Samstag, 28. Februar 2015

Er gab den Geist auf

Hast du schon mal erlebt, dass deine Festplatte ihren Geist aufgegeben hat? Das ist sicherlich unschön, insbesondere, wenn du keine Datensicherung gemacht hattest. Noch unschöner wird für Scherem die Situation gewesen sein: „Und es begab sich: Als er diese Worte gesprochen hatte, konnte er nicht mehr sprechen, und er gab den Geist auf.“ (Jakob 7:20).
Er gab den Geist auf. In Zusammenhang mit dem Beispiel des Scherem fällt mir die Konfrontation zwischen Jeremia und dem falschen Propheten Hananja, aus der Zeit Zidkijas (*616; † nach 586 v. Chr.) des letzten Königs des Südreiches Juda, ein. Hananja behauptete vor den Priestern und dem ganzen Volk, ebenso wie Jeremia, im Namen Gottes zu sprechen. Daraufhin bezichtigte ihn Jeremia nicht im Auftrag des Herren zu sprechen und sagte deshalb seinen Tod innerhalb des Jahres voraus, welcher dann auch eintrat (Jeremia 28:15-17) und sich somit zeigte, wer der Beauftragte des Herrn war.
Ich lerne daraus, dass ich mich davor hüten muss, als jemand aufzutreten, der ich nicht bin. Wie schützt du dich vor Lehren falscher Propheten (Matthäus 24:11)?

Die Bremsscheibe hat wohl ihren Geist aufgegeben (Quelle)

Freitag, 27. Februar 2015

Die unverzeihliche Sünde begangen

Ist es dir schon mal passiert, dass jemand zu dir sagte, oder du zu jemandem: “Das werde ich dir nie verzeihen!”? Das ist für den Betroffenen sicherlich kein gutes Gefühl.
Scherem hatte wohl ein noch viel schlechteres Gefühl, denn er teilte dem Volk mit: „... Ich fürchte, dass ich die unverzeihliche Sünde begangen habe, denn ich habe Gott angelogen; denn ich habe den Christus geleugnet und gesagt, dass ich an die Schriften glaube; und sie zeugen wahrhaftig von ihm. Und weil ich auf diese Weise Gott angelogen habe, fürchte ich sehr, dass meine Lage furchtbar sein wird, aber ich bekenne vor Gott.“ (Jakob 7:19).
Die unverzeihliche Sünde begangen. Die Schrift lehrt uns, dass die unverzeihliche Sünde darin besteht, Göttliches zu leugnen, obwohl uns der Heilige Geist die Wahrheit schon ins Herz gebrannt hat (Hebräer 10:26-27, lies auch die Neue Genfer Übersetzung, sie ähnelt sehr der Aussage in Alma39:5-6), bzw. dass man „... einen Mord begeht, wodurch ihr unschuldiges Blut vergießt und meinem Tod zustimmt, nachdem ihr meinen neuen und immerwährenden Bund empfangen habt, ...“ (Lehre undBündnisse 132:27). Willst du mehr wissen, lies hier unter der Überschrift weiter: „Die unverzeihliche Sünde besteht darin, dass man den Heiligen Geist bewusst verleugnet und ihm trotzt, nachdem man sein Zeugnis erlangt hat.“
Ich bete darum, dass du und ich nie in Scherems Situation kommen werden. Was fällt dir zu diesem Thema unverzeihliche Sünde ein?

(Quelle)

Donnerstag, 26. Februar 2015

Durch die Macht des Teufels getäuscht worden

Wenn man jemandem etwas, was so nicht stimmte, als wahr hinstellen wollte, so hat man früher das Licht einer Lampe abgeschirmt, sodass man nicht mehr gut sehen konnte was vor sich ging. Von daher rührt der Ausspruch: „Jemanden hinters Licht führen“, jemanden täuschen.
Scherem hatte ja öffentlich geleugnet, dass es einen Christus geben werde. Für den Fall, dass es doch so sein würde, sollte ihm Jakob dies durch ein Zeichen beweisen. Das Zeichen bekam er, allerdings von Gott, er wurde sterbenskrank (Jakob 7:15). Daraufhin bekannte er dem Volk: „Und er redete klar zu ihnen, dass er durch die Macht des Teufels getäuscht worden war. Und er sprach von der Hölle und von der Ewigkeit und von ewiger Strafe.“ (Jakob 7:18).
Durch die Macht des Teufels getäuscht worden. Scherem bekannte, dass er auf die Lügen Satans hereingefallen war und er widerrief seine Falschlehre und bekannte Christus und die Macht des Heiligen Geistes (Jakob 7:17).
Meine Schlussfolgerungen: Nachdem ich Wahrheit zweifelsfrei durch die Macht des Heiligen Geistes erkannt habe, darf ich mich durch schmeichlerische Worte Satans nicht `hinters Licht führen lassen´ (Jeremia29:8-9) und auch selber niemand anderen täuschen (Levitikus 19:11; Sprüche26:18-19). Wie stellst du sicher, dass du nicht getäuscht wirst?

