Freitag, 7. August 2020

Ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig

 

(Bild: Quelle)

Moroni lässt uns wissen: „Siehe, ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig, und doch seid ihr es nicht. Aber siehe, Jesus Christus hat euch mir gezeigt, und ich weiß, was ihr tut.“ (Mormon 8:35).

Ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig. Als Nephi, der Sohn Lehis, seiner Freude über die Worte Jesajas Ausdruck verleiht, sagt er auch, dass was er schreibt, von Generation zu Generation weitergegeben werden wird, solange die Erde besteht, damit die Nachkommen Josephs, des Josephs, der von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde, niemals zugrunde gehen würden (2. Nephi 25:21-22).

Diese Aussage Moronis und Nephis muss uns doch aufhorchen lassen, aufmerksam werden lassen auf das, was die Propheten vor Alters geschrieben haben. Können wir doch sicher sein, dass es sich nicht um Lehren für das Altertum handelt, sondern um Lehren, mit direktem, aktuellem, Bezug auf uns. Elder L. Tom Perry sagte dazu folgendes: „Warum ist es heute für uns von so großer Bedeutung, das Buch Mormon zu lesen? Weil den wichtigsten Verfassern des Buches Mormon völlig klar war, dass sie vor allem für die Menschen einer künftigen Generation und nicht für die Menschen ihrer eigenen Generation schrieben. Moroni richtete folgende Worte an unsere Generation: „Ich spreche zu euch, als seiet ihr gegenwärtig.“ (lies hier). Ich bin begeistert, dass der Herr vor für uns so langer Zeit, Propheten angewiesen hat, an uns zu denken und für uns Worte des Heils, aber auch der Warnung, zu schreiben. So sehe ich es als Undankbar an, mich nicht mit diesem Buch zu befassen.

Was gibt dir dieses Buch, dessen Worte aus dem Staube zu uns sprechen?

Donnerstag, 6. August 2020

Der Herr hat mir Großes und Wunderbares in Bezug auf das gezeigt, was in Kürze kommen muss

Große und wunderbare Werke von Menschen
(Bild: Quelle)

Moroni spricht zu uns in der heutigen Zeit: „Siehe, der Herr hat mir Großes und Wunderbares in Bezug auf das gezeigt, was in Kürze kommen muss, an jenem Tag, da dieses hier unter euch hervorkommen wird.“ (Mormon 8:34)

Der Herr hat mir Großes und Wunderbares in Bezug auf das gezeigt, was in Kürze kommen muss. Wie im weiteren Verlauf des Verses zu erkennen, ist unsere Evangeliumszeit gemeint, die Zeit, in der das Buch Mormon hervorkommen, und die Kirche des Sohnes Gottes wieder aufgerichtet werden sollte.

In dieser Zeit soll also `Großes und Wunderbares´ geschehen. Als Nephi seinen Bericht über sein Volk beginnt, berichtet er, dass sein Vater „… viel Großes und Wunderbares gelesen und gesehen hatte, …“ und dass er vieles zum Herren rief, „… wie etwa: Groß und wunderbar sind deine Werke, o Herr, allmächtiger Gott! Dein Thron ist hoch in den Himmeln, und deine Macht und Güte und Barmherzigkeit sind über allen Bewohnern der Erde; und weil du barmherzig bist, wirst du nicht zulassen, dass die zugrunde gehen, die zu dir kommen!“ (1. Nephi 1:14). Diese Erfahrungen dürfen wir heute auch haben. War es nicht `groß und wunderbar´, wie Gott Vater und sein Sohn das Gebet eines einfachen vierzehnjährigen Bauernjungen mit ihrem persönlichen Besuch beantworteten (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17)? War es nicht etwas `Großes und Wunderbares´, dass diesem jungen Joseph Smith im Laufe der weiteren Jahre viele Engel erschienen, um ihn zu unterweisen und ihm göttliche Vollmacht zu übertragen, angefangen mit dem Engel Moroni, demjenigen nun auferstandenen Moroni, der die obige Aussage etwa 421 n. Chr. tätigte und dann die nephitischen Schriften im Hügel verbarg, und nun selber Teil dessen wurde, was er vorhersagte (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:33). Ist es nicht `groß und wunderbar´, dass dieses Buch seit seiner Veröffentlichung im Jahre 1830, unzähligen Menschen den Weg zu Jesus Christus gewiesen hat, den Weg zur Errettung aus unserem gefallenen Zustand (Mosia 16:4)? Wie dankbar müssen wir doch Gott sein, für seine Güte und Langmut, die er uns Sündern entgegenbringt!

