Sonntag, 7. Juni 2015

Die Menge war so groß, dass König Benjamin sie nicht alle innerhalb der Mauern des Tempels lehren konnte

Nachdem alles Volk Zarahemla dem Aufruf König Benjamins nachgekommen war, stellten sie fest: „... die Menge war so groß, dass König Benjamin sie nicht alle innerhalb der Mauern des Tempels lehren konnte; darum ließ er einen Turm errichten, damit sein Volk auf diese Weise die Worte vernehmen konnte, die er zu ihnen sprechen würde.“ (Mosia 2:7).
Die Menge war so groß, dass König Benjamin sie nicht alle innerhalb der Mauern des Tempels lehren konnte. Dagegen wusste er sich zu helfen, indem er einen Turm errichten ließ, wodurch der Schall seiner Worte weiter getragen wurde. Das reichte aber immer noch nicht aus und so ließ er seine Worte in Schriftform verteilen (Mosia 2:8). Nicht anders ergeht es den Aposteln und Propheten heutzutage. Sie schicken ihr Wort aber in die ganze Welt hinaus, weil sie immer weiter ausgefeilte Techniken nutzen (Printmedien, Rundfunk, Fernsehen, Telefonleitung, Satellitenübertragung, Internet). Ich kann mich noch an die 70er Jahre erinnern. Da waren wir glücklich, dass wir per Telefonleitung den Generalkonferenzansprachen in angeschlossenen Gemeindehäusern lauschen durften - dazu wurden Dias der Sprecher an die Leinwand projiziert. Heute kann jeder der will, überall auf der Welt, von zu Hause aus, via Internet die Apostel und Propheten und weiteren Dienerinnen und Diener des Herrn, in Bild und Ton live miterleben, oder auch jederzeit danach. Welch ein Wunder! Wie nutzt du dieses bequeme Wunder?

Die deutschsprachige Printversion

Samstag, 6. Juni 2015

Ihrem Gott, zu danken, ... der sie aus den Händen ihrer Feinde befreit ... hatte

Das Volk Zarahemla hatte sich nun auf Einladung Benjamins, ihres sowohl weltlichen als auch religiösen Oberhauptes, um den Tempel herum versammelt. Wie üblich für eine heilige Stätte, befand sie sich wohl auf einer Anhöhe oder einem Bergplateau, denn sie gingen zu ihm hinauf, um seine Worte zu vernehmen (Mosia 2:1), ein Opferfest zu feiern (Mosia 2:3) „und auch, um dem Herrn, ihrem Gott, zu danken, der sie aus dem Land Jerusalem geführt hatte und der sie aus den Händen ihrer Feinde befreit und ihnen gerechte Männer als Lehrer bestimmt hatte, ebenso einen gerechten Mann als ihren König, der im Lande Zarahemla Frieden aufgerichtet und der sie gelehrt hatte, die Gebote Gottes zu halten, damit sie sich freuen und von Liebe zu Gott und zu allen Menschen erfüllt sein konnten.“ (Mosia 2:4).
Ihrem Gott, zu danken, ... der sie aus den Händen ihrer Feinde befreit ... hatte. Obwohl ich erst zum Ende des zweiten Weltkrieges geboren wurde, werde ich durch diesen Vers ermunter, zum Berg des Herrn - den Tempel - zu gehen (aber natürlich auch in meinen abgeschiedenen Plätzen), um Gott zu danken, dass er uns aus den Händen unserer schrecklichen Feinde innerhalb unseres eigenen Volkes, befreit hat, uns gerechte Männer als politische Führer gab, die Frieden unter den verfeindeten Völkern aufrichteten und ebenso gerechte Männer als Lehrer des Gotteswortes, die uns lehren, die Gebote Gottes zu halten. Dies alles erfüllt mich mit Freude und mit Liebe zu Gott und meinen Mitmenschen. Worüber empfindest du Dankbarkeit, wenn du die Umstände überdenkst, in denen du dich befindest?

Alles Volk versammelte sich um den Tempel (Quelle)

