Freitag, 21. Juni 2024

Er wird in die Welt kommen, um sein Volk zu erlösen

 

Das leere Grab, Illustration von Maryna Kriuchenko
(Bild: Quelle)

“und er wird in die Welt kommen, um sein Volk zu erlösen; und er wird die Übertretungen derjenigen auf sich nehmen, die an seinen Namen glauben; und diese sind es, die ewiges Leben haben werden, und niemandem sonst wird die Errettung zuteil.” (Alma 11:40).  

  • Dieser Vers fasst die Hauptbotschaften zusammen: 
     
    Die Ankunft des Erlösers, Jesus Christus. 
    Seine Rolle bei der Erlösung der Menschen durch das Tragen ihrer Übertretungen. 
    Die Bedeutung des Glaubens an seinen Namen für den Erhalt des ewigen Lebens. 
    Die Exklusivität der Errettung für diejenigen, die diesen Glauben haben.  

    Dieser Vers betont die zentrale Bedeutung des Glaubens an Jesus Christus und die damit verbundene Verheißung des ewigen Lebens, was eine Kernlehre der gesamten Passage ist.  

Eine Zusammenfassung von Alma 11:21-46: 

In Alma 11:21-46 findet eine bedeutende Auseinandersetzung zwischen Alma dem Jüngeren, Amulek und Zeezrom statt. Zeezrom, ein geschickter und korrupter Anwalt, versucht Amulek mit Fragen in eine Falle zu locken, um ihn zu diskreditieren. Zeezrom bietet Amulek sogar Geld an, um seine Aussagen zu ändern und die Wahrheit zu verdrehen. Doch Amulek bleibt standhaft und widersteht der Versuchung, indem er klarstellt, dass das Wissen und die Macht Gottes unverkäuflich sind.  

Amulek erklärt Zeezrom, dass er und Alma im Auftrag Gottes sprechen und dass ihre Botschaft von der kommenden Errettung durch Jesus Christus handelt. Er betont die Wichtigkeit der Umkehr und warnt Zeezrom vor den Konsequenzen seiner Handlungen. Amulek beschreibt das Gericht Gottes, bei dem die Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden und ewiges Leben oder Verdammnis erhalten.  

Zeezrom beginnt, die Wahrheit in Amuleks Worten zu erkennen und zeigt Anzeichen von Reue und Unruhe. Alma tritt ein, um die Lehren Amuleks zu untermauern, und spricht ausführlich über den Plan der Erlösung, das Gericht und die Auferstehung. Er erklärt, dass Jesus Christus als Mittler zwischen Gott und den Menschen fungieren wird, und dass die Gläubigen durch seine Gnade erlöst werden können.  

Die Menschen, die dem Gespräch zuhören, sind beeindruckt von den Worten Almas und Amuleks, und einige beginnen, ihren Lehren Glauben zu schenken. Andere jedoch bleiben skeptisch und feindselig. Alma und Amulek betonen die Notwendigkeit des Glaubens und der Umkehr, um das ewige Leben zu erlangen. Diese Begegnung verdeutlicht den Konflikt zwischen den wahren Propheten Gottes und denen, die aus eigenem Interesse handeln. Sie unterstreicht die Macht der göttlichen Wahrheit und die Bedeutung von Integrität und Standhaftigkeit im Glauben.  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 11:21-25: 
Zeezrom beginnt, Amulek zu verhören und fragt, ob er bereit ist, seine Fragen zu beantworten. Zeezrom, der in den Schlichen des Teufels bewandert ist, versucht, das Gute zu zerstören und bietet Amulek sechs Onti Silber an (Mosiahs grundlegendes Silbersystem hatte sechs binäre Gewichte: Leah, Shiblum, Shiblon, Senum, Amnor und Ezrom, wobei das Onti die Summe aller war – Alma 11:11-13, also sechs Onti eine Menge an Wert darstellte), wenn er das Dasein eines höchsten Wesens leugnet. Amulek weist das Angebot entschieden zurück und nennt Zeezrom ein "Kind der Hölle", da der Gerechte solchen Versuchungen nicht nachgibt. Amulek konfrontiert Zeezrom mit der Tatsache, dass dieser sehr wohl an Gott glaubt, aber den Mammon mehr liebt. Er beschuldigt Zeezrom, gelogen zu haben, da dieser nie wirklich vorhatte, das Geld zu geben, sondern nur beabsichtigte, Amulek zu verführen, um ihn zu vernichten. Amulek warnt Zeezrom, dass er für sein großes Übel seinen Lohn erhalten wird.  

Alma 11:26-34: 
Zeezrom setzt seine Befragung von Amulek fort und stellt zunächst fest, ob Amulek an einen wahren und lebendigen Gott glaubt, was Amulek bejaht. Dann fragt Zeezrom, ob es mehr als einen Gott gibt, was Amulek verneint. Als Zeezrom fragt, wie Amulek dies wisse, antwortet Amulek, dass ein Engel es ihm kundgetan habe.  

Zeezrom erkundigt sich weiter, wer derjenige sei, der kommen wird, und ob es der Sohn Gottes sei. Amulek bestätigt dies. Schließlich fragt Zeezrom, ob der Sohn Gottes sein Volk in dessen Sünden erretten wird. Amulek verneint dies und erklärt, dass es dem Sohn Gottes nicht möglich ist, sein Wort zu leugnen. Dies bedeutet, dass Errettung nicht in den Sünden, sondern durch Umkehr und Vergebung von den Sünden möglich ist.  

Alma 11:35-37: 
Zeezrom wendet sich an das Volk und betont, dass Amulek gesagt habe, es gebe nur einen Gott, aber gleichzeitig vom Sohn Gottes gesprochen habe, der kommen werde und sein Volk nicht erretten könne. Zeezrom stellt dies so dar, als ob Amulek behauptet, Gott befehlen zu können.  

Amulek weist diese Darstellung zurück und beschuldigt Zeezrom der Lüge. Er erklärt, dass seine Aussage nicht bedeutet, dass er Gott befehlen könne, sondern dass es in Gottes Natur liege, sein Volk nicht in dessen Sünden zu erretten. Amulek betont, dass Gott gesagt hat, nichts Unreines könne das Himmelreich ererben. Daher könne niemand in seinen Sünden errettet werden, weil das Himmelreich nur für die Reinen und Gereinigten offenstehe. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Umkehr und Reinigung von Sünden, um das ewige Leben zu erlangen.  

Alma 11:38-41: 
Zeezrom fragt weiter, ob der Sohn Gottes der ewige Vater selbst sei. Amulek antwortet bejahend und erklärt, dass der Sohn Gottes der ewige Vater des Himmels und der Erde und all dessen, was darin ist, sei. Er ist der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte. Amulek erklärt weiter, dass der Sohn Gottes in die Welt kommen wird, um sein Volk zu erlösen. Er wird die Übertretungen derjenigen auf sich nehmen, die an seinen Namen glauben, und nur diese werden ewiges Leben haben.  

Amulek betont, dass die Schlechten bleiben werden, als ob keine Erlösung stattgefunden hätte, außer dass die Bande des Todes gelöst werden. Es wird ein Tag kommen, an dem alle von den Toten auferstehen und vor Gott stehen werden, um gemäß ihren Werken gerichtet zu werden. Dies unterstreicht die Bedeutung des Glaubens an den Sohn Gottes und der Umkehr, um die Erlösung und das ewige Leben zu erlangen.  

Alma 11:42-46: 
Amulek erklärt weiter, dass es einen zeitlichen Tod gibt und dass der Tod Christi die Bande dieses zeitlichen Todes lösen wird, sodass alle von den Toten auferstehen werden. Bei der Auferstehung werden Geist und Leib wieder in ihrer vollkommenen Gestalt vereinigt, so wie sie zu Lebzeiten waren. Jeder Mensch wird vor Gott stehen, mit einer klaren Erinnerung an all seine Schuld.  

Diese Wiederherstellung wird allen Menschen zuteil, unabhängig von Alter, Geschlecht oder moralischem Zustand. Kein Haar ihres Hauptes wird verloren sein, und sie werden in ihrer vollkommenen Gestalt vor das Gericht Christi, des Sohnes, und Gottes des Vaters und des Heiligen Geistes gebracht, um gemäß ihren Werken gerichtet zu werden, ob gut oder böse.  

Amulek spricht über den Tod des sterblichen Leibes und die Auferstehung, bei der der sterbliche Leib in einen unsterblichen verwandelt wird. Dieser unsterbliche Leib wird nie wieder sterben; Geist und Leib werden nie mehr getrennt, und das Ganze wird geistig und unsterblich sein, ohne Verwesung.  

Nachdem Amulek diese Worte gesprochen hat, zeigt das Volk großes Erstaunen, und Zeezrom beginnt zu zittern. So enden die Worte Amuleks, zumindest soweit, wie sie in diesem Bericht aufgezeichnet sind.  

Aus Alma 11:21-46 können wir mehrere wichtige Lehren für unser heutiges Leben ziehen:  

  1. Integrität und Standhaftigkeit: Amulek widersteht den Versuchungen und bleibt standhaft in seinen Überzeugungen, selbst als ihm großer Reichtum angeboten wird. Dies lehrt uns, dass Integrität und Treue zu unseren Überzeugungen wichtiger sind als materieller Gewinn.  
  1. Glaube an Gott und seine Gesetze: Amulek betont die Existenz eines wahren und lebendigen Gottes und die Notwendigkeit, sich an seine Gebote zu halten. Dies erinnert uns daran, dass unser Glaube und Gehorsam gegenüber göttlichen Gesetzen zentral für unser spirituelles Leben sind.  
  1. Unmöglichkeit der Erlösung in Sünde: Amulek erklärt, dass niemand in seinen Sünden errettet werden kann und dass Reinheit erforderlich ist, um das Himmelreich zu erben. Dies unterstreicht die Bedeutung der Umkehr und der Bemühung, ein rechtschaffenes Leben zu führen.  
  1. Lehre von der Auferstehung: Amulek spricht von der Auferstehung, bei der Körper und Geist wiedervereint werden und der Mensch in perfekter Form vor Gott steht. Diese Lehre gibt Hoffnung auf ein ewiges Leben nach dem Tod und ermutigt uns, im Einklang mit unseren Glaubensüberzeugungen zu leben.  
  1. Gleichheit vor Gott: Amulek betont, dass die Auferstehung und das Gericht allen Menschen zuteilwerden, unabhängig von Alter, Geschlecht oder moralischem Zustand. Dies lehrt uns die universelle Gleichheit vor Gott und die Bedeutung der Gerechtigkeit.  
  1. Gericht und Verantwortung: Amulek beschreibt das Gericht Gottes, bei dem jeder nach seinen Werken gerichtet wird. Dies erinnert uns daran, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben und dass wir für unsere Taten verantwortlich sind.  
  1. Konfrontation mit Wahrheit: Zeezrom beginnt zu zittern, als er die Wahrheit erkennt. Dies zeigt, dass die Konfrontation mit der Wahrheit kraftvoll und transformativ sein kann. Es ermutigt uns, offen für die Wahrheit zu sein und bereit zu sein, unsere Fehler zu erkennen und zu bereuen.  

Diese Lehren sind zeitlos und bieten wertvolle Orientierungshilfen für ein Leben in Integrität, Glauben und Gerechtigkeit.  