Welch `Großes und Wunderbares´ fällt dir in diesem Zusammenhang noch ein, für das du dankbar bist?

Mittwoch, 5. August 2020

O ihr schlechtes und frevelhaftes und halsstarriges Volk

(Bild: Quelle)

Moroni sagt zu uns in der Zeit des Hervorkommens der nephitischen Schriften: „O ihr schlechtes und frevelhaftes und halsstarriges Volk, warum habt ihr Kirchen für euch selbst errichtet, um Gewinn zu erlangen? Warum habt ihr das heilige Wort Gottes umgewandelt, sodass ihr Verdammnis über eure Seele bringt? Siehe, blickt auf die Offenbarungen Gottes; denn siehe, die Zeit kommt an jenem Tag, da sich dies alles erfüllen muss.“ (Mormon 8:33).

O ihr schlechtes und frevelhaftes und halsstarriges Volk. Moroni spricht zu unserer Generation – zur Generation dieser letzten Evangeliumszeit vor dem zweiten Kommen des Herrn, die mit der Wiederherstellung der Kirche des Sohnes begann, wenn er uns anklagt, schlecht, frevelhaft und halsstarrig zu sein, Kirchen ohne die Vollmacht des Herrn zu Geschäftszwecken zu errichten, und dabei das Wort Gottes zu verdrehen.

Dabei kommt Priesterlist zum Tragen (3. Nephi 16:10). Menschen predigen ihr eigenes Evangelium und geben sich als legitimierte Führer aus, um Gewinn und Lob einzufahren, trachten dabei aber nicht nach dem Wohlergehen Zions, des Volkes Gottes (1. Petrus 5:2). Aus der Bibel wurden viele klare und kostbare Lehren herausgenommen oder verfälscht, sodass überaus viele stolpern und Satan große Macht über sie erlangt (1. Nephi 13:26-29), wodurch Verdammnis über die Menschheit kommen wird, ein Zustand ohne Fortschritt. In diesem Zustand wird einem der Zugang zur Gegenwart Gottes und seiner Herrlichkeit verwehrt. Was ich tun muss, um diesem Zustand zu entrinnen? Ich muss Umkehr üben, mich taufen lassen, weitere Bündnisse mit dem Herrn eingehen und im Bemühen, die Gebote des Herrn zu halten, bis ans Ende meines Erdenlebens ausharren (Lehre und Bündnisse 84:74).

Was meinst du, wer hier von Moroni in dieser Weise angesprochen wird?

Dienstag, 4. August 2020

Für dein Geld werden dir deine Sünden vergeben werden

(Bild: Quelle)

Weitere Ereignisse, die Begleiterscheinungen des Hervorkommens der nephitischen Schriften sein werden sagt Moroni voraus: „Ja, es wird an einem Tag kommen, da Kirchen errichtet sein werden, die sprechen: Komm zu mir, und für dein Geld werden dir deine Sünden vergeben werden.“ (Mormon 8:32)

Für dein Geld werden dir deine Sünden vergeben werden.

