Mittwoch, 14. Dezember 2016

Er war mehr und mehr von der Macht Gottes überzeugt


Nachdem Alma der Jüngere nun Zeezrom und dem Volk erklärt hatte, dass es eine Schlinge Satans war, die Zeezrom einfing, um ihn zu veranlassen Christus zu leugnen (Alma 12:6), „... fing Zeezrom an, überaus mehr als vorher zu zittern, denn er war mehr und mehr von der Macht Gottes überzeugt; und er war auch überzeugt, dass Alma und Amulek Kenntnis von ihm hatten, denn er war überzeugt, dass sie die Gedanken und Absichten seines Herzens erkannten; denn ihnen war Macht gegeben, dies gemäß dem Geist der Prophezeiung wissen zu können.“ (Alma 12:7).
Jemanden überzeugen bedeutet zu erreichen, dass derjenige sich einer bestimmten Meinung anschließt, etwas glaubt oder als richtig ansieht. Die Werbung z. B. ist so ausgerichtet, dass sie dem potenziellen Kunden suggeriert, dass dieses Produkt für ihn unerlässlich sei. Dies wird meist dadurch erreicht, indem sie bei ihm bestimmte `Knöpfe´ drückt, Emotionen anspricht, z. B.: Gier und Geiz, Spaß und Abenteuerlust, Bequemlichkeit, Ansehen, Sicherheit, ... . Wenn dann beim Kunden auch noch der erhoffte Effekt eintritt, ist er endgültig überzeugt und teilt diese Überzeugung auch gerne mit anderen. Überzeugung kommt also im Wesentlichen durch eigne Erfahrung zustande. Zunächst gibt es einen Anreiz, dann kommt das Erlebnis, und wenn die Erfahrung dem erwünschten Ergebnis entspricht, ist man überzeugt.
Er war mehr und mehr von der Macht Gottes überzeugt. Bei Zeezrom und dem Volk begann die Überzeugungsarbeit damit, dass ihnen Übersinnliches widerfuhr, etwas was verstandesmäßig unerklärbar war, etwas was auf geistiger Ebene ablief. Sie erlebten, dass Amulek und Alma der Jüngere Macht bekamen, ihre Gedanken zu erkennen (Alma 10:17). Dadurch waren Emotionen angesprochen, in diesem Fall Verwunderung und Ängste (Alma 11:46). Diese wurden im weiteren Verlauf des Geschehens mehr und mehr bestätigt (Alma 12:3). Damit nahm die Überzeugung von der Macht Gottes mehr und mehr zu. Ich bin der Auffassung, dass ich in Glaubensfragen das Evangelium betreffend niemanden überzeugen kann, das kann nur jeder für sich selber, indem er seine eigenen Erfahrungen macht. Ein Anreiz kann den Wunsch erwecken etwas in Erfahrung zu bringen, es folgt das Ausprobieren und das Ergebnis überzeugt einen von der Wahrheit oder auch nicht. In Glaubensangelegenheiten spielt beim Überzeugen der Heilige Geist die wichtigste Rolle, da er direkt unseren Geist beeindrucken kann (1. Nephi 10:19). Der Anreiz zu einem Überzeugungsprozess kann von außen kommen: eine Handlung, eine Unterhaltung, eine Rede, ... .Wie läuft bei dir der Überzeugungsprozess ab?
schriftstudium-und-ueberzeugungÜberzeugung durch Studium und Glauben
(Lehre und Bündnisse 88:118; Bild: Quelle)

