Donnerstag, 11. August 2022

Wenn ich anschau’ deinen Himmel, das Werk deiner Finger

 

Gigantisches schwarzes Loch
(Bild: Quelle)

Wenn ich anschau’ deinen Himmel, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du hergerichtet: — 5  was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und der Menschensohn, daß du ihn beachtest?! (Hebr. 2,6—9)“ (Psalmen 8:4-5).

Wenn ich anschau’ deinen Himmel, das Werk deiner Finger. Vor Jahrzehnten, in meiner Jugend, konnte ich nachts über mir den wunderbaren Sternenhimmel sehen. Als mein Vater gestorben war, sagte mir Mutti, dass einer davon Vati sei und auf uns herniederblicken und behüten würde. Ein schöner Gedanke war das. Heute, nachdem die Menschheit das All erkundet, sehen wir unwahrscheinliche Bilder unzähliger Planeten, Sterne, und mittendrin einen runden dunklen Fleck, ein schwarzes Nichts, von Licht umkreist, das in ihm verschluckt wird. Wir können es nicht begreifen, sehen staunend hin und denken: „Wenn ich anschau’ deinen Himmel, das Werk deiner Finger, …“.

Und dann kommt mir der Mensch in den Sinn, all das, wozu er schon imstande ist, das allerdings nichts ist im Vergleich zu dem, der alles erschaffen hat. Ich denke an mich und meine unbeschreibbare Unwissenheit, „was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und der Menschensohn, daß du ihn beachtest?!“ Dann werde ich daran erinnert, „Und doch hast du ihn nur wenig hinter die Gottheit**) gestellt, mit Herrlichkeit und Hoheit ihn gekrönt; 7  du hast ihm die Herrschaft verliehn über deiner Hände Werke, ja alles ihm unter die Füße gelegt:“ (Psalmen 8:6-9). Und da wird mir bewusst, wie sorglos wir Menschen heute mit dieser uns verliehenen Verantwortung umgehen: Lichtverschmutzung, unverantwortliche Ausbeutung der Erdschätze, Luftverschmutzung, Vermüllung der Erde und der Gewässer, Umgang der Menschheit miteinander … . Die Erde stöhnt unter uns: „Die Erde ist verwundbar, und wir sind Gott gegenüber dafür verantwortlich, wie wir sie behandeln und nutzen. Übermäßiger Konsum verunreinigt Gottes Meere, sträfliche Vergeudung färbt seine Luft schwarz. Die Schöpfung stöhnt unter der Last der Rücksichtslosigkeit und der Nachlässigkeit, die sich aus der armen Erde so wenig macht wie aus den Armen der Erde. Gott erwartet von uns, dass wir uns um seine glorreichen Schöpfungen kümmern, zu der auch alle seine Kinder zählen.“ (Quelle: „Die Schöpfung ehren heißt den Schöpfer ehren“). Ich lerne, ich muss staunend die Schöpfung bewundern, und mir der Verantwortung bewusst werden, die der Herr vertrauensvoll in unserer Menschenhände gelegt hat, ich muss mit aller Kraft in meinem Mikrokosmos dafür sorgen, dass uns diese Welt, die der Herr für uns geschaffen hat, erhalten bleibt, bis sie ihre Aufgabe erfüllt hat (Lehre und Bündnisse 88:19). Ich muss mir ständig vor Augen halten, was König David um die 1000 v. Chr. im Psalm 8 beschrieben hat: `Wenn ich anschau’ deinen Himmel, das Werk deiner Finger´.

Welchen Beitrag leistest du im Zusammenhang mit der Übertragung der Verantwortung für Gottes Schöpfung?

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Mittwoch, 10. August 2022

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

 

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Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Matth. 27,46; Mark. 15,34).Ach, fern von meiner Rettung bleiben die Worte meiner Klage!“ (Psalmen 22:2).

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Wem kommen diese Worte, die in dem zweiundzwanzigsten Psalm, um die 1000 v. Chr. von König David gesprochen wurden, nicht total bekannt vor? Wird hier nicht schon die messianische Botschaft spezifisch, bis hin zu den Worten, die der Herr am Ende seines Lebens aussprechen wird, vorhergesagt?

