Donnerstag, 7. November 2019

Und es wird sich begeben


Nehor predigte Lügen
(Bild: Quelle)

Jesus Christus spricht immer noch zu den am Tempel versammelten Nephiten, denen er als Auferstandener erschienen ist, um ihnen zu dienen und sie zu unterweisen: „Und es wird sich begeben: Alles Lügen und Täuschen und Neiden und Hadern und alle Priesterlist und Hurerei werden hinweggetan werden.“ (3. Nephi 21:19).

Und es wird sich begeben. Wieder eine Einleitung, die darauf hinweist, dass das, was gesagt wird, sich in Zukunft ereignen wird, ein Ausblick auf Künftiges.

Die Frage, die sich mir aufdrängt, wann wird das Gesagte eintreten, dass Lügen, Täuschen, Neiden, Hadern, Priesterlist und Hurerei, hinweggetan werden? Was bedeuten die Begriffe Priesterlist und Hurerei, was kann damit gemeint sein.
  • Priesterlist
    geht von jenen aus, die den Propheten widersprechen und ihnen entgegenarbeiten. Sie kommt dann auf, wenn ich mich selbst als das Licht hinstelle. Ich bin bestrebt, die Aufmerksamkeit auf mich selbst zu lenken. Wenn ich das Evangelium lehre, stelle ich mich und meine Gelehrtheit in den Vordergrund, anstatt Jesus Christus, um den es geht und den Heiligen Geist, der der eigentliche Lehrer ist (2. Nephi 26:29). Dies kann auch darin gipfeln, dass ich meine eigene religiöse Bewegung begründe, um Gewinn und Ehre zu erzielen wie z. B. Nehor (Alma 1).
  • Hurerei
    Damit kann gemeint sein, dass Frauen und Männer unrechtmäßige sexuelle Beziehungen eingehen, wie z. B. der Antichrist Korihor Frauen und Männer dazu verführte (Alma 30:12,18; Sirach 23:23). In der Schrift wird damit aber auch gemeint, dass wir Menschen, anstatt Gott die Treue zu halten, uns anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen.

Was denkst du, wann es all dieses auf Erden nicht mehr geben wird?

Mittwoch, 6. November 2019

Du wirst die Werke deiner Hände nicht mehr anbeten


(Bild: Quelle)

Ich kehre nochmals zu vorgestern zitierten Versen zurück: „und ich werde die Zauberei aus deinem Land austilgen, und du wirst keine Wahrsager mehr haben; 17 deine Schnitzbilder werde ich auch austilgen und deine Standbilder aus deiner Mitte, und du wirst die Werke deiner Hände nicht mehr anbeten; 18 und ich werde deine Haine aus deiner Mitte herausreißen; auch werde ich deine Städte zerstören.“ (3. Nephi 21:16-18).

Du wirst die Werke deiner Hände nicht mehr anbeten. Erinnerst du dich an das Erlebnis, das Mose am Berg Sinai hatte? Unter anderem erhielt er dort die zehn Gebote. Im Vorlauf erklärt der Herr dem Volk zunächst, das Er aus der ägyptischen Knechtschaft gerettet hat, dass Er ihr Gott ist. Und dann gibt er ihnen aus dieser Legitimation heraus das erste Gebot: „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ Und er gebietet ihnen, sich keine Kultbilder anzufertigen, denen sie sich unterwerfen und ihnen dienen würden (Exodus 20:1-5). Ein rechtschaffener Prophet der Nephiten, Abinadi, lehrte dem Volk König Noas unter Lebensgefahr auch diese Gebote (das erste: Mosia 13:12-13).

Seit jeher fertigten sich die Menschen Figuren, die sie anbeteten. Heute haben diese Figuren Räder und man sieht, wie ihre Halter sie sonntags von innen säubern, von außen waschen, trocknen und polieren. Für die eingefleischten Schwaben ist dieses `geschnitzte Bild´ auf vier Rädern, ihr `heiligs Blechle´ – so ist es mir jedenfalls übermittelt worden. Ich lerne, dass ich nicht meine lang ersehnten `Schöpfungen´ verehren und anbeten soll, sondern den, der seinen Sohn geopfert hat, um uns zu retten, zu retten vor dem Abstieg in die Tiefen der Heimat Satans. Ich soll mich nicht von Zauberei und Wahrsagerei verführen lassen. Werden die Menschen sich nicht an dieses Gebot halten, wird es der Herr sicherlich zulassen, dass böse Mächte die Überhand bekommen und unsere Haine – kuschelige gepflegte Wäldchen, also schöne Orte der Ruhe und Erholung, z. B. zum Meditieren, Beten – die Städte zerstören, wie er u. a. Sodom und Gomorra mit seinen Einwohnern hat untergehen lassen, oder wie Jerusalem immer wieder zerstört wurde.

