Montag, 5. Juni 2023

Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst: wie sollten wir da den Weg kennen?

 

(Bild Quelle)

Und wohin ich gehe: — den Weg dahin kennt ihr.” Da sagte Thomas zu ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst: wie sollten wir da den Weg kennen?” Jesus antwortete ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.” (Johannes 14:4-6). 

In Johannes 13 haben wir uns mit dem letzten Passahmahl im Obergemach eines wohlhabenden Hauses beschäftigt, mit der Fußwaschung, wie der Verräter bekannt gegeben wird, es ging weiterhin um die Verherrlichung Jesu und das neue Gebot, sowie die Ankündigung der Verleugnung durch Petrus. 

Heute beginnen wir mit Johannes 14. Die Verse 1-14 enthalten eine wichtige Unterhaltung zwischen Jesus und seinen Jüngern kurz vor seinem Tod.  

Jesus sagt seinen Jüngern, dass sie sich nicht beunruhigen sollen, sondern an Gott glauben und auch an ihn glauben sollen. Er erklärt, dass es viele Zimmer im Haus seines Vaters gibt und dass er dorthin geht, um einen Platz für sie vorzubereiten. Er verspricht, wiederzukommen, um sie zu sich zu holen, damit sie für immer bei ihm sein können. 

Thomas, einer der Jünger, bittet Jesus, den Weg zu zeigen, da sie nicht wissen, wohin er geht. Jesus antwortet, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und dass niemand zum Vater gelangen kann außer durch ihn. Er erklärt, dass er in enger Gemeinschaft mit dem Vater steht und dass, wenn sie ihn kennen, sie auch den Vater kennen. 

Philippus, ein anderer Jünger, bittet Jesus, den Vater zu zeigen. Jesus erklärt ihm, dass er den Vater bereits gesehen hat, weil er in Jesus ist und die Worte und Werke Jesu vom Vater kommen. Jesus versichert seinen Jüngern, dass sie, wenn sie an ihn glauben, auch in seinem Namen große Werke vollbringen können und dass er tun wird, was sie in seinem Namen bitten, um den Vater zu verherrlichen. 

Jesus betont, dass er bereit ist, die Bitte der Jünger zu erfüllen, damit der Vater verherrlicht wird. Er verspricht, dass wenn sie in seinem Namen um etwas bitten, er es tun wird. Er erklärt, dass dies geschehen wird, um den Vater zu zeigen und um die Jünger zu ermutigen, weiterhin in seinem Namen zu beten und zu handeln. 

In dieser Passage offenbart Jesus seinen Jüngern, dass er der Weg zu Gott ist und dass er ihnen einen Platz im Haus des Vaters bereitet. Er erklärt auch, dass sie in seinem Namen große Werke tun können und dass ihre Gebete in seinem Namen erhört werden. Es ist eine Ermutigung für seine Jünger, an ihn zu glauben und auf ihn zu vertrauen. 

Ich lerne: 

  1. Vertrauen in Gott: Jesus ermutigt seine Jünger, sich nicht zu beunruhigen, sondern an Gott zu glauben. Diese Aufforderung gilt auch für uns. Wenn wir mit Schwierigkeiten konfrontiert sind oder vor ungewissen Zeiten stehen, können wir Vertrauen in Gott setzen und uns darauf verlassen, dass er uns führt und für uns sorgt. 
  2. Jesus als Weg zu Gott: Jesus erklärt, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und dass niemand zum Vater gelangen kann außer durch ihn. Das erinnert uns daran, dass unser Glaube an Jesus von zentraler Bedeutung ist. Durch ihn können wir eine persönliche Beziehung zu Gott haben und ewiges Leben empfangen. 
  3. Die Macht des Gebets: Jesus verspricht, dass er die Gebete seiner Jünger erhören wird, wenn sie in seinem Namen bitten. Dies ermutigt uns, im Glauben zu beten und Gott um Hilfe, Führung und Segen zu bitten. Wir können sicher sein, dass Gott unsere Gebete hört und dass er entsprechend handeln wird, um seinen Namen zu verherrlichen. 
  4. Große Werke im Namen Jesu: Jesus sagt, dass seine Jünger in seinem Namen große Werke tun können. Das erinnert uns daran, dass wir als Nachfolger Jesu eine Verantwortung haben, Gottes Liebe und Wahrheit in die Welt zu bringen. Indem wir in seinem Namen handeln und dienen, können wir einen positiven Einfluss auf andere ausüben und Gottes Reich auf Erden vorantreiben. 
  5. Erkenntnis Gottes durch Jesus: Jesus betont, dass er den Vater offenbart. Wenn wir Jesus kennenlernen, lernen wir auch den Vater kennen. Das ermutigt uns, uns intensiv mit dem Leben und den Lehren Jesu auseinanderzusetzen, um ein tieferes Verständnis von Gott zu erlangen. 

Zusammenfassend können wir aus Johannes 14:1-14 lernen, Vertrauen in Gott zu haben, Jesus als unseren Weg zu Gott anzuerkennen, im Glauben zu beten, in seinem Namen Großes zu tun und durch Jesus ein tieferes Verständnis von Gott zu erlangen. Diese Lehren können uns helfen, ein verantwortungsbewusstes und erfülltes Leben im Glauben zu führen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Samstag, 3. Juni 2023

Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr da redet!

