Dienstag, 6. August 2019

Und er heilte sie, jeden einzelnen, wie sie zu ihm hingebracht wurden

Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden und heilt ihn 
(Bild: Quelle)

Die Folge der Aufforderung Jesu an die am Tempelplatz im amerikanischen Land Überfluss versammelte Menge, die Leidenden zu ihm zu bringen (3. Nephi 17:7): „Und es begab sich: Als er so geredet hatte, ging die ganze Menge einmütig hin, mit ihren Kranken und ihren Bedrängten und ihren Lahmen und mit ihren Blinden und mit ihren Stummen und mit all denen, die auf irgendeine Weise bedrängt waren; und er heilte sie, jeden einzelnen, wie sie zu ihm hingebracht wurden.“(3. Nephi 17:9).

Und er heilte sie, jeden einzelnen, wie sie zu ihm hingebracht wurden. Wenn du krank bist, gehst du sicherlich auch zu einem Arzt, setzt dich in seine Praxis und wartest, bis du aufgerufen wirst in das Besprechungszimmer zu kommen. Es geht jeweils ein Patient nach dem anderen in das Behandlungszimmer. Auch Christus ließ einen jeden nacheinander zu sich kommen um ihn entsprechend seiner Bedürfnisse zu `behandeln´. Schon etwa 150 Jahre zuvor hatte König Benjamin in einer großartigen Rede an sein Volk vorhergesagt, dass Jesus Christus in einer irdischen Hülle unter den Menschen dienen und mächtige Wundertaten vollbringen würde, wie Kranke zu heilen, Tote wieder zum Leben zu erwecken, Lahme gehend, Blinde sehend und Taube hörend zu machen (Mosia 3:5). Nun erfüllt der auferstandene Christus diese Vorhersage unter den Nephiten in Amerika, so wie er es auch schon im Land Jerusalem auf der östlichen Erdhälfte getan hatte.

Ist das nicht eine wunderbare Vorstellung? Wie auch schon vorher, als er der Menge erschienen ist und jedem Einzelnen die Möglichkeit gab, die Hand in seine Wundmale zu legen, um zu erkennen, wen sie da vor sich haben (3. Nephi 11:14-15), so nimmt er sich auch jetzt wieder die Zeit, obwohl er ja schon hätte zum Vater gehen wollen (3. Nephi 17:4), einen jeden Einzelnen Leidtragenden zu versorgen. Für die Zeit, die er nicht selber unter uns ist, hat er bevollmächtigte berufen, die diese Art des Heilens durchführen sollen (Jakobus 5:14-15). Auch heute hat der Herr diese Vollmacht übertragen und die Kranken, die Glauben in die Macht des Herren setzen, rufen die Ältesten, damit sie ihr `Haupt salben und sie segnen´, wie es Jesus erklärt hat, auf dass sie gesund werden (Lehre und Bündnisse 66:9).

Mittels welcher Kriterien entscheidest du im Krankheitsfall, ob du Hilfe durch einen weltlichen Arzt nutzt oder eher die `Ältesten´ rufst – die heilenden Hände des Heilands –, oder ggf. beides?

Montag, 5. August 2019

Ich sehe, dass ihr genügend Glauben habt, sodass ich euch heilen kann

Die Auferweckung der Tochter eines Synagogenvorstehers
(Lukas 8:49-56; Bild: Quelle)

Nachdem Christus festgestellt hat, dass die Nephiten, die er nach seiner Auferstehung in Amerika besuchte, sich danach sehnten, dass er noch etwas bei ihnen verweilen sollte, sprach er zu ihnen: „Habt ihr welche unter euch, die krank sind? Bringt sie her. Habt ihr welche, die lahm sind oder blind oder hinkend oder verkrüppelt oder aussätzig oder die verdorrt sind oder die taub sind oder die in irgendeiner Weise bedrängt sind? Bringt sie her, und ich werde sie heilen, denn ich habe Mitleid mit euch; mein Inneres ist von Barmherzigkeit erfüllt. 8  Denn ich sehe, daß ihr den Wunsch habt, ich möge euch zeigen, was ich euren Brüdern zu Jerusalem getan habe, denn ich sehe, daß ihr genügend Glauben habt, so daß ich euch heilen kann.“ (3. Nephi 17:7-8).

