Dienstag, 13. Mai 2014

Der Herr der Heerscharen mustert die Kampfscharen

„Der Lärm der Schar auf den Bergen so wie von einem großen Volk, ein heftiges Getöse von den Königreichen von versammelten Nationen; der Herr der Heerscharen mustert die Kampfscharen.“ (2. Nephi 23:4; vergleiche Jesaja 13:4).
Auch diese Aussage Jesajas verstehe ich wieder in doppelter Hinsicht:
  • Die tatsächliche Vernichtung
    wie sie mit Jerusalem 587 v. Chr., später mit Babylon und auch mit allen anderen götzendienerischen Völkern geschah: „Denn ich versammle alle Völker zum Krieg gegen Jerusalem. Die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert, die Frauen geschändet. Die Hälfte der Stadt zieht in die Verbannung; aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt vertrieben. 3 Doch dann wird der Herr hinausziehen und gegen diese Völker Krieg führen und kämpfen, wie nur er kämpft am Tag der Schlacht.“ (Sacharja14:2-3). Ein Bündnis von Medern und Persern unter Kyrus staute den Euphrat und ging durch das Flussbett bis vor die Mauern Babylons, nahm die Stadt ein und stürzte schließlich 583 v. Chr. das Reich.
  • Die Vernichtung aller Schlechten
    des geistigen Babels (Lehre und Bündnisse 133:14), beim zweiten Kommen durch seine berufenen Diener, seine geistigen Kampfschaaren mittels seines Wortes (Maleachi 3:2; 3. Nephi24:2).
Der Herr der Heerscharen mustert die Kampfscharen. Wir leben in einer Zeit, in der Babel - das Schlechte der Welt - mehr und mehr die Oberhand gewinnt. Was können du und ich als Teil der `Kampfscharen´ des Herrn, die er zusammengerufen hat, zusammenruft und in Zukunft noch zusammenrufen wird, in der Schlacht gegen das Böse tun? Wir können, dem Beispiel Jesu folgend, beständig Gutes tun (Apostelgeschichte 10:38), dem Ruf der lebenden Propheten nach mehr würdigen Missionaren folgen und unser Banner hochhalten so dass unsere Umgebung sich eingeladen fühlt, zu Christus zu kommen.

Videoclip „Springen Sie auf die Welle auf“ (die ersten 60 Sekunden oder lies den ersten Abschnitt. Wenn du willst, natürlich die ganze Ansprache)


Montag, 12. Mai 2014

Wir glauben an die Bibel, soweit sie richtig übersetzt ist

„Ich habe meine Geheiligten aufgeboten, ich habe auch meine Mächtigen gerufen; denn mein Zorn ist nicht auf denen, die sich an meiner Hoheit freuen.“ (2. Nephi 23:3). Auch hier der direkte Vergleich mit der Einheitsübersetzung: „Ich selbst habe meine heiligen Krieger aufgeboten, ich habe sie alle zusammengerufen, meine hochgemuten, jauchzenden Helden, damit sie meinen Zorn vollstrecken.“ (Jesaja 13:3).
Ein auffälliger Unterschied ist im letzten Satzteil zu finden. Im Buch Mormon heißt es, dass der Zorn des Herrn nicht auf denen ruht, die seine Vollmacht anerkennen, während in der Einheitsübersetzung gesagt wird, dass sein Zorn vollstreckt werden soll. Bei richtiger Interpretation sehe da aber keine Widersprechung: Denen, die seine Vollmacht anerkennen, ist er nicht zornig, an denen, die seine Vollmacht nicht anerkennen, wird er seinen Zorn durch die von ihm berufenen Diener vollstrecken lassen.
Im achten Glaubensartikel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird zum Ausdruck gebracht: „Wir glauben, dass die Bibel, soweit richtig übersetzt, das Wort Gottes ist; wir glauben auch, dass das Buch Mormon das Wort Gottes ist.“ Die heute betrachtete Schriftstelle des Jesaja zeigt dies beispielhaft auf.
Wie dankbar bin ich für die wiederhergestellte Wahrheit des Evangeliums Jesu Christi durch Joseph Smith. Er wurde von Gott dazu berufen und auserwählt in diesen letzten Tagen, vor dem zweiten Kommen Jesu Christi, seine Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, wieder zu organisieren und damit die letzte Evangeliumsdispensation (nach jedem Abfall vom Glauben wurde eine neue Evangeliumsdispenation eröffnet) einzuleiten. Die letzte, weil das Evangelium nie mehr von der Erde genommen werden wird bis Christus wiederkommt und seine Herrschaft antreten wird (Lehre und Bündnisse13:1).

