Donnerstag, 2. Dezember 2021

Saß ich in meinem Zimmer und sann über die Schriften nach

 

Jagen im eingelappten Bereich
(Wenn ein Tier entwich, ging es einem durch die Lappen)
(Bild: Quelle)

Am dritten Oktober des Jahres neunzehnhundertachtzehn saß ich in meinem Zimmer und sann über die Schriften nach 2 und überdachte das große, sühnende Opfer, das der Sohn Gottes für die Erlösung der Welt vollbracht hatte, 3 und die große und wunderbare Liebe, die der Vater und der Sohn dadurch bekundet hatten, dass der Erlöser in die Welt gekommen war, 4 damit durch sein Sühnopfer und durch Gehorsam gegenüber den Grundsätzen des Evangeliums die Menschen errettet werden könnten.“ (Lehre und Bündnisse 138:1-4).

Saß ich in meinem Zimmer und sann über die Schriften nach. Als ich dabei war, den Leseauftrag für diese Woche zu erfüllen, wurde ich am Anfang des Kapitels 138 der Lehre und Bündnisse ein wenig ausgebremst. Warum? Wenn ich Leseaufträge erfülle, geht es mir häufig so, dass ich sie rasch erledigt haben möchte, und deshalb über viele wichtige Dinge hinweg lese, weil ich gerne den gesamten Leseauftrag zügig hinter mich bringen will – ich hab ja noch so viel anderes zu tun.

Ich lerne, der sechste Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Joseph F. Smith, gibt mir Anstoß, mein Verhalten unbedingt zu verändern, so wie es auch Nephi, der Sohn Lehis, tut: „Denn meine Seele erfreut sich an den Schriften, und mein Herz sinnt über sie nach und schreibt sie nieder zur Belehrung und zum Nutzen meiner Kinder. 16 Siehe, meine Seele erfreut sich an dem, was des Herrn ist; und mein Herz sinnt ständig über das nach, was ich gesehen und gehört habe.“ (2. Nephi 4:15-16). Wie viele kostbare Lehren gehen mir durch meinen Drang fertig werden zu wollen doch `durch die Lappen´! Ich habe zwar den Leseauftrag erfüllt, aber was hat es mir geholfen? Habe ich verstanden, was der Herr mir sagen will? Habe ich die Schriften auf mich bezogen und mich gefragt, wie ich das Beschriebene in meinem Leben nutzbringend anwenden kann (1. Nephi 19:23)? Mal gelingt es mir mehr, mal weniger gut. Ich bin immer noch dabei mich bei meinem Drang fertig werden zu wollen zu zügeln. Gelingt es mir weniger, `werden meinem Verständnis auch die Augen weniger geöffnet´ (Lehre und Bündnisse 138:11)! Siehe auch gerne „The Role of Pondering in Our Spiritual Study“ (Video allerdings englisch).

Wie gehst du an die Leseaufträge heran?

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Mittwoch, 1. Dezember 2021

Er hatte Unterweisung über den Weg … des Herrn erhalten, redete mit glühender Begeisterung

 

(Bild: Quelle)

Er hatte Unterweisung über den Weg (d. h. in der Lehre) des Herrn erhalten, redete mit glühender Begeisterung und trug das auf Jesus Bezügliche richtig vor, obgleich er nur von der Taufe des Johannes wußte.“ (nach Hermann Menge; Apostelgeschichte 18:25 vergleiche mit der Einheitsübersetzung).

