Freitag, 14. April 2023

Mir aus den Augen, Satan! (tritt) hinter mich!

 

Petrus mit den beiden Schlüsseln, einen für das Himmelreich und einen für die Welt 
(Bild: Quelle)

„Er aber wandte sich um und sagte zu Petrus: „Mir aus den Augen, Satan! (tritt) hinter mich! Ein Fallstrick (oder: Anstoß, Ärgernis) bist du für mich, denn deine Gedanken sind nicht auf Gott, sondern auf die Menschen gerichtet*).” (Matthäus 16:23). 

Was ist das? Gerade vorher hatte Jesus Petrus die Priestertumsschlüssel für das Himmelreich und die Welt übertragen (Matthäus 16:18-19), und nun sagt er zu ihm „Mir aus den Augen, Satan! (tritt) hinter mich!”? Warum nur? Jesus hatte seinen Jüngern gerade mitgeteilt, welche schwierige Aufgabe in Jerusalem noch auf ihn warten würde und er schlussendlich getötet und wieder auferstehen würde (Matthäus 16:21). Kann man da nicht die Reaktion des Petrus verstehen? Ja, kann man, wenn man nur den menschlichen Aspekt berücksichtigt, den ewigen aber vernachlässigt. Natürlich schmerzte Petrus der Gedanke, denjenigen, der ihn drei Jahre lang unterrichtet hat, dieses unmenschliche Leid ertragen sehen zu müssen. Dann war da doch auch noch die Übernahme Seines Königreiches. Das sollte nicht geschehen? Für Jesus war sein Insistieren eine Versuchung, ihn vom Willen Seines Vaters abzubringen.  

Was bedeutet aber `Satan´ in dieser Aussage Jesu? Im Hebräischen bedeutet sa-tan `Widersacher´, jemand, der versucht einen von der eigenen Richtung abzubringen. Die Begebenheit mit Bileam und Balak in Numeri 22 lässt uns die Aussage Jesu gegenüber Petrus in einem anderen Licht sehen. Balak war der König von Moab und hatte Angst vor den Israeliten, die sich in der Nähe seines Landes aufhielten. Er beschloss, den Propheten Bileam zu rufen, um ihn zu bitten, die Israeliten zu verfluchen. Bileam war zuerst nicht bereit, mit Balak zu sprechen, aber schließlich ging er doch zu ihm. Auf dem Weg traf er auf seinem Esel sitzend, auf einen Engel, den er nicht sah, jedoch der Esel. Mehrmals blockierte der Engel diesem den Weg. Bileam schlug den Esel, aber schließlich öffnete Gott dem Esel den Mund, und er fragte Bileam, warum er ihn schlagen würde. Im Vers 22 haben wir den Begriff `Widersacher´, sa-tan: „Aber Gott wurde zornig, weil Bileam mitging, und der Engel des HERRN trat Bileam als Widersacher in den Weg, …". Bileam wollte etwas tun, was der Herr ihm verboten hatte, und so stellte sich der Engel Gottes dem Esel als `Widersacher´ in den Weg, um ihn davon abzuhalten. In diesem Sinn war jetzt Petrus der `Widersacher, sa-tan´, der sich dem Auftrag Gottes an Jesus in den Weg stellte. 

`Tritt hinter mich´, bedeutet so viel wie: `Folge mir´, versuche nicht vor mir zu gehen, versuche mir nicht zu sagen, was ich zu tun, oder nicht zu tun habe. Jesus kannte seinen Auftrag vom Vater und ließ sich nicht durch Petrus davon abbringen. 

Ich lerne,  

  1. Jesus ist der Christus, der `gesalbte Gottes´, der Retter aller Menschen.  
  1. Er hat für uns alles menschlich erdenkliche Leid getragen, auf dass er uns verstehen und vor Gott unser `Fürsprecher´ sein kann. 
  1. Ich darf mich seinem Plan nicht in den Weg stellen (sa-tan; Widersacher), muss Ihm vertrauen, ihm folgen, nicht vor ihm gehen, nicht meinen Willen durchsetzen wollen. 
  1. Ich soll mich selbst verleugnen, Sein Kreuz auf mich nehmen, Ihm folgen, was so viel bedeutet wie `mich selbst, alle Gottlosigkeit und jede weltliche Begierde zu verleugnen, und Seine Gebote zu halten´ (JST Matthew 16:26). 

