Samstag, 6. Juli 2019

Nicht jeder, der zu mir spricht: Herr, Herr!, wird ins Himmelreich hineinkommen


(Bild: Quelle; Text hinzugefügt)

Weiter spricht der auferstandene Jesus Christus zu der am Tempelplatz im Land Überfluss versammelten Volksmenge, wie auch in seiner Bergpredigt zu den Juden in Jerusalem (Matthäus 7:21-23): „Nicht jeder, der zu mir spricht: Herr, Herr!, wird ins Himmelreich hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist. 22  Viele werden an jenem Tag zu mir sprechen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und haben in deinem Namen Teufel ausgetrieben und in deinem Namen viele wunderbare Werke getan? 23  Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weicht von mir, ihr, die ihr üble Werke tut.“ (3. Nephi 14:21-23).

Nicht jeder, der zu mir spricht: Herr, Herr!, wird ins Himmelreich hineinkommen. Warum nicht? Die hier von Christus angesprochenen meinen zwar, dass sie im Namen von Jesu gehandelt haben, aber wie wir in Alma 5:17 lesen, belügen sie offensichtlich den Herrn mit einer solchen Aussage. Die Frage ist, ob sie überhaupt den Herrn kennen (Mosia 5:13). Ich lerne aus „Jesus der Christus“ Kapitel 17, dass sie diese Dinge nie mit der von ihm erteilten Vollmacht getan haben, sie haben diese nur vorgetäuscht (siehe hier, Kapitel 17, Absatz 3 im Abschnitt „Promise and Reassurance“).

Allerdings verstehe ich die Aussage im Vers 23 nicht so richtig. Wieso hat er diese nie gekannt, wenn er ein jedes seiner Kinder doch persönlich und sogar bei Namen kennt (Johannes 10:27)? Denken wir nur an das Beispiel des Zöllners Zachäus. Jesus geht durch Jericho, sieht ihn auf dem Baum und ruft ihn bei seinem Namen und sagt ihm, dass er bei ihm einkehren will (Lukas 19:5). Er kannte ihn, auch, wenn dieser ihm bis dahin nicht gedient hatte. Wie will er die Böcke von den Schafen scheiden, wenn er sie nicht kennt (Matthäus 25:32)? Welcher Vater kennt nicht alle seine Kinder? Deshalb frage ich mich, warum es im Vers 23 heißt, dass er diese nicht kennt? In der `Inspired Version of the Bible´ von Joseph Smith im Auftrag Gottes übersetzt, lerne ich im entsprechenden Vers, der dort erst Vers 33 ist, dass es umgekehrt heißt, was auch gleich viel mehr Sinn ergibt: „And then will I say, Ye never knew me; depart from me, ye that work iniquity.“ Nicht der Herr kennt sie nicht, sondern sie kennen ihn nicht, weil sie ihm nie gedient haben. Zu den Pharisäern sagte Jesus auch, dass sie weder ihn noch seinen Vater kennen würden – und sie meinten doch bevollmächtigte des Herrn zu sein (Johannes 8:19). So ist mir klar: Will ich von jemandem, in diesem Fall von Christus, der unser Mittler beim Vater ist (1. Tmotheus 2:5), angenommen werden, muss ich ihn auch kennen. Wie lerne ich ihn kennen? Ich studiere seine Lehre, sei sie direkt von ihm oder von seinen berufenen Dienern kundgetan, das ist dasselbe (Lehre und Bündnisse 1:38). Dann wende sie in meinem Leben an und erkenne, ob die Früchte gut sind. Wenn ja, kommt die Lehre von Gott.


Wie kannst du dir erklären, wie das gemeint ist, dass der Herr diejenigen, die ihm nicht dienen, auch nicht kennen würde?

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