Was sind deine Gedanken z. B. in Zusammenhang mit Wahrsagerei? Kennst du jemanden, der sich ernsthaft der Astrologie hingibt und sich mittels Horoskop sein `Schicksal´ vorhersagen lässt – und wie beeinflusst es sein Verhalten?

Dienstag, 5. November 2019

Weh sei den Andern, wenn sie nicht umkehren


(Bild: Quelle)

Ich kehre nochmals zu gestern zitierten Versen zurück: „Ja, weh sei den Andern, wenn sie nicht umkehren; denn es wird sich an dem Tag begeben, spricht der Vater, daß ich deine Pferde aus deiner Mitte austilgen werde, und ich werde deine Streitwagen zerstören; 15  und ich werde die Städte deines Landes austilgen und alle deine Festungen niederwerfen;“ (3. Nephi 21:14-15).

Weh sei den Andern, wenn sie nicht umkehren. Mit dieser Einleitung des Satzes durch `weh´ wird etwas Schlimmes, Unheilvolles, angekündigt bzw. angedroht. Du kannst dich sicherlich an Situationen im Leben erinnern, in denen dir etwas angedroht wurde, wenn du nicht bestimmte Vorgaben einhalten würdest. Der Satz ging dann meist so o. ä. los: „Wehe wenn du das machst, dann ...“ Wie hast du dann reagiert?

Hier droht Jesus Christus den `Andern´ mit Vergeltung, wenn sie sich nicht zu ihm bekehren würden. Welche Folgen sind bei der ausgesprochenen Androhung Jesu zu erwarten? Werden einem die Pferde ausgetilgt, Streitwagen zerstört und Festungen niedergeworfen, ist man unfähig, einen kriegerischen Angriff oder eine Verteidigung auf einen solchen zu starten. Einem sind die Kräfte genommen. Das kann ich ebenso in geistiger Hinsicht interpretieren. Bekehre ich mich nicht zum Herrn, habe ich keine Führung und Leitung durch den Heiligen Geist, fehlen mir die Kräfte, mich gegen Satans Angriffe zur Wehr zu setzen, ich kann mich nicht hinter meiner Festung schützend verbergen und bin Satan schutzlos ausgeliefert. Das bedeutet für mich mein Verderben. Dieses `Weh´ bezieht sich sicherlich auf jeden Menschen und nicht nur auf die `Andern´.

Was denkst du, kannst du unternehmen, um dich diesem `Weh´ des Herrn zu entziehen?

Sonntag, 3. November 2019

Mein Volk, das ein Überrest von Jakob ist, wird unter den Andern sein


(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den am Tempel versammelten Nephiten im Land Überfluss: „Und mein Volk, das ein Überrest von Jakob ist, wird unter den Andern sein, ja, inmitten von ihnen wie ein Löwe unter den Tieren des Waldes, wie ein junger Löwe unter den Schafherden, der, wenn er hindurchschreitet, niedertritt und auch in Stücke reißt, und niemand kann befreien.“ (3. Nephi 21:12).

Mein Volk, das ein Überrest von Jakob ist, wird unter den Andern sein. Beginnend mit diesem Vers, bis zum Vers 18, bestätigt Jesus Christus eine Prophezeiung Michas, – eines jüngeren Zeitgenossen Jesajas, etwa um die 700 v. Chr. – die Nachkommen des Stammvaters Jakob betreffend (Micha 5:6-14). In diesem Kapitel weissagt Micha den davididischen Messias aus Bethlehem und spricht dann in den Versen 6-14 über den `Rest Jakobs´, wie Christus im 3. Nephi 21:12-18 diese Aussage selber tätigt.

Christus sagt, dass dieser Überrest vom Hause Jakob, sich unter den `Andern´ wie ein Löwe unter den Tieren des Waldes aufhalten würde. Mit den `Andern´ meint der Herr hier m. E. diejenigen, die nicht buchstäbliche Nachkommen Jakobs sind, der vom Herrn ja in `Israel´ umbenannt wurde und der somit Stammvater des Hauses Israel ist (Genesis 32:29), des Bundesvolkes des Herrn. Würden die `Andern´ sich nicht zu Christus bekehren, würde er sie durch diesen Rest Jakobs, der unter ihnen lebt, `niedertreten´ lassen (siehe auch 3. Nephi 16:13-15). Was meint der Herr wohl mit `niedertreten´? Wenn ich durch ein Kornfeld gehe, dann trete ich die aufrecht stehenden Halme nieder. Sie liegen dann flach auf der Erde und die Frucht hat keine Chance mehr zu reifen. So könnte es sein, dass damit gemeint ist, dass der geistige Fortschritt dieser `Andern´ ein Ende haben wird. Zudem könnte aber auch noch gemeint sein, dass die Niedergetretenen, am Boden zerstört, keine Macht mehr ausüben können.