Was bedeutet für dich Jesu Aufforderung: „Will jemand mein Nachfolger sein, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich: dann kann er mein Nachfolger sein.” (Matthäus 16:24)? 

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Donnerstag, 13. April 2023

Nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart

 

(Bild: Quelle)

„Da gab Jesus ihm zur Antwort: „Selig bist du (zu preisen), Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern mein Vater droben im Himmel.” (Matthäus 16:17). 

Nun ziehen Jesus und die Gruppe, die mit ihm wanderte, von Kapernaum zum etwa 40 Kilometer nördlich gelegenen Cäsarea Philippi, am südlichen Abhang des Hermongebirges gelegen, etwa eine zwei Tageswanderung, immer diesen riesigen Fels des Gebirges vor Augen. An diesem Ort entspringt die östlichste Quelle des Jordan. Zur Zeit von Jesus herrschte in dieser Stadt der Vierfürst Herodes Philippus. Zu Ehren des Kaisers gab er ihr den Namen Caesarea und baute sie im griechischen Stil zu seiner Residenz aus. Sein Vater, Herodes der Große hatte die Stadt von den Römern erhalten. Das Neue Testament fügt zur genauen Bestimmung noch den Beinamen Philippi (von Philippus) hinzu. Hier lebten Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religion, meistens Heiden. Und es gab jede Menge Götzendienst. Warum also diese anstrengende Wanderung in eine heidnische Umgebung? Es war eine hervorragende Umgebung, um in seinen Jüngern ein Fundament zu legen davon, wer Er ist. Dadurch verstanden sie auch, wer sie selber waren. 

In Matthäus 16:13-20 geht es um das Gespräch zwischen Jesus und seinen Jüngern, als er sie fragt, wer die Leute denken, wer er sei. Die Jünger geben verschiedene Antworten, aber Simon Petrus gab ihm zur Antwort: „Du bist Christus (= der Messias; vgl. 1,16), der Sohn des lebendigen Gottes!” (Matthäus 16:16; Fettdruck hinzugefügt). Was für eine machtvolle Aussage des Petrus, gerade in dieser Umgebung, in der Menschen falsche tote Götter anbeteten! Jesus antwortet daraufhin, dass er auf dieser Erkenntnis seine Kirche aufbauen wird und ihm die Schlüssel des Himmelreichs gibt (Matthäus 16:18-19). 

Jesus befiehlt seinen Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus ist. Dann beginnt Jesus, seinen Jüngern zu erklären, dass er in Jerusalem leiden und sterben, aber am dritten Tag auferstehen wird. Petrus widerspricht Jesus und sagt, dass dies nicht passieren darf. Aber Jesus sagt zu ihm: „Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen." (Matthäus 16:23). 

Ich lerne, in dieser Passage betont Jesus, dass er der Messias ist und dass seine Kirche auf dieser Wahrheit aufgebaut wird. Gleichzeitig macht er deutlich, dass sein Weg nach Jerusalem führen wird, wo er leiden und sterben muss, um die Sünde der Welt zu tragen. Die Jünger sind jedoch noch nicht bereit, dies zu akzeptieren, und Petrus wird sogar von Jesus dafür getadelt, dass er nicht an Gottes Wege, sondern an menschliche Wege denkt. 

