Samstag, 30. November 2024

Ob der Herr will, dass ich entrückt werde oder dass ich den Willen des Herrn im Fleische erleide

 


(Bild: Quelle)

“Nun sind die letzten Worte, die von Ether geschrieben wurden, diese: Ob der Herr will, dass ich entrückt werde oder dass ich den Willen des Herrn im Fleische erleide, darauf kommt es nicht an, wenn es nur so ist, dass ich im Reich Gottes errettet bin. Amen.” (Ether 15:24). 

  • Dieser Vers fasst die spirituelle Haltung von Ether zusammen und stellt das übergeordnete Thema des Kapitels dar: Das Vertrauen auf den göttlichen Willen und das Streben nach Erlösung im Reich Gottes, unabhängig von den irdischen Umständen. Trotz der Zerstörung und des Krieges, der das Volk erfasst hat, bleibt Ether in seinem Glauben standhaft und stellt die geistige Rettung über alles andere. 

Eine Zusammenfassung von Ether 15:18-34: 

Ether 15:18–34 beschreibt die letzten schrecklichen Momente des Jareditischen Volkes. Koriantumr versucht, durch einen Brief an Schiz den Krieg zu beenden und bietet ihm das Königreich an, um das Volk zu retten. Doch das Volk ist von Satan verblendet, und der Geist des Herrn hat sich von ihnen zurückgezogen. 

Es folgen brutale Schlachten über mehrere Tage, bei denen Tausende sterben. Die Kämpfe setzen sich bis zur völligen Auslöschung fort. Schließlich bleiben nur Koriantumr und Schiz übrig. In einem letzten, blutigen Duell enthauptet Koriantumr Schiz, bevor er selbst erschöpft zusammenbricht. 

Der Prophet Ether beobachtet die Erfüllung der göttlichen Prophezeiungen und verbirgt die Berichte, damit das Volk Limhi sie später findet. Er schließt mit dem Wunsch, unabhängig von seinem Schicksal, im Reich Gottes errettet zu werden. 

Gibt es in der Weltgeschichte weitere Beispiele, wo Abwendung von Gott sich ganze Völker gegenseitig vernichtet haben? 

Ja, in der Weltgeschichte gibt es mehrere Beispiele, in denen das Abwenden von Gott, moralische Verhärtung oder der Verlust ethischer Prinzipien zu gewaltsamen Konflikten und der Vernichtung ganzer Völker geführt haben. Diese Ereignisse spiegeln die tragischen Auswirkungen wider, die entstehen können, wenn Völker sich von göttlichen Geboten oder moralischen Werten entfernen. Hier sind einige Beispiele: 

  1. Der Fall von Babylon und das Schicksal der Babylonier: Im Alten Testament wird das babylonische Reich als ein Volk beschrieben, das sich zunehmend von Gott abwandte. Babylon wurde für seine Grausamkeit, seinen Hochmut und seine Götzenanbetung gerichtet. Im Buch Daniel wird beschrieben, wie der babylonische König Nebukadnezar für seine Arroganz und seinen Widerstand gegen den Gott Israels bestraft wurde. Das babylonische Reich fiel schließlich durch die persische Invasion, was als eine göttliche Strafe für seine Sünden interpretiert wird (Daniel 5:25-30). In diesem Fall führte das Abwenden von Gott zu einer moralischen Verrohung, die zum Untergang des gesamten Reiches beitrug. 
  1. Der Fall von Rom: Das Römische Reich ist ein weiteres Beispiel, in dem das Abweichen von göttlichen Prinzipien und moralischer Zügellosigkeit eine Rolle in seinem Niedergang spielte. Rom war im späten 4. und 5. Jahrhundert nach Christus von inneren Konflikten, politischer Korruption, wirtschaftlicher Instabilität und einer moralischen Krise geprägt. Der römische Imperialismus und der Glaube an seine eigene Überlegenheit führten zu Grausamkeiten gegenüber anderen Völkern, während die römische Gesellschaft zunehmend von Götzenkulten, sexueller Ausschweifung und Machtkämpfen beherrscht wurde. Das Imperium zerbrach schließlich durch die Invasion der Vandalen, Gothen und anderen germanischen Stämme, was als Folge des moralischen und spirituellen Verfalls angesehen werden kann. 
  1. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648): Der Dreißigjährige Krieg war ein äußerst zerstörerischer religiöser Konflikt in Europa, der auch den Abfall von christlichen Prinzipien und die politische Ausbeutung von Religion widerspiegelte. Der Krieg begann als religiöser Konflikt zwischen katholischen und protestantischen Kräften, entwickelte sich jedoch schnell zu einem gewaltsamen Machtkampf, bei dem auch Dynastien und Nationen um politische Vorherrschaft kämpften. Millionen von Menschen starben, und ganze Regionen wurden verwüstet. Dieser Krieg zeigte, wie religiöse Spaltung und moralischer Verfall in der Politik zu massiven Zerstörungen führen können. 
  1. Der Zweite Weltkrieg (1939–1945): Der Zweite Weltkrieg war eine der schlimmsten globalen Katastrophen der Geschichte, die von extremen Formen von Nationalismus, Rassismus und einer Abkehr von humanitären und göttlichen Prinzipien geprägt war. Die Nazi-Ideologie unter Adolf Hitler führte zu einem grausamen Vernichtungskrieg, der mit dem Völkermord an Millionen von Juden und anderen Minderheitengruppen verbunden war. Die Verführung durch rassistische Ideologien und die Ablehnung moralischer und religiöser Prinzipien in der Nazi-Diktatur führten zu einem globalen Konflikt, der in der Zerstörung und dem Leid von Millionen von Menschen endete. 
  1. Der Völkermord in Ruanda (1994): In den 1990er Jahren kam es in Ruanda zu einem ethnischen Konflikt zwischen den Hutu und den Tutsi, der in einem brutalen Völkermord gipfelte. Millionen von Menschen wurden getötet, hauptsächlich Tutsi, aber auch gemäßigte Hutu. Dieser Völkermord kann als eine Folge von jahrzehntelangen ethnischen Spannungen und der Verbreitung von Hass und Vorurteilen gesehen werden. Obwohl der Konflikt nicht direkt mit einer religiösen Abkehr in Verbindung stand, spielte die gesellschaftliche und moralische Verrohung eine entscheidende Rolle, wie sich das Massaker entfaltete. Der Ruanda-Völkermord zeigte, wie ein Volk von Hass und Gier getrieben werden kann, wenn es sich von Mitgefühl und göttlichen Prinzipien entfernt. 
  1. Die Kolonialgeschichte: Die koloniale Expansion, besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert, führte zu unzähligen Konflikten, Unterdrückungen und Zerstörungen ganzer Völker. Kolonialmächte wie Großbritannien, Frankreich und Spanien gingen in vielen Fällen mit Gewalt gegen indigene Völker vor, indem sie Land raubten, Kulturen zerstörten und Menschen versklavten. Diese Kolonialisierung beruhte oft auf der Vorstellung der kulturellen Überlegenheit und einem fehlerhaften religiösen oder moralischen Denken, das den Kolonialisten als „zivilisierend“ ansah. Die Folgen dieser Zeit sind noch immer in vielen Teilen der Welt sichtbar. 

Was bedeutet die Aussage Ethers "Ob der Herr will, dass ich entrückt werde oder dass ich den Willen des Herrn im Fleische erleide, darauf kommt es nicht an, wenn es nur so ist, dass ich im Reich Gottes errettet bin"? 

Die Aussage Ethers – „Ob der Herr will, dass ich entrückt werde oder dass ich den Willen des Herrn im Fleische erleide, darauf kommt es nicht an, wenn es nur so ist, dass ich im Reich Gottes errettet bin“ (Ether 15:34) – spiegelt eine tiefgehende Haltung des Glaubens, der Demut und der Hingabe an Gottes Willen wider. Sie enthält mehrere bedeutende Aspekte: 

  1. Akzeptanz von Gottes Plan: Ether drückt seine Bereitschaft aus, Gottes Plan für ihn zu akzeptieren, unabhängig davon, welche Form dieser Plan annehmen könnte. Das bedeutet, dass er sich sowohl den Möglichkeiten einer übernatürlichen Errettung (wie der Entrückung) als auch den Herausforderungen und Prüfungen, die das irdische Leben mit sich bringt, beugen würde. Diese Haltung zeigt eine tiefe Hingabe und ein Vertrauen in Gottes Weisheit und Macht. 
  1. Bereitschaft, im irdischen Leben zu leiden: Der Ausdruck „den Willen des Herrn im Fleische erleiden“ deutet darauf hin, dass Ether bereit ist, die Schwierigkeiten, Prüfungen und Leiden des irdischen Lebens zu ertragen, wenn dies Teil von Gottes Plan für ihn ist. In einem größeren Kontext bedeutet dies, dass wir auch in unseren eigenen Prüfungen und Herausforderungen die Bereitschaft zeigen sollten, den Willen Gottes zu erfüllen, auch wenn es mit Leiden oder persönlichen Opfern verbunden ist. 
  1. Erlösung ist das oberste Ziel: Die zentrale Botschaft dieser Aussage ist, dass die Errettung im Reich Gottes das wichtigste Ziel ist. Für Ether (und für uns als Gläubige) zählt nicht, ob der Weg dahin leicht oder schwierig, angenehm oder schmerzhaft ist, sondern nur, dass wir letztlich im Reich Gottes gerettet werden. Diese Sichtweise lenkt den Fokus auf das ewige Leben und die himmlische Bestimmung und stellt diese über vorübergehende weltliche oder irdische Erfahrungen. 
  1. Demut und Vertrauen: Ethers Worte zeigen seine Demut und sein Vertrauen in Gott. Er überlässt sich völlig dem göttlichen Willen, ohne eigene Wünsche oder Vorstellungen zu priorisieren. Diese Haltung fordert uns heraus, unser Vertrauen in Gott zu setzen, selbst wenn wir den gesamten Verlauf unseres Lebens nicht vollständig verstehen oder kontrollieren können. 

Wozu rufen uns in Sachen Krieg unsere heutigen lebenden Apostel und Propheten auf? 