Was meinst du, unter welchen Bedingungen wird Sein Volk erlöst werden?  

findechristus.org

Donnerstag, 20. Juni 2024

Damit sie Geld bekämen aus den Rechtsstreitigkeiten, die ihnen vorgelegt wurden 

 

(Bild: Quelle)

“Nun war es einzig zu dem Zweck, Gewinn zu erlangen, denn sie empfingen ihren Lohn gemäß ihrer Beschäftigung; darum stachelten sie das Volk zu Unruhen und allerart Störungen und Schlechtigkeit auf, damit sie mehr Beschäftigung hätten, damit sie Geld bekämen aus den Rechtsstreitigkeiten, die ihnen vorgelegt wurden; darum stachelten sie das Volk gegen Alma und Amulek auf.” (Alma 11:20).  

Dieser Vers betont, wie die Richter das Volk manipulierten und zu Unruhen anstachelten, um persönlichen Profit aus den Rechtsstreitigkeiten zu ziehen. Er fasst die grundlegende Botschaft der Passage zusammen, nämlich die Warnung vor Korruption und Missbrauch von Macht in der Gesellschaft.  

Eine Zusammenfassung von Alma 11:1-20:  

In Alma 11:1-20 wird die Struktur des Gerichtssystems unter dem Gesetz Mosias II beschrieben. Richter erhielten Lohn gemäß der Zeit, die sie damit verbrachten, Fälle zu entscheiden. Wenn jemand Schulden hatte und sich weigerte zu zahlen, wurde er vor Gericht gebracht. Die Währungseinheiten wurden aufgeführt, einschließlich Gold (Senine, Seon, Schum, Limna) und Silber (Senum, Amnor, Ezrom, Onti), sowie kleinere Einheiten wie Schiblon, Schiblum und Lea. Diese Währungen entsprachen verschiedenen Mengen an Gerste oder Getreide *). Das System war darauf ausgelegt, Gewinn zu erzielen, indem Richter Unruhen und Streitigkeiten schürten, um mehr Fälle zu haben und so mehr Geld zu verdienen. Dies führte dazu, dass das Volk gegen Alma und Amulek aufgestachelt wurde.  

  • *) König Mosia vereinheitlichte ihr Geldsystem  
    König Mosia führte eine Wirtschaftsreform durch, die auch das Geldsystem der Nephiten vereinheitlichte. Zuvor hatten verschiedene Städte unterschiedliche Maße und Gewichte verwendet, was zu Verwirrung und Uneinheitlichkeit führte. Mit der Einführung des neuen Justizsystems der Richter war eine einheitliche Geld- und Maßeinheit notwendig geworden, um gerechte Urteile zu ermöglichen und Richter angemessen zu bezahlen. Das neue System bestand aus standardisierten Gewichten, die auf Silber basierten und in verschiedenen Größen wie Leah, Shiblum und Senum kamen. Diese Gewichte wurden verwendet, um den Wert von Waren wie Getreide oder Öl zu messen und zu handeln. Die Einführung dieses Systems führte zu einer verbesserten Effizienz und Fairness im Handel und Justizsystem der Nephiten. 
     
    Mehr lies gerne unter: “Book of Mormon Evidence: Ancient Near Eastern Weights and Measures”  

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 11:1-3:  
Im Gesetz Mosias II war festgelegt, dass Richter für ihre Arbeit entlohnt werden sollten, je nachdem, wie viel Zeit sie damit verbrachten, Fälle zu verhandeln. Wenn jemand Schulden hatte und sich weigerte zu zahlen, wurde er vor Gericht gebracht. Der Richter hatte die Autorität, den Fall zu untersuchen und zu entscheiden, ob der Schuldner zahlen musste, enteignet wurde oder aus der Gesellschaft ausgestoßen wurde. Der Richter erhielt seinen Lohn entsprechend der Zeit, die er für die Verhandlung aufgewendet hatte, üblicherweise eine Senine Gold oder ein Senum Silber pro Tag, gemäß dem geltenden Gesetz.  

Alma 11:4-19: 
Die Nephiten hatten ihre eigenen Namen und Maßeinheiten für Gold und Silber, die sich von denen der Juden in Jerusalem unterschieden. Diese wurden entsprechend den Bedürfnissen und Umständen des Volkes angepasst. Die Goldstücke wurden in Senine, Seon, Schum und Limna unterteilt, während Silber in Senum, Amnor, Ezrom und Onti gemessen wurde. Eine Senum Silber entsprach einem Senine Gold und einem Maß Gerste oder Getreide. Der Wert von Seon Gold war doppelt so hoch wie der von Senine, während Schum   
Gold doppelt so hoch wie Seon war. Ein Limna Gold war gleich dem Gesamtwert aller anderen. Amnor Silber entsprach dem Wert von zwei Senum, Ezrom Silber dem Wert von vier Senum, und Onti Silber dem Gesamtwert aller anderen. Kleinere Einheiten wie Schiblon, Schiblum und Lea wurden auch verwendet, wobei ein Antion Gold dem Wert von drei Schiblons entsprach.  

Alma 11:20: 
Die Richter handelten nicht aus echtem Interesse an Gerechtigkeit, sondern ausschließlich, um Gewinn zu erzielen. Sie erhielten Lohn basierend auf ihrer Beschäftigung und strebten danach, mehr Fälle zu haben, um mehr Geld zu verdienen. Um dieses Ziel zu erreichen, schürten sie Unruhen, Störungen und böse Taten im Volk, um mehr Streitigkeiten und Gerichtsverfahren zu generieren. Aus diesem Grund stachelten sie das Volk gegen Alma und Amulek auf, um ihre eigenen finanziellen Interessen zu fördern.  

Aus Alma 11:1-20 können wir einige zeitlose Lehren für heute ziehen:  

  1. Gerechtes Rechtssystem: Das Gesetz Mosias zeigt, wie ein gerechtes Rechtssystem organisiert sein sollte, das darauf abzielt, Streitigkeiten fair zu lösen und Gerechtigkeit zu gewährleisten. Wir sollten uns bemühen, ähnliche Prinzipien der Gerechtigkeit und Fairness in unseren eigenen Rechtssystemen zu pflegen.  
  1. Ehrlichkeit und Schulden: Die Passage betont die Bedeutung von Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit bei Schulden. Es erinnert uns daran, unsere finanziellen Verpflichtungen ernst zu nehmen und ehrlich zu sein, wenn wir sie erfüllen müssen.  
  1. Korruptionsbekämpfung: Die Warnung vor Richtern, die das Rechtssystem missbrauchen, um Profit zu machen, ist zeitgemäß. Es erinnert uns daran, gegen Korruption und Missbrauch von Macht in allen Bereichen der Gesellschaft einzutreten und für Integrität und Gerechtigkeit einzustehen.  
  1. Währungs- und Maßeinheiten: Die Passage zeigt, wie Währungen und Maßeinheiten an die Bedürfnisse und Umstände der Menschen angepasst werden können. Das erinnert uns daran, dass Flexibilität und Anpassungsfähigkeit wichtige Aspekte wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Systeme sind.  
  1. Aufstachelung und Manipulation: Die Richter stachelten das Volk zu Unruhen und Störungen an, um mehr Fälle zu erhalten und damit mehr Geld zu verdienen. Diese Lehre warnt vor der Manipulation von Menschen aus eigenen Interessen und betont die Wichtigkeit von Aufrichtigkeit und Moral in Führungspositionen.  

Insgesamt lehrt uns dieser Abschnitt die Bedeutung von Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Integrität und dem Widerstand gegen Korruption und Manipulation, Werte, die in jeder Gesellschaft von großer Bedeutung sind.  

Was meinst du, ist es gerechtfertigt, aufgrund Gewinnstrebens auf unrechtmäßige Weise Geschäftsfelder zu generieren?  

findechristus.org

Mittwoch, 19. Juni 2024

Wäre es nicht um der Gebete der Rechtschaffenen willen

 

(Bild: Quelle)

“Ja, und ich sage euch: Wäre es nicht um der Gebete der Rechtschaffenen willen, die jetzt im Land sind, so würdet ihr schon jetzt mit völliger Vernichtung heimgesucht werden; aber es wäre nicht durch eine Flut wie bei dem Volk in den Tagen Noachs, sondern es würde durch Hungersnot und durch Seuche und das Schwert geschehen.” (Alma 10:22).  

  • Dieser Vers betont die Macht der Gebete der Rechtschaffenen und die Barmherzigkeit Gottes. Er verdeutlicht, dass die Rechtschaffenen im Land den Zorn Gottes abwenden und die Menschen vor vollständiger Vernichtung bewahren können. Es wird gezeigt, dass Gottes Strafen gerecht und gemäß den Taten der Menschen sind, aber dass seine Barmherzigkeit und das Gebet der Rechtschaffenen Vergebung und Schutz bringen können.  

Nun lesen wir die Worte, die Amulek, der Mitarbeiter Alma des Jüngeren als sein Zeuge (als ein zweiter Zeuge) dem Volk predigt; das Volk lehnte ja einen einzelnen Mann ab, der ihnen ihren Untergang vorhersagte, wenn sie nicht umkehren würden (Alma 9:6).  

Eine Zusammenfassung von Alma 10:1-32:  

Amulek, ein angesehener Mann mit Reichtum und vielen Verwandten, hatte lange Zeit das Wirken Gottes nicht erkannt. Trotz seiner Häufigkeit, von Gott gerufen zu werden, und trotz der Zeugnisse, die ihm durch Engel gegeben wurden, hatte er sein Herz verhärtet und sich gegen Gott aufgelehnt. Erst als ein Engel ihn auf dem Weg zu seinem Haus zurückrief und ihm prophezeite, einen Propheten des Herrn aufzunehmen, erkannte er die Wahrheit der Worte dieses Propheten, Alma des Jüngeren. Amulek erkannte, dass Alma ein heiliger Mann war und dass alles, was er bezeugte, wahr war. Dies führte zu seiner Umkehr und Segnungen für sein Haus.  

Als Amulek Zeugnis von seinem Erlebnis gab, fingen die Menschen an, sich zu wundern, doch einige planten, ihn zu verhören, um ihn mit seinen eigenen Worten zu überführen. Amulek erkannte ihre Absichten und beschuldigte sie öffentlich, die Grundlage für den Teufel zu legen und die Wege der Rechtschaffenen zu verkehren. Er rief sie zur Umkehr auf, warnte vor der Vernichtung und verkündete die Ankunft des Herrn. Die Menschen reagierten zornig und beschuldigten Amulek, ihre Gesetze zu schmähen, doch er hielt standhaft an der Wahrheit fest und verkündigte sie mutig.  

Die Gesetzeskundigen planten, Gewinn aus den Anklagen gegen Amulek und Alma zu erzielen. Unter ihnen war Zeezrom, der besonders daran beteiligt war, Anklagen gegen die beiden Männer zu erheben. Ihre Absicht war es, sie wegen ihres Glaubens und ihrer Lehren zu verurteilen, um Gewinn zu erzielen und Macht zu behalten.  

In dieser Passage sehen wir die Macht des Zeugnisses und die Bedeutung der Umkehr. Amulek's persönliche Erfahrung mit einem Engel führte zu seiner Umkehr und zu einem starken Zeugnis von der Wahrheit. Trotz des Widerstands und der Anklagen hielt er an seiner Überzeugung fest und verkündigte mutig die Botschaft des Evangeliums.  