  1. Die Identität von Jesus Christus: In dieser Passage betont Jesus, dass er der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes ist. Es ist wichtig zu verstehen, wer Jesus ist und welche Rolle er in unserem Leben spielt. 
  1. Die Bedeutung der Offenbarung: Petrus konnte die wahre Identität von Jesus nur durch Offenbarung von Gott erkennen. Es ist wichtig, auf die Führung des Heiligen Geistes zu hören und uns von Gott offenbaren zu lassen, damit wir seine Wahrheit verstehen können. 
  1. Die Bedeutung von Glauben: Jesus sagt, dass er seine Kirche auf der Grundlage des Glaubens und der Offenbarung bauen wird, dass er der Messias ist. Glaube ist eine grundlegende Voraussetzung für eine Beziehung zu Gott. 
  1. Die Bedeutung des Kreuzes: Jesus sagt seinen Jüngern, dass er in Jerusalem leiden und sterben, aber am dritten Tag auferstehen wird. Wir müssen bereit sein, unseren eigenen Willen zugunsten von Gottes Willen aufzugeben. 
  1. Die Rolle der Kirche: Jesus gibt Petrus die Schlüssel des Himmelreichs und sagt, dass er seine Kirche – die Kirche von Jesus Christus, dem großen Fels – auf dieser Erkenntnis, auf Offenbarung, aufbauen wird (Matthäus 16:18). Die Kirche ist wichtig für die Verbreitung des Evangeliums und für die Gemeinschaft der Gläubigen. Sie unterstützt die Bemühungen der Familien, das Evangelium von Jesus Christus, welches sie zuhause erarbeiten, in Gemeinschaft zu vertiefen und sich gegenseitig zu stützen (siehe auch hier). 

Wer ist Christus für dich? 

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Mittwoch, 12. April 2023

Gebt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!

 

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„Als die Jünger dann an das jenseitige Ufer des Sees kamen, hatten sie vergessen, Brote mitzunehmen. 6 Da sagte Jesus zu ihnen: „Gebt acht und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!” (Matthäus 16:5-6). 

In Matthäus 16:1-12 geht es um Pharisäer und Sadduzäer, die von Jesus ein Zeichen fordern und um die Warnung vor bestimmtem Sauerteig. 

  • Die Pharisäer waren eine der bedeutendsten jüdischen Sekten im antiken Israel, die zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. existierte. Sie waren bekannt für ihre strikte Einhaltung der Gesetze des Alten Testaments und waren in der jüdischen Gesellschaft ihrer Zeit als Experten des Gesetzes und der Schriftgelehrsamkeit angesehen. Sie glaubten an eine Auferstehung der Toten und an Engel sowie an die Existenz von Geistern und Dämonen. 
  • Die Sadduzäer waren eine jüdische Sekte im antiken Israel, die zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. existierte. Sie waren hauptsächlich Mitglieder der jüdischen Oberschicht und des Hohenpriestertums und hielten sich strikt an die Gesetze des Alten Testaments. Sie waren in ihrer Theologie und ihren Glaubenspraktiken konservativ und lehnten viele der späteren jüdischen Überlieferungen und Schriften ab, einschließlich der Überzeugung an die Auferstehung der Toten und an Engel. Sie betonten die Bedeutung des Tempelkultes und des Opferdienstes als zentrales Element des jüdischen Glaubens und lehnten die Vorstellung eines kommenden Messias ab. 

Diese beiden Parteien kamen nun zu Jesus und wollten ihm eine Falle stellen, indem sie von ihm ein Zeichen verlangten, das beweist, dass er der Messias sei. Jesus weigert sich, ein solches Zeichen zu geben, und sagt stattdessen, dass die Menschen in der Lage sein sollten, die Zeichen der Zeit zu erkennen, so wie sie auch das morgige Wetter anhand von Abendrot und Morgenrot deuteten (Matthäus 16:2-3). 

In diesem Zusammenhang warnt Jesus seine Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer, was sich auf ihre falsche Lehre und ihre Heuchelei bezieht. Die Jünger verstehen zunächst nicht, was er damit meint. Sie dachten, er spricht von Sauerteigbrot, das sie nicht von den Pharisäern hätten kaufen sollen. Doch er erklärt, dass sie auf der Hut sein müssen und auf falsche Lehren achten sollten. 

Ich lerne, dass Jesus sich weigert, seine Autorität durch sensationelle Zeichen zu beweisen.  