Dienstag, 13. Dezember 2016

Das war eine Schlinge des Widersachers, ..., um dieses Volk zu fangen

Nachdem Alma darauf hingewiesen hat, dass Zeezroms Wortführung gegenüber Amulek, ein sehr listiger Plan des Teufels war (Alma 12:4-5), erklärt er Zeezrom und dem umstehenden Volk nun: „... Das war eine Schlinge des Widersachers, die er gelegt hat, um dieses Volk zu fangen, damit er euch in Unterwerfung zu sich bringe, damit er euch ringsum mit seinen Ketten umschließe, damit er euch zu immerwährender Vernichtung niederkette gemäß der Macht seiner Gefangenschaft.“ (Alma 12:6).
Sicherlich hat jeder die Bilder von Lasso schwingenden Reitern, die hinter davonpreschenden Rindern herreiten, um sie einzufangen, im Kopf. Das Lasso ist der verlängerte Arm des Rinderhirten. Das Ende des Seils, welches er in der Luft schwingt, hat eine weit geöffnete Schlinge, die er treffsicher über den Hals oder die Hörner des Tieres wirft. Ist das gelungen, zieht sich beim Abbremsen die Schlinge selbstständig zusammen und das so gefangene Rind kann gestoppt und zu Boden geworfen werden. Zur Sicherheit ist das andere Ende des Seils am Sattelhorn oder an einem Ring hinten am Sattel befestigt.
Das war eine Schlinge des Widersachers, ..., um dieses Volk zu fangen. Dieses Bild des Cowboys kann man sehr gut auf die Arbeitsweise Satans übertragen. Auch er ist mit seinen Helfern hinter denen her, die er gerne zu Fall bringen möchte, um ihnen sein Brandzeichen einzubrennen und damit klarzustellen, zu wessen Herde sie gehören. Er lässt sein Lasso über ihren Kopf fallen und bremst dann ab und die Schlinge zieht sich zu und der so gefangene kann zu Boden geworfen werden. Was lerne ich daraus? Ich muss ständig darauf achten, wo die Schlinge schwebt - wo meine Schwäche liegt - und alles dransetzen, ihr zu entwischen - meiner Schwäche auszuweichen. Wie kann ich das schaffen? Meine Augen und mein Verstand müssen durch das Wort Gottes geschärft sein, um die Schlinge zu erkennen und ich muss wissen, in welche Richtung ich rennen muss, um in den Armen meines Retters Schutz zu finden. Notwendiges Handwerkzeug hierfür: die heiligen Schriften, das Gebet, die Hilfe des Heiligen Geistes. Was stellst du an, um der Schlinge des Widersachers zu entkommen?
lasso_2(Bild: Quelle)

Montag, 12. Dezember 2016

Du hast nicht nur Menschen angelogen, sondern du hast Gott angelogen

Alma beginnt sowohl zu Zeezrom als auch zu der versammelten Menge zu reden (Alma 12:2): „Nun, Zeezrom, du siehst, dass du in deinem Lügen und deiner Hinterlist ertappt worden bist, denn du hast nicht nur Menschen angelogen, sondern du hast Gott angelogen; denn siehe, er kennt alle deine Gedanken, und du siehst, deine Gedanken werden uns durch seinen Geist kundgetan;“ (Alma 12:3).
Lügen sind Falschaussagen mit Täuschungsabsicht, und wie wir wissen, uns vom Herrn verboten worden: „Ihr sollt nicht stehlen noch lügen noch betrügerisch handeln einer mit dem andern.“ (Levitikus 19:11 - Lutherversion). Ja, Lügner sind dem Herrn sogar ein Gräuel (Sprüche 12:22). Lügen zieht meist fatale Folgen nach sich. Zum Beispiel werde ich zukünftig dauerhaft für unglaubwürdig gehalten, was anderen aber auch einem selber Schaden zufügen kann, denn: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.“ (siehe Fabel „Der Hirtenjunge und der Wolf“).
Der Verfasser des ersten Briefes des Johannes lehrt mich, dass wenn ich meinen Mitmenschen nicht leiden kann, aber behaupte Gott zu lieben, ein Lügner bin (1. Johannes 4:20). Wenn ich mir dann vor Augen halte, wer der Vater der Lüge ist, nämlich der Teufel (Johannes 8:44; Köstliche Perle Mose 4:4), wird mir klar, dass ich ihn durch lügenhaftes Verhalten unterstütze und damit sein Anhänger und ein Feind Gottes bin, was ich wirklich nicht sein möchte. Hinzu kommt noch, dass ich als Lügner, wenn ich keine Umkehr übe, den zweiten Tod erleiden werde, die ewige Trennung von Gott (Offenbarung 21:8), bestätigt durch den Herrn selber in einer Offenbarung an Joseph Smith, den Propheten der Wiederherstellung (Lehre und Bündnisse 63:17).
Du hast nicht nur Menschen angelogen, sondern du hast Gott angelogen. Satan will mir einreden, dass Lügen keine Sünde sei (Lehre und Bündnisse 10:22,25). Darauf darf ich nicht reinfallen. Ich will mich mit aller Kraft bemühen nicht wissentlich die Unwahrheit zu sagen, weder gegenüber Menschen, aber erst recht nicht gegenüber Gott, und wenn es mir dann doch mal passieren sollte, will ich aufrichtige Umkehr üben, ehe es zu spät ist, und hoffe dann auf die Gnade Gottes (2. Nephi 10:24). Wie ergeht es dir in Bezug auf die Lüge?
the_boy_who_cried_wolf_-_project_gutenberg_etext_19994Buchillustration von Milo Winter
(Bild: Quelle)