 

Ich kenne diesen Menschen nicht
(Bild Quelle)

Er aber fing an, sich zu verfluchen und eidlich zu beteuern: „Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr da redet!” 72 und alsbald krähte der Hahn zum zweitenmal. Da dachte Petrus an das Wort Jesu, wie er zu ihm gesagt hatte: „Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.” Als er daran dachte, brach er in Tränen aus.” (Markus 14:71-72

Matthäus 26:47-75 enthält eine wichtige Passage aus dem Neuen Testament der Bibel, die sich mit den Ereignissen rund um die Gefangennahme und Verleugnung Jesu Christi befasst (siehe auch Markus 14:43-72). 

Nachdem Jesus mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl eingenommen und im Garten Gethsemane die Sünden der gesamten Menschheit auf sich genommen hatte, kam Judas, einer seiner Jünger, begleitet von einer großen Menschenmenge, um Jesus zu verraten. Judas gab Jesus einen Kuss, der das vereinbarte Zeichen für seine Identifizierung war. Daraufhin wurde Jesus von den Hohenpriestern und Ältesten der jüdischen Führer festgenommen, und Hierauf verließen ihn die Jünger alle und ergriffen die Flucht”, wie von Jesus vorhergesagt (Matthäus 26:31; Markus 14:50). 

  • Der "Kuss des Verräters", also der Kuss, mit dem Judas Jesus verriet, steht in starkem Kontrast zum heiligen Kuss, von dem in den Briefen des Neuen Testaments die Rede ist (beispielhaft 1. Thessalonicher 5:26). Während der heilige Kuss ein Ausdruck der brüderlichen Liebe und Verbundenheit innerhalb der christlichen Gemeinschaft war, war der Kuss des Verräters ein Akt des Verrats und der Täuschung. 
     
    Judas benutzte den Kuss als ein Zeichen der Identifizierung, um Jesus den römischen Soldaten zu übergeben um ihn gefangen zu nehmen. Der Kuss, der normalerweise ein Symbol der Zuneigung und des Vertrauens ist, wurde in diesem Kontext zu einem Akt des Verrats und der Heuchelei. 
     
    Der Kuss des Verräters steht für das Gegenteil von dem, was der heilige Kuss symbolisiert. Während der heilige Kuss die Liebe, Einheit und brüderliche Verbundenheit ausdrückt, steht der Kuss des Verräters für Verrat, Täuschung und Abkehr von den Werten des Glaubens. 
     
    Dieser Kontrast zwischen dem heiligen Kuss und dem Kuss des Verräters dient als eine Lehre darüber, wie unsere Handlungen und Gesten ihre Bedeutung und Wirkung je nach den Umständen haben können. Es erinnert uns daran, dass wir unsere Taten und Gesten mit Bedacht wählen sollten, um den Werten der Liebe, Treue und Aufrichtigkeit zu entsprechen. 

Einer der Jünger, der Petrus, zog sein Schwert und schnitt einem Diener des Hohenpriesters das Ohr ab, aber Jesus befahl ihm, das Schwert wegzustecken und sagte, dass dies geschehen musste, um die Schrift zu erfüllen. Jesus wurde dann gefangen genommen, und vor den von den Römern eingesetzten Hohenpriester Kaiphas zum Verhör geführt. 

Währenddessen befand sich Petrus im Hof des Hohenpriesters und wurde von einigen Leuten erkannt, die behaupteten, ihn als Jünger Jesu gesehen zu haben. Petrus leugnete dies jedoch drei Mal und schwor sogar, dass er Jesus nicht kenne. In dem Moment, als er zum dritten Mal verleugnete, krähte ein Hahn und er erinnerte sich an die Worte Jesu, dass er ihn vor dem Hahnenschrei dreimal verleugnen würde. 

Petrus brach in Tränen aus und bereute zutiefst seine Verleugnung. Diese Erfahrung dürfte Petrus für sein späteres Wirken als führender Prophet der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Ersten Tage geprägt haben. Wurde ihm doch vor Augen geführt, dass er aus sich heraus nichts schaffen kann. Er darf sich nicht auf seine eigene Stärke verlassen, muss beim Aufbau des Reiches Gottes auf Erden demütig die Hilfe des Herrn in Anspruch nehmen. 

In der folgenden Szene wird gezeigt, wie Jesus vor den Hohenpriestern verhöhnt und misshandelt wird. Sie spucken ihn an, schlagen ihn und verspotten ihn. Sie fragen ihn, ob er der Messias ist, und er antwortet ihnen, dass sie es sagen würden. Danach beraten sich die Hohenpriester, wie sie Jesus umbringen können. 

Die Passage endet damit, dass Petrus den Hof verlässt und bitterlich weint über seine Verleugnung von Jesus. 

Diese Passage verdeutlicht die bevorstehenden Leiden und den Verrat Jesu, aber auch die menschlichen Schwächen und Reue von Petrus. 

Ich lerne: 

