Freitag, 8. Juli 2022

Hierauf hob er den Mantel auf, der dem Elia entfallen war

 

Elia fährt in den Himmel auf und lässt seinen Mantel fallen
(Bild: Quelle)

„Hierauf hob er den Mantel auf, der dem Elia entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordans;“ (2. Könige 2:13).

Hierauf hob er den Mantel auf, der dem Elia entfallen war. Worum geht es hier? Elia hatte Elisa beim Pflügen getroffen und ihm seinen Mantel übergeworfen, den Mantel des Propheten. Warum? Der Herr hatte ihn entsprechend angewiesen (1. Könige 19:16,19). Ich stelle mir vor, Elisa hat dem Elia den Mantel nochmals zurückgegeben, da er ja noch lebte und sein Amt als Prophet der Kirche des Herrn noch auszuüben hatte. Nachdem Elia in den Himmel aufgefahren war, ließ dieser den Mantel fallen und Elisa übernahm ihn und damit die Führung des Reiches Gottes auf Erden, als Präsident der Kirche des Gottes Israels.

In dieser Eigenschaft wirkte er auch gleich Wunder. Zunächst musste er ja wieder über den Jordan. Er hatte in Erinnerung, was Elia auf dem Hinweg getan hatte, und tat es ihm gleich, und der Jordan teilte sich, sodass er hinübergehen konnte. Die Prophetenjünger sahen dieses Wunder auf dem Hinweg von Elia bewirkt, und nun von Elisa. Sie erkannten, dass jetzt er der Prophet des Herrn ist, und huldigten ihm entsprechend. Kurz darauf wirkte Elisa das Wunder, dass er mit Salz das schlechte Wasser einer Quelle gesund werden ließ. Auf seinem weiteren Weg verspotteten ihn Jungens wegen seines kahlen Kopfes. Das Ergebnis, 42 Knaben wurden von Bären getötet. Elisa setzte seine Reise nach Samaria (Nordreich Israel) fort. Weitere Wunder des Elisa: Auferweckung eines Kindes vom Tod (2 Könige 4:18-37), mit wenig Essen eine ganze Menschenmenge gespeist (2 Könige 4:42-44) und einen Aussätzigen geheilt (2 Könige 5:1-14). Ich lerne, der Herr hat eine bestimmte Weise, wie die Prophetennachfolge vonstattengeht. Heute wird der `Mantel des Propheten´ allen Zwölf Aposteln übergeworfen, aber nur der dienstälteste Apostel trägt die volle Verantwortung. Stirbt er, folgt ihm der nächste dienstälteste Apostel im Amt. Sie werden der gesamten Kirche vorgelegt und jeder hat die Möglichkeit diese Berufung anzuerkennen, wie es die Prophetenjünger am Jordanufer getan hatten. Es gibt dabei kein Geschachere um das Amt, keine Zwistigkeiten, der Wechsel findet in Einigkeit statt. Ich lerne auch, dass es für mich `ungesund´ ist, wenn ich mich gegen den Propheten des Herrn unheilig benehme, ihn ablehne. Ich werde, wenn nicht hier auf Erden, dann im Jenseits dafür mit meinem Leben bezahlen, insofern, als ich nicht in die Gegenwart Gottes zurückkehren kann.

Diener Gottes bewirken nach seinem Willen Wunder. Welche Wunder hast du schon erlebt?

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Donnerstag, 7. Juli 2022

Was willst du hier, Elia?

 

Symbolische Darstellung von 1 Könige 19:11,12; Der Prophet, © Robert Booth Charles/Bridgeman Images
(Bild: Quelle)

„Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte lang bis zum Gottesberge Horeb, 9  wo er in eine Höhle ging und darin übernacht blieb. ¶ Da nun erging an ihn das Wort des HErrn, der zu ihm sagte: „Was willst du hier, Elia?” (1. Könige 19:8-9).

