Dienstag, 21. Mai 2024

Lasst uns den König besänftigen und den Eid erfüllen, den wir ihm geschworen haben

 

Lamanite Daughters by Minerva Teichert
(Bild: Quelle)

“Und nun lasst uns den König besänftigen und den Eid erfüllen, den wir ihm geschworen haben; denn es ist besser, wir sind in Gefangenschaft, als dass wir unser Leben verlieren; darum lasst uns diesem großen Blutvergießen Einhalt gebieten.” (Mosia 20:22). 

  • Dieser Vers betont die Bedeutung, Versprechen und Verträge einzuhalten, selbst wenn dies bedeutet, in Gefangenschaft zu geraten. Er unterstreicht auch die Vorstellung, dass es besser ist, Frieden zu suchen und weiteres Blutvergießen zu verhindern, selbst wenn dies bedeutet, Opfer zu bringen. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 19:1-29:
 
Die Passage beginnt damit, dass das Heer des Königs nach einem vergeblichen Versuch, das Volk des Herrn zu finden, zurückkehrt. Das Heer ist geschwächt, und Uneinigkeit bricht aus. Gideon, ein starker Gegner des Königs, versucht, diesen zu töten, aber der König flieht. Als die Lamaniten angreifen, flieht der König und befiehlt seinem Volk dasselbe zu tun. Einige Männer verlassen ihre Familien, um zu überleben. Diejenigen, die bei ihren Familien bleiben, bitten die Lamaniten um Gnade und werden gefangen genommen. Unter ihnen ist Limhi, ein Sohn des Königs. Gideon schickt Männer aus, um den König zu finden, aber sie kehren ohne ihn zurück. Die Männer wollen Rache nehmen, aber der König verbietet es. Als sie erfahren, was mit ihren Familien passiert ist, kehren sie ins Land Nephi zurück und schwören, den Lamaniten Tribut zu zahlen. Frieden herrscht für zwei Jahre unter König Limhi, während die Lamaniten das Volk nicht angreifen. 

Eine differenziertere Betrachtung:  

Mosia 19:1-6: 
Das Heer des Königs Noa kehrt erfolglos von der Suche nach dem Volk des Herrn, das sich vor ihm in der Wildnis zwischen den Städten Jerusalem und Schimlon im Land Nephi (siehe Karte) versteckt hat, zurück. Die Streitkräfte des Königs sind klein (wohl, weil das Volk inzwischen zerstritten war, und König Noa nicht mehr viele Anhänger hatte), und Uneinigkeit bricht aus, wodurch ein großer Streit entsteht. Dies bereitet den Boden für den Mann namens Gideon, einen Feind des Königs (über ihn wissen wir nicht viel, nur dass er später als Hauptmann des Königs genannt wird; Mosia 20:17). Er schwört, König Noa zu töten, und es kommt zu einem Kampf zwischen den beiden. Der König flieht und versteckt sich auf dem Turm vor dem Tempel, von dem aus er die anrückenden Lamaniten sieht. 

Mosia 19:7-16:  
König Noah fleht Gideon an, ihn zu schonen, da die Lamaniten über sie gekommen sind und drohen, sein Volk zu vernichten. Obwohl der König mehr um sein eigenes Leben als um das seines Volkes besorgt ist, verschont Gideon ihn in Anbetracht der prekären Situation. Der König befiehlt seinem Volk, vor den Lamaniten zu fliehen, und führt sie in die Wildnis. Die Lamaniten verfolgen sie und beginnen, sie zu töten. Der König befiehlt den Männern, ihre Frauen und Kinder zurückzulassen, um eher zu überleben. Einige Männer widersetzen sich diesem Befehl, während andere fliehen. Diejenigen, die bei ihren Familien bleiben, bitten die Lamaniten um Gnade und werden gefangen genommen. Die Lamaniten haben Mitleid mit den Frauen und verschonen ihr Leben, nehmen sie gefangen und bringen sie ins Land Nephi zurück. Als Bedingung für ihr Überleben müssen sie jedoch König Noah an die Lamaniten ausliefern und die Hälfte ihres Besitzes als Tribut zahlen (immer noch besser, als Gefangene in einem fremden Land zu sein. Für die Sieger gab es den Vorteil des jährlichen Tributes. Dieses Vorgehen der Sieger entspricht Mesoamerikanischem Brauch die Besiegten tributpflichtig zu machen). Unter den Gefangenen befindet sich auch Limhi, ein Sohn des Königs Noa. 

Mosia 19:17-25:  
Limhi, der Sohn des Königs Noa, wünscht sich, dass sein Vater nicht vernichtet wird, obwohl er sich der Übeltaten seines Vaters bewusst ist. Gideon sendet heimlich Männer in die Wildnis, um nach dem König und seinen Anhängern zu suchen, aber sie finden nur die Gefolgsleute des Königs, nicht den König selbst. Die Männer schwören, Rache zu nehmen, falls ihre Familien getötet wurden, und wollen zurückkehren, doch König Noa verbietet es und wird dafür von ihnen mit dem Feuertod bestraft, wie es Abinadi vorhergesagt hatte (Mosia 12:9-10). Sie treffen auf die Männer Gideons, die ihnen berichten, was mit ihren Familien passiert ist, und dass die Lamaniten ihnen erlaubt haben, das Land zu behalten, wenn sie Tribut zahlen. Sie erzählen auch von der Tötung des Königs und der Flucht seiner Priester. Nach ihrer Rückkehr ins Land Nephi schwört der König der Lamaniten, aus Gründen, die uns Mormon nicht mitteilt, dass sein Volk sie nicht töten werde. 

Mosia 19:26-29:  
Limhi, der Sohn des Königs Noa, dessen Herrschaft vom Volk bestätigt wurde, schwört dem König der Lamaniten Treue und verspricht, Tribut zu zahlen. Er beginnt, sein Reich aufzubauen und Frieden unter seinem Volk zu fördern. Der König der Lamaniten stationiert Wachen um Limhis Land, um zu verhindern, dass sein Volk in die Wildnis flieht, und finanziert diese Wachen mit dem Tribut der Nephiten. Unter König Limhi herrscht zwei Jahre lang Frieden in seinem Reich, und die Lamaniten lassen sie in Ruhe, fallen nicht über sie her. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 20:1-26:
 
Eine Gruppe von Lamanitentöchtern versammelt sich wahrscheinlich an einem unbewachten Ort in Schemlon, um zu singen und zu tanzen (wahrscheinlich die Durchführung eines Rituals). Einige Priester des Königs Noah, die sich in der Wildnis versteckten, entführen 24 dieser Töchter der Lamaniten, als diese alleine sind. Eine ähnliche Geschichte von der Entführung junger Frauen, die tanzten, wird in Richter 21:16-23 erzählt. Es ist möglich, dass diese Geschichte Israels den Priestern bekannt war und ihnen als Rechtfertigung diente. Als die Lamaniten bemerken, dass ihre Töchter verschwunden sind, glauben sie fälschlicherweise, dass Limhis Volk dafür verantwortlich ist, und marschieren ins Land Nephi, um Rache zu üben. Limhi beobachtet ihre Vorbereitungen vom Turm aus, und stellt sein Volk gegen sie auf. Es kommt zu einem heftigen Kampf, bei dem die Lamaniten besiegt werden und ihr König verwundet zurückbleibt (wir lesen von einer Metapher, dass sie wie Löwen und Drachen kämpften. Diese Wesen waren damals sicherlich nicht bekannt. Die Metapher ist scheinbar in unsere Zeit übersetzt worden. Damals könnten es vielleicht Tiere wie Jaguar und Krokodil gewesen sein). Limhi entscheidet weise, den König zu verschonen und fordert eine Erklärung für den Angriff. Der König erklärt, dass er aus Rache gehandelt hat, weil Limhis Volk Lamanitentöchter entführt hat. Gideon überzeugt Limhi, dass die Priester seines Vaters, die in der Wildnis sind, für die Entführung verantwortlich sind. Limhi erzählt dem König von den Priestern und der Entführung ihrer Töchter. Der König beruhigt sein Volk und verspricht, dass sie nicht angegriffen werden. Die Lamaniten haben Mitleid mit Limhis Volk und kehren friedlich in ihr Land zurück, nachdem sie feststellen, dass sie unbewaffnet sind. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Mosia 20:1-11:
Die Töchter der Lamaniten versammeln sich in Schemlon (siehe Karte Shimlon), um zu singen und zu tanzen. Einige Priester von König Noa schämen sich, in die Stadt Nephi zurückzukehren, aus Angst, vom Volk getötet zu werden. Stattdessen verweilen sie in der Wildnis und beobachten die Töchter der Lamaniten. Als nur wenige von ihnen zum Tanz versammelt sind, greifen die Priester sie an und entführen 24 von ihnen in die Wildnis. Als die Lamaniten bemerken, dass ihre Töchter fehlen, werden sie wütend auf das Volk Limhi und entsenden ihre Armeen, angeführt vom König selbst, um Limhis Volk zu vernichten. Limhi entdeckt die Kriegsvorbereitungen der Lamaniten und bereitet sein Volk auf den Kampf vor. Als die Lamaniten herankommen, beginnt das Volk Limhi, sie anzugreifen, und es entbrennt ein heftiger Kampf, in dem beide Seiten wie Löwen um ihre Beute kämpfen. 

Mosia 20:12-16: 
Nachdem der Kampf vorüber war, entdeckten Limhis Volk den verwundeten König der Lamaniten unter den Toten. Sie versorgten seine Wunden und brachten ihn vor Limhi. Obwohl einige darauf drängten, ihn zu töten, entschied Limhi, ihn zu verschonen und fragte nach dem Grund für den Krieg. Der König erklärte, dass er den Eid (Mosia 19:25,26) gebrochen hatte, weil Limhis Leute die Töchter seines Volkes entführt hatten. Limhi, der zuvor nichts davon wusste, versprach, die Schuldigen zu bestrafen, und ließ Nachforschungen unter seinem Volk anstellen. 