Bei dieser Aussage des Moroni muss ich unweigerlich an den Ablasshandel denken. Nur dieser entwickelte sich schon Ende des 12. Jahrhunderts und wurde um 1562 wieder verboten und ab 1567 sogar mit der Strafe der Exkommunikation belegt. Bei den Gläubigen wurde vom Klerus Angst vor einem jenseitigen Strafgericht aufgrund sündhaftem Lebenswandel aufgebaut. Durch detaillierte Ausmalung der Höllenqualen solcher zu erwartender Strafen wurde die Angst geschürt und über lange Zeit stabilisiert, und die Bereitschaft sich davon durch Zahlung von Geld freizukaufen stark erhöht. Diese Art des Handels wurde zu einer lukrativen Einnahmequelle des Klerus. Auf einem Ablasspapier wurde die sündige Tat, die gezahlte Summe und die Zusicherung der Vergebung vermerkt, die selbst ohne persönliche Reue seitens des Betroffenen gewährt wurde. Sogar ihre Verstorbenen konnten die Angehörigen auf diese Art von deren Sünden aus dem `Fegefeuer´freikaufen. Daher kommt auch der Spruch: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.“ Ich bin dankbar, dass ich die wahre Lehre der Sündenvergebung kenne. Sie basiert auf dem Sühnopfer Jesu und meiner ständigen Bereitschaft zur Umkehr (Glaubensartikel 1:3-4). Ich kann mich nicht durch eine festgelegte Summe Geldes von einer begangenen Sünde freikaufen, erst recht nicht schon im Voraus und ebenso wenig für meine Vorfahren. Zu ihrem Wohlergehen kann ich aber tatsächlich etwas wichtiges beitragen, das aber in den Tempeln der Kirche des Sohnes!

Wie verstehst du diese Aussage Moronis?

Montag, 3. August 2020

Tue dies oder tue das, und es macht nichts, denn der Herr wird so jemanden am letzten Tag unterstützen

(Bild: Quelle)

Moroni zählt weitere Begleiterscheinungen in Zusammenhang mit dem Erscheinen des Buches Mormon auf: „Ja, es wird an einem Tag kommen, da es auf dem Antlitz der Erde große Verunreinigungen geben wird; da wird es Mord geben und Raub und Lügen und Täuschungen und Hurerei und allerart Gräuel; da wird es viele geben, die sprechen: Tue dies oder tue das, und es macht nichts, denn der Herr wird so jemanden am letzten Tag unterstützen. Aber weh ihnen, denn sie sind in der Galle der Bitternis und in den Banden des Übeltuns.“ (Mormon 8:31).

Tue dies oder tue das, und es macht nichts, denn der Herr wird so jemanden am letzten Tag unterstützen.

Moroni sagte voraus, dass es in unserer Zeit, in der Zeit des Hervorkommens des Buches Mormon, Menschen geben würde, die Gräueltaten rechtfertigen würden, und sogar sagen würden, dass der Herr solcherlei Handeln unterstützen würde. Nephi, der Sohn Lehis, hat dieses Thema auch schon etwa 970 Jahre vorher angeschnitten und hat uns gewarnt, dass dies falsche, unnütze und törichte Lehren seien (2. Nephi 28:8-9). Ich darf auf solche `törichten und blinden Führer´ nicht hereinfallen, auch wenn ihre Lehre noch so verlockend klingen mag. Ich fühle mich in der `Finsternis´ nicht wohl (Helaman 13:29), auch möchte ich `die Galle der Bitternis´ nicht kosten, denn sie ist ein Zustand, „… der der Natur des Glücklichseins entgegen ist.“ (Alma 41:11).

Was stellst du dir unter der `Galle der Bitternis´ vor?

Sonntag, 2. August 2020

Es wird an einem Tag kommen, da es auf dem Antlitz der Erde große Verunreinigungen geben wird

Plastik im Meer: die Wegwerf-Gesellschaft. (Foto: Getty Images)
(Bild: Quelle)

Moroni zählt weitere Begleiterscheinungen in Zusammenhang mit dem Erscheinen des Buches Mormon auf: „Ja, es wird an einem Tag kommen, da es auf dem Antlitz der Erde große Verunreinigungen geben wird; da wird es Mord geben und Raub und Lügen und Täuschungen und Hurerei und allerart Gräuel; da wird es viele geben, die sprechen: Tue dies oder tue das, und es macht nichts, denn der Herr wird so jemanden am letzten Tag unterstützen. Aber weh ihnen, denn sie sind in der GallederBitternis und in den Banden des Übeltuns.“ (Mormon 8:31).

Es wird an einem Tag kommen, da es auf dem Antlitz der Erde große Verunreinigungen geben wird

Das es auf der Erde große Verunreinigungen geben wird, kann unterschiedlich verstanden werden. Es könnten physikalische Verunreinigungen gemeint sein, aber auch geistige. Beides haben wir in unserer Zeit zuhauf.