Die heutigen lebenden Apostel und Propheten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage rufen uns immer wieder zu einer Haltung des Friedens, der Versöhnung und des moralischen Handelns inmitten von Konflikten und Krieg auf. Hier sind einige ihrer wesentlichen Lehren und Aufrufe in Bezug auf Krieg: 

  1. Friedensförderung und Vermeidung von Gewalt
  • Präsident Gordon B. Hinckley betonte immer wieder die Bedeutung des Friedens und sagte in einer seiner berühmtesten Aussagen: „Es gibt keine Entschuldigung für Krieg und Gewalt. Wir müssen den Frieden suchen und danach streben, ihn zu bewahren.“ Er forderte die Mitglieder dazu auf, Konflikte auf friedliche Weise zu lösen und zu versuchen, Streitigkeiten durch Verhandlungen und Dialog zu beenden. 
  • Präsident Thomas S. Monson sprach häufig davon, wie wichtig es ist, den Frieden zu fördern und als Friedensboten zu leben. Er sagte: „Möge der Frieden Gottes in unser Leben eintreten, damit wir in unserem Handeln als Friedensstifter wirken können.“ 
  1. Die Bedeutung der Vergebung und der Versöhnung
  • Apostel haben immer wieder betont, wie entscheidend es ist, Konflikte nicht nur mit äußerer Gewalt zu lösen, sondern auch auf innerer Ebene durch Vergebung und Versöhnung. Elder Jeffrey R. Holland sagte in einer Ansprache: „Wenn wir im Angesicht von Konflikten und Ungerechtigkeit handeln, sollten wir nie das Ziel der Versöhnung und des Friedens aus den Augen verlieren.“ Es wird immer wieder betont, dass wir in unseren Herzen Frieden finden sollten, bevor wir uns mit anderen im äußeren Leben versöhnen können. 
  1. Verantwortung als Bürger und Soldaten
  • Während die Propheten und Apostel den Krieg im Allgemeinen verurteilen, erkennen sie auch die Verantwortung von Staaten an, sich zu verteidigen, wenn dies notwendig ist. Präsident Dallin H. Oaks stellte klar, dass es in einigen Fällen gerechtfertigt sein kann, gegen ungerechte Aggression zu kämpfen, insbesondere wenn das Leben und die Freiheit von unschuldigen Menschen bedroht werden. Er betonte jedoch auch, dass Kriege und Konflikte die Ausnahme und nicht die Regel sein sollten. 
  1. Die Rolle des Glaubens im Konflikt
  • Der Glaube an Christus und das Streben nach Frieden durch Gebet sind zentrale Themen in den Lehren der Apostel. Präsident Russell M. Nelson und andere Apostel betonen, dass das Gebet und der Glaube an Christus uns helfen, den Frieden in unserem Leben zu finden, auch inmitten von weltlichen Krisen. Sie rufen uns dazu auf, in Zeiten der Unsicherheit und des Konflikts auf Gott zu vertrauen und uns nicht von Angst und Hass leiten zu lassen. 
  • Präsident Nelson rief die Mitglieder der Kirche besonders dazu auf, sich für den Weltfrieden zu engagieren: „Lasst uns die Liebe Gottes in unser Leben einladen und dann die Menschen um uns herum lieben, selbst diejenigen, die wir als Feinde betrachten.“ 
  1. Achtung vor dem Leben und der Würde des Menschen
  • Ein wiederkehrendes Thema in den Ansprache der Apostel ist der hohe Wert des menschlichen Lebens und der Würde des Einzelnen. Elder Dieter F. Uchtdorf erinnerte daran, dass wir in einer Welt leben, in der Konflikte und Kriege oft die Unschuldigen treffen, und dass es unsere Aufgabe ist, das Leben und die Rechte anderer zu respektieren. Er betonte, dass wir, anstatt Gewalt zu fördern, uns als Zeugen des Friedens und der Hoffnung in der Welt verstehen sollten. 
  1. Die Macht der Liebe und der Nächstenliebe
  • Präsident Nelson und andere Propheten betonen regelmäßig die transformative Kraft der Liebe, die uns dazu befähigt, Konflikte zu überwinden. In seiner Ansprache „Die Liebe als der Weg“ sagte er: „Wenn wir mit Gottes Liebe handeln, können wir die tiefsten Wunden heilen und den Frieden herstellen.“ 

Lehren die wir ziehen können 

Aus Ether 15:18–34 lassen sich mehrere wichtige Lehren ziehen: 

  1. Die Auswirkungen von Ungehorsam und Härte des Herzens (Vers 19): Das Volk wurde von Satan verblendet, weil es sich weigerte, sich dem Willen Gottes zu beugen. Dies zeigt, wie sich fortwährender Ungehorsam und die Ablehnung von Gottes Eingebungen negativ auf ein Volk oder Individuum auswirken können. 
  1. Die verheerenden Folgen von Gewalt und Krieg (Verse 20–23): Die endlosen Kämpfe und die Zerstörung eines ganzen Volkes erinnern uns an die tragischen Konsequenzen von Gewalt. Diese Verse lehren uns, dass Krieg nicht nur Menschenleben kostet, sondern auch ganze Gesellschaften und Kulturen zerstören kann. 
  1. Der Wert des Friedens und die Notwendigkeit der Vergebung (Vers 18): Koriantumr versucht zunächst, den Krieg zu beenden und Schiz den Frieden anzubieten. Dies erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Konflikte zu vermeiden und nach Wegen zu suchen, in Frieden miteinander zu leben, anstatt in Zerstörung und Hass zu verharren. 
  1. Die Beständigkeit des göttlichen Plans (Vers 33): Die Erfüllung der Prophezeiungen, die Gott dem Propheten Ether gab, zeigt, dass Gottes Plan immer zur Erfüllung kommt, auch wenn er oft auf den ersten Blick unverständlich oder schmerzhaft erscheint. Es erinnert uns daran, dass Gott über allem steht und seine Absichten immer zum Wohl der Menschheit sind. 
  1. Die Bedeutung des persönlichen Glaubens und des Vertrauens in Gottes Willen (Vers 34): Die letzten Worte von Ether spiegeln die tiefe Demut und den Glauben wider, dass die göttliche Erlösung das höchste Ziel ist. Dies lehrt uns, dass wir inmitten von Prüfungen und Herausforderungen unseren Glauben an Gott bewahren und ihm vertrauen sollten, dass er uns letztlich ins Reich Gottes führt. 
  1. Die Vergänglichkeit menschlicher Macht: In diesen Versen sehen wir, wie die Macht der Menschen letztlich nicht ausreicht, um den Lauf der Geschichte oder den göttlichen Plan zu ändern. Trotz des Krieges und der Zerstörung bleibt das wichtigste Ziel die Erlösung und das ewige Leben. Die Menschen können durch ihr Verhalten zwar die irdischen Umstände beeinflussen, aber Gottes Plan bleibt unveränderlich. 

Was verstehst du darunter, entrückt zu werden? 

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Freitag, 29. November 2024

Seine Seele trauerte und wollte sich nicht trösten lassen

 

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„Er fing an, von dem Bösen, was er getan hatte, umzukehren; er fing an, sich der Worte zu erinnern, die durch den Mund aller Propheten gesprochen worden waren, und er sah sie, dass sie bisher bis ins Kleinste in Erfüllung gegangen waren; und seine Seele trauerte und wollte sich nicht trösten lassen.“ (Ether 15:3). 

  • Dieser Vers zeigt, dass die Worte der Propheten wahr waren und Koriantumr spät, aber schmerzlich seine Schuld und die Folgen des kollektiven Abfalls seines Volkes erkennt. Er steht sinnbildlich für die Konsequenzen des Ungehorsams gegenüber Gott. 

Eine Zusammenfassung von Ether 15:1-17: 

Ether 15:1–17 schildert die tragischen Ereignisse, die zur völligen Vernichtung der Jarediten führen. Nachdem Koriantumr sich von seinen Wunden erholt hat, denkt er über die Worte des Propheten Ether nach und erkennt die Erfüllung der prophetischen Warnungen. Er trauert über den Tod von zwei Millionen Menschen, einschließlich mächtiger Männer, Frauen und Kinder, und beginnt, umzukehren. Er bietet Schiz an, sein Königreich aufzugeben, um das Leben seines Volkes zu retten. Schiz verlangt jedoch, Koriantumr persönlich zu töten, was zu keiner Einigung führt. 

Stattdessen wird die Feindschaft zwischen den beiden Gruppen weiter angefacht, und blutige Kämpfe folgen. Nach einem heftigen Gefecht am Wasser Ripliankum und weiteren Zusammenstößen schlagen die Parteien ihre Lager am Hügel Rama und bei Ogat auf. Über vier Jahre sammeln beide Seiten die Überlebenden und bewaffnen Männer, Frauen und Kinder für den Krieg. Die Kämpfe dauern tagelang ohne Sieger, und jede Nacht durchdringen Schreie und Klagen die Luft, da die Verluste an Menschenleben auf beiden Seiten überwältigend sind. Die Ereignisse spiegeln die völlige Verblendung und den Niedergang eines Volkes wider, das sich von Gott abgewandt hat. 

Welcher Worte erinnerte sich Koriantumr nachdem er sich von seinen Wunden erholt hatte? 

Nachdem sich Koriantumr von seinen Wunden erholt hatte, erinnerte er sich an die Worte des Propheten Ether. Ether hatte ihm prophezeit, dass sein Volk aufgrund seiner Bosheit vollständig vernichtet werden würde, falls sie nicht umkehrten. Zudem hatte Ether speziell vorausgesagt, dass Koriantumr als letzter Überlebender seines Volkes zurückbleiben würde, um das vollständige Gericht Gottes zu bezeugen (siehe Ether 13:20–21). 

Diese Worte erfüllten sich zunehmend vor Koriantumrs Augen, als er das Ausmaß der Zerstörung und der Toten in seinem Volk sah. Die Erinnerung an diese Prophezeiungen löste Reue und tiefes Trauern in ihm aus. 

Inwiefern kam Koriantumrs Umkehr viel zu spät? 

Koriantumrs Umkehr kam viel zu spät, weil die Folgen seiner Taten bereits unumkehrbar waren und das Volk vollständig in Sünde und Zerstörung verstrickt war: 

  1. Die Vernichtung seines Volkes war fast vollendet: Bereits Millionen Menschen waren durch Kriege getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Selbst seine späte Einsicht konnte das Leid und die Zerstörung nicht mehr rückgängig machen. 
  1. Seine Führungsposition war bedeutungslos geworden: Obwohl Koriantumr Frieden anbot, war sein Volk so verhärtet in Sünde und Hass, dass es nicht mehr bereit war, Umkehr zu üben oder auf ihn zu hören. 
  1. Die Herzen der Menschen waren zu verhärtet: Der Hass zwischen den Gruppen von Koriantumr und Schiz war so groß, dass keiner von beiden bereit war, den Konflikt zu beenden. Selbst Koriantumrs Bitte um Gnade konnte die Eskalation nicht stoppen. 
  1. Prophezeiungen erfüllten sich unvermeidlich: Die Zerstörung seines Volkes war von Gott durch die Propheten angekündigt worden, wenn sie nicht umkehren würden. Koriantumr erkannte zwar die Wahrheit dieser Prophezeiungen, doch seine Umkehr kam zu einem Zeitpunkt, an dem das Gericht Gottes bereits ausgeführt wurde. 