Mosia 20:17-26: 
Gideon, der Hauptmann des Königs, bat Limhi, nicht weiter gegen das Volk zu ermitteln und es nicht zu beschuldigen. Er erinnerte Limhi daran, dass die Priester seines Vaters, die in der Wildnis waren, wahrscheinlich für die Entführung der Lamanitentöchter verantwortlich waren. Gideon betonte die Dringlichkeit, den König der Lamaniten zu besänftigen, um einen drohenden Angriff abzuwenden. Er erinnerte an die Prophezeiungen Abinadis und schlug vor, den Eid zu erfüllen, den sie dem König geschworen hatten, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Limhi erklärte dem König alles über seinen Vater und die geflohenen Priester und beschuldigte sie für die Entführung. Der König der Lamaniten ließ sich durch Limhis Erklärungen besänftigen und schwor, dass sein Volk Limhis Volk nicht töten würde. Sie trafen sich ohne Waffen, und die Lamaniten hatten Mitleid mit Limhis Volk, das unbewaffnet war. So kehrten sie friedlich in ihr Land zurück. 

Aus den Kapiteln Mosia 19 und 20 können wir mehrere Lehren für uns heute ziehen: 

  • Verantwortung übernehmen: Die Handlungen von Individuen können weitreichende Folgen haben, nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Gemeinschaft und andere. Der König Noa und die Priester trugen die Verantwortung für ihre Entscheidungen, die letztendlich zu Konflikten und Leid führten. 
  • Mitgefühl und Gnade: Selbst inmitten von Konflikten ist es wichtig, Mitgefühl und Gnade zu zeigen. Limhi und sein Volk entschieden sich, Gnade gegenüber dem verwundeten König der Lamaniten zu zeigen, anstatt Rache zu üben. Diese Handlung des Mitgefühls trug dazu bei, weiteres Blutvergießen zu verhindern und Frieden zu schaffen. 
  • Umgang mit Konflikten: Konflikte sollten nicht automatisch mit Gewalt gelöst werden. Gideon erkannte die Dringlichkeit, Konflikte zu entschärfen und Frieden zu suchen, anstatt in weiteres Blutvergießen zu geraten. Er betonte die Notwendigkeit, den Eid zu erfüllen, um einen drohenden Angriff abzuwenden. 
  • Respekt vor Verträgen und Eiden: Das Einhalten von Verträgen und Eiden ist entscheidend für das Aufrechterhalten des Friedens und der Stabilität in einer Gesellschaft. Sowohl Limhi als auch der König der Lamaniten betonten die Bedeutung, die Versprechen zu halten, die sie gemacht hatten, um weiteres Leid zu vermeiden. 
  • Gerechtes Handeln: Selbst in Zeiten der Krise ist es wichtig, gerecht zu handeln und nach Wegen zu suchen, um Frieden zu schaffen. Limhi war entschlossen, die Wahrheit über die Entführung der Lamanitentöchter herauszufinden, und war bereit, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die dafür verantwortlich waren. 

Diese Lehren können uns dabei helfen, unsere eigenen Handlungen zu reflektieren und Wege zu finden, wie wir Konflikte lösen, Mitgefühl zeigen und zur Schaffung von Frieden und Harmonie in unserer eigenen Umgebung beitragen können. 

Wie gehst du mit feierlichen Versprechen um? 

findechristus.org 

Montag, 20. Mai 2024

Sandte er seine Diener aus, sie zu beobachten

 

Alma Baptizes in the Waters of Mormon by Arnold Friberg
(Bild: Quelle)

“Aber siehe, es begab sich: Nachdem der König eine Bewegung unter dem Volk entdeckt hatte, sandte er seine Diener aus, sie zu beobachten. An dem Tag also, da sich alle versammelten, um das Wort des Herrn zu hören, wurde dem König über sie berichtet.” (Mosia 18:32). 

  • Dieser Vers verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen die Gläubigen konfrontiert waren, sowie ihre Entschlossenheit, ihren Glauben trotz Widerständen zu bewahren. Es betont auch die Bedeutung der Treue gegenüber Gott, selbst unter Bedrohung und Verfolgung. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 18:1-35: 

Alma kehrt von seinen Sünden um und beginnt, die Worte Abinadis zu lehren, insbesondere über die kommende Auferstehung und Erlösung durch Christus. Er lehrt heimlich am Ort Mormon, einem sicheren Ort im Grenzgebiet, und viele glauben seinen Worten. Er tauft die Gläubigen im Wasser Mormon und gründet die Kirche Gottes oder die Kirche Christi. Alma ordiniert Priester und gibt ihnen klare Anweisungen, was zu lehren ist. Er betont die Einheit, den Sabbat und das Teilen der Habe. Als der König von Almas Aktivitäten erfährt, sendet er sein Heer aus, um sie zu vernichten. Alma und sein Volk ziehen sich in die Wildnis zurück, etwa vierhundertfünfzig Seelen stark. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Mosia 18:1-3: 
Alma, der zuvor vor den Dienern König Noas geflohen war, kehrt von seinen Sünden um und beginnt, heimlich die Worte Abinadis zu lehren. Er spricht über kommende Ereignisse, die Auferstehung der Toten und die Erlösung des Volkes durch Christi Macht, Leiden, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt. Er lehrt heimlich, um nicht vom König entdeckt zu werden, und viele glauben seinen Worten. 

Mosia 18:4-7: 
Die Gläubigen versammeln sich am Ort Mormon, der seinen Namen vom König erhalten hat und in einem Grenzgebiet liegt, das gelegentlich von wilden Tieren unsicher gemacht wird (siehe Karte zwischen Jerusalem und Shilom). Dort gibt es eine Quelle mit reinem Wasser, zu der Alma und seine Anhänger gehen, um seine Worte zu hören. Nach vielen Tagen versammelt sich eine beträchtliche Anzahl von Menschen am Ort Mormon, um Alma zuzuhören. Er lehrt sie über Umkehr, Erlösung und den Glauben an den Herrn. 

Mosia 18:8-10: 
Alma erklärt den Gläubigen, dass sie, da sie den Wunsch haben, Teil der Herde Gottes zu sein und sein Volk genannt zu werden, bereit sein sollten, einander zu unterstützen und zu tragen, um die Lasten leichter zu machen. Sie sollten bereit sein, mit den Trauernden zu trauern und die Bedürftigen zu trösten, und als Zeugen Gottes aufzutreten, selbst bis in den Tod, um von Gott erlöst zu werden und ewiges Leben zu erlangen. Er ermutigt sie, sich im Namen des Herrn taufen zu lassen, um ihr Bündnis mit ihm zu bezeugen und dass er seinen Geist reichlich über sie ausgießen kann. 

Mosia 18:11-14: 
Nachdem das Volk Almas Worte gehört hatte, waren sie vor Freude überwältigt und klatschten in die Hände, bekundeten, dass dies ihr Herzenswunsch sei. Dann nahm Alma Helam, einen der Ersten, und taufte ihn im Wasser, indem er betete, dass der Geist Gottes über ihn ausgegossen werde, damit er das Werk mit Herzensheiligkeit vollbringe. Als Alma diese Worte sprach, kam der Geist des Herrn über ihn, und er taufte Helam im Namen des allmächtigen Gottes, zum Zeugnis dafür, dass Helam den Bund eingegangen sei, ihm zu dienen, bis er sterbe. Dann wurden Alma und Helam im Wasser begraben und tauchten voller Freude auf, erfüllt vom Geist. 

Mosia 18:15-17: 
Alma taufte auch andere Gläubige im Wasser, ohne sich selbst erneut darin zu begraben. Auf diese Weise taufte er jeden, der zum Ort Mormon kam, insgesamt etwa zweihundertvier Seelen. Sie wurden alle in den Wassern Mormon getauft und erfuhren die Gnade Gottes. Von diesem Zeitpunkt an wurden sie als die Kirche Gottes oder die Kirche Christi bezeichnet. Jeder, der mit der Macht und Vollmacht Gottes getauft wurde, wurde seiner Kirche hinzugefügt. 

Mosia 18:18-20: 
Alma, der die Vollmacht von Gott besaß, ordinierte Priester. Er ordinierte einen Priester für jeweils fünfzig Gläubige, um sie zu predigen und sie in den Lehren des Reiches Gottes zu unterweisen. Er gebot ihnen, nur das zu lehren, was er selbst gelehrt hatte und was durch die heiligen Propheten gesprochen worden war. Speziell forderte er sie auf, ausschließlich Umkehr und Glauben an den Herrn zu predigen, der sein Volk erlöst hat. 

Mosia 18:21-24: 
Alma gebot den Priestern, keinen Streit untereinander zu haben, sondern in Einigkeit vorwärtszublicken und vereinten Glauben und eine Taufe zu haben, ihre Herzen in Einigkeit und gegenseitiger Liebe verbunden zu halten. Er befahl ihnen auch, zu predigen, und auf diese Weise wurden sie als Kinder Gottes anerkannt. Weiterhin gebot er ihnen, den Sabbat zu beachten und heiligzuhalten, und jeden Tag dem Herrn zu danken. Zusätzlich sollten die ordinierten Priester mit ihren eigenen Händen für ihren Unterhalt arbeiten

Mosia 18:25-26: 
In jeder Woche gab es einen festgesetzten Tag, an dem die Gläubigen sich versammelten, um das Volk zu lehren und den Herrn anzubeten, und sie sollten sich auch so oft wie möglich zusammenfinden, wenn es in ihrer Macht stand. Die Priester sollten sich nicht auf die Unterstützung des Volkes für ihren Unterhalt verlassen, sondern für ihre Arbeit die Gnade Gottes empfangen. Dadurch würden sie im Geist gestärkt werden, göttliche Erkenntnis erlangen und dann mit göttlicher Macht und Vollmacht predigen können. 

Mosia 18:27-30: 
Alma gebot dem Volk der Kirche, gemäß ihrem Vermögen zu teilen: Wer reichlich habe, solle großzügig teilen, wer wenig habe, braucht auch nur wenig zu geben, und denen, die nichts haben, solle gegeben werden. Dies sollten sie aus eigenem freien Willen und in Liebe zu Gott tun, indem sie mit den Priestern und den Bedürftigen ihre Habe teilten. Dies wurde ihnen im Auftrag Gottes geboten, und sie lebten vor Gott untadelig und teilten sowohl materielle als auch geistige Güter gemäß den Bedürfnissen und dem Bedarf. All dies geschah am Ort Mormon, bei den Wassern und im umliegenden Wald. Diese Orte wurden von denen, die dort die Erlösung erlangten, als schön betrachtet und wurden gesegnet, denn sie priesen dort ewig ihren Erlöser. 