Ich sehe, dass ihr genügend Glauben habt, sodass ich euch heilen kann. Heilen, eines der großen Wunder Jesu. Aber wie stellt Jesus fest? Wunder geschehen nur, wenn zwei Dinge zusammentreffen: Glauben und die Macht Jesu. „Ohne Moos nix los“, sagt der Volksmund, wenn er zum Ausdruck bringen will, dass es ohne Geld auch kein komfortables `Polster´ gibt. „Ohne Glaube nix Übernatürliches“ muss man dann im Falle des Ausbleibens von Wundern sagen.

Die Heiligen Schriften sind voll von außergewöhnlichen Ereignissen, die durch die Macht Gottes bewirkt wurden, eben Wundern. Sie sind im Werk Jesu ein wichtiges Element. Zu den Wundern, die er wirkte, gehören Heilungen, Wiedererweckungen vom Tot, und nicht zuletzt das unfassbare Wunder der Auferstehung. Um Wunder an Menschen wirken zu können sagt Jesus, ist Glauben notwendig. Auch kann der Herr durch Menschen keine Wundertaten wirken, wenn sie nicht Glauben haben (Matthäus 17:19-20). Dort, wo Jesus abgelehnt wurde, konnte auch er keine Wunder vollbringen (Markus 6:1-5). Ich muss an ein wunderbares Lied denken: „Für die Wunder dieser Welt“ (Text siehe hier; vom Tabernakelchor am Tempelplatz gesungen hier). Ich bin dem Herrn aus tiefstem Herzen dankbar für die Wunder, die ich sehen darf, wenn ich meine Augen offen halte und zum `Sehen´ benutze (Matthäus 13:14).


Wie ist deine Einstellung zu der Aussage, dass Wunder nur geschehen, wenn Glauben ausgeübt wird?

Sonntag, 4. August 2019

Siehe, mein Inneres ist von Mitleid für euch erfüllt

Die Speisung der 4000
(Bild: Quelle; screenshot)

Christus erkennt die Bedürfnisse der am Tempelplatz in Amerika versammelten Nephiten: „Und es begab sich: Als Jesus so gesprochen hatte, ließ er seine Augen abermals ringsum über die Menge schweifen und sah, daß sie in Tränen waren und ihn unentwegt anblickten, als wollten sie ihn bitten, noch ein wenig länger bei ihnen zu verweilen. 6  Und er sprach zu ihnen: Siehe, mein Inneres ist von Mitleid für euch erfüllt.“ (3. Nephi 17:5-6).

Siehe, mein Inneres ist von Mitleid für euch erfüllt. Mitleid ist eine stärkere innere Anteilnahme am Schmerz, am Leid, oder an der Not anderer. Es drückt sich in Mitgefühl, Erbarmen und Güte aus. Ich erfahre, dass Christus seine Besuchten nicht einfach nur stehen lässt, als er vorhat andere Aufgaben zu erledigen. Bevor er geht, schaut er noch alle an, um ihre Bedürfnisse zu erkennen. Dabei stellte er fest, dass alle Augen voller Abschiedsschmerz auf ihn gerichtet sind. Dies rührte ihn zu Mitleid und er entschloss sich, wie wir morgen sehen werden, noch etwas zu verweilen.

Unzählige Male zeigt mir der Herr sein Mitleid mit denen, die sich um ihn scharten, um seine Lehre zu vernehmen oder wegen ihrer Lasten auf ihn zukamen. Einmal hatten sich in der Wüste viertausend Männer, dazu noch Frauen und Kinder, um ihn versammelt und ihm schon drei Tage zugehört. Zu seinen Jüngern sagte er: „… Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie auf dem Weg zusammen.“ (Matthäus 15:32). Der Herr war besorgt um seine Zuhörerschaft und hat sie durch ein Wunder mit sieben Broten und einigen Fischen gespeist, wobei noch sieben Körbe voll übrig blieben – sie befanden sich in der Wüste und da gibt es keinen Lebensmittelladen um die Ecke. Ich lerne daraus, dass auch ich mich intensiver um meinen Nächsten kümmern soll. Sei es jemand, der um eine Speise bittet oder sei es eine Familie oder Einzelperson, die ich als Betreuer zugeteilt bekommen habe. Ich muss während meines Besuches und bevor ich sie wieder verlasse auch meine Augen schweifen lassen, um festzustellen, welche Bedürfnisse ich noch nicht erfüllt habe und sie sehnsüchtig deren Erfüllung gebeterfüllt herbeisehnen. Und wenn ich die Einflüsterungen des Heiligen Geistes fühle, Mitleid – Mitgefühl, Erbarmen und Güte – haben.