Wie verstehst du, dass ein Überrest von Jakob unter den Andern sein wird?

Samstag, 2. November 2019

Wer auch immer nicht an meine Worte glaubt, der wird aus meinem Volk abgeschnitten werden


Im Vorherdasein lebten wir alle mit Gott zusammen
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den am Tempel versammelten Nephiten im Land Überfluss: „Darum wird es sich begeben: Wer auch immer nicht an meine Worte glaubt, der ich Jesus Christus bin, die der Vater durch ihn zu den Andern hervorbringen lassen wird, und ihm Macht geben wird, daß er sie zu den Andern hervorbringt (es wird so geschehen, wie Mose es gesagt hat), der wird aus meinem Volk abgeschnitten werden, aus denen, die zum Bund gehören.“ (3. Nephi 21:11).
Wer auch immer nicht an meine Worte glaubt, der wird aus meinem Volk abgeschnitten werden. Hier warnt Jesus Christus die Nephiten, aber auch einen jeden von uns, vor dem, was passieren wird, wenn sie und wir nicht an Seine Worte glauben werden: Diejenigen werden aus Seinem Bundesvolk abgeschnitten werden. Wer ist damit gemeint, der sie, die Worte Jesu, zu den Andern bringen soll, und was bedeutet `abgeschnitten´ zu werden?
  • Wer bringt die Worte zu den Andern?
    Die Antwort darauf, wer gemeint ist, finden wir im 2. Nephi 3:6-15. Hier spricht Lehi, der aufgrund Geheiß Gottes um die 600 v. Chr. aus Jerusalem nach Amerika auswanderte, zu seinem jüngsten Sohn Joseph (1. Nephi 18:7). Im Vers 6 erklärt er, dass der Joseph, der von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde, bezeugt habe, dass der Herr durch seine, Lehis Linie, einen erwählten Seher hervorkommen lassen wird. Springen wir zu Vers 15, wo der Name dieses Sehers vorhergesagt wird, nämlich `Joseph´ und dass dessen Vater ebenso `Joseph´ heißen würde. Beides trifft zu. Der Herr hat einen Joseph aufgesucht, einen Joseph Smith, dessen Vater auch Joseph hieß, und ihn im weiteren Verlauf als Seher berufen, der das Evangelium den Andern bringen sollte, durch die auch den Nachkommen Lehis die Errettung gebracht werden sollte (Joseph Smith - Lebensgeschichte 1). Auch das ist geschehen (Lehre und Bündnisse 90:8-10).
  • Was bedeutet abgeschnitten zu werden?
    Ehe etwas abgeschnitten werden kann, muss es zunächst mit etwas verbunden gewesen sein. Zunächst lebten wir alle in der Gegenwart des Herrn (Jeremia 1:5; Lehre und Bündnisse 93:29), waren mit ihm verbunden. Wir sollten uns aber weiter entwickeln können, worüber wir sehr froh waren (Hiob 38:4-7). Das erforderte ein Leben im Glauben auf Erden (Köstliche Perle Abraham 3:24-25). Hier sind wir nicht mehr in der Gegenwart des Herrn, wir sind `abgeschnitten´, haben aber aufgrund des Planes der Erlösung (Alma 22:13), die Möglichkeit durch `Glauben an Sein Werk´, wieder in seine Gegenwart zurückzukehren. Glauben wir nicht an `Sein Wort´, werden wir für immer `abgeschnitten´ bleiben – uns nicht Seiner Gegenwart erfreuen können, und wir werden von weiterem Fortschritt `abgeschnitten´ sein.
Wenn man von der `Quelle ewigen Lebens´ (Johannes 4:14) – dem Wort Gottes – `abgeschnitten´ ist, kann man nicht mehr von ihr trinken und wird verdursten – im geistigen Sinn sterben.

Wie kannst du es bewerkstelligen, nicht von dieser `Quelle ewigen Lebens´ abgeschnitten zu sein?

Freitag, 1. November 2019

Das Leben meines Knechtes wird in meiner Hand sein



Joseph Smith wird geteert und gefedert
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht weiter zu den am Tempel versammelten Nephiten im Land Überfluss: „Aber siehe, das Leben meines Knechtes wird in meiner Hand sein; darum werden sie ihn nicht verletzen, obwohl er ihretwegen entstellt sein wird. Doch ich werde ihn heilen, denn ich werde ihnen zeigen, daß meine Weisheit größer ist als die Schlauheit des Teufels.“ (3. Nephi 21:10).