Mosia 18:31-35: 
Das Geschehen ereignete sich im Grenzgebiet des Landes, damit der König davon nichts mitbekam. Doch als der König eine Unruhe unter dem Volk bemerkte, schickte er seine Diener aus, um sie zu beobachten. Als sie sich versammelten, um das Wort des Herrn zu hören, wurde dem König über sie berichtet. Der König interpretierte Almas Wirken als Aufwiegelung gegen ihn und entsandte sein Heer, um sie zu vernichten. Alma und sein Volk wurden rechtzeitig vor dem Herannahen des königlichen Heeres gewarnt und flohen mit ihren Zelten und Familien in die Wildnis. Sie waren etwa vierhundertfünfzig Seelen stark. 

Aus diesen Abschnitten können wir mehrere zeitlose Lehren ziehen: 

  • Umkehr und Erlösung: Wie Alma können auch wir uns von unseren Sünden abwenden und zu Gott umkehren. Durch den Glauben an Jesus Christus können wir Erlösung und Vergebung erfahren. 
  • Geheime Evangelisierung: Manchmal müssen wir unsere Glaubenspraxis diskret gestalten, besonders wenn wir unter schwierigen Umständen leben oder verfolgt werden. 
  • Gemeinschaft und Teilen: Die Gläubigen an den Wassern Mormons teilten nicht nur geistige, sondern auch materielle Güter und unterstützten einander. Diese Lehre erinnert uns daran, wie wichtig es ist, einander zu helfen und gemeinsam zu wachsen. 
  • Bereitschaft, den Herrn zu dienen: Wie Helam sollten auch wir bereit sein, uns dem Herrn durch die Taufe zu verpflichten und ihm zu dienen, selbst wenn dies Opfer erfordert. 
  • Gemeinschaft im Glauben: Die Gläubigen wurden als "Kinder Gottes" anerkannt und wurden in einer starken Gemeinschaft vereint. Wir können aus diesem Beispiel lernen, wie wichtig es ist, in Einigkeit und gegenseitiger Liebe zu leben. 
  • Gottesdienst und Sabbat: Wir sollten den Sabbat heiligen und uns regelmäßig versammeln, um den Herrn anzubeten und uns geistig zu stärken. 
  • Arbeitsmoral und Selbstversorgung: Die Priester wurden angewiesen, mit ihren eigenen Händen für ihren Unterhalt zu arbeiten. Diese Lehre erinnert uns daran, dass es wichtig ist, fleißig zu sein und Verantwortung für unseren Lebensunterhalt zu übernehmen. 
  • Schutz vor Gefahren: Als das Volk von der Bedrohung durch den König erfahren hat, zogen sie in die Wildnis, um sich vor dem drohenden Angriff zu schützen. Diese Lehre erinnert uns daran, dass wir manchmal vor physischen oder spirituellen Gefahren fliehen müssen, um uns selbst und unsere Familie zu schützen. 

Diese Lehren können uns helfen, unseren Glauben zu stärken und uns in unserem täglichen Leben zu leiten, indem wir uns daran erinnern, dass Gott uns führt und uns hilft, auch in schwierigen Zeiten. 

Wie würdest du dich verhalten, wenn du bemerkst, dass du wegen deines Glaubens verfolgt werden solltest? 

findechristus.org 

Samstag, 18. Mai 2024

Ich werde bis zum Tod leiden, und ich werde meine Worte nicht widerrufen

 

Alma schreibt die Worte Abinadis auf und verkündet sie | Mosia 16 bis 18 
(Bild: Quelle; Screenshot von Video zu Alma 17:2; 00:33)

“Ja, und ich werde bis zum Tod leiden, und ich werde meine Worte nicht widerrufen, und sie werden als ein Zeugnis gegen euch dastehen. Und wenn ihr mich tötet, werdet ihr aunschuldiges Blut vergießen, und auch dies wird am letzten Tag als ein Zeugnis gegen euch dastehen.” (Mosia 17:10). 

  • In diesem Vers zeigt Abinadi seine Entschlossenheit, standhaft an seinen Worten und Überzeugungen festzuhalten, selbst wenn es seinen Tod bedeutet. Es betont die Bedeutung der Wahrhaftigkeit und Standhaftigkeit im Glauben, selbst unter Bedrohung und Druck. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 17:1-20: 

In Mosia 17:1-20 wird Abinadi, ein Prophet, von König Noa und seinen Priestern wegen ihrer Gottlosigkeit verurteilt. Trotz Bitten eines Gläubigen namens Alma befiehlt König Noa die Hinrichtung Abinadis. Alma wird auch verfolgt, aber er entkommt und schreibt Abinadis Worte auf. Abinadi wird schließlich gefangen genommen, vor den König gebracht und wegen seiner Lehren über Gottes Erscheinung unter den Menschen zum Tode verurteilt. Abinadi weigert sich, seine Worte zurückzunehmen, und prophezeit Unheil für diejenigen, die seine Botschaft ablehnen. Trotz anfänglichen Zögerns seitens König Noas wird Abinadi als Märtyrer verbrannt. Sein Tod dient als Zeugnis für die Wahrheit seiner Lehren. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Mosia 17:1-4: 

Nachdem Abinadi seine Worte beendet hatte, befahl der König, dass die Priester ihn ergreifen und hinrichten sollten. Doch ein Mann namens Alma (Alma der Ältere oder Alma I), ein Nachkomme Nephis, glaubte an Abinadis Worte *) und flehte den König an, Abinadi gehen zu lassen. Doch der König wurde wütender und verbannte Alma. Als seine Diener ihn töten sollten, floh Alma und versteckte sich. Während er sich versteckte, schrieb er alle Worte Abinadis nieder. 

  • *) “Der wichtigere Teil dieses Anfangs ist die Einführung in vielleicht den Grund, warum Jahwe Abinadi an den Hof kommen ließ, um seine Botschaft zu verkünden. In der gesamten Episode, von dem Moment an, in dem Abinadi verkleidet hereinkommt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er zur Hinrichtung gebracht wird, hat er nur einen einzigen Konvertiten gemacht. Dieser Bekehrte war Alma I, und es ist Alma I der zu einer äußerst wichtigen Figur in der Geschichte der Nephiten wird. Die Geschichte  Alma I  beginnt mit seinem Flehen für Abinadi und endet mit seiner Vertreibung vom Hof König Noas. Nachdem er sich auf die Seite Abinadis gestellt hatte, war er dazu verdammt, sein Schicksal zu teilen. Zum Glück für den Rest der nephitischen Geschichte war der Versuch, Alma I zu töten misslungen.” (Gardner, Brant A.; Mosiah 17). 

Mosia 17:5-8: 

Der König ließ Abinadi von seinen Wachen umstellen und ergreifen; sie banden ihn und warfen ihn ins Gefängnis. Nach drei Tagen ließ der König Abinadi wieder vor sich bringen und sprach zu ihm: "Abinadi, wir haben eine Anklage gegen dich gefunden, und du verdienst den Tod. Denn du hast gesagt, Gott selbst werde unter die Menschenkinder herabkommen; und aus diesem Grund sollst du nun hingerichtet werden, wenn du nicht alle Worte widerrufst, mit denen du Schlechtes in Bezug auf mich und mein Volk gesprochen hast.”  

Mosia 17:9-12: 

Abinadi antwortete: "... ich werde die Worte, die ich in Bezug auf dieses Volk zu euch gesprochen habe, nicht widerrufen, denn sie sind wahr; und damit ihr wisst, dass sie gewiss wahr sind, habe ich selbst es zugelassen, dass ich euch in die Hände gefallen bin. Ja, und ich werde bis zum Tod leiden, und ich werde meine Worte nicht widerrufen, und sie werden als ein Zeugnis gegen euch dastehen. Und wenn ihr mich tötet, werdet ihr unschuldiges Blut vergießen, und auch dies wird am letzten Tag als ein Zeugnis gegen euch dastehen." 

König Noa war nahe daran, Abinadi freizulassen, denn er fürchtete sein Wort und die Strafen Gottes. Doch die Priester beschuldigten Abinadi, den König beleidigt zu haben. Dadurch wurde der König zornig und gab Abinadi preis, damit er getötet werden konnte. 

Mosia 17:13-15: 

Sie ergriffen Abinadi, banden ihn und peinigten ihn mit Reisigbündeln, bis er starb. Als die Flammen begannen, ihn zu versengen, rief er ihnen zu: "Siehe, so wie ihr mir getan habt, so wird es sich begeben, dass eure Nachkommen die Ursache sein werden, dass viele die Qualen erleiden werden, die ich erleide, ja, die Qualen des Feuertodes, und dies, weil sie an die Errettung des Herrn, ihres Gottes, glauben."  

  • “Abinadi wird mit Feuer hingerichtet. Dies ruft zwar Bilder hervor, auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden, aber das scheint nicht das Mittel zu sein, das verwendet wird. Um zu verstehen, was vor sich geht, ist es wichtig, dass er "gegeißelt wurde . . . mit Schwuchteln, ja, sogar bis in den Tod." Schwuchteln sind Bündel von Stöcken, die angezündet werden. Geißelung bedeutet, gegen das Fleisch zu schlagen. Dies ist eine schreckliche Foltermethode, die leider unter den indigenen Stämmen Mittel- und sogar Nordamerikas weit verbreitet war. 
     
    Ein gefesselter Gefangener wurde mit dem brennenden Bündel geschlagen oder gestochen, wobei die Haut verbrannt wurde, aber nicht der Tod herbeigeführt wurde. Es war ein Prozess, der sich über eine lange Zeit ausdehnen konnte und brutaler war als das Verbrennen auf dem Scheiterhaufen. In einigen Kulturen wurde dem Opfer, wenn es vor Schmerzen ohnmächtig wurde, erlaubt, sich auszuruhen und das Bewusstsein wiederzuerlangen, wurde dann jedoch erneut gefoltert. 
     
    Bei einem so schrecklichen Tod ist es noch weniger verwunderlich, dass Abinadi Noa mit dem gleichen Tod verfluchte. In Alma 25:9-11 schreibt Mormon, dass diese Prophezeiung sogar den Samen der Priester prophezeit wurde.” (Gardner, Brant A.; Mosiah 17). 

