Freitag, 16. September 2022

Deine Stimme wird wie die eines Totengeistes aus der Erde hervorkommen

 

(Bild: Quelle; Hardcopy von Seite 65)

“Dann wirst du, unten am Boden liegend, gedämpft reden und, in den Staub gesunken, eine bescheidene Sprache führen, deine Stimme wird wie die eines Totengeistes aus der Erde hervorkommen und deine Rede aus dem Staube heraus nur flüstern.” (Jesaja 29:3). 

Deine Stimme wird wie die eines Totengeistes aus der Erde hervorkommen. Jesaja prophezeit hier das Hervorkommen des `Buches Mormon´. Es soll aus der Erde sprechen, ein versiegeltes Buch, das Gelehrte nicht lesen können (Jesaja 29:4,11). Buchstäblich hat sich diese Prophezeiung in unseren Tagen erfüllt. Im Februar 1828 machte sich ein Martin Harris mit einer Abschrift einiger Aufzeichnungen aus dem Buch Mormon auf die Reise nach New York City, wo er diese einem Sprachgelehrten zur Überprüfung vorlegen wollte. Seine Motivation könnte gewesen sein, seine skeptische Frau und seine Familie von der Richtigkeit zu überzeugen, da er sich finanziell an der Übersetzungsarbeit beteiligen wollte. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war, um welche Sprache es sich handelte – Joseph Smith sollte erst später herausfinden, dass die Sprache auf den Platten „reformiertes Ägyptisch“ genannt wurde (Mormon 9:32) – suchte Martin mehrere Sprachkundige auf. Unter anderem traf er sich mit Charles Anthon, einem jungen Professor für Grammatik und Sprachwissenschaft am Columbia College in New York City. Dieser war ganz erpicht darauf, das Schriftstück zu untersuchen. Anthon untersuchte die Schriftzeichen und bestätigte deren Echtheit schriftlich. Doch als er erfuhr, dass diese durch einen Engel in die Hände Josephs gekommen sind, forderte er seine Bestätigung zurück und zerriss sie. Martin solle ihm die Platten bringen und er würde sie übersetzen. Martin sagte ihm, das würde nicht gehen, da sie `versiegelt´ seien, worauf er erwiderte, dass er ein `versiegeltes Buch nicht lesen könne´. Später stritt Anthon ab, eine solche Bestätigung gefertigt zu haben. Für Martin aber war dieses Erlebnis Beweis genug für die Wahrheit der Platten und er beteiligte sich an den Übersetzungsarbeiten Josephs. Die ganze Begebenheit kannst du hier nachlesen. 

Im Buch Mormon wurden Jesajas Prophezeiungen teilweise wiederholt. So steht diese Begebenheit, mit dem `Hervorbringen der Worte derer, die geschlummert haben´, jedoch wesentlich ausführlicher als im Alten Testament, im 2. Nephi 27:6-35.  Ich lerne, der Herr ist gestern wie heute derselbe (Hebräer 13:8). Was er gestern sagte, hat heute seine Gültigkeit nicht verloren. Es trifft ein! Außerdem kann ich erkennen, dass vieles aus der Bibel verloren gegangen ist, bzw. herausgenommen wurde (1. Nephi 13:26-29). Ich darf nur nicht `den Geist des tiefen Schlafs´ haben, meine Augen vor den Worten der Propheten verschließen (2. Nephi 27:5). Ich danke dem Herrn, dass er die `Worte derer, die schlummern, und aus dem Staube zu uns sprechen´, dem jungen Joseph Smith gegeben hat, auf dass wir, außer der Bibel, einen weiteren Zeugen für Jesus Christus haben können (lies gerne auch hier). 

Wie verstehst du die obige Prophezeiung Jesajas? 

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Donnerstag, 15. September 2022

Als einen Pflock will ich ihn an einer festen Stelle einschlagen

 

Ancient Near Eastern dwellings had pegs in the walls to hold items off the dirt floor. Shutterstock 
(Bild: Quelle)

“Als einen Pflock will ich ihn an einer festen Stelle einschlagen, und er soll ein Ehrenstuhl für das Haus seines Vaters (d. h. für seine Familie) werden.” (Jesaja 22:23). 

