Montag, 7. Juli 2014

Weh denen, die gegen Gott und das Volk seiner Kirche streiten

Kennst du das: Wehe, wenn du ... , dann darfst du heute nicht ... ? Auf diese Art und Weise wurde man gewarnt, dass eine Strafe eintreffen würde, wenn man nicht gehorchen würde. Dies führte dann, je nach Interessenabwägung - ist mir das was ich machen möchte mehr Wert, als der Verzicht darauf, um einer angedrohten Strafe zu entgehen - zu einem Tun oder Unterlassen.
Nephi prophezeit ca. 550 v. Chr. dem Volk des Herrn auch die Androhung einer Strafe: „Und siehe, es wird sich begeben: Nachdem der Messias von den Toten auferstanden ist und sich seinem Volke kundgetan hat, all denen, die an seinen Namen glauben werden, siehe, dann wird Jerusalem wiederum zerstört werden; denn weh denen, die gegen Gott und das Volk seiner Kirche streiten.“ (2. Nephi25:14).
  • Nachdem der Messias von den Toten auferstanden ist
    Die Tatsache der Auferstehung des Messias wird uns in den Heiligen Schriften an vielen Stellen bezeugt. Maria aus Magdala und die andere Maria besuchten das Grab Jesu dabei bekundete ihnen ein Engel des Herrn, dass Christus auferstanden sei. Sie sollten diese Botschaft den Jüngern übermitteln, was sie auch eilends voller Freude taten (Matthäus 28:1-8).
  • Sich seinem Volke kundgetan hat
    Um seinen 11 Aposteln (einer war ja auf Grund seines Verrats an Christus ausgeschieden und Ersatz wurde erst später erwählt) Vollmacht für ihren Auftrag zu erteilen, sein Evangelium aller Welt mitzuteilen, ließ er ihnen durch die beiden Marias ausrichten, dass sie sich nach Galiläa begeben sollten. Dort trafen sie den auferstandenen Heiland auf einem Berg und erhielten Vollmacht und Auftrag: „... geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. ...“ (Matthäus28:9-10, 16-20).
  • Dann wird Jerusalem wiederum zerstört werden
    Im großen `Jüdischen Krieg´ gegen die Römer, der 66 n. Chr. ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung begann, wurde, beauftragt von Kaiser Nero, 70 n. Chr. Jerusalem durch den jungen Offizier Titus erobert und der Jerusalemer Tempel zerstört. In diesem Krieg verloren ca. 1,1 Millionen Juden ihr Leben. Weitere 97.000 wurden in die Sklaverei verschleppt (Quelle).
Weh denen, die gegen Gott und das Volk seiner Kirche streiten. Genauso, wie ich keine physikalischen Gesetze einfach außer Kraft setzen kann und die Folgen von Missachtung automatisch zu spüren bekomme, werden die Folgen der Gesetzmäßigkeit des Streitens gegen Gott und sein Volk eintreten ohne dass Gott es verhindern kann wenn ich reif dafür bin. Genausowenig, wie ich mich dem freien Fall aus großer Höhe ausliefere, werde ich nicht ausprobieren, welches die Folgen des Streitens gegen Gott und sein Volk sind. Die Antwort kenne ich aus der Schrift und an ihrer Wahrheit zweifle ich nicht! Wie stehst du zu einem solchen Experiment?
Der von Titus zerstörte Tempel von Jerusalem
im Modell (
Quelle)