Diese Worte führen uns zum Tiefpunkt des Lebens Jesu, dem Tiefpunkt seiner Erfahrungen. In diesem Lebensabschnitt lastete das Gewicht der Sünde und der Schmerzen der gesamten Menschheit auf ihm. Im Matthäus 27:46 lesen wir: „Um die neunte Stunde aber rief Jesus mit lauter Stimme aus: „Eli, Eli, lema sabachthani?”, das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?” (Ps. 22,2). Ich lerne, schon eintausend Jahre vor dem Eintreten, wurde wortwörtlich wiedergegeben, was der Herr in seinen letzten Minuten, bevor er sein Leben aus freien Stücken selber am Kreuz für uns Sünder hingeben würde, sagen würde. Ja, die messianische Botschaft in diesem Psalm geht noch weiter: „Doch ich bin ein Wurm**) und kein Mensch mehr, bin der Leute Hohn und verachtet vom Volk; 8  alle, die mich sehen, spotten mein (vgl. Matth. 27,39—43), reißen den Mund auf, schütteln den Kopf: 9  „Er werf’s auf den HErrn: der möge ihn befreien, „der möge ihn retten: er hat ja Wohlgefallen an ihm!” (vergleiche Matthäus 27:42-43). Was lese ich im Psalm 22:17? „… sie haben mir Hände und Füße durchbohrt.“ Dass dies eingetreten ist, wird uns in Johannes 19:37 und Lukas 24:39-40 bestätigt. Und was wird im Psalm 22:19 vorhergesagt? „Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand (Matth. 27,35; Joh. 19,24)“. Die Erfüllung kennen wir auch. Sie wird in den beiden Klammerschriftstellen bestätigt. Sogar die letzten Worte in seinem irdischen Körper werden uns im Psalm 31:6 vorhergesagt, „In deine Hand befehl’ ich meinen Geist ...“. Die Erfüllung finde ich in Lukas 23:46.

Inwiefern stärken diese Aussagen im Psalm 22 dein Zeugnis vom Evangelium von Jesus Christus?

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Dienstag, 9. August 2022

Lasst mich kundtun den Ratschluß des Herrn!

 

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"Laßt mich kundtun den Ratschluß des HErrn! Er hat zu mir gesagt: "Mein Sohn bist du; "ich selbst habe heute dich gezeugt (Apg. 13,33; Hebr. 1,5; 5,5)" (Psalm 2:7).

Lasst mich kundtun den Ratschluß des Herrn! Auf wen bezieht sich dieser zweite Psalm, wie übrigens viele weitere? Das Wirken des Barnabas und des Paulus in Antiochia gibt uns Antwort auf diese Frage. Als die Lesung in der Synagoge beendet war, baten die Synagogenvorsteher die beiden ein Trostwort an das Volk zu richten. Paulus sprach dann über den Nachkommen Davids, und sagte u. a.: „Und wir bringen euch die das Heil verkündende Botschaft, daß Gott die Verheißung, die unsern Vätern einst zuteil geworden ist, 33  für uns, die Nachkommen jener, durch die Auferweckung Jesu zur Erfüllung gebracht hat, wie ja auch im zweiten Psalm geschrieben steht (Ps. 2,7): ‘Du bist mein Sohn, ich habe dich heute gezeugt.’“ (Apostelgechichte 13:32-33).

Hier im zweiten Psalm wird das Kommen des Herrn der Erde (Psalmen 2:6-8) angekündigt. Gott hat den Menschen des Alten Testamentes also das Kommen seines `Einziggezeugten im Fleische´ kundgetan. Er hat dort auch vorhergesagt, dass sich die irdischen Herrscher gegen den Herrn und seinen `Gesalbten´ zusammenrotten würden (Psalmen 2:2). Wohl um die 1000 v. Chr. (die Zeit König Davids) ließ der Herr die Menschen wissen, dass es eines Tages Fürsten geben würde, die Christus beseitigen wollten. So lesen wir die Erfüllung in Apostelgeschichte 4:24-28, wo uns mitgeteilt wird, dass sich „Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Volksscharen (oder: Stämmen) Israels zusammengetan, …“ haben, um gegen Christus vorzugehen. Ich lerne, der Herr hat in keiner Evangeliumszeit die Menschen über seine Vorhaben in Unwissenheit gelassen und dadurch auch zukünftige Generationen gelehrt, wie man sich zu verhalten hat, um nicht den Zorn seines Sohnes erfahren zu müssen (nämlich die Trennung von ihm). Ich tue gut daran, dem Sohn Gottes in Ehrfurcht zu dienen, und ihm zu huldigen (Psalmen 2:11-12). Immer mehr erkenne ich, wie wertvoll auch das Alte Testament für uns in heutiger Zeit ist.

