Donnerstag, 10. April 2014

Weh denen, die ungerechte Beschlüsse beschließen

Wie oft erlebst du, gerade auch in jüngster Zeit, dass wenn die Regierung Gesetze beschließt, sich viele melden und reklamieren, dass sie ungerecht seien.
Jesaja hält denen, die in seiner Zeit so etwas taten folgendes Wort des Herrn vor: „Weh denen, die ungerechte Beschlüsse beschließen und die Schmerzliches schreiben, was sie verordnet haben, 2  um die Bedürftigen vom Gericht abzuweisen und die Armen meines Volkes ihres Rechtes zu berauben, so daß Witwen ihre Beute werden und sie die Vaterlosen plündern können! 3  Und was werdet ihr tun am Tag der Heimsuchung und in der Verwüstung, die von fernher kommen wird? Zu wem werdet ihr fliehen um Hilfe? Und wo werdet ihr eure Herrlichkeit lassen? 4  Ohne mich werden sie unter den Gefangenen kauern, und sie werden unter den Erschlagenen fallen. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewendet, und seine Hand ist noch immer ausgestreckt.“ (2.Nephi 20:1-4; vergleiche Jesaja 10:1-4).
Diejenigen, die mit solchen ungerechten Beschlüssen den Bedürftigen keine Gerechtigkeit gewähren sowie die Armen ihrer Rechte berauben und sie ins Unglück stürzen, um sich selber zu bereichern, würden in den bevorstehenden kriegerischen Auseinandersetzungen mit Assyrien keine Hilfe vom Herrn erwarten können. Sie würden gefangen genommen und auch umgebracht werden und die Hand Gottes wird ihnen nicht helfen, auch nicht ihr, aufgrund Ausbeutung der Schwachen im Volk, ungerecht angehäufter Reichtum.
Weh denen, die ungerechte Beschlüsse beschließen. Nicht jeder von uns ist in der Situation ungerechte Gesetze zu beschließen, aber jeder von uns kann in Situationen kommen, in der er überlegen muss, ob seine Entscheidung in seinem Umfeld dazu beiträgt, Armen und Bedürftigen Ungerechtigkeit widerfahren zu lassen und sich auf ihre Kosten ungerechtfertigt zu bereichern. Ich will mich in acht nehmen, dass mir so etwas nicht passiert und mich mit der Hilfe des Herrn für Gerechtigkeit einsetzen und mich mit meinen Möglichkeiten, in meinem Einflussbereich, der Armen, Kranken, Bedürftigen und Gebrechlichen annehmen.
Wie gehst du mit ungerechten Beschlüssen um?

Bildquelle

Mittwoch, 9. April 2014

Sie werden ein jeder das Fleisch seines eigenen Armes fressen

In den restlichen Versen des 2. Nephi 19 wird das enorme Ausmaß der Bedrängnis des gesamten Volkes Israel beschrieben, das es selber verschuldet hat: „Vom Grimm des Herrn der Heerscharen ist das Land verfinstert, und das Volk wird wie der Fraß des Feuers sein; keiner wird seinen Bruder schonen. 20  Und man wird zur rechten Hand schlingen und hungrig sein; und man wird zur linken Hand fressen, und sie werden nicht satt sein; sie werden ein jeder das Fleisch seines eigenen Armes fressen—21  Manasse Efraim und Efraim Manasse; sie miteinander werden gegen Juda sein. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewendet, und seine Hand ist noch immer ausgestreckt.“ (2. Nephi 19:19-21; vergleiche Jesaja 9:18-20).
Grausig wird beschrieben, dass der Grimm des Herrn nicht nachlässt und das Volk den Schutz des Herrn nicht genießen wird. Es bleibt ein Land zurück, in dem jeder gegen jeden kämpft und niemand sich um seinen Nächsten kümmert. Rücksichtslos fällt jeder über Essbares her und wird trotzdem nicht satt werden. Schließlich werden sie sich gegenseitig zerfleischen. Der Stamm Manasse fällt über Ephraim her und umgekehrt und beide werden sie über Juda herfallen. Hier wird auf die Rivalitäten der beiden Hauptstämme des Nordreiches angespielt und der Kriegszug des Nordreiches mit Syrien zusammen gegen Juda 733 v.Chr. erwähnt (Jesaja 7:1-9; siehe auch Wikipedia).
Das alles passiert, wenn der Mensch Gott verlässt, sich seiner eigenen Stärke rühmt, falschen Propheten folgt und tote Götter anbetet. Ich will mich hüten, solch einem Beispiel zu folgen. Nur den einen Gott des Himmels und der Erde werde ich im Namen seines lebendigen Sohnes anbeten und versuchen Jesu Beispiel, wenigstens annähernd, in der Liebe und des Dienens zu folgen. 
Wie stehst du zu dem einen Gott, Elohim und zu unserem aller Erlöser Jesus Christus, willst du ihm folgen, oder lässt du dich durch Weltliches verleiten toten Göttern zu huldigen?
Sonntags eher dem Fußball huldigen
oder doch lieber Gott verehren? (
Quelle)