Als einen Pflock will ich ihn an einer festen Stelle einschlagen. In Jesaja 22:15-25 geht es um den Austausch Sebnas, der seine Aufgabe als Palastvorsteher nicht gemäß den Erwartungen des Herrn erfüllte. Der Herr ersetze ihn durch Eljakim, dem er die Schlüsselvollmacht über das Haus David übertrug, und ihm sagen ließ, dass er an einer `festen Stelle als Pflock eingeschlagen würde´. Doch dieser starke Halt durch den Pflock würde nicht für all Mitglieder seiner Großfamilie ausreichen. In der King James Version heißt es: “And I will fasten him as a nail in a sure place …" (Jesaja 22:23; maschinelle Übersetzung: Und ich werde ihn wie einen Nagel an einem sicheren Ort befestigen). Dies kommt mir in der Form `der Nagel an der sicheren Stelle´ sehr bekannt vor, und erinnert mich direkt an das Erlösungswerk unseres Erretters, auf dem Kalvarienberg. Damit dessen Körper sicher am Kreuz gehalten werden konnte, wurden ihm auch noch je ein Nagel in jedes Handgelenk geschlagen, `der Nagel an der sicheren Stelle´. Er würde im Gegensatz zum Pflock, der für Eljakim eingeschlagen wurde, all seine Kinder aushalten, wenn sie sich mit all ihre Sünden an sein Kreuz hängen würden, um nicht vom Zerstörer vereinnahmt zu werden. In alten Wohnstätten wurden Pflöcke oder Nägel in die Mauern eingelassen, um an ihnen die Kochutensilien, Vorräte und Kleidung aufzuhängen, damit sie für Nagetiere nicht erreichbar waren (siehe Bild). 

Jesaja hat hier nicht nur die Machtübergabe von Sebna auf Eljakim angekündigt, sondern auch den Erretter der gesamten Menschheit als sicheren Pflock. “Unser Herr Jesus ist wie ein Nagel an einem sicheren Ort“, schloss ein Theologe, denn „diese Seele kann nicht verloren gehen, noch kann jene Sorge zu Boden fallen, die durch den Glauben an Christus gehängt wird.“ (Quelle). Elder Jeffrey R. Holland äußerte sich zu Jesaja22:21-25 (King James Version) folgendermaßen: “Als die römischen Soldaten ihre viereinhalb Zoll großen Kreuzigungsspieße in das Fleisch ihres Opfers trieben, taten sie dies zuerst in der offenen Handfläche. Aber weil das Gewicht des Körpers dieses Fleisch zerreißen und die zu tragende Last nicht tragen könnte, schlugen sie auch Nägel in das Handgelenk, unten in die Verbindung von Knochen und Sehnen, die unabhängig vom Gewicht nicht reißen würden. Der Nagel im Handgelenk war also der „Nagel an einem sicheren Ort“. Sobald es entfernt und der Erretter „abgehauen“ war, war die Last des gekreuzigten Körpers (buchstäblich die Last des Sühnopfers) zu Ende. In Bezug auf unsere Errettung ist Christus der Nagel an einem sicheren Ort – niemals versagend, niemals wankend, immer die sicherste und zuverlässigste Kraft in der Ewigkeit. Dafür hängen wir gewiss „alle Herrlichkeit des Hauses seines Vaters auf ihm“. (Quelle, maschinell übersetzt). Ich lerne, Christus ist der starke `Pflock´, der die Sünden der gesamten Menschheit am Kreuz getragen hat, `der Nagel an der sicheren Stelle`, sodass wir alle nicht zuschanden gehen werden, wenn wir nur an ihm festhalten! 

An welchen sicheren `Pflock´ hängst du dich dran, um nicht vom `Zerstörer´ erreicht zu werden? 

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Mittwoch, 14. September 2022

Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims

 

Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin (Lukas 18:11) 
(Bild: Quelle)

“Wehe der stolzen Krone**) der Trunkenbolde Ephraims und der welkenden Blüte seines prangenden Schmuckes auf dem Gipfel des fetten Talgeländes***) der vom Wein Überwältigten (= Berauschten)!” (Jesaja 28:1). 

Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims. Was soll das nun wieder bedeuten? In den Kapiteln 28 bis 35 prophezeit Jesaja über Ereignisse im `Nordreich Israel´ und im `Südreich Juda´. Im Kapitel 28 ist die Rede von Samaria, der Krone des Nordreiches. Warum Krone? Samaria war ab etwa 876 v. Chr. die Hauptstadt des Königreiches Israel (Nordeich), und lag erhöht auf einem etwa 90 Meter hohen Hügel. Der Hauptstamm war Ephraim. Wieso spricht der Herr nun durch Jesaja gegen Ephraim, also gegen die zehn Stämme des Nordreiches `Israel´ ein `Wehe´ aus, und bezeichnet sie als Trunkenbolde und `welkende Blüte´? 

So wie man von zu viel Alkoholkonsum `trunken´, benebelt, berauscht, nicht mehr klardenkend, und süchtig wird, kann man desgleichen auch von Stolz werden. Wir erkennen auch, wie ein Trunkenbold von einer wunderbaren Blüte, sich in eine ungepflegte, `welke´, unansehnliche Person verwandelt. Genauso wird es einem ergehen, der vor lauter Stolz nicht mehr weiß, wohin. Wie es solchen Menschen ergehen wird, schildert Jesaja in den Versen 2 bis 3. Unter die Räder werden sie geraten. So erging es schließlich nach dem geistigen Zerfall dem Nordreich tatsächlich auch physisch. Jesaja warnt uns vor der Gefahr, die von innen herkommt, von jenen, die Bündnisse mit dem Herrn eingegangen sind, diese dann aber wissentlich nicht halten. Ich lerne, auf mich heute bezogen, warnen mich die Worte Jesajas, dass ich nicht im Stolz überheblich werden darf, vom Stolz `trunken´, und somit auch nicht mehr klar entscheiden kann! Ich muss auf Anzeichen von Eigensinn achten. Ich darf mich nicht über Andersgläubige erheben, und meinen ich sei besser als sie, wie die Pharisäer es taten (Lukas 18:11). Als Bündnisträger muss ich mir meiner Vorbildfunktion bewusst sein! 

Wie verstehst du dieses `Wehe´ Jesajas über Ephraim? 

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Dienstag, 13. September 2022

Sie werden zusammen eingesperrt

 

"Darum verzehrt ein Fluch die Erde" (Jesaja 24:6) 
(Bild: Quelle)

“An jenem Tage aber wird es geschehen: da wird der HErr zur Rechenschaft ziehen das Heer der Höhe in der Höhe und die Könige der Erde auf der Erde; 22 und sie werden zusammen eingesperrt, wie man Gefangene zusammenholt in eine Grube, und eingeschlossen in einen festverschlossenen Kerker und erst nach langer Zeit abgeurteilt werden.” (Jesaja 24:21-22). 

Sie werden zusammen eingesperrt. In diesem Kapitel prophezeit Jesaja über das kommende Weltgericht. Er sagt vorher, dass davor die Erde `verwüstet´, und deren Bewohner `zerstreut´ werden würden, da sie die Erde aufgrund Übertretung der Gebote Gottes (Bündnisbruch) entweihen würden. Viele würden `dahinschwinden´ und nur wenige übrig bleiben. Städte würden `in Trümmern´ liegen. Es wird `Starkregenereignisse´ und `Erdbeben´ geben (Jesaja 24:1-20). 

