
    vom Babylon im geistigen Sinn, also dem Bösen der Welt, wird Luzifer sein.
  • Der Spruch
    von dem die Rede ist, ist für mich ein `knapper Ausspruch voller Wahrheit´.
  • Wie hat doch der Bedrücker aufgehört
    die Macht der Beherrscher Israels ist zu Ende.
  • Die goldene Stadt hat aufgehört
    wieder im geistigen Sinn verstanden: das Glitzernde, Anziehende des Bösen hat ein Ende, es gibt es für eine Zeitperiode bis zum Ende des Millenniums nicht mehr.
Ein Spruch gegen den König von Babylon. Der angeführte Spruch aus Jesaja entspringt nicht einem `Sprücheklopfer´, sondern wurde Jesaja vom Herrn als Wahrheit eingegeben, als Wahrheit, die sich in Zukunft erfüllen wird: Sogar in Zion ist nicht alles wohl (2. Nephi 28:21) und der Herr wird es auch züchtigen müssen, damit es Sünde überwinden und rein werden wird (Lehre undBündnisse 90:36). Ich fühle mich angeregt, meinen Teil zu tun und mich täglich zu bemühen Unreinheiten abzulegen, du auch?

Sprücheklopfer-Button (Quelle)

Freitag, 30. Mai 2014

An jenem Tag wird der Herr dir Ruhe geben

Stell dir vor, du hast viele Gäste zu einer Feier eingeladen. Alles soll sauber und ansprechend hergerichtet sein, das Essen soll ein Gedicht sein und deine Gäste willst du natürlich auch angenehm unterhalten. Da hast du dann sicherlich Tage- oder wochenlang jede Menge am Hals. Ist das Fest dann vorüber, sehnst du dich sicherlich nach Entspannung und Ruhe. In verschärfter Weise ergeht es sicherlich nach einer unvorstellbar langen harten Geschichtserfahrung dem Volk Israel. Der Herr lässt dem Volk durch Jesaja mitteilen: „Und es wird sich begeben: An jenem Tag wird der Herr dir Ruhe geben von deiner Mühsal und von deiner Furcht und von der harten Knechtschaft, worin man dich dienstbar gemacht hat.“ (2.Nephi 24:3; vergleiche Jesaja 14:3).
Schon vor dem Einzug in das verheißene Land hatte der Herr Israel in diesem Ruhe versprochen (Josua 1:13). Dann kamen Höhen und tiefe Tiefen, je nach dem Gehorsam des Volkes. Das Ganze zieht sich nun schon über unzählige Generationen hin. Aber eines Tages kommt `jener Tag´ an dem dem Volk wieder Ruhe gegeben werden wird, die Ruhe des Herrn. Allerdings wissen wir, dass das erst eintreten wird, wenn das Volk Umkehr geübt haben und Christus erkennen und annehmen wird (3. Nephi 27:19).
An jenem Tag wird der Herr dir Ruhe geben. Auch dir und mir wird der Herr an jenem Tag schon Ruhe geben, an dem wir Umkehr geübt haben werden und wenn wir dann noch ausgeharrt haben bis ans Ende, werden wir vollends in seine Ruhe eingehen „und diese Ruhe ist die Fülle seiner Herrlichkeit.“ (Lehre und Bündnisse 84:24). Wie sagt der Volksmund, wenn man sich nichts vorzuwerfen hat oder wenn man sich zu seinen Fehlern bekennt: Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Gutes Gewissen (Quelle)

