Dienstag, 11. Oktober 2022

Die Hirten (= Führer) des Volkes fielen von mir ab

 

Michelangelo, Fresco, 1511, in der Sixtinischen Kapelle in Rom
(Bild: Quelle)

“Die Priester fragten nicht: ‘Wo ist der HErr?’ und die Hüter des Gesetzes kannten mich nicht, die Hirten (= Führer) des Volkes fielen von mir ab, und die Propheten weissagten durch den Baal (oder: im Namen Baals) und liefen den Götzen nach, die doch nicht zu helfen vermögen.” (Jeremia 2:8). 

Die Hirten (= Führer) des Volkes fielen von mir ab. Schon in den ersten Versen des Jeremia erkennen wir, welch schwere Aufgabe diesem Propheten zufiel. Von ihm wurde der Begriff `Jeremiade´ abgeleitet. Warum? Seine Aufgabe bestand im Wesentlichen aus `wortreicher, bewegter Klage´ (siehe auch “Die Klagelieder”). Vielleicht, um ihm den nötigen `Schwung´ für seine Aufgabe mitzugeben, hat der Herr ihm mitgeteilt, dass er schon vor seiner Geburt auf diese Erde, von ihm zu diesem Amt berufen wurde (Jeremia 1:5).

Der Kontext: 

  • Es geht um das Bundesvolk des Herrn, das er aus ägyptischer Knechtschaft auf wundersame Weise herausgeführt hat, in ein Land, in dem `Milch und Honig´ fließen. 
  • Aufgrund seiner Verheißungen ist der Herr verpflichtet, diesem Volk, das sich trotz allem von ihm ab- und Götzendienst zuwendete (Abfall), verpflichtet, Propheten zu senden, die vor den Folgen warnen. 
  • Diese schwierige Berufung, sein geliebtes Bundesvolk vor den Folgen seines Abfalls zu warnen, fiel Jeremia zu. 
  • Das Nordreich, Israel genannt, war wegen seiner Bosheit im Jahr 721 v. Chr. an die Assyrer gefallen. 
  • Jerusalem in Juda, dem Südreich gelegen, wurde noch verschont, weil Hiskia große religiöse Reformen durchgeführt hatte, die das Volk zu Gott zurückführten. 
  • Nach Hiskias Tod, wendete sich auch dieses Volk, unterstützt von seinen Herrschern, vom Herrn ab, und dem Götzendienst zu. Es betete beispielhaft die Fruchtbarkeitsgöttin Aschera an, die durch einen `Baum´ dargestellt wurde; eine teuflische Anlehnung an den `Baum des Lebens´ (1. Nephi 8:10-35). 
  • Manasse (* um 708 v. Chr.; † um 642 v. Chr.) tötet den mächtigen Propheten Jesaja. Gläubige wurden stummen Götzen geopfert, das Tempelgelände und die Schreine wurden korrumpiert. 
  • Manasses Sohn Josia war wieder wie sein Großvater Hiskia rechtschaffen. Er regierte in Juda 31 Jahre, von 640 bis 609 v. Chr. Als er das `Buch der Gesetze´ fand, führte er das Volk wieder auf den Weg zum Herrn. Doch gab es noch genügend `Unkraut´, und dieses erstickte seine Bemühungen in der nächsten Generation wieder. 
  • Es gab eine chaotische Zeit, mit Marionettenkönigen, Korruption, Götzendienst und Blutvergießen. 
  • Der nächste und letzte König Judas ist dann ein uns aus dem Buch Mormon her wohlbekannter, nämlich Zedekia (auch Zidkija geschrieben; 1. Nephi 1:4). 

In dieser Situation (Jeremia 2:11-13) hat nun Jeremia den Auftrag, dem Volk, und den Regiereden, `Umkehr´ zuzurufen. Ich lerne, wie ich es vermeiden kann, vom Herrn abzufallen. Ich brauche nur auf die Propheten zu hören, die er uns schickt, uns zu warnen, wenn wir einen falschen Weg einschlagen. Propheten helfen, den richtigen `geistigen Schwung´ zu bekommen, um den `schmalen und geraden Weg´ kraftvoll bis zum Ende unseres Erdendaseins gehen, und `Wahrheit von Irrtum unterscheiden zu können´. Ich lerne auch, dass der Herr uns alle ganz genau kennt, und uns schon vor unserer Geburt auf diese Erde, bestimmte Aufgaben zugedacht hat. Wir werden freudig zugestimmt haben; und nun sind wir hier, wissen davon nichts mehr, und dürfen uns beweisen. 