Mosia 17:16-20:
 
"Und es wird sich begeben: Ihr werdet wegen eurer Übeltaten von allerart Krankheiten bedrängt werden. Ja, und ihr werdet auf allen Seiten geschlagen werden und werdet hin und her gejagt und zerstreut werden, ja, wie eine Wildherde durch grausame wilde Tiere gejagt wird. Und an jenem Tag werdet ihr gehetzt werden, und ihr werdet von der Hand eurer Feinde ergriffen werden, und dann werdet ihr leiden, wie ich leide, nämlich die Qualen des Feuertodes.” 
Die buchstäbliche Erfüllung der Worte Abinadis wird in Alma 25:4–12 und Mos 19:20 beschrieben. 

Gott wird Vergeltung über diejenigen bringen, die sein Volk vernichten. "O Gott, nimm meine Seele auf", rief Abinadi aus. Als er diese Worte gesprochen hatte, fiel er nieder. Er hatte den Feuertod erlitten; er wurde hingerichtet, weil er die Gebote Gottes nicht verleugnen wollte. Mit seinem Tod besiegelte er die Wahrheit seiner Worte. 

Aus dieser Passage können mehrere Lehren gezogen werden: 

  • Mutige Zeugenschaft: Abinadi hielt standhaft an seinen Überzeugungen fest und war bereit, für die Wahrheit zu sterben, selbst wenn es bedeutete, grausam hingerichtet zu werden. Seine Standhaftigkeit lehrt uns, dass es wichtig ist, für das einzustehen, woran wir glauben, selbst wenn es Herausforderungen mit sich bringt. 
  • Gottesfurcht über menschliche Autorität: Abinadi war bereit, sich der Autorität des Königs zu widersetzen, um Gottes Gebote zu gehorchen. Sein Beispiel ermutigt uns, Gott über menschliche Autorität zu fürchten und Seinem Willen treu zu bleiben, auch wenn dies Konflikte mit weltlichen Mächten verursacht. 
  • Prophezeiung und Konsequenzen der Sünde: Abinadi prophezeite den Menschen um ihn herum die Konsequenzen ihrer Sünden und ihrer zukünftigen Leiden, wenn sie nicht umkehrten. Seine Prophezeiungen erinnern uns daran, dass Handlungen Konsequenzen haben und dass Gott gerecht ist. 
  • Zeugnis und Opferbereitschaft: Abinadis Leben und Tod waren ein lebendiges Zeugnis für seine Überzeugungen. Sein Opfer zeigt, dass wahre Hingabe an Gott manchmal große Opfer erfordert, aber dass diese Opfer Früchte tragen können. 

Insgesamt ermutigt uns die Geschichte von Abinadi, standhaft im Glauben zu bleiben, mutig die Wahrheit zu verkünden und bereit zu sein, für das Gute zu leiden, wenn es notwendig ist. 

Was verleiht einem Nachfolger des Herrn die Kraft, im Angesicht des Todes Gottes Wort nicht zu widerrufen? 

findechristus.org 

Freitag, 17. Mai 2024

Dass die Erlösung durch Christus, den Herrn, kommt

 

(Bild: Quelle)

“lehrt sie, dass die Erlösung durch Christus, den Herrn, kommt, der wahrhaftig der ewige Vater ist. Amen.” (Mosia 16:15). 

  • Dieser Vers betont, dass die Erlösung nur durch Jesus Christus kommt und dass er der wahre ewige Vater ist. Er fasst die zentrale Lehre von Abinadi über die Erlösung durch Christus prägnant zusammen. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 16:1-15: 

Abinadi prophezeit über die Zeit der Erlösung und das Gericht. Er erklärt, dass alle Menschen letztlich die Gerechtigkeit Gottes anerkennen werden müssen, und dass die Bösen ausgestoßen werden, weil sie nicht auf die Stimme des Herrn gehört haben. Abinadi erklärt weiter, dass die Menschheit durch den Fall Adams und Evas verloren war, aber durch Christus erlöst wurde. Er betont, dass die Erlösung nur durch Christus möglich ist und dass sein Kommen und seine Auferstehung die Grundlage dafür sind. Schließlich ruft Abinadi die Menschen dazu auf, sich von ihren Sünden abzuwenden und an Christus zu glauben, denn nur durch ihn können sie gerettet werden. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Mosia 16:1-3:  
Abinadi prophezeit, dass eine Zeit kommen wird, in der alle Menschen die Erlösung des Herrn sehen werden, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrem Geschlecht, ihrer Sprache oder ihrem Volk. Zu dieser Zeit werden die Schlechten ausgestoßen werden und große Qualen erleiden, weil sie nicht auf die Stimme Gottes gehört haben. Abinadi erklärt, dass die Schlechten fleischlich und teuflisch sind, und dass der Teufel Macht über sie hat *). Er verweist auf die Verführung unserer ersten Eltern durch die alte Schlange als Ursache für den Fall der Menschheit und ihre Neigung zum Bösen. 

  • *) Wenn Abinadi von "fleischlich, sinnlich, teuflisch" spricht, meint er, dass die Menschen von ihren basalen (grundlegende oder primitive menschliche Bedürfnisse und Triebe wie Hunger, Durst, Schlaf, sexuelle Anziehung, Selbstschutz und die Suche nach Sicherheit) und niederen Begierden geleitet werden, anstatt von göttlichen Prinzipien oder Moralvorstellungen. 
    "Fleischlich" bezieht sich auf die Neigung, den körperlichen und materiellen Bedürfnissen und Gelüsten nachzugeben, ohne Rücksicht auf geistige oder moralische Werte. 
    "Sinnlich" bedeutet, dass die Menschen von ihren sinnlichen Begierden, wie Lust und Verlangen nach Vergnügen, beherrscht werden, was sie dazu führt, unmittelbaren Freuden nachzujagen, ohne die langfristigen Konsequenzen zu berücksichtigen. 
    "Teuflisch" beschreibt eine Handlungsweise, die dem Wirken des Teufels entspricht, der Menschen dazu verleitet, böse und gottlose Taten zu begehen, indem er sie von der Wahrheit und von rechtschaffenen Pfaden abwendet. 
    Zusammenfassend bezieht sich Abinadi darauf, dass die Menschen, die fleischlich, sinnlich und teuflisch handeln, sich von niederen Trieben und bösen Einflüssen leiten lassen, anstatt sich an göttliche Gebote zu halten und nach höheren moralischen Prinzipien zu leben. 

Mosia 16:4-5: 
Abinadi betont hier, dass die gesamte Menschheit verloren war und ohne Gottes Erlösung endlos verloren gewesen wäre. Er erklärt weiter, dass diejenigen, die in ihrer fleischlichen Natur verharren *) und weiterhin sündigen, im gefallenen Zustand bleiben und der Teufel Macht über sie hat. Für solche Menschen ist es, als ob keine Erlösung stattgefunden hätte, da sie sich dem Wirken Gottes widersetzen und Feinde Gottes sind. Diese Passage unterstreicht die Bedeutung der Umkehr und des Glaubens an Gott für die Erlösung und warnt vor den Konsequenzen der fortgesetzten Sünde und Rebellion gegen Gott. 

  • *) "In seiner fleischlichen Natur zu verharren" bedeutet, dass jemand den niederen und weltlichen Impulsen und Begierden folgt, die typischerweise mit dem menschlichen Körper und seinen Bedürfnissen verbunden sind. Dies kann sich auf verschiedene Arten manifestieren, wie zum Beispiel: 
     
    Nachgeben gegenüber körperlichen Begierden: Dies umfasst die Erfüllung von Bedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlafen, sexuelle Lust usw., ohne Rücksicht auf ethische oder moralische Grenzen. 
    Sich von weltlichen Vergnügen leiten zu lassen: Dies beinhaltet das Streben nach kurzfristiger Befriedigung durch materielle Besitztümer, Vergnügen, Luxus und andere weltliche Genüsse, ohne sich um spirituelle oder moralische Werte zu kümmern. 
    Handeln gemäß den Instinkten: Dies bedeutet, auf instinktive oder impulsiv emotionale Reaktionen zu vertrauen, ohne über die Konsequenzen oder moralische Verpflichtungen nachzudenken. 
     
    Insgesamt bedeutet "in seiner fleischlichen Natur zu verharren", sich von den Bedürfnissen und Begierden des Körpers dominieren zu lassen, ohne die spirituellen oder moralischen Aspekte des Lebens angemessen zu berücksichtigen. 

Mosia 16:6-8:  
Abinadi erklärt hier, dass ohne das Kommen Jesu Christi in die Welt und seine Auferstehung keine Erlösung und keine Auferstehung möglich gewesen wären. Christi Kommen, sein Opfer am Kreuz und seine Auferstehung von den Toten sind zentrale Bestandteile des christlichen Glaubens, da sie den Weg zur Erlösung und zur Überwindung des Todes bereitet haben. 

Wenn Christus nicht gekommen wäre, hätte es keine Erlösung gegeben, da nur er die Macht und Autorität besitzt, die Sünden der Menschheit zu vergeben und sie von ihrer geistigen Gefangenschaft zu befreien. Ebenso wäre ohne seine Auferstehung der Tod unbesiegbar geblieben und hätte weiterhin die Menschheit in seiner Gewalt gehalten. Doch durch Christi Auferstehung wurde der Tod besiegt und der Weg zur Auferstehung für alle Menschen geöffnet. 

Abinadi betont, dass durch Christus das Grab keinen Sieg hat und der Stachel des Todes durch ihn überwunden wurde. Christi Sieg über den Tod ermöglicht allen Menschen, die Hoffnung auf die Auferstehung und ein ewiges Leben bei Gott zu haben. 

  • “In diesen Versen spricht Abinadi vom Messias in der Vergangenheitsform. Er merkt an, dass er "von den Dingen, die kommen werden, spricht, als ob sie bereits gekommen wären". Dies ist eine literarische Technik, die auch in der Bibel zu finden ist und als "prophetische Vergangenheit" bezeichnet wird.” (Gardner, Brant R. Mosiah 16). 

Mosia 16:9-12:  
Abinadi beschreibt hier Jesus Christus als das Licht und das Leben der Welt. Er ist eine unvergängliche Quelle des Lichts und des Lebens, die niemals durch Dunkelheit oder Tod verfinstert oder ausgelöscht werden kann. Durch Christus wird den Sterblichen die Unsterblichkeit geschenkt, und das Vergängliche wird Unvergänglichkeit anziehen. Das bedeutet, dass durch Christus die Möglichkeit der Auferstehung und des ewigen Lebens für alle Menschen eröffnet wird. 