  1. Glaube sollte nicht auf Wundern und sensationellen Zeichen basieren, sondern auf einem Verständnis der Botschaft Jesu. 
  1. Es ist wichtig, wachsam zu sein und falsche Lehren zu erkennen, um nicht irregeführt zu werden. 
  1. Heuchelei und falsche Lehren sollten vermieden werden, da sie wie Sauerteig sind, der das ganze Brot verdirbt. 
  1. Es ist wichtig, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu verstehen, was in der Welt um uns herum vor sich geht. Siehe auch hier.
  1. Jesus als Messias und Sohn Gottes zu akzeptieren, erfordert nicht nur Glauben, sondern auch ein Verständnis seiner Botschaft und Lehren. 
  1. Bei den Lehren Jesu eher auf die Symboliken achten, anstatt sie wortwörtlich zu nehmen. 

Welche Lehren ziehst du aus dieser Begebenheit? 

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Dienstag, 11. April 2023

Um dieses Wortes willen gehe heim

 

(Bild: Quelle)

„Da sagte er zu ihr: „Um dieses Wortes willen gehe heim: der böse Geist ist aus deiner Tochter ausgefahren.” 30 Als sie nun in ihr Haus zurückkam, traf sie ihr Kind an, wie es ruhig auf dem Bett lag, und der böse Geist war ausgefahren.” (Markus 7:29-30). 

In Markus 7:24-30 und Matthäus 15:21-28 geht es um eine ganz besondere Wunderheilung Jesu. Nach der Auseinandersetzung mit den Pharisäern und Schriftgelehrten, die aus Jerusalem zu ihm gekommen waren, über die Thematik `äußerliche und innerliche Reinheit´, machte sich Jesus mit seinen Jüngern auf den Weg an die Küste des Mittelmeeres, nach Tyrus. Hier nahm er Quartier in einem Haus. Er wollte seinen Aufenthalt nicht publik machen, was ihm aber nicht gelang. 

Eine Frau aus Syrophönizien – eine antike Region im Nahen Osten, die im heutigen Libanon und Syrien liegt. In biblischer Zeit war die Region von verschiedenen Kulturen besiedelt, darunter Phönizier, Aramäer und Griechen – kam zu Jesus und bat ihn, ihr Töchterlein von dem bösen Geist zu befreien, von dem sie besessen war. 

Wie unerwartet für uns Seine Reaktion. Wo Er sonst meist sofort auf die flehentlichen Bitten einging, reagierte er mit Schweigen (Matthäus 15:23). Als sie nicht lockerließ, wies er sie mit der Begründung zurück: “Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.” (Matthäus 15:24). Im Markus klingt es noch härter. Die Frau antwortete Ihm darauf hin, dass doch die Hunde Brocken, die unter den Tisch fallen, zu essen bekommen würden (Markus 7:27-28). Daraufhin schickte Jesus die Frau heim, mit der Antwort, dass ihre Tochter geheilt sei. 

Ich lerne, Jesus reagiert auf die griechische Frau in drei Abstufungen: 

  1. Schweigen (kein Nein, aber auch kein Ja) 
    Die Frau hätte sich frustriert und verärgert abwenden können. Sie blieb allerdings voller Hoffnung auf eine positive Reaktion.  
  1. Ablehnung (Nein) 
    Nun kommt die Aussage Jesu, dass er zuerst zu den Juden gesandt sei, nicht zu anderen Völkern. Auch diese `rassistische´ Reaktion Jesu brachte die Frau nicht dazu, aufzugeben. Sie brachte ein Gegenargument. 
  1. Erfüllung der Bitte (Ja) 
    Diese Standhaftigkeit im Glauben und ihr Gegenargument bewegten Jesus dazu, ihre flehentliche Bitte zu erfüllen. 
  • Was kann ich aus diesem Verhalten lernen? 
     