Was willst du hier, Elia? Wie kam es zu dieser Frage des Herrn an Elia? Elia hatte unter einem Ginsterstrauch den Herrn gebeten, ihn doch ob der schweren Probleme lieber sterben zu lassen, und schlief dann ein. Ein Engel des Herrn weckte ihn und forderte ihn auf zu essen, worauf Elia sich danach wieder schlafen legte und der Engel seine Aufforderung wiederholte. Nach der Stärkung wanderte Elia vierzig Tage und Nächte zum Berg Horeb (da bekam Mose auch die Gesetzestafeln), wo er sich in einer Höhle niederließ und der Herr ihm die obige Frage stellte. Elia antwortet niedergeschlagen, dass sein Eifer für den Herrn bei den Israeliten keinen Erfolg erbrachte, sondern die Propheten, seine Diener ermordet worden waren, und er alleine übrig geblieben sei.

Das muss für Elia ein frustrierendes Erlebnis gewesen sein. Er fühlte sich alleine gelassen und mutlos. Gott erwiderte ihm auf seine Niedergeschlagenheit: „Gehe hinaus und tritt auf dem Berge vor den HErrn hin!” Er erlebte nacheinander einen gewaltigen Sturmwind, der sogar Berge zerbarst, dann ein Erdbeben und ein Feuer. In all diesen gewaltigen beängstigenden Ereignissen war nicht Gott, sondern in dem leisen Säuseln, das nach all dem eintrat. Die Ereignisse Sturmwind, Erdbeben, und Feuer deuteten auch auf die Naturgottheiten der Kanaaniter hin (Baal der Wettergott steht für Winde, Regen, Blitze, Donner), zu deren Anbetung Isebel ja die Israeliten verführte. Elia wusste, dass der Herr sich nicht mit diesen Gewalten offenbart, sondern in dem leisen Säuseln. So verhüllte er dann auch sein Angesicht, trat vor die Höhle und der Herr stellte ihm nochmals die Frage: „Was willst du hier, Elia?” Elia wiederholte seine Aussage von vorher und bekam dann den Auftrag, zwei Könige zu salben, sowie Elisa als seinen eigenen Nachfolger. Diesen Elisa traf Elia beim Pflügen an, und warf ihm beim Vorübergehen seinen Mantel, den `Mantel des Propheten´ über, und dieser folgte ihm daraufhin (1. Könige 19:11-21). Nachdem der Herr Elia in den Himmel aufgenommen hatte, übte nun Elisa als dessen Nachfolger das Prophetenamt aus und bewirkte Wunder (2. Könige 2:11-22). Ich lerne, ich darf mich nicht von weltlichem Getöse, weltlichen Göttern, ablenken lassen, sondern muss auf die leise und sanfte Stimme des Geistes achten. Ich muss also meine Sinne schulen, dass ich die sanften Töne aus dem Lärm herausfiltern und wahrnehmen kann. Sie sind für mein ewiges Leben von ausschlaggebender Bedeutung. Von Elisa lerne ich, wenn der Herr mich zu seinem Dienst ruft, ich diesem Ruf unverzüglich folgen soll, nicht erst noch dies und jenes erledigen.

Wie machst du das, wenn dir ein Auftrag erteilt wird?

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Mittwoch, 6. Juli 2022

Wenn ich nicht morgen um diese Zeit mit deinem Leben ebenso verfahre

 

(Bild: Quelle)

„da schickte Isebel einen Boten an Elia und ließ ihm sagen: „Die Götter sollen mich jetzt und künftig strafen, wenn ich nicht morgen um diese Zeit mit deinem Leben ebenso verfahre, wie du mit dem Leben eines jeden von ihnen verfahren bist!” (1. Könige 19:2).

Wenn ich nicht morgen um diese Zeit mit deinem Leben ebenso verfahre. Sagt Isebel zu wem in welchem Zusammenhang? Diese Drohung stößt die Gattin König Ahabs (Nordreich Israel), Tochter des Königs von Tyros, und Mutter der Könige Ahasja (1. Könige 22:52) und Joram (2. Könige 3:1), gegen Elia, den Propheten Gottes aus, der alle 450 Baals-Priester umbringen ließ, nachdem dem Volk klar vor Augen geführt worden war, wer der wahre Gott ist. Isebel hatte auch miterlebt, wer der wahre Gott ist, leider bekehrte sie sich nicht zu ihm, sondern wollte den wahren Propheten Gottes aus lauter Rache umbringen.