Dienstag, 8. April 2014

Schlechtigkeit brennt wie das Feuer

Hast du das auch schon mal erlebt, dass du jemandem etwas mit der Bitte um Vertraulichkeit mitgeteilt hast und es hat sich ´wie ein Lauffeuer verbreitet´? Unter Lauffeuer ist ein Brand zu verstehen, der am Boden sehr schnell in einer Richtung vorwärts läuft. Deine vertrauliche Mitteilung hat sich ebenso schnell vorangefressen.
Jesaja spricht von etwas Ähnlichem wenn er mitteilt: „Denn Schlechtigkeit brennt wie das Feuer; sie wird das Stachelgestrüpp und die Dornen verzehren und wird das Dickicht der Wälder entzünden, und sie werden hochwirbeln wie eine Rauchsäule.“ (2.Nephi 19:18; vergleiche Jesaja 9:17).
Mir kommt dabei in den Sinn, dass mit Stachelgestrüpp, Dornen und Dickicht der Wälder Menschen gemeint sein könnten, die nicht den Herrn annehmen und sich nicht um ihn kümmern, sondern danach trachten, Schlechtes zu tun. Diese Schlechtigkeit verbreitet sich unter ihnen so schnell wie ein Lauffeuer. Am Ende werden sie jedoch vom Herrn verbrannt werden indem sie nicht in seine Gegenwart eintreten dürfen. Sie sind nicht beständig und werden hochgewirbelt wie eine Rauchsäule. Sie besteht auch nicht lange als Einheit, da sie sich durch Luftbewegung verteilt.
Ich muss mich anstrengen, damit nicht auch ich zu denen gehöre, die wie Stachelgestrüpp verbrannt werden. Dies kann mir gelingen, indem ich mich am Evangelium Jesu Christi orientiere und den Aufforderungen der Propheten Gottes Folge leiste.
Was tust du, damit du nicht von dem Feuer der Schlechtigkeit erfasst und verzehrt wirst?
Lauffeuer (Quelle)

Montag, 7. April 2014

Jeder von ihnen ist ein Heuchler und ein Übeltäter, und jeder Mund redet Torheit

Durch Jesajas Mund schildert der Herr den Zustand der Menschen im Reich Israel und teilt mit: „Darum wird der Herr an ihren Jünglingen keine Freude haben und wird sich nicht erbarmen ihrer Vaterlosen und Witwen; denn jeder von ihnen ist ein Heuchler und ein Übeltäter, und jeder Mund redet Torheit. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewendet, und seine Hand ist noch immer ausgestreckt.“ (2. Nephi 19:17; vergleiche Jesaja 9:15).
  • Jeder von ihnen ist ein Heuchler
    Zum Thema Heuchelei gibt es viele überbrachte Aphorismen. Ein Zitat sei hier wiedergegeben. Christoph Martin Wieland (1733 - 1813), deutscher Schriftsteller und Erzieher des Prinzen Karl August hat gesagt: „Alle Menschen sind mehr oder weniger zum Heucheln geneigt, doch nur derjenige ist wirklich ein Heuchler, der andere zu seinem Vorteil und fast immer zu ihrem oder eines dritten Schaden hintergeht.“
  • Jeder von ihnen ist ein Übeltäter
    Ein Übeltäter ist jemand, der etwas Verwerfliches, Schlechtes, Gesetzeswidriges getan hat. Im juristischen Bereich ist der Begriff des Übeltäters durch andere Begriffe abgelöst worden. Im Strafrecht durch den des Straftäters, im Ordnungswidrigkeitenrecht durch den des Betroffenen oder im Recht der zivilrechtlich unerlaubten Handlung (Deliktsrecht) durch den des Schädigers.
  • Jeder Mund redet Torheit
    Torheit ist das Gegenteil von Klugheit oder Schlauheit und beschreibt die negative Seite der Einfalt. Der Tor ist ein Narr. Er ist unbelehrbar, mutwillig und stiftet erheblichen Schaden bis hin zum Frevel. Im 2. Nephi 9:28 wird Torheit als Selbstüberschätzung beschrieben in der man meint, auf den Rat Gottes nicht achten zu brauchen.
Jeder von ihnen ist ein Heuchler und ein Übeltäter, und jeder Mund redet Torheit. Was solche Menschen erwartet, sagt Hiob: „Ist nicht Verderben dem Frevler bestimmt und Missgeschick den Übeltätern?“ (Hiob 31:3). Sicherlich habe ich mich auch schon hier und da heuchlerisch verhalten, die eine oder andere Übeltat begangen und auch viel Unsinn geredet, aber glücklicherweise kann ich Umkehr üben. Ich möchte mich bemühen zukünftig nicht zu denen gezählt werden zu müssen.
Wie ist deine Einstellung zur Heuchelei, zum Übeltun oder zur Torheit?