Welche Einstellung hast du zu Mitleid, sei es, dass du es für dich selber wünschst, oder wenn du eines anderen Not oder Leid siehst?

Samstag, 3. August 2019

Jetzt gehe ich zum Vater und auch, um mich den verlorenen Stämmen Israels zu zeigen

Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
(Bild: Quelle; screenshot des Videos)

Der auferstandene Christus erklärt der im verheißenen Land am Tempelplatz versammelten Menge der Nephiten: „Aber jetzt gehe ich zum Vater und auch, um mich den verlorenen Stämmen Israels zu zeigen, denn für den Vater sind sie nicht verloren, denn er weiß, wohin er sie gebracht hat.“ (3. Nephi 17:4).

Jetzt gehe ich zum Vater und auch, um mich den verlorenen Stämmen Israels zu zeigen. Wie der auferstandene Jesus zu Maria aus Magdala, einer Jüngerin des Herrn, die ihn von Anfang an begleitete und mit den anderen Frauen umsorgte, sagte, dass sie ihn nicht aufhalten sollte zu seinem Vater hinaufzugehen (ich stelle mir vor, weil er noch so viel zu erledigen hatte; Johannes 20:17), so sagte er auch der Menschenmenge in Amerika, dass er jetzt zu seinem Vater gehen muss und danach sich den `verlorenen Stämmen´ zeigen würde. Ein klein wenig später bezeugen seine Jünger auch, dass er tatsächlich in den Himmel auffuhr (3. Nephi 18:39).

Kurz vorher bezeugte Christus der Volksmenge, dass er auch noch `andere Schafe´ in anderen Ländern habe, die seine Stimme bisher noch nicht vernommen haben und denen er sich auch noch nicht gezeigt hat, ihm jedoch vom Vater geboten wurde, sie aufzusuchen und zu belehren (3. Nephi 16:1-3). Ich lerne daraus, dass unser liebender Vater im Himmel keines seiner Kinder vergisst, egal wohin sie verschlagen wurden, egal ob sie noch nicht das Evangelium angenommen haben. Er beauftragt seinen einzig im Fleisch gezeugten Sohn Jesus Christus, bei allen das `Missionswerk´ zu eröffnen, sodass ein jeder Mensch die Gelegenheit haben wird, sich für oder gegen den großen Plan der Erlösung entscheiden zu können. Nötigenfalls auch erst in der Geisterwelt in die wir alle nach unserem irdischen Tod eintreten, um auf das Gericht und die Auferstehung zu warten (1.Petrus 3:19). Wie angedeutet, Christus hat nach seiner Auferstehung, im Auftrag seines Vaters, überall das Bekehrungswerk organisiert, in Jerusalem und Amerika, in der Geisterwelt und bei allen verlorenen Stämmen des Hauses Israel. All seine Nachfolger hat er beauftragt, die Arbeit zu vollbringen, zu allen Völkern zu gehen und sein Evangelium zu verkünden (Markus 13:10).


Überleg einmal, welche Anstrengung die ersten Jünger unternehmen mussten, um dem Gebot Folge zu leisten, `im Namen Jesu allen Völkern Umkehr zu verkünden´  (Lukas 24:46-48) und wie leicht es uns heute im Zeitalter des weltweiten (Fischer-)Netzes gemacht wird. Inwiefern beteiligst auch du dich daran?