Was unternimmst du, um nicht vom Herrn abzufallen? 

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Samstag, 8. Oktober 2022

Noch ehe ich dich im Mutterschoße bildete, habe ich dich erwählt

 

(Bild: Quelle)

„Noch ehe ich dich im Mutterschoße bildete, habe ich dich erwählt (oder: ersehen), und ehe du das Licht der Welt erblicktest, habe ich dich geweiht: zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt”. (Jeremia 1:5). 

Noch ehe ich dich im Mutterschoße bildete, habe ich dich erwählt. Nachdem wir uns ausgiebig mit Jesaja beschäftigt haben, wenden wir uns nun dem Propheten Jeremia zu. Er entstammt einer priesterlichen Familie aus dem Stamm Benjamin. Sein Vater ist Hilkia. Seine Wirkungszeit im Südreich Juda, ist der Zeitraum zwischen 626 und 586 v. Chr. Andere große Propheten seiner Zeit waren Lehi (im Buch Mormon ein hebräischer Prophet, der um 600 v. Chr. seine Familie und andere, die sich ihm anschlossen, aus Jerusalem in ein verheißenes Land auf der westlichen Erdhälfte führte. Lehi war der erste Prophet seines Volkes im Buch Mormon), Ezechiel (war ein Priester, der mit der ersten Verbannung 597 v. Chr. nach Babylon deportiert wurde und dort von 593 bis ca. 571 v. Chr. gewirkt hat), Hosea (wirkte in der 2. Hälfte des 8. Jh.s v. Chr.), und Daniel (königlicher Abstammung, wurde nach Babylon in Gefangenschaft geführt und erhielt dort den Namen Beltschazzar). Jeremias Sekretär war Baruch. Könige während seiner Prophetenzeit waren Manasse (* um 708 v. Chr.; † um 642 oder 641 v. Chr., regierte zwischen 696/95 und 642/41 v. Chr.); Joschija (führt um 622 v. Chr. tiefgreifende Reform des Jahwe-Glaubens ein; gefallen 609 v. Chr.); Jojakim (609-597 v. Chr., führt wieder heidnische Sitten ein; verfolgt Jeremia); Zidkija  (* 618; † nach 586 v. Chr., war der letzte König des Reiches Juda).  Als die Juden nach dem Fall Jerusalems nach Ägypten flohen, zwangen sie Jeremia und seinen Sekretär mitzukommen (Jeremia 43:5-7). Der Überlieferung nach wurde Jeremia dort von ihnen gesteinigt. 

Die meisten Menschen stellen sich die Fragen nach dem `woher komme ich´, `wozu bin ich hier´, und `wohin gehe ich nach diesem Leben´. Zumindest auf die erste der drei wesentlichen Fragen bekommen wir hier eine fundierte Antwort, und zwar von unserem Schöpfer selber, denn sein Wort erging an diesen Propheten Jeremia wie in dem oben zitierten Vers. Ihm ist zu entnehmen, dass Jeremia bevor er von seiner Mutter geboren wurde, von ihm zum Amte eines Propheten `erwählt wurde´. Es gibt also ein Leben vor diesem Erdenleben! Bei Gott lebten alle seine Kinder mit einem Geistkörper. In der Schrift wird dieser Abschnitt, unser `vorirdishes Dasein´, als `erster Stand´ bezeichnet (Köstliche Perle Abraham 3:26). In diversen Schriftstellen wird dieser unser `erster Stand´ bestätigt: LuB 138:53-56; Johannes 1:1-3,14; Epheser 1:4; Abraham 3;22-23; Alma 13:5; LuB 93:29; Jesaja 49:1,5; 1. Patrus 1:20. Ich lerne, diese alle Menschen beschäftigende Frage, `woher komme ich? ´, wird in der Heiligen Schrift eindeutig beantwortet. Ebenso werden auch die anderen beiden Fragen in den Schriften beantwortet! Das ist doch wunderbar, der Herr lässt uns hier auf Erden nicht im Nebel herumstochern. Er offenbart den Propheten, seinen Knechten, das, was für unseren Fortschritt auf Erden notwendig ist (Amos 3:7). 

