Dienstag, 7. April 2020

Das Volk Nephi ... fing an, wegen seiner übergroßen Reichtümer im Herzen stolz zu sein und eitel zu werden


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Und auch das Volk, das das Volk Nephi genannt wurde, fing an, wegen seiner übergroßen Reichtümer im Herzen stolz zu sein und eitel zu werden wie seine Brüder, die Lamaniten.“ (4. Nephi 1:43).

Das Volk Nephi ... fing an, wegen seiner übergroßen Reichtümer im Herzen stolz zu sein und eitel zu werden. Wozu übergroßer Reichtum doch allzu leicht verleiten kann.
  • Im Herzen stolz zu sein
    Was passiert, wenn man im Herzen stolz wird? Man hört nicht mehr auf die Warnungen des Herrn, beachtet und hält nicht mehr seine Gebote, man `kehrt dem Herrn trotzig seinen Rücken zu´- man ignoriert den Herrn, nimmt ihn einfach nicht wahr (Nehemia 9:29).
  • Eitelkeit
    „… ist die übertriebene Sorge um die eigene körperliche Schönheit oder die geistige Vollkommenheit, den eigenen Körper, das Aussehen und die Attraktivität oder die Wohlgeformtheit des eigenen Charakters.“ (Wikipedia) Bin ich eitel, dreht sich alles nur noch um mich.
Beides sind Eigenschaften, die mich am Fortschritt hindern können. Bin ich stolz, nehme ich keine Lehre von jemand anderem an. Bin ich eitel, sorge ich mich nur noch um mich selber und vernachlässige meinen Nächsten. Es handelt sich um Eigenschaften, die ich nicht annehmen möchte. Merke ich, dass ich zu Herzens-Stolz oder Eitelkeit neige, muss ich diese gefährliche Entwicklung rechtzeitig stoppen – „Wehret den Anfängen“. Ich muss darauf achten, dass mein Verstand sich nicht verfinstert, muss mich voll dem Glauben zuwenden, und darf nicht mit dem Evangelium, welches ich empfangen habe, leichtfertig umgehen (Lehre und Bündnisse 84:54-55).

 Wie findest du für dich heraus, ob Gefahr besteht, diesen Eigenschaften zu erliegen?

Montag, 6. April 2020

Die geheimen Eide und Verbindungen Gadiantons


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Mormon berichtet uns weiter: „Und es begab sich: Der schlechte Teil des Volkes fing abermals an, die geheimen Eide und Verbindungen Gadiantons zu errichten.“ (4. Nephi 1:42).

Die geheimen Eide und Verbindungen Gadiantons. Dieser schlechtere Teil des Volkes aktivierte wieder das Wissen über frühere geheime Bünde, um als Gruppe ihre verwerflichen Vorhaben, durch Luzifer angespornt (2. Nephi 9:9), erfolgreich zu verwirklichen. Von geheimen Verbindungen wissen wir schon aus frühester Menschheitsgeschichte (Köstliche Perle Mose 5:51).

Du kennst vielleicht aus deinem beruflichen Leben Vermerke wie: `Öffentlich´, `Unternehmensintern´, `Vertraulich´, oder `Streng vertraulich´. In öffentlichen Verwaltungen werden Dokumente je nach Schutzbedürftigkeit ihres Inhalts in `Geheimhaltungsstufen´ unterteilt: `Nur für den Dienstgebrauch´, `Vertraulich´, `Geheim´ oder `Streng Geheim´. Es gibt eben Inhalte, die aus Sicherheitsgründen nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Gefährlich wird es erst dort, wo Satan mit ins Spiel kommt und Dinge geplant werden, wie Gruppen unerkannt jegliche Schlechtigkeit, mit dem Ziel, eigenen Nutzen auf Kosten anderer zu erlangen, durchführen zu können. Hierzu werden geheime Zeichen ausgemacht, um zwischen eigenen und fremden Leuten unterscheiden bzw. sich unerkannt mitteilen zu können. Würde ein Mitglied einer solchen Gruppe Verrat üben, würde nach eigenen Gesetzmäßigkeiten gegen ihn vorgegangen werden. All diese Machenschaften werden den Menschen von Satan ins Herz gepflanzt – Werke der Finsternis (Helaman 6:21-30). Wir sind gewarnt worden, solcherlei geheime Verbindungen zu fördern, um Macht und Gewinn zu erlangen (Ether 8:22-23).