Eine differenziertere Betrachtung:  

Alma 10:1-6:  
Giddonach, der im Vers 2 von Alma 10 erwähnt wird, ist eine historische Figur in der Genealogie von Amulek. In diesem Vers stellt Amulek sich dem Volk von Ammoniha vor und gibt einen Überblick über seine Abstammung, um seine Glaubwürdigkeit und seine Verbindungen zu bedeutenden Vorfahren zu betonen. Giddonach ist Amuleks Vater und Teil einer Linie von Vorfahren, die bis zu bedeutenden Persönlichkeiten in der Geschichte des Volkes Nephi zurückreicht.  

Giddonah wird als Sohn von Ischmael und Enkel von Aminadi *) erwähnt. Aminadi ist bekannt dafür, dass er die Schrift übersetzte, die an der Mauer des Tempels vom Finger Gottes geschrieben wurde. Diese Abstammungslinie geht weiter zurück über Nephi und Lehi bis zu Manasse, dem Sohn von Josef, der durch die Hand seiner Brüder nach Ägypten verkauft wurde **). Durch diese Genealogie zeigt Amulek, dass seine Familie tief in der Geschichte und den Traditionen des Volkes verwurzelt ist, was seine Aussagen und sein Zeugnis vor dem Volk von Ammoniha stärker untermauert. Aber er lässt seine Zuhörer wissen, dass auch er zunächst sein Herz gegen Gott verhärtet hatte, aber in den nächsten Versen schildert er seine Bekehrung.  

  • *) Über Aminadi wissen wir nur das, was hier in Alma 10 wiedergegeben ist. Er muss allerdings im Land Nephi gelebt haben bevor die Nephiten nach Zarahemla auswanderten, da er mindestens vier Generationen vor Amulek gelebt hat. Er ist zweifellos eine einzigartige Person unter den nephiten. Amulek musste ihn als einen Vorfahren erwähnen, um seine und die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen sowie seine Autorität zu untermauern.  
  • **) Als einzige Stelle erfahren wir hier, dass Lehi zum Stamm Manasse gehört.  

Alma 10:7-11:  
In diesen Versen schildert Amulek seine persönliche Erfahrung mit einem Engel des Herrn, der ihm erschien, als er auf einer Reise war. Der Engel befahl Amulek, in sein Haus zurückzukehren, um einen Propheten des Herrn zu empfangen und zu speisen. Amulek gehorchte dieser Anweisung und erkannte, dass der Prophet Alma war, derselbe Mann, der zuvor zu dem Volk über Gott gesprochen hatte. Der Engel bestätigte, dass Alma ein heiliger Mann sei, und Amulek bezeugt, dass alles, was Alma sagte, wahr ist, basierend auf der Erfahrung, die er gemacht hat.  

Amulek berichtet weiter, dass Almas Aufenthalt in seinem Haus ihm und seiner Familie viele Segnungen gebracht hat. Er betont, dass der Segen des Herrn auf ihm und seiner gesamten Familie ruht, weil er Alma aufgenommen und ihm gedient hat.  

Zusammengefasst unterstreichen diese Verse die Themen des Glaubens, des Gehorsams und der Segnungen, die aus der Aufnahme und Unterstützung eines Propheten Gottes resultieren. Amuleks Erfahrung dient als ein kraftvolles Zeugnis für die Wahrheit von Almas Botschaft und die Realität göttlicher Eingriffe und Segnungen.  

Alma 10:12-16:  
In diesen Versen aus Alma 10 schildert Amulek die Reaktion der Menschen auf seine Worte und die darauf folgenden Ereignisse:  

Nachdem Amulek gesprochen hatte, waren die Menschen erstaunt, weil sie sahen, dass Amulek die Aussagen von Alma bestätigte. Dies verstärkte die Botschaft und die Prophezeiungen, die Alma verkündet hatte.  

Einige unter den Menschen, insbesondere die Gesetzeskundigen, versuchten jedoch, Amulek und Alma zu Fall zu bringen. Diese Gesetzeskundigen waren Fachleute im Umgang mit dem Gesetz und wurden vom Volk beauftragt, rechtliche Angelegenheiten zu regeln. Ihre Absicht war es, Amulek in seinen eigenen Worten zu fangen, um Anklagen gegen ihn zu finden und ihn den Richtern zu übergeben. Sie wollten, dass Amulek und Alma entweder ins Gefängnis geworfen oder getötet würden, indem sie ihnen Verbrechen anhängten, die sie zum Schein gegen sie vorbringen könnten.  

Diese Gesetzeskundigen waren sehr geschickt und erfahren in ihrer Arbeit, was sie befähigte, ihre hinterhältigen Pläne zu schmieden. Sie begannen, Amulek zu verhören, in der Hoffnung, dass er sich widersprechen oder seine eigenen Aussagen durchkreuzen würde.  

Diese Passage zeigt, wie die Worte und Taten der Propheten oft auf Widerstand und Intrigen stoßen, besonders von denen, die ihre Macht oder Position bedroht sehen. Sie unterstreicht auch die Herausforderungen, denen Amulek und Alma in ihrem Bestreben, die Botschaft Gottes zu verkünden, gegenüberstanden.  

Alma 10:17-23:  
Amulek enthüllt den Leuten, dass er ihre bösen Absichten durchschaut. Er bezeichnet sie als "schlechte und frevelhafte Generation" und "Gesetzeskundige und Heuchler," die "die Grundlage für den Teufel" legen, indem sie versuchen, die Heiligen Gottes zu fangen und die Wege der Rechtschaffenen zu verkehren. Er warnt sie, dass ihre Handlungen den Zorn Gottes auf sie herabbringen und zur völligen Vernichtung führen könnten.  

Amulek zitiert König Mosia, der prophezeit hatte, dass das Volk zur Vernichtung reif wäre, wenn es das Übeltun wählte. Amulek betont, dass der Herr die Übeltaten des Volkes richtet und sie durch die Stimme seiner Engel zur Umkehr ruft, da das Himmelreich nahe ist. Er warnt, dass das Volk ohne die Gebete der Rechtschaffenen bereits vernichtet worden wäre, nicht durch eine Flut wie in den Tagen Noachs, sondern durch Hungersnot, Seuche und das Schwert.  

Er sagt weiter, dass das Volk durch die Gebete der Rechtschaffenen verschont wird. Sollte das Volk jedoch die Rechtschaffenen vertreiben, wird der Herr seine Hand nicht mehr zurückhalten und sie werden durch Hungersnot, Seuche und das Schwert geschlagen. Amulek schließt mit der ernsten Warnung, dass die Zeit der Umkehr bald vorbei sein könnte.  

Diese Passage betont die Dringlichkeit der Umkehr, die Macht des Gebets und die drohenden Konsequenzen für diejenigen, die sich dem Willen Gottes widersetzen.  

Alma 10:24-27:  
In Alma 10:24-27 steigert sich die Spannung weiter. Das Volk wird noch zorniger auf Amulek und beschuldigt ihn lautstark, die Gesetze und die weisen Gesetzeskundigen zu schmähen. Amulek reagiert kraftvoll und fragt, warum Satan so großen Einfluss auf ihre Herzen hat, dass sie seine Worte nicht verstehen. Er betont, dass er nicht gegen ihre Gesetze gesprochen hat, sondern zugunsten ihrer Gesetze, um ihre Schuld zu beweisen.  

Amulek warnt das Volk, dass die Ungerechtigkeit ihrer Gesetzeskundigen und Richter allmählich die Grundlage für die Vernichtung des Volkes legt. Dieser Abschnitt unterstreicht die Gefahr von Korruption und Ungerechtigkeit in der Führung und wie solche Missstände das ganze Volk in Gefahr bringen können.  

Alma 10:28-32:  
In den Versen Alma 10:28-32 verschärft sich der Konflikt weiter:  

Als Amulek seine Worte beendet, reagiert das Volk lautstark und beschuldigt ihn, ein Kind des Teufels zu sein, da er ihrer Meinung nach gegen ihr Gesetz gesprochen und ihre Gesetzeskundigen und Richter geschmäht hat. Diese Vorwürfe werden durch die Manipulation der Gesetzeskundigen verstärkt, die darauf abzielen, Amulek zu diskreditieren und ihm üble Absichten zu unterstellen.  

Ein besonders hervorstechender Gesetzeskundiger namens Zeezrom tritt hervor, um Amulek und Alma anzuklagen. Zeezrom ist bekannt für seine Fachkenntnis und seinen Einfluss im Volk. Die Gesetzeskundigen sind primär motiviert durch ihren eigenen Gewinn, den sie durch ihre Tätigkeit und die Manipulation der Gesetze erzielen.  

Diese Passage verdeutlicht das Ausmaß der Korruption und die bösen Absichten der Gesetzeskundigen, die ihre Macht missbrauchen, um persönliche Vorteile zu erlangen, und stellt die Rechtschaffenheit und die Warnungen von Amulek und Alma in einen scharfen Kontrast zu den selbstsüchtigen Motiven ihrer Ankläger.  

Aus Alma 10:1-32 können wir mehrere wichtige Lehren für unser Verhalten heute ziehen:  

  1. Offenheit für göttliche Führung: Amulek erkennt die göttliche Intervention in seinem Leben an, auch wenn er zuvor sein Herz verhärtet hatte. Wir sollten bereit sein, auf göttliche Führung zu achten und uns für spirituelle Eindrücke zu öffnen.  
  1. Zeugnis durch persönliche Erfahrung: Amulek bezeugt die Wahrheit der Worte Almas aufgrund seiner eigenen persönlichen Erfahrung mit einem Engel. Unsere eigenen spirituellen Erfahrungen können uns helfen, unseren Glauben zu stärken und anderen Zeugnis zu geben.  
  1. Integrität und Rechtschaffenheit: Die korrupten Gesetzeskundigen und Richter in Ammoniha stehen als Beispiel für die Gefahren von Korruption und Machtmissbrauch. Wir sollten stets nach Integrität und Rechtschaffenheit streben und uns gegen Ungerechtigkeit und Korruption stellen.  
  1. Einfluss der Rechtschaffenen: Die Gebete der Rechtschaffenen können Schutz und Segen bringen. Wir sollten bestrebt sein, rechtschaffen zu leben und für das Gute einzutreten, da unsere Handlungen einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben können.  
  1. Notwendigkeit der Umkehr: Amulek ruft das Volk zur Umkehr auf und warnt vor den Konsequenzen, wenn sie dies nicht tun. Umkehr ist ein lebenslanger Prozess, der uns hilft, uns Gott zuzuwenden und unser Leben zu verbessern.  
  1. Mutiges Zeugnis: Die Worte Amuleks und Almas hatten große Wirkung, weil sie in Wahrheit und unter dem Geist der Prophezeiung gesprochen wurden. Wir sollten mutig und ehrlich über unseren Glauben sprechen und anderen von den Segnungen des Evangeliums berichten.  

Indem wir diese Lehren in unserem Leben anwenden, können wir dazu beitragen, eine gerechtere, liebevollere und spirituell erfülltere Welt zu schaffen.  