Wie verstehst du den obigen Vers? 

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Freitag, 7. Oktober 2022

Ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen

 

(Bild: Quelle)

„Denn wisset wohl: ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, so daß man der früheren Zustände nicht mehr gedenken wird und sie keinem mehr in den Sinn kommen sollen. 18 Nein, freuet euch und jubelt immerdar über das, was ich schaffe; denn wisset wohl: ich will Jerusalem umschaffen zum Jubel und das Volk darin zum Frohlocken; 19 und ich will selbst über Jerusalem jubeln und über mein Volk frohlocken, und es soll hinfort kein Laut des Weinens und kein Laut des Wehgeschreis in ihm vernommen werden.” (Jesaja 25:17-19). 

Ich werde einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Hört sich das nicht wunderbar an? Wie freuen wir uns doch immer, wenn es etwas Neues gibt, eine neue Küche, ein neues Auto, einen neuen Fernseher … . Das Alte auf den Müll. Da verkündet uns der Herr durch Jesaja ja gerade zur richtigen Zeit, dass er einen `neuen Himmel und eine neue Erde´ schaffen will. Dann können wir doch ungeniert weiter Raubbau mit der `alten Erde´ treiben, unsere ausrangierten Sachen einfach im Wald entsorgen oder unser Plastikmüll in den Bach schmeißen. Oder? Wir haben scheinbar Probleme mit dem Auftrag des Herrn, den er unseren ersten Eltern auf Erden gab, als sie gerade geschaffen worden war – ist ja auch schon viel zu lange her –, und der Herr sie segnete, und dann den Auftrag erteilte: „Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde an und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alle Lebewesen, die auf der Erde sich regen! (Hervorhebung hinzugefügt; Genesis 1:28). Nun gut, wir bemühen uns ja in letzter Zeit, immer mehr um nachhaltige Produkte, und das Alte, was durch Neues ersetzt werden soll, recyceln wir. Ist doch schon was. 

Sogar Petrus, der Apostel des Herrn, spricht im Neuen Testament zu den Gläubigen: “Wir erwarten gemäß seiner Verheißung einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.” (2. Petrus 3:13). Und Johannes der Offenbarer bestätigt: “Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.” (Offenbarung 21:1). Es stellt sich die Frage, wann wird die neue Erde und der neue Himmel denn geliefert? Eine zufriedenstellende Antwort gibt uns der Herr in einer Offenbarung an den Propheten der Wiederherstellung, Joseph Smith. Johannes offenbarte ja, dass die erste Erde vergangen sein wird, bevor die neue entsteht. Das Ende der alten Erde wird nicht so ganz sang- und klanglos geschehen. So wie Material, das recycelt werden soll, erst gereinigt werden muss, wird auch die alte Erde zunächst gereinigt, ehe die neue geschaffen werden kann, und die neue wird nach dem Millennium kommen (Lehre und Bündnisse 29:14-26). Ich lerne, wir, in heutiger Zeit, dürfen nicht unseren Finger gegen das Israel erheben, von dem Jesaja schreibt, weil es sich immer und immer wieder gegen seinen Gott versündigt hat. In unserer Zeit ist es nicht anders. Auch wir vergehen uns immer und immer wieder gegen unseren Retter. Diese Reinigungszeit vor dem Kommen der neuen Welt und des neuen Himmels, werden nur jene überstehen, die die Bündnisse, die der Herr anbietet, eingehen und halten, auch unter Zuhilfenahme der Möglichkeit der Umkehr. Durch Jesajas Prophezeiungen warnt uns der Herr. Obwohl der Herr eine neue Welt und einen neuen Himmel schaffen will, müssen wir bis dahin doch sorgsam mit der alten umgehen, und alles tun, um sie für alles Lebende auch lebenswert zu erhalten (lies hier)! 

Wie verstehst du das mit der neuen Erde und dem neuen Himmel? 