  1. Treue und Loyalität: Die Verleugnung von Petrus erinnert uns daran, wie wichtig es ist, treu zu bleiben und zu unseren Überzeugungen zu stehen. Petrus hatte Jesus zuvor versprochen, ihn niemals zu verleugnen, aber in der Hitze des Moments gab er dem Druck nach. Wir können daraus lernen, dass es entscheidend ist, unsere Überzeugungen und Werte in schwierigen Zeiten standhaft zu verteidigen. 
  2. Reue und Buße: Petrus' Reaktion auf seine Verleugnung zeigt uns die Bedeutung von Reue und Umkehr. Als er sich seiner Handlungen bewusstwurde, brach er in Tränen aus und bereute zutiefst sein Verhalten. Es ist wichtig, unsere Fehler und Fehltritte anzuerkennen, sie zu bedauern und zu versuchen, uns zu verbessern. Die Reue kann der Ausgangspunkt für einen Neuanfang und eine positive Veränderung sein. 
  3. Die Konsequenzen unserer Entscheidungen: Die Passage verdeutlicht auch die Konsequenzen, die unsere Entscheidungen haben können. Judas' Verrat führte zur Gefangennahme Jesu, während Petrus' Verleugnung zu seinem eigenen emotionalen Schmerz und seiner Trauer führte. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass unsere Handlungen Auswirkungen haben und dass wir die Verantwortung für die Konsequenzen tragen müssen.
  4. Gnade und Vergebung: Obwohl Petrus Jesus verleugnete, vergab ihm Jesus später, als sie sich wieder trafen. Diese Begegnung zeigt uns die Kraft der Gnade und Vergebung. Es erinnert uns daran, dass auch wir anderen Menschen gegenüber nachsichtig und vergebend sein sollten. Wir können aus der Passage lernen, wie wichtig es ist, Vergebung anzubieten und anzunehmen, um Beziehungen zu heilen und Wachstum zu ermöglichen. 

Diese Lektionen können uns helfen, unser Verhalten gegenüber anderen und uns selbst zu reflektieren und zu verbessern. Indem wir treu bleiben, Reue zeigen, die Konsequenzen unserer Entscheidungen erkennen und Gnade praktizieren, können wir positive Veränderungen in unserem Leben bewirken und zu einem besseren Umgang mit anderen beitragen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Freitag, 2. Juni 2023

Mein Vater, wenn es möglich ist, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen!

 

(Bild Quelle; Screenshot)

Nachdem er dann ein wenig weitergegangen war, warf er sich auf sein Angesicht nieder und betete mit den Worten: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!” (Matthäus 26:39). 

 
Matthäus 26:36-46 erzählt von den Ereignissen im Garten von Gethsemane kurz vor der Gefangennahme Jesu. Gethsemane bedeutet: „gat schemanim = Kelter / Presse von Ölen“; das passt auch gut zu den zahlreichen Olivenbäumen vor Ort, denen der Ölberg im Ganzen seinen Namen verdankt. 

Nachdem Jesus das Abendmahl mit seinen Jüngern eingenommen hatte, gingen sie gemeinsam zum Garten von Gethsemane. Jesus bat seine Jünger, an einem bestimmten Ort zu warten (vielleicht eine Höhle, die u. a. zum Unterstellen der Gerätschaften genutzt wurde, in der er selber schon die eine oder andere Nacht verbracht hatte), während er weiterging, um zu beten. Er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. 

Als sie an den Ort kamen, begann Jesus von großer Traurigkeit erfüllt zu sein (ich meine, nirgendwo in den Schriften wird diese gestresste Stimmung von Jesus beschrieben. Immer hat er eine Lösung für bedrohliche Situationen parat gehabt – nicht hier. Er fühlt, wie sein innerer Druck steigt zu unendlicher Qual!) und sagte zu den drei Jüngern: "Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir!" (Matthäus 26:38). Er ging ein wenig weiter und warf sich auf sein Gesicht, um zu beten. In den meisten Darstellungen dieser Begebenheit kniet Jesus, aber wir lesen im Matthäus 26:38, dass er auf sein Angesicht fiel und betete (siehe Bild oben). Es wird wohl ob der Last gewesen sein, die auf ihm ruhte, der Druck der Sünden der gesamten Menschheit (2. Nephi 9:21; Mosia 3:7), der ihn zur Erde niederdrückte. Die Last, der Druck, war so unvorstellbar groß, dass aus seinem Körper Blut herausgepresst wurde, wie beim Pressen von Oliven, um das Öl zu erhalten (Lukas 22:44).  

Dieses Öl hat eine so hohe symbolische Bedeutung. Es spendete in den Öllampen Licht (Ich bin das Licht der Welt; Johannes 8:12), es wurde für Speisen und deren Zubereitung benutzt (Ich bin das Brot des Lebens; Johannes 6:35), zur Wundheilung (Lukas 10:34), es wird für heilige Handlungen benutzt (2. Mose 40:15) und vieles mehr. Der Vorgang beim Pressen des Öls: Zunächst werden die Oliven mit einem riesigen runden sich drehenden Stein in einem runden Bassin zerquetscht, danach wird diese Masse in Beutel gelegt und mit einer Presse einem sehr hohen Druck ausgesetzt, sodass das Öl aus der Masse in ein Auffangbecken herauslief. Dies sieht aus, als wenn Blut herabtropft. 

Jesus betete zu Gott und sagte: "Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. [vielleicht eine Pause, um auf eine Antwort zu warten, nachdem keine kommt, geht es weiter mit:] Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst." (Matthäus 26:39; eckige Klammer als Anregung eingefügt). Ihm wurde klar, worauf er sich mit seinem Versprechen, “hier bin ich, sende mich” (Abraham 3:27), eingelassen hat und fragt den Vater, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt. Wenn dem nicht so ist, will er natürlich zu seinem Wort stehen und der Wille Gottes soll in Erfüllung gehen. Was passiert wäre, wenn Jesus dieses unendliche Leid nicht durchlebt hätte, wird uns im 2. Nephi 9:7-8 beschrieben. Er kehrte zu den drei Jüngern zurück und fand sie schlafend vor (wir müssen berücksichtigen, es ist wohl schon fast Mitternacht und sie hatten einen anstrengenden Tag hinter sich). Er ermahnte sie, wach zu bleiben und weiter zu beten. 