Was meinst du können rechtschaffene Gebete bewirken?  

findechristus.org

Dienstag, 18. Juni 2024

Er kommt, diejenigen zu erlösen, die sich aus Glauben an seinen Namen zur Umkehr taufen lassen werden

 

(Bild: Quelle)

“Und siehe, er kommt, diejenigen zu erlösen, die sich aus Glauben an seinen Namen zur Umkehr taufen lassen werden.” (Alma 9:27). 
  • Dieser Vers betont die bevorstehende Ankunft des Sohnes Gottes, um diejenigen zu erlösen, die an ihn glauben und sich durch Umkehr ihm zuwenden. Er fasst die zentrale Botschaft von Umkehr, Glauben und Erlösung zusammen, die in den vorangegangenen Versen dargelegt werden. 

In den Kapiteln Alma 9-14 werden die Worte Alma des Jüngeren und seines Mitarbeiters Amulek an das Volk im Land Amoniha wiedergegeben. Über seine erfolgreiche Arbeit in Melek schreibt uns Mormon nicht sehr viel, über die in Amoniha aber viel mehr. Warum? Wir wissen, er hat unsere Tage gesehen, und sich deshalb mehr auf das konzentriert, was in Amoniha geschah, wo das Volk Alma hinauswarf, was genau für unsere Zeit passt. 

Das Volk in Ammoniha weist mehrere charakteristische Merkmale auf: 

  1. Abtrünnigkeit und Gesetzlosigkeit: Die Menschen von Ammoniha werden als abtrünnig und gesetzlos beschrieben. Sie hatten sich von den Lehren des Evangeliums entfernt und lebten nach ihren eigenen Regeln. 
  1. Ablehnung und Feindseligkeit gegenüber Propheten: Als Alma nach Ammoniha ging, um zu predigen, stieß er auf erhebliche Ablehnung und Feindseligkeit. Sie lehnten seine Botschaft ab und warfen ihn aus der Stadt (Alma 8:13). 
  1. Neigung zu Götzendienst und Sünde: Die Bewohner von Ammoniha waren in verschiedene Sünden und Götzendienst verwickelt, was ein Hauptgrund für die Warnung und die Einladung zur Umkehr durch Alma war. 
  1. Widerstand gegen Umkehr: Trotz der eindringlichen Botschaften zur Umkehr, zeigten die Menschen von Ammoniha zunächst keine Bereitschaft, ihre Wege zu ändern. 
  1. Zerstörung als Folge der Sünden: Aufgrund ihrer Sünden und ihrer Weigerung, umzukehren, wurde Ammoniha letztlich von einer lamanitischen Armee zerstört, wie in späteren Kapiteln des Buches Mormon beschrieben (Alma 16:9-10). 

Diese Punkte zeichnen das Bild eines Volkes, das sich stark von den Wegen des Herrn entfernt hatte und daher wiederholt zur Umkehr aufgefordert wurde, um den drohenden Konsequenzen ihrer Handlungen zu entgehen. 

Eine Zusammenfassung von Alma 9:1-34: 

In den Versen 1-34 von Alma Kapitel 9 im Buch Mormon beginnt Alma der Jüngere, dem Volk von Ammoniha (nördlich Zarahemla; siehe Karte) zu predigen. Er war von Gott angewiesen worden, zusammen mit Amulek, der ihn in sein Haus aufgenommen hatte und ihn nun auf seiner Mission begleitete, erneut in diese Stadt zu gehen, um die Menschen zur Umkehr zu rufen. Als Alma zu sprechen beginnt, reagiert das Volk feindselig und verspottet ihn. Sie stellen seine Autorität in Frage und zweifeln daran, dass ein einziger Mann solche bedeutenden Prophezeiungen verkünden könnte, wie zum Beispiel, dass die Erde vergehen wird oder dass ihre große Stadt an einem einzigen Tag zerstört werden könnte. Das Volk versteht nicht, dass Gott solche Wunder vollbringen kann, weil sie hartherzig und halsstarrig sind. Die Erfüllung dieser Worte Almas lesen wir in Alma 16:9-10. 

Trotz der Drohungen, ihm Schaden zuzufügen, tritt Alma mutig vor und erinnert sie an die Geschichte ihrer Vorfahren. Er fragt sie, wie sie die Lehren und Gebote Gottes so schnell vergessen konnten, und erinnert sie daran, dass ihre Vorväter, einschließlich Lehi, durch Gottes Hand aus Jerusalem geführt wurden und dass Gott sie immer wieder vor der Vernichtung bewahrt hat. Alma betont, dass ihre jetzige Lage das Ergebnis ihres Unglaubens und ihrer Sünden ist und dass sie umkehren müssen, um nicht vollständig vernichtet zu werden. 

Er erinnert das Volk an die Verheißungen, die Gott ihren Vorfahren gemacht hat: Solange sie seine Gebote halten, wird es ihnen gut ergehen, aber wenn sie die Gebote nicht halten, werden sie von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten (2 Nephi 1:20; Mosia 1:7; Alma 37:13). Alma prophezeit, dass, wenn das Volk in seiner Schlechtigkeit verharrt, die Lamaniten über sie kommen und sie vernichten werden. Er erklärt, dass die Lamaniten trotz ihrer Übertretungen aufgrund der Überlieferungen ihrer Vorfahren in Unwissenheit verharrten und daher Barmherzigkeit erfahren werden. Im Gegensatz dazu, wenn die Nephiten, die viel Licht und Erkenntnis empfangen haben, sündigen, wird ihre Bestrafung hart sein. 

Alma verkündet weiter, dass der Sohn Gottes bald kommen wird, um diejenigen zu erlösen, die umkehren, sich taufen lassen und an seinen Namen glauben. Er warnt das Volk, dass die Zeit nahe ist, in der alle Menschen gemäß ihren Taten belohnt oder bestraft werden. Abschließend ruft Alma das Volk auf, Werke zu vollbringen, die ihre Umkehr zeigen, weil sie ein verlorenes und gefallenes Volk sind. 

Als Alma diese Worte gesprochen hat, wird das Volk wütend und möchte ihn ins Gefängnis werfen. Doch der Herr schützt ihn zu dieser Zeit vor ihrer Gewalt. Danach tritt Amulek vor und beginnt ebenfalls, den Menschen zu predigen. Ein Teil seiner Worte ist in diesem Buch niedergeschrieben. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 9:1-13
Alma wurde von Gott beauftragt, zusammen mit Amulek (einem zweiten Zeugen) dem Volk in der Stadt Ammoniha erneut zu predigen. Als er begann zu predigen, stellten sich die Menschen gegen ihn und zweifelten an seiner Glaubwürdigkeit, indem sie sagten, sie würden nicht an die Worte eines Einzelnen glauben, selbst wenn er prophezeie, dass die Erde vergehen würde. Sie verstanden nicht, dass die Erde tatsächlich vergehen würde und dass Gott in der Lage war, solche Wunder zu vollbringen. Die Menschen fragten auch, warum Gott nicht mehr als nur einen Mann sandte, um ihnen so große und wundersame Dinge zu verkünden. Als sie versuchten, Alma zu ergreifen, trat er mutig hervor und erinnerte sie an die Taten Gottes in der Vergangenheit, wie er ihre Vorfahren aus Jerusalem und durch die Wildnis geführt und sie oft aus der Hand ihrer Feinde befreit hatte. Alma betonte, dass ohne Gottes Macht und Barmherzigkeit ihr Volk längst vernichtet worden wäre. Er forderte sie eindringlich zur Umkehr auf, warnte sie vor dem Zorn Gottes und erinnerte sie an die Verheißung, dass es ihnen wohl ergehen würde, solange sie seine Gebote hielten, andernfalls aber von seiner Gegenwart abgeschnitten würden. 

Alma 9:14-17:
Trotz ihrer Übertretungen haben die Lamaniten viele Verheißungen von Gott erhalten, da sie aufgrund der Überlieferungen ihrer Väter unwissend geblieben sind. Es wird prophezeit, dass sie eines Tages erkennen werden, dass diese Überlieferungen falsch waren und an Gottes Wort glauben werden. Viele von ihnen werden gerettet werden, denn der Herr ist barmherzig gegenüber allen, die seinen Namen anrufen. 

Alma 9:18-23:
In dieser Passage aus dem Buch Alma warnt der Prophet die Menschen davor, in ihrer Schlechtigkeit zu verharren. Er erklärt, dass, wenn sie nicht umkehren, ihre Tage im Land nicht verlängert werden und die Lamaniten über sie gesandt werden, um sie zu vernichten. Diese Vernichtung wird gemäß dem Zorn des Herrn erfolgen, weil Gott nicht zulassen wird, dass sie in ihrer Schlechtigkeit verbleiben und sein Volk zerstören. 

Der Prophet erinnert die Menschen daran, dass sie ein hochbegünstigtes Volk des Herrn sind. Ihnen wurde viel Licht und Erkenntnis gegeben, sie haben den Geist Gottes erfahren, mit Engeln gesprochen, die Stimme des Herrn gehört und viele geistige Gaben empfangen, einschließlich der Gabe der Prophezeiung und der Offenbarung. Sie wurden aus vielen Schwierigkeiten und Leiden befreit und im Kampf gestärkt, damit sie nicht besiegt wurden. Sie wurden aus der Knechtschaft geführt und haben Reichtum in vielerlei Hinsicht erlangt. 

Wenn dieses hochbegünstigte Volk jedoch gegen das Licht und die Erkenntnis, die es hat, sündigt, dann, so warnt der Prophet, wird es für die Lamaniten weit erträglicher sein als für dieses Volk. Die Botschaft ist eine ernste Ermahnung zur Umkehr, um den Zorn des Herrn und die daraus folgende Vernichtung zu vermeiden. 

Alma 9:24-28
In dieser Passage aus dem Buch Mormon betont der Prophet erneut die Dringlichkeit der Umkehr und die ernsten Konsequenzen, falls das Volk Gottes weiterhin sündigt. Er erinnert sie daran, dass die Verheißungen des Herrn den Lamaniten gelten, aber nicht ihnen, wenn sie übertreten. Der Herr hat klar verheißen, dass sie vollständig vom Erdboden vernichtet werden, falls sie sich gegen ihn auflehnen. 

Alma erklärt, dass der Herr einen Engel gesandt hat, um viele seines Volkes zu besuchen und ihnen zu verkünden, dass sie mit Nachdruck zur Umkehr aufrufen sollen, da das Himmelreich nahe ist. Der Sohn Gottes wird bald in seiner Herrlichkeit kommen, voller Gnade, Gerechtigkeit, Wahrheit, Geduld, Barmherzigkeit und Langmut. Er wird schnell bereit sein, die Schreie seines Volkes zu hören und deren Gebete zu erhören. 

Der kommende Sohn Gottes wird diejenigen erlösen, die sich aus Glauben an seinen Namen zur Umkehr taufen lassen. Der Prophet ruft dazu auf, den Weg des Herrn zu bereiten, da die Zeit nahe ist, in der alle Menschen den Lohn für ihre Werke empfangen werden. Wer rechtschaffen gewesen ist, wird die Errettung seiner Seele gemäß der Macht Jesu Christi und seiner Befreiung ernten. Wer böse gewesen ist, wird die Verdammnis seiner Seele gemäß der Macht des Teufels und seiner Gefangennahme ernten. Die Botschaft ist eine eindringliche Aufforderung zur Umkehr und Vorbereitung auf das Kommen Christi. 