Seine späte Reue zeigt, dass Umkehr wirksam ist, solange es noch Raum für Veränderung gibt. Wenn sie jedoch aufgeschoben wird, kann der Zeitpunkt kommen, an dem die Konsequenzen unumgänglich sind. 

Hätte der Konflikt zwischen Korintumr und Schiz beigelegt werden können wenn Koriantumr der Forderung von Schiz nachgekommen wäre? 

Es ist unwahrscheinlich, dass der Konflikt zwischen Koriantumr und Schiz dauerhaft beigelegt worden wäre, selbst wenn Koriantumr der Forderung von Schiz nachgekommen wäre, ihn persönlich zu töten (Ether 15:5). Hier sind die Gründe: 

  1. Tiefer Hass und Vergeltung: Der Konflikt zwischen den Parteien war nicht nur ein persönlicher Streit zwischen Koriantumr und Schiz, sondern ein Ausdruck tief verwurzelten Hasses und Vergeltungsstrebens zwischen ihren Anhängern. Selbst mit dem Tod von Koriantumr hätte dieser Hass wahrscheinlich weiter bestanden. 
  1. Verhärtete Herzen: Das Volk beider Seiten kehrte trotz massiver Zerstörung und wiederholter Verluste nicht von seinem Übeltun um (Ether 15:6). Dies zeigt, dass die Menschen so verhärtet waren, dass sie kaum bereit gewesen wären, Frieden anzunehmen, selbst wenn ihre Anführer einen Kompromiss geschlossen hätten. 
  1. Schiz’ Motive: Die Forderung von Schiz, Koriantumr persönlich zu töten, deutet darauf hin, dass er von Rache und Stolz getrieben war. Solche Motive hätten wohl weiterhin Gewalt gefördert, selbst nach Koriantumrs Tod. 
  1. Göttliche Prophezeiung: Die vollständige Vernichtung des jareditischen Volkes war bereits durch Ether prophezeit worden. Dies deutet darauf hin, dass die spirituelle und moralische Verderbnis des Volkes so groß war, dass es keinen dauerhaften Frieden mehr hätte geben können, ohne echte Umkehr, die jedoch ausblieb. 

Kurz gesagt, selbst wenn Koriantumr sich geopfert hätte, hätte dies wahrscheinlich nur eine kurzfristige Unterbrechung des Konflikts bewirkt, ohne die tieferen Ursachen von Hass, Sünde und Vergeltung zu lösen. 

Haben wir in der heutigen Weltgeschichte ähnlich oder gleiche Situationen? 

Ja, in der heutigen Weltgeschichte gibt es Konflikte, die in ihrer Dynamik und Tragik mit der Situation zwischen Koriantumr und Schiz vergleichbar sind. Hier einige Parallelen: 

1. Tiefe Feindschaften und verhärtete Fronten 

  • Beispiele: Der israelisch-palästinensische Konflikt, Bürgerkriege wie in Syrien oder im Sudan. 
  • Vergleich: Wie bei Koriantumr und Schiz führen jahrzehntelange Feindschaften, Misstrauen und Vergeltung zu einer Spirale von Gewalt, die schwer zu durchbrechen ist. 

2. Unversöhnliche Führer und verhärtete Herzen 

  • Beispiele: Politische und militärische Führer, die ihre Macht oder persönlichen Ziele über das Wohl ihrer Völker stellen, z. B. in autoritären Regimen oder lang anhaltenden Bürgerkriegen. 
  • Vergleich: Führer wie Schiz, die von Stolz, Hass oder Machtstreben angetrieben werden, verhindern oft eine friedliche Lösung. 

3. Massive Zerstörung trotz Verhandlungen 

  • Beispiele: Der Russland-Ukraine-Krieg, bei dem trotz diplomatischer Bemühungen die Kämpfe andauern, weil grundlegende Forderungen unvereinbar sind. 
  • Vergleich: Wie Koriantumr und Schiz versuchen beide Seiten, ihre Ziele durchzusetzen, was eine Lösung nahezu unmöglich macht. 

4. Unschuldige Opfer in eskalierenden Konflikten 

  • Beispiele: Der Völkermord in Ruanda (1994), ethnische Konflikte und die Auswirkungen von Bürgerkriegen, die Millionen von Zivilisten betreffen. 
  • Vergleich: Wie die Millionen Opfer im Buch Ether zeigen solche Konflikte, wie unschuldige Menschen in sinnlosen Kämpfen leiden und sterben. 

5. Fehlende Umkehr und kollektive Verantwortung 

  • Beispiele: Umweltzerstörung oder soziale Ungerechtigkeit, bei der die Menschheit als Ganzes vorgewarnt wird, aber oft erst reagiert, wenn die Schäden unumkehrbar sind. 
  • Vergleich: Wie das jareditische Volk trotz Warnungen nicht umkehrte, ignorieren auch heutige Gesellschaften oft kritische Probleme, bis die Konsequenzen nicht mehr zu vermeiden sind. 

Diese Beispiele zeigen, dass viele der Dynamiken aus Ether 15 universell sind: Stolz, Hass, mangelnde Umkehr und verhärtete Herzen führen zu Zerstörung – damals wie heute. Die Lehren aus solchen Geschichten bleiben daher relevant. 

Welche Warnungen sprechen unsere heute lebenden Propheten und Apostel zu solchem Verhalten aus? 

Unsere heutigen Propheten und Apostel warnen regelmäßig vor Verhaltensweisen und Einstellungen, die zu Konflikten, Zerstörung und Leid führen könnten. Hier sind einige zentrale Themen, die sie ansprechen: 

1. Warnung vor Stolz und Egoismus 

  • Botschaft: Präsident Ezra Taft Benson lehrte, dass Stolz eine der zerstörerischsten Eigenschaften ist, weil er Spaltungen, Hass und Unversöhnlichkeit verursacht. Propheten ermahnen uns, Demut zu üben und nicht nach Vergeltung oder Überlegenheit zu streben. 
  • Relevanz: Wie bei Koriantumr und Schiz können Stolz und Machtstreben heutige Konflikte verstärken. 

2. Aufruf zur Umkehr und Gehorsam gegenüber Gott 

  • Botschaft: Präsident Russell M. Nelson betont die Bedeutung der Umkehr und des Bündnisweges, um persönliche und gesellschaftliche Probleme zu lösen. Er erinnert uns, dass die Segnungen des Friedens und der Harmonie von unserer Bereitschaft abhängen, Gottes Gebote zu befolgen. 
  • Relevanz: Wie das jareditische Volk, das die Propheten ignorierte, erleben wir die Folgen, wenn Menschen spirituelle Grundsätze vernachlässigen. 

3. Warnung vor Spaltung und Feindschaft 

  • Botschaft: Elder Dallin H. Oaks lehrt, dass Einheit in Christus der einzige Weg ist, um Spaltungen und Konflikte zu überwinden. Wir werden aufgefordert, Hassreden, Feindschaft und politische Polarisierung zu vermeiden. 
  • Relevanz: Konflikte entstehen oft, wenn Gruppen verhärtete Positionen einnehmen, wie bei Koriantumr und Schiz. 

4. Friedensstifter sein 

  • Botschaft: Präsident Nelson rief dazu auf, Friedensstifter zu sein – in unseren Familien, Gemeinden und weltweit. Dies beinhaltet Vergebung, Versöhnung und aktives Arbeiten für den Frieden. 
  • Relevanz: Statt Konflikte zu eskalieren, müssen wir, anders als Koriantumr und Schiz, Wege zur Verständigung suchen. 

5. Verantwortung für die Schwachen und Unschuldigen 

  • Botschaft: Propheten wie Elder Jeffrey R. Holland erinnern daran, dass wir für die Schwachen und Leidenden Verantwortung tragen. Sie warnen, dass Ignoranz gegenüber dem Leid anderer zur Zerstörung von Gesellschaften führen kann. 
  • Relevanz: Wie die unschuldigen Opfer in Ether 15 zeigt die heutige Welt, dass Kriege und Konflikte oft die Schwächsten am härtesten treffen. 

6. Göttliche Warnungen ernst nehmen 

  • Botschaft: Präsident Nelson betont die Wichtigkeit, auf die Botschaften von Propheten zu hören und entsprechend zu handeln. Er warnt vor den Konsequenzen von Ungehorsam und geistiger Gleichgültigkeit. 
  • Relevanz: Wie im Buch Ether werden Propheten heute oft ignoriert, was langfristige Folgen für Einzelne und Gesellschaften hat. 

Die heutigen Propheten rufen uns auf, Verantwortung zu übernehmen, Streit zu vermeiden, und Frieden durch Christus zu suchen. Ihre Warnungen sind ein Aufruf, nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. 

Lehren die wir ziehen können 

Aus Ether 15:1–17 lassen sich folgende Lehren ziehen: 

  1. Die Warnungen Gottes erfüllen sich: Die Worte der Propheten, die Koriantumr ignorierte, trafen genau ein. Dies lehrt, dass wir auf göttliche Warnungen hören und rechtzeitig umkehren sollten, um Leid zu vermeiden. 
  1. Sünde führt zu Leid und Zerstörung: Der Ungehorsam der Jarediten gegenüber Gott führte zu ihrem Untergang. Das zeigt, dass Sünde nicht nur persönliche, sondern auch kollektive Konsequenzen haben kann. 
  1. Umkehr ist notwendig, aber oft zeitkritisch: Koriantumr begann, umzukehren, als es bereits zu spät war. Das lehrt, dass wir Umkehr nicht aufschieben sollten, da es Momente gibt, in denen die Folgen unseres Handelns unumkehrbar sind. 
  1. Hass und Vergeltung zerstören Gemeinschaften: Die gegenseitige Aufstachelung zwischen den Parteien von Schiz und Koriantumr führte zu eskalierender Gewalt. Das mahnt uns, Konflikte durch Vergebung und Dialog zu lösen, bevor sie außer Kontrolle geraten. 
  1. Das Leben ohne Gott endet in Leere: Die Zerstörung der Jarediten zeigt, dass ein Volk, das sich von Gott abwendet, in Chaos, Trauer und letztlich Vernichtung endet. Wir sollten Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen, um Frieden und Schutz zu finden. 

Wie sieht es mit Trost aus, wenn man wegen schwerwiegender Übertretung trauert? 

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Donnerstag, 28. November 2024

Dass der Herr sie mit der Fülle seines Grimms heimsuchte

 

Nun fing es an, dass ein großer Fluch auf dem ganzen Land lag, wegen des Übeltuns des Volkes
(Bild: Quelle)

„Und so sehen wir, dass der Herr sie mit der Fülle seines Grimms heimsuchte und dass ihre Schlechtigkeit und ihre Gräuel den Weg für ihre immerwährende Vernichtung bereitet hatten.“ (Ether 14:25). 