Die Glaubensartikel (Quelle)

Sonntag, 11. Mai 2014

Hisst ein Banner auf hohem Berge

Wenn man vielen Menschen etwas bekannt machen will, so platziert man die Information an exponierter Stelle, etwa dort, wo viele Menschen vorbei kommen an erhöhter und auffälliger Stelle. Du wirst sicherlich schon Sportflugzeuge über dir kreisend gesehen haben mit einem Werbebanner.
So in etwa beschreibt auch Jesaja den Auftrag des Herrn an seine Nachfolger: „Hisst ein Banner auf hohem Berge, ruft ihnen mit lauter Stimme zu, winkt mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Edlen.“ (2. Nephi 23:2). Auch hier macht es Sinn, gleich Jesaja 13:2 danebenzustellen: „Stellt auf einem kahlen Berg ein Feldzeichen auf, erhebt die Stimme und ruft meine Helden herbei! Winkt mit der Hand: Sie sollen einziehen durch die Tore der Edlen.“
Nachfolgend meine Interpretation dieser Aufforderung des Herrn an uns durch Jesaja:
  • Hisst ein Banner/ein Feldzeichen aufstellen
    Mit dem Banner hissen bzw. Feldzeichen aufstellen, ist die Aufrichtung des Evangelium Jesu Christi in diesen letzten Tagen durch diejenigen gemeint, die der Herr hierzu berufen hat, beruft und noch berufen wird (2. Nephi 15:26; herbeipfeift).
  • Auf hohem Berge/kahlem Berg
    Das Evangelium soll so gepredigt werden, dass möglichst alle Menschen davon Kenntnis nehmen können, heutzutage z.B. mittels der Möglichkeit des Internets, der Satellitennutzung, sonstiger moderner Massenmedien.
  • Mit lauter Stimme zurufen/meine Helden herbeirufen
    Dies könnten z.B. die Aufrufe der Propheten sein, dass sich mehr Freiwillige melden sollen, um das Evangelium der gesamten Menschheit auf diesem Erdball zu predigen. Seine Helden könnten die Missionare sein.
  • Winkt mit der Hand
    Die ausgesandten Missionare legen allen die sie treffen Zeugnis ab und laden die Menschheit ein mit dem Herrn ein Bündnis einzugehen, sie winken sie sozusagen heran.
  • Durch die Tore der Edlen einziehen
    Wenn die so Herbeigewunkenen sich dann taufen lassen, treten sie durch das enge Tor der Edlen ein in das Reich Gottes (Matthäus 7:14).
Hisst ein Banner auf hohem Berge. Gerne folge ich dem Ruf Präsident von David O. McKays (*1873 +1979) „Jedes Mitglied ein Missionar“. Ich bin dankbar, dass ich dies u.a. in der Weise machen kann, indem ich diesen Blog führe. Wie hisst du das Banner?

David O. McKay (9. Präsident der
Kirche Jesu Christi der Heiligen
der Letzten Tage)

Samstag, 10. Mai 2014

Die Bürde auf Babylon?