Diese Drohung veranlasste Elia `das Weite zu suchen´. Er flüchtete aus dem Nordreich Israel in das Südreich Juda. Seinen Diener in Beerseba zurücklassend, flüchtete er noch eine Tagesreise weit in die Wüste, suchte Schatten unter einem Ginsterstrauch und betete voller Verzweiflung: „Es ist genug! nimm nunmehr, HErr, mein Leben hin, denn ich bin nicht besser als meine Väter.” (1. Könige 19:4). Ich lerne, auch ein so glaubensstarker Prophet wie Elia es war, Träger der Siegelungsmacht Gottes, kann verzweifeln ob der Drohung dieser dem Baalkult anhängenden Frau des Königs des Nordreichs. Ja, er wünscht sich sogar von Gott, dass er ihn zu sich holt. Sogar sein Selbstwertgefühl leidet so sehr, dass er, obwohl er die Machtprobe zwischen sich und den Baals-Priestern gewonnen hatte, daraufhin diese ermorden ließ, zu Gott sagt, dass er nicht besser sei, als seine Väter. Haben wir nicht auch heute Menschen, die sich vor lauter Ungemach das Ende ihres irdischen Daseins herbeisehnen, den scheinbar unüberwindbaren Problemen durch den Tod entfliehen möchten? Übrigens, Isebel fand, wie von Elia vorhergesagt, ein schreckliches Ende. Sie wurde aus einem Fenster gestürzt und von Pferden zu Tode getreten (1. Könige 21:23; 2. Könige 9:30-37).

Wie verhältst du dich solchen Wünschen gegenüber?

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Dienstag, 5. Juli 2022

Wie lange wollt ihr nach beiden Seiten hinken?

 

Elijah and the Prophets of Baal (Screenshot)
(Bild: Quelle)

„Da trat Elia vor das gesamte Volk hin und sagte: „Wie lange wollt ihr nach beiden Seiten hinken? Wenn der HErr Gott ist, so haltet euch zu ihm; ist es aber der Baal, so folgt diesem nach!” Aber das Volk antwortete ihm kein Wort.“ (1. Könige 18:21).

Wie lange wollt ihr nach beiden Seiten hinken? In der Einheitsübersetzung heißt es verständlicher: „Wie lange noch schwankt ihr nach zwei Seiten?“ (1. Könige 18:21). Wer sagt dies zu wem? Elia hatte vor drei Jahren die Himmel versiegelt, sodass eine Dürre herrschte, und damit natürlich eine immer drückendere Hungersnot. Der Herr gab ihm den Auftrag König Ahab aufzusuchen, um ihm mitzuteilen, dass es wieder Regen geben würde. Unterwegs trifft er auf Obadja, den Haushofmeister König Ahabs. Er war ein gottesfürchtiger Mann, der sogar 100 Propheten vor der Ermordung durch die Frau Ahabs und Tochter des Königs Etbaal von Tyros, Isebel, rettete. Isebel und ihr Volk beteten Baal an und sie hatte Israel auch dazu verführt. Obadja bekommt den Auftragt, König Ahab von der Ankunft Elias zu unterrichten. Würde er aber dem König sagen, dass Elia da ist, fürchtete er um sein Leben, weil Ahab schon die ganze Zeit erfolglos versuchte seiner Habhaft zu werden, da er ihn für die Hungersnot verantwortlich machte. Jetzt treffen Ahab und Elia aufeinander und Ahab begrüßt ihn mit den Worten „Bist du wirklich da, du Unglücksstifter für Israel?”. Elia entgegnet, dass nicht er, sondern Ahab selber dafür verantwortlich war, da er den Gott Israels verlassen hatte und den Baalen nachgelaufen sei (1. Könige 18:17-18).