  • Dieser Vers zeigt klar, dass die Zerstörung der Jarediten eine direkte Folge ihrer Schlechtigkeit und ihres Widerstandes gegen den Herrn war. Ihre Taten hatten ihre Vernichtung unausweichlich gemacht, was die zentrale Lektion des Kapitels verdeutlicht: Sünde und Gräuel führen letztlich zum Untergang. 

Eine Zusammenfassung von Ether 14:1-31: 

Ether 14 beschreibt die fortschreitende Zerstörung der Jarediten aufgrund ihres Übeltuns. Der Herr legt einen Fluch auf das Land, wodurch Besitz instabil wird und die Menschen gezwungen sind, ständig ihre Habseligkeiten und Waffen in der Hand zu halten. Dies führt zu einem Klima des Misstrauens und der Gewalt. 

Nach dem Tod Schareds erheben sich neue Anführer, darunter dessen Bruder Gilead, der Koriantumr bekämpft, aber letztlich besiegt wird. Intrigen innerhalb der geheimen Verbindungen führen zu Gileads Ermordung, woraufhin Lib die Macht übernimmt. Lib wird schließlich von Koriantumr getötet, und dessen Bruder Schiz tritt an Libs Stelle. Schiz führt einen gnadenlosen Krieg gegen Koriantumr, zerstört Städte, tötet Frauen und Kinder und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Die Bevölkerung teilt sich in zwei Lager: die Anhänger von Koriantumr und die von Schiz. 

Die Kämpfe eskalieren zu einem völligen Blutvergießen, sodass die Toten nicht mehr begraben werden können. Der Gestank der Leichen erfüllt das Land. Trotz dieser Katastrophen setzt Schiz seine Jagd auf Koriantumr fort, um den Tod seines Bruders zu rächen. Schließlich kommt es zu einem massiven Kampf, bei dem Koriantumr schwer verwundet wird und ohnmächtig zusammenbricht. Die Verluste auf beiden Seiten sind so gewaltig, dass Schiz sein Heer davon abhält, die Verfolgung fortzusetzen, und sie ins Lager zurückkehren. 

Diese Ereignisse zeigen, wie die Jarediten durch ihren Stolz und ihre Schlechtigkeit ihren eigenen Untergang herbeiführen, während sie vom Herrn mit Zorn und Zerstörung heimgesucht werden. 

„Ein großer Fluch über das ganze Land“ – Ether 14:1-2 

Bedeutung des Fluchs: 

Moroni beschreibt eine Gesellschaft, die von extremer Ungerechtigkeit, Misstrauen und Korruption durchdrungen war. Der "große Fluch" bezieht sich wahrscheinlich auf die Konsequenzen ihrer kollektiven Schlechtigkeit und ihres Übeltuns. Das Land selbst, einst eine Verheißung, wurde durch die Menschen zu einem Ort der Unsicherheit und des Chaos, wo selbst die grundlegendsten Aspekte des Lebens – wie der Besitz von Werkzeugen – nicht mehr garantiert waren. 

Was würde passieren, wenn jemand seine Werkzeuge liegen ließ? 

Wenn ein Mann sein Werkzeug oder seine Waffen unbewacht ließ, konnte er sicher sein, dass sie gestohlen wurden. Dies könnte auf eine Gesellschaft hinweisen, in der Diebstahl und Plünderung so verbreitet waren, dass niemandem mehr zu trauen war. Die Menschen lebten in ständiger Angst vor Raub und Gewalt. 

Warum war das so? 

Dieses Misstrauen war die Folge von: 

  • Der völligen Auflösung von Rechtsordnung und Gerechtigkeit. 
  • Der Durchdringung der Gesellschaft durch Geheimbünde, die Macht und Wohlstand durch Betrug und Gewalt suchten. 
  • Dem Verlust von Nächstenliebe und der Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen. 

Wie schützten die Menschen sich selbst und ihre Familien? 

  • Ständiges Bewachen: Jeder hielt seine Werkzeuge oder Waffen in der Hand, da man sie nicht unbeaufsichtigt lassen konnte. 
  • Aufrüstung: Die Menschen hielten das Heft ihres Schwertes fest, um sich und ihre Familien zu verteidigen. 
  • Isolation: Niemand wollte mehr leihen oder verleihen, weil Vertrauen vollständig zerstört war. 

Parallelen zu unserer Zeit 

Auch in unserer modernen Gesellschaft ergreifen Menschen Maßnahmen, um sich und ihr Eigentum zu schützen: 

  • Überwachungstechnologie: Kameras, Alarmanlagen und Bewegungsmelder werden verwendet, um Eigentum zu sichern. 
  • Sicherheitsdienste: Menschen engagieren Sicherheitsfirmen oder installieren Zugangskontrollen. 
  • Digitaler Schutz: In der digitalen Welt schützen wir uns durch Passwörter, Firewalls und Sicherheitssoftware vor Betrug oder Identitätsdiebstahl. 
  • Gemeinschaftsinitiativen: Manche Viertel gründen Nachbarschaftswachen, um gemeinsam für Sicherheit zu sorgen. 

Warum diese Maßnahmen? 

Wie bei den Jarediten ist ein Verlust von Vertrauen ein Hauptgrund. Wenn ethische Werte, Gerechtigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme schwinden, werden Menschen gezwungen, ihren Schutz selbst in die Hand zu nehmen. Der „Fluch“ einer Gesellschaft, die von Misstrauen geprägt ist, entsteht durch Egoismus und eine Abkehr von Prinzipien wie Ehrlichkeit und Nächstenliebe. 

Lehre für uns heute: 
Um einen „Fluch“ wie in Ether 14 zu vermeiden, müssen wir bewusst daran arbeiten, Werte wie Vertrauen, gegenseitige Hilfe und Gerechtigkeit zu stärken. Indem wir ehrlicher und liebevoller miteinander umgehen, können wir ein Umfeld schaffen, in dem weniger Verteidigung und Überwachung nötig sind. 

Ether 14:8-10Ether 14:9-10 lässt uns manchmal fragen, wer wen getötet hat, weil die Pronomen nicht klar definiert sind. Trotzdem tötete ein Hohepriester von Shared oder Gilead seinen Anführer. Glaubst du, dass korrupte Priester eine Rolle für den Niedergang der Jarediten gaben? 

Korrupte Priester spielten wahrscheinlich eine bedeutende Rolle im Niedergang der Jarediten. Ether 14:9-10 beschreibt einen Mord, der durch einen Hohepriester begangen wurde, was darauf hindeutet, dass diejenigen, die in religiöser oder spiritueller Verantwortung standen, stattdessen Teil der Gewalt und des Machtkampfes wurden. Dies ist ein starkes Symbol für die moralische Verkommenheit der Gesellschaft der Jarediten. 

Wie korrupte Priester zum Niedergang beitrugen: 

  1. Verzerrung des Glaubens: 
    Priester, die sich der Korruption hingeben, verlieren ihre moralische Autorität. Statt den Menschen zu dienen und sie zu Gott zu führen, fördern sie Machtkämpfe, Intrigen und Uneinigkeit. Dies schwächt die Gesellschaft und führt zur moralischen Verwirrung. 
  1. Vertrauensverlust in göttliche Führer: 
    Wenn Priester ihre Positionen für persönliche Vorteile missbrauchen, verliert die Gesellschaft das Vertrauen in die Religion und ihre Führer. Dies kann zu einer allgemeinen Abkehr von göttlichen Prinzipien führen. 
  1. Förderung geheimer Verbindungen: 
    Es ist möglich, dass solche korrupten Priester enge Verbindungen zu den Geheimbünden der Jarediten hatten. Diese Verbindungen trugen zur Unterwanderung der Rechtsstaatlichkeit und zur Ausbreitung von Gewalt bei. 
  1. Machtkämpfe und Spaltungen: 
    Der Mord durch einen Hohepriester zeigt, dass sogar religiöse Anführer bereit waren, zu töten, um Macht zu erlangen. Dies verstärkte die ohnehin vorherrschenden Konflikte und Spaltungen in der Gesellschaft. 

Parallelen zu unserer Zeit: 

In jeder Gesellschaft, in der religiöse Führer korrupt werden oder Macht für egoistische Zwecke missbrauchen, entstehen ähnliche Probleme: 

  • Der Glaube der Menschen wird erschüttert, was sie anfällig für Sünde und Verwirrung macht. 
  • Religion wird politisiert oder instrumentalisiert, was Konflikte schürt. 
  • Ethische Werte werden aufgegeben, und die Gesellschaft gerät in einen moralischen Niedergang. 

Lehren aus Ether 14: 

  1. Wahre Führerschaft erfordert Integrität: 
    Wer in einer Führungsposition steht – besonders in religiösen oder moralischen Angelegenheiten – trägt eine große Verantwortung, sich dem Dienst am Volk und an Gott zu widmen, nicht dem eigenen Vorteil. 
  1. Die Macht des Beispiels: 
    Moralische Führer beeinflussen das Verhalten der Menschen um sie herum. Wenn sie korrupt sind, setzen sie ein schlechtes Beispiel, das ganze Gemeinschaften verderben kann. 
  1. Wachsamkeit gegenüber Korruption: 
    Gesellschaften müssen wachsam sein, um Korruption, besonders in religiösen Institutionen, zu verhindern. Transparenz, Verantwortung und ein Fokus auf wahre göttliche Prinzipien sind entscheidend. 

Durch das Studium des Niedergangs der Jarediten werden wir dazu angehalten, selbst gerecht zu handeln und Führer zu unterstützen, die wirklich moralisch und auf Gott ausgerichtet sind. 

Ether 14:21-23 Diese Verse geben einen sehr realistischen Einblick in das, was Krieg mit sich bringt. Warum, glaubst du, hat Moroni diese grausamen Details hinzugefügt? Was glaubst du, was er zu erreichen hoffte? Was in Moronis Hintergrund hatte ihn so sehr auf solche Umstände aufmerksam gemacht? 

Moroni fügte die grausamen Details in Ether 14:21-23 mit Absicht ein, um die Schrecken des Krieges und die Konsequenzen von Schlechtigkeit und Ungehorsam vor Augen zu führen. Die Schilderung von unbestatteten Leichen, dem allgegenwärtigen Gestank und der völligen Zerstörung menschlichen Lebens dient nicht nur dazu, den historischen Kontext zu beschreiben, sondern auch, eine tiefe moralische und spirituelle Botschaft zu vermitteln. 

Warum fügte Moroni diese Details hinzu? 