Zitat von Christoph Martin Wieland (Quelle)

Sonntag, 6. April 2014

Die Führer dieses Volks sind Verführer

Wenn wir uns die Weltgeschichte anschauen, treffen wir immer wieder auf `Volksverführer´. Das war in früheren Zeiten ebenso der Fall wie auch heute noch. Viele Volksvertreter suchen nur ihre persönlichen Ziele zu erreichen, suchen ihren eigenen Vorteil und verführen das Volk anstatt es zu führen. Einer der größten Volksverführer des 20. Jahrhunderts war wohl ein bekannter Reichspropagandaminister. Diejenigen, die sich von ihm haben verführen lassen, wurden später selber vernichtet.
Jesaja spricht schon in seiner Zeit von solchen Ver- anstatt Führern: „Denn die Führer dieses Volkes führen es in die Irre; und die sich von ihnen führen lassen, werden vernichtet.“ (2. Nephi 19:16; vergleiche Jesaja 9:15).
Wie wir wissen, erfüllten sich die Prophezeiungen Jesajas und diejenigen, die sich von diesen Verfüherern haben führen lassen, wurden vernichtet. Sei es durch körperlichen Tod, oder dass sie aufgrund ständigen Ungehorsams gegenüber Gottes Geboten den geistigen Tod erlitten (dauerhafteTrennung von Gott).
Die Führer dieses Volks sind Verführer. Glücklicherweise haben wir heute kirchliche Führer, die uns nicht in die Irre führen, hierfür sorgt Gott. Für unsere weltlichen Führer sind wir selber mit verantwortlich. Wir haben die Verpflichtung dafür Sorge zu tragen, dass wir uns als guter Staatsbürger im Gemeinwesen engagieren, und auf demokratischem Wege dafür sorgen, dass wir gute politische Führer haben. Von Joseph Marie de Maistre (französischer Schriftsteller sowie Diplomat, Staats- und Geschichtsphilosoph; 1753-1821) stammt folgender Satz: "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient". Am meisten freue ich mich darauf, wenn Jesus Christus seine Herrschaft hier auf Erden übernehmen wird (Lehre und Bündnisse 43:29).

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient
(Joseph Marie de Maistre; 
Quelle)

Samstag, 5. April 2014

Das Volk sucht nicht den Herrn

Wenn du etwas dir sehr Wichtiges verloren hast, wirst du sicherlich alles Mögliche dransetzen, um es wiederzufinden (siehe auch Gleichnis von der verlorenen Drachme: Lukas 15:8), oder nicht? Anders war es beim Volk Israel. Jesaja berichtet uns: „Denn das Volk wendet sich nicht zu dem, der es schlägt, auch sucht es nicht den Herrn der Heerscharen. 14  Darum wird der Herr abschneiden von Israel Kopf und Schwanz, Zweig und Binse an einem Tag. 15  Der Alte, er ist der Kopf; und der Prophet, der Lügen predigt, er ist der Schwanz.“ (2. Nephi 19:13-15; vergleiche Jesaja 9:12-14).
  • Wendet sich nicht dem zu, der es schlägt
    Na, ich denke, dass auch ich mich nicht meinem Peiniger zuwenden würde, oder du? In diesem Fall ist es aber so, dass das Volk selber daran schuld ist, dass es zu den Schlägen gegen es kommt. Es hat vorher schon, trotz Belehrungen durch Propheten, dem Herrn den Rücken zugewendet und alles getan, was ihm missfällt (u. a. 1. Könige 22:53). So sollen diese Schläge als Schläge der Liebe verstanden werden, um das Volk aufzurütteln, ehe es zu spät ist. Aufzurütteln, sich wieder dem Herrn zuzuwenden. Aber nein, es wird sich weiterhin abwenden und den Herrn nicht suchen.
  • Kopf und Schwanz abschneiden
    Zweig und Binse oder Palmzweig und Binse, wie es in der Einheitsübersetzung heißt, stehen laut Erläuterung dort für die vornehmen und die geringeren Leute. Der Herr wird sie also vom Evangelium abschneiden, da sie sich nicht bekehren wollen und sie werden in die äußerste Finsternis geworfen werden (Alma 40:13).
Möchtest du vom Herrn abgeschnitten werden? Ich auf keinen Fall, deshalb versuche ich mich nicht von ihm abzuwenden, sondern ich suche ihn stetig und will mich ihm immer mehr nähern. Dies versuche ich dadurch, dass ich das Evangelium in mich aufnehme, darüber nachdenke, darüber bete, um es mehr und mehr zu verstehen und in meinem Leben anzuwenden.
Suchst du auch den Herrn, dann mach es doch ebenso und du wirst ihn finden und ihm nahe sein!
Das Gleichnis von der verlorenen Drachme
(Domenico Fetti, Gemäldegalerie, Dresden; 
Quelle)