Welchen Wert hat das Alte Testament für dich?

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Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht tritt auf den Weg der Sünder

 

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Wohl dem*), der nicht wandelt im Rat (= nach den Lehren) der Gottlosen und nicht tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt im Kreise der Spötter, 2  vielmehr Gefallen hat am Gesetz des Herrn und sinnt über sein Gesetz bei Tag und bei Nacht!“ (Psalmen 1:1-2).

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht tritt auf den Weg der Sünder. In der Einheitsübersetzung heißt es so: Selig der Mann, .... Mit „Wohl dem …“ ist gemeint, dass derjenige selig, oder glücklich zu preisen ist, dem das Gesetz des Herrn gefällt, und der darüber Tag und Nacht nachdenkt, um es in seinem Leben auch richtig anzuwenden. Dies ist also der erste Vers der 150 Psalmen, die, wie die Bücher des Mose, eines der bedeutendsten Bücher der Heiligen Schrift, sowie der gesamten Weltliteratur, darstellen. Sie sind eine einzigartige Sammlung geistlicher Lobgesänge, die ursprünglich mit Musikbegleitung gesungen wurden.

Dieser erste Vers lässt uns gleich eine Verbindung zu den Seligpreisungen Jesu im Neuen Testament herstellen, die alle mit „Selig, …“ beginnen (Matthäus 5:3-11). Wer ist nicht `glücklich zu preisen´, wenn nicht derjenige, der `rein im Herzen´ ist? Von ihm sagt der Herr, dass er `Gott schauen wird´. Ich lerne, ich darf nicht denken, dass mit dem ersten Vers in den Psalmen, nur die Israeliten angesprochen sind. Sie haben doch immer wieder dem Herrn ihren Rücken zugekehrt, sind somit gottlos geworden, sind auf dem Weg der Sünder gegangen, haben im Kreis der Spötter gesessen, hatten kein Gefallen am Gesetz! Das kann für mich heute nicht bestimmt sein? Werde ich heute nicht vierundzwanzig Stunden am Tag in den sozialen Medien mit `dem Rat der `Gottlosen´ konfrontiert? Stehe ich nicht Ideologen gegenüber, die Religion und biblische Werte verachten? Lebe ich nicht in der Zeit des Traumes Lehis, in der mit den Fingern derjenigen in dem großen und geräumigen Gebäude spöttisch auf mich gezeigt wird (1. Nephi 8:26-27)? Das ist doch die Luft, die ich atme. Und wie stelle ich es an, mich da rauszuhalten? Ich muss `Gefallen am Gesetz des Herrn finden, und ständig darüber nachsinnen´! Als das größte Geschenk betrachte ich die Gesetze Gottes. Sie sind keine lästige Einschränkung, sie zeigen mir, was ich tun muss, um `glücklich gepriesen werden zu können´, um `frei sein zu können´!

Wie vermeidest du es, dich im Kreise der Spötter wiederzufinden?

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Samstag, 6. August 2022

Der HErr stellte dann Hiobs Glücksstand wieder her

 

Ijob wird letztendlich doppelt gesegnet
(Bild: Quelle)

Der HErr stellte dann Hiobs Glücksstand wieder her, als er Fürbitte für seine Freunde eingelegt hatte; und der HErr vermehrte den ganzen Besitz Hiobs so, daß er doppelt so groß war als früher.“ (Ijob 42:10).

Der HErr stellte dann Hiobs Glücksstand wieder her. Nachdem der Herr mit Ijob gesprochen hatte, war Ijob klar geworden, dass er zu gering ist, um dem Herrn Antwort auf seine Fragen geben zu können (Ijob 40:4-5). Der Herr hat ihm vor Augen geführt, dass er alles auszuführen vermag, was er auszuführen gedenkt (Ijob 42:2). Die drei Freunde Ijobs wies der Herr auch noch zurecht: „Entbrannt ist mein Zorn gegen dich und gegen deine beiden Freunde; denn ihr habt nicht richtig (oder: aufrichtig) von mir geredet wie mein Knecht Hiob.“ Er trug ihnen auch noch auf, Ijob sieben junge Stiere und sieben Widder als Brandopfer (um das Wohlgefallen des Herrn wieder zu erlangen; Levitikus 1:3) zu bringen, was sie auch taten. Und Ijob legte für sie Fürbitte beim Herrn ein (Ijob 42:7-9).