  1. Warnung vor Sünde und deren Folgen: 
    Moroni wollte seine Leser vor den Konsequenzen warnen, die Sünde, Stolz und Gewalt mit sich bringen. Die Zerstörung der Jarediten war ein direktes Ergebnis ihrer Schlechtigkeit, und die grausamen Details unterstreichen die Tiefe ihres Niedergangs. 
  1. Realität des Krieges zeigen: 
    Moroni wollte vermutlich, dass seine Leser die wahre Natur des Krieges verstehen: Es gibt keinen Ruhm, sondern nur Leiden, Zerstörung und Entmenschlichung. Indem er die Gräuel beschreibt, hofft er, dass zukünftige Generationen Gewalt und Konflikte vermeiden. 
  1. Aufruf zur Umkehr: 
    Diese schockierenden Beschreibungen sollten die Leser dazu bringen, innezuhalten und ihre eigenen Wege zu überdenken. Moroni betont, dass Schlechtigkeit immer zur Zerstörung führt und dass nur Umkehr und Gehorsam gegenüber Gott Frieden und Sicherheit bringen können. 

Moronis persönliche Erfahrungen: 

Moroni war aus eigener Erfahrung sehr mit den Schrecken des Krieges vertraut: 

  1. Zeuge des Niedergangs der Nephiten: 
    Er erlebte den endgültigen Untergang seines eigenen Volkes, der Nephiten, und war der letzte Überlebende einer Kultur, die durch Sünde, Stolz und Krieg zerstört wurde. Seine Schriften im Buch Mormon zeigen eine tiefe Trauer über den Verlust und die Sinnlosigkeit dieser Ereignisse. 
  1. Einsamkeit und Leiden: 
    Moroni lebte in ständiger Verfolgung und Isolation, nachdem er die endgültige Vernichtung seines Volkes miterlebt hatte. Diese Erfahrungen machten ihn besonders empfindsam für die Konsequenzen von Krieg und Schlechtigkeit. 
  1. Prophetische Perspektive: 
    Als Prophet verstand Moroni die größere Bedeutung der Geschichte. Die Parallelen zwischen den Jarediten und den Nephiten waren ihm bewusst, und er sah, dass die gleichen Muster von Stolz, Sünde und Vernichtung sich wiederholten. Seine Botschaft war eine letzte Warnung an zukünftige Generationen. 

Was wollte Moroni erreichen? 

  1. Eine deutliche Lektion vermitteln: 
    Moroni hoffte, dass die Leser durch die Schrecken der Geschichte lernen würden, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen. 
  1. Die Dringlichkeit der Umkehr betonen: 
    Die Grausamkeiten der Kriege sollten die Leser aufrütteln und sie dazu bringen, umzukehren und Gott zu folgen. 
  1. Erinnerung an die Vergänglichkeit des Lebens: 
    Krieg zerstört nicht nur Leben, sondern auch Kultur, Identität und Hoffnung. Moroni wollte daran erinnern, wie wertvoll Frieden und Rechtschaffenheit sind. 

Zusammenfassung der Botschaft: 
Moroni verwendete diese grausamen Details als kraftvolle Warnung. Seine eigenen Erfahrungen mit Krieg und der Zerstörung der Nephiten gaben ihm eine tiefe Einsicht in die Konsequenzen von Sünde. Seine Botschaft ist klar: Ohne Gott führt der Weg der Menschen unausweichlich zu Leid, Chaos und Vernichtung. 

Ether 14:24Moroni gibt zwei Gründe für Shiz' Schwur auf, Koriantumr zu töten. Was sind sie? Was sagt uns das über das Wesen von Shiz und den Zustand der Menschen in Jared? 

In Ether 14:24 beschreibt Moroni zwei Gründe, warum Shiz geschworen hatte, Koriantumr zu töten: 

  1. Rache für den Tod seines Bruders Lib: 
    Shiz wollte Vergeltung für das Blutvergießen seines Bruders, das Koriantumr verursacht hatte. Dies zeigt, dass Shiz von persönlichem Hass und einem tief verwurzelten Drang nach Vergeltung angetrieben wurde. 
  1. Rebellion gegen das Wort des Herrn: 
    Ether hatte prophezeit, dass Koriantumr nicht durch das Schwert fallen würde. Shiz’ Schwur, Koriantumr zu töten, war nicht nur ein persönlicher Racheakt, sondern auch ein bewusster Versuch, die göttliche Prophezeiung zu widerlegen. Dies zeigt eine Rebellion gegen Gott und eine Weigerung, seine Worte zu akzeptieren. 

Was sagt das über Shiz und den Zustand der Jarediten? 

Über Shiz: 

  • Von Rache getrieben: 
    Sein Handeln zeigt, dass er von Stolz und Rachsucht beherrscht wurde. Seine Motive waren nicht gerecht oder edel, sondern von Gewalt und Hass geprägt. 
  • Gotteslästerlich: 
    Shiz’ Schwur zeigt eine tiefe Respektlosigkeit gegenüber göttlichen Worten und Autoritäten. Seine Weigerung, die Prophezeiung zu akzeptieren, symbolisiert eine Ablehnung von Gott selbst. 

Über die Jarediten: 

  • Zustand völliger Verkommenheit: 
    Die Jarediten hatten sich in einen Zustand unaufhaltsamer Gewalt und Schlechtigkeit begeben. Die Gesellschaft war so korrupt, dass persönliche Rache und Rebellion gegen Gott den Kern ihrer Konflikte ausmachten. 
  • Wert des Lebens verloren: 
    Der ständige Krieg und das Blutvergießen hatten die Menschen vollständig entmenschlicht. Sie waren bereit, alles zu zerstören, nur um ihre persönlichen Fehden und Machtkämpfe fortzusetzen. 
  • Prophezeiungen ignoriert: 
    Obwohl sie wiederholt gewarnt wurden, zeigten die Jarediten keine Bereitschaft zur Umkehr. Stattdessen widersetzten sie sich bewusst den göttlichen Prophezeiungen, was schließlich zu ihrer Vernichtung führte. 

Lehren die wir ziehen können 

Aus Ether 14 können mehrere wichtige Lehren gezogen werden, die uns auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene betreffen: 

  1. Sünde führt zu Selbstzerstörung: 
    Die Jarediten schufen durch ihre Schlechtigkeit die Bedingungen für ihren eigenen Untergang. Diese Lektion erinnert uns daran, dass schlechte Entscheidungen und sündhaftes Verhalten oft weitreichende Konsequenzen haben, die nicht nur uns, sondern auch andere betreffen können. 
  1. Stolz und Rache zerstören Beziehungen und Gesellschaften: 
    Der Konflikt zwischen Koriantumr und Schiz zeigt, wie Stolz, Machtstreben und Rachegedanken zu unaufhörlicher Gewalt und Leid führen. Die Bereitschaft, zu vergeben, könnte solche Eskalationen verhindern. 
  1. Geheime Verbindungen führen zur Korruption: 
    Die Intrigen und geheimen Verbindungen im Buch Ether zeigen, wie Täuschung, Verrat und Machtgier eine Gesellschaft von innen heraus zersetzen können. Ehrlichkeit und Integrität sind entscheidend, um Stabilität und Vertrauen aufrechtzuerhalten. 
  1. Misstrauen zerstört Gemeinschaft: 
    Der Fluch, dass die Menschen ständig ihre Besitztümer und Waffen festhalten mussten, zeigt die Folgen einer Kultur des Misstrauens. Vertrauen und Gemeinschaftssinn sind notwendig, um Frieden und Wohlstand zu ermöglichen. 
  1. Warnungen des Herrn ignorieren führt zu Katastrophen: 
    Der Herr hatte die Jarediten durch Ether gewarnt, doch sie verweigerten die Umkehr. Das Kapitel erinnert uns daran, wie wichtig es ist, auf göttliche Warnungen und Propheten zu hören und entsprechend zu handeln. 
  1. Die Auswirkungen von Krieg und Gewalt: 
    Das Kapitel beschreibt die entsetzlichen Folgen von Krieg – Tod, Zerstörung und Leid. Es ruft uns dazu auf, alles zu tun, um Konflikte friedlich zu lösen und Gewalt zu vermeiden. 

Diese Lehren laden uns dazu ein, persönlich umzukehren, auf Gott zu vertrauen, friedfertig zu sein und unsere Gemeinschaften auf Gerechtigkeit und Liebe zu gründen. 

Wie verstehst du das, dass der Herr sie mit der Fülle seines Grimms heimsuchte? 

findechristus.org

Mittwoch, 27. November 2024

Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben

 

(Bild: Quelle)

„Und es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben; und sie werden wie die alten sein, außer dass die alten vergangen sind und alles neu geworden ist.“ (Ether 13:9). 

die zentrale Botschaft von Ether 13 fasst Vers 9 zusammen: 

  • Erneuerung und Heiligkeit: Der Vers betont Gottes Plan, die Erde und den Himmel zu erneuern und alles unter Christus zu vereinen. 
  • Prophetische Hoffnung: Er verbindet die Themen des Kapitels, insbesondere die Wiederherstellung (Altes und Neues Jerusalem) und die Vorbereitung auf die Herrschaft Christi. 
  • Eschatologische Perspektive: Er zeigt auf, dass die Zeit der Zerstörung und des Chaos, die im Kapitel beschrieben wird, letztlich in einer Zeit der Vollendung mündet, in der alles "neu" wird. 

Dieser Vers erfasst den Kern der Hoffnung, die Ether trotz des bevorstehenden Untergangs seines Volkes verkündet: Am Ende wird Gottes Plan triumphieren, und eine erneuerte Welt wird in Gerechtigkeit errichtet. 

Eine Zusammenfassung von Ether 13:1-31: 

In Ether 13:1-31 beschreibt Moroni die Umstände rund um den Propheten Ether, der die Zerstörung seines Volkes miterlebt und dokumentiert. Ether verkündet, dass das Land, auf dem sie leben, ein heiliges und erwähltes Land des Herrn sei, bestimmt für ein Neues Jerusalem, das in der Zukunft errichtet werden soll. Dieses Neue Jerusalem wird ein Ort der Heiligkeit für die Nachkommen Josefs und das Haus Israel sein. Ether prophezeit auch von der Wiederherstellung des alten Jerusalems und der Sammlung Israels, wobei er die Erfüllung göttlicher Bündnisse beschreibt. 

Ethers Warnungen und Prophezeiungen werden jedoch vom Volk abgelehnt. Sie stoßen ihn aus, und er zieht sich in eine Höhle zurück, von wo aus er die Katastrophen beobachtet und niederschreibt, die über das Volk kommen. In der gleichen Zeit entbrennt ein heftiger Bürgerkrieg, angetrieben von geheimen Verbindungen und Machtkämpfen um das Königreich. Koriantumr, der König, und seine Familie verweigern die Umkehr, obwohl Ether ihnen prophezeit, dass sie vollständig vernichtet werden, wenn sie nicht umkehren. 