  1. Die Bedeutung des Glaubens: Die Begebenheit zeigt, dass ein starkes und beharrliches Vertrauen in Gott und in seine Macht, Wunder zu vollbringen, eine entscheidende Rolle spielt. Die Frau gibt nicht auf, obwohl sie anfangs abgelehnt wird, sondern hält an ihrem Glauben fest, dass Jesus ihr helfen kann. 
  1. Die Gleichheit aller Menschen: Obwohl die Frau Kanaaniterin und somit nicht jüdisch ist, zeigt die Begebenheit, dass Jesus bereit ist, allen Menschen zu helfen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion. Dies erinnert uns daran, dass wir alle vor Gott gleich sind und dass wir einander in Liebe und Respekt begegnen sollten (2. Nephi 26:33). 
  1. Diversität: Dallin H. Oaks sagt in Bezug auf Diversität: “Dass wir dieser Diversität ausgesetzt sind, macht unser Leben sowohl reicher als auch komplizierter. Es ist eine Bereicherung, fremde Völker kennenzulernen, denn es führt uns die wunderbare Vielfalt der Kinder Gottes vor Augen. Unterschiedliche Kulturen und Wertvorstellungen zwingen uns aber auch, zu überlegen, was sich mit der Kultur und den Werten des Evangeliums verträgt und was nicht. Auf diese Weise verstärken Unterschiede das Konfliktpotenzial; sie verlangen uns ab, dass wir gründlicher überlegen, was es mit der Toleranz auf sich hat. Was ist Toleranz, wann muss man sie üben und wann darf man sie nicht üben?” (Quelle: Die Abwägung von Wahrheit und Toleranz). 
  1. Die Kraft des Gebets: Die Frau bittet Jesus um Heilung für ihre Tochter, und ihre Gebete werden erhört. Diese Begebenheit erinnert uns daran, dass das Gebet eine mächtige Waffe ist, die uns helfen kann, uns mit Gott zu verbinden und seine Hilfe und Führung in unserem Leben zu suchen. 

Welche Lehren ziehst du aus dieser Begebenheit? 

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Montag, 10. April 2023

Das ist es, was den Menschen verunreinigt

 

(Bild: Quelle)

„Begreift ihr nicht, daß alles, was in den Mund hineingeht, in den Leib (= Magen) gelangt und auf dem natürlichen Wege wieder ausgeschieden wird? 18 Was dagegen aus dem Munde herauskommt, geht aus dem Herzen hervor, und das ist es, was den Menschen verunreinigt.” (Matthäus 15:17-18). 

Diese Episode folgt auf das Wunder der Speisung der Fünftausend und der anschließenden Wandlung Jesu auf dem galiläischen Meer, dem See Genezareth (Matthäus 14:13-36 und Markus 6:30-56). 

Matthäus 15:1-20 und Markus 7:1-13 behandeln beide dasselbe Thema: Die Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern und Schriftgelehrten über Reinheit und Tradition. In beiden Berichten beobachten die Pharisäer und Schriftgelehrten, wie die Jünger von Jesus das Brot ohne rituelle Reinigung essen und beschweren sich darüber. Jesus antwortet, dass es nicht das Essen mit ungewaschenen Händen ist, das den Menschen unrein macht, sondern was aus dem Herzen kommt. 

In Markus 7:6-13 fährt Jesus fort, die Pharisäer und Schriftgelehrten zu kritisieren, weil sie die Gebote Gottes zugunsten ihrer eigenen Traditionen aufgegeben haben. Er zitiert Jesaja, um zu zeigen, dass ihre Anbetung leer ist, weil sie die Gebote Gottes durch ihre eigene Tradition ersetzen. In Matthäus 15:10-20 erklärt Jesus seinen Jüngern, dass nicht das, was in den Mund geht, den Menschen unrein macht, sondern was aus dem Mund herauskommt. Er erklärt, dass böse Gedanken und Taten, die aus dem Herzen kommen, die Quelle der Unreinheit sind. 

In beiden Berichten betont Jesus die Bedeutung des Herzens und der inneren Reinheit im Gegensatz zur äußeren Reinheit und traditionellen Regeln der Pharisäer und Schriftgelehrten. Er fordert seine Zuhörer auf, ihre Prioritäten neu zu ordnen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. 