Donnerstag, 29. Mai 2014

Die Völker werden sie an ihren Ort bringen

Über die Rück- und Zusammenführung Israels prophezeit Jesaja: „Und die Völker werden sie nehmen und sie an ihren Ort bringen, ja, von weither, bis hin an die Enden der Erde; und sie werden in ihre Länder der Verheißung zurückkehren. Und das Haus Israel wird sie besitzen, und das Land des Herrn wird für Knechte und Mägde sein; und sie werden diejenigen gefangennehmen, bei denen sie gefangen waren, und sie werden über ihre Bedrücker herrschen.“ (2. Nephi 24:2; vergleiche Jesaja14:2).
  • Die Völker werden sie nehmen
    Bei der Rück- und Zusammenführung Israels von überall auf der Welt, wohin sie zerstreut wurden, werden andere Völker behilflich sein.
    Die Vollversammlung der Vereinten Nationen stimmte 1974 für die Errichtung zweier Staaten in dem Gebiet westlich des Jordans, einem jüdischen und einem arabischen. 1978 wurde das Camp David - Abkommen zur Sicherung des Friedens im Nahen Osten unterzeichnet und 1979 gab es einen Friedensvertrag mit Ägypten. Seitdem sind verschiedene Staaten, `die Völker´, bei der Befriedung des Gebietes und der  Rückführung in das ihnen vom Herrn verheißene Land, Kanaan (Josua 24:3; Genesis 28:4), engagiert.
  • Rückkehr in die Länder der Verheißung
    Die Geschichte Israels begann mit Abraham, dem der Herr versprach: „Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu Eigen und ich will ihnen Gott sein.“ (Genesis 17:7-8). Nachdem Israel in alle Welt zerstreut wurde, wird es eine Zeit der Rückkehr in dieses Land der Verheißung geben. Diese Zeit begann mit der Gründung des Staates Israel 1948 und dauert an.
  • Sie werden über ihre Bedrücker herrschen
    Während der Geschichte Israels wurde dieses Volk von vielen anderen Völkern unterdrückt und mit schweren Lasten beladen, beginnend mit der Versklavung in Ägypten (Exodus 3:9) über die assyrische (722 v. Chr.) und babylonische (586 v. Chr.) Herrschaft, bis hin zum weiten Feld des Antisemitismus, der immer wieder zu Misshandlung bis hin zu Massentötungen führte. In einer Übersicht zur Geschichte Israels heißt es: „Seit dem 7. Jahrhundert wurde das Land nacheinander von Arabern (636-1091), Seldschuken (1091-1099), Kreuzrittern (1099-1291), Mamelucken (1291-1516), osmanischen Türken (1517-1917) und den Briten (1918-1948) beherrscht.“ (Die Geschichte Israels). Israel wird zu gegebener Zeit über diejenigen die sie zuvor misshandelt hatten herrschen. Die Erfüllung dieses Teils der Offenbarung liegt noch in der Zukunft.
Die Völker werden sie an ihren Ort bringen. Diese Offenbarung ist im Begriff sich zu erfüllen.
Israel heute (Quelle)

Mittwoch, 28. Mai 2014

Der Herr wird doch noch Israel erwählen

Wie wir wissen, ist das Haus Israel, die zehn Stämme des Nordreiches, in alle Welt zerstreut worden weil es nicht auf den Herrn hören wollte (Jeremia 30:11). Doch der Herr sagt ihnen auch dass er sich ihrer erbarmen werde: „Denn der Herr wird sich Jakobs erbarmen und wird doch noch Israel erwählen und sie setzen in ihr eigenes Land; und die Fremdlinge werden ihnen zugesellt werden, und sie werden am Haus Jakob festhalten.“ (2. Nephi 24:1; vergleiche Jesaja 14:1).
  • Erbarmen und Erwählen
    Wegen Ungehorsam wurde Israel bestraft (Jeremia 30:11) und in alle Welt zerstreut. Zu gegebener Zeit aber will der Herr sich ihrer wieder erbarmen und sie in ihre Heimat zurückführen und als sein Bundesvolk wieder erwählen.
  • Fremdlinge werden ihnen zugesellt werden
    Mit Fremdlinge sind hier Menschen nichtjüdischer Abstammung gemeint. An anderer Stelle in der Luther-Ausgabe wird erklärt, um wen es sich bei diesen Fremdlingen, die sich ihnen zugesellen werden, handelt: „Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen ...“ (Jesaja 60:3). Schon durch die ersten Apostel wurden Heiden zum Haus Israel bekehrt, zum Wort Gottes (Apostelgeschichte 11:1). Und in dieser letzten Evangeliumsdispensation ist es sogar so, dass das Wort Gottes zuerst zu den Andern, also den Nichtjuden, gelangt und dann erst zum Haus Israel (Lehre und Bündnisse 90:8-10).
Der Herr wird doch noch Israel erwählen. Nachdem der Herr Israel für seinen Ungehorsam gestraft hat (Jeremia 30:11), wird er sich seiner auch wieder erbarmen und es heimführen (Baruch 5:9) und dazu noch Menschen anderer Völker (Jesaja 56:8; 60:10).
Jerusalem, Tempel; Rekonstruktion (Quelle)