 Welche Gefahr siehst du in solcherlei geheimen Verbindungen?

Sonntag, 5. April 2020

Sie fuhren noch immer fort, für sich Kirchen zu errichten und sie mit allerart Kostbarkeiten zu schmücken


Kapelle im Frankfurt Tempel
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Über das Verhalten der Widersetzlichen berichtet Mormon: „Und sie fuhren noch immer fort, für sich Kirchen zu errichten und sie mit allerart Kostbarkeiten zu schmücken. Und so vergingen zweihundertfünfzig Jahre und auch zweihundertsechzig Jahre.“ (4. Nephi 1:41).

Sie fuhren noch immer fort, für sich Kirchen zu errichten und sie mit allerart Kostbarkeiten zu schmücken. Was ist Schlimmes daran, die Kirchen mit allerart Kostbarkeiten zu versehen?

Auf die Motivation kommt es meines Erachtens nach an. Habe ich dabei die Verehrung Gottes im Sinn, oder will ich meinen Reichtum damit zur Schau stellen. Solcherlei Kostbarkeiten können auch dazu beitragen, vom Sinn und Zweck einer Kirche abzulenken. Im Brief der Juden Jerusalems an die Juden in Ägypten, um die 123 v. Chr., erinnert der uns unbekannte Schreiber daran, dass der Prophet Jeremia, die von den Persern in die babylonische Verbannung geführten Juden davor warnte, sich durch die „… goldenen und silbernen Götterbilder und ihren Prunk …“ in die Irre leiten zu lassen (2. Makkabäer 2:2; mit dem Namen Makkabäer wurden gewöhnlich die tapferen Juden des zweiten Jahrhunderts vor Christus bezeichnet, die in Palästina für die Religion ihrer Väter und das Fortbestehen ihrer Nation heldenhaft gegen einige syrische Könige standhielten). Diese aus Gold, Silber, Stein, Holz und anderen Stoffen verfertigten Götzenbilder wurden auch noch mit Ketten und anderen Verzierungen geschmückt. Dieser Glanz und Reichtum der golden und silbernen Götzen übte auf menschliche Sinne einen großen Eindruck aus. Um also nicht vom Wesentlichen abzulenken, nämlich von der Gottesverehrung und -anbetung, sind unsere Kirchengebäude schlicht und einfach ausgestattet. Lediglich gerahmte Bilder, die mit dem Heiland, unserem Erlöser und Erretter zu tun haben, schmücken die eine oder andere Wand. Sogar die Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind schlicht und einfach gehalten.

 Was hältst du von allerart Kostbarkeiten in Kirchen?

Samstag, 4. April 2020

Der schlechtere Teil des Volkes wurde stark


Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet!
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Mormon lässt uns weiter wissen: „Und es begab sich: Zweihundertvierundvierzig Jahre waren vergangen, und so war es um die Angelegenheiten des Volkes bestellt. Und der schlechtere Teil des Volkes wurde stark und wurde überaus zahlreicher, als es das Volk Gottes war.“ (4. Nephi 1:40).

Der schlechtere Teil des Volkes wurde stark. Wie traurig, dass der schlechtere Teil des Volkes zunahm und sogar zahlreicher wurde, als diejenigen, die dem Evangelium von Jesus Christus treu blieben.