Ich lerne: 

  1. Das Herz ist wichtiger als äußerliche Reinheit: Jesus lehrt, dass es nicht das Essen von unreinen Speisen ist, das einen Menschen verunreinigt, sondern das, was aus dem Herzen kommt. Es geht darum, wie wir denken und handeln, nicht nur um äußerliche Reinheit. 
  1. Traditionen sollten nicht über Gottes Gebote gestellt werden: Die Pharisäer und Schriftgelehrten kritisierten Jesus und seine Jünger dafür, dass sie nicht die traditionelle Waschung vor dem Essen durchführten. Jesus lehrt, dass die Traditionen der Ältesten nicht über Gottes Gebote gestellt werden sollten. 
  1. Wir sollten uns nicht nur auf äußerliche Dinge konzentrieren: Jesus kritisiert die Pharisäer und Schriftgelehrten dafür, dass sie sich zu sehr auf äußerliche Dinge wie die Reinheit von Speisen konzentrieren und dabei die inneren Dinge vernachlässigen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, was in unserem Herzen vor sich geht und wie wir anderen gegenüber handeln. 
  1. Wir sollten uns nicht vor Veränderungen scheuen: Jesus fordert uns auf, uns nicht vor Veränderungen zu scheuen und uns stattdessen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren sehr auf Traditionen fixiert und weigerten sich, sich zu ändern, als Jesus kam und ihre Sichtweise herausforderte. 

Zusammenfassend können wir aus diesen Passagen lernen, dass es darauf ankommt, was in unserem Herzen vor sich geht und wie wir handeln, nicht nur darauf, wie wir äußerlich aussehen oder welche Traditionen wir befolgen. Wir sollten uns nicht vor Veränderungen scheuen und uns auf das Wesentliche konzentrieren. 

Was meinst du ist wichtiger, um Christus näher zu kommen, eine traditionelle Reinigung vor dem Essen, oder das Halten eines Gebotes Gottes, und warum? 

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Samstag, 8. April 2023

Nach drei Tagen werde ich auferweckt

 

(Bild: Quelle)

„Am nächsten Tage aber, der auf den Rüsttag (d. h. den Freitag) folgte, versammelten sich die Hohenpriester und Pharisäer bei Pilatus 63 und sagten: „Herr, es ist uns eingefallen, daß jener Betrüger bei seinen Lebzeiten angekündigt hat: ‘Nach drei Tagen werde ich auferweckt.’ 64 Gib also Befehl, daß das Grab bis zum dritten Tag sicher bewacht wird; sonst könnten seine Jünger kommen, könnten ihn stehlen und dann zum Volke sagen: ‘Er ist von den Toten auferweckt worden’; dann würde der letzte Betrug noch schlimmer sein als der erste.” (Matthäus 27:62-64). 

Die Karwoche ist die Woche vor Ostern, die in der christlichen Tradition eine besondere Bedeutung hat. In dieser Woche wird die Passion und Auferstehung Jesu Christi gefeiert (Matthäus 27 – Jesus vor Pilatus. Das Ende des Judas – Jesu Verurteilung und Verspottung – Jesu Kreuzigung und Tod – Jesu Grablegung – Die Bewachung des Grabes; Markus 15; Lukas 23; Johannes 19). Hier sind einige der wichtigsten Ereignisse in der Karwoche: 

  • Palmsonntag: Der Palmsonntag markiert den Einzug Jesu Christi in Jerusalem. Die Menschen begrüßten ihn mit Palmzweigen und riefen "Hosanna", was so viel bedeutet wie "Rette uns". 
  • Gründonnerstag: Am Gründonnerstag feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Hier brach er das Brot und teilte den Wein und sagte seinen Jüngern, dass sie dies zu seinem Gedächtnis tun sollen. 
  • Karfreitag: Der Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesu Christi. Er wurde von den römischen Behörden verhaftet, verurteilt und gekreuzigt (Markus 14:63-64). 
  • Karsamstag: Der Karsamstag ist der Tag zwischen der Kreuzigung Jesu und seiner Auferstehung am Ostersonntag. An diesem Tag wird oft der Toten gedacht. 
  • Ostersonntag: Der Ostersonntag ist der Tag, an dem die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Er ist das wichtigste Fest im christlichen Kalender und markiert das Ende der Karwoche. 