Sonntag, 6. Juli 2014

Mein Herz macht seinen heiligen Namen groß

Kennst du auch die seit 1977 im SWR-Fernsehen ausgestrahlte Ratesendung „Ich trage einen großen Namen“? In ihr treten Gäste auf, die jeweils mit einer berühmten Person aus Gegenwart oder Vergangenheit verwandt sind. Der Moderator gibt dem Rateteam einen Hinweis auf die Person und das Team muss nun deren Namen erraten. In einer der letzten Sendungen ging es um zwei Menschen, deren Namen vor allem mit Mut zu verbinden sind. Die erste berühmte Persönlichkeit zahlte dafür mit seinem Leben.
Über eine Person, deren Name mit dem höchstmöglich aufzubringenden Mut in Verbindung zu bringen ist und die diesen Mut auch mit ihrem Leben bezahlte, prophezeite ca. 600 vor ihrer Geburt Nephi: „Siehe, sie werden ihn kreuzigen; und nachdem er für den Zeitraum von drei Tagen in einem Grab gelegen hat, wird er von den Toten auferstehen, mit Heilung in seinen Flügeln; und alle, die an seinen Namen glauben, werden im Reich Gottes errettet sein. Darum erfreut sich meine Seele daran, in bezug auf ihn zu prophezeien, denn ich habe seinen Tag gesehen, und mein Herz macht seinen heiligen Namen groß.“ (2. Nephi 25:13).
Genauso, wie Nephi es prophezeite, trat es ein. Jesus Christus war der mutigste Mensch der je über diese Erde ging und er ließ aus Liebe zu dir und mir und all den anderen Menschen, die je über diese Erde gingen, noch gehen und gehen werden, sein Leben. Aber anders, als die Person in dem Ratespiel, hatte Christus die Macht den Tod zu überwinden und es hieß von da an: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korinther 15:55)!
Mein Herz macht seinen heiligen Namen groß. Geht es dir nicht ebenso wie Nephi und mir, dass wir aufgrund der für unser begrenztes Verständnis unbegreifbaren Rettungstat dieser göttlichen Persönlichkeit, voller Ehrerbietung und Dankbarkeit die Kniee beugen und mit ganzem Herzen seinen heiligen Namen groß machen? Ich jedenfalls lobe und preise ihn, unseren Retter Jesus Christus und will gerne seinen Namen groß machen, indem ich versuche jeden Moment meines Lebens seinem Beispiel nachzueifern. Das gelingt mir natürlich nur sehr stockend, aber ich bleibe am Ball, du auch?
Ich trage einen großen Namen (Quelle)

Samstag, 5. Juli 2014

Übeltaten, Herzenshärte und Halsstarrigkeit

Komisch, wenn du auf Besuch wartest und er ist gekommen, wartest du dann weiter auf ihn, weil du ihn nicht als deinen Besucher anerkennst?
Nephi lässt sein Volk wissen, dass dies so ähnlich bei den Israeliten der Fall sein sollte: „Aber siehe, es wird bei ihnen Kriege und Kriegsgerüchte geben; und wenn der Tag kommt, da der Einziggezeugte des Vaters, ja, selbst der Vater des Himmels und der Erde, sich ihnen im Fleisch kundtut, siehe, dann werden sie ihn verwerfen wegen ihrer Übeltaten und ihrer Herzenshärte und ihrer Halsstarrigkeit.“ (2. Nephi 25:12).
Nephi prophezeit ca. 600 v. Chr., dass der Vater des Himmels und der Erde als sterbliches Wesen auf die Erde kommen würde, und zwar zu seinem auserwählten Volk, Israel. Er prophezeit auch, dass es ihn nicht als den Sohn Gottes anerkennen werde. Er nennt auch Gründe: Übeltaten, Herzenshärte und Halsstarrigkeit.
Übeltaten, Herzenshärte und Halsstarrigkeit: Eigenschaften, die ich versuche abzulegen, bzw. erst gar nicht anzunehmen. Und der Erfolg: ich anerkenne Christus als den `Einziggezeugten des Vaters im Fleische´ (Lehre und Bündnisse 93:11) und als den `Schöpfer von Welten ohne Zahl´ (Köstliche Perle Mose 1:33)!
Leider warten die Juden immer noch auf den Erlöser, aber es wird der Tag kommen, da werden sie erkennen, dass sie ihn umgebracht haben und dann werden sie ihre Knie vor ihm beugen, was ich heute schon voller Dankbarkeit und Anerkennung tun darf, denn jedes Volk wird ihn eines Tages anerkennen müssen (Mosia 27:31). Wie ergeht es dir? Ich denke, du nimmst ihn auch als den an, der er ist: unser Erretter!
Christus steht vor der Tür und klopft an
(
Quelle)


Freitag, 4. Juli 2014

Doch haben sie ihr Herz verhärtet

Was hat es mit einer Herzverhärtung auf sich? „Durch vermehrten Einbau von Bindegewebe in die Herzmuskulatur verhärtet die Herzmuskulatur. Die hierdurch versteiften Herzkammern lassen sich in der Erschlaffungsphase (Diastole) des Herzens schlecht füllen, das Blut staut sich in den Vorhöfen, die hierdurch stark vergrößert sind.“ (Quelle). Der Herzmuskel kann seiner normalen Pumpfunktion nicht mehr richtig nachkommen,
„Darum ist ihnen von der Vernichtung erzählt worden, die über sie kommen werde, gleich nachdem mein Vater Jerusalem verlassen hat; doch haben sie ihr Herz verhärtet; und gemäß meiner Prophezeiung sind sie vernichtet worden außer denen, die gefangen nach Babylon hinweggeführt worden sind.“ (2. Nephi 25:10).
Nephi lässt uns wissen, dass das Volk Israel aufgrund seiner Herzensverhärtung gegenüber Gott vernichtet bzw. in Gefangenschaft geführt wurde, wie er schon früher das Eintreffen der Prophezeiung Jesajas bezeugt hat (1. Nephi 7:13). Wie es gehen kann, wenn glaubenstreue Mitglieder des Volkes ihr Herz nicht verhärten, wird uns auch mitgeteilt: „Und wenn es so ist, dass wir ihm treu sind, dann werden wir das Land der Verheißung erlangen; ...“ (1.Nephi 7:13).
Doch haben sie ihr Herz verhärtet. Hieraus lerne ich, dass wenn ich mein Herz gegen Gott nicht verhärte - sein Wort sich also sinngemäß nicht in meinem Vorhof staut, sondern so wie das lebensnotwendige Blut, mich ganz durchströmt - ich die Segnungen erlangen kann, die der Herr für mich bereithält und mir gerne geben möchte, genauso wie jedem anderen seiner Kinder, also auch dir!
Herzuntersuchung (Quelle)