Jeder Mensch wird vor dem Gericht Gottes stehen und nach seinen Taten gerichtet werden, ob sie gut oder böse waren. Diejenigen, die Gutes getan haben, werden zur Auferstehung des ewigen Lebens und des Glücklichseins auferstehen. Diejenigen, die böse waren, werden zur Auferstehung der endlosen Verdammnis auferstehen, und sie werden dem Teufel übergeben, der sie beherrscht hat *). 

Abinadi betont, dass diese Menschen ihren eigenen fleischlichen Wünschen und Neigungen gefolgt sind, obwohl ihnen die Arme der Barmherzigkeit entgegengestreckt wurden. Sie haben sich geweigert, den Herrn anzurufen, sich von ihren Sünden abzuwenden und umzukehren, obwohl sie gewarnt und aufgefordert wurden, dies zu tun. Ihre Weigerung, auf die Einladung der Barmherzigkeit Gottes zu antworten, führt letztendlich zu ihrer Verdammnis. 

  • *) “Dieses endgültige Urteil trennt die beiden entgegengesetzten Arten von Menschen. Diejenigen, die wie der Teufel geworden sind, müssen beim Teufel bleiben, aber diejenigen, die den Weg Gottes angenommen haben, werden zu endlosem Leben und Glück auferweckt werden. Wenn im Buch Mormon von Glück oder Freude die Rede ist, dann ist damit diese Art von ewigem Glück und Freude gemeint und nicht das flüchtige Glück unseres irdischen Lebens.” (Gardner, Brant R. Mosiah 16). 

Mosia 16:13-15: 
Abinadi endet seine Lehren mit einem eindringlichen Appell zur Umkehr. Er ermahnt die Zuhörer, wegen ihrer Sünden zu zittern und sich daran zu erinnern, dass Erlösung nur durch Jesus Christus und durch eine Umkehr zu ihm möglich ist. 

Des Weiteren fordert er dazu auf, das Gesetz des Mose zu lehren, jedoch im Wissen, dass es ein Vorbote dessen ist, was durch Christus kommen wird. Abinadi betont, dass das Gesetz des Mose die Menschen auf Christus vorbereitet und auf die Erlösung durch ihn hinweist. 

Abschließend bekräftigt Abinadi, dass die Erlösung nur durch Jesus Christus, den wahren ewigen Vater, kommt und nicht durch das Gesetz allein. Er bekräftigt, dass Christus der Mittelpunkt des Erlösungsplans Gottes ist und dass alle Menschen nur durch ihn gerettet werden können. Abinadi beendet seine Belehrung der Priester des Königs Noa mit einem Amen. 

Aus den Lehren von Abinadi können wir heute mehrere wichtige Lektionen ziehen: 

  • Umkehr: Abinadi betonte die Bedeutung der Umkehr von unseren Sünden. Diese Lehre erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, umzukehren und sich von unseren falschen Wegen abzuwenden. 
  • Erlösung durch Christus: Die zentrale Botschaft von Abinadi war die Erlösung durch Jesus Christus. Diese Lehre erinnert uns daran, dass unser Glaube an Jesus Christus und seine Lehren uns Frieden, Hoffnung und ewiges Leben schenken kann. 
  • Verantwortlichkeit für unsere Handlungen: Abinadi lehrte, dass wir für unsere Handlungen vor Gott Rechenschaft ablegen müssen. Diese Lehre erinnert uns daran, dass wir verantwortlich sind für das, was wir tun, und dass wir uns bemühen sollten, ein Leben zu führen, das den Geboten Gottes entspricht. 
  • Vorbereitung auf das Kommen Christi: Abinadi wies darauf hin, dass das Gesetz des Mose ein Vorbote dessen ist, was in Christus kommen wird. Diese Lehre erinnert uns daran, dass wir uns auf das Kommen Christi (Sein Zweites Kommen) vorbereiten sollten, indem wir sein Evangelium leben und nach seinen Lehren streben. 

Indem wir diese Lehren in unserem Leben anwenden, können wir uns geistig stärken, uns weiterentwickeln und uns auf die Rückkehr unseres Erlösers vorbereiten. 

Was verstehst du darunter, dass Erlösung durch Christus zustande gebracht wird? 

findechristus.org 

Donnerstag, 16. Mai 2024

Und gibt dem Sohn Macht, für die Menschenkinder Fürsprache einzulegen

 

Unser Fürsprecher beim Vater
(Bild: Quelle)

“Und so zerreißt Gott die Bande des Todes, da er den Sieg über den Tod errungen hat; und gibt dem Sohn Macht, für die Menschenkinder Fürsprache einzulegen” (Mosia 15:8). 

  • Dieser Vers betont die zentrale Bedeutung von Jesus Christus als Erlöser und Befreier vom Tod. Er verdeutlicht, dass Christus durch seinen Sieg über den Tod die Macht hat, für uns Fürsprache einzulegen und uns die Möglichkeit zur Erlösung zu geben. Dieser Vers fasst die zentrale Botschaft von Mosia Kapitel 15 zusammen. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 14:1-12: 

Dieses Verhör, das die Priester Noas mit Abinadi führten, begannen sie mit einer Frage in Bezug auf Jesaja 52, wo von der zeitlichen Erlösung Jerusalems und seinem Volk die Rede ist. Abinadi benutzt nun das gesamte Kapitel 53 als Widerlegung der Aussagen der Priester. Abinadi nutzt dieses Kapitel um seine Argumente für den kommenden Messias und die Erlösung, die nur durch ihn kommt, darzulegen. Die Priester Noas zitierten aus einem der Kapitel von Jerusalem (Mosia  12:20-24; vergleiche Jesaja 52:7 ff), und Abinadi antwortet mit einem Kapitel über einen leidenden Diener (Mosia 12: 25 ff; vergleiche Jesaja 53). 

Der Abschnitt beginnt mit einer rhetorischen Frage, die darauf abzielt, die Macht Gottes der Nichtigkeit des Menschen gegenüberzustellen und zu verdeutlichen. Dann beschreibt der Text den Diener Gottes als unscheinbar und verachtet von den Menschen, obwohl er ihre Schmerzen und Leiden trägt. Er wird als unschuldiges Opfer dargestellt, das die Strafe für die Sünden anderer auf sich nimmt, um Frieden und Heilung zu bringen. Abinadi stellt klar, dass Errettung nicht allein durch das Gesetz kommt, sondern durch eine Person. 

Obwohl er leidet, bleibt der Diener stumm und unterwirft sich seinem Schicksal. Er wird wie ein Lamm zum Schlachten geführt, symbolisch für sein unschuldiges Opfer. Trotz seiner Unschuld wird er begraben, doch Gott wird ihm nach seinem Tod Reichtum und Ehre geben. 

Der Text deutet darauf hin, dass der Diener seinen Tod als Sühneopfer für die Sünden anderer anbietet. Durch seinen Tod und seine Auferstehung wird er viele Menschen gerecht machen und die Möglichkeit zur Versöhnung mit Gott schaffen. Letztendlich wird der Diener von Gott belohnt und erhält einen hohen Status, weil er sich für die Sünden anderer hingegeben hat und für sie Fürsprache eingelegt hat. 

Abinadi nutzt hier die Prophezeiung Jesajas, um die Erniedrigung und die Leiden des Messias, der seine Seele zu einem Opfer für Sünde macht und Fürsprache bei Gott für Übertreter einlegt, zu erklären. 

Die Lehren aus diesen Passagen des Buches Jesaja können für uns heute vielfältig sein: 

  • Selbstlose Liebe und Opferbereitschaft: Der Diener Gottes wird als jemand dargestellt, der bereit ist, die Leiden anderer auf sich zu nehmen und sich selbstlos für ihr Wohl zu opfern. Diese Haltung der selbstlosen Liebe und Opferbereitschaft kann uns inspirieren, ähnliche Tugenden in unserem eigenen Leben zu kultivieren, sei es durch Dienst am Nächsten oder durch Unterstützung der Bedürftigen. 
  • Geduld und Standhaftigkeit in Leiden: Der Diener bleibt trotz seiner Leiden geduldig und standhaft. Diese Haltung lehrt uns, auch in schwierigen Zeiten standhaft zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass Gott uns nicht allein lässt, sondern uns durch unsere Prüfungen hindurchführt. 
  • Solidarität mit den Leidenden: Der Diener identifiziert sich mit den Leidenden und trägt die Lasten der Menschheit. Dies erinnert uns daran, uns mit denen zu solidarisieren, die leiden, und aktiv danach zu streben, ihr Leid zu lindern und Gerechtigkeit zu fördern. 
  • Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit: Obwohl der Diener Unrecht erleidet, vertraut er darauf, dass Gott letztendlich gerecht handelt und ihn belohnt. Dies ermutigt uns, auch inmitten von Ungerechtigkeit und Leiden auf Gottes Gerechtigkeit zu vertrauen und Geduld zu haben, bis sie offenbart wird. 
  • Die Bedeutung von Versöhnung und Heilung: Der Diener wird als Opfer für Sünde und zur Versöhnung mit Gott dargestellt. Diese Lehre erinnert uns an die Bedeutung von Versöhnung und Heilung in unseren Beziehungen zu Gott und zu anderen Menschen. 

Insgesamt können diese Lehren uns dabei helfen, ein tieferes Verständnis für Mitgefühl, Gerechtigkeit und spirituelle Reife zu entwickeln, während wir unser Leben im Einklang mit den Prinzipien des Glaubens und der Menschlichkeit führen. 