Freitag, 2. August 2019

Geht nach Hause und denkt über das nach, was ich gesagt habe



(Bild: Quelle)

Nachdem Jesus einige Aussagen nur seinen neu berufenen zwölf Aposteln gegenüber getätigt hatte, wendet sich der auferstandene Christus, der sich den am Tempelplatz versammelten Nephiten zeigte, nun wieder der gesamten Menge zu, indem er ihnen sagt, dass sie nicht alles verstehen können, was er ihnen im Auftrag des Vaters mitteilen soll (3. Nephi 17:1-2): „Darum geht nach Hause und denkt über das nach, was ich gesagt habe, und bittet den Vater in meinem Namen, damit ihr verstehen könnt, und macht euren Sinn für den morgigen Tag bereit, und ich komme abermals zu euch.“ (3. Nephi 17:3).

Geht nach Hause und denkt über das nach, was ich gesagt habe. Nun spricht Jesus wieder zu der gesamten am Tempelplatz im Land Überfluss versammelten Menge. Was meint Christus im Vers 1 dieses Kapitels damit, dass `seine Zeit nahe ist´ (3. Nephi 17:1)? Die Antwort finden wir im Vers 4. Er wird zu seinem Vater gehen, aber auch die verlorenen Stämme besuchen (3. Nephi 17:4). Im  nächsten Vers sagt er, dass die Menge nicht in der Lage sei, seine weiteren Worte zu verstehen (3. Nephi 17:2). Als Jesus sich in Reden an seine Jünger in Jerusalem verabschiedete, sagte er auch ihnen Gleiches: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.“ (Johannes 16:12). Auch in unserer Evangeliumszeit sprach der Herr ähnliche Worte zu seinen neu berufenen Dienern: „… ihr könnt jetzt noch nicht alles ertragen; …“ (Lehre und Bündnisse 78:17-18).

Wenn einem Schüler der Stoff zu viel wird, ist er nicht mehr in der Lage, die Zusammenhänge zu verstehen und es ergibt keinen Sinn, dass er mit weiterem neuen Stoff konfrontiert wird. Eine Pause zum Verarbeiten des Bisherigen ist notwendig. Auch wir werden zwischen zwei Tagen der halbjährlichen Generalkonferenzen nach Hause geschickt um über das nachzudenken, was gesagt worden ist. Zusätzlich sind wir zwischen jeder Konferenz und der nächsten aufgefordert, uns mit den Worten, die uns Apostel und Propheten und weitere Führungsbeamte, sogenannte Generalautoritäten und führende Amtsträger, mit auf den Weg gegeben haben, gedanklich auseinanderzusetzen, sowohl zu Hause, als auch in örtlichen Kirchenversammlungen. Diese wiederholende Auseinandersetzung mit dem Stoff regt uns an, zu überlegen, was ein jeder in seiner Situation wie anwenden kann, um Christus besser zu folgen und ihm näherzukommen.

Wie gehst du vor, wenn du einer Zuhörerschaft eine Unmenge von Neuigkeiten vermitteln musst?

Donnerstag, 1. August 2019

Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen

(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Brecht in Jubel aus, jauchzt mitsammen, ihr wüsten Stätten Jerusalems; denn der Herr hat sein Volk getröstet, er hat Jerusalem erlöst. 20  Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde werden die Errettung Gottes sehen.“ (3. Nephi 16:19-20).

Der Herr hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen. Übrigens, als es um die Rückkehr des göttlichen Königs ging, spricht Jesaja den gleichen Satz (Jesaja 52:10). Was soll uns damit gesagt werden? Du hast vielleicht schon mal folgenden Ausspruch gehört oder selbst getätigt: „Wir haben heute noch viel Arbeit vor uns, das heißt, dass wir `die Ärmel hochkrempeln´ müssen, wenn wir rechtzeitig fertig werden wollen.“ Der Ausspruch bringt also zum Ausdruck, dass derjenige mit allen Kräften etwas erledigen will. Krempelt jemand seine Ärmel hoch, so werden dabei seine Arme entblößt. Außerdem werden beim Entblößen der Arme die Muskeln sichtbar und wenn die trainiert sind, dann kann man davon ausgehen, dass das Werk mit aller Macht und Kraft ausgeführt werden wird. Unter dem Entblößen des `heiligen Armes des Herrn´ verstehe ich also, dass er sich ans Werk machen will. Tut der Herr dies dann auch noch in aller Öffentlichkeit, will er `allen Nationen´ zeigen, dass er mit seiner Macht und Kraft ein Werk verrichten wird.

