Freitag, 5. Januar 2018

Sie kannten auch den übermäßigen Hass der Lamaniten gegen ihre Brüder

Mormon erklärt uns Lesern bezüglich des Verhältnisses der Lamaniten zu den Nephiten und allen, die ihnen zugetan waren: „Ja, und sie kannten auch den übermäßigen Hass der Lamaniten gegen ihre Brüder, nämlich das Volk Anti-Nephi-Lehi, das das Volk Ammon genannt wurde—und diese wollten nicht die Waffen ergreifen, ja, sie waren einen Bund eingegangen, und sie wollten ihn nicht brechen—, wenn sie also den Lamaniten in die Hände fielen, so würden sie vernichtet werden. 12  Und die Nephiten wollten nicht zulassen, dass sie vernichtet würden; darum gaben sie ihnen Ländereien als ihr Erbteil.“ (Alma 43:11-12).
Dir ist sicherlich die Redensart „Liebe macht blind“ bekannt. Kannst du dich noch daran erinnern, wie du dich in jemanden verliebt hattest? Hast du nicht auch alles durch eine `rosarote Brille´ gesehen? Mit anderen Worten, du wirst den Sinn für die Realität verloren und z. B. die Schwächen der geliebten Person nicht wahrgenommen haben. Sogar auf unbewusster Ebene zeigt sich eine veränderte Wahrnehmung. Scheitert man aber an einer Liebe, so kann sie ins Gegenteil umschlagen und sich in Hass wandeln.
Sie kannten auch den übermäßigen Hass der Lamaniten gegen ihre Brüder. Entgegen der Liebe ist Hass ein Gefühl extremer Abneigung und Ablehnung und resultiert vielfach aus einer tiefen seelischen Verletzung, der man sich ausgeliefert fühlt und meint, sich nicht wehren zu können. Wut und Ärger sind die emotional harmloseren Vorstufen. Bei Hass sehen wir den anderen als Bedrohung für uns an, begleitet mit dem Wunsch, ihm zu schaden oder uns zu rächen und mündet deshalb meist in aggressivem Verhalten. Wir können sagen, auch `Hass macht blind´. Gegenüber denjenigen, die wir hassen, sind wir gegenüber vernünftigen Argumenten oder positiven Eigenschaften blind. Mahatma Gandhi sagte: „Wo Liebe wächst, gedeiht Leben - wo Hass aufkommt, droht Untergang.“ Was rät uns der Herr in Bezug auf Hass? In der Bergpredigt lässt er uns wissen: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44  Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45  damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; ...“ (Matthäus 5:43-45). In dem Aufruf zu Bruderliebe wird mir sogar gesagt, dass jeder der seinen Bruder hasst, ein Menschenmörder ist (1. Johannes 3:15). Wenn ich behaupte, dass ich Gott liebe, aber meinen Bruder hasse, bin ich ein Lügner (1. Johannes 4:20). Vom Herrn lerne ich, dass das Einzige, was ich hassen darf, das Unrecht ist (Hebräer 1:9). Welche Gedanken bewegen dich in Bezug auf Hass?

Herkules stürzt Zwietracht, Neid und Hass, Louis de Silvestre (Deckengemälde im Thronsaal König Augusts II. im Dresdner Residenzschloss)
(Bild: Quelle)

Donnerstag, 4. Januar 2018

Nun war die Absicht der Nephiten, sich für ihre ... Frauen und ihre Kinder einzusetzen