Nachdem Jesus im Garten Gethsemane die Sünden der Welt auf sich genommen hatte, wodurch ein jeder, der sich zu Christus bekennt und ihm nachfolgt, Vergebung seiner Sünden empfängt, widerfährt ihm Schmähung widerlichster Art, bis hin zur Kreuzigung, wo er selber sein irdisches Leben beendet, indem er ausruft: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.” (Lukas 23:46). Sein Leichnam wird im neuen Grab des Joseph von Arimathäa abgelegt, bis Jesus nach drei Tagen vom Tode wieder aufersteht. Dieser zweite Teil seines Sühnopfers bewirkt die Auferstehung aller Menschen. 

Was bewirkte Jesus in seinem Geistkörper während dieser drei Tage?  

Die Schriftstelle Lehre und Bündnisse 138:1-37 beschreibt eine Vision, die Joseph F. Smith, der sechste Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, im Oktober 1918 hatte. In dieser Vision sah er sich in einem Traum in einer Versammlung der Geister in der Geisterwelt nach dem Tod. 

Er beschreibt, wie er in der Geisterwelt viele bekannte Persönlichkeiten, darunter auch Mitglieder seiner eigenen Familie, traf. In dieser Vision sah er auch Jesus Christus und bezeugte, dass dieser das Werk der Erlösung für alle Menschen vollbracht hat. Er erkannte, dass es in der Geisterwelt eine Möglichkeit gibt, dass die Verstorbenen das Evangelium annehmen können, wenn es für sie auf der Erde nicht zugänglich war. 

In den Versen 30 bis 37 beschreibt Joseph F. Smith auch die Taufe für die Verstorbenen und wie diese im Tempel durchgeführt werden kann, damit auch Verstorbene die Möglichkeit haben, das Evangelium anzunehmen und gerettet zu werden. 

Ich lerne, das Sühnopfer Jesu versöhnt den Menschen mit Gott, indem Jesus einerseits die Strafe der Sünde all derer auf sich genommen hat, die ihn annehmen, und andererseits die Auferstehung aller Menschen zustande brachte. Auch für jene Menschen, die auf Erden nicht die Möglichkeit hatten, Sein Evangelium kennenzulernen. Ein jeder von uns hat die Möglichkeit an diesem Erlösungswerk teilzuhaben, indem er nach seinen Vorfahren sucht (Familienforschung) und für sie die notwendigen Verordnungen stellvertretend im Tempel vollziehen lässt. Unbegreiflich, aber wahr! Lies auch gerne: “Die Vision von der Erlösung der Toten” von Präsident M. Russell Ballard. 

Inwiefern kann ein jeder am Erlösungswerk Jesu teilhaben? 

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Freitag, 7. April 2023

Mein Vater, wenn es möglich ist, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen!

 

(Bild: Quelle)

„Nachdem er dann ein wenig weitergegangen war, warf er sich auf sein Angesicht nieder und betete mit den Worten: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!” (Matthäus 26:39). 

Die Leidensgeschichte Jesu im Garten Gethsemane (Garten, auf der anderen Seite des Baches Kedron, am Hang des Ölbergs), sein Sühnopfer für die gesamte Menschheit, ist eine der bekanntesten und wichtigsten Ereignisse in der Passion Christi (Leiden, Tod und Auferstehung). Es wird im Neuen Testament in den Evangelien von Matthäus 26:30-50, Markus 14:32-42 und Lukas 22:39-46 unterschiedlich beschrieben. 

Laut der Überlieferung ging Jesus, nachdem er das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern eingenommen hatte, mit ihnen in den Garten Gethsemane, um zu beten. Als sie ankamen, bat Jesus seine Jünger, an einem Ort zu bleiben, während er allein betete. Jesus sagte zu seinen Jüngern: "Meine Seele ist betrübt bis zum Tode; bleibt hier und wacht mit mir." (Matthäus 26:38). 