Ist es dir auch schon mal so vorgekommen, als wenn der Staat dir eine hohe Bürde auferlegt hat, indem er die Steuern drastisch erhöhte und du unter dieser Last unzufrieden warst? So geschehen in Norderstedt, wie das Hamburger Abendblatt unter dem Titel "Politik beschließt drastische Steuererhöhung“ berichtet (Quelle).
Im 2. Nephi 23:1 spricht Jesaja auch davon, dass er eine Bürde hat kommen sehen: „Die Bürde auf Babylon, die Jesaja, der Sohn des Amoz, gesehen hat.“ (vergleiche Jesaja 13:1, hier heißt der Beginn „Ausspruch über Babel ...“).
  • Bürde
    Jemandem eine Bürde aufladen bedeutet, ihn eine schwere Last tragen oder ertragen zu lassen. Wir erkennen, dass es sich hierbei um etwas nichtfreiwilliges handelt. Der Staat erlässt z.B. Steuern. Diese sind für die Bürger ggf. eine Belastung, eine Bürde.
  • Babylon
    Wie bei Jesaja üblich handelt es sich hier auch wieder um eine Doppelsinnigkeit. Einerseits ist die Provinz Assyriens darunter zu verstehen, andererseits aber auch die ganze schlechte Welt (Offenbarung 17:5).
  • Amoz
    Über Amoz erfahren wir in der Bibel nichts weiter, als dass er der Vater des Propheten Jesaja war. Es gibt eine Tradition im Talmut: Wenn der Name des Vaters eines Propheten genannt wird, so war auch dieser ein Prophet. Rabbiner nehmen aus diesem Grund an, dass auch Amoz ein Prophet war.
Die Bürde auf Babylon? Jesaja sagt im Kapitel 13 also etwas voraus, woran Babylon schwer zu tragen haben wird. Sowohl die Provinz. als auch alle Schlechtigkeit der Welt wird schließlich vernichtet werden. Etwa 120 v. Chr. verfällt Babel allmählich, bis es schließlich ganz in Vergessenheit versinkt (Jeremia 51: 1-2). So wird auch zu gegebener Zeit all das Schlechte auf der Welt ausgelöscht werden. Das eine ist vor langer Zeit schon eingetreten, das andere wird noch eintreten! Also versuche ich auf die Worte Jesajas zu achten, denn er spricht genauso auch zu dir und mir heute. Ich tue gut daran, mich vom Schlechten der Welt zu entfernen, sonst werde auch ich eines Tages vernichtet werden. Wie stehst du dazu?
Bevor das Rad erfunden wurde,
musste man schwere Lasten mit großer
Mühe ziehen, tragen oder heben (
Quelle)

Freitag, 9. Mai 2014

Denn er hat Vortreffliches getan

Der Südkurier berichtete in einem Artikel unter dem Titel „Sie haben Hervorragendes geleistet“: „Ohne das Ehrenamt könnten wir vieles nicht bewegen“, begrüßte Bürgermeister Gallus Strobel die Vertreter der Gemeinderäte, der Pfarrgemeinden und der Vereine zum Ehrenamtstag im Kurhaus. Dem überdurchschnittlichen Einsatz Einzelner gebühre Anerkennung und Respekt, betonte Gallus Strobel, „da wurde ganz Hervorragendes geleistet“. Besonders herzliche Worte fand er für die drei Männer, die er mit der Landesehrennadel auszeichnen durfte. (Quelle)
Wenn schon Menschen für hervorragende Leistungen geehrt werden, wie viel mehr steht es denn demjenigen zu, der ALLES für sein Volk getan hat, noch tut und auch noch tun wird: „Lobsingt dem Herrn, denn er hat Vortreffliches getan; das ist bekannt auf der ganzen Erde. 6  Jauchze und juble, du Einwohner Zions; denn groß ist der Heilige Israels in deiner Mitte.“ (2. Nephi 22:5-6; vergleiche Jesaja 12:5-6).
Ihm, der während des Millenniums mitten unter seinem Volk regieren wird, kann nicht genügend Lob, Ehr und Preis gesungen werden für das, was er einem jeden von uns, die wir hier über die Erde gehen durften, als freiwilligen Dienst geleistet hat!
Denn er hat Vortreffliches getan. Vortreffliches das Christus und der Vater in jüngster Zeit für uns getan haben: Die Evangeliumszeit der Fülle zu eröffnen. Was können wir tun, um Ihm dafür Lobpreis aufrichtig zu erweisen? Ich tue dies, indem ich jeden Tag ein wenig mehr versuche Seinem Beispiel im Dienst am Nächsten zu folgen! Wie ehrst du Ihn?
Der Vater und der Sohn erscheinen
Joseph Smith und eröffnen
die Evangeliumszeit der Fülle