Mormon lässt uns die Beweggründe der Nephiten in deren Verteidigungsvorbereitungen wissen: „Und nun war die Absicht der Nephiten, sich für ihre Ländereien und ihre Häuser und ihre Frauen und ihre Kinder einzusetzen, um sie vor den Händen ihrer Feinde zu bewahren, ebenfalls um ihre Rechte und ihre Freiheiten zu bewahren, ja, und auch ihre innere Freiheit, damit sie Gott gemäß ihren Wünschen anbeten konnten. 10 Denn sie wussten, wenn sie den Lamaniten in die Hände fielen, so würde jeder, der Gott, den wahren und lebendigen Gott, im Geist und in der Wahrheit anbetete, von den Lamaniten vernichtet werden.“ (Alma 43:9-10).
Nun war die Absicht der Nephiten, sich für ihre ... Frauen und ihre Kinder einzusetzen. Im Neuen Testament denke ich in diesem Zusammenhang an die Begebenheit, in der Jesus von einem Mann gefragt wurde, was er Gutes tun muss, um das ewige Leben zu gewinnen und der Herr ihm antwortete, dass er die Gebote halten solle. Der Mann fragte, welche Gebote, und Jesus fängt an aufzuzählen und nennt als Erstes: „... Du sollst nicht töten ...“ (Matthäus 19:16-19), je nach Zählweise das Fünfte bzw. Sechste der Zehn Gebote (Genesis 20:13). In einigen anderen Bibelversionen ist von `nicht morden´ die Rede (Gute Nachricht Bibel, neue evangelische Übersetzung). Auch im Buch Mormon ist die Rede von `nicht morden´ (2. Nephi 26:32), aber auch von `nicht töten´ (Mosia 13.21).
Gibt es einen Unterschied zwischen Morden und töten? In der Rechtsprechung sind die bekanntesten Tötungsdelikte der Mord und der Totschlag. Sie werden unterschiedlich stark bestraft. Totschlag wird mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren geahndet, während bei Mord zwingend die lebenslange Freiheitsstrafe vorgesehen ist. Vereinfacht gesagt, besteht der Unterschied darin, dass Tötung ungeplant (StGB § 212), hingegen Mord mit Vorsatz und überlegt geplant und ausgeführt wird (StGB § 211). Wobei beide Delikte zum Tod eines Menschen führen, was der Herr verhindern möchte. Gibt es nun Situationen, die das Herbeiführen des Todes anderer rechtfertigen? Im Strafgesetz gibt es den Begriff der Notwehr. Sie „ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden“ und stellt keine Rechtswidrigkeit dar (StGB § 32). In dieser Situation befanden sich die durch die Lamaniten bedrohten Nephiten. Sie wollten sich vor rechtswidrigen Angriffen schützen. Glücklicherweise war ich noch nie in einer solchen Situation, in der ich mich oder meine Lieben durch Herbeiführen des Todes eines Angreifers schützen musste, auch nicht um die Religionsfreiheit zu verteidigen.

Ich hab den frühen Vogel abgeschossen. Gemäß Paragraph § 32 StGB war es Notwehr!(Bild: Quelle)

Mittwoch, 3. Januar 2018

Ein Mann namens Zerahemnach war ihr Führer

Mormon schreibt weiter über den sich anbahnenden Krieg zwischen Lamaniten und Nephiten: „Und es begab sich: Die Lamaniten kamen mit ihren Tausenden heran; und sie kamen in das Land Antionum, welches das Land der Zoramiten ist; und ein Mann namens Zerahemnach war ihr Führer. 6  Und nun, da die Amalekiten eine schlechtere und blutdürstigere Einstellung hatten, als die Lamaniten sie an und für sich hatten, deshalb bestimmte Zerahemnach oberste Hauptleute über die Lamaniten, und dies waren alles Amalekiten und Zoramiten.“ (Alma 43:5-6).
Ein Mann namens Zerahemnach war ihr Führer. Zerahemnach war der oberste Befehlshaber der lamanitischen Streitkräfte (Alma 43:44). Sein Bestreben war es, den Hass seines Volkes auf die Nephiten aufrechtzuerhalten und noch zu verstärken, um Macht über seine Gefolgsleute und über die Nephiten zu gewinnen (Alma 43:7-8).
So wie es hier aus der Zeit um 74 v. Chr. geschildert wird, erleben wir es auch noch heute. Wir erleben mit, wie einzelne Menschen Situationen nutzen, um ganze Völker gegeneinander aufzuhetzen nur um der Macht willen. Neuzeitliche Offenbarung bestätigt uns, dass fast alle Menschen Vollmacht die sie bekommen haben dahin gehend nutzen, ungerechte Herrschaft auszuüben (Lehre und Bündnisse 121:39). Warum ist das so? Weil die Menschen, die „... nicht den Einflüsterungen des Heiligen Geistes ...“ nachgeben, und dadurch den `natürlichen Menschen´ ablegen, Feinde Gottes sind (Mosia 3:19) und somit den Weg freimachen, von Satan beeinflusst zu werden. Ich muss wissen, dass bei diesem meinem Bestreben Satan Krieg gegen mich führt (Lehre und Bündnisse 76:29). Ich lerne daraus, dass ich alles dransetzen muss, im Krieg gegen Satan zu bestehen und den `natürlichen Menschen´ abzulegen und ein `Heiliger´ zu werden, ein glaubenstreues Mitglied in der Kirche des Herrn (Epheser 2:19-22). Wie bewerkstelligst du dies?