Sonntag, 11. Dezember 2016

Er sah, dass er im Bewusstsein seiner Schuld zu zittern anfing

Nachdem Amulek dem Zeezrom und all denen, die um ihn herumstanden, den Plan der Erlösung erklärt hatte und Zeezrom sah, dass er ihm auf die Schliche gekommen ist, fing er an Angst zu bekommen (Alma 11:46) und Alma sah seine Zeit gekommen, die Worte Amuleks zu bestätigen und weiter auszuführen: „Nun sah Alma, dass Amuleks Worte Zeezrom zum Schweigen gebracht hatten, denn er bemerkte, dass Amulek ihn bei seinem Lügen und Täuschen gefangen hatte, womit er ihn vernichten wollte, und er sah, dass er im Bewusstsein seiner Schuld zu zittern anfing, und da öffnete er den Mund und fing an, zu ihm zu sprechen und die Worte Amuleks zu bestätigen und darüber hinaus zu erklären oder die Schriften über das hinaus zu entfalten, was Amulek getan hatte.“ (Alma 12:1).
Da gibt es ein latainisches Sprichwort: „Wer ein schlechtes Gewissen hat, bezieht alles, was gesagt wird, auf sich.“ [Conscius ipse sibi de se putat omnia dici.]. Hast du das auch schon mal erlebt? Wenn man ein schlechtes Gewissen hat, schläft es sich nicht nur schlecht, denn nur „ein reines Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen“, sondern man bezieht auch alles, was man hört, extrem auf seine Situation. Ganz anders und einfach entspannter lebt es sich, wenn man „nichts auf dem Kerbholz hat“ (schuldhaft, kriminell sein; Verbrechen begangen haben; sich schuldig gemacht haben; etwas ausgefressen haben; kein unbeschriebenes Blatt sein).
Er sah, dass er im Bewusstsein seiner Schuld zu zittern anfing. Mir fällt in dem Zusammenhang die Begebenheit zwischen David und Saul ein: Das Leben von Saul lag in Davis Händen, aber David schnitt ihm nur heimlich einen Zipfel seines Mantels ab. Dennoch schlug ihm hinterher das Gewissen, da seine Tat symbolisch als das Wegreißen der Herrschaft oder Minderung der Lebenskraft angesehen werden konnte (1. Samuel 24:4-6). Mit all meinen Kräften bemühe ich mich, im Hinblick auf die Auferstehung und das kommende Gericht, mein Gewissen rein zu halten, so wie es auch Paulus vor dem römischen Statthalter Felix anlässlich der Anklage durch den Hohepriester Hananias und einiger Ältester, im Hinblick auf die Auferstehungslehre sagt: „Deshalb bemühe auch ich mich, vor Gott und den Menschen immer ein reines Gewissen zu haben.“ (Apostelgeschichte 24:16). Wie ich das umsetze? Wenn mein Gewissen mich wegen einer falschen Handlung nicht in Ruhe lässt, kläre ich die die Situation mit allen Beteiligten, inklusive der Bitte um Vergebung und der Bekundung der Wiedergutmachung (so möglich) und dem Vorhaben, es nicht wiederzutun. Mit anderen Worten, ich übe Umkehr (Ezechiel 18:30-31). Wie sind deine Empfindungen bezüglich eines reinen Gewissens?
umkehr„Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.“
(Lukas 5:32; Bild: Quelle)