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Donnerstag, 6. Oktober 2022

Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir, weil der Herr mich gesalbt (= geweiht) hat

 

(Bild: Quelle)

“Der Geist Gottes des HErrn ruht auf mir, weil der HErr mich gesalbt (= geweiht) hat, um den Elenden (oder: Demütigen) frohe Botschaft zu bringen; er hat mich ja gesandt, um die, welche gebrochenen Herzens sind, zu verbinden, den Gefangenen die Freilassung anzukündigen und den Gebundenen die Entfesselung, 2 ein Gnadenjahr des HErrn und einen Tag der Rache unsers Gottes auszurufen, um allen Trauernden Trost zu bringen,” (Jesaja 61:1-2). 

Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir, weil der Herr mich gesalbt (= geweiht) hat. In den Kapiteln Jesaja 61 und 62 wird die ganze Geschichte Israels zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen des Herrn geschildert. Die Verse eins und zwei im Kapitel 61 beziehen sich auf das erste Kommen des Herrn. Er selber hat es bestätigt, als er am Sabbat die Synagoge in Nazareth besuchte, die Schriftrolle nahm und aus Jesaja 61 die Verse 1 und 2 und aus Kapitel 58 den Vers 6 vorlas. Als er zu Ende gekommen war, das Buch wieder zusammengerollt und dem Synagogenvorsteher zurückgegeben hatte, setzte er sich, und alle schauten ihn gespannt an, denn an dieser Stelle erwarteten sie immer die Erklärung der Schriftlesung. Diese begann er so: „Heute ist dieses Schriftwort, das ihr soeben vernommen habt, zur Erfüllung gekommen!” (Lukas 4:21). Wie wir weiterlesen, waren sie über seine inspirierten Worte erstaunt, insbesondere, nachdem sie ihn und seine Familie ja kannten (Lukas 4:22). 

Wenn wir uns den Versen 11 und 12 im Jesaja 62 zuwenden, erkennen wir, dass hier vom zweiten Kommen des Herrn zu Beginn des Millenniums die Rede ist. Es ist vom `heiligen Volk´ die Rede. Dabei handelt es sich um jene, die mit dem Herrn den `neuen und immerwährenden Bund´ eingegangen sind, und am Aufbau des `neuen Zion´ mitarbeiten. Dieses Zion ist der Sammlungsort der Nachkommen Israels in diesen `letzten Tagen´, ein Ort, in dem Menschen in Rechtschaffenheit zusammenleben, die `eines Herzens und eines Sinnes´ sind (Köstliche Perle Mose 7:18-19). Heute ist Zion nicht auf einen einzigen Ort der Erde beschränkt, sondern existiert überall dort, wo Menschen in der beschriebenen Weise zusammenleben. Ich lerne, der Herr hat Jesaja die Zeit des ersten Kommens Jesu auf die Erde vorhersagen lassen, als auch die Zeit vor seinem zweiten Kommen. Die ersten Verse aus Jesaja 61 hat der Herr, als er das erste Mal in einem sterblichen Körper auf Erden war, selber als eingetroffen bestätigt. Die weiteren Verse des Wiederaufbaus Zions in Kapitel 61 und 62 haben sich inzwischen erfüllt, bzw. sind im Begriff sich zu erfüllen. Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, in dieser spannenden, aber trostbringenden Zeit, leben, und am Wiederaufbau des Reiches Gottes mitwirken zu dürfen. 

Was meinst du, wer diejenigen sind, die das, "… was in früheren Zeiten zerstört worden ist, …” (Jesaja 61:4), wiederherstellen? 

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Mittwoch, 5. Oktober 2022

Die Söhne fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen

 

(Bild: Quelle)

“Die Söhne (= Angehörigen) fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen und ihre Könige dir dienstbar sein; denn in meinem Grimm habe ich dich (allerdings) geschlagen, aber in meiner Gnade mich deiner wieder erbarmt.” (Jesaja 60:10). 

Die Söhne fremden Stammes werden deine Mauern aufbauen. Im Kapitel 60 beschreibt Jesaja die Herrlichkeit Zions in den letzten Tagen, wo das Volk des Herrn `in himmlischer Pracht wohnen wird´. Zu beachten ist, dass Jesaja im Hebräischen für Zion die weibliche Form benutzt; Zion wird also als eine Frau dargestellt. 