Elia fordert Ahab auf, ganz Israel zum Berg Karmel kommen zu lassen. Der versammelten Menge stellte Elia jetzt die Frage aus dem oben zitierten Vers, verbunden mit der Aufforderung, sich für einen Gott zu entscheiden. Das Volk schwieg. Nun forderte Elia zum Duell auf, die 450 Baals-Priester, die ihren Gott anbeten sollten, um das Opfertier zu entfachen, sowie weitere 400 Propheten der Fruchtbarkeitsgöttin Aschera, gegen ihn, als einzigen Priester des wahren Gottes Israels. So sehr sich die Baals-Priester auch abmühten, ihr Gott rührte sich nicht und sarkastisch sagte Elia, sie sollten lauter rufen, weil Baal vielleicht in Gedanken versunken, oder auf Reisen sei (1. Könige 18:27). Sie taten es, doch es geschah nichts. Nun betete Elia zum Gott Israels und das Opfer, dessen Altar aus zwölf Steinen errichtet war, je ein Stein für einen der Stämme Israels, ging in Flammen auf, samt all dem Wasser, das als Erschwernis hinzugegeben worden war. Jetzt endlich erkannte Israel, wer ihr wahrer Gott war. Sich auf ihr Angesicht niederwerfend sagten sie: „Der HErr, er ist der wahre Gott! Der HErr, er ist der wahre Gott!” (1. Könige 18:39). Damit die Baals-Priester Israel nicht wieder verführen würden, wurden sie getötet. Das mag sich für uns Sterbliche grausig anhören, aber Gott öffnete ihnen nur eine andere Tür, um in einem anderen Raum, der Geisterwelt, sich besinnen zu können, wie man ein Kind in sein Zimmer schickt, bis es sich wieder beruhigt hat. Nun erwartete Elia voller Spannung, dass sich die Schleusen des Himmel wieder öffnen würden, was sie auch taten (1. Könige 18:42-47). Ich lerne, ich kann nie und nimmer zwei Herren dienen (Matthäus 6:24), ich muss eine Entscheidung treffen. Meine Mutter – und weitere liebe Personen – haben mir geholfen Gott lieben zu lernen, und ich habe mich für ihn entschieden.

Wie hast du dich gefühlt und verhalten, als du in einer Situation warst, wo es galt sich zwischen einander widersprechenden Aufträgen zu entscheiden?

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Montag, 4. Juli 2022

Ich habe einer Witwe dort geboten, für deinen Unterhalt zu sorgen

 

Elia und die Witwe aus Zarpat
(Bild: Quelle)

„Mache dich auf, begib dich nach Zarpath (= Sarepta), das zu Sidon gehört, und bleibe daselbst! ich habe einer Witwe dort geboten, für deinen Unterhalt zu sorgen.” (1. Könige 17:9).

Ich habe einer Witwe dort geboten, für deinen Unterhalt zu sorgen. Die Situation: Der im Nordreich Israel agierende Prophet des Herrn, Elia, hatte mittels seiner Siegelungsvollmacht, die Himmel verschlossen, sodass es eine längere Dürrezeit gab. Ziel seiner Aktion war, das Volk wieder in die richtige Spur zu bringen, den Gott Israels anzubeten, anstatt Götzendienst zu betreiben. Natürlich war er selber von dieser Dürre betroffen. Aber der Herr hatte ihn an einen Bach gehen lassen, der noch Wasser führte und Raben brachten ihm feste Nahrung (1. Könige 17:3-4). Jedoch trocknete dieser Bach nach einiger Zeit auch aus. Elia hätte ja seine Priestertumsvollmacht der Siegelung, nutzen können, um die Himmel wieder zu öffnen, sodass er wieder Wasser hätte (Matthäus 18:18). Tat er aber nicht, er wollte Israel zur Umkehr veranlassen. Wieder hatte der Herr eine Lösung. Elia sollte nach Sarepta gehen, und dort von einer Witwe versorgt werden.