Krieg und Gewalt dominieren das Land. Koriantumr kämpft erbittert gegen Rivalen wie Schared, wird verwundet und zeitweise gefangen genommen, bevor er wieder die Oberhand gewinnt. Trotz einiger Siege wird das Volk durch anhaltende Konflikte und Blutvergießen immer weiter dezimiert, und es gibt niemanden, der den Wahnsinn aufhält. Die Ereignisse sind geprägt von unaufhörlicher Gewalt, was die Erfüllung von Ethers düsteren Prophezeiungen vorwegnimmt. 

Wo lebte Ether während dieser Zeit und warum? 

Ether lebte in einer Felsenhöhle, während er die Zerstörung seines Volkes beobachtete (Ether 13:13-14). 

  • Grund: Das Volk hatte Ether ausgestoßen, weil es seine Warnungen und Prophezeiungen ablehnte. Sie verwarfen seine Botschaft, die sie zur Umkehr aufrief, und betrachteten ihn als Feind. 
  • Sein Zweck: Aus der Höhle heraus führte Ether seine Aufgabe fort, indem er den Rest seines Berichts aufschrieb und weiterhin die Entwicklungen und Zerstörungen beobachtete. Dies zeigt, dass er trotz Ablehnung und Gefahr seiner Berufung treu blieb. 

Welcher alte biblische Prophet musste sich in ähnlicher Weise verstecken? 

Der biblische Prophet Elia ist ein Beispiel für jemanden, der sich verstecken musste: 

  • Geschichte: In 1. Könige 19 musste Elia vor Königin Isebel fliehen, nachdem er die Propheten Baals auf dem Berg Karmel besiegt hatte. Er suchte Zuflucht in der Wüste und dann in einer Höhle. 
  • Grund: Elia wurde verfolgt, weil er die falschen Propheten bloßgestellt und das Volk Israel zur Umkehr aufgerufen hatte. Seine Botschaft wurde von der Führung abgelehnt, ähnlich wie Ether vom Volk der Jarediten abgelehnt wurde. 
  • Gottes Unterstützung: Während seiner Zeit in der Höhle erhielt Elia Trost und Führung vom Herrn, ähnlich wie Ether, der weiterhin inspiriert war, die göttlichen Ereignisse zu dokumentieren. 

Parallelen zwischen Ether und Elia 

  1. Ablehnung: Beide Propheten wurden von ihrem Volk abgelehnt, weil sie die Wahrheit verkündeten. 
  1. Versteck in Höhlen: Beide zogen sich in Höhlen zurück, um sich vor Verfolgung zu schützen. 
  1. Fortdauer der göttlichen Mission: Trotz ihrer Isolation blieben beide Propheten ihrem Auftrag treu. Elia wurde zu einem geistlichen Erneuerer für Israel, während Ether ein Zeuge der völligen Zerstörung seines Volkes war. 

Diese Geschichten lehren uns, dass wahre Propheten oft Verfolgung erleben, wenn sie Gottes Wort verkünden. Dennoch stehen sie fest im Glauben und erfüllen ihre göttliche Mission, auch unter schwierigsten Umständen. 

Was hat es mit dem "Neuen und dem Alten Jerusalem" auf sich? 

Die Konzepte des Neuen Jerusalem und des Alten Jerusalem in Ether 13 haben tiefgreifende spirituelle und prophetische Bedeutungen, die sich auf die Wiederherstellung, Reinigung und Vollendung von Gottes Plan für die Menschheit beziehen. Hier eine Übersicht ihrer Bedeutung: 

1. Das Alte Jerusalem 

  • Bedeutung: Das Alte Jerusalem bezieht sich auf die historische Stadt Jerusalem im Land Israel. Es war ein zentraler Ort für das Volk des Herrn in der Antike, der Ort des Tempels und der göttlichen Bündnisse mit Abraham, Isaak und Jakob. 
  • Prophezeiung: Ether beschreibt, dass das Alte Jerusalem, obwohl es zerstört wurde, eines Tages wieder aufgebaut werden wird. Es soll eine heilige Stadt werden, die von den Nachkommen Israels erneut bewohnt wird. Diese Wiederherstellung gehört zur Erfüllung der Bündnisse, die Gott mit den Vätern Israels gemacht hat. 
  • Geistige Bedeutung: Die Wiederherstellung des Alten Jerusalems symbolisiert die Sammlung Israels, die Umkehr und Rückkehr des Volkes zu Gott sowie die Erfüllung göttlicher Verheißungen. 

2. Das Neue Jerusalem 

  • Bedeutung: Das Neue Jerusalem ist eine zukünftige heilige Stadt, die auf dem amerikanischen Kontinent errichtet werden soll. Ether identifiziert das Land der Jarediten als den Ort, an dem diese Stadt errichtet wird. 
  • Prophezeiung: Das Neue Jerusalem wird ein Zufluchtsort und eine heilige Stadt sein, die für die Nachkommen Josefs (insbesondere die Nachfahren von Lehi) und das Haus Israel bestimmt ist. Es wird ein Ort sein, an dem Heiligkeit herrscht und das Volk des Herrn gesammelt wird. 
  • Himmlisches Jerusalem: Ether spricht auch davon, dass ein Neues Jerusalem „aus dem Himmel herabkommen“ wird. Dies verweist auf die endgültige Heiligung der Erde nach der Wiederkunft Christi und die Errichtung eines himmlischen Reiches auf der erneuerten Erde. 

3. Gemeinsame Bedeutung und Verbindung 

  • Beide Städte spielen eine Rolle in der Endzeit und im Plan der Erlösung
  • Das Alte Jerusalem repräsentiert das historische Volk Israel, das wieder gesammelt und geheiligt wird. 
  • Das Neue Jerusalem repräsentiert eine neue Gemeinschaft der Gläubigen, die Christus nachfolgen, und symbolisiert die Einheit und Erfüllung göttlicher Verheißungen. 
  • In Ether 13 wird hervorgehoben, dass diejenigen, die in diesen Städten wohnen, reine Kleider tragen (symbolisch für Reinheit und Gerechtigkeit durch das Blut des Lammes). 
  • Diese Vision spiegelt sich auch in anderen Schriften wider, z. B. in Offenbarung 21, wo Johannes von einem himmlischen Neuen Jerusalem spricht, das herabkommt, um die Erde zu erneuern. 

4. Zeitliche Abfolge 

  • Altes Jerusalem: Es wird wiederhergestellt und eine heilige Stadt für das Haus Israel, besonders bei der Rückkehr des Herrn. 
  • Neues Jerusalem auf Erden: Eine heilige Stadt in den Letzten Tagen, die auf dem amerikanischen Kontinent errichtet wird. 
  • Himmlisches Neues Jerusalem: Die endgültige Stadt, die auf die erneuerte Erde herabkommt und ein Symbol für Gottes triumphierendes Reich ist. 

Beide Städte repräsentieren unterschiedliche Aspekte von Gottes Heilsplan und die Wiederherstellung des Volkes des Herrn in Gerechtigkeit und Heiligkeit. 

Wer wird am Ende des Jahrtausends, wenn das Neue und das Alte Jerusalem auf die Erde zurückkehren, das Alte Jerusalem bewohnen? Wer wird das Neue Jerusalem bewohnen? 

Am Ende des Jahrtausends, wenn das Neue Jerusalem und das Alte Jerusalem auf der erneuerten Erde errichtet sind, gibt es klare Hinweise in den heiligen Schriften darüber, wer diese Städte bewohnen wird. Ether 13 und andere Schriftstellen wie 3. Nephi 21 und Offenbarung 21 helfen, diese Frage zu beantworten: 

1. Das Alte Jerusalem 

  • Bewohner: Das Alte Jerusalem wird von den Nachkommen des Hauses Israel bewohnt, die zu Christus zurückgekehrt sind. Dies schließt besonders jene Juden ein, die einst zerstreut wurden, aber durch die Erfüllung der Bündnisse Gottes gesammelt wurden. 
  • Schriftstellenbelege: 
  • Ether 13:11 beschreibt, dass die Bewohner des Alten Jerusalems durch das Blut des Lammes gereinigt werden und Teil der Erfüllung des Bundes mit Abraham sind. 
  • 3. Nephi 20:29-33 beschreibt die Sammlung Israels und die Verheißung, dass die Stadt Jerusalem wieder aufgebaut und eine heilige Stadt sein wird. 

Zusammenfassung: Das Alte Jerusalem ist für das wiederhergestellte Haus Israel bestimmt, insbesondere für die Nachkommen Judas und anderer Stämme, die sich zu Christus bekehrt haben. 

2. Das Neue Jerusalem 

  • Bewohner: Das Neue Jerusalem wird von den Rechtschaffenen bewohnt, die zu den Nachkommen Josephs gehören, insbesondere den Überresten Ephraims und Manasses. Diese Gruppen werden oft mit den Völkern der westlichen Hemisphäre (Nephiten, Lamaniten und andere) in Verbindung gebracht. Dazu gehören auch andere Gläubige, die an Christus glauben und durch das Bündnis zum Haus Israel gehören. 
  • Schriftstellenbelege: 
  • Ether 13:6-8 betont, dass das Neue Jerusalem in diesem Land (dem amerikanischen Kontinent) für den Überrest der Nachkommen Josephs erbaut wird. 
  • 3. Nephi 21:22-24 spricht davon, dass das Neue Jerusalem ein Zufluchtsort für das Haus Israel und alle Rechtschaffenen sein wird. 
  • Offenbarung 21:1-3 verweist auf ein himmlisches Neues Jerusalem, das vom Himmel herabkommt, in dem Gott selbst bei den Menschen wohnt. 

Zusammenfassung: Das Neue Jerusalem ist für die gereinigten und erlösten Nachkommen Josephs und alle Gläubigen gedacht, die Teil des Hauses Israel geworden sind. Es wird ein Ort der Sammlung, Sicherheit und Heiligkeit sein. 

3. Zusammenführung der beiden Jerusalems 

Beide Städte werden durch Christus vereint, der als König herrschen wird. Sie symbolisieren die endgültige Erfüllung der göttlichen Bündnisse und die geistige Wiederherstellung aller Dinge. Die Erde wird unter einem neuen Himmel erneuert, und die Bewohner dieser Städte werden diejenigen sein, deren Kleider durch das Blut des Lammes weiß gewaschen wurden (Ether 13:10–11, Offenbarung 21:27). 

Altes Jerusalem: Ein Zentrum für die natürlichen Nachkommen Israels, insbesondere die Juden. 
Neues Jerusalem: Ein Zentrum für die Nachkommen Josephs und andere Gläubige aus allen Völkern. 

Gemeinsam verkörpern beide Städte die Einheit und das Heil aller, die in Christus vollkommen gemacht wurden. 