Im gestrigen Blogbeitrag ging es darum, dass der Herr Zion wiederbringen wird und die `Wächter´ – die Priestertumsführer (Lehre und Bündnisse 46:27) – vor Freude darüber `jauchzen´ werden. In den obigen Versen von heute spricht er nun von der Erlösung Jerusalems. Zukünftig wird noch ein `neues Jerusalem´ erbaut werden, welches auch Zion genannt werden wird (Lehre und Bündnisse 45:66-67). Wenn der Herr also seinen `heiligen Arm´ entblößt, bringt er auf der einen Seite denen, die an ihn Glauben Errettung, auf der anderen Seite muss es dann zwangsläufig welche geben, die unterliegen. Denken wir beispielhaft an die Rettung Israels aus ägyptischer Gefangenschaft: Durch Plagen, die die Ägypter trafen, wurde das unterdrückte Volk des Herrn durch seinen `starken Arm´ befreit. So hat uns Gott durch seinen `entblößten Arm´, Jesus Christus, Erlösung von unseren Sünden und Errettung vom Tod gebracht (Lehre und Bündnisse 84:99). Sollten wir da nicht auch `in Jubel ausbrechen´?

Wenn dir etwas unwahrscheinlich Gutes widerfährt, wie äußer sich da deine Freude, welche Art von `Jubel´ bricht in dir dann aus?

Mittwoch, 31. Juli 2019

Aug in Auge werden sie sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird

Henoch und sein Volk werden in den Himmel aufgenommen
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Christus spricht zu seinen neu berufenen zwölf Aposteln bei seinem Erscheinen in Amerika (3. Nephi 15:11): „Und dann werden sich die Worte des Propheten Jesaja erfüllen, die da lauten: 18  Deine Wächter werden die Stimme erheben; mit vereinter Stimme werden sie jauchzen; denn Aug in Auge werden sie sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird.“ (3. Nephi 16:17-18).

Aug in Auge werden sie sehen, wenn der Herr Zion wiederbringen wird. Wenn etwas `wiedergebracht wird´, bedeutet das, dass es schon einmal dagewesen sein muss. Zion war schon mal auf der Erde. Da gab es einen Propheten Namens Henoch. Er war der `siebte nach Adam´ (Judas 14:14), redete mit dem Herrn von Angesicht zu Angesicht (Köstliche Perle Mose 7:1-4) und wurde beauftragt dem Volk Umkehr zu predigen (Köstliche Perle Mose 7:10). Aufgrund seines großen Glaubens führte er ein Volk mit Gottes Macht (Köstliche Perle Mose 7:13). Weil das Volk außerordentlich rechtschaffen war, nannte der Herr es `Zion´ (Köstliche Perle Mose 7:18). Im Laufe der Zeit nahm der Herr dieses Volk in den Himmel auf (Köstliche Perle Mose 7:21). In der Bibel lesen wir nur etwas über Henoch, der auch vom Herrn in den Himmel aufgenommen worden ist (Genesis 5:24; Hebräer 11:5).

Und nun bestätigt der Herr seinen zwölf Aposteln in Amerika, dass sich die Worte des Propheten Jesajas erfüllen würden, indem die Menschheit Augenzeuge der Wiederbringung Zions werden würde. Dieses Zions, das der Herr mitsamt Henoch zu dessen Zeit in den Himmel aufgenommen hatte. Diese Prophezeiung finden wir in Jesaja 52:8. Ich verweise gerne auf die King James Version, die deutlich zum Ausdruck bringt, dass die Wächter – und das sind die Priestertumsführer des Volkes (Lehre und Bündnisse 46:27) – ihre Stimme erheben werden und Auge in Auge – also als Augenzeugen ganz nahe am Geschehen – sehen werden, wie der Herr Zion wiederbringen wird (Jesaja 52:8). Ich finde es wunderbar, wie Jesus Christus sowohl bei den Juden in Jerusalem auf die Schrift verweist, als genauso auch hier in Amerika.


Was würdest du empfinden, wenn du Augenzeuge davon sein würdest, wie eine ganze Stadt aus dem Himmel heraus auf die Erde kommen würde, so wie sie vor etwa fünftausend Jahren vom Herrn in den Himmel aufgenommen wurde?