  • Physikalische Verunreinigungen
    Schauen wir uns nur die Müllberge an, die wir aufgrund unseres ungebremsten Konsumverhaltens und unserer Wegwurfmentalität produzieren. Und wie sehen die Meere aus? Übersät mit Plastik. Alles nicht gerade gesundheitsförderlich für die Natur, die uns der Herr zum Bearbeiten übergeben hat (1. Mose 1:28; Köstliche Perle Mose 2:22,28). Haben wir da etwa etwas missverstanden? Elder Joseph W. Sitati von den Siebzigern klärt uns auf: „Sich die Erde untertan zu machen und über alles Lebendige zu herrschen, bedeutet, alles so zu lenken, dass es den Willen Gottes erfüllt und seinen Kindern zum Nutzen ist.“ (siehe hier).
  • Geistige Verunreinigungen
    Präsident Dallin H. Oaks sagte als damaliges Mitglied des Kollegiums der Zwölf: „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum ersten Mal profane und vulgäre Ausdrücke um mich herum gehört habe. Ich nehme an, es war von Erwachsenen auf dem Hof ​​oder in der Kaserne. Heute hören unsere jungen Leute solche Äußerungen von Jungen und Mädchen in ihren Grundschulen, von Schauspielern auf der Bühne und im Film, von populären Romanen und sogar von Beamten und Sporthelden. Fernsehen und Videobänder bringen Obszönität und Vulgarität in unsere Häuser. Für viele in unserer Zeit ist das Profane alltäglich geworden und das Vulgäre akzeptabel geworden. Dies ist sicherlich eine Erfüllung der Prophezeiung des Buches Mormon, dass es in den letzten Tagen „große Verschmutzungen auf der Erde geben wird“. (siehe hier), und er rät uns im nächsten Absatz: „Dem Volk Gottes wurde immer geboten, sich einer profanen oder vulgären Sprache zu enthalten. Heilige der Letzten Tage sollten verstehen, warum.“
    Ich bemühe mich nach besten Kräften beide Arten von Verunreinigungen zu vermeiden.

Was unternimmst du, um diese `großen Verunreinigungen´ zu vermeiden?

Samstag, 1. August 2020

Man wird auch von Kriegen, Kriegsgerüchten und Erdbeben an verschiedenen Orten hören

(Bild: Quelle)

Es geht weiter um die Umstände des Hervorkommens des Buches Mormon: „Ja, es wird an einem Tag kommen, da man von Feuer und Unwettern und Rauchschwaden in fremden Ländern hören wird; 30  und man wird auch von Kriegen, Kriegsgerüchten und Erdbeben an verschiedenen Orten hören.“ (Mormon 8:29-30).

Man wird auch von Kriegen, Kriegsgerüchten und Erdbeben an verschiedenen Orten hören.

Moroni teilt uns mit, dass der Bericht der Nephiten begleitet von diversen Ereignissen hervorkommen wird. In diesen zwei Versen spricht er von:

  • Feuer
    Erleben wir nicht auf der ganzen Erde verteilt riesige Flächenbrände, verursacht durch Trockenheit, Brandstiftung und Brandrodung?
  • Unwetter
    Sind wir nicht auf der ganzen Erde geplagt von Unwettern jeglicher Art, verursacht u. a. durch Klimawandel?
  • Rauchschwaden
    Steigen nicht aufgrund von Vulkanausbrüchen Rauchschwaden zum Himmel empor, die sogar großflächig die Luftfahrt behindern?
  • Kriege und Kriegsgerüchte
    Haben wir nicht auf der ganzen Erde Kriegsherde und werden nicht immer wieder Kriege angedroht?
  • Erdbeben
    Von Erdbeben sind wir weltweit auch nicht gerade verschont.

Ich sehe also ganz eindeutig, dass der Tag des Hervorkommens der nephitischen Berichte mit all den nicht nur von Moroni vorhergesagten Ereignissen begleitet ist (Beispielhaft: 1. Nephi 19:11), viele andere Ereignisse warten noch auf ihr Eintreffen (Beispielhaft: Joel 3:1-5; Matthäus 24:6).

Welche Zeichen hast du schon miterlebt, die für diese Zeit des Hervorkommens des Buches Mormon vorhergesagt wurden?