Alma 9:29-34
In dieser Passage betont der Prophet erneut die Dringlichkeit der Umkehr und die ernsten Konsequenzen, falls das Volk Gottes weiterhin sündigt. Er erinnert sie daran, dass die Verheißungen des Herrn den Lamaniten gelten, aber nicht ihnen, wenn sie übertreten. Der Herr hat klar verheißen, dass sie vollständig vom Erdboden vernichtet werden, falls sie sich gegen ihn auflehnen. 

Der Prophet erklärt, dass der Herr einen Engel gesandt hat, um viele seines Volkes zu besuchen und ihnen zu verkünden, dass sie mit Nachdruck zur Umkehr aufrufen sollen, da das Himmelreich nahe ist. Der Sohn Gottes wird bald in seiner Herrlichkeit kommen, voller Gnade, Gerechtigkeit, Wahrheit, Geduld, Barmherzigkeit und Langmut. Er wird schnell bereit sein, die Schreie seines Volkes zu hören und deren Gebete zu erhören. 

Der kommende Sohn Gottes wird diejenigen erlösen, die sich aus Glauben an seinen Namen zur Umkehr taufen lassen. Der Prophet ruft dazu auf, den Weg des Herrn zu bereiten, da die Zeit nahe ist, in der alle Menschen den Lohn für ihre Werke empfangen werden. Wer rechtschaffen gewesen ist, wird die Errettung seiner Seele gemäß der Macht Jesu Christi und seiner Befreiung ernten. Wer böse gewesen ist, wird die Verdammnis seinr Seele gemäß der Macht des Teufels und seiner Gefangennahme ernten. Die Botschaft ist eine eindringliche Aufforderung zur Umkehr und Vorbereitung auf das Kommen Christi. 

Alma 9:1-34 aus dem Buch Mormon enthält viele Lehren und Prinzipien, die auch in unserer heutigen Zeit relevant sind. Hier sind einige zentrale Lehren: 

  1. Almas Bereitschaft: Alma geht trotz vorheriger Vertreibung erneut in diese Stadt, um entsprechend Gottes Auftrag das Volk weiter zur Umkehr aufzurufen. Dies zeigt uns, dass wir trotz Misserfolg Gottes Aufruf Zeugnis abzulegen folgen sollen, so erfolglos es uns auch erscheinen mag. Der Herr weiß es besser! 
  1. Umkehr und Gehorsam: Die Aufforderung zur Umkehr ist eine der Hauptbotschaften. Alma betont die Notwendigkeit, sich von Sünden abzuwenden und den Geboten Gottes zu gehorchen. Diese Lehre erinnert uns daran, dass Umkehr und Gehorsam grundlegend sind, um Gottes Segen zu empfangen und ein rechtschaffenes Leben zu führen. 
  1. Erinnerung an vergangene Segnungen: Alma erinnert die Menschen an die vielen Segnungen, die sie von Gott empfangen haben, und daran, wie Gott sie immer wieder befreit hat. Diese Lehre ermutigt uns, unsere eigenen Segnungen zu erkennen und dankbar dafür zu sein, was Gott in unserem Leben getan hat. 
  1. Warnung vor Hochmut und Untreue: Alma warnt die Menschen davor, in ihrer Schlechtigkeit zu verharren und hochmütig zu werden. Diese Warnung ist zeitlos und erinnert uns daran, demütig zu bleiben und unseren Glauben stets zu erneuern, um nicht von Gottes Wegen abzukommen. 
  1. Die Barmherzigkeit Gottes: Trotz der schweren Warnungen betont Alma die Barmherzigkeit Gottes, besonders gegenüber denen, die unwissend sind und in falschen Überlieferungen gefangen sind. Dies lehrt uns, dass Gott geduldig und barmherzig ist, und dass es nie zu spät ist, umzukehren und zu ihm zurückzukehren. 
  1. Die Bedeutung von Propheten und Offenbarung: Alma spricht über die Besuche von Engeln und die Offenbarungen, die das Volk erhalten hat. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, auf die Worte der Propheten zu hören und die Offenbarungen Gottes anzunehmen, die uns heute durch unsere geistigen Führer gegeben werden. 
  1. Die bevorstehende Wiederkunft Christi: Alma verkündet die bevorstehende Ankunft des Sohnes Gottes. Diese Botschaft erinnert uns an die zweite Ankunft Christi und die Notwendigkeit, uns darauf vorzubereiten, indem wir ein rechtschaffenes Leben führen. 
  1. Gerechtigkeit und Vergeltung: Am Ende spricht Alma über die Gerechtigkeit Gottes und die Belohnung oder Bestrafung, die alle Menschen für ihre Taten empfangen werden. Diese Lehre ermahnt uns, bewusst zu leben und uns der Konsequenzen unserer Handlungen bewusst zu sein. 

Zusammengefasst lehrt uns Alma 9:1-34 über die Wichtigkeit von Umkehr, Gehorsam, Demut und Dankbarkeit gegenüber Gott, während es gleichzeitig die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Gottes betont. Diese Prinzipien sind zeitlos und relevant, um ein erfülltes und rechtschaffenes Leben zu führen. 

Diese Lehren aus Alma 9 können uns helfen, ein stärkeres und treueres Leben im Einklang mit Gottes Willen zu führen. 

Was ist erforderlich, um durch Jesus Christus erlöst werden zu können? 

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Montag, 17. Juni 2024

Nachdem Alma seine Botschaft vom Engel des Herrn empfangen hatte, kehrte er schnell ins Land Ammoniha zurück

 

Ein Engel sendet Alma zurück nach Ammoniha
(Bild: Quelle)

“Nun begab es sich: Nachdem Alma seine Botschaft vom Engel des Herrn empfangen hatte, kehrte er schnell ins Land Ammoniha zurück. Und er betrat die Stadt auf einem anderen Weg, ja, auf dem Weg, der im Süden der Stadt Ammoniha ist.” (Alma 8:18). 

  • Alma 8:18 beschreibt einen wichtigen Moment, in dem Alma, nachdem er die Botschaft des Engels erhalten hat, schnell ins Land Ammoniha zurückkehrt und die Stadt auf einem anderen Weg betritt. 
    In diesem Kapitel geht es um Almas Mission in Ammoniha, seine Entmutigung nach der anfänglichen Ablehnung durch die Einwohner und seine erneute Motivation und Führung durch einen Engel. Die zentrale Botschaft dreht sich um die Wichtigkeit des Gehorsams gegenüber göttlichen Eingebungen und die Beständigkeit im Glauben, selbst angesichts von Widrigkeiten. 
    Zusammengefasst, die zentrale Botschaft könnte wie folgt formuliert werden: 
    Alma 8:18 zeigt die Entschlossenheit und den Gehorsam von Alma gegenüber göttlicher Führung, indem er nach einer himmlischen Botschaft schnell zurückkehrt und seine Mission fortsetzt, trotz vorheriger feindlicher Ablehnung durch das Volk. 

Eine Zusammenfassung von Alma 8:1-32: 

Alma kehrt nach seinen belehrenden Tätigkeiten im Land Gideon nach Zarahemla zurück, um sich auszuruhen. Zu Beginn des zehnten Jahres der Richter reist er ins Land Melek (nordwestlich von Zarahemla; siehe Karte) und beginnt dort zu predigen. Viele Menschen lassen sich taufen, und nach Beendigung seiner Arbeit zieht Alma weiter nach Ammoniha (nördlich von Zarahemla; siehe Karte), wo er ebenfalls predigt. 

Das Volk in Ammoniha lehnt ihn jedoch ab und wirft ihn aus der Stadt. Traurig über die Sünden der Menschen zieht Alma nach Aaron (nordöstlich von Zarahemla; siehe Karte), doch ein Engel erscheint ihm und befiehlt ihm, nach Ammoniha zurückzukehren und dem Volk erneut zu predigen. 

In Ammoniha begegnet Alma Amulek, der ihn in sein Haus aufnimmt. Alma erklärt Amulek seine Mission und bleibt einige Tage bei ihm. Schließlich beginnen Alma und Amulek gemeinsam zu predigen. Trotz Widerstand und Gefangenschaft kann das Volk ihnen nichts anhaben, da sie durch die Macht des Heiligen Geistes geschützt sind. Sie predigen weiter und prophezeien gemäß der Macht, die ihnen vom Herrn gegeben wurde. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 8:1-6:
Alma kehrte nach Zarahemla zurück, nachdem er das Volk von Gideon belehrt und die Kirchenordnung wie zuvor in Zarahemla etabliert hatte, um sich von seiner Arbeit auszuruhen *). Zu Beginn des zehnten Jahres der Richter über das Volk Nephi reiste er ins Land Melek, westlich des Flusses Sidon, an den Grenzen zur Wildnis. Dort predigte er gemäß seiner Berufung und lehrte das Volk im gesamten Land Melek. Viele Menschen kamen zu ihm und ließen sich taufen. Nachdem er seine Arbeit in Melek abgeschlossen hatte, reiste er drei Tage nordwärts und erreichte die Stadt Ammoniha. 

  • *) Die Bedeutung der Ruhe: William Allred, der den Propheten Joseph Smith gut kannte und den Propheten in Zeiten der Entspannung beobachtet hatte, berichtete: "Ich habe viele Male mit ihm in Nauvoo Ball gespielt. Er predigte einmal, und er sagte, es habe einige der frommen Leute versucht, ihn mit den Jungen Ball spielen zu sehen. Dann erzählte er die Geschichte eines gewissen Propheten, der im Schatten eines Baumes saß und sich auf irgendeine Weise amüsierte, als ein Jäger mit Pfeil und Bogen daherkam und ihn zurechtwies. Der Prophet fragte ihn, ob er seinen Bogen die ganze Zeit über aufgespannt habe. Der Jäger antwortete, dass er das nicht tue. Der Prophet fragte, warum, und er sagte, es würde seine Elastizität verlieren, wenn er es täte. Der Prophet sagte, es sei einfach so mit seinem Verstand, er wolle nicht, dass er die ganze Zeit gespannt sein sollte." ( Quelle: William M. “Recollections of the Prophet Joseph Smith.” In Presidents of the Church: Teacher Manual, 8. Salt Lake City, UT: The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 2005. Maschinell übersetzt). 

Alma 8:7-13:
In der Stadt Ammoniha begann Alma zu predigen, jedoch hatte Satan großen Einfluss auf das Herz der Menschen dort gewonnen, weshalb sie seine Worte nicht hören wollten. Alma betete inbrünstig zu Gott, dass sein Geist über das Volk in Ammoniha ausgegossen werde und dass er sie zur Umkehr taufen könne. Doch das Volk verhärtete seine Herzen und sagte zu Alma, dass sie wüssten, dass er der Hohe Priester der Kirche sei, die er in vielen Teilen des Landes gegründet hatte, aber sie glaubten nicht an seine Lehren und gehörten nicht zu seiner Kirche. Sie betonten, dass Alma, weil er nicht mehr der oberste Richter sei, keine Macht über sie habe. Sie verspotteten und beleidigten ihn, und schließlich vertrieben sie ihn aus der Stadt. Alma zog daraufhin weiter zur Stadt Aaron. 