Eine Zusammenfassung von  Mosia 15:1-31: 

Die Abschnitte aus Mosia Kapitel 15 bieten eine lehrreiche Botschaft über die Auferstehung und die Errettung durch Jesus Christus: 

  • Errettung durch Jesus Christus: Abinadi verkündet, dass Gott selbst in Menschengestalt kommen wird, um sein Volk zu retten. Jesus Christus wird als der Sohn Gottes bezeichnet, der dem Willen des Vaters unterworfen ist und die Bande des Todes durch seinen Sieg überwindet. 
  • Einheit des Vaters und des Sohnes: Der Text betont die Einheit von Gott dem Vater und Jesus Christus dem Sohn. Obwohl sie unterschiedliche Rollen haben, sind sie doch eine Gottheit, die die Welt erschaffen hat und sich für die Menschheit einsetzt. 
  • Jesus Christus “ist er der Vater und der Sohn”: Diese Lehre ist nicht so leicht zu verstehen. Eine Erklärung gibt uns die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf in einer Lehrabhandlung von 1916, in der es heißt, “dass Christus der "Vater" ist, indem er der Schöpfer der Erde ist, der "Vater" derer, die sein Evangelium annehmen, und die Autorität Gottes, des Vaters, durch göttliche Investitur (Einweisung, Einsetzung in ein geistliches Amt) hat” (mehr lies hier: Gospel Classics: The Father and the Son).   
  • Leiden und Kreuzigung Christi: Abinadi prophezeit, dass Jesus Christus leiden, gekreuzigt und getötet werden wird, um die Sünden der Menschheit zu tragen und ihnen die Möglichkeit zur Vergebung zu bieten. Trotz der Prüfungen bleibt Jesus standhaft und erfüllt den Willen des Vaters. 
  • Auferstehung und ewiges Leben: Durch den Sieg über den Tod und die Auferstehung werden die Bande des Todes zerrissen, und Christus ermöglicht allen Menschen die Auferstehung. Diejenigen, die an ihn glauben und seine Gebote halten, haben Anteil an der ersten Auferstehung und ewiges Leben. 
  • Eine erste Auferstehung: “... bedeutet die Wiedervereinigung der Seele mit dem Leib für diejenigen von den Tagen Adams herab bis zur Auferstehung Christi” gelebt haben (Alma 40:16-21). Es heißt aber auch, dass alle, die rechtschaffen gelebt haben an der ersten Auferstehung teilhaben werden (1 Thes. 4:16), auch jene, die kein Gesetz gekannt haben (Lehre und Bündnisse 54:54). 
  • Keine Erlösung: Abinadi warnt diejenigen, die sich gegen Gott auflehnen und in ihren Sünden sterben, vor den Konsequenzen ihres Handelns. Er erklärt, dass solche Menschen, die vorsätzlich gegen Gott rebellieren und seine Gebote missachten, nicht von ihm erlöst werden können. Dies liegt daran, dass Gott die Gerechtigkeit nicht leugnen kann, und die Gerechtigkeit erfordert, dass die Folgen unserer Handlungen gerecht sind. Daher sollten diejenigen, die in Sünde leben und sich gegen Gott auflehnen, zittern und sich fürchten, denn ihre Handlungen haben ernste Konsequenzen, die sie letztendlich von der Errettung ausschließen können. 
  • Verkündigung der Errettung: Abinadi verkündet, dass die Errettung des Herrn allen Nationen, Sprachen und Völkern verkündet werden wird. Die Errettung wird allen zugänglich gemacht, die auf den Herrn vertrauen und an ihn glauben.  
  • Freude über die Erlösung Jerusalems: Die Verkündigung der Erlösung Jerusalems wird mit großer Freude und Lobpreisung begleitet. Die Wächter des Herrn werden seine Rückkehr und die Wiederherstellung Jerusalems mit Jubel begrüßen. 

Insgesamt lehrt dieser Abschnitt die zentrale Bedeutung von Jesus Christus als Retter und die Hoffnung auf ewiges Leben durch seinen Sieg über den Tod. 

Die Lehren, die wir aus Mosia Kapitel 15 ziehen können, sind vielfältig und relevant für uns heute: 

  • Glaube an Jesus Christus: Der Text betont die zentrale Rolle von Jesus Christus als Erlöser. Eine wichtige Lehre für uns ist daher, unseren Glauben an Christus zu stärken und uns auf seine Lehren und sein Beispiel zu konzentrieren. 
  • Errettung durch Gnade: Mosia 15 verdeutlicht, dass die Errettung durch Christus allein kommt, nicht durch unsere eigenen Werke. Das erinnert uns daran, dass wir nicht durch unsere eigenen Anstrengungen oder Verdienste gerettet werden können, sondern durch die Gnade Jesu Christi. 
  • Standhaftigkeit im Glauben: Trotz der Leiden und Prüfungen, denen Jesus Christus ausgesetzt war, blieb er standhaft und erfüllte den Willen des Vaters. Diese Lehre ermutigt uns, ebenfalls standhaft im Glauben zu bleiben, auch wenn wir mit Schwierigkeiten konfrontiert sind. 
  • Göttliche Einheit: Mosia 15 verdeutlicht die Einheit zwischen Gott dem Vater und Jesus Christus dem Sohn. Diese Lehre erinnert uns daran, dass Gott und sein Sohn in ihrem Willen vereint sind und dass wir uns auf die Einigkeit der Gottheit verlassen können. 
  • Freude über die Erlösung: Die Verkündigung der Erlösung wird mit Freude und Lobpreisung begleitet. Diese Lehre erinnert uns daran, dass die Erlösung eine Quelle der Freude und des Trostes für uns ist, und dass wir Gott für seine Barmherzigkeit und Gnade dankbar sein sollen. 

Insgesamt können wir aus Mosia 15 lernen, unseren Glauben an Jesus Christus zu stärken, standhaft im Glauben zu bleiben und uns über die Errettung durch Christus zu freuen. 

Was bedeutet es, dass Gottvater seinem Sohn die Macht gab, Fürsprache für uns Menschen einzulegen? 

findechristus.org 

Mittwoch, 15. Mai 2024

Dass die Errettung nicht durch das Gesetz allein kommt

 

Abinadi gibt Zeugnis für Jesus Christus
(Bild: Quelle)

“Und ferner sage ich euch, dass die Errettung nicht durch das Gesetz allein kommt; und wenn nicht das Sühnopfer wäre, das Gott selbst für die Sünden und Übeltaten seines Volkes zustande bringen wird, so würde es unweigerlich zugrunde gehen, trotz des Gesetzes des Mose.” (Mosia 13:28). 

  • Dieser Vers betont die zentrale Lehre, dass die Errettung nicht allein durch das Gesetz des Mose kommt, sondern durch das Sühnopfer, das Jesus Christus vollbringen wird. Es verdeutlicht die Bedeutung von Jesu Opfer für die Erlösung der Menschheit und betont, dass unser Glaube an ihn und sein Sühnopfer entscheidend für unsere Errettung ist. 

Eine Zusammenfssung von  Mosia 13:1-35: 

König Noa will Abinadi, einen Propheten Gottes, töten lassen, weil er die Wahrheit verkündet, die sich für Noa sehr schmerzhaft anfühlt, weil sein Handeln entgegengesetzt dazu ist. Doch Abinadi widersteht ihnen und erklärt, dass Gott ihn geschickt hat, um seine Botschaft zu überbringen. Trotz des Zorns des Volkes und ihrer Unfähigkeit, ihn zu töten, spricht Abinadi kraftvoll im Namen Gottes. 

Er erinnert das Volk an die Gebote Gottes, darunter das Verbot von Götzendienst, das Halten des Sabbats und das Verbot von Mord, Ehebruch, Diebstahl und falschem Zeugnis. Er betont, dass das Volk diese Gebote nicht gehalten hat und die Errettung nicht allein durch das Gesetz des Mose kommt. 

Abinadi erklärt, dass das Gesetz des Mose für das halsstarrige und sündhafte Volk Israels gegeben wurde, aber sie haben es nicht verstanden. Er sagt voraus, dass die Erfüllung des Gesetzes und die wahre Errettung durch die Erlösung von Gott kommen werden, die durch den Messias, den sie prophezeit haben, geschehen wird. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Mosia 13:1-4: 
Der König ordnet an, Abinadi zu töten, da er ihn für verrückt hält. Als die Priester versuchen, ihn festzunehmen, widersteht Abinadi ihnen und erklärt, dass Gott ihn gesandt hat, um eine Botschaft zu überbringen. Er warnt die Priester davor, ihn anzurühren, da Gott sie bestrafen wird, und betont, dass seine Mission noch nicht abgeschlossen ist. Trotz des Zorns der Priester wegen seiner Wahrheitsaussagen und der Verurteilung als verrückt, besteht Abinadi darauf, dass er die Gebote Gottes erfüllen muss und unbeirrt bleibt. 

Mosia 13:5-11: 
Nachdem Abinadi diese Worte gesprochen hatte, wagte es das Volk nicht, Hand an ihn zu legen, denn der Geist des Herrn war auf ihm, und sein Gesicht leuchtete mit einer überaus starken Helligkeit, ähnlich wie das Gesicht von Mose auf dem Berg Sinai, als er mit dem Herrn sprach. 

Mit Kraft und Autorität sprach Abinadi im Namen Gottes und fuhr fort, seine Botschaft zu verkünden. Er wies darauf hin, dass sie keine Macht haben, ihn zu töten, und dass er seine Mission vollenden wird, trotz ihrer Ablehnung und ihres Zorns gegenüber der Wahrheit, die er verkündet. Abinadis Worte erfüllten die Menschen mit Verwunderung, Staunen und Zorn, aber er war entschlossen, seine Botschaft zu Ende zu bringen, um gerettet zu werden. 

Er warnte sie auch davor, dass ihre Handlungen gegen ihn nur ein Vorgeschmack auf das sein werden, was kommen wird. Dann begann er, die anderen Gebote Gottes vorzutragen, da er bemerkte, dass sie nicht in ihre Herzen geschrieben waren und sie sich hauptsächlich mit dem Übel beschäftigten, das sie gelernt und gelehrt hatten. 

Mosia 13:12-24: 
Abinadi erinnert das Volk an die Gebote Gottes, die er verkündet hat (siehe Exodus 20:3-17): 

  • Du sollst dir kein Schnitzbild machen noch irgendein Gleichnis von etwas im Himmel, auf der Erde oder im Wasser und sollst dich nicht vor ihnen neigen noch ihnen dienen, denn Gott ist eifersüchtig *), aber auch barmherzig. 

*) Eifersüchtig: “Im hebräischen Urtext ist damit gemeint, dass man einfühlsam ist und sehr tiefe Gefühle besitzt. Wir beleidigen Gott, wenn wir anderen Göttern „dienen“ – wenn wir also andere oberste Prioritäten haben.” (Elder Dallin H. Oaks; Keine anderen Götter). 

  • Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen, denn Gott hält den nicht für schuldlos, der seinen Namen missbraucht. 
  • Gedenke des Sabbattags, um ihn zu heiligen, indem du am siebten Tag, dem Sabbat des Herrn, keine Arbeit verrichtest, weder du noch deine Familie noch deine Haustiere noch Fremde, denn in sechs Tagen hat Gott Himmel, Erde, Meer und alles darin gemacht und den Sabbat gesegnet und geheiligt. 
  • Ehre deine Eltern, damit deine Tage in dem von Gott gegebenen Land lange währen. 
  • Du sollst nicht töten. 
  • Du sollst keinen Ehebruch begehen, nicht stehlen, kein falsches Zeugnis ablegen und nicht das Haus, die Frau, den Diener, die Magd, das Rind, den Esel oder irgendetwas begehren, was dein Nächster hat. 

Diese Gebote erinnern an die Pflichten gegenüber Gott und gegenüber den Mitmenschen und betonen die Bedeutung von Ehrfurcht, Ehrlichkeit, Treue und gegenseitigem Respekt. 

  • In Vers 13 wird betont, dass Gott eifersüchtig ist, was bedeutet, dass er exklusive Loyalität und Hingabe von seinem Volk erwartet. Diese Eifersucht bezieht sich nicht auf die menschliche Eifersucht, die oft negativ konnotiert ist, sondern auf Gottes Anspruch auf absolute Treue und Anbetung von denen, die sich zu ihm bekennen. 
  • Der Ausdruck "die Übeltaten der Väter an den Kindern heimsucht bis in die dritte und vierte Generation derer, die mich hassen" in Vers 13 bedeutet, dass die Konsequenzen der Sünden und Untreue der Vorfahren bis zur dritten und vierten Generation spürbar sein können. Dies bedeutet nicht, dass Gott die Schuld der Eltern auf die Kinder überträgt, sondern dass die Auswirkungen von Sünde und Untreue in einer Familie oder Gemeinschaft oft über Generationen hinweg fortbestehen können. Es ist eine Warnung vor den langfristigen Folgen von Ungehorsam gegenüber Gott. 
  • Das Missbrauchen des Namens Gottes nach Vers 15 bezieht sich darauf, Gottes Namen auf eine respektlose oder irrelevante Weise zu verwenden. Es kann bedeuten, Gottes Namen leichtfertig oder gedankenlos zu gebrauchen, zum Beispiel durch Fluchen oder Schimpfen. Es kann auch bedeuten, Gottes Namen in betrügerischer Absicht zu verwenden, wie zum Beispiel beim Schwören falscher Eide. 
    Grundsätzlich geht es darum, den heiligen Namen Gottes nicht zu entweihen oder zu entehren. Es ist eine Aufforderung zu Ehrfurcht und Respekt gegenüber Gottes Namen und seiner Heiligkeit. 
  • Vers 20 enthält das Gebot, die Eltern zu ehren, und es ist das einzige der Zehn Gebote, das mit einer Verheißung verbunden ist. Die Verheißung lautet: "auf dass deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt." 
    Diese Verheißung betont die Bedeutung der Ehrung der Eltern für eine gute und lange Lebensdauer. Es ist eine Anerkennung der Rolle, die Eltern in der Gesellschaft und im Leben ihrer Kinder spielen, sowie ein Aufruf zur Dankbarkeit und Respekt gegenüber denen, die uns das Leben geschenkt und uns aufgezogen haben. Es zeigt auch, dass das Halten dieses Gebotes positive Auswirkungen auf das individuelle Leben und die Gemeinschaft haben kann.  

Mosia 13:25-26:  
Nachdem Abinadi seine Worte beendet hatte, fragte er die Menschen, ob die Priester sie gelehrt hätten, darauf zu achten, alle Gebote Gottes zu halten. Er sagte, dass dies nicht der Fall sei, denn wenn sie es getan hätten, hätte der Herr ihn nicht gesandt, um böse Prophezeiungen über das Volk zu verkünden. 

Abinadi deutet an, dass die Vernachlässigung der religiösen Unterweisung und das Fehlen einer angemessenen Lehre über die Gebote Gottes dazu geführt haben, dass das Volk in Sünde und Übertretung lebt. Seine Worte machen deutlich, dass die Priesterschaft versagt hat, das Volk auf den rechten Weg zu führen, und dass dies zu den bevorstehenden Gerichten Gottes geführt hat. 

Mosia 13:27-31: 
Abinadi erklärt weiter, dass die Menschen gesagt haben, dass die Errettung allein durch das Gesetz des Mose kommt. Er stimmt zu, dass es wichtig ist, das Gesetz des Mose zu befolgen, aber er sagt auch, dass eine Zeit kommen wird, in der es nicht mehr ratsam sein wird, dieses Gesetz zu befolgen. 

Er betont, dass die Errettung nicht nur durch das Gesetz allein kommt. Ohne das kommende Sühnopfer, das Gott für die Sünden seines Volkes bringen wird, wäre das Volk trotz des Gesetzes des Mose dem Untergang geweiht. 

Abinadi erklärt, dass das strenge Gesetz den Kindern Israels gegeben wurde, weil sie ein störrisches Volk waren, das schnell Böses tat und langsam war, sich an den Herrn zu erinnern. Das Gesetz bestand aus Verordnungen und Verrichtungen, um sie täglich daran zu erinnern, Gott zu gehorchen. 

Er stellt fest, dass all dies Sinnbilder für das sind, was kommen wird. Diese Worte deuten auf die kommende Erlösung durch Jesus Christus hin, die das Gesetz des Mose erfüllen und die Menschen von ihren Sünden befreien wird. 

Mosia 13:32-35: 
Abinadi stellt fest, dass das Volk das Gesetz nicht vollständig verstanden hat, hauptsächlich wegen ihrer Herzenshärte. Sie haben nicht erkannt, dass die Erlösung allein durch Gott kommt. Er weist darauf hin, dass Mose und andere Propheten über das Kommen des Messias und die Erlösung Gottes prophezeit haben. Diese Prophezeiungen beinhalten die Vorstellung, dass Gott selbst in Menschengestalt kommen wird, mit großer Macht auf der Erde wandeln wird und die Auferstehung der Toten bewirken wird. Auch wird der Messias selbst bedrückt und bedrängt werden. Diese Worte deuten auf die zukünftige Ankunft und Mission von Jesus Christus hin, der als Erlöser und Retter der Welt kommen wird. 

Aus Mosia 13 können wir mehrere wichtige Lehren für unser Leben heute ziehen: 

  • Mut, die Wahrheit zu verkünden: Abinadi zeigt uns den Mut, die Wahrheit zu verkünden, selbst wenn es unpopulär ist oder persönliche Konsequenzen hat. Wir sollten ebenfalls den Mut haben, für das einzustehen, woran wir glauben, und die Wahrheit zu verteidigen, auch wenn es herausfordernd ist. 
  • Treue zu Gott und seinen Geboten: Abinadi erinnert das Volk an die Bedeutung, Gottes Gebote zu halten. Wir können daraus lernen, dass es wichtig ist, Gott treu zu sein und seine Gebote in unserem Leben zu befolgen, um Segen und Errettung zu erlangen. 
  • Verständnis der Erlösung: Abinadi erklärt, dass die Erlösung durch Gott allein kommt und nicht durch das Gesetz allein. Diese Lehre erinnert uns daran, dass unsere Erlösung letztendlich von Jesus Christus kommt und wir darauf vertrauen sollten, dass sein Sühnopfer uns errettet. 
  • Wachsamkeit gegenüber Selbstgerechtigkeit und Verhärtung des Herzens: Abinadi zeigt auf, wie Selbstgerechtigkeit und Verhärtung des Herzens das Verständnis für Gottes Gebote beeinträchtigen können. Wir sollten daher wachsam sein und unsere Herzen offen halten, um die Lehren Gottes annehmen zu können. 
  • Hoffnung auf die Zukunft: Trotz der Herausforderungen und des Widerstands, den Abinadi erlebt, zeigt er eine Hoffnung auf die kommende Erlösung durch Jesus Christus. Wir können diese Hoffnung ebenfalls in unserem Leben halten und darauf vertrauen, dass Gott uns durch jede Prüfung und Schwierigkeit führen wird. 

Was bedeutet es, dass die Errettung nicht durch das Gesetz allein kommt? 

findechristus.org 

Dienstag, 14. Mai 2024

Wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden

 

Abinadi Preaching to the People
(Bild: Quelle)

“Aber da sprach Abinadi zu ihnen: Ich weiß, wenn ihr die Gebote Gottes haltet, werdet ihr errettet werden; ja, wenn ihr die Gebote haltet, die der Herr auf dem Berg Sinai dem Mose gegeben hat, nämlich:” (Mosia 12:33). 

  • Hier betont Abinadi die Bedeutung der Einhaltung der Gebote Gottes als Weg zur Errettung. Dies unterstreicht die zentrale Botschaft von Umkehr und Gehorsam, die sich durch Abinadis Lehren zieht. 

Ein grober Überblick zu Mosia 12:1-37:  

In Mosia 12:1-37 kommt Abinadi verkleidet in die Stadt und als er drin war, sagt er dem Volk, wer er ist und prophezeit über das Volk von König Noa. Er verkündet, dass wegen der Hartnäckigkeit des Volkes gegenüber den Geboten Gottes große Bedrängnisse über sie kommen werden, darunter Knechtschaft, Verfolgung, Hunger, Seuchen und Naturkatastrophen. Abinadi warnt vor der Zerstörung des Volkes, wenn es sich nicht bekehrt, und prophezeit, dass König Noa und sein Volk schweren Zeiten gegenüberstehen werden. 

Das Volk wird zornig auf Abinadi und bringt ihn vor den König, um ihn anzuklagen. Abinadi wird verhört, aber er widersteht den Anschuldigungen und beschämt die Priester mit seinen Antworten. Er konfrontiert sie mit ihren Verfehlungen im Lehren des Gesetzes des Mose und fordert sie auf, ihre Wege zu ändern. Die Priester behaupten, dass die Errettung durch das Gesetz des Mose komme, aber Abinadi erklärt, dass die Errettung durch das Halten der Gebote Gottes erfolgt, was sie und das Volk nicht getan haben. 