Lehren die wir ziehen können 

Ether 13 bietet zahlreiche Lehren, die für unser heutiges Leben relevant sind, sowohl individuell als auch gemeinschaftlich. Hier sind einige der wichtigsten: 

1. Die Bedeutung von Heiligkeit und Gehorsam gegenüber Gott 

  • Lehre: Das Land, in dem wir leben, wird als heilig angesehen, wenn wir Gott dienen. Ether beschreibt, dass das verheißene Land nur dann gesegnet bleibt, wenn seine Bewohner Gott treu sind (siehe Vers 2). 
  • Anwendung: Wir sollten unser persönliches Leben und unsere Umgebung heiligen, indem wir in Rechtschaffenheit leben und Gott an die erste Stelle setzen. Ein gerechtes Volk zieht Gottes Segen an. 

2. Der Plan Gottes ist umfassend und wird erfüllt 

  • Lehre: Ether sieht die zukünftigen Ereignisse um das Alte und Neue Jerusalem sowie den neuen Himmel und die neue Erde (Vers 9). Diese Vision betont, dass Gottes Plan unveränderlich ist und seine Verheißungen erfüllt werden. 
  • Anwendung: Wir können darauf vertrauen, dass Gottes Plan für uns individuell und für die Welt insgesamt bestehen bleibt, auch wenn Umstände schwierig oder chaotisch erscheinen. 

3. Die Folgen von Sünde und der Ruf zur Umkehr 

  • Lehre: Die Weigerung Koriantumrs und seines Volkes, umzukehren, führte zu ihrer Zerstörung (Verse 20–22). Die wiederholte Einladung des Herrn zur Umkehr zeigt seine Geduld, aber auch die Konsequenzen von anhaltender Rebellion. 
  • Anwendung: Umkehr ist ein fortlaufender Prozess. Wenn wir Fehler machen, lädt uns der Herr immer wieder ein, zurückzukehren. Ignorieren wir jedoch diese Einladungen, können geistige oder andere Konsequenzen folgen. 

4. Standhaftigkeit trotz Ablehnung 

  • Lehre: Ether blieb seinem Auftrag treu, auch als das Volk ihn verwarf und er gezwungen war, sich zu verstecken (Verse 13–14). 
  • Anwendung: Auch wenn wir wegen unseres Glaubens oder unserer Überzeugungen Widerstand erfahren, können wir standhaft bleiben und dem Herrn vertrauen. 

5. Die Bedeutung des Glaubens an Christus 

  • Lehre: Das Neue und das Alte Jerusalem symbolisieren Hoffnung, Wiederherstellung und die Macht des Glaubens an Jesus Christus, durch den die Bewohner dieser Städte reingewaschen werden (Vers 10). 
  • Anwendung: Christus ist die Quelle von Heilung und Erneuerung – sowohl für Einzelpersonen als auch für Gesellschaften. Wir sollten unser Leben auf ihn ausrichten und durch ihn geistige Erneuerung suchen. 

6. Die Gefahr von Streit und Machtkämpfen 

  • Lehre: Die ständigen Kriege und Machtkämpfe im Volk (Verse 15–31) führten zu ihrer völligen Vernichtung. Dies zeigt, wie zerstörerisch Uneinigkeit und Egoismus sein können. 
  • Anwendung: In einer Welt voller Konflikte sollten wir nach Frieden streben, Uneinigkeit vermeiden und unsere Beziehungen mit Liebe und Verständnis führen. 

Zusammenfassung: 

Ether 13 lehrt uns also, dass: 

  • Heiligkeit, Umkehr und Gehorsam wesentliche Grundlagen für ein gesegnetes Leben sind. 
  • Wir uns auf die Verheißungen Gottes verlassen können, selbst in schwierigen Zeiten. 
  • Christus der Schlüssel zu unserer Errettung ist. 
  • Streit und Egoismus uns sowohl persönlich als auch als Gesellschaft ruinieren können. 

Wenn wir diese Lehren anwenden, können wir persönliches Wachstum erfahren und einen positiven Einfluss auf die Welt um uns herum ausüben. 

Wie verstehst du das, dass es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben wird? 

findechristus.org

Dienstag, 26. November 2024

Wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche

 

(Bild: Quelle)

“und wenn Menschen zu mir kommen, so zeige ich ihnen ihre Schwäche. Ich gebe den Menschen Schwäche, damit sie demütig seien; und meine Gnade ist ausreichend für alle Menschen, die sich vor mir demütigen; denn wenn sie sich vor mir demütigen und Glauben an mich haben, dann werde ich Schwaches für sie stark werden lassen.” (Ether 12:27). 

Dieser Vers fasst die zentrale Boschaft der Verse 20-41 zusammen: 

  1. Demut und Gnade: Der Vers betont, dass Schwächen ein Mittel sind, um Demut zu lehren, und dass Gottes Gnade ausreichend ist, um unsere Schwächen in Stärken zu verwandeln. 
  1. Glaube als Voraussetzung: Er hebt hervor, dass Glaube und Demut notwendig sind, damit wir durch Gott gestärkt werden können. 
  1. Allgemeine Anwendung: Diese Botschaft ist sowohl für Moroni (in Bezug auf seine Schwächen im Schreiben) als auch für alle Leser von universeller Bedeutung. 

Es ist der Kern der Ermutigung, die Moroni in diesem Abschnitt erhält, und sie bietet eine Anleitung, wie wir unsere eigenen Schwächen im Vertrauen auf Gott überwinden können. 

Eine Zusammenfassung von Ether 12:20-41: 

In Ether 12:20–41 reflektiert Moroni über den Glauben, Schwächen und die Liebe Christi. Hier eine fließende Zusammenfassung der wichtigsten Punkte: 

Moroni erinnert an das mächtige Beispiel des Glaubens des Bruders Jareds, dessen Vertrauen in Gott so groß war, dass ihm göttliche Geheimnisse offenbart wurden und er durch den „Schleier“ hindurchsehen konnte. Moroni erkennt, dass auch die Verheißungen seiner Vorfahren durch Glauben erfüllt wurden, einschließlich der Verbreitung des Buches unter anderen Völkern. 

Er drückt seine Besorgnis über die Schwäche im Schreiben aus, insbesondere darüber, dass andere ihre einfachen Worte verspotten könnten. Er fühlt sich mächtig im gesprochenen Wort, aber nicht im schriftlichen Ausdruck. Der Herr antwortet ihm, dass Schwächen gegeben werden, um Menschen demütig zu machen, und dass seine Gnade ausreicht, um Schwaches stark zu machen – vorausgesetzt, die Menschen sind demütig und glauben an ihn. Moroni wird getröstet durch diese Antwort und erkennt, dass Gott gemäß dem Glauben der Menschen wirkt. 

Moroni erinnert an die Liebe Christi, der für alle Menschen ein himmlisches Zuhause bereitet hat, und betont, dass ohne Nächstenliebe niemand dieses Erbe empfangen kann. Er betet für die Menschen, dass sie Nächstenliebe entwickeln mögen, und der Herr versichert ihm, dass seine Treue belohnt wird, unabhängig davon, ob andere Nächstenliebe haben oder nicht. 

Moroni beendet seine Worte mit einem Zeugnis, dass er Jesus gesehen und mit ihm von Angesicht zu Angesicht gesprochen hat. Er ermutigt alle, diesen Jesus zu suchen, von dem Propheten und Apostel bezeugt haben, damit sie durch die Gnade Gottes, Jesu Christi und des Heiligen Geistes gesegnet werden. Er verabschiedet sich mit einer Einladung, in Christus Frieden und Erlösung zu finden. 

Warum war Moroni so besorgt darüber, dass die Heiden über seine worte spotten würden? 

Moronis Sorge, dass die Heiden über seine Worte spotten könnten (Ether 12:23-27), spiegelt mehrere tiefgreifende Themen wider, die sowohl seine persönliche Situation als auch die größere Bedeutung seines Werkes betreffen. Hier sind einige mögliche Gründe für seine Besorgnis: 

1. Seine Wahrnehmung der eigenen Schwäche 

In Ether 12:23 drückt Moroni seine Unsicherheit über seine Fähigkeit aus, klar und überzeugend zu schreiben. Er fühlte sich im Vergleich zu anderen Völkern, die eine „starke Rede“ haben, schwach in der schriftlichen Darstellung. 

  • Kontext: Moroni war sich bewusst, dass er nicht nur für sein eigenes Volk, sondern auch für zukünftige Generationen schrieb. Seine Besorgnis zeigt seine Demut und sein Verantwortungsbewusstsein. 

2. Die Zielgruppe: Die Heiden 

Moroni wusste, dass die Worte des Buches Mormon in der letzten Dispensation zu den Heiden (Anderen) gelangen würden (Vers 22). Die Heiden, die das Evangelium empfangen sollten, lebten bzw. leben oft in einer weltlichen Kultur, die die Dinge Gottes als töricht ansehen könnte. 

  • Kontext: Er befürchtete, dass die spirituelle Bedeutung seiner Botschaft übersehen oder lächerlich gemacht werden könnte, insbesondere weil er glaubte, dass seine Worte nicht „angemessen“ formuliert seien. 

3. Angst vor Verhärtung der Herzen 

Moroni verstand, dass Spott nicht nur die Botschaft entwerten könnte, sondern auch dazu führen könnte, dass die Herzen der Menschen sich verhärten. Der Herr hatte immer wieder gelehrt, dass Stolz und Spott oft dazu führen, dass Menschen geistige Wahrheiten ablehnen. 

  • Kontext: Dies war besonders schwerwiegend, da das Buch Mormon als Zeugnis für die Wiederherstellung des Evangeliums dienen sollte. Spott könnte dazu führen, dass Menschen es ablehnen und damit den Segen des Evangeliums verlieren. 

4. Seine Lösung: Glaube an die Gnade Christi 

Trotz seiner Besorgnis lehrte der Herr Moroni ein kraftvolles Prinzip in Ether 12:27: Schwächen sind eine Gelegenheit, auf Christus zu vertrauen. Der Herr versprach, dass er Schwächen in Stärken verwandeln kann, wenn wir demütig sind. 

  • Kontext: Diese Zusicherung half Moroni, seine Sorge zu überwinden, indem er sich auf die Macht und das Werk Christi konzentrierte und nicht auf seine eigene Fähigkeit. 

Relevanz für uns heute 

Moronis Besorgnis spiegelt eine universelle menschliche Erfahrung wider: die Angst, nicht gut genug zu sein oder verspottet zu werden, wenn wir uns für das Evangelium einsetzen. Seine Geschichte zeigt, dass: 

  • Gott unsere Schwächen kennt und sie in Stärken verwandeln kann. 
  • Unsere Aufgabe ist es, unser Bestes zu geben und auf Gottes Macht zu vertrauen, das Werk zu vollenden. 