Alma 8:14-18:
Alma war tief besorgt und betrübt über die Schlechtigkeit des Volkes in Ammoniha, während er zur Stadt Aaron zog. In seiner Verzweiflung erschien ihm ein Engel des Herrn. Der Engel sagt zu Alma, dass er gesegnet ist und sich freuen soll, weil er treu die Gebote Gottes gehalten hat. Der Engel beauftragt ihn, nach Ammoniha zurückzukehren und dem Volk erneut zu predigen. Er soll ihnen sagen, dass Gott die Stadt vernichten wird, wenn sie nicht umkehren, da sie momentan die Freiheit seines Volkes zu zerstören versuchen, was gegen Gottes Gebote verstößt. 

Nachdem Alma diese Botschaft vom Engel empfangen hatte, kehrte er schnell nach Ammoniha zurück und betrat die Stadt auf einem anderen Weg, nämlich von Süden her. 

Alma 8:19-26:
Als Alma die Stadt Ammoniha betrat, war er hungrig und bat einen Mann um etwas zu essen. Der Mann, ein Nephit namens Amulek, erkannte Alma als einen heiligen Propheten Gottes, von dem ein Engel ihm in einer Vision gesagt hatte, er solle ihn aufnehmen. Amulek lud Alma in sein Haus ein, teilte sein Essen mit ihm und wusste, dass Alma ein Segen für sein Haus sein würde. 

Nachdem Alma Brot und Fleisch gegessen hatte und gesättigt war, segnete er Amulek und sein Haus und dankte Gott. Dann stellte sich Alma vor und erklärte, dass er der Hohe Priester der Kirche Gottes im ganzen Land sei. Er erzählte, dass er berufen worden war, dem Volk das Wort Gottes zu predigen, dass er jedoch in Ammoniha nicht aufgenommen, sondern ausgestoßen worden war. Alma war bereit, die Stadt für immer zu verlassen, aber ihm wurde von Gott befohlen, zurückzukehren und dem Volk zu prophezeien und gegen seine Übeltaten zu zeugen. 

Alma segnete Amulek für dessen Gastfreundschaft und erklärte, dass er sehr hungrig gewesen sei, da er viele Tage gefastet hatte. 

Alma 8:27-32:
Alma blieb mehrere Tage bei Amulek, bevor er begann, dem Volk zu predigen. Während dieser Zeit wurde das Volk noch sündhafter. Dann erhielt Alma eine göttliche Botschaft: Er solle mit Amulek gehen und dem Volk predigen, dass es umkehren müsse, sonst werde der Zorn des Herrn über sie kommen. 

Alma und Amulek gingen unter das Volk und verkündeten ihnen die Worte Gottes, erfüllt vom Heiligen Geist. Ihnen wurde so große Macht gegeben, dass sie weder gefangen gehalten noch getötet werden konnten. Diese Macht zeigten sie jedoch erst, als sie mit Banden gefesselt und ins Gefängnis geworfen wurden, damit der Herr seine Macht durch sie offenbaren konnte. 

Sie begannen, dem Volk gemäß dem Geist und der Macht, die der Herr ihnen gegeben hatte, zu predigen und zu prophezeien. 

Alma 8 bietet mehrere wichtige Lehren, die auch heute noch relevant sind: 

  1. Standhaftigkeit im Glauben: Alma zeigt, dass man trotz Ablehnung und Widerständen standhaft im Glauben und in der Verkündigung der Wahrheit bleiben sollte. Dies ermutigt uns, in unseren Überzeugungen und Aufgaben beharrlich zu sein, selbst wenn wir auf Ablehnung stoßen. 
  1. Kraft des Gebets: Alma rang in machtvollem Gebet mit Gott, was seine tiefe Verbindung und seinen Glauben zeigt. Dies lehrt uns, wie wichtig es ist, in schwierigen Zeiten das Gebet zu suchen und auf Gottes Unterstützung zu vertrauen. 
  1. Gehorsam gegenüber göttlicher Führung: Als der Engel Alma befiehlt, nach Ammoniha zurückzukehren, folgt Alma sofort. Dies betont die Bedeutung des Gehorsams gegenüber göttlicher Führung und Offenbarung. 
  1. Gastfreundschaft und Nächstenliebe: Amuleks Bereitschaft, Alma aufzunehmen und zu unterstützen, zeigt die Bedeutung von Gastfreundschaft und Nächstenliebe. Dies erinnert uns daran, anderen in Not zu helfen und unsere Ressourcen zu teilen. 
  1. Gemeinschaft und Zusammenarbeit: Alma und Amulek arbeiten zusammen, um das Wort Gottes zu verkünden. Dies zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam für eine gute Sache zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. 
  1. Vertrauen auf göttlichen Schutz: Die Tatsache, dass Alma und Amulek vor Gefangenschaft und Tod bewahrt werden, lehrt uns, auf den Schutz und die Macht Gottes zu vertrauen, besonders wenn wir in seinem Dienst stehen. 
  1. Umkehr und Warnung: Die Botschaft an das Volk von Ammoniha, dass sie umkehren müssen, sonst wird Gottes Zorn über sie kommen, erinnert uns daran, dass Umkehr notwendig ist und dass es Konsequenzen für unser Handeln gibt. 

Diese Lehren aus Alma 8 können uns helfen, ein stärkeres und treueres Leben im Einklang mit Gottes Willen zu führen. 

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findechristus.org 

Samstag, 15. Juni 2024

Und immer Gott Dank zurückgebt für alles, was ihr empfangt

 

Jeder von uns hat viel, wofür er dankbar sein kann. Wir müssen nur innehalten und über unsere Segnungen nachdenken
(Bild: Quelle)

“Und nun möchte ich, dass ihr demütig seid und fügsam und sanft seid; leicht zu bewegen; voller Geduld und Langmut; maßvoll seid in allem; eifrig seid im Halten der Gebote Gottes zu allen Zeiten; um alles bittet, dessen ihr bedürft, sowohl geistig als auch zeitlich; und immer Gott Dank zurückgebt für alles, was ihr empfangt.” (Alma 7:23). 

  • Dieser Vers betont den Glauben der Gläubigen an die Botschaft, die Alma verkündet hat, und die Bestätigung dieses Glaubens durch den Heiligen Geist. Es zeigt die Bedeutung des Glaubens an göttliche Offenbarung und die Freude, die daraus entsteht, wenn die Menschen annehmen, was sie gehört haben. 

Eine Zusammenfassung von Alma 7:1-27:  

Alma 7:1-27 ist ein Abschnitt im Buch Mormon, in dem Alma, der Hohepriester, das Volk in der Stadt Gideon anspricht (siehe Karte). Er beginnt mit einer Erklärung, dass er aufgrund göttlicher Inspiration gekommen ist und nicht erwartet, dass sie seine Worte ablehnen, da sie sich in Rechtschaffenheit von den Bewohnern von Zarahemla unterscheiden. 

Alma betont, dass er von der Geburt und Mission Jesu Christi sprechen möchte. Er prophezeit, dass Christus von Maria geboren werden wird, die eine Jungfrau ist und von Gott auserwählt wurde. Jesus wird unter den Menschen wandeln, ihnen Heilung bringen und die Lasten ihrer Sünden tragen. Er wird alle Leiden, Schmerzen und Schwächen der Menschheit auf sich nehmen, damit er ihnen in ihren Prüfungen beistehen kann. 

Alma ermahnt die Menschen, sich zu dem Herrn zu wenden, ihre Sünden zu bereuen und den Pfad der Rechtschaffenheit zu wählen. Er beschreibt die Dringlichkeit dieser Botschaft und betont, dass der Tag des Gerichts nahe ist, an dem alle Menschen für ihre Taten Rechenschaft ablegen müssen. Er ermutigt sie, sich auf diesen Tag vorzubereiten und in Einklang mit den Geboten Gottes zu leben. 

Abschließend drückt Alma seine Freude darüber aus, dass sie in Rechtschaffenheit wandeln, und ermahnt sie, weiterhin im Glauben standhaft zu bleiben. Er segnet sie und wünscht ihnen den Frieden Gottes, bevor er seine Ansprache mit einem Amen beendet. 

Eine differenziertere Betrachtung: 

Alma 7:1,2: 
In Vers 1 von Alma 7 gibt es zwei schwierige Sätze. Der erste Satz besagt, dass Alma „zu euch kommen durfte.“ Die Frage hier ist nicht, warum er eine Erlaubnis brauchte, sondern was ihm die Erlaubnis gab. Diese Erlaubnis kam nicht von einer Autoritätsperson, sondern von der ausreichenden Freiheit von Verantwortung, die es ihm ermöglichte, zu kommen. In Vers 2 erklärt Alma, dass er durch das Aufgeben des Richterstuhls die Freiheit erlangte, zu kommen. 

Der zweite schwierige Satz in Vers 1 ist die Aussage, dass „ich daher versuche, euch in meiner Sprache anzusprechen.“ Diese Aussage könnte die Frage aufwerfen, warum Alma die Sprache erwähnt. Gab es einen Unterschied in der gesprochenen Sprache? Wahrscheinlich nicht, da Almas Vater aus dem gleichen Ort stammte wie die Leute in Gideon und sicherlich die gleiche Sprache sprach. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass diejenigen, die in das Land Nephi zurückkehrten, eine andere Sprache sprachen als die in Nephi. 

Obwohl es möglich ist, dass sich die gemeinsame Sprache in Zarahemla von der des Landes Nephi unterschied, ist es ebenso wahrscheinlich, dass sowohl das Volk Gideons als auch Alma selbst zweisprachig waren und sowohl die Sprache Zarahemla als auch die ältere Sprache der Nephiten aus dem Land Nephi sprachen. Der wichtigere Hinweis ist, wenn Alma sagt, dass er „durch die Worte meines Mundes“ spricht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass beide Sätze die Tatsache hervorheben sollen, dass er persönlich gekommen ist, und nicht die besondere Sprache, die er verwendet. 

Alma 7:3-5: 
Alma beginnt damit, einen Gegensatz zwischen den Menschen in der Stadt Gideon und den Menschen in der Stadt Zarahemla zu machen. In Zarahemla predigte er Umkehr. In Gideon jedoch freut er sich über die Rechtschaffenheit des Volkes. 

Alma spricht von großer Freude, als sie in Zarahemla Zeuge der Umkehr wurden. Diese Freude war das Ergebnis von Bedrängnissen und Kummer, die es erforderten, dass er ihnen nachdrücklich predigte. Er erklärt, dass er nach dem Geist Gottes Freude über das Volk von Gideon haben wird, ohne die Bedrängnisse und Sorgen. 

Was machte den Unterschied zwischen den beiden Städten aus? Das Volk von Gideon war entweder mit König Limhi in der Stadt Lehi-Nephi gewesen oder sie waren ihre Kinder. Während Alma das Volk von Zarahemla an die Macht Gottes erinnern musste, sie aus der Gefangenschaft zu befreien, hatte das Volk Gideon diese Erfahrung selbst durchlebt. Ihre Bekehrung war noch frisch und kraftvoll, im Gegensatz zu denen in Zarahemla, deren Errettung durch die Lamaniten im Land Nephi mehrere Generationen zurücklag. 