Donnerstag, 3. Juli 2014

Die Worte Jesajas werden für uns von großem Wert sein

Nephi spricht zu uns über die Worte Jesajas, die er zuvor für sein Volk und uns niedergeschrieben hat, und lässt uns wissen: „Darum sind sie für die Menschenkinder von Wert, und wer da meint, sie seien es nicht, zu dem will ich besonders sprechen und die Worte auf mein eigenes Volk beschränken; denn ich weiß, dass sie in den letzten Tagen von großem Wert für dieses sein werden; denn an dem Tag wird es sie verstehen, darum, zu seinem Besten habe ich sie niedergeschrieben.“ (2. Nephi 25:8).
Warum werden die Worte Jesajas für uns heutzutage von so großem Wert sein? Seit den Tagen Jesajas sind inzwischen über zweieinhalbtausend Jahre vergangen und für uns heute bietet sich die Möglichkeit festzustellen, ob sich Prophezeiungen, die er im Auftrag Gottes ausgesprochen hat, inzwischen erfüllt haben. Wenn wir feststellen, dass dies der Fall ist, können wir daraus schließen, dass weitere Prophezeiungen, die noch nicht eingetreten sind, sich noch erfüllen werden und wir haben die Möglichkeit uns darauf einzustellen.
Hier nur drei der Prophezeiungen Jesajas, die sich schon erfüllt haben:
  1. „... in den letzten Tagen, da der Berg des Hauses des Herrn festgegründet zu Häupten der Berge stehen wird und über die Hügel erhaben sein wird und alle Nationen zu ihm hinströmen werden.“ (2. Nephi 12:2-3)
    Steht nicht der Salt Lake Tempel in diesen, den letzten Tagen vor dem zweiten Kommen Christi, fest gegründet zu Häupten der Berge, der Rocky Mountains, und strömen nicht alle Nationen dort hin?
  2. „Denn uns ist ein Kind geboren, uns ist ein Sohn gegeben; und die Herrschaft wird auf seiner Schulter sein; und sein Name wird genannt werden: Wunderbar, Ratgeber, der Mächtige Gott, der Immerwährende Vater, der Fürst des Friedens.“ (2.Nephi 19:6)
    Ist nicht Jesus Christus vor gut zweitausend Jahren als Kind auf diese Erde geboren worden und hat sein Erlösungswerk vollbracht?
  3. „1  Und es wird sprießen eine Rute aus dem Stamm Isai, und ein Zweig wird aus seinen Wurzeln wachsen. ... 10  Und an jenem Tag wird da ein Wurzelsproß von Isai sein, der wird dastehen als Panier der Völker; nach ihm werden die Andern suchen, und seine Ruhe wird herrlich sein." (2. Nephi 21:1,10).
    Ist Joseph Smith nicht eine Rute aus dem Stamm Isai, steht er nicht als ein Panier da für die Völker und suchen ihn nicht die Andern und haben sie nicht Ruhe, wenn sie ihn gefunden haben (Ruhe aufgrund des vollständigen Evangeliums und der wiederhergestellten Kirche des Herrn)?
Die Worte Jesajas werden für uns von großem Wert sein. Ja, sie sind für uns heutzutage von großem Wert. Wir wissen, dass sich viele seiner Prophezeiungen bis jetzt erfüllt haben und wir können uns drauf verlassen, dass sich seine restlichen auch noch erfüllen werden! Dieses Wissen hilft dir und mir, die richtigen Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen, die uns, wenn wir sie in Taten umsetzen, in unsere himmlische Heimat, aus der wir gekommen sind, zurückführen.
Ansicht der Wasatchkette von Salt Lake City aus
(
Quelle)