Das Problem: diese Witwe hatte einen Sohn, aber selber nur noch Nahrungsmittel für eine einzige Mahlzeit. Dafür war sie auf der Suche nach ein paar Stücken Brennholz. In dieser Situation sprach sie Elia an und bat sie um Trinken. Als sie losging, rief er ihr noch hinterher: „Bring mir doch auch einen Bissen Brot mit!” (1. Könige 17:11). Die Witwe antwortete ihm, sie habe nur noch Öl und Mehl für eine Mahlzeit für sich und ihren Jungen, die wolle sie bereiten und dann würden sie sterben. Elia antwortete ihr, sie solle sich nicht fürchten, sie solle das tun, was sie sagte, aber zuerst ihm ein Brot backen, dann für sich und ihren Sohn. Er schiebt noch eine Verheißung hinterher. Sie würde dann weiterhin genügend zum Leben haben, bis es wieder regnen würde. Ich lerne, ich möchte mir ein Beispiel an dem enormen Glauben der Frau nehmen. In ihrer verzweifelten Situation, nahm sie das restliche Mehl und Öl und buk einen Brotfladen, und gab ihn dem Propheten – sie und der Sohn mussten zusehen, wie der Gast ihre letzte Mahlzeit aß! Dann allerdings erlebte sie die Erfüllung der Prophezeiung, Krug und Mehltopf waren plötzlich wieder für eine weitere Mahlzeit gefüllt (1. Könige 17:15)! Ich will mich bemühen, Priestertumsvollmacht für das Wohl meiner Nächsten anzuwenden, und ich will meinen Glauben so stark werden lassen, dass mein Vertrauen in den Herrn, auch in lebensbedrohlicher Lage, nicht verloren geht, ich zuerst an meine Nächsten denke, um dann die Erfüllung der Verheißungen erleben zu können. Ach so, ein weiteres Wunder, Elia erweckte ihren Sohn, der kurz darauf verstarb, wieder zum Leben (1. Könige 17:17-24)! Sieh dir gerne auch dieses zu Herzen gehende Video an: „Elia und die Witwe von Sarepta“.

Wie wäre deine Reaktion in ähnlicher Lage der Witwe von Sarepta?

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Samstag, 2. Juli 2022

Es soll in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort!

 

Elia erscheint Joseph Smith und Oliver Cowdery im Kirtland-Tempel am 3. April 1836
(Bild: Quelle)

„Da sagte Elia, der Thisbiter, aus Thisbe in Gilead, zu Ahab: „So wahr der HErr, der Gott Israels, lebt, in dessen Dienst ich stehe: es soll in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort!“ (1. Könige 17:1)

Es soll in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort! Wer sagte dies zu wem? Dazu einen kurzen Rückblick. Salomo war gestorben und sein Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger. Israel begehrte gegen die Härten seines Vaters auf, aber er verstärkte diese sogar noch. Das Volk teilte sich daraufhin in einen Nordstaat Israel, regiert von Jerobeam, und einen Südstaat Juda, regiert von Rehabeam. Israel baute zwei eigene Anbetungsstätten, damit das Volk zur Anbetung nicht immer nach Jerusalem musste, und sich sogar noch wieder mit Juda verbündete. Beide Völker trieben mit der Zeit Götzenkult. In Israel war inzwischen Ahab König, „Er tat aber, was dem HErrn mißfiel, und trieb es noch ärger als alle seine Vorgänger.“ (1. König 16:29). Daraufhin beauftragte der Herr den Propheten Elia oben zitierte Ansage zu machen.

Daraus geht hervor, dass Elia der Prophet war, dem vom Herrn `Siegelungsvollmacht´ übertragen wurde – in diesem Fall versiegelte er die Himmel, sodass dreieinhalb Jahre kein Regen mehr auf die Erde fiel (Lukas 4:25). Eilia wurde vom Herrn gesagt, wohin er gehen solle, um Wasser für sich zu finden, und Raben würden ihm feste Nahrung bringen (1. Könige 17:3-4). Dieser Elia überträgt später ebendiese Siegelungsvollmacht auf Petrus, Jakobus und Johannes (Matthäus 17:3), und in der Neuzeit auf Joseph Smith (Lehre und Bündnisse 110:13-16). Das jüdische Volk erwartet ihn immer noch, wie Maleachi verheißen hatte (Maleachi 3:23). Zu jedem Paschafest ist er bei ihnen als Gast eingeladen. Dafür lassen sie ihre Tür offen und einen freien Platz am Speisetisch. Ich lerne, Elia trug die Priestertumsvollmacht, auf Erden zu Binden, was dann auch im Himmel gebunden wäre, und ebenso zu lösen, was dann auch im Himmel gelöst sein würde (Lehre und Bündnisse 128:8-18), – auf sein Wort hin, wurden dann ja auch die Himmel wieder geöffnet, sodass Regen fiel (Jakobus 5:17-18). Er hat diese Macht aber nicht für sein eigenes Überleben benutzt – also, als ihm das Wasser des Baches Krith ausging. Er wollte mit der Aktion erreichen, dass sich Israel wieder zu seinem Gott bekehrt. Gott hat ihm dafür Überlebenshilfen zukommen lassen, wie wir im nächsten Blockbeitrag erfahren werden.