All das wird sich ereignen, ja wir sind schon mittendrin in diesen Ereignissen. Es sind Zeichen der `Endzeit´, die Zeit in den `letzten Tagen´ vor dem zweiten Kommen des Herrn. Und danach wird der Herr alle zur `Rechenschaft ziehen´, Gericht halten, jeden nach seinen Taten beurteilen (Jesaja 24:21). Es wird einen Zeitabschnitt zwischen dem Tod eines jeden Menschen und dem Gericht geben, in dem er sich an einem bestimmten Ort aufhalten wird. Dies ist die Geisterwelt. In dieser gibt es zwei Abteilungen. Die eine wird `Paradies´, die andere `Hölle´ genannt (Alma 40:10-14). Im Paradies warten all jene auf das Gericht, die rechtschaffen gelebt haben. Alle, die sich während ihrer Lebzeiten auf Erden willentlich dem Bösen zugewandt haben, halten sich in dem Bereich auf, der Hölle genannt wird. Das ist die Grube, die Jesaja in den obigen Versen beschreibt. Der Ort, der sich wie ein Gefängnis anfühlt. Dieser Zustand wird länger anhalten, da diese Gruppe auf seine Rechtsprechung so lange warten muss, bis alle anderen gerichtet sind. Ich lerne, wenn ich mich hier auf Erden gegen die Liebe Gottes willentlich auflehne, werde ich mich sehr, sehr lange an einem Ort, an dem ich lieber nicht sein wollte, `eingesperrt fühlen´ und voller Angst und Bange auf das gerechte Urteil des Herrn warten müssen – und Warten ist nicht eine der starken Eigenschaften des Menschen. 

Welche Empfindungen bewegen dich, wenn du daran denkst, wahnsinnslange auf das gerechte Urteil des Herrn warten zu müssen? 

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O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte!

 

(Bild: Quelle; Folie 4)

„O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Besieger der Völker, 13 der du dachtest in deinem Sinn: ‘In den Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten, will auf dem Berge der Zusammenkunft (= dem Götterberge) mich niederlassen im äußersten Norden! 14 Ich will über die Wolkenhöhen hinauffahren, will mich dem Höchsten gleich machen!’ 15 Nun aber bist du ins Totenreich hinabgestürzt, in den hintersten Winkel der Grube!” (Jesaja 14:12-15). 

O wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzgestirn, Sohn der Morgenröte! Jesaja prophezeit in den Kapiteln 13 und 14 über die Vernichtung Babels. Zu Beginn des Kapitels 14 prophezeit Jesaja über unsere heutige Zeit. Er beschreibt, dass der Herr mit dem Hause Jakobs (Israels) Erbarmen haben würde, und es erneut als sein Volk erwählen, und es durch Völker, die sich ihm anschließen werden, in seine Heimat zurückführen würde, er wird es aus der Zerstreuung über die ganze Erde wieder an seinen Heimatort Zion, sammeln lassen (Sacharja 10:9), und ihm dort endlich Ruhe gewähren, indem seinen Peinigern ein Ende gemacht wird (Jesaja 14:1-11). Das bedeutet, dass das Haus Israel, nachdem es sich wieder zum Herrn bekehrt hat, wieder unter einem Dach versammelt werden würde. Dieses Dach ist Zion, und Zion ist überall dort auf Erden, wo sich die Mitglieder im Namen des Herrn sammeln. 

In diesem Zusammenhang prophezeit Jesaja in den oben zitierten Versen auch ein Ereignis aus dem vorirdischen Dasein. Wer ist jener, der hier als `Sohn der Morgenröte´ als vom Himmel gefallen beschrieben wird? Es war jemand, der den Plan verfolgte, sich Gott gleichzustellen, und die Menschheit zu unterdrücken. 1832 hatte der Prophet der Wiederherstellung, Joseph Smith, eine Vision. Er sah darin u. a., wie `ein Engel Gottes fiel und der `Teufel´ wurde´. Dieser hatte in der Gegenwart Gottes Vollmacht. Weil er sich aber gegen seinen Bruder, den `Einziggezeugten Sohn Gottes im Fleische´ auflehnte, wurde er “... aus der Gegenwart Gottes und des Sohnes hinabgeworfen ... 26 und Verderben genannt ... , denn die Himmel weinten über ihn – er war aLuzifer, ein Sohn des Morgens.” (Lehre und Bündnisse 76:25-29). Diese Begebenheit ereignete sich im `großen Rat im Himmel´ (Köstliche Perle Mose 4:1-4; Offenbarung 12:4,7-9). Ich lerne, Jesaja hat zwar viel von seiner Zeit gesprochen, aber vieles davon betrifft auch uns, die wir in der letzten Dispensation, der `Evangeliumszeit der Fülle´, die fortdauern wird, bis Christus selber die Herrschaft im Millennium übernehmen wird (Lehre und Bündnisse 29:11) leben. 