Abinadi prangert die Priester an, dass sie das Volk in Sünde führen, anstatt es auf den rechten Weg zu bringen. Er fordert sie auf, die Gebote Gottes zu halten, die auf dem Berg Sinai gegeben wurden. Doch sie haben diese Gebote nicht gehalten und haben das Volk nicht dazu angeleitet, sie zu halten. 

Zusammenfassend prophezeit Abinadi über das Schicksal des Volkes von König Noa, warnt vor kommenden Prüfungen und kritisiert die Priester für ihre Versäumnisse im Lehren und im eigenen Verhalten gemäß den Geboten Gottes. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Mosia 12:1-8: 
Zwei Jahre nach seinem ersten erfolglosen Predigen kommt Abinadi wieder unter das Volk und prophezeit über dessen Verhärtung gegenüber den Geboten Gottes. Weil ihn das Volk das letzte Mal hatte töten wollen, verkleidet er sich diesmal. Aber welchen Nutzen hat eine Verkleidung, wenn er sich gleich bei seinen ersten Worten zu erkennen gibt? Vielleicht ging es nur darum, dass er unerkannt in die Stadt gelangen konnte. Er verkündet, dass sie wegen ihrer Übertretungen und Gräueltaten heimgesucht werden, darunter Knechtschaft, Verfolgung und Tod. Sogar der König wird keine Sicherheit finden, sondern wird dem Untergang durch Feuer geweiht sein (eine Vorahnung von Noas schändlichem Tod; siehe Mosia 19:20). Es wird Hungersnöte, Seuchen und schwere Bedrängnisse geben, die das Volk heulen lassen werden. Sie werden wie stumme Esel getrieben werden *), und Naturkatastrophen werden ihr Land verwüsten **). 

Dies alles wird aufgrund ihrer Sünden und Übertretungen geschehen. Wenn sie sich nicht bekehren, wird Gott das Volk vollständig vernichten, jedoch wird ein Bericht für zukünftige Generationen aufbewahrt werden, damit diese die Gräuel dieses Volkes verstehen können. Abinadi prophezeit vehement über das Schicksal dieses Volkes aufgrund seines Ungehorsams gegenüber Gott. 

Obwohl das Volk, sollte es nicht umkehren vernichtet werden würde, würde der Herr dafür sorgen, dass ein Bericht dieser Ereignisse bewahrt bleiben würde, als Zeugnis dafür, dass spätere Generationen wissen können, was passiert, wenn man sich vom Herrn abwendet und nicht umkehrt. So ist Beispielhaft von den vernichteten Jarediten ja schon ein Bericht aufbewahrt geblieben, das Buch Ether

  • *) ... man wird es vor sich hertreiben wie einen stummen Esel. ` ist eine verständliche Metapher für englische Leser, aber es gab keine Esel in Amerika. Die Metapher mit dieser Bedeutung auf den Platten muss also etwas anders gewesen sein, während sie die gleiche Vorstellung vermittelte, ein Lasttier zu sein. Vielleicht war es ein weiterer Hinweis auf die Menschen, die wie ein Tier behandelt werden konnten, während sie belastet waren ´ (Brant Gardner Mosia 12). 

**) John L. Sorenson merkte an, dass diese Katastrophen, um als reale Bedrohung angesehen zu werden, möglich und vielleicht historisch bekannt gewesen wären, aber selten genug, um als Ergebnis von Prophezeiungen angesehen zu werden. Sorenson erwähnte ausdrücklich, dass es in der Hochlandregion Guatemalas, in der er diese lamanitische Stadt ausfindig machte, Hagel gegeben hat. 
Kerry Hull schrieb eine wichtige Abhandlung über den Ostwind. Obwohl dies in der Bibel ein Vorbote des Bösen ist, fand er heraus, dass es ein ähnliches Zeichen in der Region der Neuen Welt war, wo diese Handlung stattgefunden haben sollte. (Brant Gardner Mosia 12). 

Mosia 12:9-16: 
Die Menschen waren wütend auf Abinadi und brachten ihn gebunden vor den König. Sie beschuldigten ihn, Böses über das Volk und das Leben des Königs prophezeit zu haben. Sie behaupteten, dass Abinadi behauptet habe, all diese Leiden würden über den König kommen, wenn er sich nicht bekehrt. Sie berichteten dem König weiter, dass Abinadi gesagt habe, der König würde wie die Blüte einer Distel sein, und reif sei, vom Wind über das ganze Land verweht zu werden *). Sie fragten den König, welches große Übel er begangen habe, dass sie von Gott verurteilt würden, und behaupteten, dass sie unschuldig seien und dass Abinadi gelogen habe. 

Sie betonten, dass sie stark seien und nicht in Knechtschaft geraten würden, und dass es dem König gut gehe und weiterhin gut gehen werde. Das Volk war inzwischen so verblendet, dass es die Angelegenheiten König Noas unterstützten, Wahrheit und Irrtum nicht mehr unterscheiden konnten. Sie waren der Auffassung, dass es Noa aufgrund seiner Taten gut erging (Anspielung darauf, dass der Herr jene im Land segnet, die ihm gehorchen). Sie übergaben Abinadi dem König und ließen ihn entscheiden, was mit ihm geschehen solle. 

  • *) “Mark A. Wright suchte danach, um was für einen trockenen Stängel es sich gehandelt haben könnte. Nach einigem Suchen fand er eine besondere Distel (Argemone Mexicana), die in der Gegend heimisch ist, die austrocknet und bei starkem Wind umhergeweht werden kann. Es ist auch giftig für Tiere, die versuchen könnten, es zu fressen. Es scheint also eine bestimmte Distel zu geben, die sich in der richtigen Gegend befindet, die genau die Bedingungen aufweist, die Teil der prophezeiten Katastrophe waren.” (Brant Gardner Mosia 12). 

Mosia 12:17-19: 
König Noa entschied, Abinadi ins Gefängnis zu werfen, und rief die Priester zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Die Priester forderten, dass Abinadi vor sie gebracht werde, um ihn zu befragen und in Widersprüche zu verwickeln, um ihn anklagen zu können. Der König hätte ihn ohne Weiteres hinrichten lassen können, doch gab es unter den Priestern wohl einige, die mit dem einverstanden waren, was er predigte (zeigt sich später, im Erfolg von Almas missionarischen Wirken). Trotz ihrer Bemühungen antwortete Abinadi mutig und widerstand allen ihren Fragen, was sie überraschte. Er beschämte sie mit seinen Worten und ließ sich nicht einschüchtern. 

Mosia 12:20-27: 
Ein Priester fragte Abinadi nach der Bedeutung der Schrift, die von ihren Vätern gelehrt wurde und die die Ankunft des Erlösers verkündet (siehe Jesaja 52:7-10). Die Priester argumentierten aus dieser Schrift des Jesaja, dass die Rettung im Jahwe liegt, “er hat Jerusalem erlöst”, deshalb brauche es keinen Christus mehr, der kommen soll. Abinadi wies die Priester darauf hin, dass sie behaupteten, das Volk zu lehren und den Geist der Prophezeiung zu verstehen, aber dennoch von ihm nach der Bedeutung fragten. Er kritisierte sie scharf und sagte, dass sie die Wege des Herrn verdrehten, da sie nicht einmal die Schriften verstanden, die sie lehrten. Er warf ihnen vor, nicht weise zu sein, da sie ihr Herz nicht darauf gerichtet hatten, die Wahrheit zu verstehen. Er forderte sie auf, zu erklären, was sie dem Volk lehrten, da sie offensichtlich nicht im Einklang mit den Geboten Gottes handelten. 

Mosia 12:28-37: 
Die Priester behaupteten, dass sie das Gesetz des Mose lehrten, woraufhin Abinadi sie fragte, warum sie es dann nicht hielten. Er kritisierte sie dafür, dass sie sich auf Reichtümer konzentrierten, Hurerei begingen und das Volk zur Sünde verleiteten. Er erklärte, dass der Herr ihn gesandt habe, um gegen das Volk zu prophezeien und ihnen ein großes Unheil anzukündigen, wegen ihrer Übertretungen, obwohl sie behaupteten, das Gesetz des Mose zu lehren. 

Abinadi stellte die Priester vor die Frage, ob die Errettung durch das Gesetz des Mose komme, woraufhin sie bejahten. Doch Abinadi widerlegte dies und betonte, dass die Errettung durch das Halten der Gebote Gottes erfolgt, die auf dem Berg Sinai dem Mose gegeben wurden. Er zählte diese Gebote auf und konfrontierte die Priester damit, dass sie diese nicht gehalten hatten und das Volk nicht dazu angeleitet hatten, sie zu halten. 

Aus Mosia 12:1-37 können wir ebenfalls wichtige Lehren für uns heute ziehen: 

  • Propheten und ihre Botschaften: Die Geschichte von Abinadi erinnert uns daran, dass Gott Propheten sendet, um sein Volk zu warnen und zu lehren. Wir sollten bereit sein, auf die Botschaften der Propheten, insbesondere auf unsere lebenden zu hören und sie in unserem Leben umzusetzen. 
  • Umkehr: Abinadi predigte Umkehr und ermahnte das Volk, sich von seinen Sünden abzuwenden. Diese Lehre ist auch für uns heute relevant. Wir sollten bereit sein, unsere Sünden zu erkennen, umzukehren und uns Gott zuzuwenden. 
  • Gehorsam gegenüber den Geboten: Abinadi betonte die Bedeutung, die Gebote Gottes zu halten. Wir sollten danach streben, gehorsam gegenüber den Geboten Gottes zu sein und sie in unserem täglichen Leben umzusetzen. 
  • Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit: Abinadi war unerschrocken und sprach die Wahrheit, auch wenn es bedeutete, ins Gefängnis geworfen zu werden. Wir sollten danach streben, in allen Situationen ehrlich und aufrichtig zu sein, selbst wenn es unangenehm ist oder negative Konsequenzen mit sich bringt. 
  • Verantwortung der Führungskräfte: Die Priester wurden für ihre Untreue und Sünden verantwortlich gemacht. Das erinnert uns daran, dass Führungskräfte in der Kirche und in der Gesellschaft eine große Verantwortung tragen und sich darum bemühen sollten, dem Willen Gottes gerecht zu werden. 

Durch das Studium und die Anwendung dieser Lehren können wir unseren Glauben stärken und unserem Ziel näherkommen, ein Leben zu führen, das im Einklang mit den Geboten Gottes steht. 

Was bedeutet es für dich, errettet werden zu können? 

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