Somit kommt die Geschichte für Iob zu einem guten Ende; Ende gut, alles gut. Sogar so gut, dass Ijobs vorhergehender Stand Verdoppelung in allem fand, außer seine Kinder, deren wurden außer den vorhergehenden zehn, weitere zehn hinzugegeben. Wie heißt es im Brief an die Römer doch: „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken (oder: dienen), nämlich denen, welche nach seinem Vorsatz (oder: seiner Vorherbestimmung) berufen sind.“ (Römer 8:28). In dieser Begebenheit, die über Ijob geschrieben wurde, lerne ich also, dass ich, wenn ich in meinen Prüfungen, die Gott dem Satan über mich zulässt, und die mich nicht überfordern werden, im Glauben an ihn fest bleibe, alles gut ausgehen wird, der Herr mich überaus reichlich segnen wird. Außerdem lerne ich auch, mich bei Gott für meine Freund einzusetzen, auch wenn sie nicht 100 % zu mir standen.

Welche Lehren ziehst du aus der Ijobs-Geschichte?

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Freitag, 5. August 2022

Wird es dich verdrießen, wenn man ein Wort an dich zu richten wagt?

 

Diskussion zwischen Hiob und seinen Freunden über Hiobs Unglück
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Da hob Eliphas von Theman an und sagte: 2  „Wird es dich verdrießen, wenn man ein Wort an dich zu richten wagt? Doch wer vermöchte die Worte zurückzuhalten? 3  Hast du doch selbst vielen (Leidenden) Mut zugesprochen und erschlaffte Hände gestärkt; 4  manchen Wankenden haben deine Worte aufrecht gehalten, und niedersinkenden Knien hast du neue Kraft verliehen. 5  Nun aber, da die Reihe an dich gekommen, bist du verzagt; nun es dich selbst trifft, verlierst du den Halt!” (Ijob 4:1-5).

Wird es dich verdrießen, wenn man ein Wort an dich zu richten wagt? Nachdem Ijob gegenüber seinen drei Freunden seinen Frust abgelassen hat, nimmt sich einer der Freunde den Mut, ihm zu entgegnen. Und er bringt zum Ausdruck, was mich selber stark trifft. Sind andere von Leid betroffen, habe ich `gut Reden´, kann leicht zum Durchhalten ermuntern und darauf hinweisen, dass alles, was uns passiert, uns zum Guten gereichen wird. Bin ich aber selber von überaus starkem Leid betroffen, verliere auch ich allzu leicht den Boden unter den Füßen. Die Freunde versuchen nun klarzustellen, dass Leid auf schlechte Taten zurückzuführen sei, und Ijob doch in seinem Leben nach entsprechendem Fehlverhalten suchen solle. Ijob bekräftigt aber, dass er sich keiner Schuld bewusst ist, ebenso wenig hätten seine Söhne übertreten. Man könnte zur Auffassung kommen, dass Ijob hier selbstgerecht auftritt?

So kommt es, dass Ijob einen Prozess fordert, in dem er Gott anklagt, weil dieser ihn grundlos leiden lässt. Gleichzeitig will er ihn aber auch als seinen Anwalt wissen, da er davon ausgeht, dass er die Gerechten und Unschuldigen verteidigt. Daraufhin erscheint ihm Gott und weist seine Freunde zurecht. Ijob habe nicht gesündigt. Allerdings belehrt er Ijob, dass der Mensch, aufgrund seines ungenügenden Wissens Gott nicht anklagen kann: „Wo warst du, als ich die Erde baute? Sprich es aus, wenn du Einsicht besitzest (oder: Bescheid weißt)! 5  Wer hat ihre Maße bestimmt (oder: ihren Bauplan entworfen)? — du weißt es ja! — oder wer hat die Meßschnur über sie ausgespannt? 6  Worauf sind ihre Grundpfeiler eingesenkt worden, oder wer hat ihren Eckstein (= Grundstein) gelegt, 7  während die Morgensterne allesamt laut frohlockten und alle Gottessöhne (d. h. Engel) jauchzten?” (Ijob 38:4-7). Ich lerne, der Mensch kann Gottes Handeln niemals ganz verstehen. Von daher darf ich mir nicht anmaßen, ihm Vorhaltungen zu machen, oder seine Entscheidungen zu kritisieren. Wie Ijob muss ich eingestehen: „Ich habe anerkannt, daß du alles vermagst und kein Vorhaben (oder: Plan) dir unausführbar ist. 6 Darum bekenne ich mich schuldig und bereue in Staub und Asche.” (Ijob 42:2,6).