  • Zunächst wird in den Versen 1-2 Zion aufgefordert, das Licht, das durch den Herrn auf es gekommen ist, zu reflektieren, um dadurch die Finsternis, die auf Erden herrscht, zu erhellen. Der Herr hat das Evangelium (Licht) durch Joseph Smith nach langer Zeit der Finsternis (Abfall = Verlust der göttlichen Vollmacht) wiederhergestellt. Zion, das heutige Bundesvolk des Herrn, soll dieses Licht in die Welt tragen. 
  • So wie bestimmte Insekten von Licht angezogen werden, lässt der Herr Jesaja in Vers 3-4 sagen, dass Könige zu dem Licht (Glanz) kommen werden, ebenso Söhne und Töchter (Nachkommen) Zions. Es geschieht heute, dass Staatslenker/innen zuhauf zu Gast sind am Hauptsitz der Kirche (beispielhaft siehe hier), und dass viele Nachkommen Zions sich auf den Weg gemacht haben, um zum Zion in der neuen Welt zu ziehen. Heute kommen sie mit Flugzeugen `wie Tauben dahergeflogen zu ihrem Schlag´ (Vers 8). 
  • Jesaja beschreibt, dass Reichtum in Zion sein wird (Verse 5-9). Und es ist so, weil das Volk Zions von seiner Habe spendet. Dieser Reichtum wird für den Aufbau Zions überall in der Welt eingesetzt, insbesondere um Not in der Welt zu lindern, Ausbildung und Bildung zu fördern, ganz allgemein: Gutes zu tun (beispielhaft siehe hier und hier). 

Ich lerne, wir leben in dieser Zeit, die der Herr dem Jesaja vorhergesagt hat. Seine Prophezeiungen gehen in Erfüllung. Der Herr hat sein Licht erscheinen lassen, und wir sind aufgefordert, es widerzuspiegeln, sodass die Welt im Licht (Gotteserkenntnis) leben kann, Zion als Wohnsitz für all jene, die sich dem Herrn zuwenden und Bündnisse eingehen, überall dort auf Erden errichtet werden kann, wo seine Kinder die `Zeltpflöcke Zions´ einschlagen (Jesaja 60:10). Begonnen hat es als `Kleines´ (Jesaja 60:22), als Joseph Smith als ein junger Mann von Gott in einem Wald im Gebet erfahren wollte, welcher Kirche er sich anschließen solle, und ihm von Gott Vater gesagt wurde: “Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:16,17). Ich bin dem Herrn zutiefst dankbar, in dieser Zeit der Wiederherstellung Zions leben zu dürfen, und selber am `Wiederaufbau Zions´ teilhaben, und mithelfen zu dürfen.  

Was lernst du aus Jesaja 60? 

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Dienstag, 4. Oktober 2022

Eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott

 

(Bild: Quelle)

“Wisset wohl: der Arm des HErrn ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könnte, und sein Ohr ist nicht so taub, daß er nicht hörte; 2 nein, eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, so daß er nicht hört;” (Jesaja 59:1-2). 

Eure Verschuldungen bilden eine Scheidewand zwischen euch und eurem Gott. Jesaja schreibt vom Standpunkt des letzten Jahrzehnts der babylonischen Gefangenschaft. Der Prophet schaut in die Zukunft, er prophezeit und sieht die Kinder Israels in der Gefangenschaft. Es ist die Zeit, als Cyrus, der Perserkönig, gegen Lydia kämpft, aber scheinbar nicht vorhat gegen Babylon vorzugehen. Käme er nach Babylon, würden die Juden aus der Gefangenschaft befreit. Dieses Kapitel beleuchtet den Zustand der Israeliten und tut ihnen die Ursache ihrer Gefangenschaft kund. Die Gefangenschaft geht dem Ende zu und sie sollten wissen, warum sie weggeführt wurden. Jetzt warten sie auf ihre Befreiung. Sie sind allerdings frustriert, da sich Cyrus nicht gegen Babylon wendet. Jesaja schildert in diesem Kapitel die Situation des Volkes, die eine Folge ihrer Sünde war: 