(Bild: Quelle)

Dienstag, 2. Januar 2018

Darum bereiteten sie sich auf den Krieg vor

Mormon berichtet in seiner Zusammenfassung: “Denn siehe, es begab sich: Die Zoramiten wurden Lamaniten; und nun, zu Beginn des achtzehnten Jahres sah das Volk der Nephiten, daß die Lamaniten über sie kommen würden; darum bereiteten sie sich auf den Krieg vor; ja, sie sammelten ihre Heere im Land Jerschon.” (Alma 43:4).
Die Zoramiten (Jakob 1:13) stammen von Zoram, dem Diener Labans ab, der sich Lehis Auswanderergruppe um 600 v. Chr. anschloss (1. Nephi 4:31,35). Später, als die Nachfahren um 75 v. Chr. wieder von einem Mann namens Zoram geführt wurden (Alma 31:8), ließen sie sich von seinen falschen Lehren verleiten und trennten sich von den Nephiten (Alma 30:59; 31:1). Alma versuchte mit seinen Mitarbeitern sie wieder zur Wahren Lehre Christi zurückzugewinnen, was aber nur mit dem ärmeren Teil gelang (Alma 31:7,8-9,11; Alma 32:2). Die angeseheneren Zoramiten wurden auf die bekehrten Zoramiten zornig (Alma 35:3) und Letztere wurden von den Ammoniten (bekehrte Lamaniten; Alma 53:10) aufgenommen (Alma 35:9), während die restlichen Zoramiten sich mit den Lamaniten verbündeten (Alma 43:4).
Darum bereiteten sie sich auf den Krieg vor. Aus diesem Teil des Berichtes lerne ich für mich, dass ich mich auch auf den Krieg vorbereiten muss. Ich meine jetzt nicht einen organisierten und unter Einsatz von physikalischen Waffen und physikalischer Gewalt ausgetragenen Konflikt. Nein, ich meine die täglichen geistigen Angriffe Satans, denen ich ausgesetzt bin. Er ist ein Feind Gottes (Mosia 16:5). Seitdem ich mich zum Herrn bekehrt hatte, ist Satan auch mein Feind und ich muss vorbereitet sein, mich verteidigen zu können. Wie bereite ich mich vor? Indem ich der Aufforderung Jesu an seine Jünger im Garten Getsemani folge: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! ...“ (Matthäus 26:41). Dazu gehört, dass ich mich eifrig mit dem Wort Gottes beschäftige und dessen Lehre in meinem Leben richtig anwende (Alma 17:2). Wie bereitest du dich vor?