Freitag, 4. April 2014

Die Widersacher Rezins gegen es aufstellen

Das Volk des Nordens, die abgespaltenen 10 Stämme, waren überheblich und so wird ihnen durch Jesaja mitgeteilt: „Darum wird der Herr die Widersacher Rezins gegen es aufstellen und seine Feinde zusammenbringen; 12  die Syrer von vorn und die Philister von hinten; und sie werden Israel fressen mit offenem Maul. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewendet, und seine Hand ist noch immer ausgestreckt.“ (2. Nephi 19:11-12; vergleiche Jesaja9:10-11).
  • Die Wiedersacher Rezins
    Rezin war zu dieser Zeit, 735-733 v. Chr., König von Aram (2. Könige 16:5). Aram ist die ägyptische Bezeichnung für das Gebiet in und um Syrien. Die Hauptstadt war Damaskus. Seine Widersacher waren die Assyrer, die von Ahas, dem König von Juda (Südreich), zu Hilfe gerufen wurden, als Juda von Syrien und Israel bedrängt wurde (2. Könige 16:7-9).
  • Die Syrer von vorn und die Philister von hinten
    Die Syrer lebten nördlich von Palästina. Ihre Hauptstadt war Damaskus. Ostwärts dehnte es sich bis zum Euphrat hin aus. Palästina, oder das Gebiet der 10 abtrünnigen Stämme, zog sich vom im Süden gelegenen Beerscheba hinauf bis zum nördlich gelegenen Dan (siehe „Physische Karte des Heiligen Landes“ unten). 
  • Die Philister sind uns bekannt durch die kriegerische Auseinandersetzung zwischen ihnen und Israel. Sie wurde zugunsten Israels entschieden durch den Kampf Mann gegen Mann zwischen David - für Israel - und dem Riesen (Vorkämpfer) Goliat - für die Philister - (1. Samuel 17:50). Die Philister waren ein Volk, das den Küstenstreifen am Mittelmeer bewohnte, bestehend aus einem Fünfstädtebund: Aschdod, Aschkelon, Ekron, Gath und Gaza (siehe „Physische Karte des Heiligen Landes“ unten).
  • Die Syrer bedrängten Israel also vom Norden her, von vorne, die Philister vom Süden, also von hinten.
  • Sie werden Israel fressen mit offenem Maul
    Ahas, der König von Juda (Südstaat) bat Tiglat-Pileser, den König von Assyrien um Hilfe gegen Israel (die 10 abtrünnigen Stämme) und Syrien, die Juda bedrängten. Assyrien kam dem Hilfeersuchen Judas nach und eroberte Damaskus (2. Könige16:9).
  • Bei all dem ist seine Hand immer noch ausgestreckt
    Der Satz „seine Hand ist noch immer ausgestreckt“ ist einerseits ein Ausdruck des rechtschaffenen Zorns des Herrn (Jesaja 5:25), andererseits ist damit aber auch seine Hand der Barmherzigkeit gemeint (Jakob 6:4,5). Sein rechtschaffener Zorn war immer noch gegen Israel entbrannt, aber er würde auch dafür sorgen, dass es wieder zu Frieden kommen würde.
Hoffentlich habe ich die nötige Einsicht und Kraft, dass ich so lebe, dass der Herr keinen Anlass hat, zornig auf mich zu werden, sondern dass er seinen Arm der Barmherzigkeit austrecken kann. Natürlich wünsche ich mir das auch für dich.

Physische Karte des Heiligen Landes