Wie hast du reagiert, als du meintest, der Herr habe dir ungerechtfertigt Schicksalsschläge zukommen lassen?

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Als nun die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück hörten

 

Hiobs körperliches Leiden
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Als nun die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück hörten, das ihn betroffen hatte, machten sie sich, ein jeder aus seinem Wohnort, auf den Weg, nämlich Eliphas aus Theman, Bildad aus Suah und Zophar aus Naama**), und zwar verabredeten sie sich, miteinander hinzugehen, um ihm ihr Beileid auszudrücken und ihn zu trösten.“ (Ijob 2:11).

Als nun die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück hörten. Was machen Freunde, wenn sie vom Unglück eines anderen hören? Sie kommen entweder, um Trost zu spenden, Hilfe anzubieten, oder `gute Ratschläge´ loszuwerden. So auch diese drei Freunde Ijobs. Die ersten beiden stammen aus Nachbarortschaften Hiobs, die Lage des dritten Ortes ist unbekannt. Aus der Ferne schon erkannten sie die Lage ihres Freundes und legten Trauer an. Als sie bei ihm waren, redete sieben Tage lang keiner ein Wort. Dies ist eine jüdische Tradition, Shiva (wörtlich sieben) genannt.

Nach dieser Zeit der gemeinsamen Trauer redet Ijob, und zu unserem Erstaunen verflucht er den Tag seiner Geburt. Wie ist das möglich, solche Worte aus dessen Mund, der kurz vorher seine Frau zurechtwies, als sie ihn aufforderte sich von Gott loszusagen: „Du redest, wie die erste beste Törin reden würde! Das Gute haben wir von Gott hingenommen und sollten das Schlimme nicht auch hinnehmen?” Bei allen diesen Heimsuchungen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.“ (Ijob 2:10). Man kann sich wohl kaum vorstellen, welcher Pein Ijob ausgesetzt war. Alles verloren, und nun Schmerzen so groß, dass er sich sogar ritzte. Er war den Händen Satans ausgeliefert, außer dass er ihm das Leben nicht nehmen durfte. Aber das wäre ja wohl Erlösung gewesen, oder? Ich denke an die Umstände in denen sich Joseph Smith im Heiligen Hain befand, als er von Gott wissen wollte, welcher Kirche er sich anschließen solle. Er kniete an einer Stelle im Wald nieder, wo er ungestört war, wurde aber sofort von „… einer Macht gepackt, die mich gänzlich überwältigte und eine so erstaunliche Wirkung auf mich hatte, dass sie mir die Zunge lähmte und ich nicht sprechen konnte. Dichte Finsternis zog sich um mich zusammen, und ich hatte eine Zeit lang das Gefühl, als sei ich plötzlicher Vernichtung anheimgegeben.“ Diese finstere Macht war so groß, dass er meinte, sich der Vernichtung preisgeben zu müssen. Doch da kam die Rettung, der Vater und der Sohn erschienen ihm, er konnte seine Frage loswerden und bekam eine Antwort. (Joseph Smith Lebensgeschichte 1:15-19). Ijob war eben dieser finsteren Macht ausgeliefert und es ist verständlich, dass er den Wunsch aussprach, lieber nicht geboren worden zu sein. Ich lerne, man kann in eine Situation kommen, in der man sich wünschte lieber nicht geboren worden zu sein, da sie einem übermenschlich unerträglich erscheint. Dennoch ist Ijob mir ein riesiges Vorbild, denn er vertraute letztendlich trotz allem auf den Herrn und die `Erlösung durch ihn´ (Hiob 13:15-16 KJV). Sein Zeugnis war einfach riesig. Satan gelang es absolut nicht ihn von seiner Hingabe zu Gott abzubringen!

In welcher Situation warst du schon mal, von der du dachtest, dass sie deine Kräfte übersteigt?

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