Dienstag, 13. Januar 2026

Und Gott sprach

 

(Bildquelle)

„Und Gott sprach … und es geschah so.“ (Genesis 1; vgl. Mose 2Abraham 4). 

Das schöpferische Wort im eigenen Leben erkennen 

 Wie wirkt Gottes Wort heute noch schöpferisch in deinem Denken, Fühlen und Handeln? 

Die Heilige Schrift beginnt mit einer machtvollen Offenbarung über das Wesen Gottes: Er ist ein Gott, der spricht, und jedes Wort, das Er spricht, trägt schöpferische Kraft in sich. Die Schöpfungsberichte in Genesis 1, Mose 2 und Abraham 4 wiederholen fast rhythmisch dieses heilige Muster: „Und Gott sprach … und es geschah so.“ Diese Worte sind nicht poetische Verzierung, sondern das Fundament unseres Glaubens: Wenn Gott spricht, verändert sich die Wirklichkeit. Alles, was wüst und leer ist, jede Dunkelheit, jede Unordnung, wird durch Sein Wort in Licht, Ordnung und Leben verwandelt. So beginnt die Schöpfung nicht mit Struktur, sondern mit einem Zustand, den wir allzu gut kennen — Chaos, Leere, Dunkelheit. „Die Erde war ohne Gestalt und wüst; und Finsternis war über der Tiefe.“ Doch noch bevor ein einziges schöpferisches Wort gesprochen wird, lesen wir: „Und mein Geist schwebte über dem Wasser.“ (Mose 2:2). Gott ist also bereits gegenwärtig, bevor Veränderung sichtbar wird. Sein Geist ist über unserem Chaos, und Sein Wort setzt die Ordnung in Gang. 

Dann erklingt der erste Satz der neuen Welt: „Lasst Licht sein.“ (Mose 2:3). Kein Werkzeug, keine Vorbereitung, kein Prozess — nur ein Wort, und Licht bricht hervor. Dieses Grundmuster durchzieht alle sechs Schöpfungstage: Gott spricht, die Elemente gehorchen, Gott sieht das entstehende Gute, und eine neue Zeit beginnt. „Abend und Morgen“ markieren nicht nur Tagesabschnitte, sondern auch geistliche Wirklichkeiten: Wenn Gott spricht, beginnt eine neue Phase, ein neuer Abschnitt, ein neues Werden. Dieses Muster lädt uns dazu ein, Gottes Reden auch im eigenen Leben zu erkennen. Sein Wort ist nicht Vergangenheit, sondern Gegenwart. Er spricht heute durch die heiligen Schriften, durch lebende Propheten, durch den Heiligen Geist, durch sanfte Gedanken des Friedens, durch stille Eindrücke, die den Weg öffnen, wo wir selbst keinen sehen. 

Wenn wir die Schrift öffnen, begegnen wir nicht nur alten Texten; wir öffnen uns einem Raum, in dem Gottes Wort uns persönlich trifft. Wie die Erde fruchtbar wird, sobald Gott spricht, so wird auch unser Herz fruchtbar, wenn wir Sein Wort aufnehmen. Prophetenworte erfüllen dieselbe Funktion wie Sonne und Mond im Schöpfungsbericht: Sie geben Orientierung, markieren Zeiten, setzen geistliche Jahreszeiten. Und persönliche Offenbarung ist oft ein leises, aber schöpferisches Sprechen Gottes in den alltäglichen Abläufen unseres Lebens. Sie bringt Licht in unsere Gedanken, Frieden in unsere Gefühle, Richtung in unsere Entscheidungen. 

Immer wieder heißt es: „Und es war so, ja, wie ich sprach.“ (Mose 2:7). Diese Worte tragen ein tiefes Geheimnis in sich: Die Elemente gehorchen dem göttlichen Wort vollkommen. Sie widersetzen sich nicht. Sie argumentieren nicht. Sie erkennen die Stimme ihres Schöpfers. Wenn wir lernen, auf diese Stimme ähnlich zu reagieren — vertrauend, gehorsam, offen —, dann entfaltet dasselbe schöpferische Prinzip Kraft in uns. Geistlicher Gehorsam ist nicht Zwang, sondern Resonanz. Wenn Gott spricht und unser Herz antwortet, geschieht das Wunder der inneren Neuschöpfung. 

Gottes Reden führt jedoch nicht nur zu Ordnung, sondern zu Güte. Immer wieder heißt es: „Und Gott sah, dass es gut war.“ (Genesis 1:10). Und am Ende sogar: „Es war sehr gut.“ (Genesis 1:31). Gott erschafft nicht nur Struktur, sondern Schönheit, nicht nur Funktion, sondern Fülle, nicht nur Ordnung, sondern Segen. Wenn Sein Wort in uns wirkt, wird unser Leben nicht einfach korrekter oder disziplinierter, sondern tiefer gut — im Sinne göttlicher Harmonie, Reife, Fruchtbarkeit, Leben. 

Vielleicht beginnt heute ein solcher Tag für dich. Vielleicht spricht Gott in deine Dunkelheit hinein: „Es werde Licht“, und plötzlich erkennst du, was vorher verborgen war. Vielleicht ruft Er in dir etwas zum Wachsen, das lange in der Tiefe ruhte. Vielleicht nennt Er etwas „gut“, das du selbst nie als gut sehen konntest. Sein Wort ist immer schöpferisch, immer wirksam, immer liebevoll ausgerichtet auf deine Entwicklung, deinen Frieden, deinen Weg. 

Geistliches Zeugnis 

Ich gebe Zeugnis, dass Gottes Wort heute ebenso lebendig und schöpferisch ist wie in den Tagen der ersten Schöpfung. Ich habe erfahren, wie ein einziges göttliches Wort Licht in Räume brachte, die ich selbst nicht erhellen konnte. Ich weiß, dass Sein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern das bewirkt, wozu Er es sendet — Ordnung, Frieden, Mut, Erkenntnis und ein neues Herz. Ich bezeuge, dass jeder, der Sein Wort hört, annimmt und danach handelt, erlebt, wie in ihm selbst „es geschieht so“: wie aus Chaos Klarheit wird, aus Dunkelheit Licht, aus Hoffnungslosigkeit neues Leben. Möge Sein schöpferisches Wort auch in deinem Leben zu einem neuen Morgen werden.

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