Er hatte Unterweisung über den Weg … des Herrn erhalten, redete mit glühender Begeisterung. Wie das? In der Vorgeschichte heißt es, dass ein redegewandter, in der Schrift bewanderter, und im Evangelium unterwiesener Jude namens Apollos nach Ephesus kam. Dort sprach er mit `glühendem Geist´ (lt. Einheitsübersetzung) über das Evangelium. Welche Motivation hatte dieser Apollos doch! Wann ist es dir schon mal passiert, dass du etwas `mit glühender Begeisterung´ gemacht hast? Ich erinnere mich an meine Jugend. Ich war in eine wunderbare Junge Dame sehr `verliebt´. Sie wohnte etwa 40 km nördlich von meinem Wohnort. Würdest du im Normalfall diese Strecke so oft es geht mit einem nicht sehr gut laufenden Moped, oder trampend (damals noch ohne Probleme möglich) zurücklegen, um jemanden zu treffen? Ich hab das mit `glühender Begeisterung´ gemacht, unabhängig vom Wetter. Hätte ich es auch gemacht, wenn es sich um eine andere Person gehandelt hätte? Du merkst, der Beweggrund ist ausschlaggebend, ob man etwas `mit Begeisterung´ tut.

Ich lerne, will ich meine Verpflichtung, meinen Nächsten einzuladen, zu Christus zu kommen (Lehre und Bündnisse 88:81), überzeugend erfüllen, muss ich in das Evangelium von Jesus Christus `verliebt sein´! Bin ich dies, so wird es mir nie und nimmer eine Last sein Zeugnis davon abzulegen. Ich werde dies `mit glühender Begeisterung´ tun, so wie der bekehrte Jude Apollos. Über diesen Punkt nachzudenken wurde ich angeregt durch den Artikel „Are you ‘enchanted’ by the gospel? Here’s why 1 couple says you need to be“.

Mit welcher Motivation legst du Zeugnis von der Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus ab?

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Dienstag, 30. November 2021

Halte Trauer, ..., einen Tag oder zwei wegen der Nachrede! / Dann lass dich trösten über die Trauer!

 

(Bild: Quelle)

Mach bitter die Klage und schlag heftig auf die Brust, / halte Trauer, wie er es verdient, einen Tag oder zwei wegen der Nachrede! / Dann lass dich trösten über die Trauer!“ (Jesus Sirach 38:17).

Halte Trauer, ..., einen Tag oder zwei wegen der Nachrede! / Dann lass dich trösten über die Trauer! Das Buch Jesus Sirach enthält eine lockere Sammlung von Lebens- und Verhaltensregeln, besonders den jungen Leuten gewidmet, um sie auf die Aufgaben des Lebens vorzubereiten. Ein Teil des Kapitels 38 beschäftigt sich mit `Tod und Trauer´. Der Weisheitslehrer, der Sohn des Sirach, der Verfasser des Buches (um 180 v. Chr.; Jesus Sirach 51:30) lehrt dem Heranwachsenden, um einen Verstorbenen zu trauern, Tränen zu vergießen, wie jemand, der schreckliches Leid empfindet. Er soll ihn entsprechend dessen Entscheidung aufbahren, ein oder zwei Tage trauern, um sich dann trösten zu lassen. Er rät, sich nicht ganz der Trauer hinzugeben und sie beiseite zu stellen, wenn man sich seiner erinnert. Mit der Ruhe des Verstorbenen soll auch die Erinnerung an ihn ruhen, und man soll mit dem Erlöschen seines Atems getröstet sein.

Ich lerne, es gibt eine Zeit der Trauer in Erinnerung an den Verstorbenen, und danach soll ich aber auch wieder getröstet sein. Was hilft nun bei der Verarbeitung des Verlustes? In dem Artikel „How Remembering Someone Who Passed Away Helps with Grief“ von Rachel J. Trotter, findest du einige Anregungen, die helfen können sich des Verstorbenen zu erinnern, und die Trauer besser zu bewältigen, z. B.: mit Fotos die Erinnerung auffrischen, sich seine Lieblingsmusik in Erinnerung zu rufen, Gegenstände zusammenzustellen die seinen Lebensweg geprägt haben, und aufzuschreiben was man über ihn weiß. Ja, auch als nicht Betroffener bin ich aufgefordert, dem Trauernden in seiner Ausnahmesituation unterstützend beiseite zu stehen (Mosia 18:9), denn dieser hat vielleicht nicht die Kraft auf andere zuzugehen. Ich darf den Trauernden nicht alleine lassen. Er braucht dringend Wärme, Zuneigung und Hilfe. Wie zeige ich dies? Ich kann ihn z. B. aufsuchen und mit ihm trauern, oder ihn einladen … (Corona-Regeln beachtend).