In welchen Situationen wurde diese Macht des Elia schon in deinem Leben angewandt?

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Freitag, 1. Juli 2022

So wurde denn der HErr zornig auf Salomo

Einige Frauen Salomos verführten ihn anderen Göttern zu huldigen
(Bild: Quelle)

„So wurde denn der HErr zornig auf Salomo, weil er sein Herz vom HErrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm doch zweimal erschienen war“ (1. Könige 11:9).

So wurde denn der HErr zornig auf Salomo. Ja wie jetzt, Salomo, dem der Herr zweimal erschienen war, der ihm Weisheit und viel Reichtum zuteilwerden ließ, der dem Herrn einen festen Wohnsitz erbauen ließ, einen Tempel, in dem die Bundeslade ihren festen Platz fand, auf den wurde nun der Herr zornig? Was ist da geschehen? Wir lesen im nächsten Vers, dass der Herr Salomo ein Gebot gegeben hatte, „… keine fremden Götter zu verehren; …“ (1. Könige 11:10). Aber was tat Salomo, nachdem er soviel Gutes geleistet hatte? Er liebte in besonderem Maß `zahlreiche ausländische Frauen´, von denen der Herr abgeraten hatte, sie zu ehelichen. Warum? Weil von ihnen die Gefahr ausging, dass Israeliten durch sie ihr Herz anderen Göttern zuwenden würden. So geschah es nun in seinem hohen Alter. Diese Frauen wandten jetzt sein Herz diesen andern Göttern zu und sein Herz war nicht mehr in vollem Maße bei seinem, Israels Gott.

Wie kann es anders sein, wenn ein Gesetz des Herrn gebrochen wird, muss man die Konsequenzen tragen. Was war für Salomo die Konsequenz? Der Herr würde ihm sein Königtum entreißen und es einem anderen übertragen, allerdings erst nach seinem Tod. Ein Stamm (Juda) soll seinem Sohn übergeben werden. Damit wird der Zerfall Israels in zwei Reiche eingeläutet, das Südreich Juda, und das Nordreich Israel. Außerdem ließ der Herr Salomo Feinde erstehen, den Edomiter Hadad, der zu Lebzeiten Davids in Ägypten Zuflucht gesucht hatte, und den Reson, den König von Damaskus. Ein weiterer Widersacher war Jerobeam. Diesem eröffnete der Prophet Ahia von Silo, dass ihm zehn Stämme zufallen würden, die der Herr Salomo entreißen würde, während zwei Stämme ihm bleiben sollten, Juda und Benjamin (1.Könige 12:20-23). Salomo trachtete Jerobeam nach dem Leben, dieser floh nach Ägypten. Nach dessen Tod kam er wieder zurück. Salomos Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger (siehe 1. Könige 11). Ich lerne, welche fatalen Folgen es hat, wenn ich Bündnisse, die ich mit dem Herrn schließen durfte, breche, ohne Umkehr zu üben. Segnungen, die mir versprochen waren, werden zurückgehalten und Schwierigkeiten werden mich fordern. Zudem erkenne ich, dass auch hochgestellte weise Führer, Versuchungen zum Opfer fallen können (Nehemia 13:26). Das muss mich demütig machen.

In welcher Situation hattest du schon mal das Gefühl, der Herr sei auf dich zornig geworden?

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