Jesus ging erneut weg und betete mit den gleichen Worten. Als er zurückkehrte, fand er die Jünger wieder schlafend. Dies wiederholte sich insgesamt dreimal. Jesus bemerkte, dass ihre Geister willig waren, aber ihr Fleisch schwach. Warum wollte Jesus, dass sie mit ihm wachen und beten? Er war in der schlimmsten Situation seiner Laufbahn, da wollte er gerne seine Liebsten als Unterstützung in seiner Nähe haben. 

Plötzlich kam eine große Menschenmenge, angeführt von Judas, um Jesus zu verhaften. Judas gab Jesus mit einem Kuss zu erkennen und die Menge ergriff ihn. Petrus, der das Geschehen sah, zog sein Schwert und schlug nach einem Diener des Hohenpriesters, und schnitt ihm das Ohr ab. Jesus befahl Petrus jedoch, sein Schwert wegzustecken und sagte: "Stecke dein Schwert in die Scheide. Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." 

Jesus wurde von der Menge gefangen genommen und abgeführt. Die Jünger flohen aus Furcht vor Verhaftung und Jesus wurde vor den Hohenpriestern und dem jüdischen Rat verhört. 

Zusammenfassend betet Jesus im Garten von Gethsemane in großer Traurigkeit und bittet Gott, den bevorstehenden Kelch des Leidens von ihm wegzunehmen. Obwohl seine Jünger schlafen, gibt Jesus sein Leben letztendlich in Gottes Hände und wird anschließend von Judas verraten und gefangen genommen. 

Ich lerne, Jesus Christus hat für mich, für uns alle, soviel Leid ertragen, wie wir es uns nicht vorstellen können. Wie dankbar muss ich dafür sein, ja ich kann nicht dankbar genug sein. Meine Dankbarkeit kann ich nur durch wahrhafte Umkehr bekunden (Lehre und Bündnisse 19:15-20). Würde ich dies nicht tun, müsste ich die Hölle kennenlernen, das Abgeschnittensein von Gott! Jesus hat diesen bitteren Kelch getrunken und ist nicht böse auf uns geworden, hat sich nicht von uns abgewandt. Er brachte dieses Opfer aus Liebe zu uns Sündern, und er liebt uns weiterhin. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Donnerstag, 1. Juni 2023

Du wirst mich noch heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, dreimal verleugnen!

 

(Bild: Quelle)

Da antwortete ihm Petrus: „Mögen auch alle Anstoß nehmen (= an dir irre werden), so doch ich sicherlich nicht!” 30 Jesus erwiderte ihm: „Wahrlich ich sage dir: Du wirst mich noch heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, dreimal verleugnen!” (Johannes 14:29-31). 

Markus 14:26-31: Nach dem letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feierte, verließen sie den Raum und begaben sich zum Ölberg. Auf dem Weg dorthin erklärte Jesus ihnen, dass sie alle in dieser Nacht an ihm Anstoß nehmen würden. Er zitierte die Prophezeiung aus Sacharja 13:7, dass der Hirte geschlagen werde und die Schafe sich zerstreuen würden. Petrus erklärte jedoch energisch, dass er bereit sei, mit Jesus ins Gefängnis zu gehen und sogar sein Leben für ihn zu geben. Jesus antwortete ihm und sagte voraus, dass er noch in dieser Nacht ihn dreimal verleugnen würde, bevor der Hahn zweimal kräht. 

Johannes 13:18-30: Während des Abendmahls verkündete Jesus, dass einer von ihnen ihn verraten würde. Er bezog sich auf die Schrift, die besagt: "Der mein Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben." (Johannes 13:18; `Hat seine Ferse gegen mich erhoben´ ist ein bildlicher Ausdruck für: `hat mich hintergangen´; `Der mein Brot isst´: ein Zeichen der Gemeinschaft und eine Verpflichtung, Frieden zu halten; siehe auch Psalm 41:10. Die Jünger waren bestürzt und fragten sich, wer es sein könnte. Petrus blickte zu Johannes, dem Jünger, den Jesus liebte, und bat ihn, herauszufinden, wer der Verräter sei. Johannes lehnte sich während des Mahls an Jesus und fragte ihn diskret. Jesus antwortete, dass es derjenige sei, dem er den Bissen geben würde, nachdem er ihn eingetaucht habe. Er tauchte den Bissen in den Teller und gab ihn Judas Iskariot. Satan fuhr in Judas ein, und Jesus sagte zu ihm: "Was du tun willst, das tue bald!" (Johannes 13:27). Judas verließ daraufhin das Abendmahl und begab sich auf den Weg, um Jesus zu verraten. Siehe hierzu auch gerne den gestrigen Blogbeitrag

Johannes 13:36-38: Nachdem Judas gegangen war, sprach Jesus zu Petrus und sagte ihm voraus, dass er ihn bald verleugnen würde. Petrus erwiderte, dass er bereit sei, sein Leben für Jesus hinzugeben. Jesus antwortete ihm, dass er noch in dieser Nacht, bevor der Hahn kräht, ihn dreimal verleugnen würde. 