Optische Täuschung: Welche Linie ist länger? (Quelle)

Mittwoch, 25. Februar 2015

Denn du bist vom Teufel

Ist dir in schlimmen Situationen auch schon mal vorgeworfen worden, dass du vom Teufel besessen bist?
Jakob hält dies dem Antichristen Scherem, nachdem dieser ihn genötigt hatte, ihm die Wahrheit mittels eines Zeichens zu beweisen, so vor: „Und ich sprach zu ihm: Was bin ich, dass ich Gott versuchen sollte, dir ein Zeichen zu zeigen von etwas, wovon du weißt, dass es wahr ist? Und doch wirst du es leugnen, denn du bist vom Teufel. Doch nicht mein Wille geschehe; sondern falls Gott dich schlagen wird, lass dir dies ein Zeichen sein davon, dass er Macht hat im Himmel und auch auf Erden und auch, dass Christus kommen wird. Und dein Wille, o Herr, geschehe und nicht der meine.“ (Jakob 7:14).
Eine sehr mutige Aussage von Jakob gegenüber dem Antichristen Scherem. Um jemandem solche Behauptung entgegen zu halten, muss man entweder sehr zornig sein, oder genau im Gegenteil durch den Heiligen Geist inspiriert.
  • Was bin ich, dass ich Gott versuchen sollte, dir ein Zeichen zu zeigen
    Diese Aussage zeigt mir, dass Jakob nicht aus Zorn geredet hat, sondern aufgrund Inspiration durch den Heiligen Geist, bekräftigt durch die Aussage: „Und dein Wille, o Herr, geschehe und nicht der meine.“
  • Ein Zeichen zu zeigen von etwas, wovon du weißt, dass es wahr ist
    Viele Menschen wollen nicht wahr haben, dass sie schon ein Zeugnis von etwas erlangt haben und fordern ein Zeichen (Oliver Cowdery passierte ähnliches in Bezug auf sein Zeugnis von der Wahrheit: Lehre und Bündnisse 6:22-24).
  • Und doch wirst du es leugnen
    Wenn die Foderer dann ein Zeichen bekommen, werden viele von ihnen die Wahrheit weiterhin leugnen, weil sie nicht anerkennen, aus welcher Quelle das Zeichen kam; weil sie dem Teufel verfallen sind und er sie für die Wahrheit blind macht (Johannes 8:44).

Denn du bist vom Teufel. Ich will mich hüten den Herrn um ein Zeichen zu bitten in Bezug auf Dinge, von denen ich schon weiß, dass sie wahr sind und ich will die Wahrheit auch nicht leugnen. Ich weiß, dass wir in der Zeiten Fülle leben, all das wieder auf Erden haben, was uns erlaubt, in die Gegenwart Gottes zurückkehren zu können (Lehre und Bündnisse 27:13; 112:30).

Dr. Fausts Teufelspakt, unterzeichnet
"mit einem Tröpfchen Blut" (
Quelle)

Dienstag, 24. Februar 2015

Zeige mir ein Zeichen

Nachdem Jakob dem `Antichristen´ Scherem versucht hatte aus den Schriften darzulegen, dass das Gesetz des Mose auf Christus hindeutet, der kommen wird und alle Propheten ebenfalls von ihm gezeugt haben, kam das, was Ungläubige gerne fordern, ein Beweis sollte her, dann würde auch er glauben: „Und es begab sich: Er sprach zu mir: Zeige mir ein Zeichen durch diese Macht des Heiligen Geistes, durch die du so viel weißt.“ (Jakob 7:13).
Zeige mir ein Zeichen. Wenn du von etwas nicht überzeugt warst, ist es dir da auch schon mal passiert, dass du einen Beweis gefordert hast und erst dann glauben wolltest? Viele haben schon Zeichen gefordert, dann aber trotzdem nicht geglaubt. Wie viele haben denn nach dem Zeichen bei der Taufe Jesu Glauben geübt? (Lukas 3:21-22).
Im Glauben an Gott geht es eben nicht so wie mit physikalischen Gesetzen, die man in Versuchen beweisen kann. Hier wird nicht Glauben durch Zeichen hervorgerufen, sonder Zeichen folgen denen die glauben (Markus 16:17; Ether 4:18).
Ich lerne: Ich bin hier auf die Erde gekommen, um meinen Glauben an Gott zu beweisen und nicht von ihm bewiesen zu bekommen, dass er existiert. Würde ich im Wissen leben, wie könnte der Herr dann noch prüfen, ob ich alles tun werde, was er gebietet (Köstliche PerleAbraham 3:25)? Doch durch Glauben und Gehorsam entwickelt sich Gewissheit, bis hin zu vollkommenem Wissen (Alma 32:33-34; Ether 3:6-13). Wenn du von einer Sache Wissen erlangt hast, hörst du dann mit Glauben an eine andere Sache auf? (Alma 32:35-36).
Aufgrund unerschütterlichen Glaubens
sah Jareds Bruder den Finger des Herrn (
Quelle)