Wer außer dem `Sohn der Morgenröte´ wurde noch zu `Boden geschmettert´? 

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Montag, 12. September 2022

Da wird er den Heidenvölkern ein Banner (oder: Panier) aufpflanzen

 

Dann wird der Wolf als Gast bei dem Lamm weilen (Jesaja 11:6)
(Bild: Quelle)

“Da wird er den Heidenvölkern ein Banner (oder: Panier) aufpflanzen und die verstoßenen Israeliten sammeln und das, was von Juda zerstreut ist, zusammenbringen von den vier Säumen der Erde.” (Jesaja 11:12). 

Da wird er den Heidenvölkern ein Banner (oder: Panier) aufpflanzen. Im Kapitel 11 kündigt Jesaja das kommende messianische Reich (das Millennium) an, und die davor stattfindende Sammlung der restlich `Zerstreuten´.  Es beginnt mit der Aussage, dass aus dem `Baumstumpf Isais´ ein `junger Trieb´ hervorkommen wird, auf den sich der Geist des Herrn niederlassen wird, der kein Anseher der Person sein wird, einer der `gerechtes Gericht´ halten wird. Zunächst stellt sich die Frage, wer mit dem Baumstupf Isais gemeint ist. Joseph Smith hatte sich mit dieser Frage an den Herrn gewandt, und die Antwort bekommen: “... Es ist Christus.”. Dann stellt sich noch die Frage nach dem Reis, das aus dem Stumpf erwachsen soll.  Auf diese Frage antwortete ihm der Herr: “Das ist ein Diener in den Händen Christi, der sowohl ein Abkömmling Isais als auch Efraims ist, oder aus dem Haus Josef, und auf den viel Macht gelegt worden ist.” (Lehre und Bündnisses 113:1-4). Stellt sich immer noch die Frage, wer dieses `Reis´ ist. Es ist anzunehmen, dass damit Joseph Smith, der Prophet der Wiederherstellung gemeint ist. Er ist ein reiner Ephraimit (2 Nephi 3:14-15). 

In dieser Zeit wird der Herr die Sammlung des `übriggebliebenen Restes seines Volks´ einleiten, indem er ein `Banner´ aufpflanzen wird.  Stellt sich wieder eine Frage, was ist mit dem `Banner´ gemeint, das der Herr aufpflanzen wird? Allgemein ist ein Banner eine Fahne mit Feld-, Hoheitszeichen, Wappen, die durch eine waagerecht hängende Querstange mit dem Fahnenschaft verbunden ist. Im Kontext zu Jesaja kann ich mir vorstellen, dass ein Zeichen aufgestellt wird, durch die Wiederherstellung der Kirche des Herrn, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, am 6. April 1830. In diesem Zusammenhang kommt die `Wurzel Isais´ ins Spiel. Mose erschien nämlich Joseph Smith und Oliver Cowdery, um ihnen die Priestertumsvollmacht zu übertragen, die sie zur Sammlung Israels benötigten (Lehre und Bündnisse 110:11). Ich lerne, auf diese Art hat der Herr den Startschuss für die `zweite Sammlung Israels´ gegeben (Jesaja 11:11), an der wir als Nachkommen Ephraims in besonderer Weise aufgefordert sind mitzuwirken. 

Was liest du aus Jesaja 11 in Bezug auf das Zusammenleben von Tier und Mensch heraus? 

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Freitag, 9. September 2022

Wir wollen gegen Juda hinaufziehen

 

(Bild: Quelle)

„„Wir wollen gegen Juda hinaufziehen, wollen ihm ein Grauen einjagen und es für uns erobern und wollen den Sohn Tabeels zum König dort eintsetzen!”” — 7 so hat Gott der HErr gesprochen: ‘Das soll nicht gelingen und nicht geschehen! 8 denn (= sondern) das Haupt von Syrien ist Damaskus, und das Haupt von Damaskus ist Rezin; und in noch fünfundsechzig Jahren soll Ephraim zertrümmert werden, so daß es kein Volk mehr ist. 9 Und das Haupt von Ephraim ist Samaria, und das Haupt von Samaria ist der Sohn Remalja’s. Doch habt ihr keinen Glauben, so werdet ihr keinen Bestand haben (= nicht fortbestehen).’” (Jesaja 7:6-9; vergleiche 2. Nephi 17:6-9). 