Ich lerne: 

  1. Vorhersicht Jesu: Die Voraussagen Jesu über das Verraten werden und die Verleugnung durch seine Jünger zeigen seine göttliche Weisheit und Vorhersehung. Jesus kannte die Herzen der Menschen und wusste, was kommen würde. Dies erinnert uns daran, dass Gott allwissend ist und dass er unsere Handlungen und Entscheidungen kennt, bevor sie geschehen. 
  2. Die menschliche Schwäche: Die Verleugnung durch Petrus und der Verrat durch Judas verdeutlichen die menschliche Schwäche und die Tendenz zum Versagen, selbst unter den engsten Anhängern Jesu. Dies erinnert uns daran, dass wir als Menschen nicht perfekt sind und dass wir ohne Gottes Gnade und Stärke leicht Fehler machen können. 
  3. Bedeutung von Selbstreflexion: Als Petrus erfahren hat, dass er Jesus dreimal verleugnen würde, wurde er konfrontiert mit seiner eigenen Begrenztheit und Schwäche. Dies fordert uns auf, uns selbst zu prüfen, unsere eigenen Fehler und Schwachstellen anzuerkennen und auf eine demütige Art und Weise unser Verhalten zu hinterfragen. 
  4. Gottes Vergebung und Barmherzigkeit: Obwohl Petrus Jesus verleugnete, zeigte Jesus später Vergebung und erneuerte seine Beziehung zu ihm. Dies erinnert uns daran, dass Gott barmherzig ist und uns vergeben kann, wenn wir unsere Fehler bereuen und zu ihm zurückkehren. Selbst wenn wir versagen, ist Gottes Gnade größer als unsere Fehler. 
  5. Die Erfüllung der Prophezeiungen: Die Ereignisse in diesen Bibelstellen zeigen, wie sich die alten prophetischen Schriften erfüllten. Dies erinnert uns daran, dass Gottes Wort wahrhaftig ist und dass er seine Versprechen hält. Es ermutigt uns, das Vertrauen in Gottes Verheißungen zu stärken und seine Worte ernst zu nehmen. 

Diese Lektionen können je nach persönlichem Glauben und individueller Interpretation der Bibelstellen unterschiedlich sein. Es ist wichtig, die Schrift zu studieren, um weitere Einsichten zu gewinnen und persönliche Anwendungen daraus abzuleiten. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Mittwoch, 31. Mai 2023

Ihr werdet alle in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen

 

(Bild: Quelle)

Dabei (= unterwegs) sagte Jesus zu ihnen: „Ihr werdet alle in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen (oder: irre werden); denn es steht geschrieben (Sach. 13,7): ‘Ich werde den Hirten niederschlagen, dann werden die Schafe der Herde sich zerstreuen.’” (Matthäus 26:31). 

In diesem Vers sagt Jesus zu seinen Jüngern, dass sie alle Anstoß an ihm nehmen werden, sich über ihn ärgern werden. Hier verwendet Jesus wohl den Ausdruck "sich ärgern", um anzudeuten, dass seine Jünger durch seine bevorstehende Gefangennahme, sein Leiden und seinen Tod verwirrt, enttäuscht oder verängstigt sein werden. 

Die Jünger hatten möglicherweise bestimmte Erwartungen an Jesus, zum Beispiel, dass er ein politischer Befreier oder der lang erwartete Messias sein würde. Die Tatsache, dass Jesus gefangen genommen und ans Kreuz geschlagen werden sollte, widersprach möglicherweise ihren Vorstellungen und führte zu Verwirrung und Enttäuschung. 

Jesus hat in der Nacht das letzte gemeinsame Mahl mit seinen Jüngern beendet und ist nun mit elf von ihnen auf dem Weg in den Garten Gethsemane. Warum nur mit elf? Judas hat das Mahl ja schon vorher verlassen, um Jesus bei den Hohenpriestern zu verraten. Der Weg vom letzten Abendmahl zum Garten Gethsemane ist ein bedeutender Teil der biblischen Erzählung über die Leidensgeschichte Jesu. Dieser Garten lag außerhalb der Stadtmauern von Jerusalem, östlich des Tempelbergs. 

Matthäus 26:31-35: In diesen Versen spricht Jesus zu seinen Jüngern und prophezeit ihnen, dass sie alle in dieser Nacht Anstoß an ihm nehmen werden. Er zitiert eine alttestamentliche Prophezeiung, die besagt: "Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe der Herde zerstreuen." (Matthäus 26:31). Nach meinem Verständnis spricht Jesus hier über das, was vor ihm liegt, den Druck der Sünden aller Menschen, die er im Garten Gethsemane auf sich nehmen wird, und sein Tod am Kreuz.  Petrus antwortet daraufhin und sagt, dass er selbst nie von Jesus abfallen würde, selbst wenn alle anderen es täten. Jesus erwidert ihm, dass Petrus noch vor dem Hahnenschrei dreimal verleugnen wird. Aber Petrus beharrt darauf, dass er selbst im Angesicht des Todes zu Jesus stehen wird. 

Johannes 13:31-35: In diesen Versen findet das letzte Abendmahl statt. Nachdem Judas den Raum verlassen hat, spricht Jesus zu seinen Jüngern und kündigt an, dass jetzt der Sohn des Menschen verherrlicht wird und Gott in ihm verherrlicht wird. Er fordert die Jünger auf, einander zu lieben, wie er sie geliebt hat. Jesus sagt, dass dies ein Zeichen für die Nachfolger Jesu sein wird, dass sie einander lieben. Er erklärt, dass die Liebe unter ihnen als seine Jünger ein Beweis für ihre Zugehörigkeit zu ihm sein wird. Jesus betont, dass Menschen sie an ihrer Liebe erkennen werden. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Matthäus 26:31-35 Jesus die zukünftige Verleugnung durch seine Jünger vorhersagt, während Petrus behauptet, dies niemals zu tun. In Johannes 13:31-35 spricht Jesus über die Verherrlichung Gottes und fordert seine Jünger auf, einander zu lieben, was ein Zeichen ihrer Nachfolge und ihrer Zugehörigkeit zu ihm ist. 