Wie verhältst du dich, wenn du jemanden kennst, der gerade trauert?

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Montag, 29. November 2021

Auch ich verurteile dich nicht

 

Nur weil du recht hast, bedeutet es noch lange nicht, dass ich unrecht habe. Du hast es noch nicht aus meiner Warte betrachtet (frei übersetzt).
(Bild: Quelle)

 „Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ (Johannes 8,11)

Auch ich verurteile dich nicht. Als Jesus eines Tages wieder im Tempel lehrte, brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Ehebrecherin zu ihm und fragten ihn, ob sie nicht, wie Mose gelehrt hatte, gesteinigt werden sollte. Darauf spricht Jesus die bekannten Worte: „… Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ (Johannes 8:7). Jesus hasst zwar die Sünde, aber liebt dennoch den Sünder.

Wie oft passiert es unter uns Menschen, dass wir jemanden verachten, weil er unserer Meinung nach eine falsche Einstellung hat und diese auch noch umsetzt. Wir kommen allzu schnell mit einem solchen Menschen in Streit. Das, was du denkst ist total falsch, was ich denke, hingegen richtig. Und schon haben wir zwei Feinde. Anstatt Faktensuche verfallen wir in die Fehlersuche. Das führt uns in eine Endlosspirale nach unten. Von uns aus sehen wir auf dem Boden eine 6 liegen, unser Gegenüber aber eine 9. Haben wir nicht beide recht? Es kommt also darauf an, dass wir ein Perspektivenwechsel zulassen, gegenseitig uns auf die Seite des Gegenübers begeben und die Situation mit seinen Augen analysieren. Auf diese Weise bekommen wir Verständnis füreinander und können uns eher verständigen, eher das Einende anstatt das Trennende hervorheben. Ich lerne, auf die Perspektive kommt es an, und die ist oftmals entgegengesetzt, was nicht bedeutet, der eine hat recht, der andere unrecht. Darüber darf es nicht dazu kommen, mein Gegenüber nicht zu respektieren, zu verurteilen, oder sogar zu hassen. Was nicht bedeutet, dass, wenn etwas gegen göttliche Prinzipien verstößt, ich es auch billigen muss („Ich missbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.“ Evelyn Beatrice Hall in ihrer Biografie über Voltaire). Meine Überlegungen wurden angeregt durch den Artikel „Fact-finding or fault-finding?“.

Wie gehst du mit gegensätzlichen Auffassungen um?

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Samstag, 27. November 2021

Zieht aus Babylon aus. Seid rein, die ihr die Gefäße des Herrn tragt

 

(Bild: Quelle)

„Zieht aus Babylon aus. Seid rein, die ihr die Gefäße des Herrn tragt.“ (Lehre und Bündnisse 133:5).

Zieht aus Babylon aus. Seid rein, die ihr die Gefäße des Herrn tragt. Kurz nach der Wiederherstellung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage durch den Propheten Joseph Smith, waren die Ältesten der Kirche bemüht, alles in Erfahrung zu bringen, was sie in Bezug auf die Verkündigung des Evangeliums und die Sammlung wissen mussten. So befragte Joseph den Herrn, und er bekam u. a. diesen Auftrag, aus Babylon auszuziehen.