Alma 7:6-8: 
Der Geist bestätigte Alma, dass sich das Volk von Gideon nicht im Zustand des Abfalls befand wie viele in Zarahemla. Alma stellt den Kontrast zwischen den beiden Völkern dar und weist auf die besonderen Sünden hin, die sich in Zarahemla entwickelt hatten. Dies gibt uns ein Bild von dem, was in Zarahemla geschah, obwohl es in der Predigt selbst nicht erwähnt wurde. 

Alma predigte in Zarahemla über die Sünde des Stolzes und des Erhebens über andere. In Gideon sagt er, dass er darauf vertraut, dass sie keine Götzen anbeten. Der einzige Grund, dies zu erwähnen, ist, dass es möglicherweise auf viele in Zarahemla zutrifft. Somit haben wir die Bestätigung, dass eine konkurrierende religiöse Idee eingetreten war. 

Alma ermahnt die Menschen in Gideon, sich weiterhin von der Bosheit Zarahemlas zu trennen, indem sie den kommenden Messias verstehen und sich darauf vorbereiten. Dies ist in der nephitischen Religion das Wichtigste. Sie sollen sich vorbereiten, wie moderne Leser sich auf das nächste Kommen des Erlösers vorbereiten müssen. 

Alma 7:9-12: 
Der Geist sagte Alma, er solle dem Volk Gideon zurufen und zur Umkehr auffordern. Auch wenn sie nicht den dramatischen Abfall wie die in Zarahemla erlitten hatten, sagt der Geist zu Alma: "Schreit zu diesem Volk und sagt: Tut Buße." Während Zarahemla den Weg zurückfinden musste, muss Gideon den Weg weitergehen. 

Alma lehrt die Menschen von Gideon über den kommenden Messias, der ihre Schmerzen und Krankheiten auf sich nehmen und den Tod überwinden wird. Der Messias würde nicht nur von Sünde und Tod erlösen, sondern auch in diesem Leben beistehen. 

Alma 7:13-15: 
Alma ruft das Volk zur Umkehr und zur Taufe auf. Er betont, dass echte Umkehr und das Verständnis der Mission des Erretters zur Taufe führen sollten. Obwohl das Volk von Gideon bereits getauft war, könnten es neue Personen oder Kinder gegeben haben, die getauft werden mussten. Es könnte auch eine wiederholte Taufe als Symbol für die Erneuerung der Bündnisse gewesen sein. 

Alma 7:16-18: 
Alma legt zwei Bedingungen fest, um ewiges Leben zu erlangen: sich taufen lassen und die Gebote halten. Er fragt rhetorisch, ob sie daran glauben, weil der Geist ihm bereits bezeugt hatte, dass sie es tun. Er freut sich über ihren starken Glauben und den Unterschied zu den Menschen in Zarahemla. 

Alma 7:19-21: 
Alma sieht, dass das Volk von Gideon auf dem Weg der Gerechtigkeit ist, im Gegensatz zu denen in Zarahemla. Er betont das Jüngste Gericht zwischen Gut und Böse und den Weg der Rechtschaffenheit, der zu Gott führt. Nur Gutes und Reines wird in das Reich Gottes eingehen. 

Alma 7:22-25: 
Alma zählt die Eigenschaften auf, die Jünger Christi haben sollten: Bescheidenheit, Unterwürfigkeit, Sanftmut, Geduld, Maßhalten, Eifer in der Einhaltung der Gebote, Gebet und Dankbarkeit. Er betont die Wichtigkeit von Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe. Diese Eigenschaften führen zu einem Leben, das reich an guten Werken ist. 

Alma 7:26-27: 
Alma beendet seine Predigt mit einem Segen für das Volk von Gideon. Anstatt sie zur Umkehr aufzufordern, segnet er sie, ihre Häuser, Ländereien, Herden und Familien. Der Unterschied zu seiner Predigt in Zarahemla ist deutlich, wo er zur Umkehr aufrief. Hier zeigt er seine Freude über ihre Rechtschaffenheit und ermutigt sie, weiterhin dem Herrn treu zu sein. 

Aus Alma Kapitel 7 können wir mehrere wichtige Lektionen lernen, die sich auf spirituelle Prinzipien, Lebensführung und zwischenmenschliche Beziehungen beziehen. Hier sind die Hauptpunkte zusammengefasst: 

1. Freiheit durch Verantwortung 

Alma konnte zu den Menschen in Gideon kommen, weil er den Richterstuhl aufgegeben hatte. Dies zeigt, dass Freiheit und die Möglichkeit, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, oft aus der Befreiung von anderen Verantwortlichkeiten resultieren. Es unterstreicht die Bedeutung von Prioritäten und wie das Loslassen bestimmter Rollen uns in die Lage versetzen kann, andere wichtige Aufgaben zu übernehmen. 

2. Sprachgebrauch und persönliche Ansprache 

Alma betonte, dass er in seiner eigenen Sprache zu den Menschen spricht, was wahrscheinlich darauf hinweist, dass er die Bedeutung der persönlichen Ansprache und der direkten Kommunikation erkennt. Es erinnert uns daran, dass persönliche Begegnungen und direkte Kommunikation oft effektiver sind als abstrakte oder unpersönliche Botschaften. 

3. Unterschiede zwischen den Gemeinschaften 

Alma stellt einen klaren Kontrast zwischen den Menschen in Zarahemla und denen in Gideon her. Während die Menschen in Zarahemla Umkehr und eine Rückkehr zu den Wegen Gottes benötigten, waren die Menschen in Gideon bereits auf einem guten Weg. Dies lehrt uns, dass verschiedene Gemeinschaften und Individuen unterschiedliche Bedürfnisse und spirituelle Zustände haben und entsprechend unterschiedliche Belehrungen und Ermahnungen benötigen. 

4. Erinnerung an vergangene Erfahrungen 

Die Menschen in Gideon hatten eine frischere Erinnerung an ihre Befreiung aus der Knechtschaft und waren dadurch geistig stärker. Dies zeigt, wie wichtig es ist, sich an vergangene Erfahrungen und göttliche Eingriffe zu erinnern, um den eigenen Glauben und die Entschlossenheit zu stärken. 

5. Kontinuierliche Umkehr und Reinigung 

Alma ruft die Menschen in Gideon weiterhin zur Umkehr und zur Taufe auf, obwohl sie bereits gläubig und rechtschaffen waren. Dies unterstreicht, dass Umkehr und spirituelle Reinigung kontinuierliche Prozesse sind, die ständig erneuert werden müssen. 

6. Tugenden des christlichen Lebens 

Alma betont Tugenden wie Demut, Sanftmut, Geduld, Langmut, Mäßigung, eifrige Befolgung der Gebote Gottes, Dankbarkeit und das Bitten um Hilfe. Diese Eigenschaften sind entscheidend für ein rechtschaffenes Leben und zeigen uns, wie wir in unserer Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen wachsen können. 

7. Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe 

Alma erinnert die Menschen an die Wichtigkeit von Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe. Diese drei Grundtugenden sind zentral für das christliche Leben und helfen uns, in unserer Spiritualität und in unseren Beziehungen zu anderen zu wachsen. 

8. Segen für das ganze Leben 

Am Ende segnet Alma die Menschen, ihre Häuser, Ländereien, Herden und Familien. Dies zeigt, dass spirituelle Führer sich um das gesamte Wohlbefinden ihrer Gemeinschaft kümmern sollten, einschließlich materieller und familiärer Belange. 

Insgesamt lehrt uns Alma Kapitel 7, dass die persönliche und gemeinschaftliche Rechtschaffenheit ein kontinuierlicher Prozess ist, der Demut, Geduld, ständige Umkehr und die Ausübung grundlegender christlicher Tugenden erfordert. Es erinnert uns daran, dass wir stets bemüht sein sollten, uns zu verbessern und uns auf den Weg des Glaubens zu konzentrieren. 

Was unternimmst du, um Gott für alles zu danken, was er dir zukommen lässt? 

findechristus.org 

Freitag, 14. Juni 2024

Alma fing an, der Gemeinde, die im Tal Gideon aufgerichtet war, das Wort Gottes zu verkünden

 

Präsident Nelson, unser lebender Prophet Gottes. Verkündet dem Volk dessen Wort 
(Bild: Quelle)

“Und Alma ging hin und fing an, der Gemeinde, die im Tal Gideon aufgerichtet war, das Wort Gottes zu verkünden, gemäß der Offenbarung über die Wahrheit des Wortes, das von seinen Vätern gesprochen worden war, und gemäß dem Geist der Prophezeiung, der in ihm war, gemäß dem Zeugnis von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der kommen wird, um sein Volk von dessen Sünden zu erlösen, und der heiligen Ordnung, durch die er berufen war. Und so ist es geschrieben. Amen.” (Alma 6:8). 

Dieser Vers fasst die zentrale Botschaft zusammen, da er mehrere wichtige Aspekte betont: 

  1. Verkündigung des Wortes Gottes: Alma verkündet das Wort Gottes der Gemeinde im Tal Gideon. 
  1. Gemäß Offenbarung und Prophezeiung: Alma handelt gemäß der Offenbarung und dem Geist der Prophezeiung. 
  1. Zeugnis von Jesus Christus: Er bezeugt Jesus Christus, der kommen wird, um das Volk von seinen Sünden zu erlösen. 
  1. Heilige Ordnung: Alma handelt gemäß der heiligen Ordnung, durch die er berufen war. 

Dieser Vers zeigt somit die Essenz von Almas Mission und die Prinzipien, die seine Tätigkeit leiten: die Verkündigung des Evangeliums, das Zeugnis von Jesus Christus und die Befolgung göttlicher Offenbarung und Ordnung. 

Eine Zusammenfassung von Alma 6:1-8:  

Nachdem Alma seine Rede an die Kirche in Zarahemla beendet hatte, ordinierte er Priester und Älteste durch Handauflegen, damit sie die Kirche leiten und überwachen sollten. Alle, die nicht zur Kirche gehörten und von ihren Sünden umkehrten, wurden getauft und in die Kirche aufgenommen. Mitglieder, die nicht von ihrer Bosheit umkehrten und stolz blieben, wurden ausgeschlossen und ihre Namen aus dem Kirchenregister entfernt. Damit wurde die Ordnung der Kirche in Zarahemla wiederhergestellt. 

Das Wort Gottes war für alle zugänglich, und niemand wurde daran gehindert, sich zu versammeln, um es zu hören. Den Mitgliedern der Kirche wurde geboten, oft zusammenzukommen und durch Fasten und Gebet für das Wohl derer zu bitten, die Gott noch nicht kannten. Nachdem Alma diese Anordnungen getroffen hatte, verließ er die Gemeinde in Zarahemla und begab sich ins Tal Gideon (siehe Karte), wo er das Wort Gottes der dortigen Gemeinde verkündete. Er tat dies gemäß der Offenbarung, der Prophezeiung und dem Zeugnis von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, der kommen würde, um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen. 