Das Leben meines Knechtes wird in meiner Hand sein. Hier spricht Jesus Christus von einem anderen Knecht als im 3. Nephi 20:43-45. Dort ist für mein Verständnis Jesus Christus gemeint (siehe mein Blogbeitrag vom 28. Oktober 2019 „Mein Knecht wird einsichtig handeln“), hier hingegen ein anderer Knecht.

Der hier angesprochene Knecht steht unter dem Schutz des Herrn, obwohl er durch seine Gegner auch `entstellt´ worden ist. Inwiefern wurde er entstellt und von wem ist die Rede? Unter der Entstellung verstehe ich die Misshandlungen, und den Märtyrertod, die er erleiden musste. Wer erleidet meist den Märtyrertod? Derjenige, der unerschrocken für seinen Glauben eintritt. In diesem Fall der Prophet der Wiederherstellung, Joseph Smith (Lehre und Bündnisse 135:1-3). Entstellt wurde er sicherlich durch die Kugeln aus den Flinten des Mobs, aber auch durch die Teerung und Federung, der er vorher schon ausgesetzt war: „Der nächste Tag war ein Sonntag, und Joseph ging wie gewöhnlich zum Gottesdienst mit den Heiligen. Unter den Menschen, denen er predigte, waren auch einige der Männer, die ihn am Abend zuvor geteert und gefedert hatten. Josephs Haut war zerkratzt und völlig wund, aber er predigte wie immer und erwähnte die Gewalttat vom Abend zuvor überhaupt nicht.“ (Siehe hier). Welch eine Größe und welches Beispiel gibt uns dieser Prophet, der junge Joseph Smith, dem wir unendlich viel zu verdanken haben.

Inwiefern war denn das Leben dieses Knechtes in der Hand des Herrn, wenn er doch ermordet wurde?

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Ein großes und ein wunderbares Werk unter ihnen


Der Beginn dieses großen und wunderbaren Werkes unter uns: Gott Vater und Sohn erscheinen Joseph Smith
(Bild: Quelle)

Der auferstandene Jesus Christus spricht immer noch zu den am Tempel versammelten Nephiten im Land Überfluss: „Denn an jenem Tag wird der Vater um meinetwillen ein Werk bewirken, das ein großes und ein wunderbares Werk unter ihnen sein wird; und es wird unter ihnen welche geben, die es nicht glauben werden, obwohl ein Mann es ihnen verkünden wird.“ (3. Nephi 21:9).

Ein großes und ein wunderbares Werk unter ihnen. Mit an `jenem Tag´ ist die Zeit vor Seinem `Zweiten Kommen´ gemeint, also die sogenannte Endzeit – unsere Zeit, in der wir jetzt leben; die Zeit, in der das wiederhergestellte Evangelium von Jesus Christus durch uns, die `Andern´ zu den Mitgliedern des Hauses Israel gebracht wird. Durch Joseph Smith hat der Herr diesen `Tag´ eingeläutet.

Durch diesen Propheten wurde dieses `wunderbare Werk´ im Auftrag des Herrn in Gang gesetzt. Im Februar 1829 bestätigt der Herr ihm, dem Propheten der Wiederherstellung, in einer Offenbarung, die er für seinen Vater bekam, dass ein `wunderbares Werk´ im Begriff ist, unter den Menschen hervorzukommen(Lehre und Bündnisse 4:1). Dieses Werk sollte nach der Zerstreuung der Nachkommen Nephis unter den `Andern´ getan werden und für sie, die Nachkommen der Zerstreuten, von großem Wert sein (1. Nephi 22:8). Und ist dieses Werk, diese Handlung von großer Tragweite, nicht `wunderbar´ – herrlich und unfassbar – und `von großem Wert´ – wesentlich, bedeutend? Es zeigt einem jeden, der es annehmen will auf, wie er zu seinem Schöpfer und zu seinem Erretter, zu seiner himmlischen Familie, zurückkommen kann (1. Nephi 15:13-18). Das Wunder ist die Wiederherstellung aller Wahrheit (Apostelgeschichte 3:21; Lehre und Bündnisse 27:6), und ein jeder, der sie kennenlernt, ist aufgefordert, diese Wahrheit an seinen Nächsten weiterzugeben (Lehre und Bündnisse 88:81). Der Herr sagt, dass wir in der Zeit leben, in der nicht viele Worte gemacht, sondern gewarnt werden soll (Lehre und Bündnisse 63:58).

Welche Gefühle kommen in dir hoch, wenn du daran denkst, dass wir in einer Zeit leben, in der unser himmlischer Vater „ein großes und ein wunderbares Werk“ vollbringt?