Mittwoch, 2. Juli 2014

Mit Gewissheit wissen

Denk mal daran, dass in den Nachrichten über ein schweres Unglück berichtet wird und du weißt, dass ein dir naher Mensch mit betroffen sein könnte. Wenn du im Ungewissen über den Verbleib eines lieben Angehörigen bist, wünscht du dir nichts sehnlicher, als mit Gewissheit zu wissen, ob er wohlbehalten ist, oder ob etwas Schlimmes passiert ist. Erst die Gewissheit verschafft dir wieder innere Ruhe.
Nephi sagt uns nun über die Prophezeiungen Jesajas und die eigenen: „Sondern siehe, ich fahre mit meiner eigenen Prophezeiung fort gemäß meiner Klarheit; und darin kann sich kein Mensch irren, das weiß ich; doch in den Tagen, da sich die Prophezeiungen Jesajas erfüllen, werden die Menschen mit Gewissheit wissen, zu den Zeiten, da sie sich begeben werden.“ (2. Nephi 25:7). Jesaja hat vieles prophezeit, was für die Betroffenen schwer zu ertragen war; und Gewissheit zu haben, dass Unheil eintrifft, ist wohl nicht so schön. Doch wenn ich die Möglichkeit der Abwendung habe, dann motiviert die Gewissheit, dass Prophezeiungen wahr werden, sicherlich.
Mit Gewissheit wissen. Ich empfinde Dankbarkeit darüber, dass Jesaja vieles prophezeit hat, was eintreten wird, wenn wir Menschen im Halten der Gebote des Herrn nachlässig sind. Unheil schreckt mich ab und so bin ich bestrebt, warnende Worte des Herrn, von Propheten Gottes zu uns gesprochen, ob von früheren oder erst recht von lebenden, ernst zu nehmen und das zu tun, was das Unheil abwenden wird, denn ich habe die Gelegenheit anhand der Zeitgeschichte, Gewissheit über das Eintreffen der Prophezeiungen zu erlangen. Du und ich können deshalb mit Gewissheit wissen. Oder siehst du das anders?
Über 200 Tote bei Explosion in Bergwerk in Türkei
(
Quelle)

Dienstag, 1. Juli 2014

Meine Seele erfreut sich an den Worten Jesajas

Ist es nicht auch so, dass du dich über Nachrichten aus deiner Verwandtschaft freust, insbesondere, wenn du lange nichts mehr von ihnen gehört hast? Du bist sicherlich daran interessiert, wie es ihnen geht und was sie dir Neues und vielleicht auch Lehrreiches mitzuteilen haben.
Ähnlich erging es wie wir lesen Nephi: „Ja, und meine Seele erfreut sich an den Worten Jesajas, denn ich bin aus Jerusalem gekommen, und meine Augen haben die Dinge der Juden wahrgenommen, und ich weiß, dass die Juden die Dinge der Propheten verstehen, und es gibt kein anderes Volk, das gleich ihnen versteht, was zu den Juden gesprochen worden ist, außer sie werden nach der Weise der Juden belehrt.“ (2. Nephi 25:5).
Meine Seele erfreut sich an den Worten Jesajas. Auch ich erfreue mich neuerdings an den Worten Jesajas, nachdem ich mich intensiver mit ihnen auseinandergesetzt habe. Früher war es mir eine Last diese Worte zu lesen und ich bin möglichst schnell drüber hinweg geflogen und habe mich nicht der Mühe unterzogen, über sie nachzudenken. Dieses Mal bin ich anders herangegangen. Ich habe mir gesagt, es kommt nicht darauf an so viel wie möglich in kurzer Zeit zu lesen, sondern so viel wie möglich vom Gelesenen zu verstehen und ich habe mir Zeit gelassen, viel Zeit. Ich habe versucht, mir die Geschichte und die Geografie etwas näher zu bringen und dann mit Gebet und der Hilfe des Heiligen Geistes seine Worte in mein Herz dringen zu lassen (siehe auch Blogbeitrag vom 17. Januar 2014 „Jesajas Worte auf sich beziehen?“ unter „Fünf Anregungen, wie wir Jesaja verstehen können“). Es ist mir besser gelungen als bisher in meinem Leben. Für diese Erfahrung bin ich dem Herrn aus tiefstem Herzen dankbar.
Nun freue ich mich schon, die Prophezeiungen Nephis dazu durchzuarbeiten, dadurch wird mein Verständnis noch mehr erleuchtet, davon bin ich überzeugt. Aber dann gilt es auch das Gelernte richtig anzuwenden und das ist noch zeitintensiver. Schon lange übe ich mich darin und bin erst am Anfang. Wie geht es dir?
Schriftrolle von Qumran; auch die von Jesaja (Quelle)