Donnerstag, 8. Mai 2014

Preist den Herrn, ruft seinen Namen an, verkündet seine Taten

In der Öffentlichkeitsarbeit, bzw. Public Relation (PR) wie es im Neudeutschen heißt, hat sich ein Wahlspruch festgesetzt, der angeblich von einem deutschen Politiker ins Leben gerufen und später auch der Titel eines Buches wurde: “Tu Gutes und rede darüber“.
Wenn jemand etwas Gutes getan hat, dann werden diejenigen, die davon profitiert haben ganz von alleine darüber in der Öffentlichkeit sprechen. Auch Jesaja teilt uns diese Weisheit mit: „Und an jenem Tag werdet ihr sprechen: Preist den Herrn, ruft seinen Namen an, verkündet seine Taten unter den Völkern, sagt an, dass sein Name erhaben ist.“ (2. Nephi 22:4; vergleiche Jesaja 12:4).
Preist den Herrn, ruft seinen Namen an, verkündet seine Taten. Ich denke an die guten Taten, die Jesus unter seinem Volk tat, als er unter ihnen weilte: „Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien“ (Matthäus 4:23-25). Immer noch tut er seinem Volk Gutes und erst recht, wenn er wieder kommen wird, um seine königliche Herrschaft anzutreten. Jetzt und dann - `an jenem Tage´ - werden Ihn die Betroffenen preisen, Ihn anbeten und allen von Seinen Taten erzählen. Sein Name ist erhaben! Das kann auch ich für mich und mein Umfeld bezeugen und ich denke, dass es dir nicht anders geht, wenn du mal dein bisheriges Leben reflektierst.
Video: Jesus heilt eine gläubige Frau (Link)


Mittwoch, 7. Mai 2014

Mit Freuden Wasser schöpfen?

Die Zeiten, dass man nach einem Brunnen suchen musste, um Wasser zu schöpfen, kenne ich nur noch von Tieren her. Sie müssen auf der Weide an ein brunnenartiges Teil gehen wenn sie Durst haben, und können dann trinken.
Jesaja sagt aber: „Darum werdet ihr mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen der Errettung.“ (2.Nephi 22:3, vergleiche Jesaja 12:3).
Dass wir ohne Wasser nicht leben können, ist jedem bekannt, aber gibt es denn einen Brunnen der Errettung? Mir kommt dabei das Gespräch Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen in den Sinn (Johannes 4:1-30; siehe auch Videoclip). Er bat sie um Wasser aus dem Brunnen und bot ihr daraufhin sein Wasser an, ein Wasser, dass in dem der es trinkt, zu einer ewig sprudelnden Quelle wird (Johannes 4:14).
Mit Freuden Wasser schöpfen? Mit diesem Wasser ist natürlich das Evangelium Jesu Christi gemeint. Wenn wir dieses verinnerlichen, es tagtäglich mit Freuden zu uns nehmen und verdauen, wird es uns zu ewigem Leben verhelfen, denn in uns wird der Wunsch erwachsen, auch danach zu leben. Und wenn wir das bis ans Ende unseres irdischen Daseins tun, sind wir Erben ewigen Lebens (Lehreund Bündnisse 63:23).
Ich habe nicht vor diese Quelle zu verlassen, wie es einst das Volk Israel getan hat (Jeremia 2:13). Was hältst du von diesem Angebot Jesu?

Video: Jesus belehrt eine Samariterin (Link)