Der Widersacher hat sich nun mal vorgenommen, alles daranzusetzen, dass alle Menschen so elend werden würden, wie er selbst es durch seine Auflehnung gegenüber Gott (Köstliche Perle Mose 4:3) wurde (2. Nephi 2:27). Inwiefern wurde er elend und was will er erreichen? Er und seine Nachfolger, ein Drittel der Kinder Gottes (Offenbarung 12:4), wurden im Vorherdasein aus der Gegenwart Gottes verbannt, und er hat es sich zum Ziel gesetzt, die ganze Menschheit von Gott wegzuführen (Offenbarung 12:7-9). Somit hatten sie sich die Möglichkeit, sich mit einem irdischen Körper zu vervollkommnen, verspielt, und können nie mehr in die Gegenwart Gottes zurückkehren. Was kann ich nun tun, um ihren Versuchen, mich zu verführen, zu widerstehen? Seinen drei Jüngern, die Christus mit in den Garten Getsemani nahm, als er dort einen Teil seines Sühnopfers erbrachte sagte er, weil sie immer wieder einschliefen: „Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ (Matthäus 26:41). Ich muss also wachsam sein und beten. Wenn ich das tue, werde ich die Stolperfallen erkennen, die Satan auslegt, und nicht in sie treten.

 Was tust du, um nicht den Bemühungen Satans zu erliegen, dich gegen Gott aufzulehnen?

Freitag, 3. April 2020

Das war wegen der Schlechtigkeit und des Gräuels ihrer Väter



(Bild: Quelle)

Mormon erklärt uns, warum die erneute Spaltung unter dem Volk auftrat: „Und das war wegen der Schlechtigkeit und des Gräuels ihrer Väter, ja, wie es am Anfang war. Und es wurde ihnen beigebracht, die Kinder Gottes zu hassen, ja, wie es den Lamaniten von Anfang an beigebracht worden war, die Kinder Nephis zu hassen.“ (4. Nephi 1:39).

Das war wegen der Schlechtigkeit und des Gräuels ihrer Väter. Du kennst sicherlich die Redensart: „Wie der Vater, so der Sohn“. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass Söhne ähnliche Charaktereigenschaften aufweisen, und vergleichbare Verhaltensweisen an den Tag legen, wie ihre Väter. Das gilt natürlich in entsprechender Weise für Töchter: „Wie die Mutter, so die Tochter“. Mit anderen Worten, Kinder geraten nach ihren Eltern: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“.

Jesus Christus bestätigt uns diese Tatsache, als er über seine Vollmacht spricht: „… Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.“ (Johannes 5:19). So finden wir diese Erkenntnis, mit wenigen Ausnahmen, auch im Verhalten der Kinder im Buch Mormon bestätigt. Wir erfahren, dass die Nachkommen derjenigen, die sich wider besseren Wissens gegen das Gute entschieden haben, aufgrund des Vorbildes und der Lehren ihrer Eltern, sich ebenso gegen Christus entschieden (Mosia 10:17). Mir wird also deutlich vor Augen gehalten, welche enorme Kraft im Vorbild der Eltern liegt und wie groß meine Verpflichtung dadurch ihnen gegenüber ist, mich so zu verhalten, wie es uns Christus vorgelebt hat, der in allem den Willen seines Vaters ausführte. Wie dankbar bin ich doch für meine Eltern, die mir in allem ein gutes Beispiel gegeben haben!

 Welche Erlebnisse hast du in Bezug auf das Vorbild deiner Eltern?

Donnerstag, 2. April 2020

In diesem Jahr, ... gab es eine große Spaltung unter dem Volk


(Bild: Quelle)

Und nun begab es sich: In diesem Jahr, ja, im zweihunderteinunddreißigsten Jahr, gab es eine große Spaltung unter dem Volk.“ (4. Nephi 1:35).

In diesem Jahr, ... gab es eine große Spaltung unter dem Volk. Vor nicht allzu langer Zeit noch war das ganze Volk untereinander einig und es gab keinerlei -iten (4. Nephi 1:17). Das sollte sich nun knappe 200 Jahre später, nachdem Satan das Herz vieler erobern konnte, ändern. Wir haben gelesen, dass viele sich eigene Kirchen errichteten, in denen nicht mehr das Evangelium von Jesus Christus gelehrt wurde, sondern, wo man nur auf Gewinn aus war (4. Nephi 1:26).