Moronis Demut und Glaube können uns inspirieren, trotz unserer Ängste und Unzulänglichkeiten für die Wahrheit einzustehen. 

Was für ein Mensch war wohl Moroni, wie wir aus den Versen 38-41 erkennen können? 

Aus den Versen Ether 12:38-41 können wir einige wesentliche Eigenschaften von Moroni erkennen, die uns ein Bild seines Charakters vermitteln. Hier sind einige Schlüsseleigenschaften, die in diesen Versen deutlich werden: 

1. Demut und Reue 

In Vers 38 zeigt Moroni, dass er sich seiner eigenen Schwächen und Unvollkommenheiten sehr bewusst war. Er spricht von seinem Bedürfnis nach der Gnade Christi und bekennt, dass er unvollkommen ist, was eine tiefe Demut und Reue ausdrückt. 

  • Charakterzug: Moroni war demütig und erkannte seine eigenen Unzulänglichkeiten. Er fühlte sich oft unzureichend, aber gleichzeitig suchte er stets Gottes Hilfe und vertrauen auf das Erlösungswerk Jesu. 

2. Glaube und Vertrauen in die Gnade Christi 

In Vers 39-40 spricht Moroni davon, dass die Gnade Christi ihm geholfen hat, das Werk zu vollenden, obwohl er Schwächen hatte. Moroni vertraute darauf, dass Gott seine Bemühungen annehmen würde, trotz seiner Mängel. 

  • Charakterzug: Moroni zeigte großen Glauben und Vertrauen in die Fähigkeit Gottes, ihm zu helfen, selbst in seinen schwächsten Momenten. Er war bereit, sich der göttlichen Hilfe zuzuwenden und zu erkennen, dass nur durch die Gnade Christi wahre Stärke möglich ist. 

3. Standhaftigkeit und Hingabe an das Werk des Herrn 

Moroni spricht mit großer Hingabe über die Bedeutung seines Zeugnisses und das Werk, das er vollbrachte (Vers 41). Auch wenn er sich seiner Schwächen bewusst war, setzte er das Werk fort, weil er wusste, dass es von entscheidender Bedeutung war. 

  • Charakterzug: Moroni war standhaft und beständig in seinem Engagement für das Werk des Herrn. Er setzte sich nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern auch aus einer tiefen Überzeugung und Hingabe fort. 

4. Besorgnis um die Wirkung seiner Worte 

Wie bereits in den vorherigen Versen (z.B. Vers 23-27) gezeigt, war Moroni besorgt darüber, dass seine Worte nicht verstanden oder verspottet würden. In Vers 41 zeigt sich eine Art von Fürsorge für die zukünftigen Leser des Buches, da er hofft, dass sie trotz seiner Schwächen und der Schwierigkeiten in seiner Darstellung die Wahrheit erkennen. 

  • Charakterzug: Moroni war fürsorglich und wollte, dass seine Botschaft die Menschen wirklich erreichte, ohne dass sie durch seine eigene Schwäche hindurchgefiltert wurde. 

5. Hoffnung und Vertrauen auf die Zukunft 

Moroni schließt mit einem Ausdruck von Hoffnung und dem Wunsch, dass die Menschen in der Zukunft den Wert seiner Worte erkennen und dadurch zum Glauben kommen. 

  • Charakterzug: Trotz seiner Ängste und Unsicherheiten zeigte Moroni Hoffnung für die Zukunft und den Glauben daran, dass Gott durch sein Werk Gutes bewirken würde. 

Zusammenfassend: 

Moroni war ein Mann der Demut, des Glaubens und der Hingabe. Er war sich seiner Schwächen bewusst und vertraute dennoch auf die Gnade Christi, um das Werk zu vollenden. Seine Sorge um die Wirkung seiner Worte und sein Bestreben, die Wahrheit trotz seiner Unvollkommenheit zu vermitteln, zeigen, dass er tiefes Mitgefühl für seine Mitmenschen hatte und den göttlichen Auftrag ernst nahm. Trotz seiner Ängste war er entschlossen, das Werk des Herrn zu tun, mit dem festen Glauben, dass Gott in seiner Schwäche wirken würde. 

Wie verabschiedet sich Mornoni von seinen zukünftigen Lesern? 

In Ether 12:38-41 verabschiedet sich Moroni von seinen zukünftigen Lesern mit einer Mischung aus Demut, Hoffnung und einem tiefen Wunsch, dass sie die Botschaft des Evangeliums verstehen und annehmen. Seine Abschiedsworte spiegeln seine Besorgnis um den Erfolg seiner Schriften und seine unerschütterliche Hoffnung auf das Wohl derer wider, die sie lesen werden. Hier sind die Hauptpunkte seiner Verabschiedung: 

1. Demut und Anerkennung seiner eigenen Unvollkommenheit (Vers 38) 

Moroni beginnt damit, seine Schwächen zu bekennen. Er erkennt an, dass seine Worte unvollkommen sind und dass er keine „vollkommene Rede“ hat, wie er es sich wünschen würde. Diese demütige Haltung zeigt, dass Moroni sich seiner eigenen Unzulänglichkeiten bewusst war und dass er nicht von sich selbst oder seiner Fähigkeit, das Werk zu vollenden, überzeugt war. Er vertraute vielmehr auf die Gnade Christi, die ihm half, trotz seiner Schwächen zu sprechen und zu schreiben. 

  • Abschiedsworte: „Ich weiß, dass ich in meinen Worten unvollkommen bin, aber ich hoffe, dass ihr in meiner Schwäche das Gute erkennen könnt.“(eine paraphrasierte Zusammenfassung von Moronis Gefühlen und Gedanken in den Vers 38). 

2. Hoffnung, dass zukünftige Leser in den Worten den Glauben an Christus finden (Vers 39-40) 

Moroni äußert den Wunsch, dass die Leser durch das, was er geschrieben hat, zum Glauben an Jesus Christus kommen. Er hofft, dass seine Schriften eine Quelle des Zeugnisses für die Wahrheit und die Macht Christi sein werden, auch wenn seine Worte nicht perfekt sind. 

  • Abschiedsworte: „Ich hoffe, dass ihr durch die Worte, die ich geschrieben habe, glauben werdet, dass Jesus der Christus ist, und dass ihr von der Gnade Christi erlöst werdet.“ (eine paraphrasierte Zusammenfassung von Moronis Gefühlen und Gedanken in den Vers 39-40). 

3. Vertrauen auf Gottes Wirken trotz eigener Unvollkommenheit (Vers 41) 

Am Ende seiner Abschiedsworte drückt Moroni das Vertrauen aus, dass Gott das Werk vollenden wird, auch wenn er sich seiner eigenen Schwächen bewusst ist. Er sagt, dass er sich „in seiner Schwäche“ demütig beugt und darauf vertraut, dass Gott das Werk weiterhin vorantreibt. 

  • Abschiedsworte: „Ich habe zwar meine Schwächen, aber ich vertraue darauf, dass Gott durch diese Schriften Gutes tun wird.“ (eine paraphrasierte Zusammenfassung von Moronis Gefühlen und Gedanken in den Vers 41). 

Zusammenfassend: 

Moronis Verabschiedung ist ein Ausdruck seiner Demut, seines tiefen Glaubens an Christus und seiner Hoffnung, dass die zukünftigen Leser durch seine Worte erleuchtet werden. Er vertraut darauf, dass die Gnade Christi und das Eingreifen Gottes seine Schwächen ausgleichen werden, damit die Botschaft des Evangeliums ihren Zweck erfüllen kann. Trotz seiner eigenen Besorgnis über seine Unvollkommenheit hinterlässt er seinen Lesern ein Zeugnis und eine Einladung, den Glauben an Christus zu suchen und von seiner Gnade zu profitieren. 

Lehren die wir ziehen können 

Ether 12:20-41 enthält viele kraftvolle Lehren, die uns heute helfen können, unseren Glauben zu stärken und mit Herausforderungen umzugehen. Hier sind einige der wichtigsten Prinzipien, die wir anwenden können: 

1. Die Bedeutung des Glaubens 

In diesen Versen betont Moroni, dass große Dinge durch den Glauben geschehen. Beispiele aus den Schriften zeigen, wie Propheten wie Alma und Amulek durch Glauben Wunder wirkten und Herausforderungen überwanden (Vers 20-21). 

  • Anwendung: Unser Glaube kann uns befähigen, das Unmögliche zu erreichen, wenn wir Gott vertrauen. Auch wenn wir Schwierigkeiten haben, können wir auf vergangene Glaubenserfahrungen zurückblicken, um Hoffnung zu schöpfen. 

2. Unsere Schwächen führen uns zu Demut 

In Vers 27 erklärt der Herr, dass er den Menschen ihre Schwächen zeigt, um sie demütig zu machen. Wenn wir unsere Schwächen demütig anerkennen und auf den Herrn vertrauen, können sie in Stärken verwandelt werden. 

  • Anwendung: Statt unsere Schwächen zu fürchten oder uns von ihnen lähmen zu lassen, können wir sie als Gelegenheit sehen, näher zu Gott zu kommen. 

3. Die Kraft der Gnade 

Moroni betont, dass die Gnade Christi uns hilft, unsere Schwächen zu überwinden und stark zu werden (Vers 26-28). 

  • Anwendung: Wir müssen unsere Abhängigkeit von Christus erkennen und uns seiner Gnade anvertrauen, um Fortschritte zu machen. 

4. Der Wert von Geduld und Hoffnung 

In Vers 29-32 spricht Moroni von der Hoffnung auf ein besseres Leben durch Christus. Geduld ist notwendig, während wir auf die Verheißungen Gottes warten. 

  • Anwendung: In Zeiten der Unsicherheit können wir Geduld üben und unsere Hoffnung in die Verheißungen des Herrn setzen. 

5. Das Zeugnis Jesu Christi ist zentral 

Moroni bezeugt die Wirklichkeit Christi und seines Erlösungswerks (Vers 39). 

  • Anwendung: Auch wir sind eingeladen, ein persönliches Zeugnis von Christus zu entwickeln, indem wir ihn durch Studium, Gebet und Gehorsam kennenlernen. 

6. Gott kann trotz unserer Unvollkommenheiten wirken 

Moroni beklagt seine Schwäche in der Schrift, doch der Herr versichert ihm, dass seine Werke den Zweck erfüllen werden (Vers 23-25, 35). 

  • Anwendung: Selbst wenn wir uns unzulänglich fühlen, kann Gott uns gebrauchen, um Gutes zu bewirken, wenn wir ihm vertrauen. 

Diese Verse laden uns ein, unsere Schwächen anzunehmen, unseren Glauben zu stärken und auf die Gnade und Führung Jesu Christi zu vertrauen. 

Was meinst du, weshalb der Herr jenen, die zu ihm kommen, ihre Schwächen zeigt? 

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