Freitag, 5. Juni 2015

Mosia ging und tat, wie sein Vater ihm geboten hatte

Kannst du dich an Aufträge erinnern, die dir deine Eltern in deiner Jugend aufgetragen haben, die sehr aufwendig erschienen und dich von `Schönerem´ abgehalten haben? Bist du diesen mit voller Freude, ohne Widerspruch, sofort nachgekommen?
König Benjamin hatte seinem Sohn Mosia in einem Gespräch mitgeteilt, dass er sein Nachfolger im Amt werden sollte und ihn beauftragt, durch das ganze Land zu ziehen, um das gesamte Volk zusammenzurufen, damit Benjamin ihm diesen Entschluss mitteilen konnte (Mosia 1:10). Hier in knappen Worten die Reaktion Mosias: „Und nun begab es sich: Mosia ging und tat, wie sein Vater ihm geboten hatte, und rief alles Volk im Land Zarahemla auf, sich zu versammeln und zum Tempel hinaufzugehen, um die Worte zu vernehmen, die sein Vater zu ihnen sprechen würde.“ (Mosia 1:18).
Mosia ging und tat, wie sein Vater ihm geboten hatte. Stell dir vor, ein ganzes Volk zu informieren, dass es sich versammeln soll, das war sicherlich kein Pappenstiel! Gut, damit verbunden war natürlich, dass ihm durch das Amt Ehre, Macht und Würde zufielen. Dennoch, es gab damals keine Mopeds, Motorräder oder Autos, mit denen man kurz die Lande durchstreifen konnte, um ein inzwischen so zahlreich gewordenes Volk zusammenzurufen (Mosia 2:2). Mich fasziniert und regt diese Aussage an, ihm gleich zu handeln, einfach ohne jede Widerrede - aber ich muss doch erst noch das und das erledigen ... - losgehen und das tun, wozu ich aufgefordert wurde, z.B. die mir zugeteilten Familien zu betreuen, oder eine Ansprache zu halten, ein Gebet zu sprechen ... Wie verhältst du dich, wenn dir, evtl. auch etwas unliebsame, Aufträge erteilt werden?

König Benjamin spricht mit seinem Sohn (Quelle)

Donnerstag, 4. Juni 2015

Damit sie aufgestachelt würden, an ihre Pflicht zu denken

Hast du schon mal jemanden aufgestachelt? Das konnte in einem positiven Sinne erfolgt sein, aber natürlich ebenso im negativen. In der Schule konntest du deine Mitlernenden aufstacheln mehr zu lernen, um bessere Noten zu erhalten oder du konntest sie aufstacheln Lernen als sinnlos zu betrachten und mehr zu spielen - wobei ja spielerisches Lernen erfolgreicher sein soll.
König Mosia sagt seinen Söhnen, dass Lehis Familie auf ihrer Reise ins verheißene Land durch Negativerlebnisse aufgestachelt werden musste, sich ihrer Pflichten zu erinnern: „Darum, wenn sie untreu waren, erging es ihnen nicht wohl, und sie kamen nicht voran auf ihrer Reise, sondern wurden zurückgetrieben und zogen den Unmut Gottes auf sich; und darum wurden sie mit Hunger und schweren Bedrängnissen geschlagen, damit sie aufgestachelt würden, an ihre Pflicht zu denken.“ (Mosia 1:17).
Damit sie aufgestachelt würden, an ihre Pflicht zu denken. Im gestrigen Blogbeitrag habe ich über Verantwortung nachgedacht, was mit Pflichterfüllung verbunden ist. Sicherlich kam es häufiger vor, dass ich meine Pflichten meiner Familie gegenüber, oder im Kirchendienst, zugunsten kurzweiliger Freuden vernachlässigt habe. So manches Mal wurde ich dann durch mein schlechtes Gewissen aufgestachelt, die mir übertragene Verantwortung und die damit einhergehenden Pflichten wieder ernst zu nehmen. Wenn ich das getan habe, zog wieder innerer Friede ein. In welchen Angelegenheiten wurdest du in letzter Zeit aufgestachelt und wie hast du reagiert?

Aufstacheln? (Quelle)

Mittwoch, 3. Juni 2015

Übertrug er ihm auch die Verantwortung

Bist du in deinem seitherigen Leben schon mal für etwas zur Rechenschaft gezogen worden? Ich gehe davon aus, dass das schon öfter der Fall war. Dem ging dann voraus, dass du für etwas Verantwortung übertragen bekommen hast.
König Benjamin hat auch Verantwortung übertragen, und zwar seinem Sohn Mosia: „Und weiter übertrug er ihm auch die Verantwortung in Bezug auf die Aufzeichnungen, die auf den Platten aus Messing eingraviert waren, und auch die Platten Nephis und auch das Schwert Labans und die Kugel oder den Richtungsweiser, der unsere Väter durch die Wildnis geführt hatte und der von der Hand des Herrn bereitet worden war, damit sie dadurch geführt würden, ein jeder gemäß der Beachtung und dem Eifer, die er ihm widmete.“ (Mosia 1:16).
König Benjamin hat seinem Sohn nicht nur die Verantwortung in Bezug auf alle Angelegenheiten des Reiches übertragen (Mosia 1:15), sondern auch in Bezug auf die genannten Objekte. Mit dieser Verantwortung schrieb er ihm die Pflicht zu, für das Reich und die übergebenen Objekte Sorge zu tragen, verbunden mit der Autorität eines Königs. Über die Pflichterfüllung muss er sich eines Tages rechtfertigen. Je nach Pflichterfüllung führt dies zu Konsequenzen wie Lob und Tadel, Belohnung, Bestrafung oder Forderungen nach Ersatzleistungen.
Übertrug er ihm auch die Verantwortung. Jedem von uns ist in bestimmten Angelegenheiten Verantwortung übertragen worden, z. B. als Mutter oder Vater von Kindern, die Gott uns anvertraut hat oder in einer bestimmten Berufung in der Kirche ... Eines Tages wird uns der Herr zur Rechenschaft ziehen und wir werden die Konsequenzen tragen müssen. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht Lob, verbunden mit einer Belohnung. Um die Erfüllung dieses Wunsches Realität werden zu lassen, muss ich wissen, welches die Kriterien der Pflichterfüllung sind. Sie finde ich in den heiligen Schriften. Das bedeutet, ich muss mich in sie vertiefen und die enthaltenen Lehren in meinem Alltag richtig anwenden. Das geht nicht von heute auf morgen, es ist, bei mir jedenfalls, ein lebenslanges Projekt, das ich geduldig durchziehen möchte (Lehre und Bündnisse 67:13). Wie ergeht es dir in den dir übertragenen Verantwortungen?