Wir wollen gegen Juda hinaufziehen. Welche Situation haben wir vor uns? Assyrien verbündete sich mit dem Nordreich Israel, um das Südreich Juda zu erobern. Als das Haus Davids (Juda) davon Wind bekam, rutschte ihnen `ihr Herz in die Hose´. Der Herr schickte Ahas, dem König über Juda, durch Jesaja die Nachricht, dass sein Herz vor diesen zwei Königen Assyriens und Israels, nicht verzagen solle, obwohl diese planten, einen Marionettenkönig, den Sohn Tabeels, in Juda einzusetzen. Diese Verschwörung wird Syrien und Israel nicht gelingen, der Herr wird sich drum kümmern, indem Ephraim in absehbarer Zeit vernichtet sein würde. Dann fordert der Herr Ahas durch Jesaja auf, ein Zeichen auszuwählen, um die Wahrheit bestätigt zu bekommen. Ahas schlägt dies mit der Begründung den Herrn nicht versuchen zu wollen `scheinheilig´ aus, denn wie wir in 2. Könige 16:2 erfahren, `tat er nicht, was dem Herrn wohlgefiel´. Er wollte offensichtlich schlicht keinen Rat vom Herrn haben. 

Der Herr ließ sich jedoch nicht davon abbringen, Ahas ein Zeichen zu geben: “... Seht, die Jungfrau (oder: die junge Frau) wird guter Hoffnung werden und einen Sohn gebären, dem sie den Namen Immanuel (d. h. Gott mit uns oder bei uns) geben wird.” (Jesaja 7:14). Da klingeln dem Leser doch gleich die Ohren und er denkt an Matthäus 1:23, wo ein Engel dem Verlobten der jungen Frau Maria mitteilt, dass sie einen Sohn zur Welt bringen würde. Was hat dieses in weiter Ferne, mehr als 700 Jahre, liegende Zeichen mit Ahas zu tun, der sich doch Sorgen um die bevorstehende Verschwörung machte? Betrachten wir noch Vers 16, in dem gesagt wird, dass das Land, vor dem er Angst hat (Assyrien und Israel), noch zu Kleinkindzeiten dieses angesagten Kindes verlassen sein wird. Elder Jeffrey R. Holland kommentierte diese Passage folgendermaßen: „Dieses Zeichen wurde dem alttestamentlichen König Ahas gegeben, um ihn zu ermutigen, seine Kraft lieber vom Herrn zu beziehen als von der militärischen Macht von Damaskus, Samaria oder anderen militanten Lagern. . .  . Es gibt mehrere oder parallele Elemente zu dieser Prophezeiung, wie bei so vielen von Jesajas Schriften. Die unmittelbarste Bedeutung konzentrierte sich wahrscheinlich auf Jesajas Frau, . . . die um diese Zeit einen Sohn zur Welt brachte [2 Nephi 18:1-4; vergleiche Jesaja 8:1-4,], wobei das Kind ein Sinnbild und Schatten der größeren, späteren Erfüllung der Prophezeiung wurde, die sich mit der Geburt Jesu Christi erfüllen würde.“ In 2. Nephi 18:9-10 warnt der Herr Ahas davor, sich mit anderen Völkern zu verbinden, stattdessen aber mit Gott, ansonsten droht Vernichtung (Jesaja 8:13-15). Ich lerne, Jesaja muss ich im Zusammenhang betrachten, wenn ich die richtigen Lehren für mich daraus ziehen will. Hier bekomme ich also den Rat, mich mit dem Herrn zu verbünden und nicht mit weltlichen, irdischen Mächten. Letzteres würde für mich zu einem Stolperstein werden. 

Welche Lehre ziehst du aus den Kapiteln 7 und 8 des Jesaja? 

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