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Montag, 1. Januar 2018

Zum Bericht über die Kriege zwischen den Nephiten und den Lamaniten

Mormon schreibt: „Und nun kehre ich zum Bericht über die Kriege zwischen den Nephiten und den Lamaniten im achtzehnten Jahr der Regierung der Richter zurück.“ (Alma 43:3).
Zum Bericht über die Kriege zwischen den Nephiten und den Lamaniten. Mormon hat als Prophet unsere heutige Zeit gesehen und unter diesem Aspekt wurde er vom Geist Gottes geleitet, seinen Auszug aus den Aufzeichnungen der Nephiten aus mehreren Jahrhunderten so zusammenzustellen, dass er für uns so nützlich wie nur irgend möglich sein würde. Sein Sohn Moroni bestätigt dies, indem er an uns heute gewandt schreibt: „Siehe, ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig, und doch seid ihr es nicht. Aber siehe, Jesus Christus hat euch mir gezeigt, und ich weiß, was ihr tut.“ (Mormon 8:35; siehe auch den ersten Absatz auf der Titelseite des Buches hier).
Welche wichtigen Lehren können wir nun aus den Kriegsberichten für uns ziehen, die sich über die nächsten zwanzig Kapitel des Buches Alma hinziehen und auch noch von Mormon und Moroni weitergeführt werden? Präsident Ezra Taft Benson (1899–1994) hat gesagt: „Aus dem Buch Mormon lernen wir, wie ein Jünger Christi sich in Kriegszeiten verhält.“ (Herbst-Generalkonferenz 1986.). Mormon sah, dass auch wir in einer Zeit der „Kriege und Kriegsgerüchte“ (Lehre und Bündnisse 45:26) leben würden, und will uns mit seinem Auszug aufzeigen, wie man auch in solchen Zeiten rechtschaffen leben und handeln kann. Er zeigt uns auch auf, welches außerordentliche Leid durch Konflikte verursacht wird, erklärt aber auch, warum Krieg zur Verteidigung von Leben und Freiheit erforderlich werden kann. Wobei die Kirche keinesfalls ein rechtschaffenes Mittel in der Beilegung an internationalen Streitigkeiten sieht; solche Konflikte sollen und können durch friedliche Verhandlungen und Kompromisse beigelegt werden, sofern die Völker dazu bereit sind. Leider gibt es genügend Menschen, die nicht dazu bereit sind. Viele Grundsätze, die uns in diesen Kapiteln vermittelt werden, können wir insbesondere auch auf `geistige Schlachten gegen die Mächte des Bösen´ beziehen. Dies ist sicherlich ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema. Welche Einstellung hast du dazu, dass das Buch Mormon sich damit so ausführlich befasst?

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Sonntag, 31. Dezember 2017

Sie predigten nach der heiligen Ordnung Gottes, durch die sie berufen waren

Mormon schreibt in seiner Zusammenfassung der Berichte um 385 n. Chr. (Mormon 6:6): „Und nun begab es sich: Die Söhne Almas gingen hin unter das Volk, um ihm das Wort zu verkünden. Und auch Alma selbst konnte nicht ruhen, und er ging auch hin. 2  Nun werden wir nichts weiter über ihr Predigen sagen, außer dass sie das Wort und die Wahrheit predigten gemäß dem Geist der Prophezeiung und Offenbarung; und sie predigten nach der heiligen Ordnung Gottes, durch die sie berufen waren.“ (Alma 43:1-2).
Sie predigten nach der heiligen Ordnung Gottes, durch die sie berufen waren. Alma der Jüngere erinnerte seine drei Söhne, Helaman, Schiblon und Korianton, daran, dass sie nach Gottes heiliger Ordnung berufen sind, dem Volk das Wort mit Ernsthaftigkeit zu verkünden (Alma 37:47; 38:15; 42:31). Seine Söhne kamen ihrer Berufung ohne Umschweife und Ausreden nach und Alma war ihnen dabei ein Vorbild, indem er es, nach seinen früheren langen Missionsreisen, nicht unterließ, im Alter nochmals unter das Volk zu gehen und zu predigen.
Die Mitglieder der Kirche des Sohnes Gottes, haben auch heute diesen Auftrag, unter das Volk zu gehen und das Wort zu verkünden. Dies geschieht, indem junge Männer, und wenn sie es wollen, auch junge Frauen, eine Zeit ihrer Jugend damit verbringen, auf eine Missionsreise zu gehen, genau wie die Söhne Almas. Auch viele ältere Ehepaare gehen, wenn ihre Kinder schon eigene Familien haben, nochmals auf Mission, wie Alma der Jüngere und dessen Vater Alma vor ihm. Alle anderen Mitglieder missionieren in ihrem Umfeld durch ihr Vorbild und Zeugnis, das sie von der Wahrheit des Wortes ablegen. Sie alle sind dazu `nach der heiligen Ordnung Gottes´ berufen - `nach der heiligen Ordnung Gottes´ bedeutet, nach der Ordnung des Priestertums Gottes (Ether 12:10; Lehre und Bündnisse 84:17-18). Auch ich war in meiner Jugend auf Missionsreise und lege nun auch in meinem Alter Zeugnis von der Wahrheit des Wortes durch diesen meinen Blog ab. Wie legst du von den Wahrheiten, die du erkannt hast, Zeugnis ab, und kommst deiner Berufung nach? Über den Missionsdienst in der Kirche des Herrn kannst du hier mehr erfahren.