Ich lerne 

aus Matthäus 26:31-35

  1. Demut und Selbsterkenntnis: Obwohl Petrus fest davon überzeugt war, dass er Jesus niemals verleugnen würde, offenbarte Jesus ihm, dass er es tatsächlich tun würde. Dies erinnert uns daran, dass wir demütig sein und uns unserer eigenen Schwächen bewusst sein sollten. Es ist wichtig, nicht übermütig zu sein oder uns selbst für unfehlbar zu halten. 
  2. Vergebung und Erneuerung: Obwohl Petrus Jesus verleugnete, war Jesus bereit, ihm zu vergeben und ihn zu erneuern. Dies zeigt uns die bedingungslose Liebe und Gnade Jesu. Wir können daraus lernen, dass wir, wenn wir Fehler machen oder versagen, die Vergebung Jesu suchen können und eine zweite Chance erhalten. 

Aus Johannes 13:31-35

  1. Liebe und Nächstenliebe: Jesus betonte die Bedeutung der Liebe unter seinen Jüngern. Er lehrte sie, einander so zu lieben, wie er sie geliebt hat. Dies erinnert uns daran, dass die Liebe und Nächstenliebe Grundprinzipien des Christentums sind. Wir sollten aktiv danach streben, einander bedingungslos zu lieben und füreinander da zu sein.
  2. Zeugnis für Christus: Jesus erklärte, dass die Liebe unter den Jüngern ein Zeichen dafür sein wird, dass sie seine Nachfolger sind. Unsere Liebe zu anderen und unser Umgang mit ihnen sollten ein Zeugnis für Christus und sein Evangelium sein. Durch unser liebevolles Verhalten können andere Menschen erkennen, dass wir zu Jesus gehören. 

Insgesamt lehren uns diese Passagen, dass Demut, Vergebung, Liebe und Nächstenliebe wichtige Elemente unseres christlichen Glaubens sind. Indem wir sie in unserem Leben praktizieren, können wir eine positive Auswirkung auf andere haben und das Evangelium Jesu Christi weitertragen. 

Welche Lehren ziehst du aus diesen Versen? 

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Dienstag, 30. Mai 2023

Ich bin es doch nicht etwa, Rabbi?

 

Links: Letztes Abendmahl; rechts: Sitzordnung
(Bild: Quelle; Quelle)

Der Menschensohn geht zwar dahin, wie über ihn in der Schrift steht; doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Für diesen Menschen wäre es besser (oder: das Beste), er wäre nicht geboren!” 25 Da nahm Judas, der ihn verraten wollte, das Wort und fragte: „Ich bin es doch nicht etwa, Rabbi (= Meister)?” Er erwiderte ihm: „Doch du bist es*).” (Matthäus 26:24-25). 

Matthäus 26:17-30 enthält die Beschreibung des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern vor seinem Leiden und seiner Kreuzigung einnahm (siehe auch Markus 14:12-25; Lukas 22:7-23; Johannes 13:1-30).  

Die Jünger kommen zu Jesus und fragen ihn, wo sie das Passahmahl vorbereiten sollen. Jesus gibt ihnen Anweisungen und schickt zwei Jünger in die Stadt, um einen bestimmten Mann zu treffen und ihm zu sagen, dass der Meister sagt, dass seine Zeit gekommen ist und er das Passahmahl mit seinen Jüngern in seinem Haus einnehmen möchte. 

Die Jünger tun, wie ihnen Jesus gesagt hat, und bereiten das Passahmahl vor. Als es Abend wird, setzt sich Jesus mit den Zwölfen zu Tisch, im oberen Raum eines wohlhabenden Hausbesitzers, der diesen einfach auf Aussage der vom Herrn beauftragten Jünger zur Verfügung stellte. Es fällt dabei auf, als die werdenden Eltern Jesu zu dessen Geburt eine Unterkunft suchten, es ` keinen Raum in der Herberge ´ für sie gab. Jetzt am Ende Seiner Mission, gab es einen großzügigen Raum in einem Obergemach. Ein hervorstechendes Merkmal dieses Raumes dürfte ein niedriger U-förmiger Tisch gewesen sein, Triklinium genannt (rechtes Bild). Die Personen lagerten um den Tisch herum. Sie stützten sich mit dem linken Arm auf die Kissenunterlage, sodass sie die rechte Hand freihatten, um das Essen einzunehmen, die Füße nach hinten. So lagen sie in einer Weise, dass jeder Gast sein Gesicht an die Brust seines linken Nachbarn lehnen konnte. Der Gastgeber saß nicht, wie auf den meisten Bildern des `Letzten Abendmahls´ dargestellt, in der Mitte, sondern an zweiter Stelle links, mit dem Ehrengast zu seiner Linken und einem vertrauten Freund zu seiner Rechten. Die wichtigen Gäste saßen jeweils links von ihm bis hin zum niedrigsten Gast auf der ganz rechten Seite.  