Montag, 23. Februar 2015

Der Herr, Gott, ergoss seinen Geist in meine Seele

Scherem beschuldigt Jakob in einem Streitgesrpäch, das Volk in die Irre zu führen, indem er lehrt, dass das Gesetz des Mose auf ein Wesen hinweist, das erst in ferner Zukunft kommen würde. Scherem behauptet, dass dies eine Lästerung sei, denn niemand könne Zukünftiges wissen (Jakob 7:7).
Wie es Jakob dabei erging, beantwortet er uns folgendermaßen: „Aber siehe, der Herr, Gott, ergoss seinen Geist in meine Seele, so sehr, dass ich ihn in all seinen Worten beschämte.“ (Jakob 7:8).
Diese Beschämung verlief folgendermaßen:
  • Frage Jakobs: „Leugnest du den Christus, der kommen wird?“Antwort Scherems: „... ich weiß, dass es einen Christus weder gibt noch gegeben hat, noch jemals geben wird.“ (Jakob7:9)
    Mit dieser Antwort beschämt sich Scherem, denn er widerspricht seiner eigenen Behauptung im Vers 7, dass kein Mensch von Künftigem sprechen kann.
  • Frage Jakobs: „Glaubst du an die Schriften?“, Scherem bejaht. (Jakob 7:10).
    Antwort Jakobs: „Dann verstehst du sie nicht, denn sie zeugen wahrhaftig von Christus.“ (Jakob 7:11)
  • Und dann führt Jakob aus, dass jeder Prophet von Christus prophezeit hat (Jakob7:11) und dass er durch die Macht des Heiligen Geistes weiß, dass ohne Sühnopfer die ganze Menschheit verloren wäre (Jakob 7:12).

Jakob beschämt ihn also mithilfe der Wahrheiten aus der Schrift.

Der Herr, Gott, ergoss seinen Geist in meine Seele. Ich ziehe daraus folgende Leere: Sollte ich je in ein `konfrontatives Gespräch´ verwickelt werden, muss ich mich auf mein Schriftstudium verlassen können und da wo dies nicht ausreicht, auf den Heiligen Geist (Lehre und Bündnisse100:5-6). Ich bin bisher auf diese Art gut gefahren, ohne dass es in einen unguten Streit ausartete. Wenn du schon mal in einer solchen Situation warst, wie ist es dir ergangen?

Der Heilige Geist war bei Jakob,
als er Scherem Zeugnis von Jesus Christus gab (
Quelle)

Samstag, 21. Februar 2015

Er kam zu mir, und folgendermaßen sprach er zu mir

Um in ein `konfrontatives Gespräch´ einzusteigen, macht es Sinn, den Gesprächspartner nicht sofort mit persönlichen Anschuldigungen zu bombardieren. So steigt auch Scherem sachte in das Gespräch ein: „Und es begab sich: Er kam zu mir, und folgendermaßen sprach er zu mir, nämlich: Bruder Jakob, ich habe viel nach Gelegenheit gesucht, mit dir zu sprechen; denn ich habe gehört und weiß auch, dass du viel herumgehst und das predigst, was ihr das Evangelium oder die Lehre von Christus nennt.“ (Jakob 7:6).
  • Bruder Jakob
    Scherem versucht zunächst eine gemeinsame Basis aufzuzeigen, indem er ihn mit `Bruder Jakob´ anspricht. Das hat etwas Familiäres.
  • Ich habe viel nach Gelegenheit gesucht, mit dir zu sprechen
    Hierdurch zeigt Scherem auf, dass ihm viel daran liegt, mit Jakob zu sprechen.
  • Ich habe gehört ... dass du viel ... predigst, was ihr das Evangelium oder die Lehre von Christus nennt
  • Nachdem Scherem versuchte, Jakob zu zeigen, wie wichtig es ihm war, ein Gespräch zu führen, steuert er mit diesem Satz den eigentlichen Punkt der Konfrontation an. Durch den letzten Teil des Satzes bringt er zum Ausdruck, dass er sich von Jakobs Predigen distanziert.

Er kam zu mir, und folgendermaßen sprach er zu mir. Ich lerne aus diesem Vers: Wenn ich ein zielorientiertes Gespräch erfolgreich führen will, egal welcher Art (Familienrat, Verhandlung, Beratung, Aussprache, Information, Heimlehr/Besuchslehrgespräch, ...), muss ich mich:
  • 1. um eine positive Einstiegssituation bemühen (freundlicher Umgang, Gemeinsamkeiten hervorheben, Vertrauen herstellen ...),
  • 2. Interesse aneinander zeigen,
  • 3. Kernpunkt des Gesprächs positiv ansprechen.
  • Was in diesem Vers noch nicht passiert:
  • 4. Lösungsmöglichkeiten aufzeigen,
  • 5. zu einem für alle Beteiligten akzeptablen Ergebnis kommen und
  • 6. einen positiven Abschluss finden.

Will ich mit einem wichtigen Gespräch erfolgreich sein, muss ich mich sehr gut darauf vorbereiten! Wie bereitest du dich auf ein zielorientiertes Gespräch vor?

(Quele)