Was hat es nun mit diesem Babylon auf sich? Der Begründer dieser Stadt, die spätere unter Nebukadnezzar die Hauptstadt von Babylonien wurde, war `ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn´ namens Nimrod (Genesis 10:8-10). Es war die Stadt, in der der Herr die Sprache unter den Erbauern des höchsten Turmes, verwirrte, weil sie hochmütig wurden (Genesis 11:1-9). Ihre Ruinen stehen heute noch und sie ist ein Symbol für die Schlechtigkeit der Welt. Kann man nun rein sein, wenn man sich im Schmutz wälzt? Nachdem Gott das Ziel hat, dass wir in seine Gegenwart zurückkehren können, muss es so sein, dass jene, die dies auch möchten, also seine Gefäße tragen möchten, sich rein halten müssen. Wie kann man dies bewerkstelligen, wenn man von `Babylon´ umgeben ist (Johannes 17:15-19)? Eine wunderbare Erfahrung in dieser Hinsicht hat uns David R. Stone (1999-2006), damals vom zweiten Kollegium der Siebziger, mitgeteilt. Er war am Bau des Manhatten-Tempels beteiligt und überwältigt davon, dass nur ein paar Meter außerhalb der wunderbaren Ruhe im celestialen Raum, der Lärm der Straßen New Yorks tobte. Er erklärt, dass das an der Bauweise des Tempels lag (lies gerne „Zion mitten in Babylon“). Ich lerne, wenn wir unseren Aufenthaltsort so einrichten, dass die Einflüsse `Babylons´, bevor sie uns erreichen, absorbiert werden, leben wir zwar in der Welt, sind aber nicht von der Welt, und erfüllen somit das Gebot `zieht aus Babylon aus´.

Wie verstehst du das mit dem Auftrag aus Babylon auszuziehen?

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Freitag, 26. November 2021

Wer alles mit Dankbarkeit empfängt, der wird herrlich gemacht werden

 

Ein kleiner Dank kann viel bewegen
(Bild: Quelle)

Und wer alles mit Dankbarkeit empfängt, der wird herrlich gemacht werden; und die Dinge dieser Erde werden ihm hinzugefügt werden, selbst hundertfältig, ja, mehr.“ (Lehre und Bündnisse 78:19).

Wer alles mit Dankbarkeit empfängt, der wird herrlich gemacht werden. Im Alten Testament lese ich, was der Fall sein kann, wenn ich dem Herrn keine Dankbarkeit für eine erwiesene Wohltat erbringe. Der König des Südreiches Juda, Hiskija (725-696 v. Chr.), ein Zeitgenosse Jesajas, hatte gerade erlebt, wie Gott sein Volk aus den Händen des Königs von Assur befreit hatte (2. Chronik 32:20-22). Etwas später wird berichtet, dass Hiskija schwer erkrankte. Er flehte den Herrn um Hilfe an, und dieser ließ ihm Wunder widerfahren. „Doch Hiskija zeigte keine Dankbarkeit für die empfangene Wohltat und wurde hochmütig. Da kam Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem.“ (2. Chronik 32:24-25).

Was aber passiert, wenn wir alles mit Dankbarkeit aus den Händen des Herrn entgegennehmen, sagt er uns selber in einer neuzeitlichen Offenbarung, die der Prophet Joseph Smith am 1. März 1832 in Kirtland, Ohio, empfing: „… der wird herrlich gemacht werden; und die Dinge dieser Erde werden ihm hinzugefügt werden, selbst hundertfältig, ja, mehr.“ (Lehre und Bündnisse 78:19). Was verstehe ich nun darunter, in einem solchen Fall `herrlich´ gemacht zu werden? Zum einen empfinde ich `herrlich´ gemacht zu werden kann darin liegen, gesundheitliche Vorzüge zu genießen. Wie das? Dr. Alex Korb, – Neurowissenschaftler, Autor und Coach, beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit dem Gehirn –, fand heraus, dass Dankbarkeit, wenn sie täglich praktiziert und ausgedrückt wird, fast genauso wirken kann wie Medikamente, oft mit besseren Ergebnissen und ohne Nebenwirkungen! Zum anderen erfahre ich sowohl aus den heiligen Schriften, als auch von unseren Kirchenführern, dass Dankbarkeit nicht nur einen tiefgreifenden Einfluss auf das emotionale und körperliche Wohlbefinden eines Menschen hat, sondern uns auch auf eine höhere spirituelle Ebene hebt. Das bedeutet doch mehr `Licht und Erkenntnis´, das wiederum mehr Herrlichkeit. Ich lerne, körperliches und emotionales Wohlbefinden kann ich dadurch sicherstellen, indem ich `alles mit Dankbarkeit´ annehme, auch wenn es so scheint, als wenn es zunächst eine Schwierigkeit ist, die sich mir in den Weg stellt. Auf diese Überlegungen kam ich durch den Artikel: „The Power of Gratitude“. Sehr empfehlenswert ist auch der Artikel von Präsident Russel M. Nelson, unserem lebenden Propheten, Seher und Offenbarer, „Insights from President Nelson to bring more gratitude and joy into your life“.