Aus den Schriften geht hervor, dass Jesus diese Sitzordnung übernommen hatte, er saß also nicht im Zentrum, sondern auf dem zweiten Platz von links. Aus Johannes 13:23-25 geht hervor, dass rechts neben Jesus, dem Gastgeber, dessen geliebter Jünger Johannes Platz genommen hatte, der sich an die Brust Jesu lehnte, um danach zu fragen, wer denn der Verräter wäre. Judas hatte seinen Platz nach Matthäus 26:23 demzufolge zur Linken von Jesus, den Ehrenplatz. Sowohl Jesus als auch Judas konnten so aus derselben Schüssel essen. Johannes 13:24 erklärt, dass Simon Petrus gegenüber Johannes auf der ganz rechten Seite seinen Platz hatte. Das bedeutet, dass Jesus dem jüngsten Apostel Johannes den Platz rechts neben sich zugeordnet hat, während Petrus, dem Hauptapostel, der Platz des Dieners zugedacht war. Wir erinnern uns, nach Lukas 22:24 gab es unter den Jüngern einen Streit, wer von ihnen der Größte sei, worauf Jesus folgendermaßen reagierte: “... der Größte unter euch muss wie der Jüngste sein und wer obenan sitzt, wie der Aufwartende. 27 Denn wer ist der Größere: der zu Tische sitzt oder der dabei bedient? Doch wohl der zu Tische Sitzende. Ich aber bin in eurer Mitte wie der Aufwartende.” (Lukas 22:26-27). 

Um Petrus und den anderen Jüngern die Wichtigkeit des `Führens durch Dienen´ zu verdeutlichen, wusch ihnen Jesus dann ihre Füße, auch die des Judas. Eigentlich wäre diese Aufgabe, der Sitzordnung entsprechend Petrus zugefallen, den der Herr rechts außen platziert hatte. Doch Jesus, der Gastgeber und der Größte von allen, übernahm diesen Dienst, was den energischen Protest des Petrus hervorrief (Johannes 13:6,8). Die Reaktion Jesu war, ihm zu erklären, dass es hierbei nicht um eine äußerliche Säuberung der Füße ging. Petrus wurde klar, es handelt sich um eine Verordnung, die notwendig war, um Anteil an Jesus zu haben. Damit lehrte der Herr Petrus, und natürlich uns allen, dass wir Seinem Beispiel folgen sollen (Johannes 13:14,16). 

Wenn wir die Sitzordnung weiter betrachten, zeigt sie uns, dass Jesus seinen Verräter, Judas, dennoch liebt. Er hat ihn auf der linken Seite der Tischanordnung, den Platz zu seiner Linken, den Ehrenplatz, zugewiesen. Es hat den Anschein, als wollte Jesus ihm dadurch einen weiteren Grund liefern, ihn nicht auszuliefern. Ein weiteres Zeichen der Ehre erweist Jesus ihm, indem er ein Stück Brot eintaucht und es ihm reicht. Doch Satan hatte Judas schon im Griff und Jesus sagte ihm, dass er das, was er vorhabe, schnell ausführen solle (Johannes 13:26-27). Als Judas dann das Mahl verließ, änderte sich die Stimmung des Abends. Jetzt lehrte Jesus einige der wichtigsten Lehren, die wir in den Schriften haben, Licht erfüllte die Düsternis im oberen Raum. 

Ich lerne, Jesus lehrt uns hier eine Lektion des `dienenden Führens´. Eine Lektion über wahre Liebe und Hingabe, selbst dem größten Sünder gegenüber, was für mich bedeutet, er liebt auch mich. Fußwaschung, damals eine unappetitliche Angelegenheit. Sie laufen barfuß oder mit Sandalen durch sandigen Boden und sind natürlich sehr verschmutzt. Diesen Dienst nun übernahm Jesus, der Größte von allen, an seinen Jüngern. Aber Petrus lernt, und damit auch ich, dass es sich dabei um eine heilige Verordnung handelt, ohne die wir keinen Anteil an Jesus haben können (siehe auch hier). Jesus hielt sich einerseits an das jüdische Gesetz (JSÜ Johannes 13:10), führte sie andererseits als heilige Handlung ein, die in Tempeln vollzogen werden, um mit Kraft ausgestattet zu werden, das Werk zu verrichten, zu dem wir berufen sind (Lehre und Bündnisse 88:138-141). Warum verriet Judas den Meister? Vielleicht, weil Satan seine Gedanken dahingehend lenkte, dass Jesus nicht gegen die Unterdrückung seines Volkes durch die Römer mit militärischer Macht vorgehen wird, nachdem er immer Liebe und Dienen predigte und sanftmütig handelte. Ich muss mich also vorsehen, was ich von anderen denke, und ständig fragen: Bin ich es etwa, Herr?

Welche Lehren ziehst du für dich aus diesen Versen? 

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Montag, 29. Mai 2023

Ihr wisst, dass übermorgen das Passah stattfindet; da wird der Menschensohn zur Kreuzigung überliefert

 

Die Salbung in Bethanien 
(Bild: Quelle)

Als nun Jesus alle diese Reden beendet hatte, sagte er zu seinen Jüngern: 2 „Ihr wißt, daß übermorgen das Passah stattfindet; da wird der Menschensohn zur Kreuzigung überliefert.” 3 ¶ Damals kamen die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Palaste des Hohenpriesters namens Kaiphas zusammen 4 und berieten sich in der Absicht, Jesus mit List festzunehmen und zu töten.”  (Matthäus 26:1-4; in der KJV Vers 3 werden außer Hohepriester und Älteste auch noch die Schriftgelehrten genannt). 

Matthäus 26:1-16 enthält die Ereignisse kurz vor der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu (siehe auch Markus 14:1-11 und Lukas 22:1-6). In diesen Versen wird berichtet, dass Jesus seinen Jüngern sagte, dass in zwei Tagen das Passahfest (ein wichtiges jüdisches Fest zum Gedenken an den Auszug Israels aus ägyptischer Gefangenschaft) stattfinden würde, und dass er dann gekreuzigt werden würde. Die Hohenpriester, die Ältesten (respektierte und einflussreiche Männer, die in der jüdischen Gemeinschaft eine Führungsrolle einnahmen), und die Schriftgelehrten (verantwortlich, die religiösen Schriften zu studieren, zu interpretieren und das Gesetz den Menschen zu lehren) des Volkes kamen zusammen und planten, Jesus heimlich zu ergreifen und zu töten. 