Während Jesus betete, überkam ihn eine schwere Traurigkeit und Angst. Er wusste, dass er bald verhaftet und gefoltert werden würde. Jesus bat Gott, ihn vor dem Leiden zu bewahren, aber er akzeptierte auch den Willen seines Vaters. In Markus 14:36 heißt es: "Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!" Einzig Lukas berichtet davon, wie schwer dieses Vorhaben für Jesus war: Ein Engel erschien ihm vom Himmel gesandt, um ihn zu stärken. Sein seelischer Druck war so groß, dass sein Schweiß wie Blut zur Erde niederrann (Lukas 22:43-44).  

  • Hämatidrose: 
    In einigen Fällen kann eine starke emotionale Belastung, wie extreme Angst oder Panik, zu einer Erhöhung des Blutdrucks und zu Veränderungen in den Blutgefäßen führen, die schließlich dazu führen können, dass Blut geschwitzt wird. 

„Simon, du schläfst? Hattest du nicht die Kraft, eine einzige Stunde wach zu bleiben? 38 Wachet! und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist ist willig, das Fleisch aber ist schwach.” (Markus 14: 37-38). Als Jesus betete, schliefen seine Jünger ein. Jesus weckte sie auf und bat sie erneut, mit ihm zu wachen, aber sie schliefen wieder ein. Die Gründe für das Einschlafen der Jünger sind nicht klar, aber es kann sein, dass sie durch das lange Wachen müde waren oder dass sie nicht verstanden, wie ernst die Lage war. Es ist auch möglich, dass sie von der Schwere der Situation überwältigt waren und sich aus Verzweiflung und Überforderung zurückzogen. Unabhängig von den Gründen bleibt die Geschichte ein wichtiges Beispiel für die menschliche Schwäche und die Notwendigkeit, in schwierigen Zeiten auf Gott zu vertrauen. 

Ich lerne, 
aus Jesu Leiden und dem Verhalten seiner drei Jünger in Gethsemane gibt es verschiedene Lehren, die man für sich ziehen kann. Hier einige mögliche: 

  1. Vertrauen in Gottes Plan: Jesus wusste, dass er leiden und sterben würde, aber er vertraute darauf, dass es Teil von Gottes Plan war. Er betete: "Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe" (Lukas 22:42). Wir können daraus lernen, dass es wichtig ist, Gott zu vertrauen und uns seinem Willen zu unterwerfen, auch wenn wir nicht immer verstehen, warum bestimmte Dinge geschehen. 
  1. Unterstützung in schwierigen Zeiten: Jesus bat seine Jünger, mit ihm zu wachen und zu beten, aber sie schliefen ein. Obwohl er enttäuscht war, verurteilte er sie nicht, sondern bat sie nur, weiter zu beten (Matthäus 26:40-41). Wir können daraus lernen, dass es wichtig ist, in schwierigen Zeiten Unterstützung von anderen zu suchen und uns gegenseitig zu ermutigen. 
  1. Treue in der Nachfolge: Petrus, einer von Jesu Jüngern, verleugnete ihn später dreimal (Matthäus 26:34). Wir können daraus lernen, dass es wichtig ist, treu in unserer Nachfolge zu sein und uns nicht von Angst oder anderen Versuchungen abbringen zu lassen. 
  1. Gebet als Quelle von Kraft und Trost: Jesus betete intensiv in Gethsemane, um Kraft und Trost in seiner bevorstehenden Prüfung zu finden (Lukas 22:44). Wir können daraus lernen, dass das Gebet eine wichtige Quelle von Kraft und Trost in unserem Leben sein kann, insbesondere in schwierigen Zeiten. 
  1. Gehorsam gegenüber Gott: Jesus war bereit, seinen eigenen Willen aufzugeben und den Willen Gottes zu erfüllen, selbst wenn es ihn Schmerz und Leiden kostete (Lukas 22:42). Wir können daraus lernen, dass es wichtig ist, gehorsam gegenüber Gott zu sein und bereit zu sein, unseren eigenen Willen aufzugeben, um seinen Willen zu erfüllen. 

Welche anderen Lehren ziehst du aus diesem Ereignis in Gethsemane? 

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