(Quelle)

Dienstag, 2. Juni 2015

Damit ihr davon Nutzen habt ... damit es euch wohl ergehe im Land

In unserer schnelllebigen Zeit, in der in der Arbeitswelt immer mehr Leistung in immer weniger Zeit gefordert wird, fällt es inzwischen vielen Menschen schwer die viel beschworene `Work-Life-Balance´, den Einklang zwischen Arbeits- und Privatleben, herzustellen. Wohlergehen für sich und seine Familie zu erreichen fällt immer schwerer und da werde ich nun auch noch z.B. von Mosia, einem König aus vorchristlicher Zeit aufgefordert: „Und nun, meine Söhne, möchte ich, dass ihr daran denkt, eifrig darin zu forschen, damit ihr davon Nutzen habt; und ich möchte, dass ihr die Gebote Gottes haltet, damit es euch wohl ergehe im Land gemäß den Verheißungen, die der Herr unseren Vätern gemacht hat.“ (Mosia1:7).
Damit ihr davon Nutzen habt ... damit es euch wohl ergehe im Land. Da fällt mir doch die Geschichte von dem Holzfäller und seiner stumpfen Axt ein, der vor lauter Bäume fällen sich nicht die Zeit nimmt, seine Axt zu schärfen, obwohl ihm das helfen würde, effektiver zu sein. Ähnlich sehe ich das mit dem sich Zeit nehmen, um täglich eifrig in der Schrift zu studieren (1.Timotheus 4:13). Die Erfahrungen derjenigen, die einen nicht unerheblichen Teil ihrer die Zeit geopfert haben, um mir im erfolgreichen Umgang mit Gott und meinem Alltag und dem Ziel Wohlergehen zu erlangen, Rat zu geben, lasse ich einfach links liegen, weil ich ja so viel Zeit aufwenden muss, um all die Anforderungen am Arbeitsplatz und im Privatleben zu meistern? Den Fehler des Holzfällers will ich nicht nachmachen. Wie nutz du die Erfahrungen deiner Vorfahren und derjenigen, die ihr Wissen um das Wohlergehen, das sich Gott für seine Kinder wünscht, weitergegeben haben?

(Quelle)

Montag, 1. Juni 2015

Ich möchte, dass ihr daran denkt, dass diese Worte wahr sind

Wenn du als Zeuge vor Gericht auszusagen hast, erklärt dir der Vorsitzende: "Zunächst muss ich Sie belehren. Sie müssen als Zeuge vor Gericht die Wahrheit sagen. Das bedeutet - man darf nichts dazu erfinden, aber auch nichts bewusst weglassen. Wenn Sie hier die Unwahrheit sagen, können Sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden." (entsprechend § 153 StGB).
König Benjamin hat die Wahrheit der Worte und Schriften bezüglich der Geheimnisse Gottes, die ihnen vorlagen, folgendermaßen bezeugt: „O meine Söhne, ich möchte, dass ihr daran denkt, dass diese Worte wahr sind und auch, dass diese Aufzeichnungen wahr sind. Und siehe, auch die Platten Nephis, die die Aufzeichnungen und die Worte unserer Väter von der Zeit an, da sie Jerusalem verlassen haben, bis jetzt enthalten, und sie sind wahr; und wir können von ihrer Wahrheit wissen, weil wir sie vor Augen haben.“ (Mosia 1:6).
Ich möchte, dass ihr daran denkt, dass diese Worte wahr sind. Nun magst du dich fragen, wie kann man diese Aussage, heute, nach gut 2000 Jahren, verifizieren? Uns liegen diese Originale nicht vor. Für mich gibt es da einen ganz einfachen Weg: Befrage doch denjenigen, dessen Worte als wahr bezeugt wurden. Du magst sagen: Wie denn, Gott steht mir ja nicht gegenüber. Das ist richtig, aber er hat uns einen Informationskanal zur Verfügung gestellt: das Gebet (Johannes 14:13-14; 16:23-24)! Du meinst das klappt nicht? Doch, es klappt (Sprüche 15:29). Ich nutze diesen Kanal tagtäglich mehrfach und bei mir klappt es und ich habe in meinem Herzen die Wahrworte Gottes bestätigt bekommen. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Du musst es glaubensvoll und ohne Zweifel, ausprobieren (Jakobus 1:5-6). Wenn du es schon getan hast und tust, welche Erfahrungen hast du mit Antworten gemacht?

(Quelle)