  • Der Herr wäre jederzeit in der Lage zu helfen (Vers 1). 
  • Durch unser Verhalten, Lügen und Verbreitung von Unwahrheit, bauen wir eine Trennwand zwischen ihm und uns auf (Verse 2-3).
  • Ungerechtigkeit herrscht, Böses, Schlimmes, und Gewalttätigkeit wird gegen andere geplant, unschuldiges Blut vergossen (Verse 4-8). 
  • Jesaja wechselt von `ihr´ auf `wir´, bezieht nun sich selber mit ein. Licht (Erkenntnis) wird erwartet, kommt aber aufgrund Fehlverhalten nicht, Kraft fehlt, Rettung bleibt aus wegen der großen Sünden, wegen Verleugnung des Herrn, wegen Treuelosigkeit ihm gegenüber (Verse 9-14). 
  • Verfolgung derer, die sich gegen das Böse auflehnen, was dem Herrn missfällt (Vers 15). 
  • Der Herr geht gegen dieses Böse vor und vergilt entsprechend (Vers 16-18). 
  • Für die Missetäter kommt der Herr wie ein reißender Strom daher, für Zion, für die Bekehrten, als Erlöser, sein Geist soll auf ewig nicht von ihnen weichen (Verse 19-21). 

In Vers 5 lese ich, dass ` Basiliskeneier´ ausgebrütet werden. Was soll das denn heißen? Hierbei handelt es sich um eine Redewendung, die benutzt wird, um auszudrücken, dass sich jemand Böses ausdenkt oder etwas Schlimmes im Schilde führt. Unter einem Basiliskenei versteht man auch ein Geschenk, das in böser Absicht gegeben wird. Ich lerne, durch meine Abwendung von Gott, baue ich eine Mauer zwischen ihm und mir auf, es gibt kein freies Hin und Her mehr; denke an die `Berliner Mauer´, oder den `eisernen Vorhang´, die keine gegenseitigen Besuche zuließen. Allerdings ist der Herr immer und jederzeit bereit, seine versöhnende Hand auszustrecken, wenn es nur unser Wunsch ist. Wie zuversichtlich stimmt das denn! 

Was lernst du im Kapitel 59 über das Vorgehen des Herrn? 

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Samstag, 1. Oktober 2022

Warum fasten wir”, (sagen sie), „und du siehst es nicht?

 

(Bild: Quelle)

„Warum fasten wir”, (sagen sie), „und du siehst es nicht? warum kasteien wir uns, und du beachtest es nicht?” Bedenket wohl: am Tage, wo ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und drängt alle eure Leute zur Arbeit*).” (Jesaja 58:3). 

Warum fasten wir”, (sagen sie), „und du siehst es nicht? Wie ergeht es dir beim Fasten? Denkst du auch, dass du dich dabei recht abmühst, ohne einen Vorteil dadurch zu haben, hungerst, ohne Segnungen zu sehen, die der Herr versprochen hat, wenn wir den Sabbat mit Fasten in der richtigen Weise einhalten? Wie kann ich die richtige Bedeutung des Fastens erfahren? 

Jesaja setzt sich im Kapitel 58 mit diesem Thema auseinander: 

  • Am Tag des Fastens sollen wir nicht unseren normalen Geschäften nachgehen (Vers 3
  • Durch richtiges Fasten verschaffen wir uns beim Herrn Gehör für besondere Bedürfnisse (Vers 4
  • Was kann ich beim Fasten falsch machen, dass es dem Herrn nicht gefällt  (Vers 5
  • Richtiges Fasten muss mit gutem Tun verbunden sein, dann schenkt uns der Herr Segnungen (Vers 6-11
  • Könnte mit Vers 12 die Familiengeschichte angesprochen sein, das Errichten des Stammbaumes, der Verbindungsstraße zwischen den Generationen? (Vers 12
  • Lust am Herrn und Segnungen vom Herrn folgen dem richtigen Einhalten des Sabbats (Verse 13-14

Noch mehr zum Fasten kannst du hier erfahren. Ich lerne, wie ich zu fasten habe, dass es der Herr auch sieht und annimmt! Jesaja zeigt mir hier auf, was falsches Fasten vom richtigen Fasten unterscheidet. Wie ich den Fast-Sabbat richtig begehe, um Freude daran haben zu können, anstatt mich nur zu quälen. 

Wie beeinflusst Jesaja 58 deine Einstellung zum Fasten? 

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