In Betanien, im Haus Simons des Aussätzigen, wo Jesus zu Gast war, salbte eine Frau Jesus mit äußerst kostbarem Nardenöl (nicht zu verwechseln mit der Salbung durch Maria, der Schwester des Lazarus, Johannes 12:3). Die Jünger empörten sich darüber und meinten, das Öl hätte verkauft und das Geld den Armen gegeben werden sollen. Jesus verteidigte die Frau und sagte, dass sie ihn für seine bevorstehende Bestattung gesalbt habe und dass die Jünger immer die Armen bei sich haben würden, ihn jedoch nicht. 

Einer der zwölf Jünger, Judas Iskariot, ging zu den Hohenpriestern und bot ihnen an, Jesus für dreißig Silberstücke zu verraten (entspricht etwa dem Wert eines Sklavenpreises zur Zeit Jesu, eine relativ geringe Summe Geldes und deutete somit auf den geringen Wert hin, den die Hohenpriester Judas und seinem Verrat beimaßen). Die Hohenpriester willigten ein und suchten nach einer Gelegenheit, Jesus, ohne einen Aufruhr zu verursachen, festzunehmen. 

Am ersten Tag des ungesäuerten Brotes (der erste Tag des Passahfestes) kamen die Jünger zu Jesus und fragten, wo sie das Passahmahl vorbereiten sollten. Jesus schickte zwei Jünger in die Stadt und wies sie an, einem Mann zu folgen, der einen Wasserkrug tragen würde. Dieser Mann führte sie zu einem Haus, wo sie das Passahmahl vorbereiten konnten. 

Während des Mahls erklärte Jesus, dass einer von ihnen ihn verraten werde. Die Jünger waren bestürzt und fragten, ob sie es selbst seien. Jesus sagte, dass der Verräter mit ihm seine Hand in die Schüssel tauchen würde. Anschließend gab Jesus seinen Jüngern das Brot und sagte, es sei sein Leib, und reichte ihnen den Kelch mit Wein und sagte, es sei sein Blut des Bundes

Nach dem Mahl gingen Jesus und seine Jünger zum Ölberg. Dort sagte Jesus zu ihnen, dass sie in dieser Nacht alle an ihm Anstoß nehmen würden. Petrus versicherte Jesus, dass er ihn niemals verleugnen würde, doch Jesus prophezeite, dass Petrus ihn dreimal verleugnen würde, bevor der Hahn kräht. 

Ich lerne: 

  1. Jesus' Vorhersehung: Jesus wusste, was ihm bevorstand, und nahm es dennoch auf sich. Diese Haltung lehrt uns, dass es manchmal notwendig sein kann, schwierige Entscheidungen zu treffen und Herausforderungen anzunehmen, selbst wenn sie äußerst unangenehm sind. 
  2. Wertschätzung für Jesus: Die Frau, die Jesus mit teurem Nardenöl salbte, zeigte ihre tiefe Wertschätzung und Liebe zu ihm. Diese Geschichte erinnert uns daran, dass es wichtig ist, Jesus und seine Lehren in unserem Leben einen hohen Stellenwert beizumessen und ihm unsere Hingabe und Liebe zu zeigen. 
  3. Ablehnung des Materialismus: Als die Jünger die Frau kritisierten, weil sie das wertvolle Öl verschwendete, wies Jesus darauf hin, dass ihre Handlung von größerer Bedeutung war. Dies erinnert uns daran, dass wir uns nicht ausschließlich auf materielle Dinge konzentrieren sollten, sondern den spirituellen und moralischen Werten Vorrang geben sollten. 
  4. Die Gefahr des Verrats: Der Verrat durch Judas Iskariot an Jesus war ein erschütterndes Ereignis. Es erinnert uns daran, dass Verrat und Falschheit in zwischenmenschlichen Beziehungen großen Schaden anrichten können. Wir sollten bestrebt sein, aufrichtig und vertrauenswürdig zu sein und unsere Verbindungen zu anderen mit Ehrlichkeit und Integrität zu pflegen. 
  5. Die Bedeutung des Abendmahls: Während des letzten Abendmahls legte Jesus den Fokus auf seinen bevorstehenden Tod und betonte die Symbolik von Brot und Wein als seinen Leib und sein Blut. Das Abendmahl erinnert uns an die Opfer, die Jesus für uns in Gethsemane (am östlichen Hang des Ölbergs außerhalb der Altstadtmauern von Jerusalem gelegen) und auf Golgatha (auch als Schädelstätte oder Kalvarienberg bekannt, liegt nordwestlich der Altstadtmauern von Jerusalem) gebracht hat, und ermutigt uns, uns mit Dankbarkeit und Hingabe an ihn zu erinnern. Nicht zuletzt erneuern wir durch die Teilnahme all unsere Bündnisse, die wir mit dem Herrn eingehen durften. 

Diese sind nur einige mögliche Lektionen, die aus Matthäus 26:1-16 abgeleitet werden können. Jeder kann diese Passagen auf unterschiedliche Weise interpretieren und persönliche Lehren daraus ziehen, die zu seinem individuellen spirituellen Wachstum und Verhalten beitragen. 

Welche Lehren ziehst du für dich aus diesen Versen? 

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