Petrus, Jakobus und Johannes übertragen das Melchisedekische PriestertumPetrus, Jakobus und Johannes übertragen Joseph Smith das Priestertum Gottes (1829; Lehre und Bündnisse 27:12)
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Samstag, 30. Dezember 2017

Verkünde das Wort mit Wahrheit und Ernsthaftigkeit

Die letzten Worte Alma des Jüngeren an Korianton: „Und nun, o mein Sohn, du bist von Gott berufen, diesem Volk das Wort zu predigen. Und nun, mein Sohn, gehe deines Weges, verkünde das Wort mit Wahrheit und Ernsthaftigkeit, auf dass du Seelen zur Umkehr bringst, damit der große Plan der Barmherzigkeit Anspruch auf sie erheben kann. Und möge Gott dir wahrhaftig gemäß meinen Worten gewähren. Amen.“ (Alma 42:31).
Verkünde das Wort mit Wahrheit und Ernsthaftigkeit. Diesen Auftrag hatte Alma auch schon seinem älteren Sohn Helaman in ähnlicher Weise gegeben (Alma 37:47). In der Einheitsversion 2016 des Neuen Testamentes kommt `ernsthaft´ ein einziges Mal vor: „Darum lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt, solange die Verheißung, in seine Ruhe zu kommen, noch gilt.“ (Hebräer 4:1). Was ist unter Ernsthaftigkeit zu verstehen? Als Charaktereigenschaft, eine Tugend, ist sie die Fähigkeit, eine Sache mit Engagement, Herz, Besonnenheit und Entschlossenheit anzugehen. Man widmet sich ganz einer Sache und will sie zum Erfolg führen. Leichtigkeit und Lebensfreude sind Gegensätze der Ernsthaftigkeit.
Wenn ich sie nicht habe, kann ich Ernsthaftigkeit entwickeln. Ich nehme mir für eine bestimmte Zeit vor, Bedingungen zu schaffen und aufrechtzuerhalten, in denen ich gewünschte Dinge ernsthaft ausübe, z: B. das Schriftenstudium. Ich setze mir das Ziel, eine Woche lang vor Beginn meiner täglichen Arbeitsroutine eine halbe Stunde in der Schrift zu arbeiten, nicht nur zu lesen. Wenn ich morgens aufwache, kann ich mir sagen, dass ich mich schon auf die nächsten Erfahrungen mit dem Schriftstudium freue und mir vornehmen, das Gelesene auch zu verstehen und den Wunsch zu entwickeln, es auch richtig anzuwenden. Tagsüber werde ich mich hier und da an das durchgearbeitet erinnern und dem Wunsch des Anwendens nachkommen. Am Ende der Woche habe ich so viel Positiverlebnisse gesammelt, dass ich mit dem Vorhaben weitermachen will. So ist es mir mit der Entwicklung meiner Ernsthaftigkeit des Bloggens gegangen. Wie entwickelst du Ernsthaftigkeit?

Ernsthaftigkeit
(Bild: Quelle)