*) Die Ordinierung von bevollmächtigten Dienern Gottes nach der Ordnung Gottes folgt spezifischen Schritten und Prinzipien, die in den heiligen Schriften und in der Praxis der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) sowie in anderen christlichen Traditionen festgelegt sind. Hier sind die allgemeinen Schritte und Prinzipien, die befolgt werden: 

Schritte zur Ordinierung: 

  1. Vorbereitung und Auswahl: 
  • Die Person, die ordiniert werden soll, wird durch Gebet und Inspiration ausgewählt. 
  • Oftmals gibt es bestimmte Qualifikationen und Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen (wie Glauben, moralischer Lebenswandel, Zeugnis von Jesus Christus). 
  1. Einladung zur Ordinierung: 
  • Der Ausgewählte wird gebeten, die Berufung anzunehmen. Dies kann in einem formellen Gespräch oder einer Versammlung geschehen. 
  1. Handauflegung: 
  • Die Ordinierung erfolgt durch Handauflegung. Mehrere bereits ordinierte und bevollmächtigte Diener legen ihre Hände auf den Kopf der Person, die ordiniert wird. 
  1. Gebet und Segnung: 
  • Einer der bevollmächtigten Diener spricht ein Gebet, in dem er die Person ordiniert und sie mit der Vollmacht und den Aufgaben versieht, die mit dem Amt verbunden sind. 

Prinzipien der Ordinierung: 

  1. Göttliche Berufung: 
  • Die Berufung zur Dienerschaft erfolgt durch göttliche Offenbarung und Inspiration. Diejenigen, die ordinieren, handeln im Namen und unter der Autorität Gottes. 
  1. Priestertumsvollmacht: 
  • Die Ordinierung erfolgt durch Personen, die die Priestertumsvollmacht tragen, die sie in einer ununterbrochenen Linie von früheren Trägern dieser Vollmacht erhalten haben. 
  1. Einheit und Gemeinschaft: 
  • Die Handauflegung und das gemeinsame Gebet symbolisieren die Einheit und Gemeinschaft der Glaubensgemeinschaft sowie die Unterstützung der ordinierten Person durch die Gemeinschaft. 
  1. Geistige Gaben und Aufgaben: 
  • Bei der Ordinierung wird oft der Wunsch geäußert, dass der ordinierte Diener mit geistigen Gaben und Fähigkeiten ausgestattet wird, die für seine neuen Aufgaben notwendig sind. 

Beispiel aus der Schrift: 

Ein Beispiel für die Ordinierung findet sich im Neuen Testament, als Paulus Timotheus die Hände auflegte, um ihn für seinen Dienst zu segnen (2. Timotheus 1:6; ein anderes Beispiel: Apostelgeschichte 6:6). 

Relevanz und Anwendung heute: 

In der heutigen Praxis der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage folgt die Ordinierung genau diesen Prinzipien und Schritten. Dies stellt sicher, dass die Person nicht nur durch menschliche Entscheidung, sondern durch göttliche Berufung und Autorität in ihren Dienst eingeführt wird. Die Handauflegung und das Gebet bei der Ordinierung symbolisieren die Übertragung von Vollmacht und geistiger Unterstützung, die für den erfolgreichen Dienst im Reich Gottes notwendig sind.

Eine differenziertere Betrachtung 

Alma 6:1-4: 

In den Versen 1-4 von Alma 6 geht es um folgende Ereignisse und Maßnahmen: 

  1. Ordinierung der Führer: Nachdem Alma seine Rede an das Volk der Kirche in Zarahemla beendet hatte, ordinierte er gemäß der Ordnung Gottes durch Handauflegen Priester und Älteste. Diese sollten die Kirche leiten und über sie wachen. 
  1. Aufnahme neuer Mitglieder: Menschen, die nicht zur Kirche gehörten, aber von ihren Sünden umkehrten, wurden getauft und in die Kirche aufgenommen. 
  1. Ausschluss unbußfertiger Mitglieder: Mitglieder der Kirche, die nicht von ihrer Bosheit umkehrten und sich nicht demütigten – besonders diejenigen, die in ihrem Stolz überheblich waren –, wurden aus der Kirche ausgeschlossen. Ihre Namen wurden aus dem Kirchenregister gelöscht, um sie nicht mit den Rechtschaffenen zu vermischen. 
  1. Wiederherstellung der Kirchenordnung: Durch diese Maßnahmen wurde die Ordnung der Kirche in Zarahemla wiederhergestellt. 

Lehren für uns heute: 

  1. Bedeutung der Führerschaft: Die Ordinierung von Priestern und Ältesten zeigt die Wichtigkeit einer ordnungsgemäßen Führung in der Kirche. Dies erinnert uns daran, dass geistliche Führung notwendig ist, um die Gemeinschaft zu leiten und zu unterstützen. 
  1. Wichtigkeit der Umkehr: Die Aufnahme neuer Mitglieder nach ihrer Umkehr betont, dass Umkehr und Taufe grundlegende Schritte im Glaubensweg sind. Es zeigt, dass die Kirche offen ist für alle, die bereit sind, ihre Fehler zu bereuen und sich zu ändern. 
  1. Selbstprüfung und Demut: Der Ausschluss unbußfertiger Mitglieder, besonders der Stolzen, lehrt die Notwendigkeit von Selbstprüfung und Demut. Es erinnert uns daran, dass Hochmut und Unbußfertigkeit hinderlich für ein spirituelles Leben sind und dass wir uns regelmäßig selbst überprüfen sollten. 
  1. Ordnung und Disziplin: Die Wiederherstellung der Kirchenordnung zeigt, wie wichtig Struktur und Disziplin in der Gemeinschaft sind. Es betont, dass Ordnung notwendig ist, um ein harmonisches und funktionierendes Gemeindeleben zu gewährleisten. 

Diese Prinzipien können uns helfen, unsere eigene spirituelle Praxis zu verbessern und die Gemeinschaft, in der wir leben, zu stärken. 

Alma 6:5-6: 
In den Versen 5-6 von Alma 6 geht es um folgende Ereignisse und Maßnahmen:  

Vers 5: Das Wort Gottes wurde allen Menschen zugänglich gemacht, und niemand wurde daran gehindert, sich zu versammeln, um das Wort Gottes zu hören. Dies betont die Offenheit und Zugänglichkeit der Lehre. 

Vers 6: Den Gläubigen wurde geboten, sich häufig zu versammeln und durch Fasten und Gebet für das Wohl derjenigen zu beten, die Gott noch nicht kannten. Dies unterstreicht die Wichtigkeit des gemeinschaftlichen Gebets und der Fürsorge für andere. 

Lehren für uns heute: 

  1. Offenheit und Inklusion: Die Tatsache, dass das Wort Gottes für alle zugänglich war und niemand daran gehindert wurde, es zu hören, lehrt uns die Wichtigkeit der Offenheit und Inklusion in unserer eigenen spirituellen Praxis und Gemeinschaft. Wir sollten bestrebt sein, alle Menschen einzuladen und ihnen Zugang zu spirituellen Lehren und Gemeinschaft zu ermöglichen. 
  1. Gemeinschaftliches Gebet und Fasten: Die Aufforderung, sich häufig zu versammeln und gemeinsam zu beten und füreinander zu fasten, zeigt die Kraft des gemeinschaftlichen Gebets und der Unterstützung durch das Fasten. Es erinnert uns daran, dass wir regelmäßig zusammenkommen sollten, um unsere Spiritualität zu stärken und füreinander zu beten und zu Fasten, besonders für diejenigen, die spirituelle Unterstützung benötigen. 
  1. Fürsorge für andere: Die Betonung auf Gebet und Fasten für das Wohl derer, die Gott noch nicht kennen, lehrt uns Mitgefühl und Fürsorge für andere. Es zeigt, dass wir nicht nur für uns selbst beten sollten, sondern auch für das spirituelle Wohl und die Errettung anderer Menschen. 
  1. Regelmäßige spirituelle Praxis: Die Ermahnung, oft zusammenzukommen, betont die Wichtigkeit einer regelmäßigen spirituellen Praxis. Dies kann uns motivieren, in unserem eigenen Leben konsequente Zeiten für Gebet, Meditation und gemeinschaftliche Aktivitäten einzuplanen. 

Diese Lehren können uns helfen, eine offenere, mitfühlendere und spirituell stärkere Gemeinschaft zu schaffen und unser eigenes spirituelles Leben zu bereichern. 

Alma 6:7-8: 
In den Versen 7-8 von Alma 6 geht es um folgende Ereignisse und Maßnahmen: 

Vers 7: Nachdem Alma die Anordnungen in Zarahemla getroffen hatte, verließ er die Stadt und ging in das Tal Gideon, das nach einem Mann benannt war, der von Nehor getötet worden war. In diesem Tal war eine Stadt mit dem gleichen Namen erbaut worden. 

Vers 8: Alma begann, der Gemeinde im Tal Gideon das Wort Gottes zu verkünden. Er tat dies gemäß der Offenbarung und Prophezeiung, die er empfangen hatte, und bezeugte Jesus Christus, der kommen würde, um sein Volk von dessen Sünden zu erlösen. 

Lehren für uns heute: 

  1. Bereitschaft zur Mission: Alma verlässt Zarahemla, um auch anderen Gemeinden das Wort Gottes zu verkünden. Dies zeigt seine Hingabe und Bereitschaft, seinen Wirkungskreis zu erweitern und das Evangelium weiter zu verbreiten. Wir können daraus lernen, dass es wichtig ist, unsere Komfortzone zu verlassen und bereit zu sein, unsere Überzeugungen und Hilfe mit anderen zu teilen, egal wo sie sich befinden. 
  1. Kontinuität im Dienst: Obwohl Alma bereits in Zarahemla gearbeitet hat, hört er nicht auf, sondern setzt seine Bemühungen in einer anderen Stadt fort. Dies lehrt uns die Bedeutung von Ausdauer und Kontinuität im Dienst. Wir sollten nicht aufhören, Gutes zu tun, selbst wenn wir bereits viel erreicht haben, sondern weiterhin nach Möglichkeiten suchen, anderen zu dienen und unsere Botschaft zu verbreiten. 
  1. Anpassung an neue Umgebungen: Alma passt sich einer neuen Umgebung an, indem er ins Tal Gideon geht. Dies zeigt die Fähigkeit, sich an neue Orte und Herausforderungen anzupassen, während man seiner Mission treu bleibt. Wir können daraus lernen, flexibel und anpassungsfähig zu sein, wenn wir uns in neuen Situationen oder Umgebungen befinden, ohne unsere Grundwerte und Ziele aus den Augen zu verlieren. 
  1. Verkündigung der Wahrheit: Alma verkündet das Wort Gottes gemäß der Offenbarung und Prophezeiung und bezeugt Jesus Christus. Dies unterstreicht die Bedeutung, die Wahrheit und die Lehren, die wir empfangen haben, mutig und klar weiterzugeben. Es lehrt uns, dass wir aufrichtig und fest in unserem Glauben sein sollten, wenn wir unsere Überzeugungen teilen, und stets die Botschaft von Liebe und Erlösung durch Jesus Christus im Mittelpunkt unserer Kommunikation halten sollten. 
  1. Zeugnis von Christus: Almas Fokus auf das Zeugnis von Jesus Christus erinnert uns daran, dass Christus im Mittelpunkt unseres Glaubens und unserer Lehre stehen sollte. Wir sollten uns bemühen, sein Leben und seine Lehren zu studieren, zu verstehen und in unserem eigenen Leben widerzuspiegeln und dies auch anderen zu vermitteln. 

Diese Lehren können uns dazu inspirieren, in unserem eigenen Leben aktiv und ausdauernd zu sein, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren und das Evangelium von Jesus Christus mit Mut und Klarheit zu teilen. 

Was bedeutet es für dich, dass das Wort Gottes durch berufene Diener verkündigt wird? 

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