Diese große Spaltung unter dem Volk brachte nun wieder -iten hervor. Diejenigen, die wahrhaftig an Christus glaubten, wurden wieder Nephiten genannt, zu denen auch die drei Jünger Jesu zählten, die den Wunsch hatten, bis zum zweiten Kommen Jesu auf Erden bleiben zu dürfen (3. Nephi 28:6-7). Somit gab es aus Sicht der Lamaniten, Lemueliten und Ischmaeliten, die das Evangelium in voller Kenntnis der Wahrheit verwarfen (4. Nephi 1:38), auf der anderen Seite die, die Glaubenstreu waren, und von ihnen als Jakobiten, Josephiten und Zoramiten bezeichnet wurden (4. Nephi 1:36-37). Weil eine große Zahl des Volkes sich dem Herrn widersetzte und bewusst die Gebote missachtete, war die Eintracht leider, nach relativ kurzer Zeitspanne des Friedens, wieder vorbei. Ich lerne, dass es nicht gut ist, wenn ich, als jemand, der die Gesetze und Gebote des Herrn kennt, mich gegen ihn auflehne (Numeri 14:9), und keine Umkehr übe, denn dann verspiele ich meine Erlösung (Mosia 15:26).

 Was würdest du tun, wenn es in der Gemeinde eine starke Uneinigkeit geben würde, sich Parteien bilden würden?

Mittwoch, 1. April 2020

Sie schlugen auf das Volk Jesu ein, aber das Volk Jesu schlug nicht zurück


Auge um Auge, Zahn um Zahn
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Wir erfahren weiter: „Doch verhärtete das Volk sein Herz, denn es wurde von vielen Priestern und falschen Propheten angeleitet, viele Kirchen zu errichten und allerart Übles zu tun. Und sie schlugen auf das Volk Jesu ein, aber das Volk Jesu schlug nicht zurück. Und so verfiel das Volk in Unglauben und Schlechtigkeit, von Jahr zu Jahr, ja, bis zweihundertdreißig Jahre vergangen waren.“ (4. Nephi 1:34).

Sie schlugen auf das Volk Jesu ein, aber das Volk Jesu schlug nicht zurück. Du wirst denken, dass das doch nicht normal ist, wenn jemand einem Gewalt antut, so wird man sich doch verteidigen, die Schläge abwehren und ggf. auch zurückschlagen, oder?

Der gottergebene Teil der Menschen zu dieser Zeit, handelte in dieser Hinsicht eben nicht nach dem Gesetz des Mose, welches ein Gesetz der `fleischlichen Gebote´ war (Lehre und Bündnisse 84:2´7), in dem es heißt: „Wenn jemand einen Mitbürger verletzt, soll man ihm antun, was er getan hat: 20 Bruch für Bruch, Auge für Auge, Zahn für Zahn. Der Schaden, den er einem Menschen zugefügt hat, soll ihm zugefügt werden.“ (Levitikus 24:19-20). Sie handelten nach dem höheren Gesetz, welches Jesus in der sogenannten Bergpredigt verkündet, die er sie auch gelehrt hat (3. Nephi 12:39): „… Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin!“ (Matthäus 5:39). In neuzeitlicher Offenbarung lehrt uns der Herr desgleichen. Er empfiehlt uns, sowohl den ersten, als auch den zweiten und dritten Streich eines Feindes mit Geduld zu ertragen. Derjenige, der so handelt, soll hundertfachen Lohn erhalten, während der Feind drei Zeugnisse gegen sich hat, die ihn einst verurteilen werden (Lehre und Bündnisse 98:23-27). So lange mögen wir aber ungern abwarten oder? Glücklicherweise bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, meine Treue zu diesem Gesetz des Herrn beweisen zu müssen. Aber ich bin überzeugt, dass der Herr Sein Wort halten wird. Und wenn ich danach handle, werde ich Erfahrung, die mir zum Guten dienen wird, sammeln (Lehre und Bündnisse 122:7).

 Bist du schon mal in eine solche Situation gekommen, und wie hast du dich verhalten?