Samstag, 10. Dezember 2016

Vom Tod, nämlich vom ersten Tod, zum Leben

Amulek spricht zu den Ammonihaiten über die Auferstehung und erwähnt einen „ersten Tod“: „Nun siehe, ich habe zu euch über den Tod des sterblichen Leibes gesprochen und auch über die Auferstehung des sterblichen Leibes. Ich sage euch, dieser sterbliche Leib wird zu einem unsterblichen Leib auferweckt, das heißt vom Tod, nämlich vom ersten Tod, zum Leben, so dass sie nicht mehr sterben können; ihr Geist vereinigt sich mit ihrem Leib, um nie mehr getrennt zu werden; und so wird das Ganze geistig und unsterblich, so dass sie keine Verwesung mehr erfahren können.“ (Alma 11:45)
Vom Tod, nämlich vom ersten Tod, zum Leben. Unter Tod ist eine Trennung zu verstehen. Wenn es einen ersten Tod gibt, muss es auch zumindest einen „zweiten Tod“ geben. Aber zur besseren Verwirrung gibt es sogar zwei „erste Tode“.
Erster „erster Tod“:
Und um es noch verwirrender zu machen: Dieser erste Tod ist auch der „zweite Tod“. Es ist der Tod, den Adam und Eva starben, als sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hatten. Sie lebten zu der Zeit im Garten Eden, in der Gegenwart Gottvaters und seines Sohnes Jesus Christus. Die Folge dessen, dass sie von der Frucht des Baumes der Erkenntnis aßen: Sie wurden aus deren Gegenwart in die einsame und öde Welt verbannt (Köstliche Perle Mose 4:28-29). Schluss mit dem paradiesischen Leben und der Gegenwart Gottes. Diese Verbannung war der erste Tod, der auch der letzte Tod sein kann, eine geistige Trennung von Gott (Alma 42:9).
Zweiter „erster Tod“:
Nachdem sie aus der Gegenwart Gottes ausgeschlossen wurden und auf die Erde kamen, veränderte sich ihr Zustand derart, dass sie auch körperlich sterblich wurden, was sie im Garten Eden nicht waren (Genesis 2:17; Köstliche Perle Mose 3:17). Nach einer irdischen Bewährungszeit mussten sie dann ihren physischen Körper ablegen. Dieser Vorgang wird auch als erster Tod bezeichnet. Mit ihrem unsterblichen Geistkörper gingen sie in eine Welt, in der sie auf ihre Auferstehung, die Zusammenführung von Körper und Geist zu einer unsterblichen Seele (1. Korinther 15:53-54; 2. Nephi 9:13) warten mussten, die durch Christus ermöglicht wurde.
Nachdem wir alle Nachkommen von diesen ersten Eltern sind, durchlaufen auch wir diesen Kreislauf. Mit unserer Geburt auf diese Erde werden wir von Gott getrennt (erster Tod, der geistige Tod). Nach unserer Bewährungszeit sterben wir, unser Geist verlässt den physischen Körper und geht in die Geisterwelt und wartet dort auf die Auferstehung (Alma 40:13-14). Danach werden wir nach unseren Taten gerichtet und werden entweder zu ewigem Leben in der Gegenwart Gottes auferstehen oder zum „zweiten Tod“, nämlich der immerwährenden Verbannung aus der Gegenwart Gottes (2. Nephi 9:16).
Für mich ziehe ich daraus die Schlussfolgerung, dass wenn ich mich hier auf Erden bemühe, an Gott zu glauben, von meinem Übeltun abzulassen, mich taufen zu lassen, die Bündnisse die ich schließe bis an mein irdisches Ende zu halten, dass mir dann der zweite Tod nichts anhaben kann (Offenbarung 2:11; Alma 13:30). Welches sind deine Ziele in Hinsicht auf das Leben nach diesem Erdendasein?
adamAdam und Eva werden aus dem Garten von Eden verbannt
(Bild: Quelle)

Freitag, 9. Dezember 2016

Wissend, ja, wie wir jetzt wissen, und eine klare Erinnerung an all unsere Schuld