Welche Nebenwirkungen von Dankbarkeit hast du schon erfahren?

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Donnerstag, 25. November 2021

Dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit

 

(Bild: Quelle)

Denn siehe, dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit: die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“ (stliche Perle Mose 1:39).

Dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit. Mose wurde von Gott auf einen `überaus hohen Berg´ entrückt (das wäre für uns heute wohl der Tempel). Warum? Weil er ihm von `Angesicht zu Angesicht´ einige Dinge seines ewigen Planes bezüglich des Daseins des Menschen hier auf Erden offenbaren wollte (Köstliche Perle Mose 1:1-2). Gott ließ Mose erkennen, dass er Gott ist und Mose sein Sohn. Gott zeigte ihm dann seine Schöpfung (Köstliche Perle Mose 1:8). Er ließ auch zu, dass Satan Mose versuchte, indem dieser ihm gebot, ihn, anstatt Gott, anzubeten (Köstliche Perle Mose 1:12). Aufgrund dessen, dass Mose vorher Gott in dessen Herrlichkeit gesehen hatte, war er in der Lage, sich sofort gegen diese Aufforderung zu entscheiden, und ihm sogar zu gebieten, von ihm zu weichen (Köstliche Perle Mose 1:21-22). Und schließlich offenbarte Gott ihm, welche zwei Zwecke er mit uns Menschen hier auf dieser Erde verfolgt: `Unsterblichkeit´ und `ewiges Leben´ zustande zu bringen!

  • Unsterblichkeit
    Dies bedeutet, dass Gott es zuwege bringen wollte, die Auswirkungen des physischen Todes zu überwinden, der uns durch den Fall Adams und Evas betroffen hat. Dies konnte er durch die Tat seines einzig im Fleisch gezeugten, nämlich Jesus Christus, erreichen. Er hat dies durch seinen Tod und seine darauf folgende Auferstehung zuwege gebracht, und zwar ausnahmslos für einen jeden Menschen, ohne eine Gegenleistung (1.Korinther 15,20-22).
  • Ewiges Leben
    Dieses unterscheidet sich von der Unsterblichkeit insofern, als wir nach der Auferstehung aufgrund unseres Gehorsams gegenüber unseren Bündnissen mit Gott, und des Sühnopfers Jesu, in den Genuss der größten aller Gaben Gottes kommen können, nämlich für alle Zeit und Ewigkeit mit Gott leben zu dürfen (Lehre und Bündnisse 14:7).

Ich lerne, Gott verfolgt mit seinem Werk zwei große Ziele. Das erste, `Unsterblichkeit´ wird jeder Mensch ohne irgendwelches eigenes Zutun erreichen aufgrund der Auferstehung Jesu. Um das zweite Ziel Gottes zu erreichen, `ewiges Leben´, ist nicht nur das Sühnopfer Jesu erforderlich, sondern auch mein Zutun. Ich muss mit Gott Bündnisse eingehen und sie nach besten Kräften halten. Wenn ich das bis an mein Lebensende bestrebt bin zu tun, greift die `Barmherzigkeit´, die Jesus Christus durch sein Sühnopfer erwirkt hat (Alma 34:16), und ich habe die Möglichkeit für immer mit Gott leben zu dürfen.

Welche Bedeutung spielt das `Werk des Herrn´ in deinem Leben?

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