Über unser Erinnerungsvermögen vor dem Herrn sagt Amulek den Ammonihaiten: „Der Geist und der Leib werden wieder in ihrer vollkommenen Gestalt vereinigt werden; beide, Glieder und Gelenke, werden zu ihrer rechten Gestalt wiederhergestellt, ja, so wie wir jetzt zu dieser Zeit sind; und wir werden dazu gebracht werden, vor Gott zu stehen, wissend, ja, wie wir jetzt wissen, und eine klare Erinnerung an all unsere Schuld haben.“ (Alma 11:43).
Mit dem Erinnerungsvormögen von uns Menschen ist es doch manchmal sehr merkwürdig. Wenn es um Dinge geht, die wir falsch gemacht haben und wir uns deshalb rechtfertigen sollen, heißt es plötzlich: „Daran kann ich mich nicht mehr erinnern.“ Da haben viele dann „ein Gedächtnis wie ein Sieb“. An Dinge, die mal sehr wichtig waren, kann man sich dann einfach nicht mehr erinnern. Andererseits gibt es auch Dinge, die man nie vergisst, da haben wir dann „ein Gedächtnis wie ein Elefant“ - Elefanten finden nach Jahrzehnten ihnen in der Kindheit gezeigte Wasserstellen wieder, oder erinnern sich jahrelang an Menschen, die ihnen Gutes getan haben oder auch Schlechtes.
Wissend, ja, wie wir jetzt wissen, und eine klare Erinnerung an all unsere Schuld. Ist unser Gedächtnis im Erdenleben auch so löchrig wie das gröbste Sieb, wenn wir eines Tages vor dem Herrn stehen, um gerichtet zu werden, werden wir eine „klare Erinnerung an all unsere Schuld“ haben. Ist das nicht furchteinflößend? Da werden all meine Schandtaten glasklar vor mir sein? Allerdings denke ich auch, dass mir all meine guten Taten gegenwärtig sein werden. Ich verstehe das so, dass ich mich nicht mit irgendetwas, und sei es mir noch so peinlich, vor dem Herrn verstecken kann. „Adam, wo bist du?“ (Genesis 3:9-10; Köstliche Perle Mose 4:14-17). Ich hoffe ich habe genügend Umkehr geübt und werde es weiterhin tun, sodass das Blut Christi mich reinwaschen wird. Wie ergeht es dir bei diesem Gedanken mit der `klaren Erinnerung´?
gedaechtnis(Bild: Quelle)

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Darum verbleiben die Schlechten so, als sei keine Erlösung vollbracht worden

Amulek spricht weiter zu Zeezrom: „Darum verbleiben die Schlechten so, als sei keine Erlösung vollbracht worden, außer dass die Bande des Todes gelöst werden; denn siehe, der Tag kommt, da werden alle von den Toten auferstehen und vor Gott stehen und gemäß ihren Werken gerichtet werden.“ (Alma 11:41).
Darum verbleiben die Schlechten so, als sei keine Erlösung vollbracht worden. Was will Amulek damit sagen? Zunächst relativiert er seine Aussage dahin gehend, dass auch diese auf jeden Fall auferstehen werden. Denn durch Christi Auferstehung wird es ermöglicht, dass der unsterbliche Geistkörper eines jeden Menschen, nach dessen irdischem Leben, bei seiner Auferstehung, wieder mit seinem zu Grabe getragenen sterblichen, physischen, Körper, für ewig zu einem unsterblichen Wesen wiedervereinigt werden wird (1. Korinther 15:20-22; 2. Timotheus 1:10). Dies ist die Auferstehung die Amulek in seinen weiteren Aussagen beschreibt. Allerdings kommt danach noch die Bewertung des Verhaltens eines jeden hier auf Erden (Römer 14:10; Alma 11:42-45). Die `Schlechten´, diejenigen, die Böses tun, ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes sind, haben in ihrem irdischen Dasein durch ihr Verhalten dafür gesorgt, dass ihre Sünden nicht durch das Blut Christi abgewaschen werden (1. Johannes 1:7) und somit können sie nicht in die Gegenwart Gottes erlöst werden, denn nichts Unreines kann in der Gegenwart Gottes bestehen (1. Nephi 10:21). Sie werden in eine andere Herrlichkeit eingehen, aber nicht in die höchste (Johannes 14:2; 1. Korinther 15:40-41; Lehre und Bündnisse 88:22-24).
Ich meine, der Mensch ist so ausgelegt, dass er bestrebt ist, das Beste für sich herauszuholen. Das bedeutet aber auch, dass er die dafür notwendigen Anforderungen erfüllen muss. Was das höchste himmlische Ziel anbelangt, sind die Anforderungen: Glaube, Umkehr, Taufe und weitere Bündnisse, sowie im Gehorsam ausharren bis ans Ende (3. Nephi 15:9). Nachdem auch ich gerne das höchste Ziel erreichen möchte, bemühe ich mich redlich, die Vorgaben zu erfüllen. Es klappt nicht immer, aber ich gebe nicht auf. Wie ergeht es dir?